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Rattenplage im Belsenberger Kindergarten

Im Juni 2021 wurde im Kindergarten Belsenberg Rattenkot entdeckt, manche sprechen gar von einer Rattenplage, weshalb das Gebäude vorübergehend nicht für die Kinderbetreuung genutzt werden konnte. Die Kinder sind daraufhin als Notgruppe im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht worden.

Das ganze Gebäude aufgeben?

„Die nachhaltige Sanierung des bestehenden Kindergartens zeigt ein hohes Maß an Umfang“, erläutert Marion Hannig-Dümmler in der Sitzungsunterlage die Situation für die Gemeinderäte und schlägt vor: „Daher wäre aus wirtschaftlicher Sicht eine Aufgabe des Gebäudes zu empfehlen.“, da bereits eine Begehung durch die Unfalkasse im März 2021 mehrere Mängel ergab.

Alternativen

Für einen Neubau wäre etwa eine Million Euro anzusetzen, selbst eine Generalsanierung auf heutige Standards wird auch 700.000 Euro veranschlagt. Eine Lösung mit Modulcontainern wäre möglich und würde 500.000 Euro kosten. Würde man nur die Mängel beseitigen, ohne eine weitgehende Sanierung vorzunehmen, wäre man mit 200.000 dabei, ob eine dauerhafte Betriebserlaubnis erteilt werden könnte, ist fraglich. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Waldkindergarten schlägt die Verwaltung daher vor, zwei weitere „Naturwägen“ zu beschaffen, um so den Kindergartenstandort Belsenberg zu erhalten. Diese Wägen werden rund 175.000 Euro kosten. Carmen Class beruhigt die Ängste der Eltern, dass Naturwägen der Einstieg in den Ausstieg aus dem Standort Belsenberg sein könnte: „Der Standort ist so ideal, dass man darauf nicht verzichten will“. Bürgermeister Neumann betont, dass der Kindergarten als Provisorium wiedereröffnet wurde.

Jäger: will den Kindergarten unbedingt erhalten, für ihn waren die Wägen die vernünftigste Lösung, die recht einhellige Ablehnung durch die Eltern hat ihn verblüfft.

Kubat spricht davon, dass das Gebäude von den Belsenberger Bürgern erbaut wurde und seit der Übernahme durch die Stadt Künzelsau im Jahr 1973 kaum saniert wurde. Auch er spricht von einem geradezu idealen Gelände für einen Kindergarten. Er schlägt eine kurzfristige Sanierung und in einigen Jahren einen Neubau vor, nicht zuletzt, weil das Dorfgemeinschaftshaus derzeit für die Einwohner nicht nutzbar ist.

Bürkert will ein Konzept, das den Kindergarten, die Feuerwehr und den Kindergarten umfaßt. Aber auch er empfindet die Wägen als vernünftige Lösung und schlägt vor, den Eltern die Wägen erst einmal im Detail vorzustellen.

Neumann sieht keinen lokalen Bedarf für mehr als einen einzügigen Kindergarten in Belsenberg.

Süßmann möchte, „dass man auf dem Ensemble was vernünftiges baut“. Löhlein-Ehrler findet Waldkindergarten auch für Kinder in Amrichshausen oder Garnberg attraktiv, da die Kinder ja später dort auch in die Schule gehen.

 




Einmal das ganz große Rad drehen

… das wünschen sich viele Menschen. Einer, der dieses Vergnügen täglich hat, ist Günter Kantenwein, der Betriebsleiter der Künzelsauer Bergbahn. Von seinem Leitstand in der Bergstation übersieht er die gesamte Strecke, die von der Talstation am Kaufland bis zur Bergstation auf Taläcker 1.034 Meter lang ist und eine Höhendifferenz von 170 Metern bewältigt. Er gerät geradezu ins Schwärmen, wenn er über die Bergbahn spricht: Rund 30.000 mal pro Jahr werden Passagiere von Künzelsau auf Taläcker oder zurück transportiert, gut eine halbe Million Passagiere werden jährlich befördert und das seit über 20 Jahren. Die Künzelsauer Bergbahn sei eine der wenigen Bergbahnen in Baden-Württemberg, die nicht nur für touristischen Verkehr im Einsatz seien, sondern jeden Tag und ganztägig Personen befördert. Inzwischen ist die Bergbahn voll in den NVH eingegliedert.

Das große Rad – in der Bergstation ist es gut zu sehen. Foto: GSCHWÄTZ

Zuverlässig und sicher

Ein zuverlässigeres und sichereres Verkehrsmittel kann er sich kaum vorstellen, denn größere Ausfälle gab es bisher nicht. Einmal, erinnert er sich, sei die Bahn nicht weitergekommen: Ein Rudel Rehe wollte partout das Gleis nicht verlassen. Und in diesem Jahr gab es einen Stromausfall, der den Betrieb kurz unterbrochen hat. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Waggons in den Stationen. Die Sicherheit der Bahn liegt ihm am Herzen, daher erklärt er gerne die Sicherheitsvorkehrungen: Bei einem Stromausfall könne so gut wie nichts passieren – in dem Fall bleibe die Bahn einfach stehen und sei durch das Zugseil gesichert. Ein Rettungsweg ist über die ganze Länge der Fahrstrecke eingerichtet, Passagiere könnten die Bahn notfalls zu Fuß verlassen. Der schlimmste anzunehmende Unfall wäre ein Riß des 34mm dicken Zugseils: In diesem Fall würde die Bahn rein mechanisch abgebremst, durch Bremsbacken, die automatisch auf die Schiene abgesenkt würden.

Bremsbacken senken sich im Notfall automatisch auf die Schiene ab. Foto: GSCHWÄTZ

Jährliche Inspektion

Damit genau das nicht passiert, werden die Bahn und die technischen Einrichtungen jedes Jahr inspiziert. Zuständig ist hier nicht TÜV oder DEKRA, sondern das Landesbergamt in Freiburg. Diese eine Woche in den Sommerferien sie die einzige Ausfallzeit, die man bei der Künzelsauer Bergbahn verzeichne. In diesem Jahr ist der Betrieb allerdings für zwei Wochen unterbrochen: Alle 6 Jahre steht der Wechsel der Drehgestelle an – nach gut 200.000 Kilometern Fahrleistung pro Drehgestell ist das Vorschrift.

Alles geht Hand in Hand

Der Wechsel ist gut geplant: Die alten Drehgestelle werden gelöst, danach wird der Waggon mit einem Kran angehoben. Die alten Drehgestelle rollen einige Meter nach unten, bevor die neuen Drehgestelle, die bereits in der Bergstation auf der Schiene auf ihren Einsatz warten, unter den Waggon gefahren werden und der Waggon abgesenkt wird.

Der Waggon schwebt, das Drehgestell ist frei. Foto: GSCHWÄTZ

Das klingt einfach, erfordert aber einige Stunden Zeit – und eine gute Teamarbeit von Mitarbeitern der Stadt, den Mitarbeitern des Herstellers der Bergbahn, der Firma Doppelmayer Garaventa aus der Schweiz, und den Kranführern der Firma Fischer. Immerhin wiegt jedes Drehgestell 2 Tonnen und muß genau plaziert werden.

Hannes (l.) und Walter Fischer von der Fa. Fischer, in der Mitte Günter Kantenwein. Foto: GSCHWÄTZ

Die Drehgestelle werden beim Hersteller wieder aufgearbeitet und später irgendwo auf der Welt wieder in eine Anlage eingebaut. Kantenwein weiß zum Beispiel, dass in Künzelsau schon Drehgestelle gearbeitet haben, die vorher bei einer Bergbahn in Schottland eingebaut waren.

Angebot wird gut angenommen

Mehr als 3.000 Menschen wohnen inzwischen auf Taläcker. Kantenwein kennt seine Stammgäste, er sieht nicht nur Schüler:innen  und Berufstätige. Er sieht auch Menschen, die die Bahn einfach nutzen „um ein Stück Butter oder eine Hefe“ einzukaufen. Wie gut die Bergbahn von den Bürger:innen angenommen wird, zeigt eine Zahl, die Stadtkämmerer Ulrich Walter nennt: „Der durchschnittliche Kostendeckungsgrad der Bergbahn in den letzten 20 Jahren liegt bei 75 Prozent“ sagt er und ergänzt: „Das ist für ein öffentliches Personenverkehrsmittel sehr gut“.

Inspektion am 12. August 2021

Am 12. August 2021 wird das Bergamt die Abnahme vornehmen – dann darf die Bahn ein weiteres Jahr fahren. Ab Montag, den 15. August 2021, steht die Bahn wieder für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung, bis dahin ist ein Busersatzverkehr im Einsatz.

Text: Matthias Lauterer




Jetzt ist es amtlich, wer für den Haller und den Hohenloher Kreis an den Start geht

Öffentliche Bekanntmachung des Kreiswahlleiters des Wahlkreises 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe über die zugelassenen Kreiswahlvorschläge für die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am 26. September 2021

Auf Grund des § 26 Absatz 3 des Bundeswahlgesetzes (BWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Juli 1993 (BGBl. I S. 1288, 1594), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 3. Juni 2021 (BGBl. I S. 1482), in Verbindung mit § 38 der Bundeswahlordnung (BWO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. April 2002 (BGBl. I S. 1376), zuletzt geändert durch Artikel 10 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328), werden nachstehend die vom Kreiswahlausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am 30. Juli 2021 für den Wahlkreis 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe zugelassenen Kreiswahlvorschläge für die Wahl des 20. Deutschen Bundestags am 26. September 2021 in der Reihenfolge der entsprechenden Landesliste bekannt gemacht.

Die Reihenfolge und Nummerierung der Kreiswahlvorschläge ergibt sich aus § 30 Absatz 3 BWG. Die Bewerberinnen und Bewerber in den Kreiswahlvorschlägen sind nachstehend in der in § 36 Absatz 4 in Verbindung mit § 34 Absatz 1 Satz 2 BWO vorgeschriebenen Form
aufgeführt. Parteien, für die eine Landesliste, aber kein Kreiswahlvorschlag zugelassen ist, erhalten eine Leernummer.

Nr. 1: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Bewerber: Freiherr von Stetten, Christian Alexander
MdB, selbst. Kaufmann
geb. 1970 in Stuttgart
74653 Künzelsau, Burgallee 1

Nr. 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Bewerber: Leiser, Kevin
Lehrer
geb. 1993 in Crailsheim
74572 Blaufelden, Ostlandstraße 18

Nr. 3: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
Bewerber: Ebner, Harald
MdB, Dipl.-Agraringenieur
geb. 1964 in Göppingen
74592 Kirchberg an der Jagst, Poststraße 25

Nr. 4: Freie Demokratische Partei (FDP)
Bewerber: Abel, Valentin Christian
Vertriebsanalyst
geb. 1991 in Künzelsau
74214 Schöntal, Kapellenstraße 13

Nr. 5: Alternative für Deutschland (AfD)
Bewerber: Moll, Jens kfm. Leiter
geb. 1983 in Öhringen
74613 Öhringen, Uhlandstraße 32

Nr. 6: DIE LINKE (DIE LINKE)
Bewerber: Schiele, Cedric Nils Student
geb. 1997 in Schwäbisch Hall
74523 Schwäbisch Hall, Obere Herrngasse 15

Nr. 7: – – –

Nr. 8: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
Bewerber: Wetzel, Knud Erich
Selbständiger
geb. 1970 in Stuttgart
74572 Blaufelden, Landwehrstraße 12

Nr. 9: FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)
Bewerber: Braun, Jürgen Karlheinz
Betriebswirt
geb. 1955 in Öhringen
74629 Pfedelbach, Griet 2

Nr. 10: – – –

Nr. 11: Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP)
Bewerber: Zahn, Friedrich
Lehrer i. R.
geb. 1952 in Ansbach
74405 Gaildorf, Unterroter Straße 7

Nr. 12 bis Nr. 13: – – –

Nr. 14: Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
Bewerber: Maier, Karl Wilhelm
Lehrer i. R.
geb. 1947 in Schwäbisch Hall
74523 Schwäbisch Hall, Hopfengarten 3

Nr. 15: Basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis)
Bewerber: Rohrbach, Marcus Helmut
Physiotherapeut
geb. 1985 in Heilbronn
74564 Crailsheim, Maulacher Hauptstraße 65

Nr. 16 bis Nr. 24: – – –

Künzelsau, 5. August 2021
Der Kreiswahlleiter des Wahlkreises 268 Schwäbisch Hall – Hohenlohe

Dr. Matthias Neth




Stadtverwaltung sagt Neuwagenmarkt und Wert-Wies’n wegen steigender Inzidenz ab

Am 09. und 10. Oktober 2021 hätte in der Künzelsauer Hauptstraße der Neuwagenmarkt von der Stadtverwaltung Künzelsau, der Werbegemeinschaft, der Sparkasse Hohenlohekreis und den beteiligten Autohäusern stattfinden sollen. Jedoch lassen die Auflagen und die immer wieder wechselnden Inzidenzzahlen momentan eine verbindliche Planung des Marktes nicht zu. Die Veranstalter haben deshalb auch in Abstimmung mit den örtlichen Behörden entschieden, den Markt 2021 erneut abzusagen.

Auch das Künzelsauer Oktoberfest Wert-Wies’n der Stadtverwaltung Künzelsau, welches ebenfalls für dieses Wochenende geplant war, muss
leider abgesagt werden. Der verkaufsoffene Sonntag soll am 10. Oktober 2021 durchgeführt werden. Je nach aktueller Corona-Situation wird es kurzfristig dazu auch ein attraktives Alternativprogramm geben.




Krimi Dinner in Waldenburg

Engesser Marketing lädt am 15. Oktober 2021 zu einem humorvollen und mörderisch aufregenden Abend ein. Zum ,Das Kriminal Dinner‘. Das „NEUE Panoramahotel Waldenburg“ wird zum Schauplatz eines rätselhaften Mordfalls. Der kauzige Hauptkommissar Schröder wird mit Witz und Verstand versuchen den Mörder zu entlarven. Während fleißig ermittelt wird, wird Ihnen ein exklusives 3-Gänge-Menü serviert.

An seinem Geburtstag wird der Hauptkommissar an einen Tatort gerufen und gerät dort selbst in große Gefahr. Zum Glück kann sein neuer Kollege Pit Zimmermann ihm zur Hilfe kommen und das Schlimmste verhindern. Der inkompetente Chef der beiden und die Spurensicherung erschweren allerdings zusätzlich das Leben des Hauptkommissars und sorgen für einige Lacher beim Publikum.

Zu allem Überfluss verschwindet dann auch noch Susi. Doch wer ist eigentlich Susi?

Das dürfen die Zuschauer im „NEUEN Panoramahotel Waldenburg“ herausfinden. Ein Abend voller Spaß und Unterhaltung erwartet die Gäste, die mit einem leckeren 3-Gänge-Menü verwöhnt werden, das den Abend perfekt abrundet.

Los geht’s mit Nervenkitzel und Genuss beim Kriminal Dinner um 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr.

Eintrittskarten gibt es ab € 84,90 an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet unter www.das-kriminal-dinner.de sowie telefonisch unter der Tickethotline 01805-55 00 55 (0,14 €/min aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 €/min Mobil). Geschenkgutscheine erhältlich unter https://www.das-kriminal-dinner.de/gutschein/

www.das-kriminal-dinner.de

 

 

 

 

 

 




Dreitägiges Festival auf den Wertwiesen im August

Die Firma Schlaraffenklang Events organisiert für den 27. bis 29. August 2021 auf den Wertwiesen in Künzelsau ein Musikfestival, das aus drei einzelnen Veranstaltungen besteht.

Das finale Programm sieht folgendermaßen aus:

Freitag, den 27. August 2021 – Schlaraffenklang presents Mausio von 19:45 Uhr – 01:30 Uhr (Einlass 18:45 Uhr)

Samstag, den 28. August 2021 – 80er/90er Party von 21 Uhr – 02:30 Uhr (Einlass 20 Uhr)

Sonntag, den 29. August 2021 – Schlaraffenklang presents Felix Jaehn von 15 Uhr – 22 Uhr (Einlass 14 Uhr)

Verkauft werden Tanzquadrate

Verkauft werden Tanzquadrate (4 x 4 Meter), in denen bis zu fünf Personen Platz haben. Diese sind mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, man darf aber auch darin tanzen. Außerhalb des Quadrats herrscht Maskenpflicht und Abstandsregeln sind einzuhalten. Zutritt erhalten nur Personen, die entweder geimpft, getestet oder genesen sind. Für alles wird ein Nachweis benötigt.

Künstler

Am Freitag startet Mausio. Er ist laut dem Veranstalter ein angesagter Künstler im Bereich Future Techno. Mit einem Plattenvertrag bei Warner Music und Auftritten in ganz Europa ist der Begriff Mausio vor allem bei einer Altersgruppe von 16 bis 20 Jahren ein steter Begriff. Am

Samstag geht es zurück in die 80er und 90er Jahre. Marco und Ole aus Würzburg präsentieren die besten Hits der vergangenen Jahrzehnte. Spider Murphy Gang, Nirvana, Mr. President, Cyndi Lauper, Dr. Alban, Green Day, Backstreet Boys und viele mehr werden an dem Abend über den Wertwiesen erklingen und zum Tanzen und Mitsingen aktivieren.

Felix Jaehn wird am Sonntag dann auf den Wertwiesen in Künzelsau auflegen. Er ist neben Robin Schulz und Paul Kalkbrenner einer der erfolgreichsten DJs Deutschlands. Mit Hits wie Bonfire, Close your eyes, hot 2 touch und vielen Weiteren Songs ist er Stammgast in den deutschen Charts.

Als B-Headliner wurde zudem Fabian Farrel verpflichtet. Der gebürtige Krefelder ist aus der Festival-Szene seit mehreren Jahren nicht mehr wegzudenken. Zudem hatte err ach als Producer mit „Against the Rest“ seinen großen Durchbruch. Auch Edgaar wird auf der Bühne ein Set zum besten geben. Der Osnabrücker wird in der heimischen Presse schon als „neuer Robin Schulz“ gefeiert. Im Oktober kommt seine erste Single auf dem deutschlandweit bekannten Musiklabel Kontor heraus. Support: DomAir, Emencee & Ole Bott, DJ Cosmin

Vorverkauf

Der Vorverkauf startet vermutlich am Freitag, den 06.08.2021 (unter Vorbehalt). es ist nur der Kauf von jeweils 1 Tanzquadrat möglich (um einen Schwarzmarkt zu verhindern). Für Essen und Getränke ist vor Ort gesorgt. Es dürfen keine eigenen Speisen und Getränke mitgebracht werden. Abendkasse besteht nur, wenn noch Tickets über bleiben. Es werden erst einmal 500 Tickets verkauft, sollte der inzidenz Weitere Zuschauer möglich machen, wird es nochmals eine 2. Verkaufsrunde geben.

Preise fürs Quadrat (maximal 5 Personen)

Freitag: Schlaraffenklang presents Mausio, 1. – 3. Reihe 65 Euro pro Quadrat, ab 4. Reihe 50 Euro das Quadrat

Samstag: 80er/90er Party, 35 Euro das Quadrat

Sonntag: Schlaraffenklang presents Felix Jaehn, 1. – 3. Reihe 200 euro pro Quadrat, ab 4. Reihe 175 Euro das Quadrat

die Tickets kann man unter den folgenden Links kaufen:

 

Freitag Schlaraffenklang presents Mausio: https://schlaraffenklang-festival.ticket.io/60kjz9b9/?fbclid=IwAR2tald_Zcw9IBfISbHkKKJUyI16MQv7lyL7DN-accSI3CC1RJQ5j7hOCyk

 

Samstag: 80er/90er Party: https://schlaraffenklang-festival.ticket.io/mfdu6y92/?fbclid=IwAR2YJY2Fq0zqFt2c5uj3_rQlBovof9qBS9lUvCa_3H2FZBiZA3Ha4vHBINo

 

Sonntag, Schlaraffenklang presents Felix Jaehn: https://schlaraffenklang-festival.ticket.io/2tumpaw4/?fbclid=IwAR0ITexrgE3k_dpMXEJFMLVpB86LST79kwV8vgn_XPKWP36bJcdB-geZqmM

Flyer Festival in Künzelsau im August 2021. Quelle: Veranstalter

 

 




Durchsuchungen wegen kinderpornografischen Bild- und Videomaterials

Das Polizeipräsidium Heilbronn hat am Dienstag, den 03. August 2021, in einer groß angelegten Aktion 33 Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten in insgesamt drei Landkreisen durchgeführt. Dabei waren über 80 Kräfte der Kriminal- und Schutzpolizei sowie des Polizeipräsidiums Einsatz eingesetzt. In mehreren Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaften Mosbach, Heilbronn und Ellwangen wurden 42 Personen identifiziert, die beschuldigt werden, sich oder Dritten kinderpornografisches Material verschafft zu haben.

Wohnungen durchsucht

Bei zehn Personen aus dem Raum Neckar-Odenwald-Kreis sowie 23 weiteren Personen aus dem Raum Main-Tauber-Kreis (je 13) und Hohenlohekreis (je zehn) haben die Einsatzkräfte zahlreiche Wohnungen durchsucht und Beweismittel gesichert, wobei es sich überwiegend um Smartphones, Computer und Speichermedien handelt. Die Datenträger müssen nun ausgewertet werden, die Ermittlungen dauern weiter an. Neun Beschuldigte wurden nicht angetroffen, diese Durchsuchungen werden zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.

Sonderermittlungsgruppe

Zur Bekämpfung des Deliktbereichs Kinder- und Jugendpornografie hat die Kriminalpolizei in Heilbronn im Frühjahr dieses Jahres eigens die 13-köpfige Ermittlungsgruppe „EG Hydra“ eingerichtet, die aus Kräften der Kriminalpolizei und der Schutzpolizei besteht. Diese hat sich seit ihrer Gründung bereits mit über 350 Fällen befasst und schon mehr als 80 Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen.

Auch der Besitz ist strafbar

Über verschiedenste Messenger-Dienste wie WhatsApp und Co. werden täglich unzählige Nachrichten verschickt. Vor allem in sogenannten Chatgruppen werden dabei immer wieder kinder- und jugendpornografische Inhalte ausgetauscht und diese mit einem großen Personenkreis geteilt. Hierbei machen sich nicht nur die Versender der Bilder oder Videos strafbar, sondern auch diejenigen Personen, die in solchen Gruppen lediglich in den Besitz verbotener Dateien kommen, wenngleich sie selbst nicht aktiv an der Verbreitung beteiligt waren. Als Tatverdächtige sind hierbei auch Jugendliche und Kinder im Visier der Ermittler, die sich die verstörenden Inhalte gegenseitig zusenden oder in den genannten Chatgruppen verteilen.

Vielfältige Möglichkeiten zur Weitergabe

Beim ungewolltem Erhalt einer kinderpornografischen Datei wird dringend empfohlen, sich in einem Chat oder einer Chatgruppe ernsthaft von der Datei zu distanzieren und den Chatverlauf mit dem Versender zu beenden. Damit kann gezeigt werden, dass der Besitzwille an diesen Inhalten nicht vorhanden ist. Die Messenger-Dienste sind allerdings nicht das alleinige Verbreitungsmedium – soziale Netzwerke, E-Mail und das Internet im Allgemeinen bieten weitere vielfältige Möglichkeiten, sich illegal kinder- und jugendpornografisches Material zu verschaffen, es weiterzugeben oder zu erhalten.

Verbrechsntatbestand seit 01. Juli 2021

Die Verbreitung, der Erwerb sowie der Besitz von kinderpornografischen Inhalten stellt seit dem 01. Juli 2021 einen Verbrechenstatbestand dar. Das heißt, dass Personen, die einen der Tatbestände des Paragrafen 184b StGB erfüllt haben, mit einer Freiheitsstrafe vom einem bis zu zehn Jahren, im Falle mehrerer Verstöße sogar bis zu 15 Jahren rechnen müssen.

Verstärkte aufklären und sensibilisieren

Die Polizei setzt bei der Bekämpfung dieses Handlungsfeldes nicht nur auf Ermittlungen zur Strafverfolgung, sondern versucht, zusammen mit ihren Partnern diesen Delikten verstärkt mit Prävention durch Aufklärung und die Sensibilisierung für das Thema zu begegnen. Beim Verdacht auf Kinder- oder Jugendpornografie sollte sich jeder frühzeitig an seine örtliche Polizeidienststelle wenden und in jedem Fall auf eigene Recherchen verzichten.

Informationen

Nähere Informationen dazu finden sich auf der Internetseite www.polizei-beratung.de (Themen & Tipps / Sexualdelikte / Kinderpornografie). Dort sind weitere Verhaltenshinweise beim Verdacht auf kinderpornografische Inhalte beschrieben.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Die Pandemie hat den Kultur- und Veranstaltungsbereich verändert“

David König ist seit dem 01. Januar 2021 Leiter des Sachgebietes Kultur und Veranstaltungen der Stadt Öhringen. Damit trat er die Nachfolge von Ingrid Sterzer an, die in den Ruhestand verabschiedet wurde, teilt die Stadtverwaltung Öhringen mit. Der 36-jährige Bretzfelder war seit 2012 Tourismus- und Marketingleiter auf Schloss Langenburg. Seinen Bachelorabschluss in BWL und Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement machte er 2012 bei der Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau. Zuvor hat er als ausgebildeter Veranstaltungskaufmann Erfahrungen im Veranstaltungsmanagement gesammelt.

Organisation der wichtigsten kulturellen Aktivitäten

Nun verantwortet David König die KULTURa, Stadtbücherei, Volkshochschule, Jugendmusikschule und die städtischen Museen. Mit seinem zweiköpfigen Team organisiert er die wichtigsten kulturellen Aktivitäten der Großen Kreisstadt Öhringen – zum Beispiel das Hohenloher Weindorf, das Genießerdorf und den Öhringer Weihnachtsmarkt. Nun verantwortet er die KULTURa, Stadtbücherei, Volkshochschule, Jugendmusikschule und die städtischen Museen. Mit seinem zweiköpfigen Team organisiert er die wichtigsten kulturellen Aktivitäten der Großen Kreisstadt Öhringen, wie z. B. das Hohenloher Weindorf, das Genießerdorf und den Öhringer Weihnachtsmarkt. Im Sommerinterview zieht er Bilanz aus der ersten Jahreshälfte und gibt einen Ausblick auf die kommenden Projekte. Das Interview wurde uns von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt.

Hohenloher mit Leib und Seele

Stadtverwaltung Öhringen: Herr König, was gefällt Ihnen an Öhringen, was macht Öhringen aus?

David König: Ich bin Hohenloher mit Leib und Seele, hier bin ich zu Hause, Hohenlohe ist meine Heimat. Öhringen als ehemalige Residenzstadt bietet uns gewachsene Kultur. Die historische Innenstadt in Verbindung mit dem einmaligen und großzügigen Ambiente im Hofgarten sind wichtige Alleinstellungsmerkmale. Besonders schön ist die kreative Vielfalt, die sich in unseren Vereinen sowie Kunst- und Kulturschaffenden spiegelt. All diese positiven Aspekte bündeln wir in tollen Events.

Stadtverwaltung Öhringen: Wie war Ihr Einstieg in die Arbeit bei der Stadt? Wie sind Sie aufgenommen worden?

König: Corona hat erstmal alles überschattet. Ich musste die Lage sondieren, alle Einrichtungen und die Menschen dahinter kennenlernen. Es ist auch immer eine Umstellung, wenn man von der Privatwirtschaft in den öffentlichen Dienst wechselt. Vieles ist streng reguliert. Aber ich bin sehr schnell aufgenommen und in die Projektarbeit mit einbezogen worden. Zudem habe ich ein kleines aber sehr engagiertes Team, welches mich von Anfang an mit vollem Einsatz unterstützt hat.

„Die Interaktion ist das, was Kultur ausmacht“

Stadtverwaltung Öhringen: Welche Projekte konnten in der ersten Jahreshälfte angeschoben werden?

König: Wichtig war die Koordination in den jeweiligen Einrichtungen. Kann die Saison in der KULTURa vorausschauend geplant werden? Können Kurse in der Volkshochschule angeboten werden und wenn ja, welche? Unter welchen Bedingungen und wann kann das Weygang-Museum wiedereröffnen? Lesebrücke oder „Click & Meet“ in der Stadtbücherei? Wie läuft der Online-Unterricht in der Jugendmusikschule? Nicht alles ist online machbar und lassen Sie uns ehrlich sein: Orchesterproben oder Sprachkurse sind in einer Gemeinschaft, live und in Farbe, doch viel schöner! Die Interaktion ist das was Kultur und Bildung ausmacht. Besonders intensiv wurde an Veranstaltungskonzepten gearbeitet. Die Kernfrage war dabei immer: Ist es möglich, die Konzepte den Bedingungen anzupassen, oder muss verschoben werden.

„Absagen waren besonders schmerzhaft“

Stadtverwaltung: Und was war besonders herausfordernd? Wo liegen die Schwierigkeiten, auch ohne Corona?

König: Zuerst war es besonders schmerzvoll, solche Publikumslieblinge wie das Genießerdorf oder Hohenloher Weindorf absagen zu müssen. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht weniger kreative oder spannende Alternativen, die sich im Rahmen bewegen, überlegt hätten. So kam zum Beispiel die „Wein Freude Hohenlohe“ zustande – eine dezentrale Alternative für unser Weindorf. Dafür haben wir, gemeinsam mit der Weindorfgemeinschaft, ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Die Region in und um Öhringen hat die besten Voraussetzungen – ob auf den Weingütern oder in den Weinbergen, der Hohenloher Wein schmeckt einfach. In einem Flyer sammelten wir die kreativen Ideen und die Weindorfgemeinschaft lud so zum Erkunden der (Wein-) Kulturlandschaft Hohenlohe ein, zeigte ihren Unternehmergeist und die Leidenschaft für ihre Arbeit und unsere Heimat. Die Besucher haben es uns gedankt und die Aktion war durchweg ein voller Erfolg. Natürlich wollen wir im kommenden Jahr das 25. Jubiläum des Hohenloher Weindorfes wieder gemeinsam in Öhringen feiern.

Mit einem neuen Projekt Künstlern eine Plattform bieten

Stadtverwaltung: Was haben Sie in den ersten sechs Monaten bereits erreichen können erreicht? Worauf sind Sie besonders stolz?

König: Besonders stolz bin ich auf das neue Projekt „Kultur passiert“. Dabei wird ab dem 07. August bis Mitte September Öhringen alle zwei Wochen an den Wochenenden zu einer Pop-up-Bühne. Was genau passiert, wird nicht verraten, denn der Überraschungseffekt spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein kleines Video auf dem städtischen YouTube-Kanal erläutert die Aktion. Mit dem Projekt bieten wir Künstlern, Kreativen und Kulturschaffenden aus der Region eine Plattform. Sie hatten in den letzten Monaten sehr viele Einbußen zu verkraften. Das Projekt soll zudem die Attraktivität der Öhringer-Kulisse für Besucher aus nah und fern erlebbar machen und natürlich auch einen Imageeffekt für die Stadt bewirken. Ich bin mir sicher: Auch kleine Aktionen und Events können in dieser schwierigen Zeit zu einem Leuchtturmsymbol werden.

„Öhringens ländliche Lage ist ein enormer Vorteil“

Stadtverwaltung: Wie hat Corona den Kulturbereich verändert?

König: Es ist klar, dass die Pandemie den Kultur- und Veranstaltungsbereich verändert hat. Das Wichtigste, das Live-Publikum, blieb ja weg. Dass die Kultur, teilweise kostenlos und mithilfe von Livestreams, in die Wohnzimmer gekommen ist, war ein großer Schritt. Der Zugang zu Kultur und sonst schwer zugänglichen ausländischen Formaten, wurde durch das niederschwellige digitale Angebot einfacher. Dennoch waren die finanziellen Einbußen gravierend. Und Bühnendarstellende brauchen den direkten Draht zum Publikum. Die Interaktion, das gegenseitige Spüren, und natürlich auch das Ambiente, sind für ein gelungenes Programm oder Veranstaltungen wichtig. Die ländliche Lage von Öhringen ist für die Outdoor-Veranstaltungsplanung ein enormer Vorteil. Das durch die LAGA 2016 erschlossene Gelände bietet einen idyllischen Rahmen für das Kunstwerk Kultur. Diese Vorteile müssen jetzt genutzt und in die Planung mit einbezogen werden. Mobile Konzepte, bei denen sich das Publikum mit den Künstlern mitbewegt, Guerilla-Aktionen oder aber auch eine Ausweitung des Areals bei Veranstaltungen mit hohem Publikumsverkehr, werden vermehrt im Vordergrund stehen. Indoor sieht es da natürlich wieder anders aus. Abstands- und Hygieneregeln müssen ja weiterhin beachtet werden. Das bedeutet eine enorme Einschränkung und Aufwand für die Veranstaltungen und Einrichtungen. Wir merken allerdings schon, dass die Rahmenbedingungen in diesem Bereich immer klarer sind, und wir in diesem Rahmen gut agieren können. So kann sich Kreativität wieder frei entfalten.

Wichtige Rolle im Leitbild der Stadt

Stadtverwaltung: Wie unterstützt die Stadt Öhringen den Kulturbereich?

König: Öhringen ist sehr offen für neue Ideen und ist sich der Identitätsfunktion von kulturellen Ereignissen oder der Kultur im Allgemeinen bewusst. Auch die Förderung und die Vermittlung der Kultur spielt eine wichtige Rolle im Leitbild der Stadt. Jugendmusikschule, Volkshochschule, Stadtbücherei tragen dazu bei, ein Angebot für alle Altersschichten zu bieten. Im Verbund werden Aktionen und Veranstaltungen geplant. Auch die Umwegrentabilität durch kulturelle Events und Kulturarbeit zeigt, dass es sich lohnt, in eine abwechslungsreiche Kultur zu investieren. So sind Stadtentwicklung, Wirtschaft und der Kulturbereich nahe beieinander.

„Die Öhringer sind offen und kreativ“

Stadtverwaltung: Was macht die Öhringer Kulturszene besonders aus?

König: Es gibt unzählige Vereine, Künstler und Kreative in Öhringen. Man kennt sich, schätzt sich und ist stolz auf seine Kultur. Natürlich spielt nicht nur die Hohenloher Kultur, sondern auch die interkulturelle Gemeinschaft eine Rolle. Es ist schön zu sehen, wie sich die Kulturszene gegenseitig unterstützt und Hoffnung macht. Und es freut mich, wenn wir dazu beitragen können, den Austausch zu fördern. Der kommunikative Aspekt in der Kulturarbeit macht mir besonders Spaß und man spürt, dass die Öhringer offen und kreativ sind und das Netzwerk funktioniert. Natürlich steht die Unterstützung der Kunst- und Kulturbranche für mich an vorderster Stelle.

„Es sollte wieder möglich sein, dass alle Altersgruppen ohne Einschränkungen Kunst und Kultur genießen können“

Stadtverwaltung: Wo sehen Sie die Öhringer Kultur in einem Jahr?

König: In einem Jahr sind die Konzepte so weit entwickelt, dass auch wieder gesellige Veranstaltungen möglich sind. Auch die politischen Rahmenbedingungen sind gelegt. Es sollte wieder möglich sein, dass alle Altersgruppen ohne Einschränkungen Kunst und Kultur genießen können – und das nicht nur online.

Stadtverwaltung: Was sind Ihre persönlichen Ziele?

König: Die Diversität der Öhringer Kunst- und Kulturszene aufrechtzuerhalten, mitzugestalten und das Bewusstsein für Kunst und Kultur zu stärken. Kurzfristig gesehen bin ich glücklich, wenn die ersten größeren Veranstaltungen erfolgreich umgesetzt wurden und wir Perspektiven bieten können. Ich bin mir sicher, dass die Zukunft eine bunte Veranstaltungspalette bereithält. Ideen und kreative Köpfe gibt es genügend.

Interview: Stadtverwaltung Öhringen

 




Öhringer Tiergehege ist wieder offen

Das Tiergehege hat an den Wochenenden wieder geöffnet, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Zeiten sind samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes betreuen die LAGA-Freunde diese Öffnungstage. Es dürfen maximal zehn Personen in das Gehege.

Mindestabstand beachten

Es muss ein Mindestabstand zwischen den Gruppen von 1,5 Metern eingehalten werden. Außerdem ist in den Wartebereichen darauf zu achten, dass keine großen Menschenansammlungen ohne Abstand entstehen. Es gilt eine „Einbahnstraßenregelung“ mit nur einer Laufrichtung. Wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss eine Maske getragen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

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Leben am Straßenrand erhalten

Auf Initiative des Landschaftserhaltungsverbands Hohenlohekreis (LEV) erprobt die Straßenmeisterei Künzelsau in einem zweijährigen Projekt ökologisch orientierte Pflegemaßnahmen auf zwei Strecken, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Damit könnten wichtige Erfahrungen gemacht und mögliche Zielkonflikte – vor allem im Hinblick auf mögliche Problemkräuter – identifiziert werden. Neben dem LEV und der Straßenmeisterei ist auch das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises beteiligt, sodass neben Naturschutzaspekten und der Verkehrssicherung auch die Interessen der Landwirtschaft bedacht werden können.

Es wird nur eine Seite gemäht

Auf der Probestrecke entlang der Landstraße 1020 zwischen Ailringen und der Kreisgrenze hinter Hollenbach (Einmündung B 290) wird im straßenfernen, sogenannten Extensivbereich dieses Jahr lediglich einseitig gemäht, sodass ein einseitiger Altgrasstreifen „überjährig“ bis ins kommende Frühjahr stehen bleibt. Auf der zweiten Probestrecke entlang der Landstraße 515 zwischen Stachenhausen und Altkrautheim wird analog verfahren.

Verlust von Lebensräumen

Ohne Straßen ist Mobilität für uns Menschen kaum vorstellbar. Vielen Tier- und Pflanzenarten fehlt eben diese Mobilität in der Landschaft. In Teillebensräumen treffen sich viele Tierarten zur Paarung, sie brauchen Räume zur Versorgung mit Nahrung, Nistmöglichkeiten oder auch Platz zur Vernetzung zwischen verschiedenen Populationen ihrer Arten. Seit Jahrzehnten beobachten Experten, dass „grüne Infrastruktur“ durch Barrieren wie Straßen, Siedlungen oder intensiv bewirtschaftete Wiesen und Äcker, aber auch durch den Wegfall von Saum-Biotopen wie Wegrainen oder Hecken stark rückläufig ist. Der Verlust dieser Lebensräume zeichnet sich in einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt ab. Um diesem entgegenzuwirken, ist die Entwicklung einer Infrastruktur für Tier- und Pflanzenarten notwendig, um den Verbund von Lebensräumen zu erhalten und neu entstehen zu lassen.

Gutes Entwicklungspotenzial

Hierbei können Straßen mit ihrem begleitenden Grün (Straßenbegleitgrün) einen wichtigen Baustein liefern, wenn an diesen Flächen eine ökologisch orientierte Pflege etabliert wird. Straßenbegleitgrün kann wertvolle Räume für die Fortpflanzung und Überdauerung von Insekten und ihrer Brut liefern und auch Deckung und Nahrung für zahlreiche Tiere bieten. Entlang der Probestrecken wurden bereits abschnittweise typische Pflanzenarten magerer Wiesen entdeckt, welche das gute örtliche Entwicklungspotenzial widerspiegeln.

Verzehr von Jakobskreuzkraut kann zum Tod führen

Wegen seiner Lebergifte (Pyrrolizidinalkaloide) wird im Untersuchungsbereich ein besonderes Augenmerk auf das Jakobskreuzkraut (Jacobaea vulgaris) gelegt. Zwar ist das zweijährige Kraut eine wertvolle Lebensraum-, Pollen- und Futterpflanze, jedoch breitet es sich auch auf anliegende Wiesen- und Weideflächen aus. Wird das Jakobskreuzkraut von den Tieren gefressen, kann dies zu schweren Krankheiten oder auch zum Tod führen. Aus diesem Grund muss Jakobskreuzkraut in der Nähe von Wiesen und Weiden erkannt und möglichst früh konsequent entfernt werden. Bei der Bekämpfung kommt es sehr häufig zu Verwechslungen mit anderen gelb blühenden Kräutern, wie anderen Kreuzkräutern – welche in der Regel nicht problematisch sind – oder weiteren Korbblütlern, wie dem Wiesen-Pippau (Crepis biennis) oder dem Johanniskraut (Hypericum perforatum).

Verbreitung wird verhindert

Ebenso wird auch ein besonderes Augenmerk auf den Stumpfblättrigen und den Krausen Ampfer (Rumex obtusifolius/Rumex crispus) gelegt. Diese Arten sind besonders konkurrenzstark und zeigen hohes Vermehrungspotenzial. Hier muss verhindert werden, dass es durch die Maßnahmen zu einer Verbreitung kommt.

Problematische Acker-Kratzdistel

Die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) wird ebenfalls berücksichtigt, da sie aus landwirtschaftlicher Perspektive problematisch ist. Andere Disteln, welche von der Blütenfarbe her nicht ins Violette, sondern ins Purpurne gehen, sind in der Regel weniger problematisch und auch aus ökologischer Perspektive wertvoll und erhaltenswert.

Intensivbereich werden frei gehalten

Neben den wichtigen ökologischen Funktionen von Straßenbegleitgrün müssen weitere zentrale Aspekte durch die Straßenmeistereien berücksichtigt werden: Verkehrszeichen, Pfosten und Leitplanken müssen für einen sicheren Verkehr freigehalten werden. Hierzu werden Bankette und Flächen, welche möglicherweise die Sicht der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen, je nach Gegebenheiten ein- bis dreimal jährlich gemulcht. Außerdem müssen Gräben und Drainagen für einen sicheren Verkehr freigehalten werden, sodass der Abfluss auch bei Starkregen gewährleistet ist. Diese Bereiche werden wegen der Notwendigkeit einer intensiven Pflege als Intensivbereich bezeichnet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

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