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Rufbusse und Sammeltaxis für Schwäbisch Hall

„Wir müssen den öffentlichen Nahverkehr in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. So kann der Verkehrssektor einen wirksamen Beitrag am Klimaschutz leisten. Dafür brauchen wir mehr Züge, Busse und bessere Takte im ganzen Land. Aber: Gerade im ländlichen Raum brauchen wir auch neue und flexible Angebotsformen des öffentlichen Verkehrs“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL bei der Bekanntgabe der Landkreise, die die Förderung der „Innovationsoffensive Öffentliche Mobilität“ des Landes erhalten werden.

Fünf Landkreise ausgewählt

Um das Ziel eines landesweiten Grundangebotes im ÖPNV von frühmorgens bis spätabends im Stundentakt zu verwirklichen, hatte das Ministerium für Verkehr im Sommer 2020 die Förderung zur Ausweitung des ÖPNV-Angebots veröffentlicht. Zu den fünf ausgewählten Landkreisen gehört Schwäbisch Hall, teilt das baden-württembergische Verkehrsministerium mit. Weiter sind die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Freudenstadt und der Alb-Donau-Kreis dabei.

Angebot von frühmorgens bis spätabends sicherstellen

Künftig soll mit einer Kombination aus Linien- und Bedarfsverkehren ein attraktives Angebot im Stundentakt von frühmorgens bis spätabends sichergestellt werden. Dabei sollen auch neue Angebotsformen wie Rufbusse und Sammeltaxis eingesetzt werden. „In dünn besiedelten Gebieten und zu Zeiten, in denen nur noch wenige Menschen unterwegs sind, brauchen wir auch neue, bedarfsorientierte Mobilitätsformen, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entgegenkommen und gleichzeitig die Klimaschutzziele berücksichtigen. Mit den fünf Pilotprojekten schaffen wir ein attraktives Mobilitätsangebot, das den Menschen an allen Wochentagen zur Bewältigung des Alltags und zur Freizeitgestaltung zur Verfügung steht“, erläuterte Minister Hermann.

Mosaikstein in der Ausbaustrategie

Das Vorhaben des Landkreises Schwäbisch Hall verfolgt zwei eigenständige Ansätze. Zum einen soll das bereits bestehende Rufbus-Angebot auf eine stündliche Bedienung ausgeweitet werden. Die Rufbusse fahren in einem festen Fahrplan, bedienen die Haltestellen aber nur bei Vorliegen eines zuvor eingestellten Fahrtwunsches. Zum anderen soll eine stündliche Vertaktung des Verkehrsangebotes von den betroffenen Gemeinden zu den Bahnknoten sichergestellt werden. Durch die sinnvolle Verbindung der beiden Teilprojekte soll ein ganztägiges, an den Bedarf angepasstes und verlässliches Grundangebot sichergestellt werden. „Die Weiterentwicklung des RufBus-Angebotes im Landkreis Schwäbisch Hall sowie die Vertaktung des Verkehrsangebots im Landkreis mit stündlichen Verbindungen von den Gemeindehauptorten zu den Bahnknoten und den Mittelzentren ist ein wichtiger Mosaikstein in unserer Ausbaustrategie des ÖPNV. Unserem Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs auch bei uns im ländlichen Raum weiter stetig auszubauen, kommen wir Dank der Förderung des Landes Baden-Württemberg nun wieder einem Schritt näher“, sagte Landrat Gerhard Bauer.

Das Förderprogramm Innovationsoffensive Öffentliche Mobilität

Die ausgewählten Projekte werden für die Dauer von fünf Jahren durch das Ministerium finanziell mit bis zu maximal 1,8 Mio. Euro, unterstützt. Zudem haben die Landkreise zugesichert, die neuen Verkehrsleistungen für mindestens acht Jahre zu betreiben. Die Buchung der Fahrten muss per Telefon und Web-/App-basierten Buchungskanälen möglich sein. Außerdem ist ein barrierefreier Zugang zu den einzusetzenden Fahrzeugen sicherzustellen.

On-Demand-Verkehre sollen künftig weiter gestärkt werden

Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung ihren Anspruch unterstreichen, die Fahrgastzahlen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. In den kommenden Jahren soll eine landesweite Mobilitätsgarantie für eine verlässliche Bedienung im öffentlichen Nahverkehr umgesetzt werden. Hierfür werden alle Orte in Baden-Württemberg künftig von fünf Uhr früh bis Mitternacht mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein. Um die Mobilitätsgarantie auch in Räumen und zu Zeiten schwacher Verkehrsnachfrage umzusetzen, beabsichtigt die Landesregierung die Aufgabenträger bei der Schaffung weiterer On-Demand-Angebote auf breiter Front zu unterstützen.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg




Illegal Müll entsorgt – Zeugen gesucht

Unbekannte entsorgten zwischen Sonntag, den 08. August 2021, und dem darauffolgenden Montagmorgen mehrere Müllsäcke auf einem Firmengelände in Ingelfingen. Die Täter begaben sich scheinbar zu der Firma in der Christian-Bürkert-Straße, welche direkt am Kocherufer liegt, und legten dort sechs Säcke ihres Hausmülls ab.

Zeugen, die Angaben zu den Umweltsündern machen können oder in diesem Bereich eine verdächtige Wahrnehmung machen konnten, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/94 00 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Weitere Impfaktionen im Hohenlohekreis

In dieser Woche finden im Hohenlohekreis weitere Impfaktionen statt, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Am Samstag, den 14. August 2021, wird von 8 bis 12 Uhr sowie von 13.30 bis 16 Uhr ein mobiles Impfteam auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain in Beltersrot im Einsatz sein.

Verschiedene Stationen

Zudem fährt der Impfbus weiter durch die Städte und Gemeinden und macht dabei an den folgenden Stationen Halt:

Dienstag, 10.08.2021, 9-17 Uhr: Altes Rathaus Künzelsau

Mittwoch, 11.08.2021, 14-19 Uhr: Nobelgusch, Pfedelbach

Donnerstag, 12.08.2021, 14-19 Uhr: Aldi-Parkplatz, Forchtenberg

Ohne Anmeldung

Geimpft wird jeweils ohne vorherige Anmeldung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson. Mit diesem Impfstoff ist keine zweite Impfung notwendig. Auf Wunsch stehen auch andere Impfstoffe zur Verfügung. Geimpft wird, solange der Vorrat reicht. Das Mitbringen von Lichtbildausweis, Impfausweis sowie Versichertenkarte ist hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.

Impfen im KIZ Öhringen

Im Kreisimpfzentrum Öhringen findet immer freitags und samstags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 15 Uhr Impfen ohne Termin statt. Dabei werden die Impfstoffe von BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson angeboten, solange der Vorrat reicht.

Hohenloher:innen auf YouTube

Es gibt viele Gründe, die für die Corona-Schutzimpfung sprechen. Im neuen YouTube-Video auf dem Kanal des Landratsamts Hohenlohekreis berichten einige Hohenloher:innen, warum sie sich impfen lassen: https://youtu.be/FTR0DxjwwUI.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 

 




Besondere Impfaktion beim Alten Rathaus

Am Dienstag, den 10. August 2021, wird von 9 bis 17 Uhr wieder im Impfbus von ZIEHL-ABEGG geimpft. Man kann einfach ohne Termin vorbeikommen und sich mit Johnson & Johnson impfen lassen. Hier ist nur eine Impfung notwendig.

Jeder, der sich in der Hauptstraße unterhalb vom Alten Rathaus impfen lässt, bekommt eine rote Wurst vor Ort gratis.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

#Künzelsau #ZiehlAbegg #Impfaktion #ImpfenohneTermin

 




„Wir sind keine Bonzenpartei“

Was ist Generationengerechtigkeit? Darüber diskutierten der Bundesvorsitzende und Spitzenkandidat der Jungen Liberalen (Julis), Jens Teutrine, und der FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe, Valentin Abel, bei Instagram, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Corona-Pandemie habe die Menschheit vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Junge Menschen litten unter dem Lockdown, der sozialen Isolation und den Problemen bei Bildung und Digitalisierung.

Mutter ging putzen

Dem FDP-Klischee einer elitären Partei widerspreche Teutrine. Solche Vorurteile seien seine Sache nicht. Seine Mutter, sagt er, habe seine Schwester und ihn allein aufgezogen. Für den Lebensunterhalt ging sie putzen. „Meiner Mutter war immer klar: Damit ich es mal besser habe als sie, brauche ich eine gute Bildung“. Als Teutrine eingeschult wurde, ging er auf eine Förderschule. „Solche Geschichten findet man bei uns Jungen Liberalen zuhauf“, „Wir sind keine Bonzenpartei“.

Nicht der Bildungsgrad der Eltern darf entscheidend sein

Worauf es ankomme, sei eine Gesellschaft, in der alle ihre Chance bekämen. „Nicht die Herkunft, das Geschlecht, die Religion oder der soziale Hintergrund sollen über Chancen im Leben entscheiden, sondern Charakter, Leistung und Fleiß“. In der Diskussion mit Valentin Abel stellte Teutrine klar, dass nicht der Bildungsgrad der Eltern Ausschlag gebend sein darf. Er setzt sich für Talentschulen und Talentscouts zur Förderung von benachteiligten Schülern ein. Teutrine unterstrich die Aussage „Digital first – Bedenken second“ vor allem auch in der Corona-Pandemie. „Wir müssen jetzt die Schulen digitalisieren und benötigen audiovisuelle Unterrichtsformen.“ Er lobte den Einsatz der FDP im Hohenloher Kreistag für den digitalen Hausmeister.

Klimapolitik weltweit denken

Zur Klimapolitik erklärten Abel und Teutrine, dass die Julis die Klimapolitik weltweit und nicht national denken. Ihre Lösung sei es, den Emissionshandel, der auch innerhalb der EU bereits betrieben wird, weiterzuentwickeln. Es brauche ein Treibhauslimit, wie viel CO₂ und andere schädliche Treibhausgase ausgestoßen werden dürfen, um die Klimaziele zu erreichen. Länder, Branchen und Unternehmen können CO₂-Scheine kaufen und verkaufen, die zum Ausstoß berechtigen. Das führe dazu, dass Unternehmen profitieren, die klimafreundlich sind, Potenziale ausschöpfen und auf Innovationen setzen, um mit klimaschonenden Methoden Geld zu sparen und Zertifikate zu verkaufen. „Wir sind überzeugt, dass Klimaschutz und Marktwirtschaft keine Widersprüche sind, sondern dass nur marktwirtschaftliche Mechanismen langfristige Lösungen gegen den Klimawandel ermöglichen.“

Innovative Lösungen sind nötig

Es würden innovative Lösungen und keine Schlagworte wie Tempolimit oder Verbot von Kurzstreckenflügen benötigt. So brächte alleine die Umstellung von Hochöfen bei ThyssenKrupp von Steinkohle auf Wasserstoff die Reduktion von einem Prozent CO₂-Ausstoß in Deutschland. Nach der Pandemie müsse eine Diskussion über die Freiheiten geführt und die Frage beantwortet werden: Wie sieht eine freie Gesellschaft aus?

Die ganze Diskussion kann bei Instagram @valentin_christian_abel angesehen werden.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Hohenlohe

 

 




„Seine Erfolgsgeschichte ist die Erfolgsgeschichte eines ganzen Dorfes“

“Seine Erfolgsgeschichte ist die Erfolgsgeschichte eines ganzen Dorfes“, sagt Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. Landrat Dr. Matthias Neth nennt ihn „Ein Vorbild für Mut und Engagement“ und „die Dampfmaschine Amrichshausens“. Für Barbara Eckle, Präsidentin des Hohenloher Sportkreises, ist er schlicht und einfach ein „verlässlicher und kompetenter Freund und Partner“ und „ein Vorbild und Aushängeschild für den Sport“. Die Rede ist von Gerhard Rudolph, dem am Freitag, den 06. August 2021, auf dem Amrichshausener Dorfplatz das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.

Er denkt lange nicht ans Aufhören

Die Liste von Rudolphs Engagement ist lang: Neben der Tätigkeit als Ortsvorsteher und Stadtrat ist er Gründungsmitglied des SC Amrichshausen und hat 26 Jahre lang als Vorstand im Verein mitgewirkt. Heute ist er Ehrenvorsitzender. Zudem ist er stellvertretender Präsident des Hohenloher Sportkreises. Auch wenn es um ganz pragmatische Dinge wie Sportheim-, Sportplatz- oder Dorfplatzbau geht – Rudolph hat stets tatkräftig mit angepackt. Selbst heute noch, nach rund einem halben Jahrhundert ehrenamtlichem Engagement, denkt Rudolph noch lange nicht ans Aufhören. Auch bei den Zukunftswünschen des 68-Jährigen steht die Gemeinschaft im Vordergrund: „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass, wie Herr Neumann schon erwähnt hat, die Grundschule erhalten bleibt und wir einen Anbau bekommen für die Grundschule in Amrichshausen und vor allem, dass auch das langersehnte Dorfgemeinschaftshaus noch verwirklicht wird.“

Alle sind wegen ihm gekommen

„Als sie angekommen sind, haben Sie mir gesagt, Sie könnten noch gar nicht so richtig glauben, dass all diese Leute heute allein wegen Ihnen hier sind“, beginnt Neth seine Rede an Rudolph gewandt. „Dann habe ich Ihnen gesagt: ‚Das ist vielleicht der Grund, warum sie heute geehrt werden.‘“

„Der Staat muss danken können“

„‚Eine der seltensten Befähigungen ist die Befähigung, Befähigung anzuerkennen‘ – das stammt von Elbert Hubbard und ich bin froh und glücklich und dankbar, dass wir als Staat, dass wir als Land eine besondere Auszeichnung haben, um Befähigung anzuerkennen: nämlich das Bundesverdienstkreuz“, fährt Neth in seiner Laudatio fort. „Ich glaube, dass der Bundespräsident den Richtigen ausgewählt hat.“ Das Bundesverdienstkreuz wurde 1951 von Theodor Heuss gestiftet, den Matthias Neth folgendermaßen zitiert: „Der Staat muss danken können.“ Der Landrat erläutert: „Diese Ehrung sollen Menschen erhalten, die sich über das übliche Maß hinaus und weit mehr, als ihrer Pflicht entspricht, für die Belange ihrer Mitmenschen und der Gemeinschaft eingesetzt haben. Lieber Herr Rudolph, das charakterisiert Sie ja schon.“

„Hat sich hier jemand einen Spaß erlaubt?“

In seiner Danksagung gibt sich der dreifache Vater und, wie Barbara Eckle verrät, „begeisterte Opa“ Gerhard Rudolph sehr bescheiden. „Ich freue mich natürlich sehr über die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und bin sprachlos, wie ich zu dieser Auszeichnung gekommen bin – vielen herzlichen Dank. Als ich im Februar dieses Jahres von Ministerpräsident Winfried Kretschmann Post bekommen habe und er mir mitgeteilt hat, dass der Bundespräsident mir das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen hat, habe ich zu meiner Frau und meinen drei Söhnen gesagt: ‚Stimmt das oder hat sich hier jemand einen Spaß erlaubt?‘. Nach genauer Inspizierung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das doch stimmt und die Ankündigung des Ministerpräsidenten ernst ist. Nun durfte ich das Bundesverdienstkreuz in Empfang nehmen und ich bin immer noch überwältigt.“

Text: Priscilla Dekorsi

#Bundesverdienstkreuz #SCAmrichshausen #Künzelsau #Hohenlohe #HohenloherSportkreis

Landrat Dr. Neth heftet dem Geehrten das Bundesverdienstkreuz an. Foto: GSCHWÄTZ

Gerhard Rudolph mit seiner Frau Gisela, Landrat Dr. Neth (links) und Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann (rechts). Foto: GSCHWÄTZ

Nala Türkoglu sorgt mit ihrem Gesang für Gänsehaut-Momente bei der Verleihung. Foto: GSCHWÄTZ

Und alle sind gekommen, um dem Geehrten zu gratulieren: Gerhard Rudolph mit der Landtagsabgeordneten Catherine Kern (Grüne)…

… mit der Präsidentin des Hohenloher Sportkreises, Barbara Eckle, …

… und dem Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU). Fotos: GSCHWÄTZ




„Die jungen Leute haben Lust auf Online-Games“

Spaß am Spielen trotz Corona – Ziehl-Abegg bietet erstmals ein internationales eSports-Turnier an, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Angekündigt sind Teams aus Deutschland und Österreich sowie Belgien und Luxemburg. Das „Royal eSports Masters“ ist offen für Mitarbeiter, Externe und gemischte Teams. Anfänger oder Profis können sich gleichermaßen anmelden.

 Übertragung im Livestream

„Wir spüren, dass die jungen Leute richtig Lust auf Online-Games haben“, sagt IT-Ausbilder Holger M. Rößler. Er steht mit dem IT-Experten Dennis Baumann hinter dem Turnier beim Künzelsauer Maschinenbauer. Die Veranstaltungen werden im Livestream auf Twitch übertragen: twitch.tv/ziehl_abegg_esports. Rößler und Baumann werden die Spiele professionell kommentieren. Unterstützt werden sie dabei von mehreren Auszubildenden.

Preisgelder

Die Anmeldung zum „Royal eSports Masters“ ist kostenfrei möglich. Es werden Rocket League – am Samstag, den 14. August 2021, ab 16 Uhr – und League of Legends – am Sonntag, den 15. August, ab 15 Uhr – gespielt. Mindestalter: zwölf 12 Jahre. Eine Teilnahmegebühr wird nicht verlangt. Die Preisgelder betragen 300, 150 und 75 Euro für die ersten Teams bei Rocket League und 500, 250 und 125 Euro für die ersten drei Teams bei League of Legends.

Anmeldephase hat bereits begonnen

Die Anmeldephase hat bereits begonnen. „Teams aus Österreich, Belgien und Luxemburg unterstreichen den internationalen Charakter“, freut sich Organisator Rößler über das grenzüberschreitende Interesse. Neben regionalen Teams sind auch schon jetzt Spieler aus Hamburg oder Leipzig im Rennen.

Alle Informationen gibt es auch auf der Homepage https://www.ziehl-abegg.com/esports

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Was ist Kinesiologie?

Der Diskussionskreis Gesundheit und Wohlbefinden lädt am Freitag, den 20. August 2021, in die Künzelsauer Feuerwache. Dabei erklärt die Künzelsauerin Heike Spes, was unter Kinesiologie zu verstehen ist. Das Treffen beginnt um 14 Uhr.

Es wird um Anmeldung bis spätestens Freitag, den 13. August, per E-Mail St.Georg1@t-online.de oder unter Telefon 07940/33 91 gebeten.

Quelle: Pressemitteilung Diskussionskreis Gesundheit und Wohlbefinden

 

 




Rattenplage im Belsenberger Kindergarten

Im Juni 2021 wurde im Kindergarten Belsenberg Rattenkot entdeckt, manche sprechen gar von einer Rattenplage, weshalb das Gebäude vorübergehend nicht für die Kinderbetreuung genutzt werden konnte. Die Kinder sind daraufhin als Notgruppe im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht worden.

Das ganze Gebäude aufgeben?

„Die nachhaltige Sanierung des bestehenden Kindergartens zeigt ein hohes Maß an Umfang“, erläutert Marion Hannig-Dümmler in der Sitzungsunterlage die Situation für die Gemeinderäte und schlägt vor: „Daher wäre aus wirtschaftlicher Sicht eine Aufgabe des Gebäudes zu empfehlen.“, da bereits eine Begehung durch die Unfalkasse im März 2021 mehrere Mängel ergab.

Alternativen

Für einen Neubau wäre etwa eine Million Euro anzusetzen, selbst eine Generalsanierung auf heutige Standards wird auch 700.000 Euro veranschlagt. Eine Lösung mit Modulcontainern wäre möglich und würde 500.000 Euro kosten. Würde man nur die Mängel beseitigen, ohne eine weitgehende Sanierung vorzunehmen, wäre man mit 200.000 dabei, ob eine dauerhafte Betriebserlaubnis erteilt werden könnte, ist fraglich. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Waldkindergarten schlägt die Verwaltung daher vor, zwei weitere „Naturwägen“ zu beschaffen, um so den Kindergartenstandort Belsenberg zu erhalten. Diese Wägen werden rund 175.000 Euro kosten. Carmen Class beruhigt die Ängste der Eltern, dass Naturwägen der Einstieg in den Ausstieg aus dem Standort Belsenberg sein könnte: „Der Standort ist so ideal, dass man darauf nicht verzichten will“. Bürgermeister Neumann betont, dass der Kindergarten als Provisorium wiedereröffnet wurde.

Jäger: will den Kindergarten unbedingt erhalten, für ihn waren die Wägen die vernünftigste Lösung, die recht einhellige Ablehnung durch die Eltern hat ihn verblüfft.

Kubat spricht davon, dass das Gebäude von den Belsenberger Bürgern erbaut wurde und seit der Übernahme durch die Stadt Künzelsau im Jahr 1973 kaum saniert wurde. Auch er spricht von einem geradezu idealen Gelände für einen Kindergarten. Er schlägt eine kurzfristige Sanierung und in einigen Jahren einen Neubau vor, nicht zuletzt, weil das Dorfgemeinschaftshaus derzeit für die Einwohner nicht nutzbar ist.

Bürkert will ein Konzept, das den Kindergarten, die Feuerwehr und den Kindergarten umfaßt. Aber auch er empfindet die Wägen als vernünftige Lösung und schlägt vor, den Eltern die Wägen erst einmal im Detail vorzustellen.

Neumann sieht keinen lokalen Bedarf für mehr als einen einzügigen Kindergarten in Belsenberg.

Süßmann möchte, „dass man auf dem Ensemble was vernünftiges baut“. Löhlein-Ehrler findet Waldkindergarten auch für Kinder in Amrichshausen oder Garnberg attraktiv, da die Kinder ja später dort auch in die Schule gehen.

 




Einmal das ganz große Rad drehen

… das wünschen sich viele Menschen. Einer, der dieses Vergnügen täglich hat, ist Günter Kantenwein, der Betriebsleiter der Künzelsauer Bergbahn. Von seinem Leitstand in der Bergstation übersieht er die gesamte Strecke, die von der Talstation am Kaufland bis zur Bergstation auf Taläcker 1.034 Meter lang ist und eine Höhendifferenz von 170 Metern bewältigt. Er gerät geradezu ins Schwärmen, wenn er über die Bergbahn spricht: Rund 30.000 mal pro Jahr werden Passagiere von Künzelsau auf Taläcker oder zurück transportiert, gut eine halbe Million Passagiere werden jährlich befördert und das seit über 20 Jahren. Die Künzelsauer Bergbahn sei eine der wenigen Bergbahnen in Baden-Württemberg, die nicht nur für touristischen Verkehr im Einsatz seien, sondern jeden Tag und ganztägig Personen befördert. Inzwischen ist die Bergbahn voll in den NVH eingegliedert.

Das große Rad – in der Bergstation ist es gut zu sehen. Foto: GSCHWÄTZ

Zuverlässig und sicher

Ein zuverlässigeres und sichereres Verkehrsmittel kann er sich kaum vorstellen, denn größere Ausfälle gab es bisher nicht. Einmal, erinnert er sich, sei die Bahn nicht weitergekommen: Ein Rudel Rehe wollte partout das Gleis nicht verlassen. Und in diesem Jahr gab es einen Stromausfall, der den Betrieb kurz unterbrochen hat. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Waggons in den Stationen. Die Sicherheit der Bahn liegt ihm am Herzen, daher erklärt er gerne die Sicherheitsvorkehrungen: Bei einem Stromausfall könne so gut wie nichts passieren – in dem Fall bleibe die Bahn einfach stehen und sei durch das Zugseil gesichert. Ein Rettungsweg ist über die ganze Länge der Fahrstrecke eingerichtet, Passagiere könnten die Bahn notfalls zu Fuß verlassen. Der schlimmste anzunehmende Unfall wäre ein Riß des 34mm dicken Zugseils: In diesem Fall würde die Bahn rein mechanisch abgebremst, durch Bremsbacken, die automatisch auf die Schiene abgesenkt würden.

Bremsbacken senken sich im Notfall automatisch auf die Schiene ab. Foto: GSCHWÄTZ

Jährliche Inspektion

Damit genau das nicht passiert, werden die Bahn und die technischen Einrichtungen jedes Jahr inspiziert. Zuständig ist hier nicht TÜV oder DEKRA, sondern das Landesbergamt in Freiburg. Diese eine Woche in den Sommerferien sie die einzige Ausfallzeit, die man bei der Künzelsauer Bergbahn verzeichne. In diesem Jahr ist der Betrieb allerdings für zwei Wochen unterbrochen: Alle 6 Jahre steht der Wechsel der Drehgestelle an – nach gut 200.000 Kilometern Fahrleistung pro Drehgestell ist das Vorschrift.

Alles geht Hand in Hand

Der Wechsel ist gut geplant: Die alten Drehgestelle werden gelöst, danach wird der Waggon mit einem Kran angehoben. Die alten Drehgestelle rollen einige Meter nach unten, bevor die neuen Drehgestelle, die bereits in der Bergstation auf der Schiene auf ihren Einsatz warten, unter den Waggon gefahren werden und der Waggon abgesenkt wird.

Der Waggon schwebt, das Drehgestell ist frei. Foto: GSCHWÄTZ

Das klingt einfach, erfordert aber einige Stunden Zeit – und eine gute Teamarbeit von Mitarbeitern der Stadt, den Mitarbeitern des Herstellers der Bergbahn, der Firma Doppelmayer Garaventa aus der Schweiz, und den Kranführern der Firma Fischer. Immerhin wiegt jedes Drehgestell 2 Tonnen und muß genau plaziert werden.

Hannes (l.) und Walter Fischer von der Fa. Fischer, in der Mitte Günter Kantenwein. Foto: GSCHWÄTZ

Die Drehgestelle werden beim Hersteller wieder aufgearbeitet und später irgendwo auf der Welt wieder in eine Anlage eingebaut. Kantenwein weiß zum Beispiel, dass in Künzelsau schon Drehgestelle gearbeitet haben, die vorher bei einer Bergbahn in Schottland eingebaut waren.

Angebot wird gut angenommen

Mehr als 3.000 Menschen wohnen inzwischen auf Taläcker. Kantenwein kennt seine Stammgäste, er sieht nicht nur Schüler:innen  und Berufstätige. Er sieht auch Menschen, die die Bahn einfach nutzen „um ein Stück Butter oder eine Hefe“ einzukaufen. Wie gut die Bergbahn von den Bürger:innen angenommen wird, zeigt eine Zahl, die Stadtkämmerer Ulrich Walter nennt: „Der durchschnittliche Kostendeckungsgrad der Bergbahn in den letzten 20 Jahren liegt bei 75 Prozent“ sagt er und ergänzt: „Das ist für ein öffentliches Personenverkehrsmittel sehr gut“.

Inspektion am 12. August 2021

Am 12. August 2021 wird das Bergamt die Abnahme vornehmen – dann darf die Bahn ein weiteres Jahr fahren. Ab Montag, den 15. August 2021, steht die Bahn wieder für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung, bis dahin ist ein Busersatzverkehr im Einsatz.

Text: Matthias Lauterer