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Hohenlohe Plus Podcast mit Sudabeh Mohafez

Zu Gast beim Hohenlohe Plus Podcast ist diesmal Sudabeh Mohafez. Sie ist Schriftstellerin, Pädagogin und engagiert sich unter anderem im Krebsverein Schwäbisch Hall e.V. Zuhause war sie schon an vielen Orten in der Welt, seit 2018 lebt sie in Schwäbisch Hall. Hier
lässt sie sich, wie sie selbst sagt, von ihrem Lebensweg aus großer Entfremdung zurück ins Glück und in die Entspannung führen.

Im Podcast berichtet die Autorin, wie sie die Inspiration findet, um diverse literarische Gattungen zu bedienen, und was für sie das Leben im ländlichen Raum bedeutet. Des Weiteren erzählt sie darüber, wie sie die Arbeit in der Krebsberatungsstelle in Hall erfüllt.

Der Hohenlohe Plus Podcast steht auf der Webseite des Vereins und auf den gängigen Podcast-Kanälen wie Amazon, Apple und Spotify zum Hören bereit. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage https://www.hohenlohe.plus/ oder per E-Mail unter info@hohenlohe.plus.

Quelle: Pressemitteilung von Hohenlohe Plus e.V.

 




VHS-Leiterin Sabine Leopold verlässt Öhringen

Sabine Leopold, die acht Jahre lang die Volkshochschule (VHS) Öhringen geleitet hat, verabschiedet sich aus der Großen Kreisstadt, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Nachfolgerin Frauke Dowerk übernahm zum 01. August 2021 die Leitung der VHS Öhringen. In der Übergangszeit hatte David König, Sachgebietsleiter für Kultur und Veranstaltungen, in Zusammenarbeit mit Eva Rubitschek das Team der VHS geleitet.

Rückblickend auf die acht Jahre erinnert sich die ehemalige VHS-Leiterin besonders gern an die Mitwirkung bei der Landesgartenschau in Form einer Veranstaltungsreihe und eines kulturellen Events – dies sei einmalig für Öhringen aber auch für die VHS gewesen. Spannend fand sie auch die Entwicklung des Integrationskursbereichs. Die VHS hat inzwischen auch die Trägerzulassung für Berufssprachkurse, die bis zu einem Sprachlevel in B2 oder C1 führen.

Eine große räumliche Veränderung sei außerdem der Auszug aus dem KUBIZ gewesen. Hier habe die VHS mehrere Räume aufgeben müssen. Sie habe jetzt aber auch neue Räume – beispielsweise im Hoftheater drei Seminarräume und im VHS-Gesundheitszentrum in der Austraße die gesamte erste Etage mit kleinen Seminarräumen und mittlerweile zwei Bewegungsräumen. Außerdem kam in den Jahren, als die 41-Jährige Leiterin der Öhringer VHS war, mit Bretzfeld eine vierte Außenstelle hinzu.

 

Bild: privat

 




„Wir haben keinen Dreck am Stecken“

Dieses  Bild nutzt Christian Neudeck, Projektentwickler bei der activ-group aus Schemmerhofen und dort verantwortlich für das Projekt „An der Stadtmauer“ in Künzelsau, in einem GSCHWÄTZ-Telefoninterview, wenn er die Rolle seines Unternehmens beim Skandal um den belasteten Aushub auf dem PEKA-Gelände beschreibt.

Altlastenfrei erworben

„Wir kaufen immer altlastenfrei“, bestätigt er die Vertragsinhalte, die auch Bürgermeister Neumann im Gemeinderat beschrieben hat: Für eventuell doch vorhandene Altlasten sei bei seinen Projekten stets der Verkäufer verantwortlich, sagt Neudeck und ergänzt, „die activ-group ist außen vor“.  Über die Hintergründe der Lagerung der Altlasten weiß er nichts – sein Unternehmen sei im fraglichen Zeitraum an den Planungen und Arbeiten für das PEKA-Areal nicht beteiligt gewesen. Er berichtet, dass die activ-group zwar ursprünglich mit der Entwicklungsarbeit begonnen hatte, aber mit dem plötzlichen Auftauchen eines anderen Investors, der dann auch den Zuschlag bekommen hat, habe man das Projekt erstmal nicht weiterverfolgt.

Zeitplan kann voraussichtlich eingehalten werden

Für Neudeck ist wichtig, dass die Zeitplanung des Projekts nicht gefährdet ist: Das Entsorgungskonzept sei der Stadt vor Ostern übergeben worden und die Stadt habe sehr schnell reagiert. Daher rechnet er nicht mit weiteren Verzögerungen. Erste Verzögerungen gab es durch Leitungen, die nicht da lagen, wo sie hätten liegen sollen – dazu sagt Neudeck: „Ich bin immer froh, wenn der Boden drin ist und das Projekt nach oben wächst“, denn dann seien keine Überraschungen mehr zu erwarten.

Keine Belastung für die zu errichtenden Gebäude

Genauso wichtig ist ihm die Bestätigung, dass das kontaminierte Erdreich vollständig entfernt ist und das Gebäude daher auch nicht belastet sein wird – eine deutliche Aussage gegenüber den potenziellen Mietern oder Wohnungskäufern.
Auf welchen Deponien das Material jetzt liegt und wie viel und welche Schadstoffe abtransportiert wurden, dazu kann oder will er allerdings auch keine detaillierten Angaben machen.

Doch nicht so gefährlich wie ursprünglich angenommen?

Immerhin scheint zumindest ein Teil des Aushubmaterials nicht so gefährlich zu sein, wie ursprünglich befürchtet: Laut Neudeck wurde die Anforderung für diesen Teil des Materials inzwischen von Deponieklasse (DK) III auf Deponieklasse I herabgestuft: DK I bedeutet „Deponie für mäßig belastete (nicht gefährliche) Abfälle“, wogegen DK III „Deponie für gefährliche Abfälle“ bedeutet. Deponien der DK III  benötigen erhebliche Sicherheitsmaßnahmen, damit keine Schadstoffe ins Erdreich, das Grundwasser oder in die Luft gelangen können. Das hessische Umweltministerium beschreibt die Anforderungen für die DK III:

Standorte Deponien in BW, Stand 2016 (Umweltdaten 2018)

Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, ein Basis- und Oberflächenabdichtungssystem, ein Dichtungskontrollsystem für die Deponieoberfläche sowie eine geregelte Entwässerung (Sickerwasser- und Oberflächenwasserfassung und -ableitung) sind erforderlich. Die Abdichtungen an der Basis und der Oberfläche der Deponie müssen aus 2 Abdichtungskomponenten bestehen. An der Deponiebasis muss die zweite Abdichtungskomponente eine Konvektionssperre (Kunststoffdichtungsbahn oder Asphaltdichtung) sein. Je nach Zusammensetzung und chemisch-biologischer Aktivität der abgelagerten Abfälle ist eine Fassung der Deponiegase erforderlich.

In ganz Baden-Württemberg gibt es nur eine einzige Deponie der Klasse DK III, in Billigheim im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Entsorgungskosten auf einer solchen Deponie der DK III sind naturgemäß deutlich höher als für die DK I – das ist vielleicht ein kleiner Lichtblick für die Künzelsauer Gemeinderäte, dass die Kosten doch weniger als die bisher  angesetzten 1,8 Millionen Euro betragen könnten.

Schadensminderungspflicht

Das gesamte Entsorgungskonzept hat der Generalunternehmer erstellt. Ob dieser mehrere Angebote eingeholt hat, kann Neudeck nicht sagen. Allerdings habe die activ-group auch ihrerseits die Kosten geprüft und man sei aufgrund eigener Erfahrungen zu dem Schluss gekommen: „Wir können das nicht billiger machen“.

Text: Matthias Lauterer

 




Landratsamt bemängelt: „Unzureichende Umleitungsbeschilderung“

Seit Montag, 02. August 2021, ist die B19 in Künzelsau wegen Straßenausbesserungsarbeiten gesperrt. Obwohl dies vom Landratsamt angekündigt war (GSCHWÄTZ berichtete), herrschte am Montagmorgen, den 02. August 2021, ein regelrechtes Verkehrschaos in Künzelsau. Der Rückstau ging bis Ingelfingen, selbst auf den Schleichwegen war kein Durchkommen: Am Zollstock standen die Fahrzeuge bis zum Kinderhaus, wegen der Ampelschaltung war auch dort nur stop&go-Verkehr möglich.

Beschilderung unzureichend

Das Landratsamt teilt auf GSCHWÄTZ-Anfrage mit: „Die angespannte Verkehrslage rund um die Baustelle an der B19 in Künzelsau am frühen Vormittag des 02.08.2021 war auf die unzureichende Umleitungsbeschilderung zurückzuführen. Die Verkehrssicherungsfirma hatte die drei im beigefügten Plan eingezeichneten Schilder nicht aufgestellt. Das hat dazu geführt, dass die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Gaisbach / Künzelsau, anstatt der Umleitung über die Würzburger Straße zu folgen, weiter auf der Bahnhofstraße geradeaus unterwegs waren und aufgrund der Baustelle an der B19 dann an der Mainzer Straße wenden mussten. Für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Belsenberg bzw. Ingelfingen war es durch das starke Verkehrsaufkommen auf der Bahnhofstraße schwierig, von der Würzburger Straße aus links abzubiegen.“

Polizei mußte den Verkehr regeln

Laut Auskunft des Landratsamts wurde der Verkehr vorübergehend von der Polizei geregelt, bevor die Straßenmeisterei Künzelsau eine entsprechende provisorische Beschilderung anbringen konnte.

Am Dienstagmorgen war die Situation schon bedeutend entspannter.

 

 




Ernteprojekt „Gelbes Band“ jetzt auch in Hohenlohe

Obstbäume, welche nicht abgeerntet werden, sind auch im Hohenlohekreis ein gewohntes Bild. Oft ist die Ernte aus Altersgründen zu beschwerlich und im direkten familiären Umfeld fehlt es womöglich an Zeit und Interesse, das Obst aufzulesen oder zu pflücken. Viele Bewirtschafter haben auch zu viel Obst und können nicht alles selbst verwerten. Seit einigen Jahren gibt es in mehreren Landkreisen daher das Ernteprojekt „Gelbes Band“ – und ab sofort auch im Hohenlohekreis, teilt das Landratsamt mit. Die Aktion kann dafür sorgen, dass Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen eine sinnvolle Verwertung finden und nicht verderben. Obst von heimischen Streuobstwiesen ist gesund und trägt durch kurze Wege zum Verbraucher auch zum Klimaschutz bei.

Ernte in haushaltsüblichen Mengen

Die Idee des Projekts ist, dass Obstwiesen-Besitzer, welche ihre Bäume nicht selbst abernten können, den entsprechenden Baum mit einem gelben Band markieren. Diese sind für die Allgemeinheit freigegeben und dürfen dann in haushaltsüblichen Mengen für den Eigenbedarf kostenlos abgeerntet werden.

Drei Regeln sind zu beachten

Beim Abernten von Bäumen, die mit dem gelben Band gekennzeichnet wurden, sind drei Regeln zu beachten:

  1. Es dürfen keine Äste abgebrochen oder Bäume beschädigt werden.
  2. Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt und müssen so wieder verlassen werden, wie sie angetroffen wurden.
  3. Das Abernten auf den fremden Grundstücken geschieht auf eigene Gefahr.

Information

Interessierte erhalten das gelbe Band bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, dem Landschaftserhaltungsverband, bei Fachwarten des Obst- und Gartenbauvereins und beim Landwirtschaftsamt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

#Hohenlohe #Ernte #GelbesBand

 

 

 




Gleichener Bürgerverein unterstützt die Feuerwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Der Ausschuss des Allgemeinen Bürgervereins Gleichen e.V. hat im Umlaufverfahren beschlossen, den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit einer Spende von 500 Euro zu unterstützen. Der Betrag soll mit der Tombola der nächsten Waldweihnacht finanziert werden.

Die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich tief betroffen von der Not an der Ahr und möchten deshalb direkte Hilfe leisten. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Nachahmer, die ebenfalls direkt für in Bad Neuenahr-Ahrweiler spenden wollen. Spendenkonto: Volksbank RheinAhrEifel eG Förderverein FFW Bad Neuenahr-Ahrweiler, Stichwort „Hilfe für Helfer“ IBAN DE19 5776 1591 0022 6317 00

Quelle: Pressemitteilung des Allgemeinen Bürgerverein Gleichen e.V.




„Sie schreit – doch keiner hört sie“

„Maria Galinova kommt aus Moldau. Sie ist in armen Verhältnissen aufgewachsen und konnte als Folge dessen nur wenige Jahre die Schule besuchen, weil sie schon früh damit anfangen musste, ihre Familie finanziell mit Gelegenheitsjobs zu unterstützen.“ Jessica Anderson von der Mitternachtsmission Heilbronn holt tief Luft, bevor sie fortfährt zu erzählen: „Übers Internet wurde Maria auf eine Stelle als Kellnerin in einem schön aussehenden Restaurant in Deutschland aufmerksam. Sie nimmt Kontakt auf und bewirbt sich. Die Organisation der Reise und des weiteren Prozesses übernimmt ihr Arbeitgeber. Maria wird direkt von Zuhause abgeholt und nach Deutschland gebracht. Kaum ins Auto eingestiegen, fordert der Fahrer Marias Ausweisdokumente mit der Begründung, dass er Probleme an der Grenze vermeiden und schon vorab alle Vorbereitungen für ihre Ankunft treffen wolle. Nur so könne er organisieren, dass sie ihre Arbeitspapiere schnell bekomme und direkt mit der Arbeit starten könne. Maria wundert sich ein wenig, dass sie auch an den Rastplätzen nicht allein aussteigen darf und permanent unter Beobachtung steht.“

Sie versucht zu fliehen – vergeblich

Doch Maria interveniert nicht. Die Freude über eine Zukunft in Deutschland und die Hoffnung, ihrer Familie endlich nachhaltig helfen zu können, sind zu groß. „In Deutschland angekommen, wird Maria schließlich noch ihr Handy abgenommen, sie wird in eine heruntergekommene Wohnung gebracht und in ein Kellerzimmer gebracht. Ehe sie sich versieht, wird die Türe hinter ihr abgeschlossen. Nun sitzt sie also in diesem Raum, in dem es nicht mehr als ein Bett gibt, und ist ganz allein. Nach einer gewissen Zeit tritt ein Mann ein. Nicht etwa, um ihr die Arbeit im Restaurant zu zeigen, oder sie dorthin zu bringen, der Mann bringt ihr schicke Kleidung und aufreizende Unterwäsche und macht ihr klar, dass sie bald Besuch empfangen wird, dem sie zur Verfügung zu stehen hat. Sie habe zu gehorchen – was auch immer, diese Männer von ihr wollten. Maria versteht. Sie versucht, zu widersprechen, sich zu wehren, sie versucht zu fliehen. Alles, was sie dafür erhält, sind Schläge. Solange, bis sie sich kaum mehr bewegen kann. Der erste Mann, der ihr Zimmer betritt, vergewaltigt sie. Viele weitere folgen. Immer und immer wieder versucht sie zu fliehen – doch die Türe bleibt verschlossen. Sie schreit – doch keiner hört sie.“

„Viele Schicksale entsprechen nicht dem Klischee“

Unter den 49 Teilnehmer:innen des von der Mitternachtsmission organisierten Info-Abends „Zwangsprostitution – ein Blick hinter die Kulissen der Stereotype“ macht sich betretenes Schweigen breit. Anderson fährt fort: „Wenn viele von uns die Worte ‚Menschenhandel‘ oder ‚Zwangsprostitution‘ hören, stehen uns oft genau solche Marias vor Augen, die verschleppt werden, ganz schlimme körperliche Gewalt erleben, eingesperrt sind. Frauen, die eigentlich keiner sieht. Und ja, so schlimm es ist, diese Schicksale sind real, solche Frauen gibt es wirklich, aber es gibt eben auch viele andere Schicksale, die nicht dem Klischee entsprechen. Gerade die Bereiche Zwangsprostitution und Menschenhandel sind von vielen Stereotypen geprägt.“

Die Hilfe ist anonym

Die Arbeit der Mitternachtsmission fuße, so Anderson, auf fünf Grundsätzen: Die Betreuungsangebote seien nicht staatlich, anonym, es werde auch eine muttersprachliche Beratung angeboten, die Mitarbeiter:innen stünden unter Schweigepflicht und es werde nichts gegen den Willen der Betroffenen unternommen. Außerdem sei die Mitternachtsmission sieben Tage die Woche 24 Stunden erreichbar und aufnahmebereit, landesweit zuständig und biete den Betroffenen, die das Hilfsangebot in Anspruch nehmen, dezentrale anonyme Schutzunterkünfte. Neben Aufnahme in Schutzunterkünften bietet die Mitternachtsmission Betroffenen Angebote zur Krisenintervention,  Seelsorge, Sozial- und Lebensberatung, Hilfe bei ganz praktischen Anliegen, wie beispielsweise dabei, Anträge auszufüllen, und stabilisierende sowie den Alltag strukturierende Angebote.

Die Dunkelziffer ist weitgehend unbekannt

Laut Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes gab es 2019 in Deutschland 287 Verfahren wegen Zwangsprostitution, an denen 427 Betroffene beteiligt waren. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um abgeschlossene Verfahren, also das Hellfeld der Polizei. Fachberatungsstellen sind sich einig, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Über die Dunkelziffer herrsche sogar eine „weitestgehende Unkenntnis“, wie Sara Huschmann von der Mitternachtsmission erklärt. „Das liegt an der Randgruppenproblematik, daran, dass Staatsanwaltschaften aufgrund höherer Erfolgschancen oft auf einfacher anzuwendende Straftatbestände ausweichen (zum Beispiel Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz) oder die Opfer aufgrund ihrer Traumata nicht in der Lage sind, auszusagen. Oftmals kommt es erst gar nicht zur Anzeige, also erscheint der Fall auch nicht in der polizeilichen Statistik. Somit ist bei den Zahlen, Menschenhandel und Zwangsprostitution betreffend, höchste Vorsicht geboten.“

350 Frauen suchten Hilfe

Im vergangenen Jahr haben sich nach Informationen des Arbeitskreises „Aktiv gegen Menschenhandel“ allein in Baden-Württemberg 350 Betroffene von Zwangsprostitution an Fachberatungsstellen gewandt.

Jeder kann etwas tun

Es gebe einige Dinge, die jeder von uns tun könne, um von Menschenhandel und Zwangsprostitution Betroffene zu unterstützen, erklärt Anderson. Dazu gehöre, sich fachliche Informationen einzuholen, für das Thema zu sensibilisieren und die Betroffenen nicht zu stigmatisieren. Außerdem liege die beste Unterstützung Betroffener vor allem darin, sie an eine Fachberatungsstelle zu vermitteln. Selbst aktiv werden könne jeder Interessierte, mit ehrenamtlichem und politischem Engagement, Spenden und Gebet.

Übersetzer:innen sind immer gesucht

Zum Thema „ehrenamtliches Engagement“: „Bei der Mitternachtsmission werden beispielsweise immer wieder Übersetzer:innen gesucht, die uns bei muttersprachlichen Beratungen unterstützen können“, so Anderson. Mit politischem Engagement sei gemeint, auch auf politischer Ebene „für die Bedürfnisse dieser Randgruppen zu sensibilisieren und ihre Anliegen sichtbar zu machen.“

Unter Telefon 07131/84 531 kann man sich direkt an die Mitternachtsmission wenden.

Text: Priscilla Dekorsi




22-Jähriger zeigt sein Geschlechtsteil auf Spielplatz

Am Samstagmittag, den 31. Juli 2021,  wollte eine 32-jährige Mutter mit ihren drei Kindern einen Spielplatz im Mühlweg in Forchtenberg besuchen. Hier fiel der 32-Jährigen ein junger Mann auf, der sich der Familie näherte und auf einer Bank Platz nahm. Während der Mann die Mutter mit ihren Kindern im Blick behielt, öffnete er seine Hose und zeigte sein Geschlechtsteil, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Familie verließ den Spielplatz und verständigte die Polizei. Im Rahmen einer sofortigen Fahndung durch mehrere Streifen des Polizeireviers Künzelsau konnte der 22-Jährige wenig später in Forchtenberg aufgegriffen und vorläufig festgenommen werde.

Die Ermittlungen dauern noch an.




#dranbleibenÖhringen – Öhringer Gemeiderat appelliert an die Bürger:innen, sich impfen zu lassen

Der Öhringer Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit einen Appell an die Bürgerschaft verabschiedet, sich impfen zu lassen.
Diesen Appell veröffentlichen wir hier in voller Länge:

 

Liebe Öhringerinnen und Öhringer,

das Impfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gemeinsam mit Ihrer Hilfe wollen wir es weiter kraftvoll voranbringen. Die Mehrheit des Gemeinderates der Großen Kreisstadt Öhringen wendet sich mit diesem Aufruf an die Bevölkerung, Vereine und Organisationen in unserer Stadt.

Machen Sie sich stark für’s Impfen, indem Sie

    1. …die Impf-Aktionen in Ihrem Freundeskreis, Bekanntenkreis, Netzwerk und bei Ihren Mitgliedern bekannt machen.
    2. …Ihr Netzwerk / Ihre Mitglieder dazu aufrufen ebenfalls aktiv zu werden z.B. dadurch sich impfen zu lassen, oder Menschen in Ihrem Umfeld zum Impfen aufzuklären.
    3. …selbst Aktionen zum Impfen planen und das Angebot erweitern. Informieren Sie die Landeskampagne unter www.dranbleiben-bw.de/impfaktionen zu der geplanten Aktion, sodass diese beworben werden kann.

Das Kreisimpfzentrum in Öhringen ist für diesen Kraftakt gewappnet. Wir bedanken uns bei all den Helferinnen und Helfern, die dort ihren Dienst an der Gesellschaft erbringen. 

Gemeinsam haben wir als Gesellschaft bei der Eindämmung der Corona-Pandemie viel erreicht – dafür bedanken wir uns als Gemeinderat bei den Öhringerinnen und Öhringern. Jetzt heißt es: #dranbleibenÖhringen.

Für die unterstützenden Fraktionen:

CDU-Fraktion, Roland Weissert
FWV-Fraktion: Prof. Dr. Otto Weidmann
LBÖ-Fraktion: Markus Hassler
SPD-Fraktion: Patrick Wegener
UNS/Grüne-Fraktion: Dieter Volkert

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Öhringen




„Jede und jeder Einzelne bringt uns voran!“ – Abschluss der Aktion „Geimpft in die Ferien“ in Künzelsau

Am Mittwoch, 28. Juli 2021, endete die Impfaktion „Geimpft in die Ferien“ im Künzelsauer Ortsteil Taläcker. Seit Dienstag, 27. Juli, konnten sich alle Hohenloherinnen und Hohenloher unkompliziert und ohne Anmeldung in einem Impfbus impfen lassen. Der Impfbus wurde dem Zentralen Impfzentrum in Rot am See kostenfrei von Ziehl-Abegg zur Verfügung gestellt. Verimpft wurde vorrangig der Impfstoff von Johnson&Johnson, bei dem schon eine Impfung für den vollständigen Impfschutz genügt. 14 Tage nach dieser Impfung gilt man somit bereits als „vollständig geimpft“. Auf Wunsch wurden auch andere Impfstoffe verimpft.

Allein auf Taläcker 100 Impfungen durchgeführt

Insgesamt ließen sich bei dieser Aktion in Taläcker rund 100 Personen impfen. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Pandemie-Bewältigung im Hohenlohekreis geleistet.

 

„Ich freue mich sehr, dass die Aktion so gut von den Bürgern angenommen wurde und diese sich damit sich selbst und anderen gegenüber verantwortungsvoll zeigen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Die seit einigen Tagen wieder steigende Inzidenz und die neuesten Ausbruchsgeschehen machen deutlich, dass die Pandemie noch nicht überstanden und damit eine Erhöhung der Impfquoten immer noch immens wichtig ist. Ich danke allen Geimpften im Hohenlohekreis sehr für ihr Engagement! Jede und jeder Einzelne bringt uns voran!“

Am 29. Juli war der Impfbus in Niedernhall vor Ort, am 30. Juli in Bretzfeld. Weitere Haltestellen des Impfbusses in den Städten und Gemeinden des Hohenlohekreises sind in Planung.

Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis