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Mobiles Impfteam statt Impfzentrum

Das Impfzentrum in Öhringen ist bereits geschlossen, die letzten Impfzentren des Landes Baden-Württemberg schließen am heutigen Freitag, 1. Oktober 2021. Stattdessen werden ab Oktober mobile Corona-Impfteams im Stadt- und Landkreis Heilbronn, im Neckar-Odenwald-Kreis und im Hohenlohekreis im Einsatz sein.

Die SLK-Kliniken teilen mit:

Als Unterstützung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie der Betriebsärzteschaft sind ab Oktober im gesamten Bundesland Mobile Impfteams (MIT) im Einsatz. Die SLK-Kliniken sind einer von zwölf ausgewählten Krankenhausstandorten, an die die MIT angebunden sind, und koordinieren in dieser Funktion die Einsätze für den Stadt- und Landkreis Heilbronn, den Neckar-Odenwald-Kreis und den Hohenlohekreis.

Ziel: Corona-Impfung als Regelversorgung

Bevor die Corona-Schutzimpfung ausschließlich über die Regelversorgung abgedeckt werden wird, sind die MIT für eine Übergangszeit von drei Monaten bis zum Jahresende 2021 Teil der Corona-Impfkampagne. Von den SLK-Kliniken können zwei jeweils vierköpfige MIT starten, um – zunächst an fünf Tagen die Woche – gleichzeitig unterwegs zu sein und vor Ort zu impfen. In erster Linie führen die MIT notwendige Auffrischungsimpfungen von immobilen Personen, beispielsweise in Alten- oder Pflegeheimen, durch. Zudem ist vorgesehen, dass sie beispielsweise bei Impfaktionen in Kommunen oder an Schulen zum Einsatz kommen sollen und so dazu beitragen, die noch immer zu niedrige Impfquote zu steigern.

Kontaktaten

Für interessierten Einrichtungen, Behörden oder Kommunen des Stadt- und Landkreises Heilbronn, des Neckar-Odenwald-Kreises sowie des Hohenlohekreises, die noch nicht kontaktiert wurden, besteht die Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme zum MIT:
• E-Mail: MIT-Heilbronn@slk-kliniken.de
• Telefon: 07131 49-33320

Angebot richtet sich nicht direkt an Privatpersonen

Terminanfragen sind momentan für die Zeit ab dem 4. Oktober 2021 für Montag bis Freitag möglich. Ab dem 18. Oktober können auch Termine an den Wochenenden angeboten werden.
Das MIT greift sowohl bei der Durchführung der Impfungen als auch bei der notwendigen Ausstattung (bspw. Kühlung, IT) auf Erfahrungen und vorhandene Strukturen der zum 30. September geschlossen Stadt- und Kreisimpfzentren zurück. Das Angebot der MIT richtet sich nicht direkt an Privatpersonen.

Pressemitteilung der SLK-Kliniken




Alles Käse!

Die Ländliche Heimvolkshochschule Lauda veranstaltet am Freitag, den 12. November bis Samstag 13. November 2021, jeweils halbtags im Seminarhaus in Oberlauda, Brunnenstr.12, den Kurs „Käse selbst gemacht, Käseseminar zur Frischmilchverarbeitung“.

Milchverarbeitung ist gar nicht schwierig

Alpkäserin Laura Döffinger leitet den Kurs. Die Veredelung und Fermentation der Milch ist nicht schwierig wenn das im Kurs vermittelte Wissen vorhanden ist. Im Kurs wird gezeigt und praktiziert, wie sich zuhause, relativ unkompliziert und ohne viele zusätzliche Hilfsmittel die Milch veredeln lässt. Wie wird Joghurt gemacht? Und wie wird Milch fest? Was ist alles in der Milch und wie kann man daraus Käse und andere Köstlichkeiten herstellen? All diese Fragen und noch einige mehr werden in diesem Kurs behandelt.

Selbst Hand anlegen ist angesagt!

Neben der Herstellung von Joghurt, Quark und Weichkäse wird es die Gelegenheit geben, selbst Hand anzulegen, sowie alle Fragen rund um die Milch und ihre Verarbeitung zu klären. Außerdem werden anhand der Verarbeitungsschritte von Joghurt, Quark und Weichkäse eine kleine Einführung in die Mikrobiologie bezüglich Lab- und Kulturen Einsatz gegeben.

Für alle mit Interesse an der Milchverarbeitung

Dieser Kurs eignet sich also für alle, die Interesse an der Milchverarbeitung haben oder ihre Kenntnisse noch ein bisschen erweitern wollen. Die genaue Beschreibung des Kurses finden Sie unter www.lhvhs-lauda.de

Nähere Information und Anmeldung: www.lhvhs-lauda.de, Heimvolkshochschule Lauda, Brunnenstr. 12, 97922 Lauda, Tel. 0176 472 331 96; E-Mail: info@lhvhs-lauda.de

Pressemitteilung der LHVHS Lauda




Öhringen im Herbstgewand

Nach der Absage der Öhringer Messe bietet die Stadt am 3. Oktober 2021 trotzdem eine Attraktion an. Die Stadt Öhringen teilt dazu mit:

Die 8. Messe ÖHRINGEN ist verschoben, der Herbst aber nicht! Und die ohnehin geplante Öhringer Aktion Herbstgewand auch nicht. So wird’s jetzt wieder bunt in Öhringen.

Einzelhandel und lokale Selbstvermarkter bieten an

Die Natur hat ihr Herbst-Gewand angelegt, die prächtigen Farben spiegeln sich in allen Bereichen unseres Lebens wider. Grund genug, das wahrlich vielfältige Angebot unseres stationären Einzelhandels zusammen mit den Produkten regionaler Selbstvermarkter, die allesamt Kunden über die Grenzen Hohenlohes hinaus begeistern, am 3. Oktober 2021 im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags zu präsentieren. Von 13 Uhr bis 18 Uhr erwartet die Besucher in ganz Öhringen ein Herbstgenuss für alle Sinne.

Kürbis in allen Variationen

Und was darf bei einem solchen Thema auf gar keinen Fall fehlen? Natürlich der Kürbis!
Mit seiner Palette an Sorten, Farben, Geschmacksvariationen und Verarbeitungsmöglichkeiten ist er geradezu Sinnbild für die Vielfältigkeit unserer Genießerregion Hohenlohe. Dazu bereichern noch viele andere, typisch regionale Produkte, ob in fester oder flüssiger Form, die bunte Angebotspalette.

Musik gegen den Herbstblues

Aber nicht nur Augen und Mund, sondern auch die Ohren aufsperren, heißt es für alle, die an diesem Sonntag in Öhringen unterwegs sind. Musikalische Überraschungen für die Gute Laune sind garantiert. Damit der Herbstblues in Hohenlohe, zumindest an diesem Tag, keine Chance hat.




Klimabeirat Künzelsau will jetzt „ins Tun kommen“

Bereits zum vierten Mal tagte am Dienstag, 28. September 2021 der Künzelsauer Klimabeirat, was  Joachim Schröder, der Vorsitzende des Beirats, zu einem Rückblick auf die bisherige Arbeit nutzte.

Auch ins Tun kommen

Bis 2030 soll Künzelsau klimaneutral sein, daher sei es, so Schröder jetzt Zeit, „auch ins Tun zu kommen.“ Die verschiedenenen Arbeitsgruppen hätten ihre ersten Themen formuliert und es seien bereits erste Zeichen gesetzt.

Der Klimabeirat ist jetzt über www.kuenzelsau.de/klimabeirat erreichbar und mehrere Flyer zu aktuellen Themen sind verfügbar. Mit einem Vortrag über Nahwärmeversorgung oder der Einrichtung eines Repair Cafés will der Klimabeirat den direkten Kontakt zu den Bürger:innen aufnehmen. Dazu dient auch der Klimastammtisch, der jeden letzten Donnerstag im Monat um 19:00 im Alten Rathaus stattfindet.

Diverse Ansätze zur Mobilität

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Klimabeirats ist das Thema Mobilität. Die entsprechende Arbeitsgruppe hat bereits mehrere Vorschläge unterbreitet:
So sollen am ehemaligen Bahnhof Fahrradboxen aufgestellt werden, um Fahrräder sicher unterstellen zu können.
Für die Wertwiesen wurde eine Fahrradreparaturstation vorgeschlagen. In Schwäbisch-Hall sind solche Stationen an einigen Punkten bereits aufgestellt: Die wichtigsten Fahrradwerkzeuge sind an diesen Stationen verfügbar und ermöglichen Einstellarbeiten oder kleinere Reparaturen. Bürgermeister Stefan Neumann weist darauf hin, dass es dafür möglicherweise Fördermöglichkeiten gibt.
Eher als symbolischer Akt wird die Aufstellung eines Fahrkartenautomaten der DB am ehemaligen Bahnhof gesehen. Hintergrund ist, dass man Künzelsau als Tarifpunkt der DB erhalten möchte, denn dann kann man Fahrkarten nach Künzelsau aus der ganzen Bundesrepublik kaufen. Im Moment ist das nur noch bei Verbindungen über Waldenburg möglich, über Hessental ist keine Direktbuchung nach Künzelsau mehr möglich. Warum man Künzelsau nicht mehr über Hessental buchen kann, will Neumann über eine kleine Anfrage im Landtag klären lassen. Neumann hat die Kosten für einen solchen Automaten bereits eruiert – 16.000 Euro jährliche Gebühr würden fällig, ohne dass es von Seiten der Bahn eine Gegenleistung gäbe.

Das Auto wird nicht vergessen: Man wird am Projekt Netzlabor der EnBW teilnehmen. Dies ist ein Forschungsprojekt der EnBW, die wissen will, wie sich das Stromnetz bei einer großen Dichte von E-Autos verhält. Dazu installiert die EnBW auf engem Raum mehrere Ladeboxen und stellt E-Autos zur Verfügung. Am 27. Oktober 2021 soll es in Künzelsau losgehen.

Schwerpunkt Abfallvermeidung

In der Öffentlichkeit bereits sichtbar sind die Aktionen zur Abfallvermeidung, etwa die „Putzete“ (GSCHWÄTZ berichtete) am „Clean-up-day“. Außerdem unterstützt der Klimabeirat das Mehrweg-Projekt Hohenlohe-to-go.

Schwerpunkt Begrünung

Im letzten Jahr hat Künzelsau im Stadtwald 1.000 Bäume angepflanzt. Dieses Ziel soll auch in den nächsten Jahren erreicht werden. Außerdem ist in Kocherstetten ein „Hochzeitswald“ geplant, wo für jedes frisch getraute Paar ein Baum gepflanzt werden soll.
Im Kleinen stellt sich die Arbeitsgruppe einen „Mustergarten“ vor, der als Vorbild für umweltgerechte Gartengestaltung dienen soll – ein Grundstück dafür ist bereits gefunden. Vielleicht kann so ein Mustergarten auch diejenigen Bürger:innen zum Umdenken anregen, die derzeit einen „Schottergarten“ angelegt haben – das ist eine der Hoffnungen, die hinter diesem Projekt stecken.

Die Präsentation der Arbeit des Klimabeirats steht auf den Seiten der Stadt Künzelsau zum Download bereit.

Vortrag Photovoltaik

Den überregionalen Blick in die Zukunft wagte Linda Bürkert. Sie hat selbst Erfahrung in der Photovoltaik-Entwicklung und gibt vor allem einen Überblick über die weitere Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik (PV), die bisher noch nicht so sichtbar sind. Denn eine schnellere Installation regenerativer Stromquellen sei unbedingt notwendig, wenn man die Klimaziele erreichen will, sagt sie.

PV ist mehr als die private Dachanlage

So gibt es inzwischen ganze Fassaden, die  Stromerzeugung genutzt werden, eine gemischte Nutzung von Ackerflächen für Landwirtschaft und PV wird erforscht. Mit künstlichen „Solar-Inseln“ auf Gewässern, etwa gefluteten Tagebauen,  könnten große Flächen für die Stromerzeugung nutzbar gemacht werden.

„Floating-PV“ Bomhofsplas in den Niederlanden. Foto: BayWa r.e.

Auch der Autoverkehr kann zur Stromerzeugung beitragen: Sei es durch Solarzellen auf Fahrzeugen, die Strom für den Verbrauch des Fahrzeugs selber erzeugen, sei es durch PV-Anlagen an Lärmschutzwänden. Selbst stromerzeugende Fahrbahnelemente werden bereits erforscht.

Nutzung bereits versiegelter Flächen

Auch bereits versiegelte Flächen können für die Stromerzeugung genutzt werden, ein ideales Beispiel wären Parkplätze, die mit einer Solaranlage überdacht werden können. Welches Potential dafür zur Verfügung steht, zeigt das Bild der Ilshofener Firma Bausch+Ströbel:

Solaranlage über dem Parkplatz von Bausch und Ströbel in Ilshofen. Foto: google-maps

Im Kleinen können auch Plug-in-PV-Anlagen, die einfach zu installieren sind und fast ohne Bürokratie aufgestellt werden können, eingesetzt werden.

Weiterer Ausbau von Photovoltaik dringend notwendig

Die nächste öffentliche Sitzung des Klimabeirats findet am 21. Dezember statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Impulsvortrag zur Stromspeicherung.

Text: Matthias Lauterer




Bombe gefunden und entschärft

Bei Baggerarbeiten wurde am Dienstag, den 28. September 2021, in Krautheim eine Bombe gefunden. Kurz vor 14.30 Uhr entdeckte ein Baggerfahrer beim Straßenaushub in der Uferstraße eine alte Bombe.

Der Bereich wurde von der verständigten Polizei weiträumig abgesperrt, der Kampfmittelbeseitigungsdienst übernahm die Entschärfung. Verletzt wurde niemand.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Das könnte ich niemals 50 Jahre lang machen“

Sommerferien – die lang ersehnten sechs Wochen zum Entspannen. Aber nicht für die fleißigen, die sich um einen Ferienjob gekümmert haben. Auf die wartet in ihren Sommerferien frühes Aufstehen, acht Stunden Konzentration und Durchhaltevermögen. Da ist erstmal nichts mit ausschlafen und einem entspannten Tag.

Geringer Spaßfaktor

Dies musste auch Lisa Specht schweren Herzens einsehen, denn da sie schon 17 Jahre alt ist, musste sie sogar in Schichten arbeiten. Sie war zwei Wochen in einer Mechanik-Firma tätig und musste in der einen Woche Frühschicht und in der anderen Woche die Spätschicht übernehmen. Auch wenn der Spaßfaktor für sie gering war, wie sie erzählt, haben es ihr ihre Kollegen nett gestaltet. „Meine Kollegen und Vorgesetzten waren immer nett zu mir, nie unfreundlich und haben mir bei meinen Problemen immer geholfen. Auch nachzufragen habe ich mich immer getraut. Ich hatte nie Angst davor. Und bevor ich noch etwas oder mehr falsch mache, frage ich lieber nochmal nach.“

„Das könnte ich niemals für 50 Jahre machen.“

Trotz den netten Leuten, welche die 17-Jährige um sich hatte, war für sie das Geld die größte Motivation, um morgens oder nachmittags in die Arbeit zu gehen. „Vom Geld her hat es sich für mich einfach gelohnt und ich habe es ja auch wegen des Geldes gemacht, um mir Dinge finanzieren zu können.“ Auf die Frage, ob sie sich vorstellen kann, in ihrer Zukunft auch so eine Arbeit zu verrichten, antwortet sie ohne zu überlegen, „Nein, das könnte ich niemals für 50 Jahre machen.“

„Meine Motivation war das Geld.“

Auch ich selbst war in einer Mechanik-Firma tätig. Für drei Wochen in den Ferien. Von den Zeiten her hatte ich noch Glück, denn mit 16 darf ich noch nicht in Schichten arbeiten. Also musste ich mich auch nicht umgewöhnen, sondern hatte nach der ersten Woche meinen Rhythmus. Bei mir hielt sich die Motivation jedoch in Grenzen. Mir hat meine Arbeit nicht gefallen und die Aussicht, diese drei Wochen lang machen zu müssen, hat dem nicht abgeholfen. Aber da war ja noch was: das Geld. Auch meine Motivation, die drei Wochen durchzuziehen in einem Beruf, der mir nicht gefällt, war das Geld, welches ich nach der Abrechnung auf meinem Konto hatte. Jedoch war der Ferienjob in meinen Augen eine Erfahrung, denn danach weiß man, was man gearbeitet hat und wie schwer es sein kann, sein eigenes Geld zu verdienen. Mir hat es aber vor allem noch gezeigt, was ich später einmal nicht machen möchte und wozu ich in der Schule lerne.

„Ich würde es niemals bequemeren Leuten empfehlen.“

In einer ganz anderen Umgebung bewegte sich die Niedernhallerin Louisa Reiter. Sie war in der Gastronomie für drei Wochen tätig. „Zuvor habe ich das noch nie gemacht. Es war ganz neu für mich.“ Natürlich kam es immer darauf an, aber besonders der Kontakt mit Leuten habe ihr sehr Spaß gemacht, wie sie erzählt. Aber es war auch sehr anstrengend für die 16-Jährige, denn in so einem Beruf hat man öfters mal Stress als Kellnerin. „Ich würde es niemals bequemeren Leuten empfehlen, diesen Beruf auszuüben, denn es ist körperlich ziemlich anstrengend, auch wenn es nicht so aussieht“, sagt die Jugendliche. „Aber ich empfehle es jedem, der sich dieser Herausforderung gewachsen fühlt und Leuten, die mal etwas anderes als Ferienarbeit machen wollen, als in einer Firma zu sitzen.“ Sie erwähnt auch, dass man spontan sein sollte, denn das könnten auch die Arbeitszeiten werden, wenn man mal einspringen muss. Außerdem sollte man sich auch darauf einstellen, am Wochenende viel arbeiten zu müssen. „Langfristig will ich es nicht machen, aber so ab und zu am Wochenende einspringen, habe ich weiterhin vor.“

Stolz auf das Geleistete

Obwohl wir in unseren Ferien eine Zeitlang gearbeitet haben, konnten wir den anderen Teil genießen. Und wir waren uns alle einig: Unser eigenes Geld verdient zu haben, hat uns stolz gemacht, wenn wir uns das vor Augen geführt haben. Am Ende des Ferienjobs war jeder von uns erleichtert und stolz zugleich.

Text: Cora-Lee Pusker




„Es war schon hart mit dem vielen hoch und runter, aber die Aussicht war genial.“

„Familiär, kollegial und international durchgestartet. WEBike läuft.“ So lautete das Motto des diesjährigen Radevents von Würth Elektronik aus Niedernhall am Sonntag, den 26. September 2021. Geradelt wurde ohne Zeitmessung, dem eigenen Leistungsermessen nach und auf umfangreichem Streckenangebot. Zur Auswahl standen sechs verschiedene Touren: die Familientour mit 20 Kilometern, die Museumstour ebenfalls mit 20 Kilometern, eine 40-Kilometer-Strecke, eine 80-Kilometer-Strecke, eine Strecke über 100 Kilometer und eine über 120 Kilometer. Start und Ziel waren in Niedernhall auf dem Würth Elektronik Gelände. Auf den verschiedenen Touren konnte bis 11.15 Uhr gestartet werden, danach war der Start geschlossen und die Radfahrer auf den Strecken oder die ganz Schnellen schon wieder im Ziel.

Grüße aus Italien

Um 07:30 Uhr fiel der erste Startschuss für die 120-Kilometer-Tour, der mit einer besonderen Rede von Würth Elektronik-Mitarbeiter Andrea Marani begleitet wurde, welcher extra für dieses Event aus Bologna (Italien) angereist war. „Ich bin sehr glücklich, unter so vielen Radfahrern hier zu sein. Und ich habe viele liebe Grüße aus Italien mitgebracht. Und vor allem den italienischen Sonnenschein“, sagte der Radbegeisterte auf Italienisch.

„Schon im Voraus bekamen wir viele tolle Anfragen“

Zum vierten Mal seit 2017 hat das Event jetzt stattgefunden, mit einem Jahr Pause dazwischen aufgrund von Corona, weshalb die Veranstalter und Organisatoren umso glücklicher waren, dass es 2021 wieder stattfinden konnte. Aber nicht nur sie, sondern auch die Teilnehmer, wie Organisatorin Yasmin Schwenke erzählte. „Schon im Voraus bekamen wir viele tolle Anfragen, welche uns sehr gefreut haben. Es ist auch immer schön für uns positives Feedback zu erhalten. Das motiviert das Event erneut zu veranstalten.“

„Wir haben die Markierungen auf der Straße gesehen“

Auch Sabrina Hoffmann aus Westernhausen freute sich, dass das Event dieses Jahr wieder stattfand. „Wir haben die Markierungen auf der Straße gesehen und dann war uns klar, das Event findet wieder statt. Darüber haben wir uns sehr gefreut.“ Sie war bereits das zweite Mal dabei. „Ich bin die 40-Kilometer-Strecke gefahren. Es war schon hart mit dem vielen hoch und runter, aber die Aussicht war genial. Das war das Schönste an der ganzen Strecke.“ Danach wartete die 36-Jährige auf ihren Mann, der die längere Strecke über 120 Kilometer gefahren ist, um mit ihm noch eine Kleinigkeit an den Ständen zu essen, die auf dem Hof von Würth Elektronik verteilt waren. Hier hatte man viel Auswahl und es war für jeden etwas dabei: Pommes, Currywurst, Waffeln aber auch Kürbissuppe und Gulasch.

„Das Highlight war die Bergbahn“

Auch Familie Keller war pünktlich um die Mittagszeit angekommen. „Wir sind zum Startschuss der Familientour um neun Uhr losgefahren“, erklärte der Papa stolz. „Es war gut und schön zu fahren und vor allem kindgerecht“, meldete sich auch die Mama. Insgesamt hat die vierköpfige Familie zwei Stunden gebraucht. Hier war das Highlight laut der 7-jährigen Tochter und dem 9-jährigen Sohn: „Die Bergbahn.“ In dieser Tour fuhren die Fahrradfahrer von Niedernhall nach Künzelsau, dann über die Bergbahn auf die Taläcker und von dort wieder zurück nach Niedernhall. „Aber auch die Trikots von dem Rad Event sind cool“, erklärte die Familie. Als Aufdruck wurden Maskottchen aus heimischer Fauna und Flora benutzt. Zuerst war es der Distelfink, danach der Salamander, das Wildschwein, der Fuchs und dieses Jahr der Biber mit dem Spruch auf dem Trikot: „Beiß dich durch.“ „Auf das Event gekommen sind wir von meiner Arbeit aus“, sagte der Papa, „Dort bin ich in der Radsportgruppe und meine Kinder sind im Tri-Team-Heuchelberg.“ Eine begeisterte Radsport-Familie also.

Neues Würth Museum

Verena Rudolph aus Niedernhall kürte für sich ein anderes Highlight. Sie war mit ihrem Sohn und ihren Freunden die Museumstour gefahren, von welcher alle schwärmten. Auf dieser Tour befand sich in Ernsbach ein Museum: das neue Würth Museum mit dem Namen Kocherwerk. „Mir hat das Museum am besten gefallen, es war einfach ein schönes Ambiente und ich war froh, dass ich diese Tour gefahren bin, sonst hätte ich das Museum gar nicht gesehen“, erklärte die Niedernhallerin.

„Die Strecke war mega-klasse“

Aus begeisterten Radsportlern und Kollegen besteht die Gruppe von WE-Eisos, die sich auf der Strecke gesammelt haben. „Wir sind die 40 Kilometer gefahren und haben den Track besiegt.“ Aber ganz freiwillig war die „Siegergruppe“, wie sie sich selbst nennen, nicht dabei. „Wir sind gezwungenermaßen mitgefahren auf Zwang unserer Kollegen hier.“ Dennoch kamen sie aus dem Schwärmen nicht heraus. „Die Strecke war mega-klasse. Es war wunderschön zu fahren und das Wetter hätte besser nicht sein können. Am besten war aber die Stelle am Jagstberg. Dort sind uns auch viele nette Helfer begegnet – unter anderem die freiwillige Feuerwehr.“ Insgesamt waren an den verschiedenen Verpflegungsstationen und auf dem Firmenhof über 50 Helfer aus den eigenen Reihen des Unternehmens unterwegs.

Programm für alle

Langeweile gab es auf dem Event nicht. Während die Erwachsenen bei Live-Musik aßen und sich unterhielten, gab es für die Kinder ein abwechslungsreiches Programm. Sie konnten sich auf einer Wand kreativ mit Kreide austoben oder bei der Verkehrswacht ihr Wissen über den sicheren Umgang im Verkehr auffrischen. Auch auf den Strecken gab es für die Kinder Bastelgelegenheiten.

„Es war eine sehr schöne Strecke und gutes Training“

Immer dabei waren auch der 80-jährige Udo Hachtel und der 55-jährige Ralf Link. Drei Stunden waren die beiden auf der 80-Kilometer-Strecke unterwegs. „Es war eine sehr schöne Strecke und gutes Training für uns. Und das Wetter war ja auch bombastisch.“ Am besten fanden die zwei alten Hasen aber die Verpflegungsstände, welche sehr viel zu bieten hatten. Bedienen konnte man sich an belegten Brötchen, Brezeln, Müsliriegeln, Studentenfutter sowie frischem Obst und Getränken.

„Das Familiäre stand im Vordergrund.“

„Das Ziel des ganzen Events sollte sein zu genießen – ob das Fahrradfahren oder das Zusammensitzen danach zwischen den verschiedenen Ständen. Hierbei stand das Familiäre für uns im Vordergrund, dass auch die Kinder ihren Spaß hatten und es genießen konnten. Denn unsere Botschaft war: WE-Bike läuft. Es geht weiter. Das macht uns sehr glücklich“, erklärte Yasmin Schwenke.

Text: Cora-Lee Pusker

#WEBike #WürthElektronik #WürthSportfreunde

Manche Radfans sahen in dem Event das ideale Training. Foto: GSCHWÄTZ

Nach bewältigter Tour traf man sich zum Essen und Erfahrungsaustausch. Foto: GSCHWÄTZ




„Der Brief ist echt“

Im Internet kursiert ein Brief, den der Inhaber eines EDEKA-Marktes in Ostsachsen an seine Mitarbeiter geschrieben haben soll (siehe Bild – die Identität des Inhabers ist verpixelt). Der Inhaber will angeblich ab dem 1. November 2021 die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall freiwillig übernehmen. Die bisher von staatlichen Stellen gewährte Lohnfortzahlung wird dann nicht mehr bezahlt.

Gesetzliche Regelung „falsch und moralisch fragwürdig“

Der Inhaber hält laut dem im Netz verbreiteten Brief diese gesetzliche Regelung für „falsch und moralisch fragwürdig“ und schreibt „Niemand soll aus wirtschaftlicher Not oder aus Angst um seine persönliche Freiheit einen Eingriff in seine körperliche Unversehrtheit hinnehmen müssen.“ Daher will er „für diese Zeit freiwillig Lohnfortzahlung gewähren“.

Das Internet reagiert

In den sozialen Netzwerken erregt der Brief Aufsehen – die einen nennen den Kaufmann „Mut-Unternehmer“, andere stellen ihn in die Ecke der Querdenker oder der Impfverweigerer. Ob der Unternehmer diesen Bewegungen tatsächlich nahesteht, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall wird der Brief in den einschlägigen Gruppen, beispielsweise auf Telegram, dieser Bewegungen gefeiert.

EDEKA-Markt ist nicht gerade auskunftsfreudig

GSCHWÄTZ hat über den Brief recherchiert und versucht, zuerst die Echtheit des Briefes zu verifizieren. Die Mitarbeiter des EDEKA-Marktes sind sehr verschlossen: „Wir äußern uns gar nicht dazu“ oder „Ich darf keine Auskunft geben“ ist alles, was man von ihnen erfährt.

„Der Brief ist echt“

Die Pressestelle der EDEKA-Zentralorganisation in Hamburg kennt den Brief noch gar nicht und verweist auf die zuständige EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Dort ist man über das Schreiben informiert: „Der Brief ist echt“, sagt Stefanie Schmitt von der dortigen Pressestelle. Sie verweist aber auf die genossenschaftliche Organisation von EDEKA: „Unsere Kaufleute sind selbständig und agieren in ihrer Arbeitnehmerrolle autark“, erklärt sie. Sie weiß bisher von keinem weiteren EDEKA-Kaufmann, der ähnlich handelt, „das ist ein Einzelfall“.

Für Hohenlohe ist die EDEKA Handelsgesellschaft Südwest zuständig

Die beiden hiesigen Märkte in Niedernhall und Künzelsau wissen ebenfalls noch nichts von der Aktion ihres Kollegen. Seval Titus vom Markt in Niedernhall äußert sich: „Glücklicherweise haben wir so einen Fall noch nicht gehabt.“ Sie gibt zu bedenken: „Das geht auch irgendwann an die Substanz“.

Auf die Frage, wie die EDEKA Südwest mit dem Thema der Lohnfortzahlung umgeht, antwortet Florian Heitzmann, Pressesprecher, etwas ausweichend: „Grundsätzlich können wir Ihnen aber mitteilen, dass gesetzliche Vorgaben selbstverständlich eingehalten werden.“

Einkaufen in Niedernhall gemäß den damaligen Coronavorschriften. Damals hieß der Inhaber noch Makowe. Heute ist es Titus. Foto: privat/März 2020

 

Text: Matthias Lauterer

 

 




Auto abgedrängt und abgehauen

Ein Pkw wurde am Montag, den 27. September 2021, auf der Landesstraße 1022 nach rechts von der Straße abgedrängt. Die 40-jährige VW-Fahrerin war kurz nach 5 Uhr mit ihrem Polo von Hermuthausen in Richtung Jagstberg unterwegs. Vor der Einmündung zum Segel-Flugplatz kam ihr ein anderer Pkw entgegen, der zur Hälfte auf ihrer Fahrspur unterwegs war. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, musste sie nach rechts ausweichen und kollidierte dabei mit einem Leitpfosten.

Die VW-Fahrerin blieb unverletzt. Der andere Fahrzeuglenker flüchtete, um den verursachten Schaden in Höhe von mehr als 1.500 Euro kümmerte er sich offensichtlich nicht. Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/94 00 entgegen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Brückenmauer stoppt Autofahrer

Die Steinmauer einer Brücke stoppte am Sonntag, den 26. September 2021, die Fahrt eines 76-Jährigen auf der Landesstraße 1045. Der Senior war mit seinem Mercedes gegen 23.30 Uhr von Morsbach Richtung Kocherstetten unterwegs. In einer Linkskurve kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Steinmauer der Kocherbrücke.

Der Mann blieb unverletzt, es entstand jedoch Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. Die Brücke blieb befahrbar.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn