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„Wir kämpfen um die Zulassung“

Unter dem Motto „Jeder Tropfen zählt“ ist in Öhringen ein Projekt gestartet, das umweltfreundlichen Treibstoff für Kraftfahrzeuge aus Altfetten und -ölen erzeugen will. Öhringen ist nach Erlangen und Fürth der dritte Standort, an dem diese Stoffe aus der Gastronomie und Privathaushalten gesammelt werden, um sie einer zweiten Nutzung zuzuführen. Neben der Abfallwirtschaft Hohenlohe ist Roland Weissert, Geschäftsführer der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH, eine der treibenden Kräfte für diese Aktion. GSCHWÄTZ hat mit ihm über die Aktion und vieles mehr gesprochen.

„Viele kleine Maßnahmen ergeben auch ein Stück für den Klimaschutz“

GSCHWÄTZ: Herr Weissert, was hat Sie bewegt, Biokraftstoff aus der Bratpfanne zu erzeugen?

Weissert: Viele kleine Maßnahmen ergeben auch ein Stück für den Klimaschutz. Das Altfett verstopft sonst das Kanalsystem und sorgt in den Kläranlagen für Aufwand. Ein gewerblicher Abfallentsorger aus Franken hat ausgerechnet, dass pro Person ein Potential von etwa 1,3 kg pro Kopf und Jahr besteht und hatte auch bereits ein Sammelsystem eingerichtet. Da wir bereits heute derartige Kraftstoffe vertreiben, war so ein Projekt für uns natürlich interessant.

GSCHWÄTZ: Lohnt sich das?

Weissert: Nein, noch deckt der Aufwand für die Sammlung den Wert nicht. EDi finanziert das Projekt gemeinsam mit dem Altfettsammler. Aber wenn die Sammlung angenommen wird, wird der Kreis über die Weiterführung entscheiden. Wir hoffen, dass wir ein Leuchtturmprojekt für ganz Baden-Württemberg werden können.

„Wir hoffen, dass wir ein Leuchtturmprojekt für ganz Baden-Württemberg werden können“

GSCHWÄTZ: Was wird genau aus dem Altfett und -öl erzeugt?

Weissert: Daraus wird ein Dieselkraftstoff erzeugt, wie sie ihn bei uns als CARE-Diesel bereits heute kaufen können. Dieser Kraftstoff erfüllt alle Kriterien der Dieselnorm DIN EN 15940 (Kraftstoffe mit synthetischer oder biologischer Herkunft) und übertrifft damit eigentlich die Anforderungen der DIN EN 590, die für Diesel auf Mineralölbasis gilt.

Anmerkung der Redaktion: Der Hersteller des Care-Diesel, die Firma Tool-Fuel, benennt die Vorteile ihres synthetischen Kraftstoffs:
Durch die sehr hohe Cetanzahl (> 70) verbrennt C.A.R.E. Diesel sauberer, als normaler Diesel. Als Folge wird der Ausstoß von gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Ruß und Stickoxiden deutlich reduziert. Im Klartext:

    • -35% Stickoxide NOx (bei optimierter Motorsteuerung)
    • -30% Feinstaub PM
    • -30% Kohlenmonoxid
    • -50% Kohlenwasserstoffe THC

C.A.R.E. Diesel wird größtenteils aus pflanzlichen Rest- und Abfallstoffen hergestellt. Diese Rohstoffbasis sorgt für eine CO2-Reduktion zwischen 70% und 90% verglichen mit normalem Diesel. 

Man könnte mit diesen Kraftstoffen auch Autos tanken, aber das ist (derzeit noch) nicht erlaubt

GSCHWÄTZ: Und mit diesem Kraftstoff kann ich meinen PKW betanken?

Weissert: Sie können das tun. Aber das ist quasi nicht erlaubt in Deutschland, da wird es gleich auf mehreren Ebenen problematisch. Es gibt nämlich einen Punkt der EN 590, die der Kraftstoff nicht erfüllt: Er ist mit rund 780kg/1000l leichter als es die Norm mit 820kg/1000l vorschreibt. Alle anderen Anforderungen der Norm erfüllt oder übererfüllt der CARE-Diesel. Aber damit entspricht er nicht  den Zulassungskriterien der Automobilhersteller und ist von den meisten Herstellern nicht zertifiziert. An einigen Shell-Tankstellen gibt es den Shell R33 BlueDiesel: Dem ist neben den üblichen 7% Biodiesel 26% CARE-Diesel beigemischt, damit erreicht er genau das Mindestgewicht. Für die Nutzfahrzeughersteller stellt das Gewicht scheinbar kein Problem dar: Die Firma LIEBHERR befüllt beispielsweise ihre Fahrzeuge bei der Auslieferung sogar mit CARE-Diesel.

Bundesumweltministerium ist dagegen

Ausserdem ist sich die Politik uneinig. Baden-Württemberg sagt: „Wir brauchen synthetischen Kraftstoff“, Ministerpräsident Kretschmann und Verkehrsminister Herrmann sind dafür, das Bundes-Umweltministerium ist dagegen.

GSCHWÄTZ: Wenn die Aussagen des Herstellers stimmen, wie kann das Umweltministerium dagegen sein?

Weissert: Das Argument ist, dass in den verwendeten Grundstoffen Palmöl verwendet werden könnte – und für das Umweltministerium ist wohl die Weiterverwendung selbst des bereits benutzten Palmöls verwerflich. Es geht aber bei unserem Projekt nur darum, Öle und Fette zu verwerten, die schon im Umlauf sind und die sonst entsorgt werden müßten. Außerdem werden Verbraucherschutzargumente vorgeschoben, denn man könnte versehentlich einen Kraftstoff tanken, der vom Autohersteller nicht freigegeben ist. Das ist natürlich vorgeschoben, denn sonst würden ja auch heute viele Menschen Diesel statt Super oder umgekehrt tanken.

Umweltministerium gegen Verkehrsministerium

Aber das Tollste: Das Verkehrsministerium sieht das wieder ganz anders. Die EU hat eine „Clear-Vehicle-Directive“ beschlossen, die die Nutzung von e-Fuels explizit erlaubt: 45 Prozent aller Neufahrzeuge öffentlicher Betreiber müssen mit sauberem Antrieb ausgestattet sein, und da ist der synthetische Diesel neben Elektroantrieb und grünem Wasserstoff ausdrücklich genannt. Auch die deutsche Umsetzung, das „Saubere Fahrzeuge Beschaffungs Gesetz“ erlaubt  Fahrzeuge, die mit Diesel nach der Norm DIN EN 15940 fahren, „ausgenommen Kraftstoffe, die aus Rohstoffen mit einem hohen Risiko indirekter
Landnutzungsänderungen erzeugt wurden“. Noch toller: In der 10. Bundesimmissionsschutzverordnung des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz kommt dieser Diesel gar nicht erst vor.

„Wir kämpfen um die Zulassung“

GSCHWÄTZ: Sehen Sie Anzeichen, das sich nach der Wahl etwas ändern wird?

Weissert: Nach dem Wahlergebnis könnte ein frischer Wind ins Umweltministerium kommen.

GSCHWÄTZ: Und was können Sie jetzt tun?

Weissert: Wir kämpfen um die Zulassung. Wir sind dran und brauchen jede Hilfe. In ganz Europa sind diese Kraftstoffe ein Teil der Strategie zur CO2-Vermeidung, nur in Deutschland nicht. Ein Vertragsverletzungsverfahren bei der EU, weil Deutschland die Clear-Vehicle-Directive nicht ordentlich umgesetzt hat, ist bereits am Laufen.

„Einseitige Festlegung auf E-Mobilität“

Das Umweltministerium legt sich einseitig auf die Elektro-Mobilität fest und fördert diese. Das kann aber nur ein Teil der Lösung sein. Auch wir haben jetzt einen Förderantrag für einen E-LKW gestellt: Der kostet 280.000 Euro mehr als ein Diesel – und wird mit 240.000 Euro gefördert. Dabei hat er eine realistische Reichweite von 120 bis 150 Kilometer. Das heißt, wir können mit diesem Fahrzeug noch nicht mal Pellets beim Hersteller abholen. [lacht]

Es geht um die CO2-Neutralität

Die Wissenschaft fordert Technologieoffenheit, das Ziel sollte einzig die CO2-Neutralität sein. Es ist ein Wahnsinn, mit welchem Druck in der Politik die e-Mobilität forciert wird.

GSCHWÄTZ: Sie sind ein Brennstoffhändler. Wie stellen Sie sich für die Zukunft auf, wenn fossile Brennstoffe durch nachhaltigere Energie ersetzt werden sollen?

Weissert:  Wir haben eigentlich gar kein Energieproblem. Die Energie ist nur am falschen Ort zur falschen Zeit. Eigentlich haben wir sogar zuviel Energie. Das Hauptproblem ist das Speichern und die Transportlogistik. Wir müssen die Energie an den Ort bringen, wo sie gebraucht wird.

Power-to-Liquid in der Wüste

Ein Ansatzpunkt könnte sein, die Energie direkt am Entstehungsort umzuwandeln und die bestehende Infrastruktur zu nutzen. Saubere Stromerzeugung mit Photovoltaik „in der Wüste“, beispielsweise in den heutigen Ölförderstaaten, ist viel effizienter als bei uns. Wenn man diesen Strom vor Ort in Methan umwandelt, dazu braucht man nur CO2 und Wasser, dann könnte man das wie bisher in Tankern in alle Welt transportieren. Gleichzeitig würde man den Ölländern eine Alternative aufzeigen und unsere Industrie könnte die notwendigen Anlagen liefern.

Ebenfalls theoretisch möglich: Altfetten auch Heizöl

Auch könnte man unsere Kraftstoffe aus Altfetten auch Heizöl oder Flüssiggas beimischen. Öl- und Gasheizungen, aber auch Verbrennungsmotoren werden uns noch eine lange Zeit begleiten, da kann sich die Politik auf den Kopf stellen. Die Mobilität auf dem Land wird weiterhin individuell bleiben, man kann Stadt und Land nicht über einen Kamm scheren.

Wir sind heute schon auf erneuerbare Kraftstoffe spezialisiert.
Auf der anderen Seite haben wir die erste Schnellladesäule im Hohenlohekreis installiert, vertreiben Wallboxen und stellen mit unseren Kunden auf erneuerbare Energien um.

„Wir kommen aus der Luxussituation, dass der Strom einfach aus der Steckdose kommt“

Wir kommen aus der Luxussituation, dass der Strom einfach aus der Steckdose kommt. Dieser Komfort wird nicht besser. Wir suchen Wege und Lösungen, den Lebensstandard zu erhalten. Wir tun das, was wir können, um heute praktikable Methoden für den Klimaschutz umzusetzen.

„Da wundert man sich nicht mehr, warum man in unserem Land nicht weiterkommt“

Aber wir stehen uns seit Jahren im Weg. Ein Beispiel: Würde man industriell erzeugtes CO2, wie es etwa in der Zementindustrie anfällt, mit grünem Strom und Wasser in Methan umwandeln, dürfte das nicht auf die Erreichung der Klimaziele angerechnet werden. Da wundert man sich nicht mehr, warum man in unserem Land nicht weiterkommt.“

Das Interview führte Matthias Lauterer

Mehr Informationen:
https://jedertropfenzaehlt.de/
https://www.edi-hohenlohe.de/produkte/kraftstoffe/care-diesel/
https://toolfuel.eu/

 




„Unsere Kunst hinterlässt mehr Fragen als Antworten“

Das dänisch-norwegische Künstlerduo Elmgreen und Dragset hat am Montag, den 04. Oktober 2021, im Carmen-Würth-Forum den Robert-Jacobsen-Preis erhalten. Dieser wird seit 1993 alle zwei Jahre von der Stiftung Würth in Kooperation mit dem Museum Würth an zeitgenössische bildende Künstler verliehen und war dieses Jahr erstmals mit 50.000 Euro dotiert.

Preisverleihung als Erinnerung

Der Preis wurde nach dem dänischen Künstler Robert Jacobsen benannt, der eine langjährige Freundschaft mit Reinhold Würth pflegte. Anlässlich seines 80. Geburtstages im Jahr 1992 wurde die Idee verwirklicht, eine Ausstellung im neu eröffneten Museum Würth am Firmenstandort in Künzelsau-Gaisbach zu präsentieren. Neben dieser Ausstellung hat Robert Jacobsen auf dem Vorplatz seine größte Skulptureninstallation fertiggestellt. Nach dem Tod des Künstlers im Jahr 1993 wurde als Erinnerung der Robert-Jacobsen-Preis ins Leben gerufen.

Die Preisträger

Michael Elmgreen, geboren 1961 in Kopenhagen (Dänemark), und Ingar Dragset, geboren 1969 in Trondheim (Norwegen), arbeiten seit 1995 als Künstlerduo zusammen. Ihre Arbeit weist eine Beziehung zwischen Kunst, Architektur und Design auf. Das Künstlerduo lebt und arbeitet in Berlin. Sie sind bekannt für ihre Kunstwerke, die sich durch Witz und revolutionären Humor auszeichnen und auch soziale und kulturelle Anliegen aufgreifen, wie auch Laudator Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung sagte. „Es sind vielseitige Werke entstanden, die zwischen Ernsthaftigkeit und Absurdität oszillieren und vielfältige Überraschungen bieten.“

Passend zur kalten Jahreszeit

In Empfang genommen wurden die Gäste, nachdem kontrolliert wurde, ob man geimpft, genesen oder getestet ist, bei einem Sektempfang im Foyer. Nach dem Gong, der darauf hinwies, dass es gleich losgeht, gingen die Besucher in den Saal. Kurz darauf begrüßte das Bläserquartett der Würth Philharmoniker mit tiefem Blech. „Passend zur kalten Jahreszeit“, wie C. Sylvia Weber hierzu beisteuerte. Sie hielt die Begrüßungsrede als Direktorin der Sammlung Würth und Geschäftsbereichsleiterin des Bereiches Kunst und Kultur in der Würth-Gruppe.

Ihre Kunst ist von einer Haltung geprägt

Die Lobrede wurde von Prof. Dr. Bernhard Maaz als Jury Mitglied des Robert Jacobsen Preises gehalten. Er beschrieb die prägende Kunst der beiden Künstler. „Ihre Kunst ist von einer Haltung geprägt und einer hohen handwerklichen Präzision. Es ist eben diese Haltung, um derentwillen sie auffallen.“ Außerdem beschrieb er ihre Kunst als Werk von gesellschaftlicher Relevanz. „Sie hinterfragen in ihrer Kunst grundsätzlich soziale und soziologische Systeme, wie etwa das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft.“ Maaz lobte die beiden Künstler weiter: „Alleine schon die Vielfalt der Ausdrucksformen und Materialien zeugt von beherzter Offenheit und Vielseitigkeit. Sie lenken den Blick auf die Verletzlichkeit der menschlichen Seele und auf die sozial notwendige Empathie. Auf Rollen und Scheitern in den Rollen, auf das Zwischenmenschliche und das zutiefst Menschliche, auf das Machen von Kunst wie auch auf das menschliche Sehen als ein Wahrnehmer.“

Einen Strauß Blumen gab es obendrauf

Den Preis – eine nachgestellte Skulptur von Robert Jacobsen in Miniatur – übergab Prof. Dr. Ulrich Roth, ein Jurymitglied, im Anschluss an die Lobrede des Professors. Das Original der Skulptur steht auf dem Vorplatz des Würth Museums – Jacobsens größte Skulpturen-Installation. Obendrauf ab es für die beiden Künstler noch jeweils einen Strauß Blumen. Danach bedankten sie sich bei den Veranstaltern sowie bei dem „breiten Publikum“. Abschließend sagten die beiden über ihre eigenen Werke: „Unsere Kunst hinterlässt mehr Fragen als Antworten.“

Belvedere und Skulpturengarten

„Im Anschluss an die Preisverleihung laden wir Sie sehr herzlich zur Besichtigung der Werkpräsentation im Museum Würth 2 `Belvedere und Skulpturengarten´ sowie zu Wein und Brot ein“, beendete C. Sylvia Weber die Verleihung. Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen und waren sogar schneller durch das Museum gelaufen, als sie ihren Wein getrunken hatten.

Die Werkschau „Elmgreen & Dragset. 14. Robert Jacobsen Preis der Stiftung Würth“ im Museum Würth 2 in Künzelsau ist bis zum 06. Februar 2022 täglich von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Danach ist die Ausstellung in Mailand zu bestaunen.

Text: Cora-Lee Pusker

C. Sylvia Weber begrüßte die Gäste des Abends. Foto: GSCHWÄTZ

Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Mitglied des Kunstbeirates der Sammlung Würth hielt die Laudatio. Foto: GSCHWÄTZ

Prof. Dr. Ulrich Roth, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung Würth, Helmut M. Jahn und Prof. Dr. Lars Rehfeld, Mitglieder des Vorstandes, Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Mitglied des Kunstbeirates der Sammlung Würth, Michael Elmgreen, Ingar Dragset, C. Sylvia Weber, Mitglied des Aufsichtsrats der Stiftung Würth, und Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Fahrradfahrer weicht Eichhörnchen aus und verletzt sich hierbei

Ein 34-jähriger Fahrradfahrer hat am Mittwochnachmittag in Künzelsau versucht, einem Eichhörnchen auszuweichen, welches vor ihm den Weg querte. Hierbei kam der Radfahrer zu Fall und verletzte sich so stark, dass er von einer Rettungswagenbesatzung in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden musste.

Am Fahrrad entstand lediglich ein geringer Sachschaden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Mehrere Körperverletzungen und Sachbeschädigungen nach Verkehrsunfall

Ein Mann verlor am Mittwochmittag die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte in den Straßengraben, einige Stunden später griff er mehrere Personen in der Öhringer Innenstadt an und randalierte. Vermutlich aufgrund zu hoher Geschwindigkeit kam der 27-Jährige am Mittwochmittag von der Fahrbahn ab.

Fahrer möglicherweie alkoholisiert

Hierbei entstand an dem PKW erheblicher Schaden. Eine Zeugin konnte den Unfall beobachten und verständigte umgehend die Rettungskräfte. Beim Eintreffen der Polizeibeamten konnten diese bei dem unverletzten Fahrer Alkoholgeruch feststellen. Einen Führerschein konnte der Fahrer ebenso nicht vorzeigen.

Am Mittwochabend massiv randaliert

Derselbe Mann griff am Mittwochabend in der Öhringer Innenstadt mehrere Personen an, beschädigte Fahrzeuge und ein Straßenschild. Eine 23-Jährige wurde aus bisher unbekannten Gründen von dem 27-Jährigen verfolgt und angegriffen. Die junge Frau setzte sich zur Wehr, woraufhin der Mann von ihr abließ und die Straße weiterging. Auf demselben Fußweg begegnete er wenig später einer zweiten Frau. Er stieß die 28-Jährige zu Boden und schrie sie an. Kurz darauf wurde im Bereich der Bahnhofstraße und des Parkplatzes in der Herrenwiesenstraße mehrere Sachbeschädigungen an PKWs gemeldet. Hierbei konnte der Randalierer durch eine aufmerksame Zeugin beobachtet werden. Gegen 22.00 Uhr kam es am Hafenmarkt schlussendlich noch zu Streitigkeiten zwischen zwei Männern, wobei einer ein Messer in der Hand hatte und den anderen verletzte. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist derselbe 27-Jährige an allen Ereignissen beteiligt. Zeugen der Vorfälle oder weitere Geschädigte werden gebeten sich beim Polizeirevier Öhringen unter der Telefonnummer 07941 9300 zu melden.

Pressemitteilung der Polizei Heilbronn

 

 




Willkommen in Absurdistan

Willkommen in Absurdistan. So könnte der Titel der aktuellen Ausstellung im Museum Würth 2 mit Fug und Recht heißen. Stattdessen heißt sie einfach nur „Elmgreen&Dragset 14. Robert Jacobsen Preis der Stiftung Würth“, wie die beiden skandinavischen Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset, die in Berlin leben und arbeiten.

14. Robert Jacobsen Preis wird an das Duo Elmgreen&Dragset verliehen

Anlaß der Ausstellung ist die Verleihung des 14. Robert Jacobsen Preises, den die Stiftung Würth alle zwei Jahre an zeitgenössische Künstler vergibt, um an das Werk und den Einfluss des 1993 gestorbenen Bildhauers Robert Jacobsen zu erinnern. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Kunst, die gesellschaftlich wirksam ist

Einem breiten Publikum wurden Elmgreen & Dragset durch ihre Installation Prada Marfa bekannt. Sie haben mitten in die Wüste einen voll bestückten Shop der Luxusmodemarke Prada gesetzt – der niemals geöffnet ist. Scheinbar absurd. Diese Installation ist inzwischen zu einem Publikumsmagneten geworden, der die amerikanische Seele so gut trifft, dass sogar die Simpsons in einer Folge das Kunstwerk besuchten. Die Stiftung Würth sagt, die Kunst von Elmgreen&Dragset habe es „in den popkulturellen Referenzraum“ geschafft. Ein scheinbar sinnlos in die Wüste gepflanztes Denkmal des Luxuskonsums, das dann ohne jegliche Konsummöglichkeit von Menschen aufgesucht wird – da hat Kunst ihr Ziel möglicherweise erreicht.

„Statue of Liberty“ – ein Werk für Deutschland

„Statue of Liberty“, Elmgreen&Dragset. Foto: GSCHWÄTZ

Ein Kunstwerk, das die Künstler wohl ganz speziell für Deutschland geschaffen haben, steht direkt vor dem Carmen Würth Forum. Man erkennt beim Annähern an das Gebäude einen Geldautomaten. Fast ist man geneigt, „Endlich – da gehört ja auch einer hin“ zu denken, so selbstverständlich und beiläufig steht der Automat in einer Betonsäule vor dem Gebäude. Beim zweiten Hinsehen fällt auf, dass da natürlich kein Geldautomat hingehört, die Stelle ist sogar gänzlich absurd für einen Geldautomaten: Weit weg von jedem Konsum – und im Museumsshop kann man selbstverständlich mit derselben Karte bezahlen, mit der man den Geldautomaten füttern würde.

Zwischen Ernsthaftigkeit und Absurdität

„Das Werk oszilliert zwischen Ernsthaftigkeit und Absurdität“, nennt das der Laudator Prof. Dr. Bernhard Maaz, Jurymitglied des Robert Jacobsen Preises. Genau diese Absurdität ist das Mittel, mit dem Elmgreen und Dragset die Betrachter ihrer Werke aus ihrem momentanen inneren Zustand herauszerren und sie dazu bringen, sich mit dem Werk und der eigenen Situation auseinanderzusetzen. Man kann sich dem nicht entziehen. Wenn man dann noch erfährt, dass die Betonsäule ein Segment der Berliner Mauer ist und dass das Werk „Statue of Liberty“ heißt, beginnt das Gehirn zu arbeiten. Der Ausverkauf der Geschichte und der Stadt kann einem in den Sinn kommen. Und man stellt sich die Frage, ob die Menschen, die 1989 die Freiheit von einer politischen Diktatur erkämpft haben, jetzt unter der Herrschaft einer anderen Diktatur stehen, der des Geldes. Und ob das das Ziel der friedlichen Revolution gewesen sein soll.

Mehr Fragen als Antworten

Die Künstler wollen diese Fragen gar nicht alle beantworten: „Unsere Kunst hinterläßt mehr Fragen als Antworten“ sagen sie in ihrer Dankesrede. Anders drückt es Maaz aus: „Nicht vordergründig marktgängig, nicht vorsätzlich eingängig“, nennt er die Werke von Elmgreen&Dragset und bringt Franz Kafka ins Spiel, der ebenfalls Bewußtmachung durch eine Verstörungsstrategie erreichen wollte.

Wenn der Beobachter die Beobachter beobachtet

„The Observer“, Elmgreen&Dragset

Verstörend wirkt auch das Werk „The Observer“: Da steht eine männliche Figur, nur mit Trainingshose bekleidet, auf einem Balkon. Die Haltung ist entspannt, er raucht, vielleicht ist es seine Feierabendzigarette. Er steht überaus gelassen über den Dingen und betrachtet die Welt unter ihm. Es ist nicht genau auszumachen, ob er wirklich nach unten schaut, oder ob er gar aus dem Fenster des Belvedere über die Welt hinwegschaut.
Diese Welt, das ist der Betrachter des Werks, der zuerst seine gewohnte Betrachtungsweise ändert, weil er nach oben schauen muß, um das Werk zu sehen. Der Beobachter fühlt sich selbst dauerhaft beobachtet. Er wünscht sich vielleicht, dass die Balkonfigur verschwindet – aber das ist unmöglich: Es gibt keine Tür, durch die die Figur den Balkon verlassen könnte. Auch hier wird die kafkaeske Verstörungsstrategie sichtbar.

Eintritt ist frei

Die Ausstellung von aussen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Ausstellung ist bis zum 6. Februar 2022 täglich von 11 – 18 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Danach reist sie weiter – zur Fondazione Prada nach Mailand.

Text: Matthias Lauterer

Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. „Watching“, Elmgreen&Dragset. Foto: GSCHWÄTZ

 

Verleihung des Robert Jacobsen Preises.
v.l. C.Sylvia Weber, Prof. Dr Ulrich Roth, Michael Elmgreen, Ingar Dragset. Foto: GSCHWÄTZ

Überragt von ihrem Werk „Watching“: Elmgreen&Dragset bei ihrer Dankesrede. Foto: GSCHWÄTZ

Prof. Dr. Ulrich Roth, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung Würth, Helmut M. Jahn und Prof. Dr. Lars Rehfeld, Mitglieder des Vorstandes, Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Mitglied des Kunstbeirates der Sammlung Würth, Michael Elmgreen, Ingar Dragset, C. Sylvia Weber, Mitglied des Aufsichtsrats der Stiftung Würth, und Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart. Foto: GSCHWÄTZ




Die Polizei warnt: Vorsicht vor gefälschten Bank-E-Mails

Mehrere Bürger im Einzugsbereich des Heilbronner Polizeipräsidiums haben in den vergangenen Tagen digitale Post von Betrügern bekommen. Bei den Personen gingen Phishing-E-Mails ein, die aussahen, als würden sie von der Hausbank der Betroffenen stammen. Darin wurden die Empfänger aufgefordert, persönliche Daten auf einer Website einzugeben. Mit diesen Daten versuchten die Betrüger, Geld von den Konten ihrer Opfer zu überweisen.

Vorgehen im Fall der Fälle

Die Polizei weist daher erneut darauf hin:

  • Geldinstitute versenden keine E-Mails, in denen Kunden zur Eingabe persönlicher Daten im Internet aufgefordert werden – auch nicht, um der Sicherheit willen.
  • Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden.
  • Klicken Sie niemals auf den angegebenen Link in der übersandten E-Mail. Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen Seiten über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen (ohne diese in die Adresszeile einzutippen).
  • Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail, per Telefon oder per Post von Ihnen an. Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank.
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten – beispielsweise Passwörter oder Transaktionsnummern – per E-Mail.
  • Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen, nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der Internet-Seite des Unternehmens finden. Starten Sie keinen Download über den direkten Link. Öffnen Sie insbesondere keine angehängten Dateien.
  • Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Ablauf innerhalb der Online-Banking-Anwendung Ihres Kreditinstituts an. Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie die Verbindung und kontaktieren Sie Ihre Bank.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen. So können Sie schnell reagieren, falls ungewollte Aktionen stattgefunden haben.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Beim Bier trifft man sich halt besser als bei der Milch“

Etwas versteckt, unterhalb des großen Panorama-Hotels in Waldenburg, liegt eine kleine Gaststätte, das Bergstüble. Dort trifft sich das Team des 1.DSV (DartsSportVerein) Bergstüble Waldenburg regelmäßig alle 14 Tage am Freitag zum Training. Vorbei am Gastraum führt der Weg die Treppe hinunter zum Trainingsraum des 1.DSV Waldenburg. Flutlicht gibt es in dieser Sportarena nicht, es ist recht dunkel.

Trainingsimpressionen. Foto: GSCHWÄTZ

Dirk „Papa Bär“ Prümen. Foto: GSCHWÄTZ

Vier Dartsautomaten stehen an der rückwärtigen Wand, das Training ist in vollem Gang, eine gute Handvoll Aktiver ist bereits am Werfen. Fachkundige Kommentare werden den Pfeilen hinterhergeworfen, vor allem dann, wenn ein Pfeil danebengeht. Oft wird gelacht, denn wer daneben wirft, muss auch die spöttischen Anfeuerungen der Teamkameraden aushalten können.

Trotzdem findet Dirk Prümen die Zeit, das eine oder andere über den Verein, den Dartssport und das Drumherum zu erklären. Sein Kampfname, der auch auf dem Trikot und seinen Pfeilen steht, ist „Papa Bär“ – und er scheint auch für den Verein die Rolle des Papas übernommen zu haben.

Der Verein selbst besteht schon seit einiger Zeit und nimmt auch schon lange an Wettbewerben teil. Derzeit spielt das Team aktiv in der Dart Liga Hohenlohe, einer freien Liga, die nicht dem Deutschen Sportautomatenbund e.V. (DSAB) angeschlossen ist. „Der DSAB stellt hohe Anforderungen an die Spielstätten“, sagt Prümen und verweist darauf, dass man das dem Wirt, in dessen Räumen das Training stattfindet, nicht zumuten will. In der Dart Liga Hohenlohe spielen etwa 35 Vereine in vier Spielklassen, von der C-Liga bis hinauf zur Bezirksliga. Der 1.DSV Waldenburg hat es bis in die A-Liga, also die zweithöchste Klasse, geschafft. Auch wenn es sich um eine freie Liga handelt, spielt man doch komplette Saisons nach festen Spielplänen. Am 10. Oktober geht nach einer Coronapause die neue Saison los: „Unter 2G-Bedingungen sind Sportveranstaltungen wieder möglich“, ist Prümen froh.

„Da hat uns der Staat mit dem Lockdown ein Ei gelegt“

Einige Vereine hätten während der Pandemie allerdings aufgeben müssen, weiß Prümen, da zum Beispiel die Vereinslokale nicht mehr weitergeführt werden konnten. „Da hat uns der Staat mit dem Lockdown ein Ei gelegt“.

Auf ihren Wirt lassen sie nichts kommen

Ihr Vereinslokal hat den Lockdown glücklicherweise überstanden. Immer wieder öffnet sich die Tür und es wird Essen serviert – vom Schnitzel bis zum Wurstsalat sei einfach alles zu empfehlen, „und vor allem die Pizza“, loben die Sportler ihren Wirt einhellig. Die Getränke sind praktischerweise gleich in einem Nebenraum gelagert – das erspart dem Wirt eine Menge Laufarbeit, denn das eine oder andere Sportbier wird trainingsbegleitend geöffnet. Angelo, der Wirt des Bergstüble, sorgt nicht nur für das leibliche Wohl der Sportler, er ist auch der größte Sponsor des Vereins: Nicht nur, dass er den Trainingsraum seit etwa zehn Jahren zur Verfügung stellt, er sponsert auch die Startgelder für Turniere.

Verein will gemeinnützig werden

Im Dezember soll nach über 15 Jahren die formale Grundlage für die Eintragung als ein gemeinnütziger Verein getroffen werden. Man habe diesen Entschluss schon lange gefasst, aber „das ging ja jetzt lange nicht, weil wegen Corona Versammlungen nicht möglich waren“, sagt Prümen.

Ist das überhaupt ein Sport?

Auf die Frage, ob das Dartsspiel überhaupt ein Sport sei, wechselt Prümen den Ton, er wird professionell wie ein Verkäufer: „Darts fördert die Hand-Auge-Koordination. Das ist ein Konzentrationssport wie zum Beispiel das Bogenschießen.“ Hier sieht er einen Ansatzpunkt für die Gemeinnützigkeit: Er will  Jugendlichen den Dartssport nahebringen, denn viele Kinder und Jugendliche hätten heutzutage Schwierigkeiten bei Konzentration oder Fokussierung. „Da kann der Dartssport wirklich viel leisten“, ist sich Prümen sicher.
Michael Rüger weiß, dass gerade die Topspieler top-fokussiert sind: „Denen, die ganz oben mitspielen, kannst Du eine nackte Frau auf die Nase binden, die lassen sich nicht ablenken.“

Gute oder schlechte Serie? Kommt ganz auf den Spielstand an! Foto: GSCHWÄTZ

Und ganz nebenbei verbessert Darts auch den Umgang mit Zahlen, denn man muss sich abhängig vom Spielstand eine Strategie überlegen, auf welche Zahlen man seine Pfeile abfeuern will. „Manch einer muss das sogar nach jedem Wurf“, grinst Prümen einen seiner Teamkameraden an, dessen Pfeil nicht dort eingeschlagen ist, wo er hinsollte. Alte Hasen rechnen gar nicht mehr, die „sehen“, welche Felder sie anpeilen müssen.

Junge Aktive gesucht

Michael Rüger. Foto: GSCHWÄTZ

Mittels Mundpropaganda und Ansprache über soziale Medien versucht der Verein, Jugendliche zu gewinnen – und wie zufällig erscheinen genau bei diesem Thema zwei Jugendliche zum Training.

Dass der Verein jüngere Aktive benötigt, kann Michael Rüger bestätigen: „Auch Darts ist altersabhängig, so ab 50 merkt man’s“, kann er seine eigenen Erfahrungen einbringen. Er spielt seit 36 Jahren und hat, so sagt  er es, „alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt“. BZO-Liga, das ist die zweithöchste Spielklasse, hat er gespielt. Aber nicht nur der sportliche Erfolg ist ihm wichtig, er lobt vor allem das gesellige Beisammensein der Dartsgemeinde: „Beim Bier trifft man sich halt besser als bei der Milch“, lacht er, wenn er von dem berichtet, was bei Turnieren abseits der Dartsscheibe so alles passiert.

Guter Trainingsbesuch

14 Sportler sind im Verein aktiv, dazu kommen zwei passive Mitglieder. Zum Training kommen nach und nach etwa zehn Spieler. „Zehn sind immer da“, zeigt sich Dirk Prümen mit dem Trainingsfleiß durchaus zufrieden.

Darts ist kein teurer Sport

Neben dem Vereinsbeitrag, der momentan bei zehn Euro im Monat liegt, kostet nur die Anfahrt zu den Turnieren und die Ausrüstung Geld. Ein vernünftiger Satz Pfeile für den Amateursport koste etwa 50 bis 60 Euro, weiß Prümen. „Nach oben ist kein Ende“, ergänzt Michael Rüger. Eine ganze Reihe von Darts-Shops gibt es inzwischen, wo man sich seine Pfeile individuell zusammenstellen kann: langer oder kurzer Schaft, viel oder wenig Grip, unterschiedlichste Flights (Flügelchen) – die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Rügers Empfehlung ist, Pfeile in einem Shop auszuprobieren und nicht einfach im Internet zu kaufen. Eine kleine Auswahl von unterschiedlichen Pfeilen ist auch im Trainingsraum verfügbar. Und wer es ganz individuell mag, der dreht sich sein Material ohnehin selber.

Alles, was man braucht: Ein Satz Pfeile. Foto: GSCHWÄTZ

Coronahilfen: „Vielleicht kriege ich noch was“

Angelo, der Wirt des Waldenburger Bergstüble, ist froh, dass er jetzt wieder kochen und Gäste bewirten kann und beklagt die schleppende Bearbeitung der Coronahilfen: „Ich habe minimal Coronahilfen bekommen, vielleicht kriege ich ja noch was“, stellt er der Politik kein gutes Zeugnis aus: „Das waren große Versprechen der Politik“ sagt er rückblickend. Aber er schaut optimistisch nach vorne: „Meine Stammgäste kommen alle wieder“, hat er bemerkt.
Mit den Darts-Spielern hat er ein langjähriges und gutes Verhältnis, seit mehr als zehn Jahren spielen sie bei ihm. So gut ist das Verhältnis, dass er schweigt und gar keine der Anekdoten erzählen will, die es aus  einer so langen Zeit einfach geben muss. Angelo weiß ganz genau, dass neben dem Sport der Spaß und die Geselligkeit beim 1. DSV Waldenburg eine große Rolle spielen: „Die essen und trinken hier, das ist ein Geben und Nehmen. Ich unterstütze die, wir helfen uns gegenseitig“, begründet er seine Aktivitäten als Sponsor. Er übernimmt Startgelder und stellt den Trainingsraum zur Verfügung: „Ich bin kein Krösus, aber wenn ich da helfen kann, dann helfe ich.“

Der Dartssport verbindet

„Bei uns gibt’s keine Unterschiede“, betont Dirk Prümen abschließend und betreibt noch einmal Mitgliederwerbung: „Ob arm, ob reich, ob Männlein oder Weiblein, jeder kann kommen.“ Und so sind auch zwei Frauen auf der Teamkarte des 1.DSV Bergstüble Waldenburg für die Wettbewerbe gemeldet.

Der Dartsportverein trifft sich 14-tägig im Keller des Berstübles in Waldenburg. immer um 19 Uhr. Nähere Informationen bei  Dirk Prümen: 01590/65 10 45 7

Text: Matthias Lauterer

Ein kleiner Teil der sportlichen Erfolge des 1. DSV Waldenburg. Foto: GSCHWÄTZ




Unbekannter belästigt Frauen in Regionalbahn

Ein bislang unbekannter Mann hat in der Nacht auf Samstag, den 02. Oktober 2021, einen Sitz in einer Regionalbahn in Richtung Öhringen beschädigt und Reisende belästigt. Bisherigen Informationen zufolge soll der Unbekannte den Zug gegen 23 Uhr am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental betreten haben und mit diesem in Richtung Öhringen gefahren sein.

Auf der Fahrt beschädigte er offenbar einen Sitz und belästigte wohl weibliche Fahrgäste im Zug. Gegen 23.20 Uhr soll der Mann dann den Zug beim Halt in Waldenburg verlassen haben. Zeugen und mögliche Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefon 07131/888 2600 bei dem ermittelnden Bundespolizeirevier Heilbronn zu melden.




Einbruch in Metzgerei

Unbekannte Täter sind in der Nacht auf Sonntag, den 03. Oktober 2021, in eine Metzgerei in Forchtenberg eingebrochen. Aus dem Geschäft in der Muthofer Straße entwendeten sie nach Angaben der Polizei zwischen 19.30 Uhr am Samstag und 8.45 Uhr am Sonntag einen hohen Bargeldbetrag. Sie durchwühlten hierbei mehrere Räume und flexten einen Tresor auf. Der dabei verursachte Schaden kann noch nicht beziffert werden.

Zeugen, die Hinweise zum Einbruch oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat Künzelsau unter Telefon 07940/9400 zu melden.




Rettungswagen kollidiert mit Reh

Ein Rettungswagen ist am Samstagnacht, den 02. Oktober 2021, bei Mulfingen mit einem Reh kollidiert. Gegen 22.45 Uhr war der Rettungswagen auf der Landesstraße 1020 von Hollenbach in Richtung Bundesstraße 290 unterwegs und stieß mit einem querenden Reh zusammen. Verletzt wurde niemand, auch das Reh sprang weiter. Der Rettungswagen war jedoch nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Für den im Krankenwagen transportierten Patienten wurde ein Ersatzfahrzeug angefordert.