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Nur durch kriminelle Energie erklärbar

Auch einige Wochen nach dem ersten Aufkommen von Gerüchten und höchstens rudimentär zu nennenden Informationen über den kontaminierten Bauschutt auf dem PEKA-Areal, sind immernoch die allereinfachsten Fragen offen:

  • Welche Gefahrstoffe wurden eigentlich gefunden?
  • Welchen Gefahren für Mensch, Umwelt und Grundwasser war die Künzelsauer Bevölkerung durch dieses Material gute 5 Jahre lang ausgesetzt?
  • Wieviel kontaminiertes Material wurde gefunden?
  • Wo wurde das Material wirklich entsorgt?

Auf konkrete Nachfrage bei der Stadt Künzelsau erhielt GSCHWÄTZ eine Antwort, bei der man vermuten konnte, dass man uns versehentlich die Antwort auf eine ganz andere Anfrage geschickt hat. Konkrete Antworten auf unsere oben aufgelisteten Fragen fehlten gänzlich. Eine nochmalige Anfrage wurde gar nicht mehr beantwortet. Man muss also von einer Aussageverweigerung ausgehen, ebenso wie bei Bürgermeister Stefan Neumann, der eine Gesprächsanfrage zu diesem doch sehr wichtigen Thema von öffentlichem Interesse bislang nicht beantwortetet hat. „Dazu bin ich noch nicht gekommen“, teilte er gegenüber GSCHWÄTZ mündlich mit. Aber selbst diese Aussage ist schon mehr als 2 Wochen alt.

Eine Leserin kommentiert dieses Vorgehen der Verwaltung in einem Kommentar unter dem auf www.gschwaetz.de erschienen Artikel so:

„Wie kann GSCHWÄTZ auch so unfair sein und konkrete Fragen stellen, die doch keiner beantworten will? Das wird doch bereits in der grossen Politik so gemacht. Da hat sich das Rathaus Künzelsau nur perfekt angepasst.“

Bürgermeister und Stadt verweigern jegliche Information

Welchen Sinn eine derartige Aussageverweigerung haben mag, wo sich Neumann doch selber als Geschädigten sieht, ist fraglich. Er hat laut eigener Aussage von der ganzen Sache nichts gewußt:  „Wenn ich davon Kenntnis gehabt hätte, hätte ich nicht unterschrieben“, sagte er am 27. Juli 2021 im Gemeinderat auf direkte Nachfrage.

Nicht alle sind so schweigsam

Andere Stellen geben da schon mehr preis als die Stadtverwaltung und der Bürgermeister.

Der damalige Entsorger wundert sich gegenüber GSCHWÄTZ (wir berichteten) etwa darüber, dass aus den rund 3.500 Tonnen Schutt, die er im Auftrag der Stadtverwaltung versenkt hat, plötzlich – aktuelle Marktpreise für die Entsorgung auf einer Deponie der Deponieklasse 3 unterstellt – rund 20.000 Tonnen werden. Warum spricht der damalige Entsorger von rund 3.500 Tonnen, während die Stadtverwaltung nun rund 1,8 Million Entsorgungskosten in den Raum stellt? Rechnet man diesen Betrag auf die Tonnen um und nimmt aktuelle Marktpreise, dann kämen rund 17.000 Tonnen mehr Altlasten heraus. Gibt es wirklich auf einmal so viel mehr Entsorgungsmüll? Wenn ja, woher kommt dieser? Oder wurde hier nun ein überhöht anmutender Betrag in den Raum gestellt?

Die Rechnungsprüfer der Stadt werden diese Diskrepanz in den Entsorgungskosten zu erklären haben. Nicht umsonst wurde im Gemeinderat die Frage gestellt, ob die activ-group, die die Entsorgung organisiert hat, Alternativangebote eingeholt hat. Schließlich gibt es ja auch eine Schadensminderungspflicht bei Versicherungsfällen wie diesem. Die Rechnungsprüfer der Stadt werden erklären müssen, wie sie die Rechnungen – inzwischen hat der Gemeinderat bereits eine Million Euro hierfür freigeben müssen – geprüft haben. Haben die Rechnungsprüfer alternative Preise verglichen?

Ein „alter Hase“ im Bauwesen, den GSCHWÄTZ befragt hat, kann sich die im Raum stehende Summe fast nur durch kriminelle Energie erklären: „Wenn ich so einen Vertrag habe, dann schmeiß ich auf jeden LKW ein bißchen kontaminiertes Material“, sagt er. Und fügt hinzu, dass er so ein Vorgehen in seiner langen Zeit auf dem Bau durchaus schon erlebt habe.

Einzige Erklärung: Kriminelles Vorgehen

Von krimineller Energie darf man in der Tat ausgehen, denn die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen aufgenommen: Irgendjemand müsse bereits 2015 kontaminiertes Material in die Baugrube eingebracht haben. Dass dies 2015 geschah, hat Bürgermeister Neumann im Gemeinderat bestätigt.

Es gibt dabei nicht viele Möglichkeiten: Entweder es stammt aus dem Abrissmaterial oder es stammt von woanders her. Wenn es aus dem Abrissmaterial stammt, muss es … nennen wir es: Unstimmigkeiten bei den Verprobungen gegeben haben. Dass das Material damals verprobt und für einbaufähig befunden wurde, hat der damalige Entsorger unlängst im Interview bestätigt. Auch wurde im Interview bestätigt, dass die damalige Bauleitung die korrekte Leistung der Entsorgungsfirma abgenommen hat. Ein anderer Fall, nicht minder kriminell, wäre es, wenn möglicherweise kontaminiertes Material zu dem Bauschautt in die PEKA-Grube gekippt wurde.

GSCHWÄTZ hat die damalige Bauleitung, ein lokales Unternehmen, vor wenigen Tagen um ein Gespräch gebeten – die Antwort steht noch aus.

Es sind also weitere Fragen offen:

  • Welchen Sinn hat es, 2015 Schadstoffe auf einem Gelände abzulagern, das kurz vor der Bebauung steht?
  • Wie kann es sein, dass die Ergebnisse der Verprobungen im Jahr 2015 ganz anders ausgefallen sind als die Verprobung des angeblich identischen Materials im Jahr 2021?
  • Wer hat die Verprobungen damals durchgeführt?
  • Wer hat auf wessen Veranlassung kontaminiertes Material verfüllt und wo kam dieses Material her?
  • Wer sind die Beteiligten „auch aus der Stadt Künzelsau“, die Bürgermeister Neumann offenbar kennt? Und: Warum gibt er die Namen nicht preis?
  • Wie ist die Gestaltung der Verträge, die der Stadt offenbar keinerlei Eingreifmöglichkeit lassen, zu erklären?

Warum nutzt Neumann nicht das Strafrecht?

Eine weitere Frage stellt sich unabhängig davon, was wann wie und auf wessen Veranlassung hin geschehen ist:

  • Warum habt Bürgermeister Stefan Neumann nicht umgehend Strafanzeige erstattet, als er von dem Skandal erfahren hat?

Auch wenn er beim Verkauf von dem kontaminierten Material nichts gewußt haben mag, teilte er im Gemeinderat vom 27. Juli 2021 doch auch mit, dass er inzwischen mehr weiß: „Manche Beteiligte, auch aus der Stadt Künzelsau, hatten die Information, dass belastetes Material vorliegt, seit 2015“, sagte er und wiederholte diese Aussage sogar nochmals.

Bis zur Aufnahme der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft war dort keine Strafanzeige der Stadt Künzelsau eingegangen.

Ein Bürgermeister, der Kenntnis von einer Straftat hat, die dem Wohl seiner Stadt in erheblicher Weise schadet und der sogar weiß, dass es Mitwisser dieser Straftat gibt, der sie offenbar sogar kennt, und der dennoch keine Strafanzeige stellt, macht sich möglicherweise selber eines Dienstvergehens oder sogar einer Straftat schuldig. Schon allein aus Selbstschutz hätte man annehmen können, dass er sich Unterstützung der Ermittlungsbehörden sucht.

Soll die Versicherung zahlen?

Die Aussagen im Gemeinderat vom 27. Juli 2021 lassen darauf schließen, dass man einen möglichst großen Anteil der Schadenssumme elegant durch Versicherer begleichen lassen möchte, ohne dass die wirklich Verantwortlichen ans Licht kommen oder gar zur Rechenschaft gezogen werden. Sollte das tatsächlich der Plan sein, gleicht dieser dem Tanz auf einer Rasierklinge, denn die Versicherungen prüfen Schadensfälle sehr intensiv.

Man kann die letzte Frage also auch anders formulieren:

  • Warum verweist Neumann auf Versicherer, statt die Verantwortlichen zu ermitteln und diese verantwortlich zu machen?

Eine Frage ist bereits beantwortet

Eine Frage ist allerdings beantwortet: Ja, die Bürger werden hier veräppelt. Aber selbst diese Antwort wirft mindestens eine neue Frage auf:

  • Von wievielen Seiten werden wir eigentlich veräppelt?

Bertolt-Brecht, der vor 75 Jahren starb, wußte bereits: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen – den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
Es wäre zu wünschen, dass Bürgermeister und Verwaltung den Vorhang aufziehen, damit die Fragen endlich beantwortet werden können. Öffentlichkeit wäre in diesem Fall der beste Schutz vor weiterer Verschleierung – und Verstrickung.

Text: Matthias Lauterer

Alle GSCHWÄTZ-Beiträge zum Peka-Skandal: Hier klicken.

 

 




Feuerwehr Weißbach rettet Patient mit einem Tragetuch aus einem Gebäude

Feuerwehr Weißbach Hilfeleistung Rettungsdienst (Tragehilfe)

Am Sonntag, den 15. August 2021 um 10:30 Uhr wurde die Kleineinsatzgruppe Weißbach nach AAO (Alarm und Ausrückeordnung), von der integrierten Leitstelle des Hohenlohekreis zu einer Tragehilfe in das Gemeindegebiet alarmiert. Der Patient wurde mit dem Tragetuch aus dem Gebäude gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 65 wurde vom Landeplatz an die Einsatzstelle gebracht. Beim Umlagern des Patienten vom Rettungswagen in den Rettungshubschrauber wurde der Rettungsdienst ebenfalls unterstützt.

Quelle: Luftrettung ADAC

 




„Das Thema wird uns wieder beschäftigen“

Am vergangenen Dienstag rückt in Neuenstein ein Thema in den Fokus, das für lange Zeit medial in Vergessenheit geraten ist: die Zuwanderung von Geflüchteten und deren Integration.

Erfolgreiche Integration

Im Rahmen seiner Sommertour besucht Sozialminister Manfred „Manne“ Lucha das Gebäude der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis GmbH (AIH), wo unter anderem die AIH GmbH ihre Arbeit vorstellt. Mit der Vorstellung von Geflüchteten aus Togo und Georgien zeigt die AIH Beispiele für erfolgreiche Integration mit der Kursleiterin des Deutschkurses, Larissa Fertig. Anschließend stellen Integrationsbeauftragter Dr. Mark Wittlinger und Integrationsmanagerin Christine Obermüller das „Integrationsbündnis 2025“ vor, dessen Ziel es ist, Geflüchteten möglichst schnell Deutschkenntnisse zu vermitteln, sowie sie in Gesellschaft- und Arbeitsleben zu integrieren.

„Wir können das nicht akzeptieren“

„Als wir“ 2017 „vor einer brennenden Flüchtlingsunterkunft hier in Neuenstein standen“, erzählt Landrat Dr. Neth „und kurz davor in Pfedelbach, sind wir einer Zivilgesellschaft begegnet, die unglaublich viel Engagement und Zivilcourage aufgebracht hat, die gesagt hat: ‚Das sind nicht wir. Wir sind mehr.‘ Das Gefühl war: ‚Wir können das nicht akzeptieren.‘ Im Kreistag bestand dann auch der klare Wunsch, einen Gegenentwurf zu machen. Und der war ganz klar: Wir wollen Aushängeschild für Integration sein. Wir wollen keine Willkommenskultur, die überhöht ist wie die am Münchener Hauptbahnhof, sondern die einfach sagt: ‚Hier vor Ort leisten wir Integrationsarbeit‘.“

„Darauf sind wir stolz“

„Ich sage Ihnen emotional, wenn sie nachts vor zwei bezugsfertigen brennenden Unterkünften stehen – der Anruf kam immer so zwischen drei und halb vier – dann fragen Sie sich schon, wie Sie denn so ein Problem von Integration in der Gesellschaft hinbekommen“, fährt Neth fort. „Deshalb haben wir einstimmig im Kreistag gesagt, wir wollen einen Gegenentwurf setzen. Das haben wir über jede Parteipolitik hinweg beschlossen. Darauf sind wir stolz. Genauso wie wir darauf stolz sind, was Frau Zeile mit der AIH leistet.“

Maßnahmen zur Integration

Die AIH bietet Angebote für arbeitslose Menschen, Schüler:innen, die am Übergang von der Schule zum Beruf stehen, und für Asylbewerber:innen. Die Integrationsarbeit der AIH äußert sich in Deutschkursen und „Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen“, einem „befristeten Arbeitsmarktprogramm des Bundes“, das Geflüchteten „niederschwellige Angebote“ machen soll, „um den deutschen Arbeitsmarkt kennenzulernen“.

„Es werden immer mehr Flüchtlinge kommen“

„Wir wussten schon immer, dass das Thema ‚Akzeptanz‘, was Flüchtlingsunterkünfte angeht, schwierig ist. Wir haben deshalb auch gesagt: ‚Keine großen Unterkünfte‘, sondern Familienwohnungen, die auch anderweitig nutzbar sind“, erklärt Neth. „Klar ist, es werden wieder mehr Flüchtlinge in den Hohenlohekreis kommen. Da braucht man kein großer Prophet zu sein, man muss nur zusehen, was gerade in Afghanistan passiert. Das Thema wird uns wieder beschäftigen. Deshalb bereiten wir uns darauf vor.“

Text: Priscilla Dekorsi

Landrat Dr. Matthias Neth und Sozialminister Manfred „Manne“ Lucha in Neuenstein. Foto: GSCHWÄTZ

Begrüßung im Foyer der AIH in Neuenstein. Foto: GSCHWÄTZ

Zeile übergibt Minister Lucha ein Geschenk, das in der Kreativwerkstatt der AIH von Geflüchteten gefertigt wurde. Foto: GSCHWÄTZ

Die Leiterin des Deutschkurses bei der AIH, Larissa Fertig. Foto: GSCHWÄTZ

Elguja Khodeli (links), Komla Mawufe Konu und Deutschkursleiterin Larissa Fertig. Fertig hat die beiden Geflüchteten mit ihrem Kursangebot beim Start ins Berufsleben unterstützt, denn: Ohne Bleiberecht gibt es keinen Integrationskurs und ohne Sprachkompetenz ist auch kein Ausbildungsplatz in Sicht. Fertig bietet für diesen Fall Erstorientierungskurse an und bei der AIH kann man Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen absolvieren. Foto: GSCHWÄTZ




Landwirtschaftliches Fahrzeug geht in Flammen auf

Brand landwirtschaftliches Fahrzeug

Die Abteilungen Belsenberg und Künzelsau wurden am Freitag, den 13. August 2021, zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges auf den Rodachshof gerufen. Ein Teleskoplader brannte komplett aus. Das Feuer wurde unter Atemschutz mit zwei C-Rohren sowie mit Schaum abgelöscht.

Der Grunf für den Brand ist bislang nicht bekannt.

Rodachshof: Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Rodachshof: Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges. Foto: Feuerwehr Künzelsau

 




The same procedure

Nie wieder sollten die Schulen geschlossen und die Schüler:innen aufgrund der Coronapandmie in den Distanzunterricht / home schooling geschickt werden. Zu groß der Schaden, der dabei entsteht und entstanden ist. Das sagten Politiker:innen quer durch die Parteien nach der ersten Coronawelle Mitte des Jahres 2o20 und viele Eltern glaubten fest daran beziehungsweise wollten es glauben. Im Dezember 2020 kam dann die große Ernüchterung. Deutschlands Klassenzimmer schlossen teilweise monatelang.

Nach nur zwei Wochen die erste Schule zu

In diesem Jahr folgte nun the same procedure wie vergangenes Jahr. Krz vor den Sommerferien, nachdem die Schulen wieder ein paar Wochen offenhatten, schworen Politiker:innen aller Couleur erneut Stein und Bein, dass die Schulen im Herbst / Winter 2021 trotz aller Wahrscheinlichkeit wieder schnell steigenden Inzidenwerten nicht mehr geschlossen werden. Die Eltern hofften nach 1,5 Jahren Homeschooling-Jahren noch mehr, dass diese Versprechen eingehalten werden würde – und auch dieses Mal wurden sie schnell enttäuscht.

Der Norden Deutschlands hat es als erstes erwischt

Die Schüler:innen in Schleswig-Holstein starteten als erstes in die Sommerferien und dementsprechend auch wieder in das neue Schuljahr. Nach nur zwei Wochen schloss bereits die erste Schule und schickte die Schüler:innen in den Distanzunterricht.

Und das, obwohl die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, noch wie viele ihrer Kolleg:innen ebenfalls betont hat, dass die Schulen aufgrund der Impfangebote und des besseren Schutzes der Risikogruppen offenzubleiben haben, weil der Schaden größer wäre, wenn man sie schlösse. Nun hat es eine Gemeinschaftsschule in Leck in Nordfriesland erwischt. Ein Schüler:innen hat Corona und hatte wohl aufgrund der Aufhebung der Gruppenbildung Kontakt zu fast allen Klassen. Die Schulleitung habe daraufhin in Abstimmung mit dem örtlichen Schulamt die Entscheidung zur vorübergehenden Schließung getroffen, bis alle 420 Schüler:innen und Beschäftigten einen PCR-Test vorweisen können.

So ist also die Realität

So ist also die Realität. Was die Bildungsministerin vor kurzem noch betonte, ist obsolet. Das örtliche Schulamt hat nun ganz anders entschieden und alle der über 400 Schüler:innen kurzerhand nach Hause geschickt, weil eine Person unter ihnen Corona hat.

Falls die lokalen Schulämter alle so entscheiden und auch künftig wegen einem Coronafall die Schulen reihenweise schließen, sind die Schulen schneller geschlossen als im Herbst / Winter 2021.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 




Zu schnell: 74-Jährige (über-)fährt über Verkehrsinsel

Zu einem Unfall mit zwei verletzten Personen und mehreren tausend Euro Sachschaden kam es laut Polizeiangaben am Donnerstagnachmittag, den 12. August 2021, in Künzelsau. Kurz nach 17 Uhr war eine 31-Jährige mit ihrem Citroen Berlingo auf der B19 in Richtung Künzelsau unterwegs.

An einem Kreisverkehr musst die Frau anhalten. Im diesem Moment befuhr eine 74-Jährige mit ihrem VW den Kreisverkehr aus Richtung Künzelsau kommend. Die Frau war so schnell unterwegs, dass ihr PKW gegen einen Bordstein fuhr. Daraufhin übersteuerte die VW-Fahrerin, wodurch das Auto über eine Verkehrsinsel auf die Fahrbahn des Gegenverkehrs fuhr und dort mit dem Citroen der 31-Jährigen kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Berlingo nach rechts abgewiesen und teilweise auf die Außenbebauung des Kreisels geschoben.

Beide Unfallbeteiligte wurden bei dem Unfall verletzt. An den PKW entstand Sachschaden von insgesamt zirka 6.500 Euro.




Darf man in Künzelsau auch endlich wieder im großen Becken planschen?

Die Stadtverwaltung Künzelsau hofft auf eine baldige Öffnung des Naturbeckens. Das geht aus einer aktuellen Meldung hervor:

Seit Anfang Juli ist das Kinderplanschbecken und das Beachvolleyballfeld im Künzelsauer Kocherfreibad bei freiem Eintritt geöffnet. Auch der Verleih von Stand-Up Paddle Boards, Kanus und Tretbooten durch Heffner Outdoor Events ist wieder möglich. Das Angebot kann telefonisch unter 07940 548514 gebucht werden und ab nächster Woche auch wieder spontan direkt im Kocherfreibad in Anspruch genommen werden.

Stadtverwaltung: Wasservögel als Verunreiniger

„Leider haben wir noch mit Verunreinigungen des Naturbeckens durch Wasservögel zu kämpfen“, erklärt Bernd Scheiderer, Leiter des Stadtbauamtes. „Die Wasserqualität wird aber deutlich besser und wir sind auf einem guten Weg. Zum Wohl der Badegäste müssen höchste Auflagen bezüglich der Wasserqualität erfüllt werden.“ Peter Zimmermann vom Unternehmen Schauer & Co. GmbH ist für den Betrieb des Naturbeckens im Kocherfreibad verantwortlich und ebenfalls zuversichtlich: „Die stetige Verbesserung der Wasserwerte lässt auf eine baldige Öffnung hoffen. Durch die Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände des Kocherfreibads konnten die Wasservögel in letzter Zeit weitestgehend ferngehalten werden, wodurch sich die Wasserqualität verbessert hat und wir kurz davor sind öffnen zu können. Die Technik der Filteranlage funktioniert hervorragend und wir stehen in den Startlöchern für die Öffnung des Naturbeckens.“

Millionenteures Naturbecken

Das Naturbecken des Kocherfreibads wurde 2020 durch das Unternehmen WasserWerkstatt Bamberg umgebaut. Das vom Kocher abgetrennte Naturbecken stellt seit letztem Jahr die Wasserqualität ohne die Zugabe von Chemikalien durch eine Pflanzen-Wasser-Filteranlage sicher. „Das Naturbecken ist eine Besonderheit und Natur funktioniert nicht immer auf Knopfdruck. Die Filteranlage funktioniert ganz ohne Chlordesinfektion, worauf wir sehr stolz sind. Der nasse Frühsommer und der unerwartete Besatz von Wasservögeln führte zu den aktuellen Nährstoff- und Keimeinträgen in die Badebucht. Der Eindrang der Wasservögel wird durch weitere Umzäunung zum Kocher und anlaufende Vogel-Vergrämungsmaßnahmen im Nachgang reduziert“, so Claus Schmitt von der WasserWerkstatt Bamberg.

Nächstes Jahr soll das nicht mehr passieren

Für die Badesaison im nächsten Jahr werden durch die Stadtverwaltung Künzelsau und die Schauer & Co. GmbH bereits Lösungen erarbeitet, um eine gute Wasserqualität zu Beginn der Badesaison zu gewährleisten.

Enterich Heinz-Walter im Freibadtest:

Weil’s so scheee war…wir erinnern uns. GSCHWÄTZ macht den Freibadtest mit Enterich Heinz-Walter im Kocherfreibad. Hier geht’s direkt zum Video:



Weitere Impfaktionen in Testzentren, auf dem Wertstoffhof und am Freibad

Jede Impfung zählt

Unter der Überschrift „Jede Impfung zählt“ wirbt das Landratsamt des Hohenlohekreis zum weiteren Impfen auf. So heißt es in der Pressemitteilung: „Auch in der kommenden Woche bietet das Impfteam aus dem Kreisimpfzentrum Öhringen wieder zahlreiche Möglichkeiten an, kurzfristig und wohnortnah eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen.“

Am Dienstag, den 17. August 2021, finden von 17 bis 20 Uhr parallel zum Betrieb des Schnelltestzentrums Brettachtal Impfungen in der Brettachtalhalle Bretzfeld statt. Ebenfalls parallel zum Testbetrieb finden am Donnerstag, 19. August 2021, von 16 bis 20 Uhr Impfungen in der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell statt.

Am Samstag, den 21. August 2021, wird wie bereits an den vergangenen Samstagen von 8 bis 12 Uhr sowie von 13.30 bis 16 Uhr ein mobiles Impfteam auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain in Beltersrot im Einsatz sein.

Der Impfbus hält am Samstag, 21. August 2021, von 7 bis 12 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Zweiflingen und am Sonntag, 22. August 2021, von 10 bis 15 Uhr am Freibad in Niedernhall. Wer sich am Niedernhaller Freibad impfen lässt, bekommt einen freien Eintritt in dieser Saison geschenkt.

Geimpft wird jeweils ohne vorherige Anmeldung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson (nur eine Impfung) oder BioNTech (zwei Impfungen erforderlich). Geimpft wird, solange der Vorrat reicht. Das Mitbringen von Lichtbildausweis, Impfausweis sowie Versichertenkarte ist hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.

Nach wie vor findet im Kreisimpfzentrum Öhringen immer freitags und samstags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 15 Uhr das offene Impfen ohne Termin statt. Dabei werden die Impfstoffe von BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson angeboten, solange der Vorrat reicht.

Es gibt viele Gründe, die laut dem Landratsamt für die Corona-Schutzimpfung sprechen. Im neuen YouTube-Video auf dem Kanal des Landratsamts Hohenlohekreis berichten einige Hohenloherinnen und Hohenloher, warum sie sich impfen lassen: https://youtu.be/FTR0DxjwwUI




Wie aus einer Eichel eine Taubnessel wurde

Ich wäre eigentlich so gern so viel mehr grün. Im Herzen bin ich es in jedem Fall durch und durch. Und will auch gerne so viel wie möglich tun, damit die Welt grüner wird. Ich pflanze auch gerne, aber leider dauert es nicht all zu lange, bis meine frisch gepflanzten Werke braun werden, vertrocknen oder ertrinken.

Toll für Eltern, die mit einem grünen Daumen gesegnet sind. Schlecht für mich.

Daher bekam ich auch Schweissausbrüche, als mein Sohn sein Schulprojekt vergangenes Jahr verkündete: „Wir müssen in den Wald gehen, dort eine Eichel suchen und die dann zu Hause in einen kleinen Topf pflanzen und ein Jahr lang gießen. Dann pflanzen wir die Bäumchen alle gemeinsam ein.“ Aha. Toll für Eltern, die mit einem grünen Daumen gesegnet sind. Schlecht für mich.

Ich konnte mein Glück kaum fassen

So begeistert mein Sohn zu Beginn war, so schnell verflog das Interesse. Also goss ich die Erde regelmäßig und konnte mein Glück kaum fassen, als ein dünner Stil durch die Erde brach. Ich hatte es tatsächlich geschafft, die Eichel zum Wachsen zu bringen. Dann kam Corona. Ich will Corona nicht als Entschuldigung dafür nehmen, dass ich mich dann nicht mehr hundertprozentig auf das Wachstum der Eichel konzentrieren konnte. Aber es war so. Homeschooling kam, home office ebenso. Ich goss nebenher, mal mehr, mal weniger. Es schien auch zu fruchten, denn feine Blätter brachen sich durch den Stil.

Mein Umgang mit dem Pflänzchen wurde immer sorgloser

Mein Umgang mit dem Pflänzchen wurde jedoch immer sorgloser, mal goss ich zu viel, mal zu wenig. Gleichzeitig wurde ich mir immer sicherer, dass die Schule vermutlich erst im nächsten Schaltjahr wieder ihre Pforten für den Präsenzunterricht öffnen würde. Für das heranwachsende Bäumchen würde sich vermutlich kein Mensch mehr interessieren.

Ich bekam die Kurve nicht mehr. Das Pflänzchen starb

Als die Blätter allmählich braun und löchrig wurden, auch etwas runzlig, dachte ich noch: Die junge Eiche kann man noch retten. Aber ich bekam die Kurve nicht mehr. So schnell wie sie erblüht ist, war sie denn auch vertrocknet. Um das Elend nicht tagtäglich sehen zu müssen, verfrachtete ich sie von der Küche auf den Fenstersims der Speisekammer, in der Hoffnung, dass das Bäumchenprojekt durch Corona ad acta gelegt wurde.

„Was soll ich denn jetzt machen?“

Doch leider erstarb meine Hoffnung, als nun mein Sohn am Schuljahresende nach Hause kam und total schockiert verkündete: „Übermorgen machen wir die Baumpflanzaktion. Was soll ich denn jetzt machen?“ Ich holte das Pflänzchen aus der Speisekammer und wir betrachteten es gemeinsam. Auf keinen Fall wolle er das tote Pfänzchen mitnehmen. Auch ein Reporter der hiesigen Zeitung sei bei der Aktion dabei, um Fotos zu machen. Er wolle sich doch nicht lächerlich machen. Was also tun? „Wir können auch im Wald eine neue Pflanze holen“, schlug mein Sohn vor. Ich schaute ihn fassungslos an. „Ehrlich. Das haben die in der Schule gesagt. Bevor wir nichts vorweisen können, sollen wir einfach etwas Neues ausgraben.“ Noch einen Tag hatten wir Zeit. Also gut, wenn die Lehrer dafür grünes Licht gegeben hatten, dann machen wir das eben so. Im nahegelegenen Wald wurden wir auch schnell fündig. Im strömenden Regen gruben wir ein feines grünes Pflänzchen aus, das ein wenig an das junge Pflänzchen erinnert, das wir ursprünglich herangezüchtet hatten.

Dumm nur, dass es sich dabei um eine Taubnessel handelte

Dumm nur, dass es sich dabei um eine Taubnessel handelte, aber das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Ich meine, eigentlich kenne ich die runden Wölbungen der Eichenblätter und die eher spitzen Ränder eine Taubnessel, aber in dem jungen Stadium sah irgendwie alles auf einmal gleich aus. Mein Sohn marschierte stolz mit dem frischen Pfänzchen in die Schule. Die Taubnessel wurde jedoch in Windeseile enttarnt. Glücklicherweise hatte ein Freund von meinem Sohn damals mehrere Eicheln hochgezüchtet, falls aus eienr nichts werden sollte, und mein Sohn durfte eine von ihm pflanzen. Auf diese geniale Idee hätten wir auch kommen können.

 




Pfandgut ist bares Geld

Es ist ein solidarisches Projekt zugunsten von Pfandsammlern und der Umwelt. Die Stadt Öhringen beteiligt sich an der Aktion „Pfand gehört
daneben“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. An einem Dutzend öffentlicher Mülleimer in der Innenstadt und der
Cappelaue werden spezielle Halterungen durch den städtischen Bauhof installiert, in welchen Pfandflaschen gesichert werden können. Das Ziel ist, die Pfandflaschen nicht in die Tonne zu werfen, sondern einfach daneben zu stellen. Ein weiteres Plus: Das Pfand fließt zugleich an bedürftige Menschen.

Solidarität mit anderen Menschen

„Für manche ist es bequem, Pfandflaschen einfach in den Müll zu werfen. Für andere sind acht oder 25 Cent wichtiges Geld, an das sie jetzt leichter herankommen, ohne unwürdig in der Tonne wühlen zu müssen und sich dabei vielleicht sogar zu verletzen“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler in der Mitteilung. „Jeder kann so Solidarität den Menschen gegenüber zeigen, die leider auch in Öhringen mit Pfandgut ihren Alltag bewältigen müssen. Außerdem landen wichtige Rohstoffe so nicht im Müll.“ Die Stadt Öhringen ist im Hohenlohekreis die erste Kommune mit diesem Angebot.

Nicht die Lösung des Grundproblems

Jährlich werden Pfandflaschen im Wert von 180 Millionen Euro weggeschmissen und belasten die Umwelt. „Es ist unsere Vision, eine soziale
Bewegung innerhalb der Gesellschaft und der Getränkehersteller zu schaffen, um das Pfandsammeln zu erleichtern. Dass das nicht die Lösung des Grundproblems ist, ist klar. Wir werden Armut damit nicht abschaffen. Aber wir können einen ganz kleinen Beitrag leisten, um die Situation von Pfand sammelnden Frauen und Männern zu verbessern. Denn entweder du stellst die Flasche daneben, oder du lässt die Leute im Mistkübel wühlen“, sagt Mirco Wolf Wiegert, Schirmherr von „Pfand gehört daneben“ und Gründer und Geschäftsführer von fritz-kola. Der Getränkehersteller steht als Initiator hinter der Aktion.

Ehrenamtliches Projekt seit 2011

Die ursprünglich aus Spenden finanzierte Kampagne ist als ehrenamtliches Projekt 2011 mit einer Facebook-Seite gestartet. Mittlerweile arbeitet „Pfand gehört daneben“ mit Unternehmen aus der Getränkeindustrie, mit Künstlern, zahlreichen prominenten Unterstützern und der Zielgruppe selbst zusammen.

Quelle: Stadtverwaltung Öhringen