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Versorgungsamt zieht um

Zum 24. August 2021 zieht das Versorgungsamt des Hohenlohekreises an einen neuen Standort in Künzelsau. Künftig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Max-Eyth-Straße 4 (Gebäude E) zu finden sein. Auch der Bereich Wohngeld wird dorthin umziehen. Die Schuldnerberatung bleibt weiterhin am bisherigen Standort im Hauptgebäude (Gebäude A) in der Allee 17.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch künftig über die gewohnten Telefonnummern zu erreichen. Die neuen Räumlichkeiten sind über die Rückseite des Gebäudes barrierefrei zugängig.

Am Tag des Umzugs werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur eingeschränkt telefonisch erreichbar sein. Persönliche Termine sind ab dem 25. August wieder möglich.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Auf dem Weg zu Elon Musk – Tunnelbohrmaschine der DHBW Mosbach

Die vielleicht schnellste Tunnelbohrmaschine der Welt haben Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach entwickelt. Sie wurde am 16. August der Öffentlichkeit präsentiert. Die rund 150 Ehrengäste und Sponsoren konnten nicht nur die technische und kreative Leistung feiern, sondern auch eine erlösende Nachricht aus Berlin: Die Einreise in die USA für den im September geplanten Wettbewerb in die USA ist möglich.

12 Monate Arbeit

Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung bauten die Studenten rund 12 Monate an ihrem sogenannten Dirt Torpedo. Er soll im von Elon Musk weltweit ausgelobten Wettbewerb „Not-a-Boring Competition“ in der kalifornischen Mojave-Wüste gegen 11 weitere Teams antreten.  „Entscheidendes Kriterium bei der Bewertung ist die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Tunnelbohrung. Die Teilnehmer sollen die bisherige Geschwindigkeit der Tunnelbohrmaschinen übertreffen, die sich normalerweise langsamer als eine Schnecke fortbewegen“, sagt Teamleiter Adrian Fleck. Die Studenten haben dazu neue technologische Ansätze beim Vortrieb und Abtransport des Aushubs sowie bei der Beton-Verschalung und Navigation entwickelt – und erreichen eine Geschwindigkeit von rund 5,4 Meter pro Stunde, also etwa ein Meter schneller als eine Schnecke.

ebm-Logistikzentrum unterstützt

Feierlich wurde die knapp 4 Meter lange Tunnelbohrmaschine nun aus dem Logistikzentrum des Ventilatorspezialisten ebm-papst auf den Weg in die USA versendet. Thomas Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung bei ebm-papst, einer der Hauptförderer des Projektes, begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in Mulfingen: „Am Standort Deutschland benötigen wir junge, neugierige und vielversprechende Nachwuchs-Ingenieurinnen und -Ingenieure, wie das Dirt-Torpedo-Team. Im Zusammenspiel von Unternehmen und DHBW sehr gut ausgebildet, treiben sie die Innovationsfreudigkeit unseres Landes weiter voran“, so Wagner.

Minister Hauk: „Die Leistung der Mosbacher Studenten ist sensationell“

Auch Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, betonte den Wert eines solchen Projekts für alle Beteiligten: „Junge Menschen sind motiviert Veränderungsprozesse voranzutreiben und Zukunft mit Innovation zu gestalten. Die Leistung der Mosbacher Studenten ist sensationell und ein absolutes Aushängeschild für den Ländlichen Raum. Es kann schließlich nicht jeder von sich behaupten, im auserwählten Kreis von Elon Musk zu stehen. Ich hoffe, dass viele Studierende mit ähnlichem Engagement an die Sache gehen und dauerhaft unsere Unternehmen im Land verstärken.“

Rund 40 Sponsoren ermöglichen Teilnahme am Wettbewerb

„Wir sind dank der Unterstützung vieler Förderer nun einsatzbereit“, so Fleck. „Sie waren nicht nur Geldgeber, sondern haben auch beraten und mitgefiebert.“ Rund 40 Unternehmen und Förderer hatten sich an dem Fundraising der Stiftung „Pro DHBW Mosbach“ beteiligt, um die Teilnahme an diesem Hightech-Wettrennen möglich zu machen und Interesse für ein MINT-Studium zu stärken. „Ohne die phänomenale Unterstützung von Spendern und Sponsoren wäre dieses Projekt nicht realisiert worden”, so Gerhard Lauth, Geschäftsführer der Stiftung Pro DHBW Mosbach. Er freut sich, dass sowohl kleine Betriebe als auch „Big Player“ von dem Vorhaben begeistert sind. „Die Unterstützung ist phänomenal, das hat uns beflügelt”, sagt Lauth.

Corona sorgt für Probleme bei Einreise in die USA

Die letzten Wochen waren für das Team nervenaufreibend. Nicht nur standen letzte Optimierungarbeiten an, sondern auch die Zollabfertigung, bei der ebm-papst unterstützte. „Jedes Bauteil muss gelistet sein – und mein Team hat bis zum Schluss Änderung vorgenommen“, verriet Adrian Fleck den Gästen schmunzelnd. Größtes Kopfzerbrechen bereitete allerdings nicht die Maschine selbst und deren Transport, sondern die Einreise des Teams. Die amerikanischen Behörden betrachten den gesamten Schengen-Raum als Corona-Hochrisikogebiet, aus dem eine Einreise nur in Ausnahmefällen, als „National Interest Exception“ (kurz NIE), genehmigt wird. Im mehrstufigen Antragsverfahren unterstützten Bundestagsabgeordnete Nina Warken und der Chef des Bundeskanzleramts Dr. Helge Braun das Team. Die erlösende Nachricht kam am Ende der Feier, gerade als Freunde und Sponsoren die Maschine umringten, fotografierten und sich technische Details erklären ließen: Das gesamte Team um Adrian Fleck und den Dirt Torpedo darf einreisen! „Ein wahrer Einreise-Krimi, der ohne die Hilfe auf bundespolitischer Ebene sicherlich kein Happy End gefunden hätte!“, resümierte Gerhard Lauth.

Unter den letzten 12 von 400 Teilnehmern

Mit dem Erreichen des Finales unter 400 Bewerbungen steht das kleine studentische Team der DHBW Mosbach auf Augenhöhe mit international renommierten Universitäten wie der TU München, der ETH Zürich, der University of Warwick (UK) oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus den USA. Die Rektorin der DHBW Mosbach, Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, ist bereits jetzt stolz: „In diesem weltweit einzigartigen Wettbewerb sind unsere Studierenden das Gesicht aus Deutschland. Mit ihrem Können und viel Herzblut zeigen sie der Welt, welche Innovationskraft im dualen Studium steckt.“ Die Teammitglieder studieren Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik an den DHBW-Standorten Mosbach und Ravensburg sowie an der TU Darmstadt und bringen dadurch verschiedenen Perspektiven ins Projekt ein.

Sponsoren geben insgesamt Geld und Sachspenden im Wert von 500.000 Euro

Mehr als 30 Sponsoren haben neben Begeisterung und Knowhow rund 200.000 Euro als Geldzuwendungen und 300.000 Euro für Sachspenden und Dienstleistungen ins Projekt investiert: das Land Baden-Württemberg und die Unternehmen Bürkert, ebm-papst, FFT, Alethia Group, element six, Herrenknecht, Himmelmann, Interroll, Lütze, Mosca, Moxa, MPDV Mikrolab, Pink, Putzmeister, RSP America, Sika, Thomson, Wassermann, Wayss & Freytag, WIKA, Wittenstein Würth. Das Team erhält zudem PROMOS-Stipendien vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Spenden und ideelle Unterstützung bekam das Team von der DHBW, Siemens, der Region Fulda, der Stiftung ‘Pro DHBW Mosbach’ und von den Maschinenbau-Professoren Dr.-Ing. Gangolf Kohnen, Dr.-Ing. Manuel Ludwig und Prodekan Dr.-Ing. Michael Schrodt der DHBW Mosbach.

Über den Wettbewerb

Bei der Not-a-boring Competition bohren im September 2021 zwölf Teams – von Elon Musk das „Digging Dozen“ genannt – in der Mojave-Wüste einen Miniatur-Tunnel. Dieser wird 30 Meter lang sein und einen Durchmesser von einem halben Meter haben. Bewertet werden dabei in drei Punkte: Wie schnell ist der Tunnel gebohrt? Wie schnell und gut werden Tunnelwand und Fahrbahn ausgekleidet? Wie genau trifft das Ende des Tunnels den zuvor anvisierten Endpunkt? Am Ende soll dann idealerweise ein Mini-Tesla durch den Tunnel fahren können.

www.boringcompany.com/competition

Mehr Infos: www.dirt-torpedo.de und www.mosbach.dbhw.de/not-a-boring-competition

Pressemitteilung der DHBW Mosbach

Die Entwickler präsentieren ihre Tunnelbohrmaschine „Dirt-Torpedo“. Quelle: DHBW Mosbach

Tunnelbohrmaschine „Dirt-Torpedo“. Quelle: DHBW Mosbach

Tunnelbohrmaschine „Dirt-Torpedo“. Quelle: DHBW Mosbach

Tunnelbohrmaschine „Dirt-Torpedo“. Quelle: DHBW Mosbach




Gemeinderat Künzelsau nimmt Peka-Skandal von der Tagesordnung

Einmal mehr beginnt die Sondersitzung des Gemeinderats von Künzelsau vom 17. August 2021, mit einem Paukenschlag. Und einmal mehr ist es Herbert Schneider (FfK), der mit einem Antrag zur Geschäftsordnung für diesen Paukenschlag sorgt: Er beantragt, den Tagesordnungspunkt „Information und Aussprache zum aktuellen Stand Quartier an der Stadtmauer“ gar nicht erst zu behandeln.

Neumann betont Willen zu Transparenz und Offenheit

Zwar betont Bürgermeister Stefan Neumann, dass es ja nur darum ginge, von Seiten der Verwaltung zu informieren und  das Transparenzgebot gegenüber Öffentlichkeit und anwesender Presse zu erfüllen, er findet aber bei den Gemeinderäten wenig Gehör.

Termin zur Akteneinsicht sehr kurzfristig

Hintergrund ist ein recht kurzfristiger anberaumter Termin zur Akteneinsicht, der für den 17. August 2021, 16 Uhr, also unmittelbar vor der um 18 Uhr beginnenden Gemeinderatssitzung, mit Anwesenheit des Anwalts der Stadt, angesetzt war. Vor dem Hintergrund, dass Verena Löhlein-Ehrler bei der letzten Sitzung von „einem Dreiviertelmeter Ordner“ sprach, kann man durchaus verstehen, dass manch ein Ratsmitglied gerne längere und intensivere Akteneinsicht gehabt hätte.

CDU fühlt sich bestens informiert

Auch wenn Robert Volpp (CDU) sich „jetzt bestens informiert“ fühlte und für seine Fraktion eine Ablehnung des Antrags signalisierte, konnte die UBK ihm nicht folgen und machte klar, dass man Schneiders Antrag zustimmen werde.

Erhard Demuth (SPD/GRÜNE) war alles zu kurzfristig: „Ich als einer, der vom Fach ist, hätte gerne Akteneinsicht gehabt“, sagt er – ein beruflicher Termin verhinderte das. Er verweist auf eine diesbezügliche Mail an Stefan Neumann und ist „sehr verwundert, dass von Ihrer Seite keine Reaktion kam“.

Kopplung an den Sitzungstermin

Neumann erklärt, dass die Kurzfristigkeit durch die Kopplung an den Sitzungstermin zustandegekommen sei und begründet, man habe den Punkt „auf die Tagesordnung genommen, weil es die Öffentlichkeit interessiert und wir die Fragen von Herrn Schneider aus der letzten Sitzung beantworten wollen“.  Er betont nochmals: „Wir waren um Transparenz und Offenheit bemüht.“ Er erntet durchaus ungläubige Blicke.

Verzicht auf „Aussprache“ vorgeschlagen

Dr. Andrea Faust (Freie) schlägt vor, keine „Aussprache“ zu machen, sondern den Punkt auf „Information der Öffentlichkeit“ zu beschränken. Sie stellt aber keinen Antrag zur Geschäftsordnung, auch Bürgermeister Neumann gibt ihr keinen Hinweis auf diese Möglichkeit.

Antrag wird knapp angenommen

Die Abstimmung über den Antrag ergibt 9 Ja-Stimmen bei 8 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen – der Antrag, die „Information und Aussprache zum aktuellen Stand Quartier an der Stadtmauer“ nicht zu behandeln wurde damit angenommen. Das PEKA-Thema war damit zumindest für heute erstmal vom Tisch. Ein Mitglied des Gemeinderates erschien erst nach der Abstimmung.

Erklärung des Widerspruchs

Auf den ersten Blick hat sich der Gemeinderat widersprüchlich verhalten, war er doch bisher immer für Transparenz und Offenheit hinsichtlich dieses brandaktuellen Themas. Herbert Schneider erklärt diese Diskrepanz im Nachgespräch: Einerseits sei der Zeitraum für die Akteneinsicht zu kurz und zu kurzfristig bekanntgegeben worden, andererseits habe man juristische Konsequenzen gefürchtet: Mit einer „Aussprache“ wären dem Gemeinderat möglicherweise zukünftige Rechte genommen worden, befürchtet er.

Gesprächsangebot an Neumann steht

Es bleibt Bürgermeister Stefan Neumann natürlich unbenommen, das Gesprächsangebot von GSCHWÄTZ anzunehmen und auf diesem Weg Presse und Öffentlichkeit zu informieren. Er wies jedoch bereits in der Sitzung darauf hin, dass er ja seinen Urlaub bereits für diese Sondersitzung unterbrochen habe.

Die nächste reguläre Gemeinderatssitzung ist für den 14. September terminiert.

Text: Matthias Lauterer

 




Gemeinsam etwas Gutes tun

Traditionell umgeben Streuobstbäume die Ortschaften und begleiten häufig Wege und Straßen. Als Kulturpflanze bieten Streuobstbäume zudem regionale und saisonale Lebensmittel, deren Wertschätzung in der Gesellschaft mit dieser Sammelaktion gestärkt werden soll. Die Stadtverwaltung Künzelsau möchte laut Pressemitteilung der Vergeudung wertvoller Nahrungsmittel entgegenwirken und veranstaltet deshalb auch in diesem Jahr eine gemeinsame Apfel-Sammelaktion in Belsenberg – und zwar am Freitag, den 17. September, und am Samstag, den 18. September 2021.

Knapp 1.000 Flaschen Apfelschorle

Aus den gesammelten Äpfeln macht die Hohenloher Fruchtsäfte GmbH in Schwäbisch Hall original Hohenloher Apfelsaftschorle – vergangenes Jahr knapp 1.000 Flaschen Apfelschorle mit den Künzelsauer Äpfeln. Gesammelt werden die Äpfel von 9 bis 13 Uhr im zukünftigen Baugebiet „In den Hälden“ auf den grün markierten Flächen laut Plan. Die Obstsammler sollten Körbe, Eimer und Behälter zum Aufsammeln der Äpfel sowie – falls vorhanden – einen Rüttelhaken mitbringen.

Nur ungespritzte Äpfel werden verwendet

Die zentrale Sammelstelle der Äpfel ist direkt im zukünftigen Baugebiet „In den Hälden“ in Belsenberg. Jeder ist willkommen und erhält für die gesammelten Äpfel einen Gutschein, der im Nachgang bei der Stadtverwaltung Künzelsau gegen Apfelsaftsaftschorle eingelöst werden kann. Auch Obstbauern oder Privatpersonen, die Äpfel übrig haben und diese spenden möchten, können ihre Äpfel abgeben. Außerdem können Privatpersonen ihre Äpfel auch direkt nach Schwäbisch Hall liefern und erhalten das Apfelsaftschorle nach Vorlage der Quittung bei der Stadtverwaltung Künzelsau. Es ist zu beachten, dass alle Äpfel ungespritzt und nicht verfault beziehungsweise wurmig entgegengenommen werden.

Weitere Informationen

Rückfragen und Anmeldungen bis zum 16. September 2021 nimmt Marina Schukowski-Hust unter Telefon 07940/129 422 oder per E-Mail marina.schukowski-hust@kuenzelsau.de entgegen. Die Sammelaktion wird vollständig von der Stadtverwaltung Künzelsau organisiert und der Transport der Äpfel ist gewährleistet. Das Apfelsaftschorle kann nach Fertigstellung im Rathaus Künzelsau abgeholt werden. Hierzu werden Kontaktdaten der Beteiligten vor Ort aufgenommen. Die Sammelaktion findet unter den dann geltenden Corona-Auflagen statt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Motorradfahrer kollidieren auf Acker

Zwei junge Kraftradfahrer verletzten sich am Montagabend bei einem Unfall am Künzelsauer Wartberg. Die beiden 21-jährigen Männer waren mit ihren Motocross-Maschinen auf einem Acker unterwegs, als sich die beiden Motorräder berührten und die Fahrer stürzten. Rettungskräfte brachten die Männer in ein Krankenhaus.

Ohne Versicherung, ohne Führerschein

Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass keines der beiden Fahrzeuge den notwendigen Versicherungsschutz und einer der beiden Fahrer keinen Führerschein, um das Motorrad zu führen, besaß. Auf beide Männer kommt nun eine Anzeige zu. An den Motorrädern entstanden Schäden in Höhe von insgesamt rund 3.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Action fast ohne Atempause

Kurz nach 22 Uhr stehen an einem schwülheißen Sonntag im August 2021 auch die Sieger des finalen Spieltags beim „Ziehl-Abegg Royal eSports Masters“ fest. Wie der Motoren- und Ventilatorenhersteller mit Hauptsitz in Künzelsau mitteilte, führte er erstmals ein internationales eSports-Turnier an zwei aufeinanderfolgenden Wettkampftagen vom 14. bis 15. August 2021 durch.

„Einige von uns sind nicht schlecht dabei“

Organisiert und technisch aufbereitet wurde die eSports-Veranstaltung von der IT-Abteilung um Ausbildungsleiter Holger M. Rößler und mehreren IT-Azubis, die den Live-Stream via Twitch während des gesamten Turnierverlaufs mit Expertenwissen und Humor kommentierten. „Ich bin nicht der Einzige, der in der Freizeit gerne mal ein Online-Game zockt. Einige von uns aus der IT-Abteilung sind bei bekannten Spielen wie Rocket League im internationalen Gamer-Ranking nicht schlecht dabei“, betont Holger M. Rößler in der Pressemitteilung.

Keine unbekannten Größen

Am Samstag traten von 16 Uhr bis 22 Uhr insgesamt 16 Teams mit jeweils drei Spielern zum Kräftemessen in Rocket League, einem beliebten Autoballspiel in der weltweiten Gamer-Community, gegeneinander an. Den ersten Platz sicherte sich mit The Juicy Kids eines der Favoriten-Teams – die Team-Mitglieder Carca, Fabso und Youngstar sind im internationalen Ranking der Rocket-League-Ligen keine unbekannten Größen. Für den Sieg beim „Royal eSports Masters“ gab es 300 Euro. Die Freiwildgiraffen als unterlegener Finalgegner erhielten ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro. 75 Euro gab es noch für das Team „Krähende Geier“, die den dritten Platz belegten.

Zahlreiche englische Fachbegriffe

Am zweiten und finalen Spieltag des eSports-Turniers spielten am Sonntag von 15 Uhr bis 22 Uhr im Fantasy-Game League of Legends insgesamt acht Teams mit jeweils fünf Spielern um den Gesamtsieg. Auch bei dem beliebten Fantasy-Game dominierten in den Live-Kommentaren englischsprachige Fachbegriffe aus der Gamer-Community. Am Ende setzte sich im großen Finale das Team „Deutsch Jahrndorf Five“ gegen ihre Gamer-Kollegen „Deutsch Jahrndorf Zero“ durch und sicherten sich dadurch 500 Euro Preisgeld. Das unterlegene Finalteam und „The ELO Submarine“ als Turnierdritter durften sich jeweils über 250 Euro und 125 Euro freuen.

Gelungene Premiere

Für Ziehl-Abegg bedeutete das international besetzte eSports-Turnier eine gelungene Premiere. Auch Peter Fenkl zeigte sich von dem eSports-Event beeindruckt. „Ziehl-Abegg geht nicht nur technologisch voran, sondern nimmt auch beim Angebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Vorreiterrolle ein“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg/Andreas Scholz

 

 

 




„Hauptsache was mit Bulldog“

Für einige Zeit auf einem Bauernhof leben, morgens früh raus, auf dem Acker und im Stall helfen – anstatt Ausschlafen und in den Urlaub fahren? Linus Ehrhardt hat’s gemacht. Der 14-Jährige ist für zwei Wochen auf den Hof der Familie Messerschmidt in Pfedelbach-Ohnholz gezogen und hat dort im Stall und bei der Heu- und Strohernte geholfen. Der Kontakt kam über das Evangelische Bauernwerk in Hohebuch zustande, das über sein Programm Landleben-Live Jugendlichen Aktivferien auf Bauernhöfen ermöglicht. Von dem Angebot hatte Linus im Landwirtschaftlichen Wochenblatt gelesen.

Keine Angst vor großen Maschinen

„Ich mache alles mit“, sagt der Junge selbstbewusst. „Gleich am ersten Tag durfte ich mit dem Traktor die Ballen setzen.“ Dass er keine Angst vor großen Maschinen hat, stellt er denn auch gleich unter Beweis: Er holt den sogenannten Hoftrac – eine Art kleinerer Radlader und sein Lieblingsfahrzeug – und schiebt damit Futter in die Traufe der Rinder im Offenstall. „Bisher gab es noch nichts, das mir hier noch nicht gefallen hätte, aber das Beste ist das Traktorfahren.“ Auf dem Hof und den Wiesen darf er das auch, auf den öffentlichen Straßen noch nicht. „Und Willi hat gesagt, dass ich bis zum Ende alles gefahren sein muss“, zitiert Linus seinen Gastvater Willi Messerschmidt.

Das Leben auf einem großen Hof kennenlernen

Linus wohnt normalerweise in Setzingen in der Nähe von Ulm. Dort betreibt seine Familie Landwirtschaft im Nebenerwerb. Aber: „Wir sind zu klein und ich wollte das Leben auf einem großen Hof kennenlernen“, erklärt er. Das kann er in Ohnholz: Familie Messerschmidt hat insgesamt 180 Kühe und Rinder und 60 Hektar Wiesen. Sie schlachten ihre Tiere teils selbst auf dem Hof, verkaufen sie aber auch an die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft in Schwäbisch Hall. Hofbesitzerin Karin Messerschmidt freut sich über die Unterstützung: „Linus ist eine große Hilfe und er ist ein offener Kerl.“ Man merke ihm die Vorkenntnisse an, sagt die 54-Jährige.

Hier wird’s nicht langweilig

„Es war gar nicht schlimm“, sagt der angehende Zehntklässler zur Frage nach dem Heimweh. Denn der Kontakt zu den Eltern – die den Aufenthalt des Sohnes gut finden – war nur telefonisch möglich, Besuch gab es keinen.  „Nach ein, zwei Tagen hatte ich mich eingewöhnt.“ Und auf dem Messerschmidt-Hof werde es bei all der Arbeit im Sommer sowieso nicht langweilig: Los geht’s morgens meist um acht Uhr. Füttern, Ausmisten, Heu und Stroh holen, Kühe melken. Vieles geht zwar heutzutage mit Maschinen und ist dennoch Arbeit, die getan werden muss. Unterbrochen wird der Tagesablauf von der Mittagspause.

„Ich brauch keinen Urlaub“

Nach zwei Wochen ist Linus‘ Aufenthalt bei Familie Messerschmidt auch schon wieder vorbei. Aber er hat sich vorgenommen, wiederzukommen. „Daheim geht’s dann gerade so weiter“, sagt der Realschüler. „Aber das macht nichts, ich brauch keinen Urlaub.“ Er sei schon bestimmt zehn Jahre nicht mehr im Urlaub gewesen. Nach den Sommerferien startet er in sein letztes Schuljahr. Nach der zehnten Klasse will er gleich mit einer Ausbildung beginnen. „Zehn Jahre Schule reichen“, ist er überzeugt. Natürlich im landwirtschaftlichen Bereich und am liebsten als Fachkraft für Agrarservice oder Landmaschinenmechaniker: „Hauptsache irgendwas mit Bulldog.“

Sohn räumt Zimmer für den Gast

In ein oder zwei Jahren kann er sich außerdem wieder einen solchen Aufenthalt auf einem fremden Hof vorstellen. Auch für Karin Messerschmidt war es das erste Mal, dass sie einen jugendlichen Gast auf Zeit aufgenommen hat. Und sie würde es wieder tun, obwohl sie eigentlich keinen Platz hat. „Wenn mein Sohn sein Zimmer wieder zur Verfügung stellt“, sagt die zweifache Mutter. Denn um Linus etwas Privatsphäre zu ermöglichen, hat der 16-jährige Sohn der Messerschmidts eigens sein Zimmer geräumt.

Informationen

Im Rahmen von Landleben-live des Evangelischen Bauernwerks in Waldenburg-Hohebuch können Jugendliche ab 14 Jahren für zwei bis sechs Wochen das Leben auf dem Land kennenlernen. Als Familienmitglied auf Zeit packen sie mit an und packen überall mit an: bei der Ernte, den Tieren, im Garten und im Haushalt oder bei der Betreuung der Kinder. Jugendliche ab 16 Jahren können auf Wunsch auch in andere Bundesländer oder sogar in die Schweiz vermittelt werden.

Text: Sonja Bossert

Volle Konzentration: Linus bei der Arbeit mit seinem Lieblingsfahrzeug. Foto: GSCHWÄTZ




Zurück ins Leben

Im Hohenlohekreis liegt laut Dashboard am Dienstag, den 17. August 2021 (Stand: 8.18 Uhr), die 7-Tage-Inzidenz bei 25,7 pro 100.000 Einwohner.

Die Inzidenzstufen sind gefallen

Ganz wichtig seit Montag, den 16. August 2021: Die bisherigen vier Inzidenzstufen entfallen in Baden-Württemberg. Dafür gilt laut Homepage des Sozialministeriums grundsätzlich in Innenbereichen die 3G-Pflicht. Wer also voll am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchte, muss ab da einen Geimpften-, Genesenen oder negativen Test-Nachweis vorlegen. In Clubs und Diskotheken ist sogar ein PCR-Test nötig (maximal 48 Stunden alt), ansonsten sollen Antigentests ausreichend sein, die aber nur maximal 24 Stunden alt sein dürfen.

Überprüfung der Nachweise vor Ort

Die Tests werden entweder „vor Ort unter Aufsicht desjenigen, der das Vorliegen eines Testnachweises überprüfen muss“ vorgenommen oder „im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt“ oder er wird von einem Leistungserbringer vorgenommen und überwacht, heißt es auf der Homepage der Landesregierung. Anbieter:innen, Veranstalter:innen und Betreiber:innen beispielsweise von Restaurants oder Clubs sind dabei „zur Überprüfung der vorzulegenden Test-, Impf- oder Genesenennachweise verpflichtet“.

Regeln für Kinder und Schüler:innen

Als getestete Person gelten weiterhin Kinder unter sechs Jahren und „Schülerin oder Schüler einer Grundschule, eines sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums, einer auf der Grundschule aufbauenden Schule oder einer beruflichen Schule, wobei die Glaubhaftmachung in der Regel durch ein entsprechendes Ausweisdokument zu erfolgen hat“. Nach den Sommerferien gilt wie bereits angekündigt in den Schulen inzidenzunabhängig und für zunächst zwei Wochen wieder generell die Maskenpflicht im Unterricht. Schüler:innen, Lehrkräfte und Personal sollen dann auch wieder ein kostenloses engmaschiges Testangebot erhalten.

Private Feste ohne Beschränkungen

Die neue Verordnung bedeutet auch, dass private Zusammenkünfte und private Veranstaltungen ohne Beschränkungen zulässig sind. Die Maskenpflicht in Innenräumen beziehungsweise in Außenräumen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gilt aber nach wie vor für alle.

Öffentliche Veranstaltungen

Stadien und Kulturveranstaltungen im Freien dürfen für bis zu maximal 5.000 Personen unter Vollauslastung oder bei darüber hinausgehender Besucherzahl zu maximal 50 Prozent beziehungsweise bis zu 25.000 Menschen öffnen. Das gilt nicht für kirchliche oder religiöse Veranstaltungen. Diese sind unbeschränkt möglich, brauchen allerdings ein Hygienekonzept.

Überprüfung alle vier Wochen

Sollte sich das Ausbruchsgeschehen wieder verstärken und eine Überlastung des Gesundheitswesens drohen, will die Landesregierung zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Dazu soll die Auslastung der Intensivbetten, die Sieben-Tage-Inzidenz, die Impfquote und die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe fortlaufend beobachtet werden. Die Maßnahmen sollen mindestens alle vier Wochen überprüft werden.




Urlaubsfeeling und Live-Musik an drei Abenden

„Sommer in der Stadt“ lautet das Motto, unter dem in lockerer und gemütlicher Atmosphäre Live-Musik in der Innenstadt geboten wird. Diese Woche können sich Besucher:innen gleich an drei Abenden auf tolle Künstler freuen.

Abwechslungsreiches Musikprogramm

Am Donnerstag, den 19. August 2021, tritt am Sandstrand des Restaurants Emma am Alten Bahnhof von 17 bis 20 Uhr Flo Rössler auf. Eine ausgewählte Sammlung musikalischer Lieblingswerke der 90er und 2000er, aber auch aktuelle Lieder aus den Charts werden zu hören sein. Weiter geht es am Freitag, den 20. August 2021, mit dem Verein Theater im Fluss von 17 bis 21 Uhr, der die Bewirtung am Unteren Markt übernimmt. Ab 18 Uhr sorgen die Lazy Monkeys für Unterhaltung. Auf der Playlist: Lieder von U2, Adele, AC/DC, den Toten Hosen, Pink, Sportfreunde Stiller und vielen anderen Künstlern. Am Samstag, den 21. August 2021, bewirtet der Verein Theater im Fluss bereits ab 15 Uhr am Unteren Markt. Die Musiker der Cover-Band Steel, Wine & Honey spielen von 18 Uhr bis 21 Uhr bekannte Rock- und Pop-Songs.

Informationen

Eine Voranmeldung zu den Veranstaltungen ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei. Für die Kontaktnachverfolgung wird den Besucher:innen die Nutzung der Luca-App empfohlen. Alternativ können die Kontaktdaten auf Anmeldezetteln erfasst werden. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften. Bei Änderungen der Corona-Auflagen müssen Veranstaltungsabende unter Umständen auch kurzfristig abgesagt werden. Bei Regen finden die Veranstaltungen nicht statt. Aktuelle Informationen und alle weiteren Aktionen werden kommuniziert über die städtische Homepage unter http://www.kuenzelsau.de/sommerinderstadt und über Facebook Künzelsau – meine Stadt und Instagram kuenzelsau.meinestadt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Wer wird das Bauernopfer?

Der PEKA-Skandal um die Herkunft und den Verbleib kontaminierten Mülls, der auf dem PEKA-Areal gefunden wurde, bietet Stoff für einen abendfüllenden Wirtschaftskrimi.

Diverse geheimnisvoll im Dunkeln bleibende Hintermänner, von denen nur die Schatten zu sehen sind, reich an Geld und Einfluß. Ein Kleinstadtbürgermeister, der sich im Netz des vielen Geldes verfängt. Teure Juristen, die Müll und Schadstoffe zwischen Paragraphen und Akten verschwinden lassen. Und eine Bevölkerung, die gezielt im Unklaren darüber gelassen wird, welchen Gefahren sie möglicherweise ausgesetzt war. Da läßt sich was draus machen – am besten in Schwarz-Weiss, das ist dramatisch.

Wer wird das Bauernopfer?

In solchen Kriminalgeschichten kommen normalerweise die Dunkelmänner nahezu ungeschoren davon, denn sie werden ja für den Teil 2 noch benötigt. Irgendein Hauptdarsteller wird dafür am Ende zum Bauernopfer, das dann öffentlich zur Verantwortung gezogen wird.
Es könnte gut sein, dass letztendlich Bürgermeister Neumann diese Rolle übernehmen muss.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer