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Öhringer Tiergehege ist wieder offen

Das Tiergehege hat an den Wochenenden wieder geöffnet, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Zeiten sind samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes betreuen die LAGA-Freunde diese Öffnungstage. Es dürfen maximal zehn Personen in das Gehege.

Mindestabstand beachten

Es muss ein Mindestabstand zwischen den Gruppen von 1,5 Metern eingehalten werden. Außerdem ist in den Wartebereichen darauf zu achten, dass keine großen Menschenansammlungen ohne Abstand entstehen. Es gilt eine „Einbahnstraßenregelung“ mit nur einer Laufrichtung. Wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss eine Maske getragen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

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Leben am Straßenrand erhalten

Auf Initiative des Landschaftserhaltungsverbands Hohenlohekreis (LEV) erprobt die Straßenmeisterei Künzelsau in einem zweijährigen Projekt ökologisch orientierte Pflegemaßnahmen auf zwei Strecken, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Damit könnten wichtige Erfahrungen gemacht und mögliche Zielkonflikte – vor allem im Hinblick auf mögliche Problemkräuter – identifiziert werden. Neben dem LEV und der Straßenmeisterei ist auch das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises beteiligt, sodass neben Naturschutzaspekten und der Verkehrssicherung auch die Interessen der Landwirtschaft bedacht werden können.

Es wird nur eine Seite gemäht

Auf der Probestrecke entlang der Landstraße 1020 zwischen Ailringen und der Kreisgrenze hinter Hollenbach (Einmündung B 290) wird im straßenfernen, sogenannten Extensivbereich dieses Jahr lediglich einseitig gemäht, sodass ein einseitiger Altgrasstreifen „überjährig“ bis ins kommende Frühjahr stehen bleibt. Auf der zweiten Probestrecke entlang der Landstraße 515 zwischen Stachenhausen und Altkrautheim wird analog verfahren.

Verlust von Lebensräumen

Ohne Straßen ist Mobilität für uns Menschen kaum vorstellbar. Vielen Tier- und Pflanzenarten fehlt eben diese Mobilität in der Landschaft. In Teillebensräumen treffen sich viele Tierarten zur Paarung, sie brauchen Räume zur Versorgung mit Nahrung, Nistmöglichkeiten oder auch Platz zur Vernetzung zwischen verschiedenen Populationen ihrer Arten. Seit Jahrzehnten beobachten Experten, dass „grüne Infrastruktur“ durch Barrieren wie Straßen, Siedlungen oder intensiv bewirtschaftete Wiesen und Äcker, aber auch durch den Wegfall von Saum-Biotopen wie Wegrainen oder Hecken stark rückläufig ist. Der Verlust dieser Lebensräume zeichnet sich in einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt ab. Um diesem entgegenzuwirken, ist die Entwicklung einer Infrastruktur für Tier- und Pflanzenarten notwendig, um den Verbund von Lebensräumen zu erhalten und neu entstehen zu lassen.

Gutes Entwicklungspotenzial

Hierbei können Straßen mit ihrem begleitenden Grün (Straßenbegleitgrün) einen wichtigen Baustein liefern, wenn an diesen Flächen eine ökologisch orientierte Pflege etabliert wird. Straßenbegleitgrün kann wertvolle Räume für die Fortpflanzung und Überdauerung von Insekten und ihrer Brut liefern und auch Deckung und Nahrung für zahlreiche Tiere bieten. Entlang der Probestrecken wurden bereits abschnittweise typische Pflanzenarten magerer Wiesen entdeckt, welche das gute örtliche Entwicklungspotenzial widerspiegeln.

Verzehr von Jakobskreuzkraut kann zum Tod führen

Wegen seiner Lebergifte (Pyrrolizidinalkaloide) wird im Untersuchungsbereich ein besonderes Augenmerk auf das Jakobskreuzkraut (Jacobaea vulgaris) gelegt. Zwar ist das zweijährige Kraut eine wertvolle Lebensraum-, Pollen- und Futterpflanze, jedoch breitet es sich auch auf anliegende Wiesen- und Weideflächen aus. Wird das Jakobskreuzkraut von den Tieren gefressen, kann dies zu schweren Krankheiten oder auch zum Tod führen. Aus diesem Grund muss Jakobskreuzkraut in der Nähe von Wiesen und Weiden erkannt und möglichst früh konsequent entfernt werden. Bei der Bekämpfung kommt es sehr häufig zu Verwechslungen mit anderen gelb blühenden Kräutern, wie anderen Kreuzkräutern – welche in der Regel nicht problematisch sind – oder weiteren Korbblütlern, wie dem Wiesen-Pippau (Crepis biennis) oder dem Johanniskraut (Hypericum perforatum).

Verbreitung wird verhindert

Ebenso wird auch ein besonderes Augenmerk auf den Stumpfblättrigen und den Krausen Ampfer (Rumex obtusifolius/Rumex crispus) gelegt. Diese Arten sind besonders konkurrenzstark und zeigen hohes Vermehrungspotenzial. Hier muss verhindert werden, dass es durch die Maßnahmen zu einer Verbreitung kommt.

Problematische Acker-Kratzdistel

Die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) wird ebenfalls berücksichtigt, da sie aus landwirtschaftlicher Perspektive problematisch ist. Andere Disteln, welche von der Blütenfarbe her nicht ins Violette, sondern ins Purpurne gehen, sind in der Regel weniger problematisch und auch aus ökologischer Perspektive wertvoll und erhaltenswert.

Intensivbereich werden frei gehalten

Neben den wichtigen ökologischen Funktionen von Straßenbegleitgrün müssen weitere zentrale Aspekte durch die Straßenmeistereien berücksichtigt werden: Verkehrszeichen, Pfosten und Leitplanken müssen für einen sicheren Verkehr freigehalten werden. Hierzu werden Bankette und Flächen, welche möglicherweise die Sicht der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen, je nach Gegebenheiten ein- bis dreimal jährlich gemulcht. Außerdem müssen Gräben und Drainagen für einen sicheren Verkehr freigehalten werden, sodass der Abfluss auch bei Starkregen gewährleistet ist. Diese Bereiche werden wegen der Notwendigkeit einer intensiven Pflege als Intensivbereich bezeichnet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

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Gute Stimmung mit Pop, Jazz und Country-Musik

Die Sommerferien haben begonnen und passend dazu wird die Veranstaltungsreihe „Sommer in der Stadt“ fortgesetzt: Am Freitag, den 06. August 2021, bewirtet ab 17 Uhr der SC Amrichshausen am Unteren Markt. Ab 18 Uhr spielt „Deine Hausband“ und sorgt mit Soul-, Jazz- und Popsongs neu interpretiert für Stimmung. Weiter geht es am Samstag, den 07. August 2021, um 15 Uhr mit der Bewirtung durch den SC Amrichshausen am Unteren Markt und ab 18 Uhr dürfen sich Freunde der Country-Musik über einen Auftritt von Freddy Hrubesch mit Band freuen.

Gemeinsam mit Gastronomen und Vereinen

Durch die Veranstaltungsreihe „Sommer in der Stadt“ ermöglicht die Stadtverwaltung Künzelsau gemeinsam mit Gastronomen und Vereinen vor Ort Corona-konforme Veranstaltungen über den Sommer. In lockerer Atmosphäre findet jede Woche an wechselnden Plätzen Live-Musik statt. Für das leibliche Wohl sorgen die Künzelsauer Gastronomen und Vereine an wechselnden zentralen Plätzen: Unterer Markt, Obere Hauptstraße, Oberer Bach, Busbahnhof und am Biergarten Wertwiesen. Liegestühle, Lounge-Möbel, Sandflächen und Pflanzen laden zum Verweilen ein. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Absage bei Regen

Für die Kontaktnachverfolgung wird den Besucher:innen die Nutzung der Luca-App empfohlen. Alternativ können die Kontaktdaten auf Anmeldezetteln erfasst werden. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften. Bei Änderungen der Corona-Auflagen müssen Veranstaltungsabende unter Umständen auch kurzfristig abgesagt werden. Regnet es, finden die Veranstaltungen nicht statt. Aktuelle Informationen und alle weiteren Aktionen werden kommuniziert über die städtische Homepage unter http://www.kuenzelsau.de/sommerinderstadt und über Facebook „Künzelsau – meine Stadt“ und Instagram „kuenzelsau.meinestadt“.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

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„Für uns war klar: Wir müssen handeln“

„Wer den Schlumpi nicht kennt, der hat’s Leben verpennt“, munkelt man in Öhringen unter der Hand. Seit 27 Jahren ist das Hamballe an der Öhringer Stadtmauer für seine ausgelassenen Partys bekannt – dessen Wirt Schlumpi für sein großes Herz und seinen eisgekühlten Ramazotti.

Getränkeaufschlag statt Eintritt

„Dass Shadows Revenge bei uns spielen werden, war schon von langer Hand geplant. Das ist unsere Hausband, hier ist quasi ihr zweites Wohnzimmer“, erklärt der frisch gebackene Opa Schlumpi. „Angesichts der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war für uns klar – wir müssen handeln. Normalerweise handhaben wir das mit den Auftritten so: Wir verlangen keinen Eintritt, sondern einen kleinen Getränkeaufschlag, der dann die Gage für die Künstler ausmacht. Shadows Revenge hat angesichts der Situation gesagt, dass sie die Hälfte ihrer Gage für Hilfsaktionen für die Flutopfer spenden wollen. Ich selbst lege auch noch einmal 500 Euro drauf.“

Viel Spaß bei einer guten Aktion

Diese Idee kommt bei den Gästen positiv an: „Ich finde die Spendenaktion vom Schlumpi ganz toll. Das ist super, dass er sich dafür einsetzt, für diese Hochwassergeschichte zu sammeln“, erzählt Moni Wieland-Forster. „Klasse. Toll. Wir sind auf jeden Fall dabei und freuen uns ganz riesig, dass wir das unterstützen können und trotzdem unheimlich viel Spaß heute Abend haben.“

Ein kleines Highlight

„Die Bude ist voll. Wir haben jetzt schon eine Stunde gespielt und haben mega Spaß“, kommentiert Nicole Schenk, die Sängerin von Shadows Revenge, den Zwischenstand des Abends. „Wir hoffen einfach, dass es weiter aufwärts geht und dass heute genug Spenden für die Betroffenen und für den Wiederaufbau zusammenkommen, damit wir auch mit unserer Leidenschaft, der Musik, einen kleinen Teil beitragen können.“ Gitarrist Timo Schenk verrät: „Wir steuern heute noch auf ein kleines Highlight zu: Unser Mega-Talent Jan macht heute noch eine Feuershow. Er brennt, wenn wir Pech haben, sein ganzes Schlagzeug an und wenn wir Glück haben nur seine Stöcke.“

Ein Euro für den guten Zweck

„Wir sind hier beim Schlumpi im Hamballe und finden es echt super toll. Er macht immer mega Stimmung“, erzählt Ilonka Heerlein. „Auch die Kulisse ist einfach toll – für Alt und Jung! Und die Spendenaktion mit den Shadows ist wirklich eine ganz, ganz tolle Idee.“ „Ich finde das toll, was der Hamballe heute veranstaltet“, sagt Ute Wieland. „Vor allem die Spendensammlung für die Flutopfer, also, dass für jedes Getränk ein Euro für den guten Zweck aufgeschlagen wird.  Wir haben auch schon gesagt, dass wir heute natürlich auch am Schluss noch etwas spenden und in die Spendenbox werfen werden.“ Moni Wieland-Forster fasst den Abend folgendermaßen zusammen: „Ich finde es einfach nur toll hier. Tolle, super Stimmung, geile Musik – Es ist einfach wie im Urlaub hier.“

So vergeht ein ausgelassener Abend mit Rockmusik, Feuershow, Gesprächen, Gelächter und ganz viel guter Laune – und das alles für einen guten Zweck.

Text: Priscilla Dekorsi

#cafebistrohamballe #shadowsrevenge #FlutkatastropheDeutschland #Flutopfer #zusammenhalten #Herzzeigen #Spendenaktion

Der Hamballe-Biergarten war gut besucht. Foto: GSCHWÄTZ

Die Besucher hatten ihren Spaß und das auch noch für einen guten Zweck. Foto: GSCHWÄTZ

Die Musiker von Shadows Revenge sehen das Hamballe als ihr Wohnzimmer. Foto: GSCHWÄTZ

Hamballe-Wirt Schlumpi steuerte selbst noch 500 Euro für die Spende bei. Foto: GSCHWÄTZ

Auch etwas abseits war die Stimmung gut. Foto: GSCHWÄTZ

Viele Gäste legten noch mehr Geld in den Spendentopf. Foto: GSCHWÄTZ

Shadows Revenge sorgten mit Live-Musik für einen stimmungsvollen Abend. Foto: GSCHWÄTZ




Hohenlohe Plus Podcast mit Sudabeh Mohafez

Zu Gast beim Hohenlohe Plus Podcast ist diesmal Sudabeh Mohafez. Sie ist Schriftstellerin, Pädagogin und engagiert sich unter anderem im Krebsverein Schwäbisch Hall e.V. Zuhause war sie schon an vielen Orten in der Welt, seit 2018 lebt sie in Schwäbisch Hall. Hier
lässt sie sich, wie sie selbst sagt, von ihrem Lebensweg aus großer Entfremdung zurück ins Glück und in die Entspannung führen.

Im Podcast berichtet die Autorin, wie sie die Inspiration findet, um diverse literarische Gattungen zu bedienen, und was für sie das Leben im ländlichen Raum bedeutet. Des Weiteren erzählt sie darüber, wie sie die Arbeit in der Krebsberatungsstelle in Hall erfüllt.

Der Hohenlohe Plus Podcast steht auf der Webseite des Vereins und auf den gängigen Podcast-Kanälen wie Amazon, Apple und Spotify zum Hören bereit. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage https://www.hohenlohe.plus/ oder per E-Mail unter info@hohenlohe.plus.

Quelle: Pressemitteilung von Hohenlohe Plus e.V.

 




VHS-Leiterin Sabine Leopold verlässt Öhringen

Sabine Leopold, die acht Jahre lang die Volkshochschule (VHS) Öhringen geleitet hat, verabschiedet sich aus der Großen Kreisstadt, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Nachfolgerin Frauke Dowerk übernahm zum 01. August 2021 die Leitung der VHS Öhringen. In der Übergangszeit hatte David König, Sachgebietsleiter für Kultur und Veranstaltungen, in Zusammenarbeit mit Eva Rubitschek das Team der VHS geleitet.

Rückblickend auf die acht Jahre erinnert sich die ehemalige VHS-Leiterin besonders gern an die Mitwirkung bei der Landesgartenschau in Form einer Veranstaltungsreihe und eines kulturellen Events – dies sei einmalig für Öhringen aber auch für die VHS gewesen. Spannend fand sie auch die Entwicklung des Integrationskursbereichs. Die VHS hat inzwischen auch die Trägerzulassung für Berufssprachkurse, die bis zu einem Sprachlevel in B2 oder C1 führen.

Eine große räumliche Veränderung sei außerdem der Auszug aus dem KUBIZ gewesen. Hier habe die VHS mehrere Räume aufgeben müssen. Sie habe jetzt aber auch neue Räume – beispielsweise im Hoftheater drei Seminarräume und im VHS-Gesundheitszentrum in der Austraße die gesamte erste Etage mit kleinen Seminarräumen und mittlerweile zwei Bewegungsräumen. Außerdem kam in den Jahren, als die 41-Jährige Leiterin der Öhringer VHS war, mit Bretzfeld eine vierte Außenstelle hinzu.

 

Bild: privat

 




„Wir haben keinen Dreck am Stecken“

Dieses  Bild nutzt Christian Neudeck, Projektentwickler bei der activ-group aus Schemmerhofen und dort verantwortlich für das Projekt „An der Stadtmauer“ in Künzelsau, in einem GSCHWÄTZ-Telefoninterview, wenn er die Rolle seines Unternehmens beim Skandal um den belasteten Aushub auf dem PEKA-Gelände beschreibt.

Altlastenfrei erworben

„Wir kaufen immer altlastenfrei“, bestätigt er die Vertragsinhalte, die auch Bürgermeister Neumann im Gemeinderat beschrieben hat: Für eventuell doch vorhandene Altlasten sei bei seinen Projekten stets der Verkäufer verantwortlich, sagt Neudeck und ergänzt, „die activ-group ist außen vor“.  Über die Hintergründe der Lagerung der Altlasten weiß er nichts – sein Unternehmen sei im fraglichen Zeitraum an den Planungen und Arbeiten für das PEKA-Areal nicht beteiligt gewesen. Er berichtet, dass die activ-group zwar ursprünglich mit der Entwicklungsarbeit begonnen hatte, aber mit dem plötzlichen Auftauchen eines anderen Investors, der dann auch den Zuschlag bekommen hat, habe man das Projekt erstmal nicht weiterverfolgt.

Zeitplan kann voraussichtlich eingehalten werden

Für Neudeck ist wichtig, dass die Zeitplanung des Projekts nicht gefährdet ist: Das Entsorgungskonzept sei der Stadt vor Ostern übergeben worden und die Stadt habe sehr schnell reagiert. Daher rechnet er nicht mit weiteren Verzögerungen. Erste Verzögerungen gab es durch Leitungen, die nicht da lagen, wo sie hätten liegen sollen – dazu sagt Neudeck: „Ich bin immer froh, wenn der Boden drin ist und das Projekt nach oben wächst“, denn dann seien keine Überraschungen mehr zu erwarten.

Keine Belastung für die zu errichtenden Gebäude

Genauso wichtig ist ihm die Bestätigung, dass das kontaminierte Erdreich vollständig entfernt ist und das Gebäude daher auch nicht belastet sein wird – eine deutliche Aussage gegenüber den potenziellen Mietern oder Wohnungskäufern.
Auf welchen Deponien das Material jetzt liegt und wie viel und welche Schadstoffe abtransportiert wurden, dazu kann oder will er allerdings auch keine detaillierten Angaben machen.

Doch nicht so gefährlich wie ursprünglich angenommen?

Immerhin scheint zumindest ein Teil des Aushubmaterials nicht so gefährlich zu sein, wie ursprünglich befürchtet: Laut Neudeck wurde die Anforderung für diesen Teil des Materials inzwischen von Deponieklasse (DK) III auf Deponieklasse I herabgestuft: DK I bedeutet „Deponie für mäßig belastete (nicht gefährliche) Abfälle“, wogegen DK III „Deponie für gefährliche Abfälle“ bedeutet. Deponien der DK III  benötigen erhebliche Sicherheitsmaßnahmen, damit keine Schadstoffe ins Erdreich, das Grundwasser oder in die Luft gelangen können. Das hessische Umweltministerium beschreibt die Anforderungen für die DK III:

Standorte Deponien in BW, Stand 2016 (Umweltdaten 2018)

Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, ein Basis- und Oberflächenabdichtungssystem, ein Dichtungskontrollsystem für die Deponieoberfläche sowie eine geregelte Entwässerung (Sickerwasser- und Oberflächenwasserfassung und -ableitung) sind erforderlich. Die Abdichtungen an der Basis und der Oberfläche der Deponie müssen aus 2 Abdichtungskomponenten bestehen. An der Deponiebasis muss die zweite Abdichtungskomponente eine Konvektionssperre (Kunststoffdichtungsbahn oder Asphaltdichtung) sein. Je nach Zusammensetzung und chemisch-biologischer Aktivität der abgelagerten Abfälle ist eine Fassung der Deponiegase erforderlich.

In ganz Baden-Württemberg gibt es nur eine einzige Deponie der Klasse DK III, in Billigheim im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Entsorgungskosten auf einer solchen Deponie der DK III sind naturgemäß deutlich höher als für die DK I – das ist vielleicht ein kleiner Lichtblick für die Künzelsauer Gemeinderäte, dass die Kosten doch weniger als die bisher  angesetzten 1,8 Millionen Euro betragen könnten.

Schadensminderungspflicht

Das gesamte Entsorgungskonzept hat der Generalunternehmer erstellt. Ob dieser mehrere Angebote eingeholt hat, kann Neudeck nicht sagen. Allerdings habe die activ-group auch ihrerseits die Kosten geprüft und man sei aufgrund eigener Erfahrungen zu dem Schluss gekommen: „Wir können das nicht billiger machen“.

Text: Matthias Lauterer

 




Landratsamt bemängelt: „Unzureichende Umleitungsbeschilderung“

Seit Montag, 02. August 2021, ist die B19 in Künzelsau wegen Straßenausbesserungsarbeiten gesperrt. Obwohl dies vom Landratsamt angekündigt war (GSCHWÄTZ berichtete), herrschte am Montagmorgen, den 02. August 2021, ein regelrechtes Verkehrschaos in Künzelsau. Der Rückstau ging bis Ingelfingen, selbst auf den Schleichwegen war kein Durchkommen: Am Zollstock standen die Fahrzeuge bis zum Kinderhaus, wegen der Ampelschaltung war auch dort nur stop&go-Verkehr möglich.

Beschilderung unzureichend

Das Landratsamt teilt auf GSCHWÄTZ-Anfrage mit: „Die angespannte Verkehrslage rund um die Baustelle an der B19 in Künzelsau am frühen Vormittag des 02.08.2021 war auf die unzureichende Umleitungsbeschilderung zurückzuführen. Die Verkehrssicherungsfirma hatte die drei im beigefügten Plan eingezeichneten Schilder nicht aufgestellt. Das hat dazu geführt, dass die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Gaisbach / Künzelsau, anstatt der Umleitung über die Würzburger Straße zu folgen, weiter auf der Bahnhofstraße geradeaus unterwegs waren und aufgrund der Baustelle an der B19 dann an der Mainzer Straße wenden mussten. Für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Belsenberg bzw. Ingelfingen war es durch das starke Verkehrsaufkommen auf der Bahnhofstraße schwierig, von der Würzburger Straße aus links abzubiegen.“

Polizei mußte den Verkehr regeln

Laut Auskunft des Landratsamts wurde der Verkehr vorübergehend von der Polizei geregelt, bevor die Straßenmeisterei Künzelsau eine entsprechende provisorische Beschilderung anbringen konnte.

Am Dienstagmorgen war die Situation schon bedeutend entspannter.

 

 




Ernteprojekt „Gelbes Band“ jetzt auch in Hohenlohe

Obstbäume, welche nicht abgeerntet werden, sind auch im Hohenlohekreis ein gewohntes Bild. Oft ist die Ernte aus Altersgründen zu beschwerlich und im direkten familiären Umfeld fehlt es womöglich an Zeit und Interesse, das Obst aufzulesen oder zu pflücken. Viele Bewirtschafter haben auch zu viel Obst und können nicht alles selbst verwerten. Seit einigen Jahren gibt es in mehreren Landkreisen daher das Ernteprojekt „Gelbes Band“ – und ab sofort auch im Hohenlohekreis, teilt das Landratsamt mit. Die Aktion kann dafür sorgen, dass Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen eine sinnvolle Verwertung finden und nicht verderben. Obst von heimischen Streuobstwiesen ist gesund und trägt durch kurze Wege zum Verbraucher auch zum Klimaschutz bei.

Ernte in haushaltsüblichen Mengen

Die Idee des Projekts ist, dass Obstwiesen-Besitzer, welche ihre Bäume nicht selbst abernten können, den entsprechenden Baum mit einem gelben Band markieren. Diese sind für die Allgemeinheit freigegeben und dürfen dann in haushaltsüblichen Mengen für den Eigenbedarf kostenlos abgeerntet werden.

Drei Regeln sind zu beachten

Beim Abernten von Bäumen, die mit dem gelben Band gekennzeichnet wurden, sind drei Regeln zu beachten:

  1. Es dürfen keine Äste abgebrochen oder Bäume beschädigt werden.
  2. Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt und müssen so wieder verlassen werden, wie sie angetroffen wurden.
  3. Das Abernten auf den fremden Grundstücken geschieht auf eigene Gefahr.

Information

Interessierte erhalten das gelbe Band bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, dem Landschaftserhaltungsverband, bei Fachwarten des Obst- und Gartenbauvereins und beim Landwirtschaftsamt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

#Hohenlohe #Ernte #GelbesBand

 

 

 




Gleichener Bürgerverein unterstützt die Feuerwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Der Ausschuss des Allgemeinen Bürgervereins Gleichen e.V. hat im Umlaufverfahren beschlossen, den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit einer Spende von 500 Euro zu unterstützen. Der Betrag soll mit der Tombola der nächsten Waldweihnacht finanziert werden.

Die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich tief betroffen von der Not an der Ahr und möchten deshalb direkte Hilfe leisten. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Nachahmer, die ebenfalls direkt für in Bad Neuenahr-Ahrweiler spenden wollen. Spendenkonto: Volksbank RheinAhrEifel eG Förderverein FFW Bad Neuenahr-Ahrweiler, Stichwort „Hilfe für Helfer“ IBAN DE19 5776 1591 0022 6317 00

Quelle: Pressemitteilung des Allgemeinen Bürgerverein Gleichen e.V.