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Mehrere Bürger:innen versammelten sich in der vergangenen Woche vor der CDU-Zentrale in Künzelsau, um deren Bundestagskandidat Christian von Stetten die „Rote Klimakarte“ zu zeigen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung von Hohenlohe for Future hervor.
Darin heißt es:
Die „Rote Klimakarte“ ist eine Aktion von Parents for Future Deutschland und Lobby Control, die im Vorfeld der Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, auf besonders klimaschädliches Verhalten von Politikern und Politikerinnen aufmerksam machen. Im Hohenlohekreis beteiligte sich Hohenlohe for Future an der Aktion.
„Gehört zu den größten Bremsern im aktuellen Bundestag“
„Wir zeigen Christian von Stetten heute die Rote Klimakarte, weil er zu den größten Bremsern im aktuellen Bundestag gehört, wenn es um Maßnahmen für echten Klimaschutz geht“, erklärt Priscilla Reinauer aus Jagstberg. „Die politischen Entscheidungen der nächsten vier Jahre werden das Schicksal der Generation meiner Kinder bestimmen. Dürren, Brände, Stürme, Überflutungen: An vielen Orten der Welt sind Klimaextreme schon Alltag. Wenn wir nichts tun, wird das Leben der nächsten Generationen zu einem Kampf ums Überleben. Dieser Gedanke macht mir Angst.“
„Kampf ums Überleben“
Am 24. Juni 2021 stimmte der Deutsche Bundestag über die Verschärfung des Klimaschutzgesetzes ab, nachdem die erste Fassung vom Bundesverfassungsgericht für in Teilen unvereinbar mit den Grundrechten erklärt worden war. 351 Abgeordnete der Regierungskoalition votierten für das Gesetz, zehn Mitglieder der CDU stimmten gegen ihre eigene Partei – darunter Christian von Stetten, Abgeordneter für den Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe. Bereits 2019 mahnte er seine eigene Bundesregierung vor „übertriebenem Klimaschutz“.
von Stetten mahnte angeblich die Bundesregierung vor „übertriebenem Klimaschutz“
„Ich würde von Christian von Stetten gerne wissen, warum er gegen das Gesetz gestimmt hat und sich im Wahlkampf gleichzeitig als Klimaschützer darstellt“, fragt Silvia Schöne aus Künzelsau-Gaisbach. Von Stetten wirbt immer wieder mit seiner persönlichen Klimaneutralität mit Strom aus einer Photovoltaikanlage, Energie aus Holzhackschnitzeln und einem Brennstoffzellenauto. „Sein privates Engagement in allen Ehren, aber das ist nicht das, was seine Wähler:“innen bekommen, sondern seine Blockadepolitik gegen mehr Klimaschutz im Bundestag.“
„Blockadepolitik gegen mehr Klimaschutz im Bundestag“
Parents for Future Deutschland & Lobby Control haben Informationen zum klimaschädlichen Verhalten von Stettens zusammengetragen: Der CDU-Politiker ist Mitglied im Präsidium des Wirtschaftsrats seiner Partei, der immer wieder als Klimaschutzbremser auftritt. Der Wirtschaftsrat warnt vor ambitionierteren Klimazielen auf europäischer Ebene und prophezeit den Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschlands, wenn hier mehr für den Klimaschutz getan werde. Auch die von ihm mitgeführte Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union (MIT) spielt Klimaschutz gegen Wirtschaft aus. Von Stetten ist zudem auch Mitglied der Werteunion, deren Klima-Manifest von 2020 den Zusammenhang von CO2-Ausstoß und Klimawandel bestreitet und den menschemgemachten Klimawandel skeptisch sieht, Klimaforschung gar als „Müll-Wissenschaft“ bezeichnet. Der Klima-Wissenschaftler Stefan Rahmstorf hat in diesem Manifest 16 längst widerlegte Klima-Mythen ausfindig gemacht, die zuvor vor allem auf Webseiten von selbsternannten Klima-Skeptikern wie EIKE, Kalte Sonne, Tichy’s Einblick und der Achse des Guten verbreitet wurden.
Wirtschaft versus Klimaschutz
„Hohenlohe ist die Region der Weltmarktführer. Warum setzt sich Christian von Stetten nicht dafür ein, dass Hohenlohe auch zur Region der Weltmarktführer im Klimaschutz wird?“, fragt Friederike Höhn aus Künzelsau. In Braunsbach wurde deutlich, was der Wiederaufbau nach einer Überflutung gekostet hat, derzeit sehe man im Ahrtal und den anderen betroffenen Regionen, wie teuer kein Klimaschutz ist. „Klimaschutz ist Menschenschutz“, betont sie.
„In Braunsbach wurde deutlich, was der Wiederaufbau nach der Überflutung gekostet hat“
Die Bundestagswahl am 26. September wird die Grundlage für die politische Arbeit der nächsten vier Jahre legen. Ein breites Bündnis aus Gruppen der For-Future-Bewegung, kirchlichen Gruppen wie „Brot für die Welt“, Misereor, die vier großen Kirchen in Baden-Württemberg und auch Naturschutzverbände wie Greenpeace, NABU, WWF und BUND rufen zum Globalen Klimastreik am Freitag, den 24.09. auf. Auch der Hohenlohekreis ist mit dabei und setzt ein Zeichen für den Klimaschutz und gegen eine „Weiter so“-Politik: in Künzelsau um 15 Uhr am Unteren Markt und in Öhringen um 16 Uhr am Marktplatz. Die Mitstreiterinnen von Hohenlohe for Future rufen zur Teilnahme auf: „Es braucht Wähler:innen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen. Deshalb gehen wir zusammen auf die Straße.“
Christian von Stetten hat laut eigenen Aussagen bereits rechtliche Schritte eingeleitet
Christian von Stetten wiederspricht den Anschuldigen von Hohenlohe for future vehement und hat laut eigenen Angaben bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Und gibt GSCHWÄTZ hierzu auch eine Stellungnahme. Den Artikel hierzu lesen Sie hier.
Am kommenden Sonntag, den 26. September 2021, wählen die Bürger:innen einen neuen Bundestag. Das hat die GSCHWÄTZ-Redaktion zum Anlass genommen und den Kandidaten der voraussichtlich fünf größten Parteien aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe fünf identische Fragen gestellt. Hier sind die Antworten von Jens Moll, Direktkandidat der AfD. Der noch 37-Jährige ist seit 2014 kaufmännischer Leiter eines kleinen mittelständischen Betriebs. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte der Öhringer Wirtschaftswissenschaften an der Uni Hohenheim. Er ist Mitglied des Hohenloher Kreistags und des Öhringer Gemeinderats.
GSCHWÄTZ: Was war die schlechteste politische Entscheidung, die Sie in ihrem politischen Leben je getroffen haben?
Moll: Bis 2016 gewartet zu haben, um in die AfD einzutreten. Ich hatte ja schon 2014 erstmals und danach immer wieder mit dem Gedanken gespielt, dies zu tun, wollte aber erst abwarten, wie sich die Partei entwickelt. Hier wäre etwas mehr politischer Mut angebracht gewesen.
GSCHWÄTZ: Was macht Sie ganz persönlich glücklich?
Moll: Mit Menschen zusammen zu sein, die man liebt und schätzt und ihnen eine Freude zu machen. Ich denke, wenn man auf das Gesicht eines Menschen, den man liebt, ein Lächeln zaubern kann, ist das für einen selbst doch das größte Geschenk. Es sind doch oft die kleinen Dinge im Leben, die uns wirklich Glück stiften.
GSCHWÄTZ: Was ist das Besondere am Wahlkreis Schwäbisch-Hall Hohenlohe? Gibt es etwas, was den Wahlkreis einzigartig macht?
Moll: Seine Menschen. Sie sind aufgeschlossen, kreativ, unvoreingenommen und wissbegierig. Gerade im Wahlkampf durfte ich viele interessante Gespräche führen, die ich selbst nicht missen möchte.
GSCHWÄTZ: Welcher Partei – ausgenommen Ihrer eigenen Partei – würden Sie am Sonntag einen Erfolg wünschen?
Moll: Im Wahlkampf konnte ich feststellen, dass positionell große Schnittmengen zwischen uns, der CDU und FDP gegeben sind. Beide Parteien wären also potenzielle Koalitionspartner. Für die AfD. Aber mit uns will ja keiner. Ich würde mir daher wünschen, dass es CDU und FPD nach dem 26. September 2021 gelänge, eine bürgerliche Regierung zu bilden.
GSCHWÄTZ: Gibt es EINE Sache, für die in diesem Wahlkampf nur Ihre Partei kämpft?
Moll: Für die Abschaffung der CO2-Steuer und der EEG-Umlage setzt sich ausschließlich die AfD ein. Alle anderen Parteien nehmen eine weitere Belastung der Bürger billigend in Kauf.
Die Aktivist:innen von Fridays for Future (fff) rufen am Freitag, den 24. September 2021, zum weltweiten Klimastreik. Die jungen Menschen und ihre Mitstreiter:innen wollen pünktlich zur Bundestagswahl am Sonntag, den 26. September 2021, für den Wandel und für Klimagerechtigkeit auf die Straße gehen. „Denn die Bundestagswahl ist entscheidend. Denn die Gesellschaft steht hinter uns. Denn Klimagerechtigkeit wird das wahlentscheidende Thema. Denn wir sind hier und wir sind laut – wir stehen gemeinsam auf für eine gerechte und konsequente Klimapolitik“, heißt es auf der Homepage der Bewegung.
Auch in der Region sind an diesem Demos angesetzt: In Künzelsau auf dem Unteren Markt um 15 Uhr, in Öhringen ab 16 Uhr auf dem Marktplatz und eine Fußdemo auf dem Schwäbisch Haller Marktplatz ab 14 Uhr.
Im Hohenlohekreis wird die fff von Parents for future unterstützt. Das sind Menschen unterschiedlichsten Alters, die den jungen Menschen bei ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik solidarisch zur Seite zu stehen möchten. Diese sind per E-Mail unter kuenzelsau@parentsforfuture.de oder über WhatsApp erreichbar.
#AllesfürsKlima #fridaysforfutre #hohenloheforfuture #parentsforfuture
Der Klimabeirat der Stadt Künzelsau lädt am Dienstag, den 28. September 2021, zu einer öffentlichen Sitzung. Diese beginnt um 18 Uhr im großen Saal des Künzelsauer Rathauses.
Im öffentlichen Teil werden die Aktivitäten des Klimabeirats und der Stadtverwaltung vorgestellt. Linda Bürkert hält einen Vortrag zum Thema „Fotovoltaik“, dem sich eine Diskussionsrunde anschließt. Zum Abschluss gibt es einen Ausblick auf kommende Termine.
Interessierte sollten sich zuvor bei Marina Schukowski-Hust von der Stadtverwaltung Künzelsau per E-Mail an marina.schukowski-hust@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 422 anmelden.
Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau
Am kommenden Sonntag, den 26. September 2021, wählen die Bürger:innen einen neuen Bundestag. Das hat die GSCHWÄTZ-Redaktion zum Anlass genommen und den Kandidaten der voraussichtlich fünf größten Parteien aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe fünf identische Fragen gestellt. Hier sind die Antworten von Valentin Abel, Direktkandidat der FDP.
„Demokratie lebt vom Mitmachen“
GSCHWÄTZ: Was war die schlechteste politische Entscheidung, die Sie in ihrem politischen Leben je getroffen haben?
Abel: Zu zögern. Ich war bereits jahrelang politisch interessiert – und auch festgelegt – bevor ich dann endlich Mitglied der FDP wurde. Und auch dann war ich zuerst lange passives Mitglied. Demokratie lebt aber vom Mitmachen und nicht nur vom Beitragszahlen. Politische Parteien kennen mannigfaltige Formen der Mitarbeit; ich empfehle allen Leserinnen und Lesern, gerne einmal bei verschiedenen Parteien vorbeizuschnuppern und sich nach den Möglichkeiten der Partizipation zu informieren.
„Immer wieder überrascht mich er Zusammenhalt, den ich hier allenthalben verspüre“
GSCHWÄTZ: Was macht Sie ganz persönlich glücklich?
Abel: Zeit mit meiner Verlobten und meiner Familie. Wenn es dann noch Wochenende ist und ich allesamt bekochen und bewirten kann, ist das Glück schon ziemlich perfekt.
GSCHWÄTZ: Was ist das Besondere am Wahlkreis Schwäbisch-Hall Hohenlohe? Gibt es etwas, was den Wahlkreis einzigartig macht?
Abel: Wenn es etwas gibt, was mich gerade ob der Größe des Wahlkreises immer wieder überrascht, dann ist es der Zusammenhalt, den ich hier allenthalben verspüre. Sind die Enden des Wahlkreises auch teilweise über 65 Kilometer voneinander entfernt, so habe ich immer das Gefühl, dass Haller und Hohenloher an einem Strang ziehen, wenn’s um die Sache geht. So muss es auch sein, wenn wir als ländlicher Raum eine Chance haben wollen.
„Europa braucht Verbündete“
GSCHWÄTZ: Welcher Partei – ausgenommen Ihrer eigenen Partei – würden Sie am Sonntag einen Erfolg wünschen?
Abel: Natürlich kämpfe ich für ein starkes FDP-Ergebnis am 26. September. Als überzeugter Europäer wünsche ich den Kolleginnen und Kollegen von Volt aber einen Achtungserfolg. Europa braucht Verbündete.
„Auf Deutschland kommen große Investitionen zu“
GSCHWÄTZ: Gibt es EINE Sache, für die in diesem Wahlkampf nur Ihre Partei kämpft?
Abel: Seriöse Haushaltspolitik. Auf Deutschland kommen große Investitionen zu: Digitalisierung, Klimaschutz, Infrastruktur. Nichtsdestotrotz gebietet der Respekt vor kommenden Generationen, dass jede Ausgabe einer strikten Prüfung unterzogen wird. Wenn wir unseren Kindern eine intakte Welt und solide Finanzen hinterlassen wollen, dürfen wir keine Wahlkampfgeschenke mit der Gießkanne verteilen, sondern müssen gezielt und nachhaltig investieren.
Hintergrund
Der 30-jährige Valentin Abel studierte Betriebswirtschaftslehre an der Uni Mannheim. Seit seinem Abschluss arbeitet er als kaufmännischer Angestellter in der Halbleiterindustrie. Seit 2017 ist der gebürtige Künzelsauer Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in Baden-Württemberg. Privat reist Valentin Abel mit seiner Partnerin durch Europa und die ganze Welt, er kocht gerne und ist viel in der Natur unterwegs.
„Manchmal habe ich Lust auf Experimente, oder lasse mich von anderen Künstlern inspirieren. So auch in der Altglas-Fotografie.“ Das sagt Gülay Sween, eine fotobegeisterte Pflegefachkraft aus Ingelfingen. „Altglas“ nennt sie uralte Objektive, die sie mit Adaptern an ihrer modernen Digitalkamera verwendet. „Dafür sind die Farben weicher, die Übergänge soft, sieht fast aus wie ein Aquarell-Gemälde“, kann sie diesen alten Objektiven einen ganz speziellen Reiz abgewinnen.
Immer höhere Ansprüche an sich selbst
Die Fotografie begeistert sie seit einigen Jahren, zuerst mit dem Handy, später mit steigenden Ansprüchen an sich selbst mit immer hochwertigeren Kameras. „Eine Leidenschaft ist es geworden“, sagt sie. Am liebsten fotografiert sie die Natur, insbesondere die Uhus in der Ingelfinger Burg haben es ihr angetan.
Inzwischen hat sie sich mit einem Kleingewerbe selbständig gemacht und steht auch zur Verfügung, wenn es um Familien- oder Hochzeitsfotos geht. Näheres findet sich auf Ihrer webseite www.gulaysween.com.
Genug der Worte – ihre Bilder sollen sprechen:
Text: Matthias Lauterer
Fotos: Gülay Sween

Schlosspark Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Kochertal. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.

Ingelfingen. Foto: Gülay Sween.
Für die Abstimmung über die Beschaffung von Luftreiniger hatte Bürgermeister Neumann eine Sondersitzung des Gemeinderats am 17. August 2021, also in den Ferien einberufen. Er selbst hatte für diese dringende Sitzung seinen Urlaub unterbrochen. In der Sitzung selbst bezog sich die Stadtverwaltung auf eine Studie, wonach Luftreiniger im Kampf gegen Corona nicht viel bringen würden. Der Gemeinderat stimmte dennoch mehrheitlich für Anschaffung der Produkte.
Noch nichts Sichtbares passiert
Viel Sichtbares ist seitdem noch nicht geschehen, findet Ulrike Tzimas, die sich während der Gemeinderatssitzung vom 14. September 2019 zu Wort meldete. Sie ist Elternbeiratsvorsitzende der Georg-Wagner-Schule und zeigte sich vom Beschluß des Gemeinderats, die Luftreiniger anzuschaffen, begeistert. Allerdings habe sie noch in keinem Ausschreibungsportal eine Ausschreibung der Stadt Künzelsau gefunden. Daher stellte sie folgende Fragen an die Verwaltung: „Ist die Ausschreibung bereits erfolgt? Wenn nein, warum nicht? Könnte man nicht Geräte übergangsweise mieten?“
„Europaweite Ausschreibung dauert“
Bürgermeister Neumann konnte ihr wenig Erfreuliches mitteilen: „Eine europaweite Ausschreibung dauert“, sagt er. Außerdem warte man noch auf die Rückmeldung des Landes wegen der Förderung. „Danach kann das Verfahren starten.“ Die Ausschreibung ist also noch gar nicht veröffentlicht. Neumann geht nicht davon aus, dass die Geräte theoretisch noch im Oktober geliefert werden könnten.
Landratsamt wesentlich schneller bei der Beschaffung
Auch Rainer Süßmann, kommissarischer Schulleiter der Georg-Wagner-Schule, der den Antrag am 17. August umfangreich begründet hatte, zeigte sich von der Länge des Verfahrens irritiert.
Kreis wartet nicht auf Förderzusage sondern bestellt
Ganz anders ging der Landkreis vor, der seine beiden sonderpädagogischen Schulen bereits mit acht Luftreinigern ausgestattet hat: „Die Anschaffung der Luftreiniger erfolgte unabhängig von einer eventuellen Förderung über das Landesförderprogramm zur Beschaffung von mobilen Raumluftreinigungsgeräten“, teilt der Kreis mit. So konnten die Luftreiniger rechtzeitig zu Schulbeginn geliefert und installiert werden. Von der Entscheidung zur Anschaffung bis zur Lieferung dauerte es etwa 6 Wochen, so das Landratsamt. In dieser Zeit ist das Ausschreibeverfahren, eine so genannte Verhandlungsvergabe, bereits enthalten.
Möglicher Lieferant warnt vor langen Lieferzeiten
Kai Kuppinger, Geschäftsführer der Firma afs airfilter aus Übrigshausen, die die acht Geräte für die Kreisschulen lieferte, konnte in diesem Fall schnell liefern: „Das ging aber nur, weil wir früh in Vorleistung gegangen waren“, sagt er und verweist auf die generellen Lieferschwierigkeiten der Hersteller. Angesprochen auf einen Bedarf von 98 Geräten rechnet er schon mit einer Lieferzeit von 8 Wochen. Er schmunzelt, denn er weiß natürlich ganz genau, woher ein Bedarf von 98 Geräten kommen könnte. „Aber die Zulieferer müssen mitspielen“, schränkt er gleich ein: Auch wenn er nahezu ausschließlich auf regionale Zulieferer setzt, seien auch diese von den Lieferschwierigkeiten ihrer Vorlieferanten betroffen.
Drei Geräte von afs airfilter arbeiten auch seit einigen Monaten im Rathaus der Stadt Künzelsau und ermöglichten unter anderem Präsenzsitzungen des Gemeinderates.
Öhringen: „Wir sind im Vollgas-Modus“
In Öhringen waren zum Schuljahresbeginn 65 Raumluftfilter und 25 raumlufttechnische Anlagen in Betrieb. „Wir sind im Vollgas-Modus und haben nicht die Hände in den Schoß gelegt“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. Insgesamt will Öhringen bis Ende des Jahres 250 Anlagen in den örtlichen Kindergärten und Schulen verbauen. Priorität liegt dabei auf Einrichtungen für Kinder, die noch kein Impfangebot haben, also Kindergärten und Grundschulen.
Förderanträge beim Bund bereits im Juni gestellt
Bereits im Juni hat die Öhringer Verwaltung die ersten Anträge gestellt. Bereits am 12. Juni las Martin Schenker, Leiter des Technischen Dienstes der Stadt Öhringen, von den Fördermaßnahmen. „Eine Woche später stellte ich die Anträge bei der BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Ich war an Platz 44. Beim letzten der 25 Gebäudeanträge zeigte der Zähler bereits Platz 1215.“
Gemeinderatsbeschluß am 27. Juli, Förderbescheid am 6. August
Nicht einmal 2 Wochen dauerte es, bis am 6. August der Förderbescheid des Landes in Öhringen einging. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen 3,8 Millionen Euro, durch die Förderungsmaßnahmen von Bund und Land beläuft sich der Eigenanteil der Stadt auf 800.000 Euro.
Künzelsau wartet auf den Förderbescheid
Das Land Baden-Württemberg fördert die Anschaffung von Luftreinigern mit 40 Millionen Euro, nach dem Windhundprinzip. Die Stadt Künzelsau teilt auf GSCHWÄTZ-Anfrage am Montag, 20. September 2021, mit: „Bislang ist keine Förderzusage für die Luftreiniger eingegangen. Die Ausschreibung ist vorbereitet.“ Die Ausschreibung soll in einem „Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb“ mit 10 Werktagen Zeit für die Anbieter zum Kalkulieren durchgeführt werden. Das heißt, „die Firmen werden direkt angeschrieben und es wird nicht öffentlich in einem Portal für alle eingestellt“, teilt Helen Bühler, Leiterin des Fachbereichs Stadtmarketing/Kultur/Presse der Stadtverwaltung Künzelsau, mit.
Georg-Wagner Schule hat reagiert
Inzwischen hat Rainer Süßmann reagiert: Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn wurde eine Bestellung der Georg-Wagner-Schule über zwei weitere mobile Luftreiniger angeliefert. Sie werden jetzt beispielsweise in der Mensa eingesetzt, wo viele Schüler der unterschiedlichen Klassen zusammenkommen.
Text: Matthias Lauterer

Mobiler Luftfilter am HGÖ. Foto: Stadt Öhringen

Außenluftzufuhr an der Rückseite des Klassenzimmers. Foto: Stadt Öhringen

Raumlufttechnische Anlage im neu errichteten Klassenzimmer an der Grundschule Verrenberg. Foto: Stadt Öhringen
Das Projekt „Großkläranlage Mittleres Kochertal“ scheint gescheitert. Im folgenden veröffentlichen wir die Gemeinsame Pressemitteilung der Kommunen Niedernhall, Weißbach, Forchtenberg, Ingelfingen, Kupferzell und Künzelsau:
Gemeinsame Pressemitteilung der Gemeinden
Als im Sommer 2018 die Gemeinderäte von Forchtenberg, Weißbach, Niedernhall, Ingelfingen und Künzelsau in ihren Sitzungen die grundsätzliche Entscheidung für eine gemeinsame Großkläranlage Mittleres Kochertal getroffen haben, war allen Beteiligten klar, dass der Realisierung intensive
Abstimmungsgespräche und natürlich fundierte Planung vorausgehen müssen. Schließlich wurde im Jahr 2020 ein Ingenieurbüro mit der Projektsteuerung für die Baumaßnahme Großkläranlage mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro beauftragt und eine Satzung für einen Zweckverband der beteiligten Kommunen entworfen.
Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg wollen aussteigen
Jetzt möchten Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg aus dem interkommunalen Großprojekt mit Künzelsau und Ingelfingen aussteigen. Die jeweiligen Gemeinderäte beraten in ihren Sitzungen am 20. und 21. September 2021 über den Ausstieg und die Neugründung eines Abwasserzweckverbandes Mittleres Kochertal.
Warum der Ausstieg?
„In den Gesprächen zwischen den fünf Kommunen hat sich gezeigt, dass aufgrund verschiedener Ansichten in entscheidenden Sachfragen, aber auch aufgrund eher zeitintensiver Abstimmungen unter den Beteiligten, fortan eine getrennte Lösung – also mit zwei Standorten in zwei getrennten Verbänden – wohl die bessere Lösung ist“, begründen die Bürgermeister von Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg ihren Vorschlag, den sie ihren Gemeinderäten zur Beschlussfassung unterbreiten.
Achim Beck, Rainer Züfle und Michael Foss: Intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen Weißbach, Niedernhall und Forchtenberg ist in den letzten Jahren sehr intensiv und erfolgreich gewesen, halten die Bürgermeister Achim Beck, Rainer Züfle und Michael Foss fest. Deshalb sei es sinnvoll, die Aufgabe der Abwasserbeseitigung von diesen drei Gemeinden in einer
Verbandslösung weiter zu verfolgen. Die letztendliche Entscheidung wird in den Gemeinderäten getroffen.
Künzelsau und Ingelfingen im Gespräch mit Kupferzell
Im Künzelsauer Rathaus bedauert man die Ausstiegsabsicht, weil nicht zuletzt schon viel Arbeit und Geld in das Projekt geflossen sind. „Wir sehen aber auch die gute Chance, eine den gesetzlichen Vorgaben und dem neuesten technischen Stand entsprechende Kläranlage gemeinsam mit Ingelfingen zu verwirklichen“, zieht Bürgermeister Stefan Neumann ein Resümee. „Auch Kupferzell hat Interesse an einer Beteiligung bekundet. Eine Entscheidung ist dort noch nicht gefallen. Kupferzell mit ins Projekt zu nehmen, sehen Bürgermeister Michael Bauer und ich sehr positiv. Wie die Kooperation aussehen kann, ergeben die jetzt folgenden Gespräche.“
Gemeinden sind im Zugzwang
Im Zugzwang zu handeln sind alle genannten Gemeinden, weil die bestehenden Kläranlagen dringend saniert, erweitert und auf den neuesten Stand gebracht werden müssten. Ein Neubau einer zentralen Einrichtung ist nicht nur aus Kostengründen die praktikabelste Lösung. Der Betrieb zukunftsfähiger Anlagen ist ausschließlich mit ausgebildetem Personal möglich. Für die Arbeit in der Abwasserbeseitigung ausgebildetes Personal zu bekommen ist schwer. In Zukunft möchte der städtische Eigenbetrieb KünWerke verstärkt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst ausbilden und schulen. Auch dafür bietet die geplante Großkläranlage die besseren Rahmenbedingungen.
Zwei Kläranlagen statt einer
„Es könnten zwei Großkläranlagen entstehen“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Aufgrund der zurückgenommenen Größe wäre weniger Aufwand für den Betrieb der Anlage nötig. Sachverhalte
untereinander abzustimmen, wäre mit zwei oder drei Beteiligten nicht so aufwändig. Der Abstimmungsbedarf wäre geringer.“
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Kommunen Niedernhall, Weißbach, Forchtenberg, Ingelfingen, Kupferzell und Künzelsau
Von einem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe „Gründergrillen“ berichtet das Technologiezentrum Schwäbisch-Hall in einer Pressemeldung:
Impulse, Musik und Essen
„Was für ein inspirierender und spannender Abend – das Gründergrillen Schwäbisch Hall ist am 15.09.2021 erfolgreich vom Stapel gelassen worden.“, ist Martin Buchwitz vom Technologiezentrum Schwäbisch-Hall zufrieden. Von spannenden Impulsen, hochklassiger Musik, gutem Essen und vielen interessierten Menschen im Gespräch berichtet er.
Sich treu bleiben und nicht aufgeben
Steffen Knödler, CEO von Airtango und Betreiber der Kantine26 in SHA, sprach vom Auf und Ab, vom Erfolg und vom Scheitern im Laufe eines Unternehmerdaseins – und rief die jungen Gründer dazu auf, sich treu zu bleiben, nicht aufzugeben und am Ball zu bleiben.
Auch der Gründerfonds von Hohenlohe Plus wurde vorgestellt. Gewinner beim Pitch des Fonds erhalten für 6 oder 12 Monate eine monatliche Bezahlung, werden speziell für Beratungskosten finanziell unterstützt, erhalten professionelles Coaching, bekommen einen persönlichen Mentor an ihre Seite sowie finanzielle Unterstützung für einen Platz in einem der Coworking-Spaces in Künzelsau oder Schwäbisch Hall.“
Spontane Pitches
„Einige spontane Pitches von Teilnehmern, die die das Gründergrillen nutzten, um ihre Geschäftsidee vorzustellen und ein Impulsvortrag vom Optimierungsexperten Michael Vaas rundeten das offizielle Programm ab.
Die Musik kam von Impulse Eve, einer lokalen Schwäbisch-Haller Band.“
Information
Die Veranstalter des „Gründergrillen Schwäbisch Hall“ sind das Technologiezentrum Schwäbisch Hall und das Unternehmen Hallo.Vison. Im Technologiezentrum werden u.a. Büros und Hallen für Gründer und Seminarräume angeboten. Das Technologiezentrum betreibt gemeinsam mit Hallo.Vision den HalloSpace – das ist der Coworking Space für Schwäbisch Hall. Eine, laut dem Veranstalter, „geniale Möglichkeit in einem coolen Umfeld mit anderen zu arbeiten und den Mief des Büros oder das private Umfeld des Homeoffice hinter sich zu lassen“.
Technologiezentrum Schwäbisch Hall: www.tz-hall.de
Coworking-Space Schwäbisch Hall: https://coworking-sha.de
Hohenlohe 4 Talents: www.hohenlohe4talents.de
Hallo.Vision ist aktuell über https://sha-tv.de erreichbar.
Die Webseite von Impulse Eve: https://impulse-eve.com
Quelle: Pressemitteilung des TZ Schwäbisch-Hall