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„Heute geht es einem vielleicht beschissen, aber morgen ist ein ganz anderer Tag“

„Ich schreibe Songs, die mich selbst empowern“, sagt die Sängerin Bae. „Ich schreibe über stark sein und sich selbst helfen.“ Denn die Musik gebe ihr ganz viel Kraft. Die 24-Jährige – die sich selbst als „kleine Hexe“ beschreibt – stammt ursprünglich aus Bremen, doch der Liebe wegen ist sie Anfang 2021 nach Hollenbach gezogen. Mittlerweile hat sie hier einen „super neuen Freundeskreis“.

Erste Single veröffentlicht

Nun will Bae als Sängerin durchstarten: Am heutigen Freitag, den 30. Juli 2021, erscheint auf allen gängigen Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube ihre erste Single „Rebelation“. „Das ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Worten rebel und revelation“, erklärt die ausgebildete Yoga- und Tanzlehrerin. „Also auf Deutsch Rebell und Offenbarung.“

Frauen sollen nicht auf den Prinzen warten

Damit wendet sie sich vor allem an Frauen: „Lasst euch nicht unterkriegen.“ Und sie will damit auch sagen: „Du kannst dir dein eigenes Königreich schaffen.“ Als Frau müsse man nicht auf den Prinzen warten. Sie fühlt sich selbst fest im Feminismus verankert. Gleichzeitig verarbeitet Bea in ihren Songs ihre Depressionen. „Ich hatte keine so schöne Zeit, eine Zeitlang ging es mir nicht gut“, sagt sie, die kurz vor dem Burnout stand. „Keine Therapie hat geholfen, also bin ich zur Selbsthilfe gekommen und zur Meditation.“ Und genau hier findet sie, die auch kleine Rituale liebt, ihre Inspiration. „Ich singe über das, was passieren wird und dass man nicht darauf warten soll, sondern selbst machen.“ Ein weiteres ihrer Anliegen: „Heute geht es einem vielleicht beschissen, aber morgen ist ein ganz anderer Tag.“

Abwechslungsreiche Musik

Die Musik von Bae ist im R’n’B zu Hause und im Pop. Sie hat zwar keine klassische Ausbildung im Musik-Bereich. Doch sie sang bereits mit acht Jahren im Gospelchor, mit 14 in einer Metalband und rappte mit 19 Jahren – ein ziemlich abwechslungsreiches Portfolio. „Ich liebe es, mit anderen Musik zu machen“, dennoch ist sie jetzt solo unterwegs. Ihre Texte schreibt sie selbst, die Beats kommen von anderen Produzenten – beispielsweise von einem Freund aus Bayreuth. „Ich wollte unabhängig sein“, erklärt sie ihre Motivation. Doch trotzdem geht sie die Sache jetzt ganz langsam an.

Arbeit als Deutschlehrerin

Die junge Frau war zwei Jahre selbstständig in ihrem Beruf. Doch durch die Corona-Pandemie hat sie ihren Job verloren. Aber wie auch in ihren Liedern blickt sie nach vorne: „Jetzt mache ich erstmal Urlaub und Ende August fange ich an, als Deutschlehrerin für Erwachsene weltweit zu arbeiten“, erzählt sie. Dazu gehört auch, dass sie keine Songs über Corona schreibt. „Ich kann es nicht mehr hören und brauche eine Pause davon.“ Irgendwann möchte sie auch wieder Tanzen und Yoga unterrichten. Denn „Sachen weitergeben ist einfach mein Ding“, sagt Bae selbst.

Dazu passt, dass sie hofft, jetzt „Menschen zu finden, für die meine Musik das Gleiche tut wie für mich“ – nämlich Kraft und Motivation zu geben.

Die Sängerin findet man auf Facebook, Instagram und TikTok unter @deysaybae

Text: Sonja Bossert




Familienpaten im Raum Dörzbach gesucht

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, sagt schon ein bekanntes Sprichwort. Was aber heißt das für Familien, wenn keine Oma, kein Opa, Tante oder Freunde in der Nähe sind, die ab und zu einige Betreuungsaufgaben übernehmen und helfen, schwierige Situationen zu meistern – wenn also familiäre und gewachsene Netzwerke nicht vorhanden sind?

Bedürfnisse von Familien und Paten respektieren

Familien in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen ist das Ziel einer Familienpatenschaft, die individuell vereinbart wird. Sie orientiert sich einerseits an den Bedürfnissen der Familien und andererseits an den Möglichkeiten und Wünschen der Familienpaten. Ehrenamtliche Familienpaten schenken Kindern Zeit und Aufmerksamkeit. Beispielsweise lesen sie Kindern vor, gehen mit ihnen spazieren, auf den Spielplatz, oder fördern im gemeinsamen Spiel und beim Basteln die Fantasie.

Das Jugendamt des Hohenlohekreises sucht für Familien mit kleinen Kindern in Dörzbach und Umgebung dringend Unterstützung durch lebenserfahrene Menschen, die eine ehrenamtliche Patenschaft übernehmen.

Paten werden mit der Aufgabe nicht alleingelassen

Die künftigen Familienpaten werden intensiv und umfassend auf ihre Aufgabe in der Familie vorbereitet. Während der Patenschaft werden sie professionell begleitet und erhalten Hilfe beim Organisieren und Gestalten der Patenschaft. Das Hilfeangebot „Ehrenamtliche Familienpaten“ ist ein niederschwelliges Angebot im Bereich der „Frühen Hilfen“ des Hohenlohekreises.

Kontaktdaten

Wer sich für eine Tätigkeit als Familienpatin oder -pate interessiert, kann sich gerne unverbindlich informieren bei Esther Herdtweck, Telefon 07940 18-439, E-Mail: Esther.Herdtweck@Hohenlohekreis.de und bei Susanne Christ, Telefon 07940 18-438, Mobil 0170 565 99 31, E-Mail: Susanne.Christ@Hohenlohekreis.de.

Pressemitteilung Hohenlohekreis




21-Jähriger baut vermutlich unter Alkoholeinfluss Unfall erleidet schwere Verletzungen

Vermutlich infolge von Alkoholeinfluss ist ein 21-Jähriger in der Nacht auf Freitag in Waldenburg verunfallt. Wie die Polizei mitteilt, war der junge Mann gegen 1.30 Uhr mit seinem Pkw auf dem Gemeindeverbindungsweg von Waldenburg-Ziegelhütte kommend in Richtung Waldenburg-Goldbach unterwegs. In einer scharfen, abschüssigen Rechtskurve geriet er mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab. Daraufhin fuhr der Wagen die dortige Böschung hinunter, wo er gegen einen Baum prallte. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 5.500 Euro. Der 21-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Ein Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus.




Sperrung der B19 ab 02. August

Das Regierungspräsidium Stuttgart führt ab Montag, den 02. August 2021, an der B 19 in der Ortsdurchfahrt Künzelsau auf einer Länge von rund einem Kilometer eine Fahrbahndeckenerneuerung durch. Die Strecke weist zahlreiche Risse und Verdrückungen auf und bedarf einer Sanierung. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Künzelsau hervor. Weiter heißt es:

Im Zuge der Maßnahme werden ebenso der talseitige Gehweg sowie die Entwässerungseinrichtungen vollständig erneuert. Die gesamte Maßnahme ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Im ersten längeren Bauabschnitt verläuft der Verkehr von der Stadt Künzelsau und aus
Fahrtrichtung Langenburg im Einbahnverkehr auf der B 19. Die Teilsperrung dauert voraussichtlich bis Freitag, den 27. August 2021, an.
Der Verkehr aus Fahrtrichtung Bad Mergentheim/Ingelfingen wird am Kreisverkehr von der B 19 über die Würzburger Straße – Bahnhofstraße – Schillerstraße wieder auf die B 19 geführt. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aus der Fahrtrichtung
Schwäbisch Hall/Gaisbach werden analog in die Gegenrichtung geführt. Der Verkehr aus dem Stadtteil Nagelsberg kann am Knotenpunkt von der B 19 kommend in die Mühlbergstraße beziehungsweise Kappensteige abfahren. Von Nagelsberg kommend ist ein Befahren der B 19 auf der Mergentheimer Straße nur nach rechts in Fahrtrichtung Kreisverkehrsplatz/Ingelfingen/Bad Mergentheim möglich. Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Parallel dazu führt die Stadt Künzelsau im Zeitrahmen der Arbeiten an der B 19 Asphaltarbeiten in der Bahnhofstraße aus. Über den Beginn und Ablauf dieser Arbeiten in der Bahnhofstraße sowie die Dauer der damit einhergehenden
Sperrung folgen weitere Informationen.




„Laut unserer Information sind nicht nur zwei Lokationen betroffen, sondern weit aus mehr“

Der Hohenlohekreis ist wieder führend, was die Inzidenz betrifft. Das liegt laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises unter anderem an einer Bar in Öhringen. Auch der Name der Bar grassierte in der Presse. Daraufhin erntete der Barbetreiber einen Shitstorm.
Nun meldet er sich in den sozialen Medien zu Wort. Unter anderem wurde sein Beitrag in der Facebook-Gruppe „Du weisst, dass Du aus Öhringen kommst, wenn…“ veröffentlicht.
Anbei veröffentlichen wir seine Stellungnahme:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Öhringen und Hohenlohekreis,
aufgrund der aktuellen Beschuldigungen des Corona Ausbruchs in unserer Shishabar Metropol Öhringen möchten wir gerne eine Stellung dazu nehmen:

Mehrfach mussten wir in Zeitungsartikeln unseren Namen lesen, die in Bezug auf ein größeres Infektionsgeschehen im Hohenlohekreis verantwortlich sein soll. Laut unserer Information sind nicht nur zwei Lokationen betroffen, sondern weit aus mehr.
Nach der aktuellen Regelung war zu dieser Zeit keine Testpflicht für Gastronomiebesucher erforderlich! Die Kontaktdaten werden stets konsequent von unseren Mitarbeitern aufgenommen. Die Verantwortlichkeit über die Richtigkeit der Angaben zur Kontaktnachverfolgung liegt nicht bei uns, sondern bei den Gästen! Wir kommen unseren Pflichten kontinuierlich nach und haben alle notwendigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus umgesetzt! Das mit unter, in unserer Lokation das Infektionsgeschehen stattgefunden haben soll, bedauern wir sehr.

„Das bedauern wir sehr“
Es ist in unserem Interesse, die Infektionszahlen so gering wie möglich zu halten, um unsere Existenzgrundlage weiter betreiben zu können!
Information an alle Laien, die sich mit den täglich ändernden Vorschriften vom Staat / Land BW nicht auskennen:
Bitte unterlasst sinnlose Kommentare und Beschimpfungen und tragt lieber zu einer Solidarität bei!
Man kann die Verantwortlichkeit nicht auf die Lokalbetreiber herunterbrechen, die seit Anbeginn der Pandemie stark darunter leiden.
Wir wünschen allen positiv getesteten Personen – schnelle Genesung! Bleibt stark!
TEAM METROPOL“



Die Kandidaten für die Bundestagswahl stehen fest

Am heutigen Freitag, 30. Juli 2021, hat eine öffentliche Sitzung des Kreiswahlausschusses über die Zulassung der Wahlvorschläge im Wahlkreis 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe für die Bundestagswahl am 26. September 2021 stattgefunden. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Kreiswahlleiters, Herrn Ersten Landesbeamten Gotthard Wirth, hat der Ausschuss die eingereichten Wahlvorschläge geprüft und über die Zulassung entschieden.

Folgende elf Parteien und Bewerber treten laut Beschlussfassung des Kreiswahlausschusses zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe an:

Liste der Kandidaten für die Bundestagswahl 2021.Die Öffentliche Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge erscheint am 5. August 2021 auf den Homepages der Landratsämter Schwäbisch Hall (www.lrasha.de) und Hohenlohekreis (www.hohenlohekreis.de) unter der Rubrik Öffentliche Bekanntmachungen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 

 

 




„Spaß soll natürlich auch nicht fehlen“

Bunte Pavillons säumten am Samstag, den 24. Juli 2021, die Straße unterhalb des alten Rathauses in Künzelsaus Innenstadt. Viele junge Menschen, Gemurmel und Gelächter ließen Volksfestfeeling aufkommen. „Wir haben so oft gehört, dass viele Unternehmen noch Auszubildende suchen und auch, dass viele Azubis sich noch für keinen Ausbildungsplatz entscheiden konnten. Da kam unser Bürgermeister auf die Idee, eine Last-Minute-Ausbildungsmesse zu organisieren, um Unternehmen und Bewerbern die Möglichkeit zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen“, erklärte Milen Daibert, Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Künzelsau. Dass viele Schüler und Absolventen noch ohne Ausbildungsplatz seien, erklärte sich Daibert folgendermaßen: „Ich glaube, dass unter den SchülerInnen eine gewisse Unentschlossenheit herrscht, die daraus resultiert, dass wegen Corona weder Praktika noch Ausbildungsmessen möglich waren.“ Das soll sich nun ändern.

Messe wurde spontan organisiert

Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau zeigte das konkrete Ziel der spontan organisierten Messe auf: „Wir wollen die Unternehmen dabei unterstützen, noch die letzten Ausbildungsplätze für dieses Jahr zu vergeben und gleichzeitig unsere Schüler und Schülerinnen hier in Künzelsau dabei unterstützen, einfach einmal wieder mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen und sich noch einmal face to face über die Ausbildungsmöglichkeiten zu unterhalten, weil in letzter Zeit einfach vieles nur noch digital funktioniert hat.“

17 Firmen stellten sich vor

Das Angebot der offenen Ausbildungsplätze ist vielfältig: Ziehl-Abegg beispielsweise sucht im IT-Bereich noch entweder einen dualen Studenten der angewandten Informatik oder einen Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Außerdem werden ein Industrieelektriker, ein Elektroniker für Geräte und Systeme und ein Verfahrensmechaniker eingestellt, wie Holger Matthias Rößler, IT-Ausbilder bei Ziehl-Abegg, erklärt. Doch auch bei den anderen Firmen ist das Angebot an Ausbildungsplätzen breit: Janina Engelhard von der Firma Rosenberg erklärte: „Berufsausbildungen, die man bei uns machen kann, sind verschiedene Studiengänge, Industriekaufmann und -kauffrau, technischer Produktdesigner und verschiedene Elektroniker- und Mechanikerberufe.“ Das ist nur ein kleiner Auszug des Angebotes auf der Ausbildungsmesse. 17 Firmen aus der Region waren mit Ständen präsent und standen den Bewerbern Rede und Antwort.

Voraussetzung: Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Freundlichkeit

Doch was muss ein Bewerber mitbringen, um gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu haben? „Auf jeden Fall Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Freundlichkeit“, erklärte Raja Krause vom Autohaus Widmann.

Wünsche: gute Arbeitsbedingungen, gute Arbeitsklima und Spaß

Sophie besucht die Karoline Breitinger Schule in Künzelsau und träumt von einer Karriere im sozialen Bereich. Sie wünscht sich von ihrem potenziellen Arbeitgeber, „dass das Team super freundlich ist und man sich gut kennenlernen kann.“ Einige Stände weiter stand ein weiterer Interessent. „Mein Name ist Florian Bartmann. Ich habe erst meine Fachhochschulreife beendet und bin gerade auf der Suche nach einer Ausbildung als Mechatroniker oder Elektrotechniker.“ Was das Ausbildungsunternehmen bieten muss, um für Florian attraktiv zu sein? „Gute Arbeitsbedingungen, ein gutes Arbeitsklima und Spaß soll natürlich auch nicht fehlen!“

Text: Priscilla Dekorsi

 

Serhat Enül und Raja Krause vom Autohaus Widmann. Foto: GSCHWÄTZ

 

Das SWG-Team: Jan Spannagel (von links), Fabian Ott, Martin Dörner und Lena Kircher. Foto: GSCHWÄTZ

 

Mario Brand (links), Holger Matthias Rößler und Sina Hauber vertreten Ziehl-Abegg auf der Ausbildungsmesse. Foto: GSCHWÄTZ

 

Team Rosenberg: Janina Engelhard (links), Diana Bäcker und Maximilian Stier. Foto: GSCHWÄTZ

 

Bunter als sonst: Künzelsaus Innenstadt bot am vergangenen Samstag ein Forum rund ums Thema Ausbildung. Foto: GSCHWÄTZ

 




Besondere Impfaktion für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Das Landratsamt Hohenlohekreis informiert:

Am kommenden Wochenende bietet das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen im Rahmen des Impfens ohne Termin auch Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren an. Am Samstag, 31. Juli, 8 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 1. August, 8 bis 15 Uhr, sind speziell Kinderärzte und Hausärzte mit Pädiatrie-Erfahrung vor Ort, um die Impfaufklärung durchzuführen.

Ohne Terminvereinbarung

Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Mitzubringen ist lediglich ein Lichtbildausweis, eine Versichertenkarte sowie, sofern vorhanden, der Impfausweis. Geimpft wird mit dem Impfstoff von BioNTech.

Auch an jedem anderen Wochenende können Kinder und Jugendliche in Öhringen geimpft werden, dann wird das Aufklärungsgespräch von erfahrenen KIZ-Ärzten übernommen.

Ab dem Alter von 16 Jahren können Jugendliche selber entscheiden, dass sie sich impfen lassen wollen. Jugendliche bis zu 16 Jahren benötigen die Einwilligung ihrer Eltern.

 




Inzidenz in Hohenlohe kratzt an 50er-Marke

Die 7-Tage-Inzidenz im Hohenlohekreis lag gestern, Mittwoch, den 28. Juli 2021, bei 47,9 (Stand 08.59 Uhr). Bis 16 Uhr waren 28 neue Corona-Fälle dazugekommen (https://www.corona-im-hok.de/). Damit droht der Kreis wieder über die magische Marke von 50 und somit in die Inzidenzstufe 4 zu rutschen. In dieser gelten laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die seit 26. Juli 2021 gültig ist, wieder weitreichende Einschränkungen. Die wichtigsten hier im Überblick:

Einschränkungen für private Treffen

So dürfen sich erneut nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis 13 Jahren sowie Genesene und Geimpfte zählen dabei nicht dazu. Private Veranstaltungen dürfen mit maximal zehn Personen im Innen- als auch Außenbereich aber dafür ohne Abstandsgebot und Maskenpflicht stattfinden.

Öffentliche Veranstaltungen und Freizeit- sowie Kultureinrichtungen

Zu öffentlichen Veranstaltungen dürfen im Freien maximal 250 Gäste mit den 3G (geimpft, genesen, getestet) oder 200 Gäste mit Mund-Nasen-Schutz kommen. In geschlossenen Räumen dürfen lediglich maximal 100 Gäste mit 3G die Veranstaltung besuchen. Freizeiteinrichtungen dürfen im Freien von einer Person mit 3G je 20 Quadratmeter besucht werden. Die Innenbereiche werden geschlossen. Auch Kultureinrichtungen dürfen sowohl im Innen- als auch Außenbereich lediglich von einer Person mit 3G je 20 Quadratmeter besucht werden.

Von Gastronomie, Einzelhandel bis zu Beherbergungsbetrieben

Auch Gastronomie und Vergnügungsstätten sind betroffen: Sie dürfen im Freien eine unbeschränkte Anzahl an Personen mit 3G begrüßen, im Innenbereich eine Person mit 3G je 2,5 Quadratmeter. Im Einzelhandel darf eine Person mit 3G je angefangene zehn Quadratmeter einkaufen. Für den Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient, gilt die Dokumentationspflicht. Bei körpernahen Dienstleistungen, bei denen keine Maske getragen werden kann, ist eins der 3G sowie eine Datenerfassung nötig. In Beherbergungsbetrieben müssen die Gäste bei der Anreise einen negativen Test, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen und sich anschließend alle drei Tage testen lassen.

Sport

Gemeinsam Sport machen dürfen dann im Freien maximal 25 Personen und im Innenbereich 14 Personen jeweils mit 3G. Geimpfte und genesene Personen werden dabei nicht mitgezählt. Zu sportlichen Wettkämpfen dürfen im Freien maximal 250 Besucher und im Innenbereich bis zu 100 Personen jeweils mit 3G kommen.

 

#Hohenlohe #HOK #BadenWürttemberg




„Die nächste Welle wird die Welle der Kinder und Jugendlichen“

Drei große Luftreiniger erlauben dem Künzelsauer Gemeinderat seit einiger Zeit wieder öffentliche Sitzungen im Ratssaal. Und trotzdem schienen einige Anwesende verwundert, als Verena Löhlein-Ehrler gleich zu Beginn der Sitzung vom Dienstag, den  27. Juli 2021, einen Antrag einbrachte, dass Kinder bis zwölf Jahre nur noch in Räumen beschult werden sollen, die mit Luftreinigern ausgestattet sind.

Die Konsequenz ist allen klar: Bei Annahme des Antrags wäre die Stadt Künzelsau als Schulträger verpflichtet, schnellstmöglich die entsprechenden Geräte zu beschaffen, aufzustellen und zu betreiben.

Rainer Süßmann begründet den Antrag

Rainer Süßmann, kommissarischer Leiter der Georg-Wagner-Schule, hat bereits Erfahrung mit Luftreinigern. Er hat in seiner Schule derzeit sechs solche Geräte, die in Räumen eingesetzt werden, die schlecht zu belüften sind. Süßmann berichtet davon, dass es in den Klassenzimmern, in denen die Geräte eingesetzt waren, keinen Coronafall gegeben habe, in anderen Klassenräumen schon. Er weist aber sofort darauf hin, dass das nur eine Einzelbetrachtung ist, die nicht statistisch signifikant sein muss.

Süßmann begründet den Antrag seiner Fraktionskollegin – er  ist dabei emotional und sichtlich aufgewühlt: Das allerhöchste Ziel müsse es sein, den Kindern einen geregelten Schulbetrieb zu ermöglichen.“Es muss alles getan werden, dass die Menschen, die Kinder, im geregelten Tagesablauf bleiben.“  Er hat mehrfach Quarantänesituationen einzelner Klassen mitbekommen: „Die Politik macht es sich einfach – Ein Fall in der Klasse und alle gehen in Quarantäne.“ Mit allen Konsequenzen für die Familien: Es muss für Betreuung gesorgt werden, das können in diesem Fall nur die Eltern sein, die dann aus dem Beruf gerissen werden.

Kinder können noch nicht geimpft werden

Süßmann weist darauf hin, dass Kinder bis zwölf Jahre momentan noch nicht geimpft und daher leicht angesteckt werden können. Sie können, da die Infektion meist nur leicht oder gar unmerklich verläuft, das Virus weiterverbreiten. „Ich mache mir ehrlich Sorgen“, sagt Süßmann, „Die nächste Welle wird die Welle der Kinder und Jugendlichen.“

Effekt der Luftreinigung durch Studie belegt

Die Empfehlung, einfach noch öfter zu lüften, sei im Sinne eines geregelten Unterrichts nicht umsetzbar, oder deutlicher: „Alle zehn Minuten lüften, das ist Schwachsinn“ – man merkt ihm an, dass er mit dem Herzen bei der Sache, bei seinen Schülern ist. Süßmann zitiert eine „Stuttgarter Studie“, deren Ergebnisse eindeutig seien: Die Aerosolbelastung könne durch Luftreinigung deutlich reduziert werden.

Ob die Stadt Künzelsau als Schulträger wirklich bereits alles versucht hat? Süßmann zweifelt das an: Man habe die Geräte im Gemeinderat, man habe den Einzelhandel durch den Aufbau einer Teststation unterstützt, aber die Kinder?

Jetzt seien die Lieferanten noch lieferfähig – wenn man zu spät bestelle, hätte man die Geräte im Sommer 2022. Seine Begründung schließt er mit einem eindringlichen Appell: „Wenn wir jetzt nichts machen, dann wird es nicht mehr so sein, dass zwanzig Kinder beim Therapeuten sitzen, sondern 40 oder 60 … die sind dann nicht leistungsfähig.“

Neumann eher defensiv

Bürgermeister Stefan Neumann ist eher defensiv eingestellt: Die Stadt habe bereits derartige Geräte und für schlecht zu lüftende Räume könne man durchaus weitere Geräte bestellen. Er weist darauf hin, dass man diesen Antrag in dieser Sitzung nicht abstimmen könne, sondern gegebenenfalls eine Sondersitzung in der Urlaubszeit einberufen müsse. Außerdem sei das „keine finanzielle Entscheidung, sondern eine Grundsatzentscheidung“.

Stimmung im Gemeinderat größtenteils unterstützend

Herbert Schneider ist auch der Meinung, dass eine schnelle Entscheidung nötig ist. Die Schulen sollten seiner Meinung nach unmittelbar die notwendigen Zahlen ermitteln, damit man eine Sondersitzung einberufen kann. Überschlägig schätzt er mit 100.000 Euro Kosten.

Der Bundestagswahlkampf wird bemerkbar

Parteipolitik im Wahlkampf mag sich Christian von Stetten nicht verkneifen: Er verweist darauf, dass der Bund 500 Millionen Euro bereitgestellt habe. Das Land Bayern fördere die Anschaffung von Luftreinigern mit 50 Prozent. „Das Kultusministerium in Stuttgart sieht das völlig anders.“ Weiter sagt er: „Ich würde abraten, ins Blaue hinein die Geräte zu beschaffen.“ Erst solle man in Stuttgart eine Förderanfrage stellen.

Anderer Meinung ist Hans-Jürgen Saknus: Er meint, dass auch das Land Baden-Württemberg ein Förderprogramm hat – aber das sei nun Sache der Stadt, sich kundig zu machen. Seine Fraktion würde den Antrag jedenfalls unterstützen. „Delta trifft vor allem die Jungen, daher ist diese Initiative wichtig. Ich hoffe, dass das Land alles tut, damit kein Lockdown bei den Schulen passiert.“

Auch Robert Volpp kann sich der Notwendigkeit der Geräte anschließen.

Süßmann pflichtet Saknus bei und zitiert eine Aussage von Ministerpräsident Kretschmann, der von einem 50-prozentigen Zuschuss, nicht nur für schlecht zu lüftende Räume, gesprochen haben soll. Er nennt noch einmal Zahlen: Es seien ungefähr 40 bis 60 Geräte notwendig, die teureren Geräte lägen bei etwa 4.000 Euro. Das würde Anschaffungskosten von bis zu 240.000 Euro bedeuten – eventuelle Zuschüsse von Bund oder Land nicht eingerechnet.

Löhlein-Ehrler betont nochmals, dass ein Warten auf Stuttgart gefährlich sein kann: „Wir müssen ein wenig schneller sein als die anderen, wegen der Lieferfähigkeit.“

Sondersitzung des Gemeinderats in Aussicht gestellt

Bürgermeister Neumann weist nochmals darauf hin, dass es sich um eine Grundsatzentscheidung handle und der Gemeinderat sich über die Finanzierung Gedanken machen müsse. Er stellt eine Sondersitzung in der Urlaubsperiode zum Thema in Aussicht, die dann auch hybrid stattfinden könne. Einen Entscheid im Umlaufverfahren hält er für nicht problemangemessen.

Text: Matthias Lauterer

ebm-papst und Sauter Heizungstechnik installieren Luftreiniger und Sensoren zur digitalisierten Luftqualitätsmessung in der Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell. Foto: Sauter Heizungstechnik

In der Grundschule Kocherstetten werden kleinere Luftreiniger getestet. Bild: Steffen Gahm/Grundschule Kocherstetten