1

80-Jähriger eingeklemmt zwischen Ackerschiene und Traktorrad

Schwer verletzt wurde laut Polizeiangaben ein 80-jähriger Mann bei einem Arbeitsunfall am Freitagnachmittag, den 20. August 2021, in Mulfingen-Eberbach. Der Senior wollte mit seinem Traktor einen Baumstamm aus dem Waldbereich zu seinem Grundstück ziehen. Auf dem Grundstück verkeilte sich der Stamm zwischen der Ackerschiene und dem rechten Hinterrad, worauf dieses Rad blockierte.

Beim Absteigen rutschte der Mann vermutlich ab. Er wurde zwischen der Ackerschiene und dem linken Hinterrad des Traktors eingeklemmt. Da sich dieses Rad weiterhin drehte, wurden dem 80-Jährigen schwere Verletzungen am linken Arm zugefügt. Durch seine Hilferufe wurden Nachbarn auf den Verunglückten aufmerksam und befreiten diesen aus seiner misslichen Lage.

Er wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Die örtliche Feuerwehr war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen und Einsatzkräften am Unglücksort.




Auto aufgebrochen und ausgeräumt

Eine Niedernhallerin hat sich am Sonntag, den 22. August 2021, in dem öffentlichen Netzwerk facebook zu Wort gemeldet und darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Auto am vergangenen Wochenende in Öhringen aufgebrochen und Wertsachen daraus entwendet worden sind.

Antonia Lorenz beschreibt darin, dass sie ihr Auto an dem bekannten öffentlichen Parkplatz an der alten Turnhalle, direkt angrenzend zum Hofgarten, geparkt hat. Das Auto sei aufgebrochen und sämtliche Wertsachen daraus entwendet worden.

Screenshot des öffentlichen Postings von Antonia Lorenz

 




„Wir arbeiten an einem nachhaltigen Überleben“

Viele Branchen waren und sind durch die Auswirkungen der Corona-Lockdowns in ihrer Existenz gefährdet. Einige dieser Branchen suchten den Weg in die Öffentlichkeit, über andere wurde recht wenig berichtet. Eine der Branchen, die kaum öffentlich zu Wort kamen, sind die Veranstalter von Kulturveranstaltungen. GSCHWÄTZ hat mit Eva Hosemann, der künstlerischen Leiterin, und Roland Halter, dem Geschäftsführer der Burgfestspiele Jagsthausen (BFS) unter anderem über dieses Thema gesprochen.

Zwei Jahre kompletter Ausfall

In den Jahren 2020 und 2021 fiel das Programm der Burgfestspiele den Corona-Einschränkungen komplett zum Opfer. Einzig zwei Konzerte konnten 2021 stattfinden. Eine auch persönlich besonders unglückliche Wendung für Eva Hosemann, die mit dem Programm 2020 ihre erste Saison als künstlerische Leiterin bestreiten wollte. „Und schon haben wir nicht gespielt“, sagt sie mit einem eher gequälten Lachen. „Als Kulturschaffender ist das eine Tragödie“, sagt sie, aber fügt hinzu: „In der Tragödie sterben alle, wir arbeiten aber an einem nachhaltigen Überleben.“ Den Optimismus sieht man daran, dass rund um die Burg Jagsthausen schon mit dem Programm für 2022 geworben wird. Die Veranstalter möchten die Stücke aufführen, die für 2020 geplant waren.

Die Lobby fehlt

„Wir waren die ersten, die aus der Szene rausgeschossen wurden und wir kommen als letzte wieder rein“, beschreibt Halter die Situation. „Bedauerlicherweise haben wir nicht die Lobby wie DFL oder UEFA oder andere verantwortungslose Veranstalter.“ Er verweist auf die bekannten Bilder von nahezu voll besetzten Fußballstadien in Budapest, St.Petersburg oder Wembley. Deutliche Worte sind das – aber „ich weiß nicht, wie ich aus meinem Herzen eine Mördergrube machen sollte“.

Manche Akteure haben den Beruf komplett gewechselt

Im Jahr 2020 war das gesamte Ensemble bereits engagiert, die Verträge waren unterschrieben, als die Vorstellungen abgesagt wurden. Glück für die Künstler, denn aufgrund der bestehenden Verträge konnte Kurzarbeit beantragt werden und die Künstler hatten daher immerhin Einnahmen. Die Spielzeit 2021 wurde so frühzeitig abgesagt, dass man gar keine Engagements abgeschlossen hat. Trotz der Absagen habe man große Teile des Ensembles für 2022 halten können. Einige geplante Akteure seien allerdings durch andere Engagements gebunden, andere hätten sogar den Beruf gewechselt. „Besonders für die Freiberufler ergaben sich echte Notlagen.“ Hosemann berichtet von einem Ensemblemitglied, das eine Übergangstätigkeit in der Pflege angenommen habe und sich jetzt für eine Ausbildung im Pflegebereich entschieden hat.

Keine Möglichkeit, ein alternatives Programm anzubieten

Häuser mit festem Ensemble hätten einen Vorteil, meint Hosemann: „Mit einem eigenen Ensemble kann man Übergangsprogramme selber machen, bei uns hätte jede Idee neu installiert werden müssen.“  So sei für die Burgfestspiele (BFS) in Jagsthausen ein Alternativprogramm nicht möglich gewesen. Andere Bühnen konnten beispielsweise interaktive Aktionen über das Internet anbieten.

Aus den Corona-Hilfen-Töpfen gab es keine Förderung, einzig aus dem „Nothilfefonds Kultur“ des Landes Baden-Württemberg sei Geld geflossen. Auf das Land Baden-Württemberg läßt Halter nichts kommen: „In den letzten Jahren hatten wir eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem Ministerium, eine tolle Unterstützung, ideell und finanziell. Es ist leicht zu schimpfen, aber wir haben keinen Grund zu schimpfen“.

„Kein Geldgeber ist abgesprungen“

Noch begeisterter ist er, wenn er über die Sponsoren der BFS spricht: „Nicht ein Geldgeber, nicht ein Sponsor ist abgesprungen“.

Statt 860 nur 180 Zuschauer

Andere Theater haben 2021 zumindest ein abgespecktes Programm gespielt. Das kann Eva Hosemann bestätigen. „Wo eine potente Stadt und eine Touristik dahintersteckt“, sei das teilweise möglich gewesen. Zum Beispiel in Schwäbisch-Hall, wo es breite Zu- und Abgangswege gibt und die Bestuhlung etwas luftiger gestellt werden kann. „Hier auf dem Dorf ist es zu eng für das große Spektakel, da sind die Hygieneauflagen nicht zu erfüllen, auch wegen der Dreifachnutzung des Schlosses als Privatwohnung, Hotel und Theater“ sei das nicht leistbar. „Wir wären nur noch ein Hygienekonzeptunternehmen gewesen“, wirft Halter ein. Coronabedingt vor 180 Zuschauern statt wie in normalen Jahren vor bis zu 860 Zuschauern zu spielen, das sei wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.
Die Gegebenheiten der einzelnen Spielstätten seien nunmal sehr unterschiedlich – einige Veranstalter hätten ihr Ensemble auch in Kohorten eingeteilt, die nichts miteinander zu tun haben.

Der Reiz von Jagsthausen

Das geht bei den BFS aber nicht: In Jagsthausen übernehmen Schauspieler nämlich bis zu drei Rollen – vom Götz bis zum Kindertheater. „Das ist ja das Reizvolle: einen Schauspieler in drei komplett unterschiedlichen Rollen sehen zu können“, beschreibt es Hosemann aus Sicht des Publikums. „Auch für die Schauspieler ist das ein Anreiz. Das macht Spaß, auch wenn die Proben anstrengend sind.“

„Eine der großen Aufgaben ist es, in kurzer Zeit ein homogenes Ensemble zu erzeugen“, sagt Hosemann, „dazu ist die Auswahl der Schauspieler wichtig“ – das ist einer der Anreize für sie selbst.

Stephan Szász, Götz-Darsteller. Foto bereitgestellt von den BFS, ©_Janosch-Orlowsky

Und dann ist da ja noch der Spielort, die historische Götzenburg: „Das ist für mich überhaupt immer so ein Faszinosum, ich kann Wände berühren, die Götz vielleicht auch berührt hat, kann Landschaften sehen, die er vielleicht auch sah. Das ist für mich immer eine wunderbare Inspirationsquelle.“ So drückt es Stephan Szász, der Darsteller des Götz, aus.

Halter und Hosemann können das nachvollziehen: „Das geht mir genauso, wenn ich an einem historischen Ort bin“ – das letzte Mal habe er in der Goslarer Kaiserpfalz so empfunden. Und Hosemann wird etwas wehmütig, wenn sie an ihre Zeit in Wien zurückdenkt, wo man „pausenlos auf historischen Spuren wandelt“.

Jeder Euro erzeugt weitere vier Euro

Aber zurück zu den ökonomischen Folgen der coronabedingten Schließung: Nicht nur die Festspiele selbst, auch die Schauspieler und die weiteren Beteiligten leiden unter dem Ausfall – lokale Handwerker, Einzelhändler, Gastronomie und Hotellerie eingeschlossen. „Die Umwegrentabilität der Festspiele ist 1:4“ sagt, Halter. Was er damit meint: Jeder Euro, der für den Festspielbesuch ausgegeben wird, erzeugt weitere 4 Euro, die in der Region ausgegeben werden. Das beginnt beim Handwerker, der beim Bühnenbau beteiligt ist und endet bei der Hotellerie und den Freizeitaktivitäten.  „Die Besucher bleiben gerne mal einen Tag länger und besuchen zum Beispiel das Kloster Schöntal, die Grablege des Götz, oder andere kulturhistorische Stätten der Region.“

Im zweiten Teil des Gesprächs sprechen Hosemann und Halter darüber, was die coronabedingte Einsamkeit mit den Menschen macht und warum Kultur so wichtig für die Entwicklung von Kindern ist.

Weitere Informationen, alles zum Spielplan und Kartenbestellungen auf: https://burgfestspiele-jagsthausen.de/spielplan/

Das Gespräch führte Matthias Lauterer




Feuerwehr rettet 19-Jährige nach Überschlag aus Auto

Am Freitagnachmittag, den 20. August 2021, kam es laut Polizeiangaben auf der B 19 bei Dörzbach zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Autofahrerin so schwer verletzt wurde, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Gegen 14.30 Uhr war eine 19-jährige Suzuki-Fahrerin von Dörzbach in Richtung Rengershausen unterwegs. Kurz nach Dörzbach lenkte sie aus noch unbekannten Gründen zu weit nach rechts und streifte den Bordstein. Da sie daraufhin zu stark gegenlenkte, schleuderte das Auto nach links über die gesamte Fahrbahn. Dort hob das Fahrzeug ab und überschlug sich über die dortige Leitplanke. Das Auto kam daraufhin unterhalb einer Böschung an einem Baum auf dem Dach zum Liegen.

Der an dem Suzuki entstandene Totalschaden beträgt zirka 5.000 Euro. Auch an der Leitplanke entstand ein in der Höhe noch nicht bekannter Schaden. Zur Bergung der alleine in dem Auto befindlichen 19-Jährigen war auch die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen und Kräften am Unfallort.

Quelle: Polizeibericht Künzelsau



Spürnasen gesucht

Jagsttalwild Altkrautheim und die Kreisjägervereinigung Hohenlohe laden Kinder zu einem Ausflug in den Wald ein.

Veranstaltungshinweis der Kreisjägervereinigung.




„Nicht irreversibel geschädigt“ bedeutet: Es gab beziehungsweise gibt Schäden

„Es hat zu keinem Zeitpunkt eine ernste Gefahr für die Bevölkerung bestanden.“ Mit diesem Satz, der regelmäßig nach Vorfällen mit chemischen Stoffen zu lesen ist, könnte man die Pressemeldung der Stadt Künzelsau über den kontaminierten Aushub auf dem PEKA-Areal zusammenfassen (wir berichteten).

Geschickte Wortwahl

Alles gut also? Nein, denn wenn man die Meldung genauer liest, tauchen wieder neue Fragen auf, die die Meldung sprachlich geschickt umschiffen will. Man könnte auch mit dem ehemaligen Innenminister Lothar de Maiziere formulieren: Ein Teil der Antworten könnte die Bevölkerung verunsichern.

PCB, PAK, Schwermetalle und Sulfate sind die Schadstoffe, die genannt werden. Das entspricht im  Wesentlichen den Recherchen von GSCHWÄTZ (wir berichteten). PVB und PAK sind, wenn auch in geringem Maßstab, wasserlöslich. Schwermetallsalze und Sulfate sind im Allgemeinen vergleichsweise gut wasserlöslich.

Dennoch Wasser geschädigt?

Der Grund und Boden sei „nicht irreversibel geschädigt“, so steht es in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung zum PEKA-Skandal. „Durchgeführte Grundwasserproben bestätigen das“, heißt es. „Nicht irreversibel geschädigt“ bedeutet: Es gab Schäden.
Wenn das Grundwasser nach dem Aushub nicht mehr belastet ist, wäre natürlich interessant zu wissen, wie stark das Wasser in den oberflächennahen Schichten – denn in diesen lag das Material – geschädigt wurde und welche Schäden dieses belastete Wasser kocherabwärts während der 5-jährigen Lagerung angerichtet hat. Gerade PCB ist dafür bekannt, dass es die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen (und allem, was nach den Fischen in der Nahrungskette kommt, also bis hin zum Menschen) schädigt. Nicht zuletzt deshalb ist es verboten. Diesbezüglich steht in der Pressemeldung nichts.

Der „anstehende Boden“ wurde überhaupt nicht untersucht – „erfahrungsgemäß“ seien „keine Schadstoffbelastungen zu erwarten“, heißt es hierzu in der Pressemitteilung. Auf welche Erfahrungswerte sich hier bezogen wird, erfahren die Bürger:innen aus der Meldung nicht.

Frühe Information der Bevölkerung war möglich

Die nun genannten Informationen über die Schadstoffe hätte man der Bevölkerung durchaus früher zur Verfügung stellen können. Dass belastetes Material vorhanden war, ist laut Pressemitteilung seit „Ende 2020“ bekannt. Details waren spätestens „im Frühjahr 2021“ bekannt. Stattdessen wurde ein Geheimnis darum gemacht.

Vertrauen der Bevölkerung in die Politik ein weiteres Mal geschädigt

Heimlichtuerei um einen Umweltskandal anstatt proaktiver Information der Bevölkerung – das ist genau der richtige Weg, um das Vertrauen der Bevölkerung in „die Politik“ oder „die Verwaltung“ einmal mehr zu beschädigen.

Persönliche Interessen?

Der in der Pressemeldung genannte zeitliche Ablauf lässt allerdings auch die Vermutung zu, dass die Verheimlichung persönlichen Interessen gedient haben könnte: Wollte Bürgermeister Neumann den zu erwartenden Skandal etwa auf die Zeit nach der Wahl des Oberbürgermeisters von Backnang, die am 14. und 28. März stattfand, verschieben? Hat er befürchtet, dass ihm ein solcher Skandal im Wahlkampf schaden könnte?

Immer noch Unstimmigkeiten bei der Deponierung des Aushubs

Darüber hinaus gibt es immer noch Unstimmigkeiten bei der Deponierung des Aushubs. Die nun genannten 15.000 Kubikmeter Aushub passen gut zu den 20.000 Tonnen, die GSCHWÄTZ recherchiert hat. Aber die genannten Deponien passen nicht zu den weiteren Recherchen: Die im Raum stehenden Kosten passen sehr gut zu einer Entsorgung auf einer Deponie der Deponieklasse 3 – die genannten Deponien entsprechen dieser Deponieklasse jedoch nicht. In Baden-Württemberg gibt es nur eine solche Deponie – der Name dieser Deponie wird in der Pressemeldung aber nicht genannt.

In welche Deponieklassen wurde wieviel Material eingestuft? Und warum wird der Preis für die Deponieklasse 3 angesetzt? Sollte zwischenzeitlich klar sein, dass nicht das gesamte Material hochbelastet ist, warum geht man dann weiterhin von zwei Millionen (bisher standen übrigens „nur“ 1.8 Millionen Euro im Raum) aus?

Woher soll das Geld kommen?

Aufgrund der Haushaltssituation der Stadt fragt man sich, wo diese 2 Millionen herkommen sollen. Ungebundene Reserven in dieser Höhe sind im Haushalt nicht enthalten. Welche geplanten Ausgaben müssen aufgrund dieses Skandals verschoben werden? Hierüber hat der Gemeinderat noch nicht entschieden.
Es muss allerdings befürchtet werden, dass das Geld nur durch die Verschiebung eines in sich geschlossenen größeren Infrastrukturprojekts freigeschaufelt werden kann, etwa eine geplante innerörtliche Straßensanierung. Aus anderen Projekten läßt sich eine Summe von 2 Millionen Euro nämlich kaum „abzwacken“.

Wer ist verantwortlich?

Die Frage nach der Verantwortlichkeit bleibt weiter unbeantwortet. Im Moment scheint ein lokales Unternehmen, das 2015 die Bauleitung innegehabt haben soll, den Schwarzen Peter in der Hand zu haben. Das muss aber nichts heißen, denn bei diesem Kartenspiel wechselt der Schwarze Peter auch ganz schnell den Besitzer.

Und wenn einer nur geschickt schummelt, kann es am Ende sogar so aussehen, als ob gar kein Schwarzer Peter im Spiel war.
Also bleibt nur eines: Alle Karten müssen auf den Tisch.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




„Auffrischimpfungen“ ab 01. September 2021 im Hohenlohkreis

Ab dem 1. September werden auch im Kreisimpfzentrum Öhringen so genannte „Auffrischimpfungen“ mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech angeboten. Die ersten Termine werden hierfür, so das Landratamt in einer Pressemitteilung, zwischen dem 1. und 5. September jeweils von 8 bis 18 Uhr angeboten.

Auffrischimpfungen können die folgenden Personengruppen erhalten, sofern die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt:

  • Menschen über 80 Jahre,
  • Personen, die in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort leben,
  • Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden,
  • Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie,
  • Personen, die ausschließlich Vektorviren-Impfstoffe von AstraZeneca bzw. die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten haben,
  • Beschäftigte wie etwa Pflegekräfte, die in den genannten Einrichtungen, ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten sowie in medizinischen Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen arbeiten nach individuellem Wunsch und entsprechender ärztlicher Aufklärung

Das Landratsamt bittet Impfwillige, Termine für die Auffrischimpfungen regulär über das Terminsystem zu buchen, also über die Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl, kostenlos, Montag bis Sonntag von 8 bis 22 Uhr) oder im Internet unter https://www.impfterminservice.de/impftermine. Der in diesem Zug automatisch generierte Zweittermin kann ignoriert werden. Das offene Impfangebot besteht zudem weiter, solange der Vorrat reicht.

 




Natuschwimmbecken ab Samstag geöffnet

Das Kinderbecken im Künzelsauer Kocherfreibad ist seit einiger Zeit geöffnet. Ab Samstag, den 21. August 2021 kann auch das Naturschwimmbecken freigegeben werden. Das geht aus einer aktuellen Meldung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor. Darin heißt es weiter: „Die Wasserwerte passen endlich. Darüber freuen sich die Stadtverwaltung Künzelsau und das Team Vorort im Bad, das nun endlich wieder das herrliche Naturschwimmbecken für die Badegäste öffnen darf.“ Es gelten die bekannten Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

Die allgemein und jeweils aktuell gültigen Corona-Vorgaben, Abstandsregeln und Hygienevorschriften müssen eingehalten werden. Ein Hygienekonzept ist erarbeitet und im Bad ausgehängt. Am Eingang zum Kocherfreibad werden die Kontaktdaten der Badegäste erfasst.

In den Sommerferien ist das Kocherfreibad bei Badewetter jeden Tag von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Mit Schulbeginn gelten die folgenden Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 13 bis 19 Uhr; Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr.

Foto: Das Wasser im Naturbecken im Künzelsauer Kocherfreibad wird über eine Pflanzenfilteranlage – ganz ohne Chemie – aufbereitet. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




„Bei der Überlegung des Baus einer neuen Halle wurden wir sowohl von Bürgermeister Stefan Neumann als auch von unserer Bank super unterstützt“

Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) hat das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden geschaffen, schreibt die Künzelsauer Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Ziel des Jahresprogramms 2022 ist es, Impulse zur innerörtlichen Entwicklung und Aktivierung der Ortskerne zu setzen. Projektträger und Zuwendungsempfänger können neben den Kommunen beispielsweise auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein.

Förderschwerpunkt Arbeiten – Neubau einer Halle für die Zimmerei Kraft

Im Jahr 2013 hat die Zimmerei Kraft aus dem Künzelsauer Stadtteil Nitzenhausen für den Neubau einer Halle Fördergelder im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum erhalten. Grit Seber-Kraft führt mit ihrem Mann Stefan Kraft den Betrieb und findet das Förderprogramm eine geniale Sache: „Bei der Überlegung des Baus einer neuen Halle wurden wir sowohl von Bürgermeister Stefan Neumann als auch von unserer Bank und einem externen Unternehmen für Fördergeldbeschaffung super unterstützt. Wir hatten eine sehr kompetente Beratung an unserer Seite.“ Aufgrund der positiven Erfahrungen hat die Zimmerei Kraft dieses Jahr bereits den zweiten Förderantrag eingereicht: „Nach dem Neubau möchten wir unsere Halle nun erweitern. Weil das mit dem ersten Förderantrag so gut geklappt hat und wir den Prozess nun kennen, haben wir wieder einen Förderantrag bei der Stadtverwaltung Künzelsau eingereicht“, so Grit Seber-Kraft.

Förderschwerpunkt Wohnen – Hausumbau mit sechs Wohneinheiten

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum lässt sich auch bei Privatmaßnahmen sehr gut umsetzen. Philipp Kruck aus Künzelsau-Haag hat im vergangenen Jahr ein Haus aus den 60er-Jahren mithilfe des Förderprogramms in sechs neue Wohneinheiten umgebaut. Bei mehreren Wohneinheiten ist ein Zuschuss pro Wohneinheit möglich. „Nachdem wir uns entschlossen haben, das Elternhaus meiner Mutter umzubauen, hat uns der Architekt auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht. Anschließend haben wir uns bei der Stadtverwaltung Künzelsau gemeldet und wurden super beraten“, so Philipp Kruck. Er blickt zufrieden auf die Vorgehensweise zurück: „Im September 2019 haben wir den Förderantrag eingereicht und im Frühjahr 2020 die Zusage erhalten. Wenn man sich umfassend informiert und beraten lässt, sind sehr viele Möglichkeiten der Förderung da.“

Wo liegen die Förderschwerpunkte?

Umnutzungen leerstehender Gebäude zu Wohnraum, Aufstockungen, umfassende Sanierungen und die Schließung von Baulücken im Ortskern tragen zur Nachverdichtung bei und stehen im Fokus der Förderung. Dies gilt auch für Siedlungsflächen der 60er-Jahre, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen. Für den Förderschwerpunkt Wohnen werden daher voraussichtlich etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt. Im Förderschwerpunkt Grundversorgung steht die Sicherung der örtlichen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen Bedarfs im Vordergrund. Gefördert werden unter anderem Dorfgasthäuser, Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien und Handwerksbetriebe. Aufnahmeaufträge mit Projekten aus diesem Förderschwerpunkt erhalten einen Fördervorrang.

Entflechung störender Gemengelagen

Im Förderschwerpunkt Arbeiten werden vorrangig Projekte unterstützt, die zur Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern beitragen. Darüber hinaus sind Projekte von kleinen und mittleren Unternehmen, die zum Erhalt der dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen beitragen, förderfähig.

CO2-Speicherzuschlag

Wer bei Projekten überwiegend ressourcenschonende, CO2-bindende Baustoffe im Tragwerk wie zum Beispiel Holz einsetzt, kann grundsätzlich einen Förderzuschlag von fünf Prozent-Punkten auf den Regelfördersatz bekommen, sofern dies nach beihilferechtlichen Bestimmungen möglich ist.

Antragsverfahren

Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm können ausschließlich von den Kommunen gestellt werden. Diese Aufnahmeanträge enthalten auch die privaten Projekte. Die Aufnahmeanträge werden über das Landratsamt dem Regierungspräsidium vorgelegt. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz entscheidet im Frühjahr 2022 über die Aufnahme in das ELR. Daher ist es notwendig, dass die Unterlagen zu den Projekten aus allen Förderbereichen aus dem Stadtgebiet Künzelsau einschließlich aller Stadtteile bis spätestens Mittwoch, den 15. September 2021, bei der Stadtverwaltung Künzelsau vorliegen. Ansprechpartner für Fragen zum Programm und zum Förderantrag ist bei der Stadtverwaltung Künzelsau Marina Schukowski-Hust unter Telefon 07940/129 422 oder per E-Mail mailto:marina.schukowski-hust@kuenzelsau.de. Weitere Informationen sind unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/foerderung/elr zu finden.

Familie Kruck aus Künzelsau-Haag hat im vergangenen Jahr ein Haus aus den 60er-Jahren mithilfe des Förderprogramms in sechs neue Wohneinheiten umgebaut. Foto: privat




AfD Hohenlohe lehnt Aufnahme von zusätzlichen Afghanen ab

Die AfD hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in welcher sie angesichts des Dramas, das sich derzeit in Afghanistan abspielt, klar ablehnend positioniert und sich gegen eine Aufnahme von zusätzlichen Afghanen in Deutschland ausspricht.

Fehler von 2015 würden wiederholt

Nach Auffassung des Vorstands des Kreisverbandes Hohenlohe wiederhole Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den Fehler, den Angela Merkel (CDU) 2015 bereits gemacht habe: Der Ministerpräsident lade Flüchtlinge nach Baden-Württemberg ein. Bewusst ignoriere Winfried Kretschmann die Probleme, die die letzten sieben Jahre mit sich gebracht hätten und die auch unabhängig von weiteren Flüchtlingswellen immer größer würden, schreibt die AfD Hohenlohe-Schwäbisch Hall in einer Pressemitteilung. Unterkünfte seien belegt, weitere könnten nicht errichtet werden, so AfD-Kreissprecher Anton Baron. Er weist zudem auf den laut seiner Meinung „teils dramatischen Wohnungsmangel“ in Baden-Württemberg hin, vor allem in den größeren Städten. Dieser bestehe nach wie vor und trotzdem wolle Kretschmann „noch mehr Menschen zu uns holen“.

Aus einem anderen Kulturkreis

Hinzu komme, dass es die Aufgabe eines Landesvaters sei, seine Bevölkerung zu schützen. Doch stattdessen wolle Kretschmann nun wieder primär Männer nach Deutschland holen, die aufgrund ihrer „archaischen Sozialisierung eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit in unserem Land werden könnten“. Laut einer aktuellen BKA-Statistik würden Afghanen bereits jetzt als überproportional kriminell bei Drogen- und Sexualdelikten auffallen, so die AfD weiter. Dass diese Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis kaum zu integrieren seien, würden die Erfahrungen der letzten „Wir-schaffen-das“-Aktion zeigen. Experten würden bereits davor warnen, dass man mit offenen Armen auch Taliban empfange, die hier islamistische Terrornetzwerke aufbauen, pflegen oder verstärken könnten. Vorläufigen Schutz könnten auch die umliegenden islamischen Nachbarländer bieten.

Was die AfD in ihrer Pressemitteilung unerwähnt lässt, ist, dass zahlreiche Afghanen derzeit vor der Taliban versuchen zu fliehen und Hilfe und Unterstützung unter anderem in nicht islamistisch geprägten Ländern suchen. Die Tagesschau berichtet aktuell von so genannten „Festnahmelisten“.

 

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass die Äusserungen und Behauptungen in der Pressemitteilung der AfD die Meinung der AfD Schwäbisch Hall-Hohenlohe wiedergibt und nicht die der Redaktion GSCHWÄTZ. Anlässlich der Bundestagswahlwahlen im Herbst 2021 erachten wir es jedoch als äusserst wichtig, dass die Bürger:innen wissen, wofür welche Partei eintritt.