1

Gute Stimmung mit Pop, Jazz und Country-Musik

Die Sommerferien haben begonnen und passend dazu wird die Veranstaltungsreihe „Sommer in der Stadt“ fortgesetzt: Am Freitag, den 06. August 2021, bewirtet ab 17 Uhr der SC Amrichshausen am Unteren Markt. Ab 18 Uhr spielt „Deine Hausband“ und sorgt mit Soul-, Jazz- und Popsongs neu interpretiert für Stimmung. Weiter geht es am Samstag, den 07. August 2021, um 15 Uhr mit der Bewirtung durch den SC Amrichshausen am Unteren Markt und ab 18 Uhr dürfen sich Freunde der Country-Musik über einen Auftritt von Freddy Hrubesch mit Band freuen.

Gemeinsam mit Gastronomen und Vereinen

Durch die Veranstaltungsreihe „Sommer in der Stadt“ ermöglicht die Stadtverwaltung Künzelsau gemeinsam mit Gastronomen und Vereinen vor Ort Corona-konforme Veranstaltungen über den Sommer. In lockerer Atmosphäre findet jede Woche an wechselnden Plätzen Live-Musik statt. Für das leibliche Wohl sorgen die Künzelsauer Gastronomen und Vereine an wechselnden zentralen Plätzen: Unterer Markt, Obere Hauptstraße, Oberer Bach, Busbahnhof und am Biergarten Wertwiesen. Liegestühle, Lounge-Möbel, Sandflächen und Pflanzen laden zum Verweilen ein. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Absage bei Regen

Für die Kontaktnachverfolgung wird den Besucher:innen die Nutzung der Luca-App empfohlen. Alternativ können die Kontaktdaten auf Anmeldezetteln erfasst werden. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften. Bei Änderungen der Corona-Auflagen müssen Veranstaltungsabende unter Umständen auch kurzfristig abgesagt werden. Regnet es, finden die Veranstaltungen nicht statt. Aktuelle Informationen und alle weiteren Aktionen werden kommuniziert über die städtische Homepage unter http://www.kuenzelsau.de/sommerinderstadt und über Facebook „Künzelsau – meine Stadt“ und Instagram „kuenzelsau.meinestadt“.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

#Künzelsau #SommerinderStadt #DeineHausband #FreddyHrubesch #SCAmrichshausen

 




„Für uns war klar: Wir müssen handeln“

„Wer den Schlumpi nicht kennt, der hat’s Leben verpennt“, munkelt man in Öhringen unter der Hand. Seit 27 Jahren ist das Hamballe an der Öhringer Stadtmauer für seine ausgelassenen Partys bekannt – dessen Wirt Schlumpi für sein großes Herz und seinen eisgekühlten Ramazotti.

Getränkeaufschlag statt Eintritt

„Dass Shadows Revenge bei uns spielen werden, war schon von langer Hand geplant. Das ist unsere Hausband, hier ist quasi ihr zweites Wohnzimmer“, erklärt der frisch gebackene Opa Schlumpi. „Angesichts der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war für uns klar – wir müssen handeln. Normalerweise handhaben wir das mit den Auftritten so: Wir verlangen keinen Eintritt, sondern einen kleinen Getränkeaufschlag, der dann die Gage für die Künstler ausmacht. Shadows Revenge hat angesichts der Situation gesagt, dass sie die Hälfte ihrer Gage für Hilfsaktionen für die Flutopfer spenden wollen. Ich selbst lege auch noch einmal 500 Euro drauf.“

Viel Spaß bei einer guten Aktion

Diese Idee kommt bei den Gästen positiv an: „Ich finde die Spendenaktion vom Schlumpi ganz toll. Das ist super, dass er sich dafür einsetzt, für diese Hochwassergeschichte zu sammeln“, erzählt Moni Wieland-Forster. „Klasse. Toll. Wir sind auf jeden Fall dabei und freuen uns ganz riesig, dass wir das unterstützen können und trotzdem unheimlich viel Spaß heute Abend haben.“

Ein kleines Highlight

„Die Bude ist voll. Wir haben jetzt schon eine Stunde gespielt und haben mega Spaß“, kommentiert Nicole Schenk, die Sängerin von Shadows Revenge, den Zwischenstand des Abends. „Wir hoffen einfach, dass es weiter aufwärts geht und dass heute genug Spenden für die Betroffenen und für den Wiederaufbau zusammenkommen, damit wir auch mit unserer Leidenschaft, der Musik, einen kleinen Teil beitragen können.“ Gitarrist Timo Schenk verrät: „Wir steuern heute noch auf ein kleines Highlight zu: Unser Mega-Talent Jan macht heute noch eine Feuershow. Er brennt, wenn wir Pech haben, sein ganzes Schlagzeug an und wenn wir Glück haben nur seine Stöcke.“

Ein Euro für den guten Zweck

„Wir sind hier beim Schlumpi im Hamballe und finden es echt super toll. Er macht immer mega Stimmung“, erzählt Ilonka Heerlein. „Auch die Kulisse ist einfach toll – für Alt und Jung! Und die Spendenaktion mit den Shadows ist wirklich eine ganz, ganz tolle Idee.“ „Ich finde das toll, was der Hamballe heute veranstaltet“, sagt Ute Wieland. „Vor allem die Spendensammlung für die Flutopfer, also, dass für jedes Getränk ein Euro für den guten Zweck aufgeschlagen wird.  Wir haben auch schon gesagt, dass wir heute natürlich auch am Schluss noch etwas spenden und in die Spendenbox werfen werden.“ Moni Wieland-Forster fasst den Abend folgendermaßen zusammen: „Ich finde es einfach nur toll hier. Tolle, super Stimmung, geile Musik – Es ist einfach wie im Urlaub hier.“

So vergeht ein ausgelassener Abend mit Rockmusik, Feuershow, Gesprächen, Gelächter und ganz viel guter Laune – und das alles für einen guten Zweck.

Text: Priscilla Dekorsi

#cafebistrohamballe #shadowsrevenge #FlutkatastropheDeutschland #Flutopfer #zusammenhalten #Herzzeigen #Spendenaktion

Der Hamballe-Biergarten war gut besucht. Foto: GSCHWÄTZ

Die Besucher hatten ihren Spaß und das auch noch für einen guten Zweck. Foto: GSCHWÄTZ

Die Musiker von Shadows Revenge sehen das Hamballe als ihr Wohnzimmer. Foto: GSCHWÄTZ

Hamballe-Wirt Schlumpi steuerte selbst noch 500 Euro für die Spende bei. Foto: GSCHWÄTZ

Auch etwas abseits war die Stimmung gut. Foto: GSCHWÄTZ

Viele Gäste legten noch mehr Geld in den Spendentopf. Foto: GSCHWÄTZ

Shadows Revenge sorgten mit Live-Musik für einen stimmungsvollen Abend. Foto: GSCHWÄTZ




Hohenlohe Plus Podcast mit Sudabeh Mohafez

Zu Gast beim Hohenlohe Plus Podcast ist diesmal Sudabeh Mohafez. Sie ist Schriftstellerin, Pädagogin und engagiert sich unter anderem im Krebsverein Schwäbisch Hall e.V. Zuhause war sie schon an vielen Orten in der Welt, seit 2018 lebt sie in Schwäbisch Hall. Hier
lässt sie sich, wie sie selbst sagt, von ihrem Lebensweg aus großer Entfremdung zurück ins Glück und in die Entspannung führen.

Im Podcast berichtet die Autorin, wie sie die Inspiration findet, um diverse literarische Gattungen zu bedienen, und was für sie das Leben im ländlichen Raum bedeutet. Des Weiteren erzählt sie darüber, wie sie die Arbeit in der Krebsberatungsstelle in Hall erfüllt.

Der Hohenlohe Plus Podcast steht auf der Webseite des Vereins und auf den gängigen Podcast-Kanälen wie Amazon, Apple und Spotify zum Hören bereit. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage https://www.hohenlohe.plus/ oder per E-Mail unter info@hohenlohe.plus.

Quelle: Pressemitteilung von Hohenlohe Plus e.V.

 




VHS-Leiterin Sabine Leopold verlässt Öhringen

Sabine Leopold, die acht Jahre lang die Volkshochschule (VHS) Öhringen geleitet hat, verabschiedet sich aus der Großen Kreisstadt, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Nachfolgerin Frauke Dowerk übernahm zum 01. August 2021 die Leitung der VHS Öhringen. In der Übergangszeit hatte David König, Sachgebietsleiter für Kultur und Veranstaltungen, in Zusammenarbeit mit Eva Rubitschek das Team der VHS geleitet.

Rückblickend auf die acht Jahre erinnert sich die ehemalige VHS-Leiterin besonders gern an die Mitwirkung bei der Landesgartenschau in Form einer Veranstaltungsreihe und eines kulturellen Events – dies sei einmalig für Öhringen aber auch für die VHS gewesen. Spannend fand sie auch die Entwicklung des Integrationskursbereichs. Die VHS hat inzwischen auch die Trägerzulassung für Berufssprachkurse, die bis zu einem Sprachlevel in B2 oder C1 führen.

Eine große räumliche Veränderung sei außerdem der Auszug aus dem KUBIZ gewesen. Hier habe die VHS mehrere Räume aufgeben müssen. Sie habe jetzt aber auch neue Räume – beispielsweise im Hoftheater drei Seminarräume und im VHS-Gesundheitszentrum in der Austraße die gesamte erste Etage mit kleinen Seminarräumen und mittlerweile zwei Bewegungsräumen. Außerdem kam in den Jahren, als die 41-Jährige Leiterin der Öhringer VHS war, mit Bretzfeld eine vierte Außenstelle hinzu.

 

Bild: privat

 




„Wir haben keinen Dreck am Stecken“

Dieses  Bild nutzt Christian Neudeck, Projektentwickler bei der activ-group aus Schemmerhofen und dort verantwortlich für das Projekt „An der Stadtmauer“ in Künzelsau, in einem GSCHWÄTZ-Telefoninterview, wenn er die Rolle seines Unternehmens beim Skandal um den belasteten Aushub auf dem PEKA-Gelände beschreibt.

Altlastenfrei erworben

„Wir kaufen immer altlastenfrei“, bestätigt er die Vertragsinhalte, die auch Bürgermeister Neumann im Gemeinderat beschrieben hat: Für eventuell doch vorhandene Altlasten sei bei seinen Projekten stets der Verkäufer verantwortlich, sagt Neudeck und ergänzt, „die activ-group ist außen vor“.  Über die Hintergründe der Lagerung der Altlasten weiß er nichts – sein Unternehmen sei im fraglichen Zeitraum an den Planungen und Arbeiten für das PEKA-Areal nicht beteiligt gewesen. Er berichtet, dass die activ-group zwar ursprünglich mit der Entwicklungsarbeit begonnen hatte, aber mit dem plötzlichen Auftauchen eines anderen Investors, der dann auch den Zuschlag bekommen hat, habe man das Projekt erstmal nicht weiterverfolgt.

Zeitplan kann voraussichtlich eingehalten werden

Für Neudeck ist wichtig, dass die Zeitplanung des Projekts nicht gefährdet ist: Das Entsorgungskonzept sei der Stadt vor Ostern übergeben worden und die Stadt habe sehr schnell reagiert. Daher rechnet er nicht mit weiteren Verzögerungen. Erste Verzögerungen gab es durch Leitungen, die nicht da lagen, wo sie hätten liegen sollen – dazu sagt Neudeck: „Ich bin immer froh, wenn der Boden drin ist und das Projekt nach oben wächst“, denn dann seien keine Überraschungen mehr zu erwarten.

Keine Belastung für die zu errichtenden Gebäude

Genauso wichtig ist ihm die Bestätigung, dass das kontaminierte Erdreich vollständig entfernt ist und das Gebäude daher auch nicht belastet sein wird – eine deutliche Aussage gegenüber den potenziellen Mietern oder Wohnungskäufern.
Auf welchen Deponien das Material jetzt liegt und wie viel und welche Schadstoffe abtransportiert wurden, dazu kann oder will er allerdings auch keine detaillierten Angaben machen.

Doch nicht so gefährlich wie ursprünglich angenommen?

Immerhin scheint zumindest ein Teil des Aushubmaterials nicht so gefährlich zu sein, wie ursprünglich befürchtet: Laut Neudeck wurde die Anforderung für diesen Teil des Materials inzwischen von Deponieklasse (DK) III auf Deponieklasse I herabgestuft: DK I bedeutet „Deponie für mäßig belastete (nicht gefährliche) Abfälle“, wogegen DK III „Deponie für gefährliche Abfälle“ bedeutet. Deponien der DK III  benötigen erhebliche Sicherheitsmaßnahmen, damit keine Schadstoffe ins Erdreich, das Grundwasser oder in die Luft gelangen können. Das hessische Umweltministerium beschreibt die Anforderungen für die DK III:

Standorte Deponien in BW, Stand 2016 (Umweltdaten 2018)

Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, ein Basis- und Oberflächenabdichtungssystem, ein Dichtungskontrollsystem für die Deponieoberfläche sowie eine geregelte Entwässerung (Sickerwasser- und Oberflächenwasserfassung und -ableitung) sind erforderlich. Die Abdichtungen an der Basis und der Oberfläche der Deponie müssen aus 2 Abdichtungskomponenten bestehen. An der Deponiebasis muss die zweite Abdichtungskomponente eine Konvektionssperre (Kunststoffdichtungsbahn oder Asphaltdichtung) sein. Je nach Zusammensetzung und chemisch-biologischer Aktivität der abgelagerten Abfälle ist eine Fassung der Deponiegase erforderlich.

In ganz Baden-Württemberg gibt es nur eine einzige Deponie der Klasse DK III, in Billigheim im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Entsorgungskosten auf einer solchen Deponie der DK III sind naturgemäß deutlich höher als für die DK I – das ist vielleicht ein kleiner Lichtblick für die Künzelsauer Gemeinderäte, dass die Kosten doch weniger als die bisher  angesetzten 1,8 Millionen Euro betragen könnten.

Schadensminderungspflicht

Das gesamte Entsorgungskonzept hat der Generalunternehmer erstellt. Ob dieser mehrere Angebote eingeholt hat, kann Neudeck nicht sagen. Allerdings habe die activ-group auch ihrerseits die Kosten geprüft und man sei aufgrund eigener Erfahrungen zu dem Schluss gekommen: „Wir können das nicht billiger machen“.

Text: Matthias Lauterer

 




Landratsamt bemängelt: „Unzureichende Umleitungsbeschilderung“

Seit Montag, 02. August 2021, ist die B19 in Künzelsau wegen Straßenausbesserungsarbeiten gesperrt. Obwohl dies vom Landratsamt angekündigt war (GSCHWÄTZ berichtete), herrschte am Montagmorgen, den 02. August 2021, ein regelrechtes Verkehrschaos in Künzelsau. Der Rückstau ging bis Ingelfingen, selbst auf den Schleichwegen war kein Durchkommen: Am Zollstock standen die Fahrzeuge bis zum Kinderhaus, wegen der Ampelschaltung war auch dort nur stop&go-Verkehr möglich.

Beschilderung unzureichend

Das Landratsamt teilt auf GSCHWÄTZ-Anfrage mit: „Die angespannte Verkehrslage rund um die Baustelle an der B19 in Künzelsau am frühen Vormittag des 02.08.2021 war auf die unzureichende Umleitungsbeschilderung zurückzuführen. Die Verkehrssicherungsfirma hatte die drei im beigefügten Plan eingezeichneten Schilder nicht aufgestellt. Das hat dazu geführt, dass die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Gaisbach / Künzelsau, anstatt der Umleitung über die Würzburger Straße zu folgen, weiter auf der Bahnhofstraße geradeaus unterwegs waren und aufgrund der Baustelle an der B19 dann an der Mainzer Straße wenden mussten. Für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Belsenberg bzw. Ingelfingen war es durch das starke Verkehrsaufkommen auf der Bahnhofstraße schwierig, von der Würzburger Straße aus links abzubiegen.“

Polizei mußte den Verkehr regeln

Laut Auskunft des Landratsamts wurde der Verkehr vorübergehend von der Polizei geregelt, bevor die Straßenmeisterei Künzelsau eine entsprechende provisorische Beschilderung anbringen konnte.

Am Dienstagmorgen war die Situation schon bedeutend entspannter.

 

 




Ernteprojekt „Gelbes Band“ jetzt auch in Hohenlohe

Obstbäume, welche nicht abgeerntet werden, sind auch im Hohenlohekreis ein gewohntes Bild. Oft ist die Ernte aus Altersgründen zu beschwerlich und im direkten familiären Umfeld fehlt es womöglich an Zeit und Interesse, das Obst aufzulesen oder zu pflücken. Viele Bewirtschafter haben auch zu viel Obst und können nicht alles selbst verwerten. Seit einigen Jahren gibt es in mehreren Landkreisen daher das Ernteprojekt „Gelbes Band“ – und ab sofort auch im Hohenlohekreis, teilt das Landratsamt mit. Die Aktion kann dafür sorgen, dass Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen eine sinnvolle Verwertung finden und nicht verderben. Obst von heimischen Streuobstwiesen ist gesund und trägt durch kurze Wege zum Verbraucher auch zum Klimaschutz bei.

Ernte in haushaltsüblichen Mengen

Die Idee des Projekts ist, dass Obstwiesen-Besitzer, welche ihre Bäume nicht selbst abernten können, den entsprechenden Baum mit einem gelben Band markieren. Diese sind für die Allgemeinheit freigegeben und dürfen dann in haushaltsüblichen Mengen für den Eigenbedarf kostenlos abgeerntet werden.

Drei Regeln sind zu beachten

Beim Abernten von Bäumen, die mit dem gelben Band gekennzeichnet wurden, sind drei Regeln zu beachten:

  1. Es dürfen keine Äste abgebrochen oder Bäume beschädigt werden.
  2. Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt und müssen so wieder verlassen werden, wie sie angetroffen wurden.
  3. Das Abernten auf den fremden Grundstücken geschieht auf eigene Gefahr.

Information

Interessierte erhalten das gelbe Band bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, dem Landschaftserhaltungsverband, bei Fachwarten des Obst- und Gartenbauvereins und beim Landwirtschaftsamt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

#Hohenlohe #Ernte #GelbesBand

 

 

 




Gleichener Bürgerverein unterstützt die Feuerwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Der Ausschuss des Allgemeinen Bürgervereins Gleichen e.V. hat im Umlaufverfahren beschlossen, den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit einer Spende von 500 Euro zu unterstützen. Der Betrag soll mit der Tombola der nächsten Waldweihnacht finanziert werden.

Die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich tief betroffen von der Not an der Ahr und möchten deshalb direkte Hilfe leisten. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Nachahmer, die ebenfalls direkt für in Bad Neuenahr-Ahrweiler spenden wollen. Spendenkonto: Volksbank RheinAhrEifel eG Förderverein FFW Bad Neuenahr-Ahrweiler, Stichwort „Hilfe für Helfer“ IBAN DE19 5776 1591 0022 6317 00

Quelle: Pressemitteilung des Allgemeinen Bürgerverein Gleichen e.V.




„Sie schreit – doch keiner hört sie“

„Maria Galinova kommt aus Moldau. Sie ist in armen Verhältnissen aufgewachsen und konnte als Folge dessen nur wenige Jahre die Schule besuchen, weil sie schon früh damit anfangen musste, ihre Familie finanziell mit Gelegenheitsjobs zu unterstützen.“ Jessica Anderson von der Mitternachtsmission Heilbronn holt tief Luft, bevor sie fortfährt zu erzählen: „Übers Internet wurde Maria auf eine Stelle als Kellnerin in einem schön aussehenden Restaurant in Deutschland aufmerksam. Sie nimmt Kontakt auf und bewirbt sich. Die Organisation der Reise und des weiteren Prozesses übernimmt ihr Arbeitgeber. Maria wird direkt von Zuhause abgeholt und nach Deutschland gebracht. Kaum ins Auto eingestiegen, fordert der Fahrer Marias Ausweisdokumente mit der Begründung, dass er Probleme an der Grenze vermeiden und schon vorab alle Vorbereitungen für ihre Ankunft treffen wolle. Nur so könne er organisieren, dass sie ihre Arbeitspapiere schnell bekomme und direkt mit der Arbeit starten könne. Maria wundert sich ein wenig, dass sie auch an den Rastplätzen nicht allein aussteigen darf und permanent unter Beobachtung steht.“

Sie versucht zu fliehen – vergeblich

Doch Maria interveniert nicht. Die Freude über eine Zukunft in Deutschland und die Hoffnung, ihrer Familie endlich nachhaltig helfen zu können, sind zu groß. „In Deutschland angekommen, wird Maria schließlich noch ihr Handy abgenommen, sie wird in eine heruntergekommene Wohnung gebracht und in ein Kellerzimmer gebracht. Ehe sie sich versieht, wird die Türe hinter ihr abgeschlossen. Nun sitzt sie also in diesem Raum, in dem es nicht mehr als ein Bett gibt, und ist ganz allein. Nach einer gewissen Zeit tritt ein Mann ein. Nicht etwa, um ihr die Arbeit im Restaurant zu zeigen, oder sie dorthin zu bringen, der Mann bringt ihr schicke Kleidung und aufreizende Unterwäsche und macht ihr klar, dass sie bald Besuch empfangen wird, dem sie zur Verfügung zu stehen hat. Sie habe zu gehorchen – was auch immer, diese Männer von ihr wollten. Maria versteht. Sie versucht, zu widersprechen, sich zu wehren, sie versucht zu fliehen. Alles, was sie dafür erhält, sind Schläge. Solange, bis sie sich kaum mehr bewegen kann. Der erste Mann, der ihr Zimmer betritt, vergewaltigt sie. Viele weitere folgen. Immer und immer wieder versucht sie zu fliehen – doch die Türe bleibt verschlossen. Sie schreit – doch keiner hört sie.“

„Viele Schicksale entsprechen nicht dem Klischee“

Unter den 49 Teilnehmer:innen des von der Mitternachtsmission organisierten Info-Abends „Zwangsprostitution – ein Blick hinter die Kulissen der Stereotype“ macht sich betretenes Schweigen breit. Anderson fährt fort: „Wenn viele von uns die Worte ‚Menschenhandel‘ oder ‚Zwangsprostitution‘ hören, stehen uns oft genau solche Marias vor Augen, die verschleppt werden, ganz schlimme körperliche Gewalt erleben, eingesperrt sind. Frauen, die eigentlich keiner sieht. Und ja, so schlimm es ist, diese Schicksale sind real, solche Frauen gibt es wirklich, aber es gibt eben auch viele andere Schicksale, die nicht dem Klischee entsprechen. Gerade die Bereiche Zwangsprostitution und Menschenhandel sind von vielen Stereotypen geprägt.“

Die Hilfe ist anonym

Die Arbeit der Mitternachtsmission fuße, so Anderson, auf fünf Grundsätzen: Die Betreuungsangebote seien nicht staatlich, anonym, es werde auch eine muttersprachliche Beratung angeboten, die Mitarbeiter:innen stünden unter Schweigepflicht und es werde nichts gegen den Willen der Betroffenen unternommen. Außerdem sei die Mitternachtsmission sieben Tage die Woche 24 Stunden erreichbar und aufnahmebereit, landesweit zuständig und biete den Betroffenen, die das Hilfsangebot in Anspruch nehmen, dezentrale anonyme Schutzunterkünfte. Neben Aufnahme in Schutzunterkünften bietet die Mitternachtsmission Betroffenen Angebote zur Krisenintervention,  Seelsorge, Sozial- und Lebensberatung, Hilfe bei ganz praktischen Anliegen, wie beispielsweise dabei, Anträge auszufüllen, und stabilisierende sowie den Alltag strukturierende Angebote.

Die Dunkelziffer ist weitgehend unbekannt

Laut Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes gab es 2019 in Deutschland 287 Verfahren wegen Zwangsprostitution, an denen 427 Betroffene beteiligt waren. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um abgeschlossene Verfahren, also das Hellfeld der Polizei. Fachberatungsstellen sind sich einig, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Über die Dunkelziffer herrsche sogar eine „weitestgehende Unkenntnis“, wie Sara Huschmann von der Mitternachtsmission erklärt. „Das liegt an der Randgruppenproblematik, daran, dass Staatsanwaltschaften aufgrund höherer Erfolgschancen oft auf einfacher anzuwendende Straftatbestände ausweichen (zum Beispiel Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz) oder die Opfer aufgrund ihrer Traumata nicht in der Lage sind, auszusagen. Oftmals kommt es erst gar nicht zur Anzeige, also erscheint der Fall auch nicht in der polizeilichen Statistik. Somit ist bei den Zahlen, Menschenhandel und Zwangsprostitution betreffend, höchste Vorsicht geboten.“

350 Frauen suchten Hilfe

Im vergangenen Jahr haben sich nach Informationen des Arbeitskreises „Aktiv gegen Menschenhandel“ allein in Baden-Württemberg 350 Betroffene von Zwangsprostitution an Fachberatungsstellen gewandt.

Jeder kann etwas tun

Es gebe einige Dinge, die jeder von uns tun könne, um von Menschenhandel und Zwangsprostitution Betroffene zu unterstützen, erklärt Anderson. Dazu gehöre, sich fachliche Informationen einzuholen, für das Thema zu sensibilisieren und die Betroffenen nicht zu stigmatisieren. Außerdem liege die beste Unterstützung Betroffener vor allem darin, sie an eine Fachberatungsstelle zu vermitteln. Selbst aktiv werden könne jeder Interessierte, mit ehrenamtlichem und politischem Engagement, Spenden und Gebet.

Übersetzer:innen sind immer gesucht

Zum Thema „ehrenamtliches Engagement“: „Bei der Mitternachtsmission werden beispielsweise immer wieder Übersetzer:innen gesucht, die uns bei muttersprachlichen Beratungen unterstützen können“, so Anderson. Mit politischem Engagement sei gemeint, auch auf politischer Ebene „für die Bedürfnisse dieser Randgruppen zu sensibilisieren und ihre Anliegen sichtbar zu machen.“

Unter Telefon 07131/84 531 kann man sich direkt an die Mitternachtsmission wenden.

Text: Priscilla Dekorsi




22-Jähriger zeigt sein Geschlechtsteil auf Spielplatz

Am Samstagmittag, den 31. Juli 2021,  wollte eine 32-jährige Mutter mit ihren drei Kindern einen Spielplatz im Mühlweg in Forchtenberg besuchen. Hier fiel der 32-Jährigen ein junger Mann auf, der sich der Familie näherte und auf einer Bank Platz nahm. Während der Mann die Mutter mit ihren Kindern im Blick behielt, öffnete er seine Hose und zeigte sein Geschlechtsteil, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Familie verließ den Spielplatz und verständigte die Polizei. Im Rahmen einer sofortigen Fahndung durch mehrere Streifen des Polizeireviers Künzelsau konnte der 22-Jährige wenig später in Forchtenberg aufgegriffen und vorläufig festgenommen werde.

Die Ermittlungen dauern noch an.