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„Das könnte ich niemals 50 Jahre lang machen“

Sommerferien – die lang ersehnten sechs Wochen zum Entspannen. Aber nicht für die fleißigen, die sich um einen Ferienjob gekümmert haben. Auf die wartet in ihren Sommerferien frühes Aufstehen, acht Stunden Konzentration und Durchhaltevermögen. Da ist erstmal nichts mit ausschlafen und einem entspannten Tag.

Geringer Spaßfaktor

Dies musste auch Lisa Specht schweren Herzens einsehen, denn da sie schon 17 Jahre alt ist, musste sie sogar in Schichten arbeiten. Sie war zwei Wochen in einer Mechanik-Firma tätig und musste in der einen Woche Frühschicht und in der anderen Woche die Spätschicht übernehmen. Auch wenn der Spaßfaktor für sie gering war, wie sie erzählt, haben es ihr ihre Kollegen nett gestaltet. „Meine Kollegen und Vorgesetzten waren immer nett zu mir, nie unfreundlich und haben mir bei meinen Problemen immer geholfen. Auch nachzufragen habe ich mich immer getraut. Ich hatte nie Angst davor. Und bevor ich noch etwas oder mehr falsch mache, frage ich lieber nochmal nach.“

„Das könnte ich niemals für 50 Jahre machen.“

Trotz den netten Leuten, welche die 17-Jährige um sich hatte, war für sie das Geld die größte Motivation, um morgens oder nachmittags in die Arbeit zu gehen. „Vom Geld her hat es sich für mich einfach gelohnt und ich habe es ja auch wegen des Geldes gemacht, um mir Dinge finanzieren zu können.“ Auf die Frage, ob sie sich vorstellen kann, in ihrer Zukunft auch so eine Arbeit zu verrichten, antwortet sie ohne zu überlegen, „Nein, das könnte ich niemals für 50 Jahre machen.“

„Meine Motivation war das Geld.“

Auch ich selbst war in einer Mechanik-Firma tätig. Für drei Wochen in den Ferien. Von den Zeiten her hatte ich noch Glück, denn mit 16 darf ich noch nicht in Schichten arbeiten. Also musste ich mich auch nicht umgewöhnen, sondern hatte nach der ersten Woche meinen Rhythmus. Bei mir hielt sich die Motivation jedoch in Grenzen. Mir hat meine Arbeit nicht gefallen und die Aussicht, diese drei Wochen lang machen zu müssen, hat dem nicht abgeholfen. Aber da war ja noch was: das Geld. Auch meine Motivation, die drei Wochen durchzuziehen in einem Beruf, der mir nicht gefällt, war das Geld, welches ich nach der Abrechnung auf meinem Konto hatte. Jedoch war der Ferienjob in meinen Augen eine Erfahrung, denn danach weiß man, was man gearbeitet hat und wie schwer es sein kann, sein eigenes Geld zu verdienen. Mir hat es aber vor allem noch gezeigt, was ich später einmal nicht machen möchte und wozu ich in der Schule lerne.

„Ich würde es niemals bequemeren Leuten empfehlen.“

In einer ganz anderen Umgebung bewegte sich die Niedernhallerin Louisa Reiter. Sie war in der Gastronomie für drei Wochen tätig. „Zuvor habe ich das noch nie gemacht. Es war ganz neu für mich.“ Natürlich kam es immer darauf an, aber besonders der Kontakt mit Leuten habe ihr sehr Spaß gemacht, wie sie erzählt. Aber es war auch sehr anstrengend für die 16-Jährige, denn in so einem Beruf hat man öfters mal Stress als Kellnerin. „Ich würde es niemals bequemeren Leuten empfehlen, diesen Beruf auszuüben, denn es ist körperlich ziemlich anstrengend, auch wenn es nicht so aussieht“, sagt die Jugendliche. „Aber ich empfehle es jedem, der sich dieser Herausforderung gewachsen fühlt und Leuten, die mal etwas anderes als Ferienarbeit machen wollen, als in einer Firma zu sitzen.“ Sie erwähnt auch, dass man spontan sein sollte, denn das könnten auch die Arbeitszeiten werden, wenn man mal einspringen muss. Außerdem sollte man sich auch darauf einstellen, am Wochenende viel arbeiten zu müssen. „Langfristig will ich es nicht machen, aber so ab und zu am Wochenende einspringen, habe ich weiterhin vor.“

Stolz auf das Geleistete

Obwohl wir in unseren Ferien eine Zeitlang gearbeitet haben, konnten wir den anderen Teil genießen. Und wir waren uns alle einig: Unser eigenes Geld verdient zu haben, hat uns stolz gemacht, wenn wir uns das vor Augen geführt haben. Am Ende des Ferienjobs war jeder von uns erleichtert und stolz zugleich.

Text: Cora-Lee Pusker




„Es war schon hart mit dem vielen hoch und runter, aber die Aussicht war genial.“

„Familiär, kollegial und international durchgestartet. WEBike läuft.“ So lautete das Motto des diesjährigen Radevents von Würth Elektronik aus Niedernhall am Sonntag, den 26. September 2021. Geradelt wurde ohne Zeitmessung, dem eigenen Leistungsermessen nach und auf umfangreichem Streckenangebot. Zur Auswahl standen sechs verschiedene Touren: die Familientour mit 20 Kilometern, die Museumstour ebenfalls mit 20 Kilometern, eine 40-Kilometer-Strecke, eine 80-Kilometer-Strecke, eine Strecke über 100 Kilometer und eine über 120 Kilometer. Start und Ziel waren in Niedernhall auf dem Würth Elektronik Gelände. Auf den verschiedenen Touren konnte bis 11.15 Uhr gestartet werden, danach war der Start geschlossen und die Radfahrer auf den Strecken oder die ganz Schnellen schon wieder im Ziel.

Grüße aus Italien

Um 07:30 Uhr fiel der erste Startschuss für die 120-Kilometer-Tour, der mit einer besonderen Rede von Würth Elektronik-Mitarbeiter Andrea Marani begleitet wurde, welcher extra für dieses Event aus Bologna (Italien) angereist war. „Ich bin sehr glücklich, unter so vielen Radfahrern hier zu sein. Und ich habe viele liebe Grüße aus Italien mitgebracht. Und vor allem den italienischen Sonnenschein“, sagte der Radbegeisterte auf Italienisch.

„Schon im Voraus bekamen wir viele tolle Anfragen“

Zum vierten Mal seit 2017 hat das Event jetzt stattgefunden, mit einem Jahr Pause dazwischen aufgrund von Corona, weshalb die Veranstalter und Organisatoren umso glücklicher waren, dass es 2021 wieder stattfinden konnte. Aber nicht nur sie, sondern auch die Teilnehmer, wie Organisatorin Yasmin Schwenke erzählte. „Schon im Voraus bekamen wir viele tolle Anfragen, welche uns sehr gefreut haben. Es ist auch immer schön für uns positives Feedback zu erhalten. Das motiviert das Event erneut zu veranstalten.“

„Wir haben die Markierungen auf der Straße gesehen“

Auch Sabrina Hoffmann aus Westernhausen freute sich, dass das Event dieses Jahr wieder stattfand. „Wir haben die Markierungen auf der Straße gesehen und dann war uns klar, das Event findet wieder statt. Darüber haben wir uns sehr gefreut.“ Sie war bereits das zweite Mal dabei. „Ich bin die 40-Kilometer-Strecke gefahren. Es war schon hart mit dem vielen hoch und runter, aber die Aussicht war genial. Das war das Schönste an der ganzen Strecke.“ Danach wartete die 36-Jährige auf ihren Mann, der die längere Strecke über 120 Kilometer gefahren ist, um mit ihm noch eine Kleinigkeit an den Ständen zu essen, die auf dem Hof von Würth Elektronik verteilt waren. Hier hatte man viel Auswahl und es war für jeden etwas dabei: Pommes, Currywurst, Waffeln aber auch Kürbissuppe und Gulasch.

„Das Highlight war die Bergbahn“

Auch Familie Keller war pünktlich um die Mittagszeit angekommen. „Wir sind zum Startschuss der Familientour um neun Uhr losgefahren“, erklärte der Papa stolz. „Es war gut und schön zu fahren und vor allem kindgerecht“, meldete sich auch die Mama. Insgesamt hat die vierköpfige Familie zwei Stunden gebraucht. Hier war das Highlight laut der 7-jährigen Tochter und dem 9-jährigen Sohn: „Die Bergbahn.“ In dieser Tour fuhren die Fahrradfahrer von Niedernhall nach Künzelsau, dann über die Bergbahn auf die Taläcker und von dort wieder zurück nach Niedernhall. „Aber auch die Trikots von dem Rad Event sind cool“, erklärte die Familie. Als Aufdruck wurden Maskottchen aus heimischer Fauna und Flora benutzt. Zuerst war es der Distelfink, danach der Salamander, das Wildschwein, der Fuchs und dieses Jahr der Biber mit dem Spruch auf dem Trikot: „Beiß dich durch.“ „Auf das Event gekommen sind wir von meiner Arbeit aus“, sagte der Papa, „Dort bin ich in der Radsportgruppe und meine Kinder sind im Tri-Team-Heuchelberg.“ Eine begeisterte Radsport-Familie also.

Neues Würth Museum

Verena Rudolph aus Niedernhall kürte für sich ein anderes Highlight. Sie war mit ihrem Sohn und ihren Freunden die Museumstour gefahren, von welcher alle schwärmten. Auf dieser Tour befand sich in Ernsbach ein Museum: das neue Würth Museum mit dem Namen Kocherwerk. „Mir hat das Museum am besten gefallen, es war einfach ein schönes Ambiente und ich war froh, dass ich diese Tour gefahren bin, sonst hätte ich das Museum gar nicht gesehen“, erklärte die Niedernhallerin.

„Die Strecke war mega-klasse“

Aus begeisterten Radsportlern und Kollegen besteht die Gruppe von WE-Eisos, die sich auf der Strecke gesammelt haben. „Wir sind die 40 Kilometer gefahren und haben den Track besiegt.“ Aber ganz freiwillig war die „Siegergruppe“, wie sie sich selbst nennen, nicht dabei. „Wir sind gezwungenermaßen mitgefahren auf Zwang unserer Kollegen hier.“ Dennoch kamen sie aus dem Schwärmen nicht heraus. „Die Strecke war mega-klasse. Es war wunderschön zu fahren und das Wetter hätte besser nicht sein können. Am besten war aber die Stelle am Jagstberg. Dort sind uns auch viele nette Helfer begegnet – unter anderem die freiwillige Feuerwehr.“ Insgesamt waren an den verschiedenen Verpflegungsstationen und auf dem Firmenhof über 50 Helfer aus den eigenen Reihen des Unternehmens unterwegs.

Programm für alle

Langeweile gab es auf dem Event nicht. Während die Erwachsenen bei Live-Musik aßen und sich unterhielten, gab es für die Kinder ein abwechslungsreiches Programm. Sie konnten sich auf einer Wand kreativ mit Kreide austoben oder bei der Verkehrswacht ihr Wissen über den sicheren Umgang im Verkehr auffrischen. Auch auf den Strecken gab es für die Kinder Bastelgelegenheiten.

„Es war eine sehr schöne Strecke und gutes Training“

Immer dabei waren auch der 80-jährige Udo Hachtel und der 55-jährige Ralf Link. Drei Stunden waren die beiden auf der 80-Kilometer-Strecke unterwegs. „Es war eine sehr schöne Strecke und gutes Training für uns. Und das Wetter war ja auch bombastisch.“ Am besten fanden die zwei alten Hasen aber die Verpflegungsstände, welche sehr viel zu bieten hatten. Bedienen konnte man sich an belegten Brötchen, Brezeln, Müsliriegeln, Studentenfutter sowie frischem Obst und Getränken.

„Das Familiäre stand im Vordergrund.“

„Das Ziel des ganzen Events sollte sein zu genießen – ob das Fahrradfahren oder das Zusammensitzen danach zwischen den verschiedenen Ständen. Hierbei stand das Familiäre für uns im Vordergrund, dass auch die Kinder ihren Spaß hatten und es genießen konnten. Denn unsere Botschaft war: WE-Bike läuft. Es geht weiter. Das macht uns sehr glücklich“, erklärte Yasmin Schwenke.

Text: Cora-Lee Pusker

#WEBike #WürthElektronik #WürthSportfreunde

Manche Radfans sahen in dem Event das ideale Training. Foto: GSCHWÄTZ

Nach bewältigter Tour traf man sich zum Essen und Erfahrungsaustausch. Foto: GSCHWÄTZ




„Der Brief ist echt“

Im Internet kursiert ein Brief, den der Inhaber eines EDEKA-Marktes in Ostsachsen an seine Mitarbeiter geschrieben haben soll (siehe Bild – die Identität des Inhabers ist verpixelt). Der Inhaber will angeblich ab dem 1. November 2021 die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall freiwillig übernehmen. Die bisher von staatlichen Stellen gewährte Lohnfortzahlung wird dann nicht mehr bezahlt.

Gesetzliche Regelung „falsch und moralisch fragwürdig“

Der Inhaber hält laut dem im Netz verbreiteten Brief diese gesetzliche Regelung für „falsch und moralisch fragwürdig“ und schreibt „Niemand soll aus wirtschaftlicher Not oder aus Angst um seine persönliche Freiheit einen Eingriff in seine körperliche Unversehrtheit hinnehmen müssen.“ Daher will er „für diese Zeit freiwillig Lohnfortzahlung gewähren“.

Das Internet reagiert

In den sozialen Netzwerken erregt der Brief Aufsehen – die einen nennen den Kaufmann „Mut-Unternehmer“, andere stellen ihn in die Ecke der Querdenker oder der Impfverweigerer. Ob der Unternehmer diesen Bewegungen tatsächlich nahesteht, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall wird der Brief in den einschlägigen Gruppen, beispielsweise auf Telegram, dieser Bewegungen gefeiert.

EDEKA-Markt ist nicht gerade auskunftsfreudig

GSCHWÄTZ hat über den Brief recherchiert und versucht, zuerst die Echtheit des Briefes zu verifizieren. Die Mitarbeiter des EDEKA-Marktes sind sehr verschlossen: „Wir äußern uns gar nicht dazu“ oder „Ich darf keine Auskunft geben“ ist alles, was man von ihnen erfährt.

„Der Brief ist echt“

Die Pressestelle der EDEKA-Zentralorganisation in Hamburg kennt den Brief noch gar nicht und verweist auf die zuständige EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Dort ist man über das Schreiben informiert: „Der Brief ist echt“, sagt Stefanie Schmitt von der dortigen Pressestelle. Sie verweist aber auf die genossenschaftliche Organisation von EDEKA: „Unsere Kaufleute sind selbständig und agieren in ihrer Arbeitnehmerrolle autark“, erklärt sie. Sie weiß bisher von keinem weiteren EDEKA-Kaufmann, der ähnlich handelt, „das ist ein Einzelfall“.

Für Hohenlohe ist die EDEKA Handelsgesellschaft Südwest zuständig

Die beiden hiesigen Märkte in Niedernhall und Künzelsau wissen ebenfalls noch nichts von der Aktion ihres Kollegen. Seval Titus vom Markt in Niedernhall äußert sich: „Glücklicherweise haben wir so einen Fall noch nicht gehabt.“ Sie gibt zu bedenken: „Das geht auch irgendwann an die Substanz“.

Auf die Frage, wie die EDEKA Südwest mit dem Thema der Lohnfortzahlung umgeht, antwortet Florian Heitzmann, Pressesprecher, etwas ausweichend: „Grundsätzlich können wir Ihnen aber mitteilen, dass gesetzliche Vorgaben selbstverständlich eingehalten werden.“

Einkaufen in Niedernhall gemäß den damaligen Coronavorschriften. Damals hieß der Inhaber noch Makowe. Heute ist es Titus. Foto: privat/März 2020

 

Text: Matthias Lauterer

 

 




Auto abgedrängt und abgehauen

Ein Pkw wurde am Montag, den 27. September 2021, auf der Landesstraße 1022 nach rechts von der Straße abgedrängt. Die 40-jährige VW-Fahrerin war kurz nach 5 Uhr mit ihrem Polo von Hermuthausen in Richtung Jagstberg unterwegs. Vor der Einmündung zum Segel-Flugplatz kam ihr ein anderer Pkw entgegen, der zur Hälfte auf ihrer Fahrspur unterwegs war. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, musste sie nach rechts ausweichen und kollidierte dabei mit einem Leitpfosten.

Die VW-Fahrerin blieb unverletzt. Der andere Fahrzeuglenker flüchtete, um den verursachten Schaden in Höhe von mehr als 1.500 Euro kümmerte er sich offensichtlich nicht. Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/94 00 entgegen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Brückenmauer stoppt Autofahrer

Die Steinmauer einer Brücke stoppte am Sonntag, den 26. September 2021, die Fahrt eines 76-Jährigen auf der Landesstraße 1045. Der Senior war mit seinem Mercedes gegen 23.30 Uhr von Morsbach Richtung Kocherstetten unterwegs. In einer Linkskurve kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Steinmauer der Kocherbrücke.

Der Mann blieb unverletzt, es entstand jedoch Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. Die Brücke blieb befahrbar.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Innovationsregion Hohenlohe in Zukunft von einer Frau angeführt

Nach über 20 Jahren wechselt laut Pressemitteilung der Vorstandsvorsitz der Innovationsregion Hohenlohe. Thomas Philippiak übergibt das Amt an Dr. Stefanie Leenen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt für zwei Jahre bestätigt.

Attraktivität der Arbeitsplätze

Thomas Philippiak, lange Jahre Präsident der IHK Heilbronn-Franken, betonte bei seinem Abschied, dass alle Unternehmen in Hohenlohe und darüber hinaus die Frage bewegt, ob für ihre Entwicklung auch zukünftig qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden können. Erfolgreiche Antworten auf diese Herausforderungen habe man bisher immer finden können. Als Beispiel nannte er den Einsatz für den Verbleib der technischen Studienrichtungen in der Zweigstelle der Hochschule Heilbronn in Künzelsau. Er ermahnte aber auch die Unternehmen, die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze immer im Auge zu behalten und sich neuen Wegen der Weiterbildung zu öffnen.

Einsatz für Erfolg und Wohlstand

Als Nachfolge für Thomas Philippiak hatte sich Dr. Stefanie Leenen zur Wahl gestellt. Sie wurde einstimmig von den Mitgliedern gewählt. Ebenso einstimmig wurden die bisherigen Vorstände in ihrem Amt für zwei Jahre bestätigt. Dies sind Harald Unkelbach (Stv. Vorsitzender), Bernd Kaufmann (Schatzmeister), Norbert Schuster (Vorstand Strategie), Prof. Elmar Zeitler (Vorstand Innovation) und Guido Rebstock (Geschäftsführer). Die neue Vorsitzende hat in ihrer unternehmerischen Tätigkeit immer besonderen Wert auf die Themen Bildung und Digitalisierung gelegt. „Exzellente Bildung und dynamische Digitalisierungsprozesse sind Voraussetzungen für den Erfolg unserer Mitgliedsunternehmen und damit die Basis für den Wohlstand in unserer Region. Dafür will ich mich im Rahmen unserer Möglichkeiten zusammen mit dem gesamten Vorstand einsetzen.“

Führendes Industrienetzwerk

Die Innovationsregion ist das führende Industrienetzwerk im Hohenlohekreis. Schwerpunkt dieses Netzwerkes ist die Initiierung und Unterstützung von zahlreichen Projekten im Bereich der technischen Bildung für Kinder und Jugendliche, der Bildungsinitiative MINTecHohenlohe. Die Innovationsregion hat seit ihrer Gründung im Jahre 2000 über 1,5 Millionen Euro für diese Projekte aufgewendet.

Quelle: Innovationsregion Hohenlohe e.V.

#InnovationsregionHohenlohe #Hohenlohe #MintecHohenlohe




Reisigverbrennung außer Kontrolle geraten – Feuerwehr im Einsatz

Die Feuerwehr wurde am Samstag, den 25. September 2021, zu einem Einsatz in der Nähe von Krautheim gerufen. Kurz nach 15 Uhr meldete eine Verkehrsteilnehmerin, dass eine Hecke neben der Kreisstraße 2312 zwischen Klepsau und Laibach brennen würde. Die Feuerwehr Krautheim rückte aus.

Vor Ort wurde im Gewann Laibachsweinberge festgestellt, dass eine an sich genehmigte und angemeldete Reisigverbrennung drohte, außer Kontrolle zu geraten. Trockenes Gras war neben der Feuerstelle bereits in Flammen aufgegangen. Um ein mögliches Übergreifen auf den angrenzenden Wald zu verhindern, löschte die Feuerwehr den Brand.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Ich hab’s voll vergessen“

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis die Stadtverwaltung Künzelsau ihr Versprechen wahrmachen konnte und die Siegerbilder des Malwettbewerbs „Familien und Kinder stark für den Naherholungsraum“ zum Thema Müll an prominenten Stellen im Künzelsauer Wald aufstellte. Die gerade laufende Europäische Nachhaltigkeitswoche sei nun aber ein guter Anlass, die Bilder aufzustellen, sagte Bürgermeister Stefan Neumann, der sich bei allen Beteiligten bedankte. Einen ganz besonderen Dank sprach er an die beiden Paten der Aktion, Maria Würth und Jan Philippiak, aus, die auch als Jury fungiert hatten.

Kinder konnten sich schon gar nicht mehr erinnern

Kein Wunder, dass sich Lesander (5), der mit seiner Kindergartengruppe vom Taläcker Kindergarten 1 eines der Siegerbilder gestaltet hatte, gar nicht mehr erinnern kann: „Ich hab’s voll vergessen“. Erst als seine Eltern ihm das Thema nochmals beschreiben, kommt die Erinnerung zurück, aber das sei ja auch „echt schwierig zu merken“, schüttelt er trotzdem den Kopf.

Kleine Zeremonie am Waldkindergarten

Am Freitag, den 24. September war es nun soweit und Bürgermeister Stefan Neumann konnte anlässlich einer kleinen Feier am Waldkindergarten „Die kleinen Molche“ mit den beiden Paten Maria Würth und Jan Philippiak endlich die fünf Bilder feierlich enthüllen. Am Waldkindergarten war auch das erste Bild bereits aufgestellt und wartete auf die Enthüllung. Leo, der das Bild gemalt hat, wirkte ein wenig schüchtern, als er plötzlich ganz allein unter fremden Erwachsenen in den Mittelpunkt der Veranstaltung rückte.

Zeichen gegen den Müll an fünf Waldeingängen

Die weiteren vier  Bilder werden in den nächsten Tagen an markanten Waldeingängen aufgestellt, um die Bürger an die Wichtigkeit des Waldes zu erinnern und sie dazu anzuhalten, keinen Müll im Wald abzuladen.

Müllvermeidung als Erziehungsziel

Müllvermeidung soll auch in das Konzept der städtischen Kindergärten aufgenommen werden. Der zerlumpte „Müllvogel“, den Charlotte Carle entworfen und hergestellt hat, wird den Kindern dieses Thema nahebringen.

Waldkindergarten wird bald eine zweite Gruppe bekommen

Neben den Kindern und ihren Eltern waren auch einige Gemeinderäte gekommen – auch um sich über den Waldkindergarten zu informieren. Der neu aufgestellte Bauwagen, der zukünftig die Basisstation für eine weitere Gruppe werden soll, war dabei von besonderem Interesse.

Text: Matthias Lauterer

 

#Künzelsau #EuropäischeNachhaltigkeitswoche #NimmdeinenMüllmitnachHause

Bürgermeister Stefan Neumann (links), der Künstler Leo und Jan Philippiak enthüllen das erste Siegerbild feierlich. Foto: GSCHWÄTZ

Die Jury des Wettbewerbs: Maria Würth und Jan Philippiak. Foto: GSCHWÄTZ

Mahnendes Schild am Waldkindergarten. Foto: GSCHWÄTZ

Vorbereitet: die übrigen Siegerbilder. Foto: GSCHWÄTZ

Der Bauwagen wird bald eine weitere Gruppe des Waldkindergartens beherbergen. Foto: GSCHWÄTZ




Radfahrer schwer verletzt, Reh kam mit dem Schrecken davon

Ein Radfahrer stieß am Samstag, den 25. September 2021, bei Schöntal mit einem Reh zusammen und wurde schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, überraschte das Reh den 42-jährigen Radfahrer gegen 14 Uhr auf seinem Weg vom Aussiedlerhof Im Steinig Richtung Aschhausen. Das Tier querte die Fahrbahn und kollidierte mit dem Pedelec-Fahrer.

Der 42-Jährige stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Er musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Reh kam wohl mit dem Schrecken davon.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Daran möchte ich gar nicht denken, dass das nicht gelingt“

50 bis 60 Teilnehmer seien es, meinte ein Polizeibeamter, der am Freitag, den 24. September 2021, am Unteren Markt in Künzelsau die Startkundgebung der Demonstration von Hohenlohe for Future beobachtete. Als sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, sah man deutlich, dass er sich verschätzt hatte. Es werden wohl mehr als 150 Teilnehmer gewesen sein, die etwa eine dreiviertel Stunde lang durch die Innenstadt zogen, den Verkehr wie gewünscht zum Anhalten brachten und lautstark auf sich und ihr Anliegen aufmerksam machten. Bunt gemischt war der aktive Teilnehmerkreis – vom Teenager bis zum Großvater, vom Mann im Anzug bis zur Frau in Hippiekleidung. Allen liegt das Thema „Klima“ für sich selbst und die nachfolgenden Generationen am Herzen. Eine Trommel und ein Megafon sorgten für die entsprechende Lautstärke.

„Da brauchts mehr als eine Demo“

Silas, 13 Jahre alt und Schüler, trug ein Schild, auf dem die Temperaturentwicklung im vergangenen Jahrhundert abgebildet ist. Er sagte: „Das geht uns alle etwas an, wir müssen jetzt die Folgen sichtbar machen.“ Ob die Teilnahme an einer Demo hilft? „Da braucht’s mehr als eine Demo, die Demo ist nur ein Stück“, zeigte er sich realistisch.

„Geld regiert die Welt“ – die Macht der Konzerne

Auf die Macht der Konzerne wies Tina, 53, mit einem Plakat hin, das George Grosz nachempfunden ist und den Großkonzern als dicken weißen Mann mit Zigarre symbolisiert. Die Macht des Geldes beziehungsweise der Konzerne wurde auch während des Demonstrationszuges zum Thema gemacht – insbesondere Öl- und Autokonzerne wurden zur verbalen Zielscheibe der Demonstrant:innen.  „Das Klima ist das Wichtigste, für das es sich zu kämpfen lohnt“, meinte Tina. Mit der Demonstration will sie vor allem mithelfen, andere Menschen, „auch aus der Politik“, ans Klima zu erinnern.

„nur Blabla, man redet nur“

Rainer gehört mit seinen 79 Jahren der „Großelterngeneration“ an. Er hat, wie er sagte, „diverse Enkelkinder“ und findet es „zu wenig, was die Regierung macht.“ Er höre „nur blabla. Man redet nur.“ Sein Beweggrund, an der Demonstration teilzunehmen, war: „Wenn einer läuft, ist das zu wenig, wenn viele laufen, sieht’s anders aus.“

Klimaneutralität

Dr.-Ingenieur Harald Drück, Mitglied des Künzelsauer Klimabeirats, erläuterte in einer Rede das Thema „Klimaneutralität“. Er definierte Klimaneutralität als „nicht mehr CO₂ erzeugen, als die Erde auch verarbeiten kann“. Derzeit, so sagte er, erzeugen wir etwa das Vierfache an CO₂, als die Erde verarbeiten kann. Er wunderte sich, dass das Thema Klimaneutralität schon in vielen Gesetzen vorkommt, aber nirgends steht, was jeweils unter Klimaneutralität verstanden wird – ein klarer Vorwurf an den Gesetzgeber.

„Gar nicht erst CO₂ verursachen“

Seine Folgerung ist: „Gar nicht erst CO₂ verursachen“. Die Mittel und Wege dazu klingen einfach:

  • Die Energieeffizienz steigern, also wenig Energie verbrauchen
  • Weniger, das heißt für ihn vor allem: intelligenter konsumieren
  • Erneuerbare Energien einsetzen

„Das ist nur gemeinsam zu schaffen“, war sein Schlusscredo.

„Daran möchte ich gar nicht denken“

Nicola Hellgardt leitete die Veranstaltung und ist mit ihren beiden Kindern gekommen. Sie wirkte ein wenig gestresst: „Eine Demonstration organisieren und auf zwei kleine Kinder aufpassen, das ist nicht einfach.“  In ihrer abschließenden Ansprache ist sie mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden: „Man hat uns gehört und gesehen.“  Auch die Bilanz der Arbeit von Hohenlohe for Future sieht sie positiv: „Der Klimabeirat von Künzelsau wurde auch auf unsere Veranlassung gegründet – das ist ein ganz konkreter Schritt, den wir schon erreicht haben.“ Das Engagement im Klimabeirat steht in Zukunft auf der Agenda von Hohenlohe for Future, genauso wie die Organisation weiterer Demonstrationen.

Was aber passiert, wenn das Engagement keinen Erfolg hat, schließlich haben ja ältere Generationen ebenfalls schon für die Umwelt gekämpft? „Das kann trotzdem passieren, aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Daran möchte ich gar nicht denken, dass das nicht gelingt.“

Text: Matthias Lauterer

#fff #Klimaneutralität #hohenloheforfuture #parentsforfuture #KlimabeiratKünzelsau

Lautstark machten die Demonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam. Foto: GSCHWÄTZ

Geld regiert die Welt – Großkonzerne symbolisiert durch einen dicken, weißen Mann mit Zigarre. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 150 Teilnehmer hatte die Demo, die durchaus auch den Verkehr zum Stehen brachten. Foto: GSCHWÄTZ

„Nicht mehr CO₂ erzeugen, als die Erde auch verarbeiten kann“ – ist eines der Anliegen. Foto: GSCHWÄTZ

Für Bremser gab’s die Rote Klimakarte. Foto: GSCHWÄTZ

Der 13-jährige Silas hatte auf sein Schild die Temperaturentwicklung der vergangenen Jahre aufgezeichnet. Foto: GSCHWÄTZ