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Landwirtschaftliches Fahrzeug geht in Flammen auf

Brand landwirtschaftliches Fahrzeug

Die Abteilungen Belsenberg und Künzelsau wurden am Freitag, den 13. August 2021, zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges auf den Rodachshof gerufen. Ein Teleskoplader brannte komplett aus. Das Feuer wurde unter Atemschutz mit zwei C-Rohren sowie mit Schaum abgelöscht.

Der Grunf für den Brand ist bislang nicht bekannt.

Rodachshof: Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Rodachshof: Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges. Foto: Feuerwehr Künzelsau

 




The same procedure

Nie wieder sollten die Schulen geschlossen und die Schüler:innen aufgrund der Coronapandmie in den Distanzunterricht / home schooling geschickt werden. Zu groß der Schaden, der dabei entsteht und entstanden ist. Das sagten Politiker:innen quer durch die Parteien nach der ersten Coronawelle Mitte des Jahres 2o20 und viele Eltern glaubten fest daran beziehungsweise wollten es glauben. Im Dezember 2020 kam dann die große Ernüchterung. Deutschlands Klassenzimmer schlossen teilweise monatelang.

Nach nur zwei Wochen die erste Schule zu

In diesem Jahr folgte nun the same procedure wie vergangenes Jahr. Krz vor den Sommerferien, nachdem die Schulen wieder ein paar Wochen offenhatten, schworen Politiker:innen aller Couleur erneut Stein und Bein, dass die Schulen im Herbst / Winter 2021 trotz aller Wahrscheinlichkeit wieder schnell steigenden Inzidenwerten nicht mehr geschlossen werden. Die Eltern hofften nach 1,5 Jahren Homeschooling-Jahren noch mehr, dass diese Versprechen eingehalten werden würde – und auch dieses Mal wurden sie schnell enttäuscht.

Der Norden Deutschlands hat es als erstes erwischt

Die Schüler:innen in Schleswig-Holstein starteten als erstes in die Sommerferien und dementsprechend auch wieder in das neue Schuljahr. Nach nur zwei Wochen schloss bereits die erste Schule und schickte die Schüler:innen in den Distanzunterricht.

Und das, obwohl die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, noch wie viele ihrer Kolleg:innen ebenfalls betont hat, dass die Schulen aufgrund der Impfangebote und des besseren Schutzes der Risikogruppen offenzubleiben haben, weil der Schaden größer wäre, wenn man sie schlösse. Nun hat es eine Gemeinschaftsschule in Leck in Nordfriesland erwischt. Ein Schüler:innen hat Corona und hatte wohl aufgrund der Aufhebung der Gruppenbildung Kontakt zu fast allen Klassen. Die Schulleitung habe daraufhin in Abstimmung mit dem örtlichen Schulamt die Entscheidung zur vorübergehenden Schließung getroffen, bis alle 420 Schüler:innen und Beschäftigten einen PCR-Test vorweisen können.

So ist also die Realität

So ist also die Realität. Was die Bildungsministerin vor kurzem noch betonte, ist obsolet. Das örtliche Schulamt hat nun ganz anders entschieden und alle der über 400 Schüler:innen kurzerhand nach Hause geschickt, weil eine Person unter ihnen Corona hat.

Falls die lokalen Schulämter alle so entscheiden und auch künftig wegen einem Coronafall die Schulen reihenweise schließen, sind die Schulen schneller geschlossen als im Herbst / Winter 2021.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 




Zu schnell: 74-Jährige (über-)fährt über Verkehrsinsel

Zu einem Unfall mit zwei verletzten Personen und mehreren tausend Euro Sachschaden kam es laut Polizeiangaben am Donnerstagnachmittag, den 12. August 2021, in Künzelsau. Kurz nach 17 Uhr war eine 31-Jährige mit ihrem Citroen Berlingo auf der B19 in Richtung Künzelsau unterwegs.

An einem Kreisverkehr musst die Frau anhalten. Im diesem Moment befuhr eine 74-Jährige mit ihrem VW den Kreisverkehr aus Richtung Künzelsau kommend. Die Frau war so schnell unterwegs, dass ihr PKW gegen einen Bordstein fuhr. Daraufhin übersteuerte die VW-Fahrerin, wodurch das Auto über eine Verkehrsinsel auf die Fahrbahn des Gegenverkehrs fuhr und dort mit dem Citroen der 31-Jährigen kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Berlingo nach rechts abgewiesen und teilweise auf die Außenbebauung des Kreisels geschoben.

Beide Unfallbeteiligte wurden bei dem Unfall verletzt. An den PKW entstand Sachschaden von insgesamt zirka 6.500 Euro.




Darf man in Künzelsau auch endlich wieder im großen Becken planschen?

Die Stadtverwaltung Künzelsau hofft auf eine baldige Öffnung des Naturbeckens. Das geht aus einer aktuellen Meldung hervor:

Seit Anfang Juli ist das Kinderplanschbecken und das Beachvolleyballfeld im Künzelsauer Kocherfreibad bei freiem Eintritt geöffnet. Auch der Verleih von Stand-Up Paddle Boards, Kanus und Tretbooten durch Heffner Outdoor Events ist wieder möglich. Das Angebot kann telefonisch unter 07940 548514 gebucht werden und ab nächster Woche auch wieder spontan direkt im Kocherfreibad in Anspruch genommen werden.

Stadtverwaltung: Wasservögel als Verunreiniger

„Leider haben wir noch mit Verunreinigungen des Naturbeckens durch Wasservögel zu kämpfen“, erklärt Bernd Scheiderer, Leiter des Stadtbauamtes. „Die Wasserqualität wird aber deutlich besser und wir sind auf einem guten Weg. Zum Wohl der Badegäste müssen höchste Auflagen bezüglich der Wasserqualität erfüllt werden.“ Peter Zimmermann vom Unternehmen Schauer & Co. GmbH ist für den Betrieb des Naturbeckens im Kocherfreibad verantwortlich und ebenfalls zuversichtlich: „Die stetige Verbesserung der Wasserwerte lässt auf eine baldige Öffnung hoffen. Durch die Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände des Kocherfreibads konnten die Wasservögel in letzter Zeit weitestgehend ferngehalten werden, wodurch sich die Wasserqualität verbessert hat und wir kurz davor sind öffnen zu können. Die Technik der Filteranlage funktioniert hervorragend und wir stehen in den Startlöchern für die Öffnung des Naturbeckens.“

Millionenteures Naturbecken

Das Naturbecken des Kocherfreibads wurde 2020 durch das Unternehmen WasserWerkstatt Bamberg umgebaut. Das vom Kocher abgetrennte Naturbecken stellt seit letztem Jahr die Wasserqualität ohne die Zugabe von Chemikalien durch eine Pflanzen-Wasser-Filteranlage sicher. „Das Naturbecken ist eine Besonderheit und Natur funktioniert nicht immer auf Knopfdruck. Die Filteranlage funktioniert ganz ohne Chlordesinfektion, worauf wir sehr stolz sind. Der nasse Frühsommer und der unerwartete Besatz von Wasservögeln führte zu den aktuellen Nährstoff- und Keimeinträgen in die Badebucht. Der Eindrang der Wasservögel wird durch weitere Umzäunung zum Kocher und anlaufende Vogel-Vergrämungsmaßnahmen im Nachgang reduziert“, so Claus Schmitt von der WasserWerkstatt Bamberg.

Nächstes Jahr soll das nicht mehr passieren

Für die Badesaison im nächsten Jahr werden durch die Stadtverwaltung Künzelsau und die Schauer & Co. GmbH bereits Lösungen erarbeitet, um eine gute Wasserqualität zu Beginn der Badesaison zu gewährleisten.

Enterich Heinz-Walter im Freibadtest:

Weil’s so scheee war…wir erinnern uns. GSCHWÄTZ macht den Freibadtest mit Enterich Heinz-Walter im Kocherfreibad. Hier geht’s direkt zum Video:



Weitere Impfaktionen in Testzentren, auf dem Wertstoffhof und am Freibad

Jede Impfung zählt

Unter der Überschrift „Jede Impfung zählt“ wirbt das Landratsamt des Hohenlohekreis zum weiteren Impfen auf. So heißt es in der Pressemitteilung: „Auch in der kommenden Woche bietet das Impfteam aus dem Kreisimpfzentrum Öhringen wieder zahlreiche Möglichkeiten an, kurzfristig und wohnortnah eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen.“

Am Dienstag, den 17. August 2021, finden von 17 bis 20 Uhr parallel zum Betrieb des Schnelltestzentrums Brettachtal Impfungen in der Brettachtalhalle Bretzfeld statt. Ebenfalls parallel zum Testbetrieb finden am Donnerstag, 19. August 2021, von 16 bis 20 Uhr Impfungen in der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell statt.

Am Samstag, den 21. August 2021, wird wie bereits an den vergangenen Samstagen von 8 bis 12 Uhr sowie von 13.30 bis 16 Uhr ein mobiles Impfteam auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain in Beltersrot im Einsatz sein.

Der Impfbus hält am Samstag, 21. August 2021, von 7 bis 12 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Zweiflingen und am Sonntag, 22. August 2021, von 10 bis 15 Uhr am Freibad in Niedernhall. Wer sich am Niedernhaller Freibad impfen lässt, bekommt einen freien Eintritt in dieser Saison geschenkt.

Geimpft wird jeweils ohne vorherige Anmeldung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson (nur eine Impfung) oder BioNTech (zwei Impfungen erforderlich). Geimpft wird, solange der Vorrat reicht. Das Mitbringen von Lichtbildausweis, Impfausweis sowie Versichertenkarte ist hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.

Nach wie vor findet im Kreisimpfzentrum Öhringen immer freitags und samstags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 15 Uhr das offene Impfen ohne Termin statt. Dabei werden die Impfstoffe von BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson angeboten, solange der Vorrat reicht.

Es gibt viele Gründe, die laut dem Landratsamt für die Corona-Schutzimpfung sprechen. Im neuen YouTube-Video auf dem Kanal des Landratsamts Hohenlohekreis berichten einige Hohenloherinnen und Hohenloher, warum sie sich impfen lassen: https://youtu.be/FTR0DxjwwUI




Wie aus einer Eichel eine Taubnessel wurde

Ich wäre eigentlich so gern so viel mehr grün. Im Herzen bin ich es in jedem Fall durch und durch. Und will auch gerne so viel wie möglich tun, damit die Welt grüner wird. Ich pflanze auch gerne, aber leider dauert es nicht all zu lange, bis meine frisch gepflanzten Werke braun werden, vertrocknen oder ertrinken.

Toll für Eltern, die mit einem grünen Daumen gesegnet sind. Schlecht für mich.

Daher bekam ich auch Schweissausbrüche, als mein Sohn sein Schulprojekt vergangenes Jahr verkündete: „Wir müssen in den Wald gehen, dort eine Eichel suchen und die dann zu Hause in einen kleinen Topf pflanzen und ein Jahr lang gießen. Dann pflanzen wir die Bäumchen alle gemeinsam ein.“ Aha. Toll für Eltern, die mit einem grünen Daumen gesegnet sind. Schlecht für mich.

Ich konnte mein Glück kaum fassen

So begeistert mein Sohn zu Beginn war, so schnell verflog das Interesse. Also goss ich die Erde regelmäßig und konnte mein Glück kaum fassen, als ein dünner Stil durch die Erde brach. Ich hatte es tatsächlich geschafft, die Eichel zum Wachsen zu bringen. Dann kam Corona. Ich will Corona nicht als Entschuldigung dafür nehmen, dass ich mich dann nicht mehr hundertprozentig auf das Wachstum der Eichel konzentrieren konnte. Aber es war so. Homeschooling kam, home office ebenso. Ich goss nebenher, mal mehr, mal weniger. Es schien auch zu fruchten, denn feine Blätter brachen sich durch den Stil.

Mein Umgang mit dem Pflänzchen wurde immer sorgloser

Mein Umgang mit dem Pflänzchen wurde jedoch immer sorgloser, mal goss ich zu viel, mal zu wenig. Gleichzeitig wurde ich mir immer sicherer, dass die Schule vermutlich erst im nächsten Schaltjahr wieder ihre Pforten für den Präsenzunterricht öffnen würde. Für das heranwachsende Bäumchen würde sich vermutlich kein Mensch mehr interessieren.

Ich bekam die Kurve nicht mehr. Das Pflänzchen starb

Als die Blätter allmählich braun und löchrig wurden, auch etwas runzlig, dachte ich noch: Die junge Eiche kann man noch retten. Aber ich bekam die Kurve nicht mehr. So schnell wie sie erblüht ist, war sie denn auch vertrocknet. Um das Elend nicht tagtäglich sehen zu müssen, verfrachtete ich sie von der Küche auf den Fenstersims der Speisekammer, in der Hoffnung, dass das Bäumchenprojekt durch Corona ad acta gelegt wurde.

„Was soll ich denn jetzt machen?“

Doch leider erstarb meine Hoffnung, als nun mein Sohn am Schuljahresende nach Hause kam und total schockiert verkündete: „Übermorgen machen wir die Baumpflanzaktion. Was soll ich denn jetzt machen?“ Ich holte das Pflänzchen aus der Speisekammer und wir betrachteten es gemeinsam. Auf keinen Fall wolle er das tote Pfänzchen mitnehmen. Auch ein Reporter der hiesigen Zeitung sei bei der Aktion dabei, um Fotos zu machen. Er wolle sich doch nicht lächerlich machen. Was also tun? „Wir können auch im Wald eine neue Pflanze holen“, schlug mein Sohn vor. Ich schaute ihn fassungslos an. „Ehrlich. Das haben die in der Schule gesagt. Bevor wir nichts vorweisen können, sollen wir einfach etwas Neues ausgraben.“ Noch einen Tag hatten wir Zeit. Also gut, wenn die Lehrer dafür grünes Licht gegeben hatten, dann machen wir das eben so. Im nahegelegenen Wald wurden wir auch schnell fündig. Im strömenden Regen gruben wir ein feines grünes Pflänzchen aus, das ein wenig an das junge Pflänzchen erinnert, das wir ursprünglich herangezüchtet hatten.

Dumm nur, dass es sich dabei um eine Taubnessel handelte

Dumm nur, dass es sich dabei um eine Taubnessel handelte, aber das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Ich meine, eigentlich kenne ich die runden Wölbungen der Eichenblätter und die eher spitzen Ränder eine Taubnessel, aber in dem jungen Stadium sah irgendwie alles auf einmal gleich aus. Mein Sohn marschierte stolz mit dem frischen Pfänzchen in die Schule. Die Taubnessel wurde jedoch in Windeseile enttarnt. Glücklicherweise hatte ein Freund von meinem Sohn damals mehrere Eicheln hochgezüchtet, falls aus eienr nichts werden sollte, und mein Sohn durfte eine von ihm pflanzen. Auf diese geniale Idee hätten wir auch kommen können.

 




Pfandgut ist bares Geld

Es ist ein solidarisches Projekt zugunsten von Pfandsammlern und der Umwelt. Die Stadt Öhringen beteiligt sich an der Aktion „Pfand gehört
daneben“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. An einem Dutzend öffentlicher Mülleimer in der Innenstadt und der
Cappelaue werden spezielle Halterungen durch den städtischen Bauhof installiert, in welchen Pfandflaschen gesichert werden können. Das Ziel ist, die Pfandflaschen nicht in die Tonne zu werfen, sondern einfach daneben zu stellen. Ein weiteres Plus: Das Pfand fließt zugleich an bedürftige Menschen.

Solidarität mit anderen Menschen

„Für manche ist es bequem, Pfandflaschen einfach in den Müll zu werfen. Für andere sind acht oder 25 Cent wichtiges Geld, an das sie jetzt leichter herankommen, ohne unwürdig in der Tonne wühlen zu müssen und sich dabei vielleicht sogar zu verletzen“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler in der Mitteilung. „Jeder kann so Solidarität den Menschen gegenüber zeigen, die leider auch in Öhringen mit Pfandgut ihren Alltag bewältigen müssen. Außerdem landen wichtige Rohstoffe so nicht im Müll.“ Die Stadt Öhringen ist im Hohenlohekreis die erste Kommune mit diesem Angebot.

Nicht die Lösung des Grundproblems

Jährlich werden Pfandflaschen im Wert von 180 Millionen Euro weggeschmissen und belasten die Umwelt. „Es ist unsere Vision, eine soziale
Bewegung innerhalb der Gesellschaft und der Getränkehersteller zu schaffen, um das Pfandsammeln zu erleichtern. Dass das nicht die Lösung des Grundproblems ist, ist klar. Wir werden Armut damit nicht abschaffen. Aber wir können einen ganz kleinen Beitrag leisten, um die Situation von Pfand sammelnden Frauen und Männern zu verbessern. Denn entweder du stellst die Flasche daneben, oder du lässt die Leute im Mistkübel wühlen“, sagt Mirco Wolf Wiegert, Schirmherr von „Pfand gehört daneben“ und Gründer und Geschäftsführer von fritz-kola. Der Getränkehersteller steht als Initiator hinter der Aktion.

Ehrenamtliches Projekt seit 2011

Die ursprünglich aus Spenden finanzierte Kampagne ist als ehrenamtliches Projekt 2011 mit einer Facebook-Seite gestartet. Mittlerweile arbeitet „Pfand gehört daneben“ mit Unternehmen aus der Getränkeindustrie, mit Künstlern, zahlreichen prominenten Unterstützern und der Zielgruppe selbst zusammen.

Quelle: Stadtverwaltung Öhringen

 




21 Tage lang kein Auto von innen gesehen

Joachim Knoche aus Pfedelbach-Oberhöfen hat als Stadtradeln-Star drei Wochen lang alle seine Wege mit dem Rad absolviert und kein Auto von innen gesehen. Im Vorfeld der Stadtradeln-Aktion im Hohenlohekreis vom 14. Juni bis 04. Juli 2021 hat er sich hierzu verpflichtet und die 21 Tage auch durchgehalten. Dafür erhielt er nun vom Klima-Bündnis einen Preis und von Landrat Dr. Matthias Neth eine Urkunde, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit.

Werbung für andere Teams

Der Kommunalpolitiker Knoche hat für das Team Gemeinderat Pfedelbach fast 700 Kilometer erradelt. Dabei hat er aber auch für andere Teams in Pfedelbach kräftig die Werbetrommel gerührt. Nicht zuletzt auch für das Team Namibia, das kreisweit die drittmeisten Radkilometer zusammengebracht hat.

Motivation für Alltagswege

Der ehemalige Lehrer Knoche ist schon immer begeisterter Radfahrer und versucht sämtliche Wege so gut es geht mit dem Rad zu absolvieren. Dort ist er direkt dem Wetter ausgesetzt, was bei Sonnenschein eine wunderbare Sache ist, aber bei Regengüssen sehr unangenehm sein kann. Sein Tipp: „Gute, vor Nässe schützende Kleidung ist dafür ausgesprochen wichtig.“ In Knoches Blog zur Stadtradeln-Aktion finden sich seine ganzen Erfahrungen als Stadtradeln-Star. Dort ermuntert er alle teilnehmenden Radleri:nnen: „Bleiben Sie dran, radeln Sie die vielen kleinen Alltagswege weiter, es hilft der Umwelt und Ihrer Beweglichkeit!“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




Altes und Neues in Künzelsau entdecken

Neubürger mögen sich fragen: Wo bin ich hier hingekommen? Ganerben-Stadt, Weltmarktführer, Astronauten-Heimat – an diesen und anderen Schlagworten im Zusammenhang mit Künzelsau ist gar nicht vorbeizukommen, so die Ansicht von Stadthistoriker Stefan Kraut. „Genau für solche Menschen, die unsere Stadt besser kennenlernen möchten, habe ich eine Stadtführung konzipiert, die Moderne mit der Historie vermengt und in etwa anderthalb Stunden interessante Grundinformationen vermittelt.“

Große Vielfalt an Handwerkern und Kaufleuten

Klein-Nürnberg war einst der Spitzname Künzelsaus, weil auch hier eine große Vielfalt an Handwerkern existierte, und dazu Kaufleute, die ihre Waren von weit her selbst importierten. Schon vor 300 Jahren holte der Eigentümer des Comburger Hauses, Kaufmann Faust, Stoffe direkt aus den Niederlanden. Auch an diesem historischen Gebäude macht Stefan Kraut mit den Teilnehmern des Rundgangs einen kurzen Stopp. Natürlich sind auch Alteingesessene oder Kurzzeitbesucher herzlich willkommen.

Führungen am ersten Samstag im Monat

Die nächste Führung findet am Samstag, den 04. September 2021, um 11 Uhr statt. Ungefähr 1,5 Stunden dauert der Rundgang und kostet drei Euro pro Teilnehmer. Treffpunkt für „Künzelsau entdecken und erleben“ ist unterhalb vom Alten Rathaus. Auch in den Folgemonaten wird jeweils am ersten Samstag eine Führung dieser Art angeboten. Die Abstandsregeln sind während der Stadtführung zu beachten. Auch eine Anmeldung ist aufgrund von Corona erforderlich bei Stefan Kraut von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/29 117 oder per E-Mail mailto:stefan.kraut@kuenzelsau.de.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Schon vor 300 Jahren holte der Eigentümer des Comburger Hauses, Kaufmann Faust, Stoffe direkt aus den Niederlanden. Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH

 

 




„Alles ein wenig verwunderlich“

Der Baufortschritt am PEKA-Gelände ist unübersehbar, die Bodenplatte des Parkhauses ist inzwischen eingebracht. Aber es kommen auch immer mehr Erkenntnisse über die Vorgänge, die zur Verfüllung von kontaminiertem Material geführt haben, ans Tageslicht. GSCHWÄTZ hat mit Michael G. (Name von der Redaktion geändert), dem Geschäftsführer des Unternehmens gesprochen, das 2015 die Abbrucharbeiten durchgeführt hat und auch Abbruchschutt auf dem Gelände eingebracht hat. Er hat für dieses Gespräch sogar seinen Urlaub unterbrochen.

Nach detailliertem Leistungsverzeichnis gearbeitet

Er betont, dass sein Unternehmen genau nach einem vorgegebenen Leistungsverzeichnis (LV)  gearbeitet habe. Das LV sei so detailliert gewesen, dass beispielsweise vorgegeben worden sei, einzelne Wände in einer bestimmten Art und Weise zu behandeln. Die ins Erdreich vor Ort verbrachten Materialien seien verprobt worden, die Bauleitung habe die ordnungsgemäße Lagerung auch bestätigt. Die Bauleitung hatte ein lokales Unternehmen inne, das auch heute noch existiert. Am Ende wurde die Leistung seines Unternehmens vom Auftraggeber abgenommen – insofern sieht er keinerlei Verantwortung seines Unternehmens.

Diskrepanzen zwischen Rechnungsbetrag und Tonnage

Verwundert zeigt er sich über den hohen Betrag von 1,8 Millionen Euro, der für die Entsorgung des Materials im Raum steht. Am Urlaubsort, also ohne Zugriff auf die genauen  Projektdaten, erinnert er sich an eine Zahl von rund 3.500 Tonnen Material, die eingebracht wurden. Er nennt einen Preis von rund 90 Euro/Tonne für die Entsorgung von „gefährlichem Material“ der Deponieklasse 3. Damit ergäbe sich, dass nicht 3.500 Tonnen, sondern mindestens  20.000 Tonnen, also gut das 6-fache, ausgehoben und deponiert worden wären.

„Alles ein wenig verwunderlich“

Das sei ihm „alles ein wenig verwunderlich“ – möglicherweise sei tiefer gegraben und eine größere Fläche ausgehoben worden? Das ist plausibel, denn die Tiefgarage geht tiefer in den Untergrund als der vorherige eingeschossige Keller. Trotzdem ergibt sich eine Diskrepanz wischen den Aussagen G’s und der genannten Summe. Denn nach Aussage von Michael G. wurde kein Material der Deponieklassen 1 oder 3 ins Erdreich verbracht, sondern ausschließlich Materialien der „Einbauklassen 1.1. und 1.2“. Das ist Bauschutt, der – grob gesprochen –  nicht grundwasserschädlich ist und der daher ohne größere Abdichtungsmaßnahmen zur Aufschüttung verwendet werden kann. Materialien, die mit chlorierten Kohlenwasserstoffen oder PCB belastet sind, fallen beispielsweise nicht in diese Gruppen.

Noch ältere Altlast? Eher unwahrscheinlich

Wenn G. nur 3.500 Tonnen eingebracht hat, wieso steht dann die Summer für eine viel höhere Entsorgungstonnage im Raum? Das weiß G. nicht – er kann sich aber vorstellen, dass vor dem PEKA-Kaufhaus möglicherweise eine Reinigung auf dem Gelände gewesen sein könnte. Alteingesessene Künzelsauer können sich allerdings nicht an eine große Reinigung oder einen Industriebetrieb an dieser Stelle erinnern.  Alte Postkarten und Luftbilder zeigen Bebauung mit kleinen Häusern. Auch ein Lebensmittelvertrieb war auf der Fläche angesiedelt.

„Wir hätten uns gefreut, wenns belastet gewesen wäre.“

Zum Abschluss des Gesprächs weist G. noch darauf hin, dass er gar kein Interesse an der unsachgemäßen Lagerung kontaminierter Abfälle habe: Sein Unternehmen sei schließlich auch ein Entsorgungsunternehmen – und er hätte mit der Entsorgung kontaminierten Materials Geld verdienen können – sicherlich mehr Geld als mit der Ablagerung. Fast hört man ihn schmunzeln, wenn er im Dialekt sagt: „Wir hätten uns gefreut, wenns belastet gewesen wäre. Wir hätten das alles separat bezahlt bekommen“.  Eine Sauerei einbauen, so drückt er es aus, läge nahe, wenn ein Pauschalpreis vereinbart gewesen wäre, aber „das macht keinen Sinn, wir hätten das alles separat bezahlt bekommen“.

Text: Matthias Lauterer
Der Name des Unternehmens, des Geschäftsführers sowie der lokalen Bauleitung sind der Redaktion bekannt.

 

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ

PEKA-Gelände: Einbringung der Bodenplatte – 02.08.2021 Foto: GSCHWÄTZ