1

Der Weihnachtspäckchenkonvoi rollt wieder

Der Weihnachtspäckchenkonvoi bringt Geschenke für bedürftige Kinder in entlegene und ländliche Gegenden in Osteuropa. Dabei steht ein Grundgedanke im Mittelpunkt: Kinder helfen Kindern.

Tradition seit 20 Jahren

Der Weihnachtspäckchenkonvoi hat bereits seit 2001 Tradition. Vor der Adventszeit werden Weihnachtspäckchen gesammelt, um Not leidenden Kindern zu Weihnachten eine besondere Freude zu
machen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.
Die Stadtverwaltung Künzelsau unterstützt die Aktion des „Round Table“, „Ladies´ Circle“, „Old Tablers“ und des „Tangent Club“ und bietet das Künzelsauer Rathaus als Sammelstelle an. Ab Montag, 18. Oktober bis Mittwoch, 17. November können Menschen, die helfen wollen, dort Weihnachtsgeschenke für
bedürftige Kinder abgeben.

Die Weihnachtsgeschenke

Unzählige Hohenloher Kinder haben so in den vergangenen Jahren mit den gefüllten und als Geschenk verpackten Schuhkartons im Wert von rund fünf Euro dazu beigetragen, dass die Aktion weiterhin erfolgreich weitergeführt werden kann. Und so einfach funktioniert‘s:
alten Schuhkarton hervorkramen, mit Spielsachen, Kleidung, Drogerieartikeln, … im Wert von fünf Euro
füllen, als Geschenk verpacken und im Foyer des Rathauses auf den bereitgestellten Tisch legen. Dort steht auch eine Kasse bereit: Es wird um Unterstützung bei den Transportkosten in Höhe von
zwei Euro je Geschenk gebeten.

Empfehlenswerte und weniger empfehlenswert Geschenke

Als Inhalt der Schuhkartons sehr zu empfehlen sind neue Kinderkleidung, Mützen, Schals, Handschuhe, Sportsachen, Haarschmuck, Schulbedarf, Würfelspiele, Puppen, Kartenspiele, Spielzeugautos oder Hygieneartikel. Nicht empfehlenswert sind deutschsprachige Bücher, Spiele mit komplizierter Spieleanleitung, gebrauchte Kleidung, defekte Spielsachen und verderbliche Lebensmittel.
Auf den Kartons sollte außen vermerkt sein, für welches Alter und eventuell welches Geschlecht das Geschenk zu empfehlen ist. Als persönlicher Gruß kann gerne eine Weihnachtskarte beigelegt
werden.

Abgabe im Rathaus

Die Kartons mit den Geschenken können im Rathausfoyer während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden.

Der Transport

Damit alle Päckchen sicher bei den Kindern ankommen, sind im Rahmen der Aktion für mehrere Wochen viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die alle Aufgaben vom Einsammeln und Verladen bis
hin zum Transport übernehmen. In Künzelsau werden die Geschenke abgeholt und zu einer zentralen Sammelstelle gebracht. Von dort aus macht sich der Weihnachtskonvoi mit LKWs nach Rumänien, Moldawien, Bulgarien und in die Ukraine auf. Am Ziel angekommen, werden die Päckchen dann an bedürftige Kinder in Kinderheimen, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und in Elendsvierteln verteilt und die vielen freiwilligen Helfer erleben direkt vor Ort die Freude und das Lachen der Kinder – und können bestätigen, dass die Geschenke ihren Sinn nicht verfehlt haben.

Der Ladies´ Circle, Round Table, Old Tablers, Tangent Club, die Stadtverwaltung Künzelsau und alle beschenkten Kinder freuen sich über eine rege Beteiligung.

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Startseite / Round Table Deutschland (round-table.de)
Startseite / Ladies‘ Circle Deutschland (ladiescircle.de)
Über uns (tangent-club.de)
Mögen die Ketten der Freundschaft niemals rosten! (old-tablers-germany.de)

 




Am 28. Oktober 2021: Simon-Judä-Krämermarkt in Künzelsau

Knapp hundert Markthändler haben sich zum Simon-Judä-Krämermarkt am Donnerstag, 28. Oktober 2021 in Künzelsau angemeldet. Bei dem traditionellen Markt bieten die Marktbeschicker von 8.30 bis 18.00 Uhr ihr buntes Warensortiment an. Das reicht von Gewürzen über Haushaltswaren bis hin zu warmen Mützen, Schals und Pullovern. Gebrannte Mandeln, Magenbrot und die obligatorische Marktwurst werden selbstverständlich auch wieder zu haben sein. Ohne diese typischen Markt-Köstlichkeiten findet in Künzelsau kein Krämermarkt statt.

Keine Genießermeile

Die Genießermeile am Unteren Markt entfällt allerdings. Auch in den Läden in der Künzelsauer Innenstadt sind spezielle Marktangebote zu ergattern. Die Einzelhändler haben ganzjährig ein
sehr gutes Warenangebot und können die Kundinnen und Kunden mit ihren Teams kompetent beraten.

Händler freuen sich bereits

„Wir Händler freuen uns sehr auf den Simon-Judä-Markt. Der Markt ist eine tolle Veranstaltung in der Künzelsauer Innenstadt, die immer sehr gut angenommen wird. Unsere Geschäfte sind schön gerichtet
und herbstlich dekoriert. Wir haben tolle Produkte und attraktive Angebote und unsere Mitarbeiter stehen bereit. Wir freuen uns“, sagt Matthias Uebele, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Künzelsau.

Verkehrsregelungen, NVH und City-Bus

Die Hauptstraße ist am Donnerstag, 28. Oktober 2021 wegen des Simon-Judä-Krämermarktes gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße. In der Stuttgarter Straße ist die Zufahrt zur Rathaustiefgarage frei. Auch die Komburgstraße ist für Anlieger aus Richtung Morsbach befahrbar. In der Stettenstraße und in der Keltergasse besteht absolutes Halteverbot. Die Stadtverwaltung bittet dringend darum, dieses einzuhalten, damit der Durchgangsverkehr nicht behindert wird. Die Bushaltestelle „Bären“ wird in die Austraße verlegt.

Alle Informationen gibt es auf der städtischen Homepage unter www.kuenzelsau.de und auf der Facebook-Seite „Künzelsau – meine Stadt“

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Der Vorleser kommt nach Künzelsau

Bernhard Schlinks 1995 veröffentlichter Roman „Der Vorleser“ wurde in über 50 Sprachen übersetzt, 2008 verfilmt und weltweit ein Bestseller. Lakonisch und zugleich einfühlsam reflektiert er mit seinen fein gezeichneten Figuren über Liebe und Schuld im Angesicht der Verbrechen des Holocausts über die Unzulänglichkeit der Rechtsprechung. Nun präsentiert die Württembergische Landesbühne Esslingen das Bühnenstück am Donnerstag, 25. November 2021 in der Stadthalle Künzelsau.

Ungleiche Liebesbeziehung

Michael Berg hat ein halbes Leben hinter sich, als er beschließt, die Geschichte aufzuschreiben, die ihn für immer prägte: Mit fünfzehn leidet er an Gelbsucht. Als er sich auf dem Heimweg in einem Hauseingang übergibt, kommt ihm eine unbekannte Frau zu Hilfe. Um sich bei ihr zu bedanken, besucht Michael die einundzwanzig Jahre ältere Hanna nach seiner Genesung. Eine ungleiche Beziehung beginnt, von der niemand erfährt. Es sind Michaels erste erotischen Erfahrungen, seine erste Liebe. Die beiden entwickeln ein Ritual, zu dem neben einem gemeinsamen Bad bald auch gehört, dass Michael Hanna vorliest. Eines Tages ist sie plötzlich verschwunden. Erst Jahre später sieht Michael, der inzwischen Jura studiert, Hanna im Gerichtssaal wieder: als Angeklagte in einem Auschwitz-Prozess. Seine Liebe und die persönlichen Schuldgefühle verstricken sich nun mit einer kollektiven Schuld …

Die Bühnenfassung zum Buch

Von der Regisseurin Mirjam Neidhart kommt die Bühnenfassung zum Buch, die die Mechanismen von Michaels Erinnern untersucht und an den großen Fragen nach kollektiver Schuld und menschlichem Verhalten teilhaben lässt.

Karten reservieren oder an der Abendkasse holen

Die Vorstellung in der Stadthalle Künzelsau beginnt um 19.30 Uhr. Einlass in die Stadthalle ist um 18.30 Uhr und in den Saal um zirka 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt neun Euro. Schulklassen zahlen drei Euro pro Zuschauer. Reservierungen nimmt Renate Kilb von der Stadtverwaltung Künzelsau gerne an: Telefon 07940 129-121, E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de.

An der Abendkasse ist die Anmeldung über die Luca-App oder einen Anmeldezettel notwendig. Außerdem ist ein 3G-Nachweis in Form eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests, eines Genesenen-Nachweises oder Impfnachweises erforderlich und wird kontrolliert. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften.

Zum Vormerken: Kulturgenuss im Dezember

Am 15. Dezember 2021 für das Landestheater Schwaben „Das Dschungelbuch“ auf – Familientheater für Besucherinnen und Besucher ab fünf Jahren.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Es regnet Volti-Siege in Ellwangen

Was für ein Voltigier-Treffen in der Reithalle in Ellwangen am 03. Oktober 2021. Von überall her kamen die pferdebegeisterten Kinder- und Jugendvereine, um beim Röhlinger Volti-Turnier ihr Können auf dem Rücken der Vierbeiner zu beweisen.

Ob zu zweit oder einzeln, Rolle rückwärts oder Handstand – die Schüler:innen zeigten in ihren bunten Glitzerkostümen, welche akrobatischen Einlagen sie auf ihren Pferden beherrschen.

Birgit Leu war mit ihren drei Hohenloher Gruppen ebenfalls gemeldet. Gelohnt hat sich die Teilnahme. Denn alle Teilnehmer:innen in ihren Kategorien den 02. Platz.

Birgit Leu (links) mit ihren Mädels. Foto: GSCHWÄTZ

Natürlich geht hier keiner mit leeren Händen nach Hause. Foto: GSCHWÄTZ

Aufstellung zur Schlussformation. Foto: GSCHWÄTZ

Alles Sieger:innen. Die Hohenloher Volti-Teilnehmer:innen durften sich über Plätze auf dem Siegertreppchen freuen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




Teenie- und Babykleidung second hand




Neuer Schmuck für das alte „Brünnele“

Wer in Niedernhall die Weinsteige zum Weingut Keck hochwandert, kommt bald an einer liebevoll geschmückten Mauer vorbei. Pflanzen, von Hand bemalte Schilder, beschriftete Steine, kleine Keramikfiguren, eine Vogeltränke und viele weitere Dinge haben hier eine neue Heimat gefunden. Sogar ein kleines von seinem ursprünglichen Besitzer vergessenes Spielzeugauto befindet sich unter den Gegenständen. „Meine entfernte Verwandte Margret Queisser hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Platz zu schmücken“, erzählt Susanne Seyboth, die die GSCHWÄTZ-Redaktion auf das Engagement der Niedernhallerin aufmerksam machte. Mit ihrer Anregung möchte sie das Engagement ihrer Bekannten, die noch nichts davon weiß, würdigen und diese überraschen.

Da fließt kein Wasser mehr

„Margret will damit auch die Menschen erfreuen, die hier vorbeikommen.“ Früher sei ein kleines Rinnsal den Berg heruntergekommen und in dem kleinen Wasserbecken neben der Mauer aufgefangen worden. „Aber das ist schon lange stillgelegt“, so Seyboth weiter. Heute stehen in dem Becken Geranien, Zierkürbisse und kleine Quitten.

Demnächst ist der Weihnachtsschmuck dran

Die 70-jährige Margret Queisser spaziere jeden Tag die Weinberge hinauf. „Wenn sie sieht, dass es wieder Platz gibt, bringt sie gleich etwas Neues vorbei.“ Natürlich immer der Jahreszeit entsprechend. „Demnächst stellt Margret wieder Kerzen und Weihnachtsschmuck auf“, freut sich die Ingelfingerin Seyboth.

Text: Sonja Bossert

Über die ganze Mauer hat Margret Queisser die Deko verteilt. Foto: GSCHWÄTZ

Wo früher ein Wasser war, steht heute eine Geranie. Foto: GSCHWÄTZ

Ein kleines Spielzeugauto mitten in der Deko. Foto: GSCHWÄTZ

Mutmachspruch für alle Pandemie-Geplagte. Foto: GSCHWÄTZ




Auto kollidiert mit Traktor

Am heutigen Donnerstag, den 14. Oktober 2021, kam es gegen 07.15 Uhr zu einem Unfall auf der L1045 zwischen Niedernhall und Criesbach. Laut Daniel Fessler von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn war ein Pkw aus noch bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen. Im Anschluss stieß der Wagen zuerst gegen einen entgegenkommenden Traktor und ein weiteres Auto.

Bei dem Unfall verletzten sich zwei Personen leicht. Die Fahrbahn musste zwischenzeitlich voll gesperrt werden, ist aber laut Polizei Künzelsau inzwischen für den Verkehr wieder freigegeben.




Kupferzell: Digitale Schnitzeljagd im Garten der Landwirtschaftsschule

Ab sofort bietet das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises eine digitale Entdeckungstour für alle am Garten Interessierte an, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Mit der App Actionbound kann der Schulgarten der Fachschule für Landwirtschaft, Fachrichtung Hauswirtschaft, in Kupferzell erkundet werden. Dabei werden spielerisch Aufgaben gelöst, Wissen rund um den Garten getestet und Informationen zum Schulgarten geteilt. Teilnehmende sammeln Punkte und können sich so mit anderen messen.

Mit Smartphone oder Tablet im Schulgarten unterwegs

Ausgangspunkt für die etwa 40-minütige Tour ist das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises in der Schloßstraße 3 in Kupferzell. Für die Teilnahme wird ein Smartphone oder Tablet benötigt, auf dem die Actionbound-App installiert ist. Die App führt und begleitet interaktiv auf der digitalen Schnitzeljagd.

Weitere Info

Weitere Informationen und Download der Tour unter https://de.actionbound.com/bound/SchulgartenFachschuleLandwirtschaftsamt

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Vielleicht wird es ja wirklich eine Schatztruhe

Buntes Treiben, vielstimmiges Gemurmel, lautes Lachen und gute Stimmung auf dem Kelterhof am Samstag, den 09. Oktober 2021. Jung und Alt, Klein und Groß sieht man über den Hof von Stand zu Stand schlendern. Hier ist für jeden ein Schatz dabei.

Vielleicht wird es ja wirklich eine Schatztruhe

Fündig geworden ist Simone Röger aus Coburg. Die Flohmarktliebhaberin ist zu Besuch bei ihren Schwiegereltern und hält tatsächlich eine Art Schatztruhe in den Händen. Fröhlich strahlend sagt sie: „Ich bin schon fündig geworden.“ Das in ihren Händen ist ein sogenannter „Wichskasten“, dieser Gegenstand wird normalerweise zum Schuhe putzen verwendet. Aber die Coburgerin hat andere Pläne damit. Sie will den schweren braunen Kasten upcyclen und etwas Neues damit gestalten. „Vielleicht wird es ja wirklich eine Schatztruhe für meine Kinder“, grübelt sie schon mal. Aber Simone Röger kam eigentlich gar nicht nach Niedernhall für den Flohmarkt. Für sie steht heute noch eine Hochzeit auf dem Tagesprogramm. Wer weiß, vielleicht findet sie auf dem Flohmarkt ja noch ein Hochzeitsgeschenk für das Paar.

„Ich bin schon das zweite Mal hier“

Ebenso auf Geschenkesuche bei dieser großen Auswahl ist die Forchtenbergerin Sabine Köhler. Nach nur 15 Minuten auf dem Flohmarkt hatte sie ihre Schätze schon zusammen. Das wichtigste hierbei waren natürlich die Geschenke für die Enkelkinder. Aber auch der Tupperware, die an einem Stand bunt gestapelt ist, schenkt sie ein neues Zuhause. In der schönen und vor allem auch familiären Atmosphäre fühlt sich die Forchtenbergerin wohl. „Ich bin schon das zweite Mal hier und genauso begeistert wie beim ersten Mal. Es ist einfach schön nach Corona wieder rauszukommen.“

Ein Meer aus Büchern

Vor einem ausgebreiteten Büchermeer mit vielen bunten Covern ist der ehemalige Lehrer Detlef Jannotar zu finden. Das Büchermeer liegt auf einer großen Plane ausgebreitet auf dem Kelterhof, auch sind auf der Plane alte Platten sowie CDs in Boxen zu finden. Der ehemalige Lehrer aus Niedernhall ist, wie er schmunzelnd sagt, eigentlich nicht oft auf Flohmärkten, aber auf der Suche nach Bilderrahmen und, wer hätte es gedacht, nach Büchern. Bei der Auswahl auf der bunt gesäumten Plane wird Detlef Jannotar bestimmt fündig, zumal der Händler noch weitere Bücher auf die Präsentierfläche legt.

„Ziel ist es, weniger wieder mitzunehmen, als wir hier haben“

Ein breites Angebot findet sich auch am Stand von Birgit Stähle. „Man hat so viel Deko zu Hause, die man gar nicht braucht.“ Die Niedernhallerin betreibt ihren Stand nur mit ihren eigenen Sachen, die sie ausgemistet hat, aber sie hat auch ein kleines Angebot an selbst gemachten gehäkelten Tüchern. Eines davon tragen jeweils sie und ihre Kollegin in bunten Farben um die Schultern. „Ziel ist es, weniger wieder mitzunehmen, als wir hier haben“, sagt sie. Aber es geht auf dem Kelterflohmarkt nicht nur um das. „Am wichtigsten ist für mich aber das Gespräch mit den Leuten, die man hier trifft. Es geht hier schließlich um das Gesellschaftliche und es ist schön, egal ob man etwas verkauft oder auch nicht.“

„Wir kamen auf die Idee, hier bei dem Flohmarkt mitzumachen“

Verschiedenste Sachen gibt es bei einem Stand zu kaufen, der von einer ehemaligen Realschulklasse bewirtschaftet wird. Sechs Personen gehören zu diesem Stand und jeder hat etwas beigesteuert. „Vor 30 Jahren sind wir aus der Schule entlassen worden. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und kamen auf die Idee, hier beim Flohmarkt mitzumachen“, erklärt Karsten Ortmann. Hier geht es den alten Hasen aus der Niedernhaller Schule nicht um das Klingeln des Geldes, sondern um die Gemeinschaft, zusammen als Gruppe etwas zu machen und auch, um alte Bekannte wiederzutreffen.

 „Wir haben mal so richtig ausgemistet“

Als Gemeinschaft stehen auch die drei Haushalte von Sandra, Peggy und Silke Steinemann mit Markus Steinemann an einem Stand. Ihre Keller müssen bei der Auswahl an ihrem Stand jetzt vermutlich leer sein. Bunte Bücher, verschiedenste Spielsachen und Spiele sind bei ihnen zu finden. „Wir haben mal so richtig ausgemistet und hoffen, nicht mehr alles wieder mitnehmen zu müssen“, erzählt Markus Steinemann, der aus Niedernhall kommt. Viele Gespräche werden hier geführt, ganz zur Freude der vier Händler. Die Vier haben sichtlich Spaß, hier zu sein und sind offen für nette Unterhaltungen. Das Quatschen miteinander bietet sich bei diesem Stand auch gut an, da er direkt in der Sonne liegt. Denn trotz der Frische lässt sich die liebe Sonne am Morgen langsam immer mehr blicken.

Text: Cora-Lee Pusker

 

Kelterflohmarkt Niedernhall 2021: Birgit Stähle und ihre Kollegin. Foto: GSCHWÄTZ

Kelterflohmarkt Niedernhall 2021: Simone Röger. Foto: GSCHWÄTZ




„Das Lernen in meiner Ausbildungszeit hat sich gelohnt“

Die Freude ist groß bei Omar Alkhalaf – bei Bürgermeister Stefan Neumann mit seinem Rathaus-Team nicht minder. Im Sommer hat der gebürtige Syrer seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten erfolgreich abgeschlossen und trat gleich im Anschluss eine Stelle als Integrationsmanager bei der
Stadtverwaltung Künzelsau an, heißt es in einer Pressemitteilung. In Syrien hatte er noch ein Agrarstudium begonnen. Jetzt betreut er Geflüchtete, die aus einer Erstunterkunft des Landkreises in eine Anschlussunterbringung der Stadt kommen. „Er ist prädestiniert für diese Aufgabe, weil er weiß, was am dringendsten benötigt wird und wie man sich fühlt, wenn man flüchten und in
einem anderen Land neu und ganz von vorne anfangen muss“, sagte Bürgermeister Stefan Neumann bei der Übergabe des Ausbildungszeugnisses im Künzelsauer Rathaus.

„Ich freue mich riesig, dass ich jetzt anderen helfen kann“

Seine syrische Muttersprache hilft dem frisch gebackenen Integrationsmanager bei der Kommunikation mit den Hilfe suchenden Geflüchteten. „Es war richtig schwer, die neue Sprache Deutsch und gleichzeitig den Ausbildungsstoff zu lernen“, so Omar Alkhalaf. „Aber, ich habe es geschafft und freue mich riesig darüber, dass ich jetzt anderen helfen kann. Das Lernen in meiner Ausbildungszeit hat sich gelohnt.“ Er arbeitet zusammen im Integrations-Team der stellvertretenden Hauptamtsleiterin und Integrationsbeauftragen Marion Hannig-Dümmler im Tandem mit der Integrationsmanagerin Karina Vogel. Sie geben den Menschen Hilfestellung bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, bei finanziellen Angelegenheiten, Kinderbetreuungs- und Schulfragen und mehr.

Die Integrationsstellen werden von der L-Bank und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Bürgermeister Stefan Neumann (links), die stellvertretende Hauptamtsleiterin Julia Knobel (rechts) und die Ausbildungsleiterin Milen Daibert haben Omar Alkhalaf zur bestandenen Abschlussprüfung gratuliert. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau