1

„Sie schreit – doch keiner hört sie“

„Maria Galinova kommt aus Moldau. Sie ist in armen Verhältnissen aufgewachsen und konnte als Folge dessen nur wenige Jahre die Schule besuchen, weil sie schon früh damit anfangen musste, ihre Familie finanziell mit Gelegenheitsjobs zu unterstützen.“ Jessica Anderson von der Mitternachtsmission Heilbronn holt tief Luft, bevor sie fortfährt zu erzählen: „Übers Internet wurde Maria auf eine Stelle als Kellnerin in einem schön aussehenden Restaurant in Deutschland aufmerksam. Sie nimmt Kontakt auf und bewirbt sich. Die Organisation der Reise und des weiteren Prozesses übernimmt ihr Arbeitgeber. Maria wird direkt von Zuhause abgeholt und nach Deutschland gebracht. Kaum ins Auto eingestiegen, fordert der Fahrer Marias Ausweisdokumente mit der Begründung, dass er Probleme an der Grenze vermeiden und schon vorab alle Vorbereitungen für ihre Ankunft treffen wolle. Nur so könne er organisieren, dass sie ihre Arbeitspapiere schnell bekomme und direkt mit der Arbeit starten könne. Maria wundert sich ein wenig, dass sie auch an den Rastplätzen nicht allein aussteigen darf und permanent unter Beobachtung steht.“

Sie versucht zu fliehen – vergeblich

Doch Maria interveniert nicht. Die Freude über eine Zukunft in Deutschland und die Hoffnung, ihrer Familie endlich nachhaltig helfen zu können, sind zu groß. „In Deutschland angekommen, wird Maria schließlich noch ihr Handy abgenommen, sie wird in eine heruntergekommene Wohnung gebracht und in ein Kellerzimmer gebracht. Ehe sie sich versieht, wird die Türe hinter ihr abgeschlossen. Nun sitzt sie also in diesem Raum, in dem es nicht mehr als ein Bett gibt, und ist ganz allein. Nach einer gewissen Zeit tritt ein Mann ein. Nicht etwa, um ihr die Arbeit im Restaurant zu zeigen, oder sie dorthin zu bringen, der Mann bringt ihr schicke Kleidung und aufreizende Unterwäsche und macht ihr klar, dass sie bald Besuch empfangen wird, dem sie zur Verfügung zu stehen hat. Sie habe zu gehorchen – was auch immer, diese Männer von ihr wollten. Maria versteht. Sie versucht, zu widersprechen, sich zu wehren, sie versucht zu fliehen. Alles, was sie dafür erhält, sind Schläge. Solange, bis sie sich kaum mehr bewegen kann. Der erste Mann, der ihr Zimmer betritt, vergewaltigt sie. Viele weitere folgen. Immer und immer wieder versucht sie zu fliehen – doch die Türe bleibt verschlossen. Sie schreit – doch keiner hört sie.“

„Viele Schicksale entsprechen nicht dem Klischee“

Unter den 49 Teilnehmer:innen des von der Mitternachtsmission organisierten Info-Abends „Zwangsprostitution – ein Blick hinter die Kulissen der Stereotype“ macht sich betretenes Schweigen breit. Anderson fährt fort: „Wenn viele von uns die Worte ‚Menschenhandel‘ oder ‚Zwangsprostitution‘ hören, stehen uns oft genau solche Marias vor Augen, die verschleppt werden, ganz schlimme körperliche Gewalt erleben, eingesperrt sind. Frauen, die eigentlich keiner sieht. Und ja, so schlimm es ist, diese Schicksale sind real, solche Frauen gibt es wirklich, aber es gibt eben auch viele andere Schicksale, die nicht dem Klischee entsprechen. Gerade die Bereiche Zwangsprostitution und Menschenhandel sind von vielen Stereotypen geprägt.“

Die Hilfe ist anonym

Die Arbeit der Mitternachtsmission fuße, so Anderson, auf fünf Grundsätzen: Die Betreuungsangebote seien nicht staatlich, anonym, es werde auch eine muttersprachliche Beratung angeboten, die Mitarbeiter:innen stünden unter Schweigepflicht und es werde nichts gegen den Willen der Betroffenen unternommen. Außerdem sei die Mitternachtsmission sieben Tage die Woche 24 Stunden erreichbar und aufnahmebereit, landesweit zuständig und biete den Betroffenen, die das Hilfsangebot in Anspruch nehmen, dezentrale anonyme Schutzunterkünfte. Neben Aufnahme in Schutzunterkünften bietet die Mitternachtsmission Betroffenen Angebote zur Krisenintervention,  Seelsorge, Sozial- und Lebensberatung, Hilfe bei ganz praktischen Anliegen, wie beispielsweise dabei, Anträge auszufüllen, und stabilisierende sowie den Alltag strukturierende Angebote.

Die Dunkelziffer ist weitgehend unbekannt

Laut Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes gab es 2019 in Deutschland 287 Verfahren wegen Zwangsprostitution, an denen 427 Betroffene beteiligt waren. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um abgeschlossene Verfahren, also das Hellfeld der Polizei. Fachberatungsstellen sind sich einig, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Über die Dunkelziffer herrsche sogar eine „weitestgehende Unkenntnis“, wie Sara Huschmann von der Mitternachtsmission erklärt. „Das liegt an der Randgruppenproblematik, daran, dass Staatsanwaltschaften aufgrund höherer Erfolgschancen oft auf einfacher anzuwendende Straftatbestände ausweichen (zum Beispiel Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz) oder die Opfer aufgrund ihrer Traumata nicht in der Lage sind, auszusagen. Oftmals kommt es erst gar nicht zur Anzeige, also erscheint der Fall auch nicht in der polizeilichen Statistik. Somit ist bei den Zahlen, Menschenhandel und Zwangsprostitution betreffend, höchste Vorsicht geboten.“

350 Frauen suchten Hilfe

Im vergangenen Jahr haben sich nach Informationen des Arbeitskreises „Aktiv gegen Menschenhandel“ allein in Baden-Württemberg 350 Betroffene von Zwangsprostitution an Fachberatungsstellen gewandt.

Jeder kann etwas tun

Es gebe einige Dinge, die jeder von uns tun könne, um von Menschenhandel und Zwangsprostitution Betroffene zu unterstützen, erklärt Anderson. Dazu gehöre, sich fachliche Informationen einzuholen, für das Thema zu sensibilisieren und die Betroffenen nicht zu stigmatisieren. Außerdem liege die beste Unterstützung Betroffener vor allem darin, sie an eine Fachberatungsstelle zu vermitteln. Selbst aktiv werden könne jeder Interessierte, mit ehrenamtlichem und politischem Engagement, Spenden und Gebet.

Übersetzer:innen sind immer gesucht

Zum Thema „ehrenamtliches Engagement“: „Bei der Mitternachtsmission werden beispielsweise immer wieder Übersetzer:innen gesucht, die uns bei muttersprachlichen Beratungen unterstützen können“, so Anderson. Mit politischem Engagement sei gemeint, auch auf politischer Ebene „für die Bedürfnisse dieser Randgruppen zu sensibilisieren und ihre Anliegen sichtbar zu machen.“

Unter Telefon 07131/84 531 kann man sich direkt an die Mitternachtsmission wenden.

Text: Priscilla Dekorsi




22-Jähriger zeigt sein Geschlechtsteil auf Spielplatz

Am Samstagmittag, den 31. Juli 2021,  wollte eine 32-jährige Mutter mit ihren drei Kindern einen Spielplatz im Mühlweg in Forchtenberg besuchen. Hier fiel der 32-Jährigen ein junger Mann auf, der sich der Familie näherte und auf einer Bank Platz nahm. Während der Mann die Mutter mit ihren Kindern im Blick behielt, öffnete er seine Hose und zeigte sein Geschlechtsteil, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Familie verließ den Spielplatz und verständigte die Polizei. Im Rahmen einer sofortigen Fahndung durch mehrere Streifen des Polizeireviers Künzelsau konnte der 22-Jährige wenig später in Forchtenberg aufgegriffen und vorläufig festgenommen werde.

Die Ermittlungen dauern noch an.




#dranbleibenÖhringen – Öhringer Gemeiderat appelliert an die Bürger:innen, sich impfen zu lassen

Der Öhringer Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit einen Appell an die Bürgerschaft verabschiedet, sich impfen zu lassen.
Diesen Appell veröffentlichen wir hier in voller Länge:

 

Liebe Öhringerinnen und Öhringer,

das Impfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gemeinsam mit Ihrer Hilfe wollen wir es weiter kraftvoll voranbringen. Die Mehrheit des Gemeinderates der Großen Kreisstadt Öhringen wendet sich mit diesem Aufruf an die Bevölkerung, Vereine und Organisationen in unserer Stadt.

Machen Sie sich stark für’s Impfen, indem Sie

    1. …die Impf-Aktionen in Ihrem Freundeskreis, Bekanntenkreis, Netzwerk und bei Ihren Mitgliedern bekannt machen.
    2. …Ihr Netzwerk / Ihre Mitglieder dazu aufrufen ebenfalls aktiv zu werden z.B. dadurch sich impfen zu lassen, oder Menschen in Ihrem Umfeld zum Impfen aufzuklären.
    3. …selbst Aktionen zum Impfen planen und das Angebot erweitern. Informieren Sie die Landeskampagne unter www.dranbleiben-bw.de/impfaktionen zu der geplanten Aktion, sodass diese beworben werden kann.

Das Kreisimpfzentrum in Öhringen ist für diesen Kraftakt gewappnet. Wir bedanken uns bei all den Helferinnen und Helfern, die dort ihren Dienst an der Gesellschaft erbringen. 

Gemeinsam haben wir als Gesellschaft bei der Eindämmung der Corona-Pandemie viel erreicht – dafür bedanken wir uns als Gemeinderat bei den Öhringerinnen und Öhringern. Jetzt heißt es: #dranbleibenÖhringen.

Für die unterstützenden Fraktionen:

CDU-Fraktion, Roland Weissert
FWV-Fraktion: Prof. Dr. Otto Weidmann
LBÖ-Fraktion: Markus Hassler
SPD-Fraktion: Patrick Wegener
UNS/Grüne-Fraktion: Dieter Volkert

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Öhringen




„Jede und jeder Einzelne bringt uns voran!“ – Abschluss der Aktion „Geimpft in die Ferien“ in Künzelsau

Am Mittwoch, 28. Juli 2021, endete die Impfaktion „Geimpft in die Ferien“ im Künzelsauer Ortsteil Taläcker. Seit Dienstag, 27. Juli, konnten sich alle Hohenloherinnen und Hohenloher unkompliziert und ohne Anmeldung in einem Impfbus impfen lassen. Der Impfbus wurde dem Zentralen Impfzentrum in Rot am See kostenfrei von Ziehl-Abegg zur Verfügung gestellt. Verimpft wurde vorrangig der Impfstoff von Johnson&Johnson, bei dem schon eine Impfung für den vollständigen Impfschutz genügt. 14 Tage nach dieser Impfung gilt man somit bereits als „vollständig geimpft“. Auf Wunsch wurden auch andere Impfstoffe verimpft.

Allein auf Taläcker 100 Impfungen durchgeführt

Insgesamt ließen sich bei dieser Aktion in Taläcker rund 100 Personen impfen. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Pandemie-Bewältigung im Hohenlohekreis geleistet.

 

„Ich freue mich sehr, dass die Aktion so gut von den Bürgern angenommen wurde und diese sich damit sich selbst und anderen gegenüber verantwortungsvoll zeigen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Die seit einigen Tagen wieder steigende Inzidenz und die neuesten Ausbruchsgeschehen machen deutlich, dass die Pandemie noch nicht überstanden und damit eine Erhöhung der Impfquoten immer noch immens wichtig ist. Ich danke allen Geimpften im Hohenlohekreis sehr für ihr Engagement! Jede und jeder Einzelne bringt uns voran!“

Am 29. Juli war der Impfbus in Niedernhall vor Ort, am 30. Juli in Bretzfeld. Weitere Haltestellen des Impfbusses in den Städten und Gemeinden des Hohenlohekreises sind in Planung.

Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




„Heute geht es einem vielleicht beschissen, aber morgen ist ein ganz anderer Tag“

„Ich schreibe Songs, die mich selbst empowern“, sagt die Sängerin Bae. „Ich schreibe über stark sein und sich selbst helfen.“ Denn die Musik gebe ihr ganz viel Kraft. Die 24-Jährige – die sich selbst als „kleine Hexe“ beschreibt – stammt ursprünglich aus Bremen, doch der Liebe wegen ist sie Anfang 2021 nach Hollenbach gezogen. Mittlerweile hat sie hier einen „super neuen Freundeskreis“.

Erste Single veröffentlicht

Nun will Bae als Sängerin durchstarten: Am heutigen Freitag, den 30. Juli 2021, erscheint auf allen gängigen Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube ihre erste Single „Rebelation“. „Das ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Worten rebel und revelation“, erklärt die ausgebildete Yoga- und Tanzlehrerin. „Also auf Deutsch Rebell und Offenbarung.“

Frauen sollen nicht auf den Prinzen warten

Damit wendet sie sich vor allem an Frauen: „Lasst euch nicht unterkriegen.“ Und sie will damit auch sagen: „Du kannst dir dein eigenes Königreich schaffen.“ Als Frau müsse man nicht auf den Prinzen warten. Sie fühlt sich selbst fest im Feminismus verankert. Gleichzeitig verarbeitet Bea in ihren Songs ihre Depressionen. „Ich hatte keine so schöne Zeit, eine Zeitlang ging es mir nicht gut“, sagt sie, die kurz vor dem Burnout stand. „Keine Therapie hat geholfen, also bin ich zur Selbsthilfe gekommen und zur Meditation.“ Und genau hier findet sie, die auch kleine Rituale liebt, ihre Inspiration. „Ich singe über das, was passieren wird und dass man nicht darauf warten soll, sondern selbst machen.“ Ein weiteres ihrer Anliegen: „Heute geht es einem vielleicht beschissen, aber morgen ist ein ganz anderer Tag.“

Abwechslungsreiche Musik

Die Musik von Bae ist im R’n’B zu Hause und im Pop. Sie hat zwar keine klassische Ausbildung im Musik-Bereich. Doch sie sang bereits mit acht Jahren im Gospelchor, mit 14 in einer Metalband und rappte mit 19 Jahren – ein ziemlich abwechslungsreiches Portfolio. „Ich liebe es, mit anderen Musik zu machen“, dennoch ist sie jetzt solo unterwegs. Ihre Texte schreibt sie selbst, die Beats kommen von anderen Produzenten – beispielsweise von einem Freund aus Bayreuth. „Ich wollte unabhängig sein“, erklärt sie ihre Motivation. Doch trotzdem geht sie die Sache jetzt ganz langsam an.

Arbeit als Deutschlehrerin

Die junge Frau war zwei Jahre selbstständig in ihrem Beruf. Doch durch die Corona-Pandemie hat sie ihren Job verloren. Aber wie auch in ihren Liedern blickt sie nach vorne: „Jetzt mache ich erstmal Urlaub und Ende August fange ich an, als Deutschlehrerin für Erwachsene weltweit zu arbeiten“, erzählt sie. Dazu gehört auch, dass sie keine Songs über Corona schreibt. „Ich kann es nicht mehr hören und brauche eine Pause davon.“ Irgendwann möchte sie auch wieder Tanzen und Yoga unterrichten. Denn „Sachen weitergeben ist einfach mein Ding“, sagt Bae selbst.

Dazu passt, dass sie hofft, jetzt „Menschen zu finden, für die meine Musik das Gleiche tut wie für mich“ – nämlich Kraft und Motivation zu geben.

Die Sängerin findet man auf Facebook, Instagram und TikTok unter @deysaybae

Text: Sonja Bossert




Familienpaten im Raum Dörzbach gesucht

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, sagt schon ein bekanntes Sprichwort. Was aber heißt das für Familien, wenn keine Oma, kein Opa, Tante oder Freunde in der Nähe sind, die ab und zu einige Betreuungsaufgaben übernehmen und helfen, schwierige Situationen zu meistern – wenn also familiäre und gewachsene Netzwerke nicht vorhanden sind?

Bedürfnisse von Familien und Paten respektieren

Familien in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen ist das Ziel einer Familienpatenschaft, die individuell vereinbart wird. Sie orientiert sich einerseits an den Bedürfnissen der Familien und andererseits an den Möglichkeiten und Wünschen der Familienpaten. Ehrenamtliche Familienpaten schenken Kindern Zeit und Aufmerksamkeit. Beispielsweise lesen sie Kindern vor, gehen mit ihnen spazieren, auf den Spielplatz, oder fördern im gemeinsamen Spiel und beim Basteln die Fantasie.

Das Jugendamt des Hohenlohekreises sucht für Familien mit kleinen Kindern in Dörzbach und Umgebung dringend Unterstützung durch lebenserfahrene Menschen, die eine ehrenamtliche Patenschaft übernehmen.

Paten werden mit der Aufgabe nicht alleingelassen

Die künftigen Familienpaten werden intensiv und umfassend auf ihre Aufgabe in der Familie vorbereitet. Während der Patenschaft werden sie professionell begleitet und erhalten Hilfe beim Organisieren und Gestalten der Patenschaft. Das Hilfeangebot „Ehrenamtliche Familienpaten“ ist ein niederschwelliges Angebot im Bereich der „Frühen Hilfen“ des Hohenlohekreises.

Kontaktdaten

Wer sich für eine Tätigkeit als Familienpatin oder -pate interessiert, kann sich gerne unverbindlich informieren bei Esther Herdtweck, Telefon 07940 18-439, E-Mail: Esther.Herdtweck@Hohenlohekreis.de und bei Susanne Christ, Telefon 07940 18-438, Mobil 0170 565 99 31, E-Mail: Susanne.Christ@Hohenlohekreis.de.

Pressemitteilung Hohenlohekreis




21-Jähriger baut vermutlich unter Alkoholeinfluss Unfall erleidet schwere Verletzungen

Vermutlich infolge von Alkoholeinfluss ist ein 21-Jähriger in der Nacht auf Freitag in Waldenburg verunfallt. Wie die Polizei mitteilt, war der junge Mann gegen 1.30 Uhr mit seinem Pkw auf dem Gemeindeverbindungsweg von Waldenburg-Ziegelhütte kommend in Richtung Waldenburg-Goldbach unterwegs. In einer scharfen, abschüssigen Rechtskurve geriet er mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab. Daraufhin fuhr der Wagen die dortige Böschung hinunter, wo er gegen einen Baum prallte. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 5.500 Euro. Der 21-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Ein Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus.




Sperrung der B19 ab 02. August

Das Regierungspräsidium Stuttgart führt ab Montag, den 02. August 2021, an der B 19 in der Ortsdurchfahrt Künzelsau auf einer Länge von rund einem Kilometer eine Fahrbahndeckenerneuerung durch. Die Strecke weist zahlreiche Risse und Verdrückungen auf und bedarf einer Sanierung. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Künzelsau hervor. Weiter heißt es:

Im Zuge der Maßnahme werden ebenso der talseitige Gehweg sowie die Entwässerungseinrichtungen vollständig erneuert. Die gesamte Maßnahme ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Im ersten längeren Bauabschnitt verläuft der Verkehr von der Stadt Künzelsau und aus
Fahrtrichtung Langenburg im Einbahnverkehr auf der B 19. Die Teilsperrung dauert voraussichtlich bis Freitag, den 27. August 2021, an.
Der Verkehr aus Fahrtrichtung Bad Mergentheim/Ingelfingen wird am Kreisverkehr von der B 19 über die Würzburger Straße – Bahnhofstraße – Schillerstraße wieder auf die B 19 geführt. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aus der Fahrtrichtung
Schwäbisch Hall/Gaisbach werden analog in die Gegenrichtung geführt. Der Verkehr aus dem Stadtteil Nagelsberg kann am Knotenpunkt von der B 19 kommend in die Mühlbergstraße beziehungsweise Kappensteige abfahren. Von Nagelsberg kommend ist ein Befahren der B 19 auf der Mergentheimer Straße nur nach rechts in Fahrtrichtung Kreisverkehrsplatz/Ingelfingen/Bad Mergentheim möglich. Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Parallel dazu führt die Stadt Künzelsau im Zeitrahmen der Arbeiten an der B 19 Asphaltarbeiten in der Bahnhofstraße aus. Über den Beginn und Ablauf dieser Arbeiten in der Bahnhofstraße sowie die Dauer der damit einhergehenden
Sperrung folgen weitere Informationen.




„Laut unserer Information sind nicht nur zwei Lokationen betroffen, sondern weit aus mehr“

Der Hohenlohekreis ist wieder führend, was die Inzidenz betrifft. Das liegt laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises unter anderem an einer Bar in Öhringen. Auch der Name der Bar grassierte in der Presse. Daraufhin erntete der Barbetreiber einen Shitstorm.
Nun meldet er sich in den sozialen Medien zu Wort. Unter anderem wurde sein Beitrag in der Facebook-Gruppe „Du weisst, dass Du aus Öhringen kommst, wenn…“ veröffentlicht.
Anbei veröffentlichen wir seine Stellungnahme:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Öhringen und Hohenlohekreis,
aufgrund der aktuellen Beschuldigungen des Corona Ausbruchs in unserer Shishabar Metropol Öhringen möchten wir gerne eine Stellung dazu nehmen:

Mehrfach mussten wir in Zeitungsartikeln unseren Namen lesen, die in Bezug auf ein größeres Infektionsgeschehen im Hohenlohekreis verantwortlich sein soll. Laut unserer Information sind nicht nur zwei Lokationen betroffen, sondern weit aus mehr.
Nach der aktuellen Regelung war zu dieser Zeit keine Testpflicht für Gastronomiebesucher erforderlich! Die Kontaktdaten werden stets konsequent von unseren Mitarbeitern aufgenommen. Die Verantwortlichkeit über die Richtigkeit der Angaben zur Kontaktnachverfolgung liegt nicht bei uns, sondern bei den Gästen! Wir kommen unseren Pflichten kontinuierlich nach und haben alle notwendigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus umgesetzt! Das mit unter, in unserer Lokation das Infektionsgeschehen stattgefunden haben soll, bedauern wir sehr.

„Das bedauern wir sehr“
Es ist in unserem Interesse, die Infektionszahlen so gering wie möglich zu halten, um unsere Existenzgrundlage weiter betreiben zu können!
Information an alle Laien, die sich mit den täglich ändernden Vorschriften vom Staat / Land BW nicht auskennen:
Bitte unterlasst sinnlose Kommentare und Beschimpfungen und tragt lieber zu einer Solidarität bei!
Man kann die Verantwortlichkeit nicht auf die Lokalbetreiber herunterbrechen, die seit Anbeginn der Pandemie stark darunter leiden.
Wir wünschen allen positiv getesteten Personen – schnelle Genesung! Bleibt stark!
TEAM METROPOL“



Die Kandidaten für die Bundestagswahl stehen fest

Am heutigen Freitag, 30. Juli 2021, hat eine öffentliche Sitzung des Kreiswahlausschusses über die Zulassung der Wahlvorschläge im Wahlkreis 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe für die Bundestagswahl am 26. September 2021 stattgefunden. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Kreiswahlleiters, Herrn Ersten Landesbeamten Gotthard Wirth, hat der Ausschuss die eingereichten Wahlvorschläge geprüft und über die Zulassung entschieden.

Folgende elf Parteien und Bewerber treten laut Beschlussfassung des Kreiswahlausschusses zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe an:

Liste der Kandidaten für die Bundestagswahl 2021.Die Öffentliche Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge erscheint am 5. August 2021 auf den Homepages der Landratsämter Schwäbisch Hall (www.lrasha.de) und Hohenlohekreis (www.hohenlohekreis.de) unter der Rubrik Öffentliche Bekanntmachungen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis