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Merkwürdiger Brief geht um im Hohenlohekreis

Manche CDU-Mitglieder staunten nicht schlecht, als sie vergangenen Tage in ihren Briefkasten schauten und ein Schreiben von dem vermeintlichen Büro von Christian von Stetten in den Händen hielten. In den Zeiten des Bundestagswahlkampfes an sich keine Besonderheit im Hohenlohekreis, immerhin kandidiert Christian von Stetten nicht zum ersten Mal für einen Sitz im Bundestag für die CDU.

Doch das Schreiben weißt erhebliche Mängel auf. Es scheint, als ob es als Musterschreiben unfertig versehentlich an sämtliche Mitglieder verschickt worden wäre. Eine peinliche Pleiten-, Pech- und Pannenaktion von Christian von Stettens Büro also, fragen sich die CDU-Mitglieder? Mitnichten, wiegelt nun Christian von Stetten gegenüber GSCHWÄTZ ab. Auch ihm ist das Schreiben bekannt.

Den Brief hätten laut von Stetten tatsächlich alle CDU-Mitglieder auf Papier erhalten. Die Veröffentlichung des Briefs ohne weitere Details auf facebook sei wohl eine Art „Fake News“: Die Betroffenen, die Mitglieder der CDU,  hätten vorab die Informationen darüber bekommen, mit welchen Unterlagen und mit welchen Argumenten von Stetten bestimmte Gruppen von Wahlberechtigten, etwa Landwirte oder Senioren, anschreiben würde. Eine Seite dieser Info war die Mustervorlage des Anschreibens, das später personenbezogen ausgefüllt an die potentiellen Wähler gesendet werden sollte. Insgesamt, so von Stetten, habe dieser  Informationsbrief an die Mitglieder rund 80 Seiten enthalten.

Wer die einzelne Seite aus dem Zusmmenhang gerissen und auf facebook veröffentlicht hat, ist bislang nicht bekannt.

 

Das ist der Brief, um den es sich handelt. Quelle: privat




Winnie die Kuh, Wajaro das Pferd und Little das Schweinchen

Die „New Life Ranch“ in Kemmeten hat diesen Sommer bereits zum 14. Mal in Folge eines ihrer Kinderferienprogrammpunkte „Zwei Tage auf dem Pferdehof“ angeboten. Dieses Jahr durften neun Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren auf dem Pferdehof alles rund ums Pferd erfahren, im Stroh übernachten und das Leben auf dem Pferdehof nachempfinden. 

Reiten auf der Kuh

Winnie die Kuh, Wajaro das Pferd und Little das Schweinchen haben den Kindern ein unvergessliches Erlebnis bereitet – „Ganz schön mutig, oder?“, rief Silas beim Ritt auf der Kuh. Die Kinder halfen im Stall mit, malten Hufeisen an, ritten mit den Pferden mal im Wald oder auf dem Hof im Wechsel und leisteten ihren Beitrag in der Küche.

Auszeit schaffen 

Seit 16 Jahren leitet Katrin Scheuermann den Pferdehof mit Unterstützung von mehreren ehrenamtlichen Helfern. „Was uns wichtig ist, ist, dass wir eine Bereicherung sein wollen, Gutes tun und Auszeit schaffen wollen – für die, die es auch tatsächlich wollen. Der Umgang und die Offenheit untereinander sind bedeutend, was wir besonders von den Tieren lernen können“, so Scheuermann. Auch privat bietet die 37-Jährige gerne die Möglichkeit an, für einen Ausritt bei ihr vorbeizukommen.

Nächstes Jahr wieder

Auch im nächsten Jahr plant die Stadtverwaltung Künzelsau wieder ein Betreuungsangebot in den Sommerferien. Weitere Informationen unter www.kuenzelsau.de/ferienbetreuung.

Pressemeldung Stadt Künzelsau

Sommerferienprogramm auf dem Pferdehof. Foto: Stadt Künzelsau, Yvan Fuchs

Sommerferienprogramm auf dem Pferdehof. Foto: Stadt Künzelsau, Yvan Fuchs




Schulunterricht in Präsenz – welche Regeln gelten?

Die Ferien gehen zu Ende, die Schule beginnt. Pandemiebedingt mit einigen Auflagen und Regelungen, die zu beachten sind. Die aktuelle Coronaverordnung des Landes legt fest, dass die Corona-Regeln für Schulen vom Kultusministerium in einer eigenen Verordnung definiert werden.
Das Ziel des Kultusministeriums ist, trotz Pandemie die Schulen offen zu halten und den Präsenzunterricht, wo immer es möglich ist, zu gewährleisten. Unter dieser Prämisse hat das Kultusministerium einen Maßnahmenkatalog vorgeschrieben:

Präsenzpflicht wieder gültig

Die Aufhebung der Präsenzpflicht wurde rückgängig gemacht, Schüler:innen können nun nicht mehr ohne weitere Angabe von Gründen zu Hause bleiben. Sollte ein Schüler, eine Schülerin oder eine Kontaktperson im Haushalt einer besonderen Risikogruppe angehören, ist eine individuelle Ausnahmeregelung mit Homeschooling möglich. Diese persönliche Situation ist ab jetzt durch ein ärztliches Attest nachzuweisen.

Maskenpflicht nach den Ferien

Es gilt eine generelle Maskenpflicht in der Schule. Ausnahmen sind streng geregelt, zum Beispiel im fachpraktischen Sportunterricht, beim Singen oder beim Spielen von Blasinstrumenten, zur Nahrungsaufnahme oder in den Pausen außerhalb der Gebäude. Die ursprünglich beschlossene Regelung, dass diese Maskenpflicht nur in den ersten 14 Tagen nach Wiederbeginn der Schule gelten soll, ist in den derzeitigen Regeln des Kultusministeriums nicht mehr zu  finden.

Ohne Maske: Zutritts- und Teilnahmeverbot

„Die Verpflichtung gilt für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie sonstige anwesende Personen. Deshalb sind z.B. auch Handwerker, die an der Schule eine Reparatur ausführen, oder auch Eltern, die zu einem Gespräch mit der Klassenlehrkraft erscheinen, dazu verpflichtet, eine Maske zu tragen. Schülerinnen und Schüler, die nicht von der Maskenpflicht befreit sind und dennoch keine Maske tragen, haben ebenso wie Lehrkräfte und andere Personen ein Zutritts – und Teilnahmeverbot“,  schreibt das Kultusministerium auf seiner Webseite.

Quarantäneregelung gelockert

Gibt es einen positiven Corona-Fall, muss nur die erkrankte Person in Quarantäne. „Enge Kontaktpersonen“ der Person gehen nicht automatisch in Quarantäne. Stattdessen gilt für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse oder Lerngruppe, in der die Infektion aufgetreten ist, fünf Schultage die Verpflichtung zu einer täglichen Testung mindestens mittels Schnelltests. Wichtig: Diese Regelung gilt nur, wenn die Einhaltung der Maskenpflicht und das regelmäßige Lüften nachgewiesen werden kann. Andernfalls kann das Gesundheitsamt trotzdem eine Quarantänepflicht anordnen.

Testpflicht

Zu diesen Maßnahmen kommt eine generelle Testpflicht: Zwei Coronatests pro Woche sind vorgeschrieben. Falls die Schule keine Tests anbietet, gelten Testnachweise anerkannter Teststellen sowie Eigenbescheinigungen der Eltern.

Übergang in Wechsel- oder Fernunterricht

Ein solcher Übergang ist nicht mehr vorgesehen. Da die Inzidenz in der aktuellen Corona-Verordnung nicht mehr die Basis für Maßnahmen ist, entfallen diese Regeln. Ziel ist es, den Präsenzunterricht offenzuhalten.

Weitere Informationen

Die oben genannten Maßnahmen entsprechen dem Stand vom Freitag, 10. September 2021.
Auf den Seiten des Kultusministeriums Baden-Württemberg sind die jeweils geltenden Regelungen abrufbar. Außerdem gibt es dort eine umfangreiche Liste mit Antworten auf häufige Fragen.

Text: Matthias Lauterer




Schulbeginn nach den Sommerferien

Die Sommerferien gehen zu Ende. Der Unterricht in den städtischen Schulen in Künzelsau beginnt wieder am Montag, 13. September 2021.
Die Erst- und Fünftklässler werden an den darauffolgenden Tagen eingeschult. Die Schulleitungen geben hierzu folgende Termine bekannt:

Grundschule Amrichshausen

Unterrichtsbeginn für die Klassen 2 bis 4 ist am Montag, 13. September um 8.40 Uhr und Ende um 12.10 Uhr in der Grundschule. Die Einschulungsfeier für die neuen Erstklässler findet am Samstag, 18.September 2021 statt.

Reinhold-Würth-Grundschule Gaisbach

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht um 8.40 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Samstag, 18. September 2021 mit einer kleinen Feier in der Mehrzweckhalle Gaisbach statt.

Grundschule Kocherstetten

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht um 8.25 Uhr. Die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Samstag, 18.September 2021 statt. Sie beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kelter in Kocherstetten, die anschließende Feier findet ebenfalls in der Kelter statt.

Grundschule Taläcker

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht am Montag, 13. September 2021 um 8 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Angemeldete Kinder nehmen am Ganztagesbetrieb teil. Die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Donnerstag, 16. September 2021 in der
Mehrzweckhalle Taläcker statt. Beginn: Klasse 1b um 9 Uhr; Klasse 1a
um 11 Uhr. Aufgrund der Pandemie darf jedes Kind nur von zwei Personen begleitet werden.

Georg-Wagner-Schule

Für die Klassen 2 bis 4, sowie die Klassen 6 beginnt der Unterricht am 13. September 2021 um 8 Uhr im Gebäude am Kocher, für die Klassen 7 bis 10 um 8 Uhr im Gebäude am Berg. Der Unterricht endet für alle Klassen um 12.20 Uhr. In der ersten Unterrichtswoche findet noch kein Nachmittagsunterricht statt.
Die Begrüßung der Klassen 5 erfolgt am Dienstag, 14. September und die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Mittwoch, 15. September statt: Die Klasse 1a beginnt um 8 Uhr mit einem Gottesdienst in der Johanneskirche und um 9 Uhr schließt sich die Begrüßungsfeier in der Sporthalle am Kocher an. Für die Klasse 1b beginnt der Gottesdienst um 10.30 Uhr und die Begrüßungsfeier um 11.30 Uhr. Die Aufnahme der Klassen 5a und 5b beginnt um 8.15 Uhr und der Klassen 5c und 5d beginnt um 10.30 Uhr jeweils in der Sporthalle am Kocher.

Ganerben-Gymnasium

Am Montag, 13. September 2021 beginnt der Unterricht für die Klassen 6 bis 12 um 8 Uhr und endet für die Klassen 6 bis 10 um 12.20 Uhr. Die Begrüßung der Klassen 5 findet am Dienstag, 14. September 2021 um 9 Uhr getrennt nach Klassen an den ausgewiesenen Stellen im Schulgebäude statt.

Brüder-Grimm-Schule

Für die Klassen 2 bis 9 beginnt der Unterricht am Montag, 13. September um 8 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Die Aufnahmefeier für die Erstklässler findet am Mittwoch, 15. September 2021 um 10.15 Uhr in der
Schule statt.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




„Mieten im Hohenlohekreis heben ab“ – in 6 Jahren um 41,1 Prozent gestiegen

Das Wohnen fängt beim Wählen an: „Für die Mieten im Hohenlohekreis gibt es seit Jahren nur eine Richtung – nämlich immer nach oben“, sagt Mike Paul. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Stuttgart beruft sich dabei auf eine Mietpreis-Analyse des Pestel-Instituts. Im Fokus der Untersuchung steht der Anstieg der Kosten fürs Wohnen, die der Staat übernimmt, wenn Haushalte auf Hartz IV angewiesen sind:

Mietsteigerung von 41.1 Prozent für einfachen Standard in 6 Jahren

Selbst die Kaltmiete für Wohnungen mit einfachem Standard ist demnach im Hohenlohekreis von 5,30 Euro pro Quadratmeter (im Januar 2015) auf 7,50 Euro (im April 2021) enorm angestiegen – ein Plus von 41,1 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise haben im gleichen Zeitraum deutlich weniger zugelegt – nämlich um 9,8 Prozent, so das Pestel-Institut.

Forderung an die neue Regierung: mehr Wohnungen

„Die neue Bundesregierung muss sich enorm ins Zeug legen und für mehr Wohnungen sorgen“, so Mike Paul. Es fehlten vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen – gerade auch im Hohenlohekreis. „Die Situation im Hohenlohekreis ist damit Teil der bundesweiten Misere auf dem
Wohnungsmarkt“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Das Drehen an der Mietspirale müsse ein Ende haben. „Die Mieten müssen wieder runter. Dafür muss der Neubau aber deutlich nach oben gehen – vor allem bei den bezahlbaren Wohnungen und bei Sozialwohnungen“, fordert Feiger. Deshalb müsse die neue Bundesregierung „schleunigst ein dickes Wohnungsbau-Paket“ auf den Weg bringen.

Manche Parteien „bleiben vage und vermeiden konkrete Zahlen“

„Damit das passiert, ist eine Botschaft wichtig: Das Wohnen fängt beim Wählen an“, so Feiger. Der IG BAU-Chef appelliert deshalb, „einen kritischen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen und genau zuzuhören, was von denen kommt, die in den Bundestag und ins Kanzleramt wollen“. Es gebe Parteien, die bereits klare Zielmarken beim Neubau von Wohnungen gesetzt hätten. Andere dagegen blieben vage und vermieden konkrete Zahlen.

Spots mit skurrilen Szenen und kuriosen Charakteren

„Wohnungen kann man wählen. Gute Arbeit und eine ordentliche Rente übrigens auch“, sagt Feiger. Dazu startet die IG BAU jetzt einen „Lockruf in die Wahlkabine“ – mit WahlClips und der Aufforderung: „… iXen gehen!“. Es sind Film-Spots mit skurrilen Szenen und kuriosen Charaktertypen – wie dem „Wohnungen-wählen“, der als grotesker Makler die Situation auf dem Wohnungsmarkt ebenso schräg wie spöttisch skizziert.

Ernstes Thema mit einem Augenzwinkern auf den Punkt bringen

Die IG BAU will damit einen „Weckruf zur Wahl“ machen: „Es geht darum, die Probleme, die den Menschen auf den Nägeln brennen, klar auf den Punkt zu bringen – mit einem Augenzwinkern. Ob per Briefwahl am Küchentisch oder am 26. September in der Wahlkabine: Wichtig ist, dass die Menschen wählen gehen“, sagt der IG BAUBundesvorsitzende Robert Feiger.

Hier geht es zum Wahl-Clip „Wohnen“ mit einem „Wohnungen-wählen“: www.igbau.de/wohnungen-wählen

Quelle: Pressemitteilung der IG BAU




Fußgänger:innen finden Baby in weißer Wanne

Wie mehrere Medien deutschlandweit berichteten, haben Fußgänger:innen am Dienstag, den 07. September 2021, in Schwäbisch Hall-Hessental einen Säugling auf einem Feldweg gefunden.

Der SWR berichtet, dass die Kripo die Ermittlungen aufgenommen hat.

Gegen 17:15 Uhr sei das Baby von den Passanten entdeckt worden, sie verständigten die Polizei. Seitdem laufen die Ermittlungen. Ein entscheidender Hinweis war bis zum Mittwochnachmittag noch nicht eingegangen, so die Polizei.

Das Neugeborene war in einer auffälligen weißen Plastikwanne aufgefunden worden, zugedeckt mit einem Handtuch, heißt es. Es sei unversehrt gewesen, kam aber dennoch in eine Klinik und wird dort weiterhin versorgt. Zum jetzigen Gesundheitszustand kann die Polizei keine weiteren Angaben machen.

Die Kripo ermittelt, vor allem zur Kindsmutter sucht sie Hinweise. Aber auch, wie das Baby zum Fundort, dem Feldweg, gelangen konnte. Hinweise nimmt die Polizei entgegen.




Offenes Impfen im KIZ Öhringen noch bis 12. September 2021

Bis zur Schließung des Kreisimpfzentrums (KIZ) Öhringen zum 12. September 2021 finden noch mehrere offene Impftage statt. Zu diesen ist keine Anmeldung erforderlich, geimpft wird mit allen verfügbaren Impfstoffen, solange der Vorrat reicht.

Im Rahmen der offenen Impftage sind ab 1. September auch Auffrischimpfungen mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech möglich. Auch hier ist keine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.

Öffnungszeiten des KIZ Öhringen

Freitag, 27. August, 8-18 Uhr
Samstag, 28. August, 8-18 Uhr
Sonntag, 29. August, 8-15 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, 1.-5. September, jeweils von 8-18 Uhr
Freitag, 10. September, 8-18 Uhr
Samstag, 11. September, 8-18 Uhr
Sonntag, 12. September, 8-15 Uhr

Nach dem 12. September finden Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte, Betriebsärzte und durch das mobile Impfteam Heilbronn statt.

Hintergrund:

Auffrischimpfungen können die folgenden Personengruppen erhalten, sofern die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt:

  • Menschen über 80 Jahre,
  • Personen, die in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort leben,
  • Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden,
  • Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie,
  • Personen, die ausschließlich Vektorviren-Impfstoffe von AstraZeneca bzw. die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten haben,
  • Beschäftigte wie etwa Pflegekräfte, die in den genannten Einrichtungen, ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten sowie in medizinischen Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen arbeiten nach individuellem Wunsch und entsprechender ärztlicher Aufklärung.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




„Vielleicht kann man sich bei uns den einzigen CO₂-neutralen Herzkatheter setzen lassen“

Mitte September 2021 soll das zweite Gebäude des so genannten Gesundheitscampus Künzelsau auf Schloß Stetten in Betrieb gehen. Noch sind die Arbeiten an einigen Stellen in vollem Gange, trotzdem ließ es sich Christian von Stetten nicht nehmen, GSCHWÄTZ-Reporter Matthias Lauterer durch seine neuen Räumlichkeiten zu führen.

Gesundheitscampus Künzelsau. Links das neue Gebäude. Foto: GSCHWÄTZ

Christian von Stetten, hier mit Staatsekretär Steffen Bilger, kürzlich in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Noch muß an einigen Stellen Hand angelegt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Besonderheit des Hauses sind die Gästezimmer, die sowohl stationäre Patienten als auch deren Begleitpersonen aufnehmen können und die keine Krankenhaus- sondern eher Hotelatmosphäre bieten: Die Zimmer sind barrierefrei und somit auch rollstuhlgerecht. Auf Anfrage kann die Ausstattung auch individualisiert werden, zum Beispiel ein Arbeitsplatz eingerichtet werden. Auf die Frage „das ist aber keine Kassenleistung?“, lacht von Stetten und sagt: „Das nicht, aber relativ günstig“.

Sieht eher wie ein Hotel als eine Krankenstation aus. Foto: GSCHWÄTZ.

„Wäre das Krankenhaus nicht geschlossen worden, wäre das hier nicht gebaut worden“

Der Gesundheitscampus wurde zwar auch errichtet, um nach der Krankenhausschließung weiterhin eine breite ärztliche Versorgung anzubieten, „aber davon könnten wir nicht leben“, meint von Stetten. Daher werde man sich auch auf „Check-Ups“ spezialisieren und sei dafür auch schon Kooperationen eingegangen. Er nennt das MaWell-Resort in Langenburg: Teilnehmer von Firmentagungen dort könnten sich auf Schloß Stetten einem Check-Up unterziehen. Von Seiten der Unternehmen scheint es einen Bedarf zu geben, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter:innen überprüfen zu lassen.

Sieht eher wie ein Hotel als eine Krankenstation aus. Foto: GSCHWÄTZ.

Auf dem Gesundheitscampus gibt es zwei Operationssäle: „Planbare Operationen sind nicht unser Ziel, die kann man auch in Heidelberg, Mergentheim oder Würzburg machen lassen.“ Aber akute Herz/Kreislauf-Behandlungen sollen beispielsweise möglich sein. „Es war mir wichtig, dass in der Region Ärzte zur Verfügung stehen.“ Auch für die Entscheidung, sein Alter auf Schloß Stetten zu verbringen, dürfte die Nähe zur ärztlichen Versorgung ein Argument sein. Allein 300 Menschen und damit potentielle Patienten wohnen dort.

Mehrere Ärzte und ein Physiotherapie-Zentrum

Noch will von Stetten nicht sagen, welche Ärzte und welche Fachgebiete in das neue Gebäude einziehen werden. „Das müssen die Ärzte selbst öffentlich machen.“ Allerdings sagt er auch, dass nur noch eine Praxis frei sei. Die anderen Praxen seien bereits vermietet. Dass die Physiotherapeuten von Thera-Fit einziehen werden, ist schon länger bekannt.

Die Geräte für die Physiotherapie sind bereits angekommen. Foto: GSCHWÄTZ

Umweltfreundlich

Stolz ist von Stetten auf die weitsichtige umwelt- und klimafreundliche Planung: Der Strom kommt aus einer Solaranlage, ein Batteriepuffer für den Solarstrom ist in Planung, Wärme wird in einer Hackschnitzelheizung erzeugt und über das bereits auf Schloß Stetten vorhandene Nahwärmenetz eingespeist. „Vielleicht kann man sich bei uns den einzigen CO₂-neutralen Herzkatheter setzen lassen.“ Und das Regenwasser von Dach und Parkplatz werde aufgefangen und für die Bewässerung genutzt.

Bald wieder Open-Air-Konzerte in Künzelsau?

Überhaupt der Parkplatz: Bereits jetzt sei der erste Bauabschnitt gut frequentiert, der Parkplatz sei gut belegt. „Bis aus Ulm kommen Patienten“, stellt von Stetten nach einem Blick auf die Nummernschilder fest, „und ERB, wo ist das?“ Als weitere Nutzung könne man den Parkplatz bestuhlen und es könnten Konzerte für bis zu 3.800 Zuschauer stattfinden. Auf die Frage, ob das dann Klassikkonzerte werden würden, lacht von Stetten: „Die Generation, die mit Rock aufgewachsen ist, setzt sich mittlerweile auch ganz gern hin.“

Auf diesem Parkplatz soll auch der autarke Elektrobus aufgeladen werden, der als Pilotprojekt demnächst auf Schloß Stetten fahren soll (GSCHWÄTZ berichtete).

Noch nicht am Ende

Mit dem zweiten Bauabschnitt ist das Projekt noch nicht am Ende angelangt: Ein drittes Gebäude ist bereits in Planung und soll ab Anfang nächsten Jahres gebaut werden.

Text: Matthias Lauterer

 




Orstdurchfahrt Weldingsfelden gesperrt

Von Dienstag, den 14. September 2021, bis voraussichtlich Freitag, den 17. September 2021, ist die Ortsdurchfahrt K 2311 Weldingsfelden wegen Fahrbahninstandsetzungsmaßnahmen der Straßenmeisterei Künzelsau gesperrt.

Eine überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt über die B19 Hohebach – Stachenhausen –  Kirchwald – K 2316 Hermuthausen – L 1022 und umgekehrt.

Der NVH darf die Streckensperrung passieren und ist von der Umleitung nicht betroffen. Die Zufahrten Hohebach – Seidelklingen und L1022 Hermuthausen – Weldingsfelden – Stachenhausen bleiben zugänglich.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Mehr mit Pflanzen und Tieren machen

Im Rahmen des Studiengangs Betriebswirtschaft und Sozialmanagement der Reinhold-Würth-Hochschule, Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn, haben Studentinnen des vierten Semesters in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Künzelsau eine Befragung unter den pädagogischen Fachkräften aller 15 städtischen Kindertagesstätten durchgeführt.

Befragung für ein neues Naturkonzept der kommunalen Betreuungseinrichtungen

Damit macht sich die Stadtverwaltung auf den Weg zu einem Naturkonzept, das mehr Aktionen in der Natur in den Betreuungsalltag bringen wird. Jetzt sind die pädagogischen Fachkräfte gefordert, neues Terrain zu betreten und Tagesabläufe neu zu konzipieren. Noch im Juli arbeiteten die Einrichtungsleitungen bei einer Klausurtagung mit einer Landesbeauftragten für Naturkindergärten am Thema weiter.

Mit Fragen ans Thema

In enger Zusammenarbeit mit der stellvertretenden Hauptamtsleiterin Marion Hannig-Dümmler und dem Team des Waldkindergartens Künzelsau haben die Studentinnen Hannah Dobrautz, Anna Erlenbusch, Nadine Veile und Lisa von Glahn einen Fragebogen erstellt, der die pädagogischen Fachkräfte das aktuelle Konzept reflektieren ließ und sie an ein neues Naturkonzept
heranführen sollte.

Bei Kindern Interesse für Pflanzen und Tiere wecken, das Immunsystem stärken und Motorik fördern

Dieses neue Naturkonzept soll den Erlebnishorizont der Kinder erweitern und alltagsintegriert ihr Verständnis für Pflanzen und Tiere verbessern. Auch ihr Immunsystem soll gestärkt sowie ihre motorischen Fähigkeiten gefördert werden.

Die Ergebnisse der Onlinebefragung zeigen ein großes Interesse an der Natur und eine generelle Offenheit der Befragten, diese häufiger in den Kindergartenalltag zu integrieren.

Ursachen des Geräuschpegels im Kindergarten untersucht

Mit Fragen zu den Ursachen des oft lauten Geräuschpegels in den Gruppenräumen, sollten die pädagogischen Fachkräfte angeregt werden, das Gruppenverhalten zu analysieren, und für wetterunabhängige Bewegungs- und Umgebungsangebote sensibilisiert werden: die Raumgestaltung zum Beispiel an den Bedürfnissen der Kinder nach Bewegung und Forschung auszurichten und täglich viel mehr Zeit in der Natur außerhalb des Kindergartengeländes anzubieten. Dafür bietet die nahegelegene ländliche Umgebung rund um Künzelsau vielfältige Möglichkeiten, die Natur nicht nur im Zuge einzelner Wald- und Wiesentagen oder anderer Ausflügen einzuplanen.

Sorgen, Bedenken und Hinderungsgründe

Außerdem berücksichtigte die Befragung negative Erfahrungen, Sorgen und allgemeine Hinderungsgründe, die sich einer Veränderung hin zu einem erweiterten Naturkonzept entgegenstellen. Vor allem wechselnde Wetterbedingungen können Ausflüge in die Natur verhindern. Viele Befragte gaben an, dass hierfür die entsprechende Ausrüstung – Wetterkleidung – fehle. Auch die Kinder haben bei Schlechtwetter wenig Verständnis, die Einrichtung zu verlassen, so die Fachkräfte. Nach Ansicht der
Studentinnen kann eine Kleidungsempfehlung nach Vorbild des Waldkindergartens schon vieles erleichtern, um Aufenthalte in der Natur unabhängig vom Wetter umsetzen und genießen zu können.

Theorie wird zur Praxis

Im Rahmen dieses Projekts fanden die Studentinnen besonders interessant, die theoretischen Vorlesungsinhalte praktisch anzuwenden und gemeinsam Handlungsvorschläge zu erarbeiten.
Bei der Fachtagung der gesamten Künzelsauer Einrichtungsleitungen im Juli präsentierten die Studentinnen die Endergebnisse ihrer Befragung. Diese legen nun den Grundstein zur weiteren
Ausarbeitung des neuen Naturkonzepts der kommunalen Kindergärten in Künzelsau.

Info

Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik: Mit zirka 8.200 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen
Technik, Wirtschaft und Informatik. An vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die
Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr stark vernetzt.

Kooperation der Stadt Künzelsau mit der RWH.
v.l.: Marion Dümmler, Hannah Dobrautz, Anna Erlenbusch, Nadine Veile, Lisa von Glahn. Foto: Julia Annus, Stadt Künzelsau