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Kupferzell: Digitale Schnitzeljagd im Garten der Landwirtschaftsschule

Ab sofort bietet das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises eine digitale Entdeckungstour für alle am Garten Interessierte an, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Mit der App Actionbound kann der Schulgarten der Fachschule für Landwirtschaft, Fachrichtung Hauswirtschaft, in Kupferzell erkundet werden. Dabei werden spielerisch Aufgaben gelöst, Wissen rund um den Garten getestet und Informationen zum Schulgarten geteilt. Teilnehmende sammeln Punkte und können sich so mit anderen messen.

Mit Smartphone oder Tablet im Schulgarten unterwegs

Ausgangspunkt für die etwa 40-minütige Tour ist das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises in der Schloßstraße 3 in Kupferzell. Für die Teilnahme wird ein Smartphone oder Tablet benötigt, auf dem die Actionbound-App installiert ist. Die App führt und begleitet interaktiv auf der digitalen Schnitzeljagd.

Weitere Info

Weitere Informationen und Download der Tour unter https://de.actionbound.com/bound/SchulgartenFachschuleLandwirtschaftsamt

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Vielleicht wird es ja wirklich eine Schatztruhe

Buntes Treiben, vielstimmiges Gemurmel, lautes Lachen und gute Stimmung auf dem Kelterhof am Samstag, den 09. Oktober 2021. Jung und Alt, Klein und Groß sieht man über den Hof von Stand zu Stand schlendern. Hier ist für jeden ein Schatz dabei.

Vielleicht wird es ja wirklich eine Schatztruhe

Fündig geworden ist Simone Röger aus Coburg. Die Flohmarktliebhaberin ist zu Besuch bei ihren Schwiegereltern und hält tatsächlich eine Art Schatztruhe in den Händen. Fröhlich strahlend sagt sie: „Ich bin schon fündig geworden.“ Das in ihren Händen ist ein sogenannter „Wichskasten“, dieser Gegenstand wird normalerweise zum Schuhe putzen verwendet. Aber die Coburgerin hat andere Pläne damit. Sie will den schweren braunen Kasten upcyclen und etwas Neues damit gestalten. „Vielleicht wird es ja wirklich eine Schatztruhe für meine Kinder“, grübelt sie schon mal. Aber Simone Röger kam eigentlich gar nicht nach Niedernhall für den Flohmarkt. Für sie steht heute noch eine Hochzeit auf dem Tagesprogramm. Wer weiß, vielleicht findet sie auf dem Flohmarkt ja noch ein Hochzeitsgeschenk für das Paar.

„Ich bin schon das zweite Mal hier“

Ebenso auf Geschenkesuche bei dieser großen Auswahl ist die Forchtenbergerin Sabine Köhler. Nach nur 15 Minuten auf dem Flohmarkt hatte sie ihre Schätze schon zusammen. Das wichtigste hierbei waren natürlich die Geschenke für die Enkelkinder. Aber auch der Tupperware, die an einem Stand bunt gestapelt ist, schenkt sie ein neues Zuhause. In der schönen und vor allem auch familiären Atmosphäre fühlt sich die Forchtenbergerin wohl. „Ich bin schon das zweite Mal hier und genauso begeistert wie beim ersten Mal. Es ist einfach schön nach Corona wieder rauszukommen.“

Ein Meer aus Büchern

Vor einem ausgebreiteten Büchermeer mit vielen bunten Covern ist der ehemalige Lehrer Detlef Jannotar zu finden. Das Büchermeer liegt auf einer großen Plane ausgebreitet auf dem Kelterhof, auch sind auf der Plane alte Platten sowie CDs in Boxen zu finden. Der ehemalige Lehrer aus Niedernhall ist, wie er schmunzelnd sagt, eigentlich nicht oft auf Flohmärkten, aber auf der Suche nach Bilderrahmen und, wer hätte es gedacht, nach Büchern. Bei der Auswahl auf der bunt gesäumten Plane wird Detlef Jannotar bestimmt fündig, zumal der Händler noch weitere Bücher auf die Präsentierfläche legt.

„Ziel ist es, weniger wieder mitzunehmen, als wir hier haben“

Ein breites Angebot findet sich auch am Stand von Birgit Stähle. „Man hat so viel Deko zu Hause, die man gar nicht braucht.“ Die Niedernhallerin betreibt ihren Stand nur mit ihren eigenen Sachen, die sie ausgemistet hat, aber sie hat auch ein kleines Angebot an selbst gemachten gehäkelten Tüchern. Eines davon tragen jeweils sie und ihre Kollegin in bunten Farben um die Schultern. „Ziel ist es, weniger wieder mitzunehmen, als wir hier haben“, sagt sie. Aber es geht auf dem Kelterflohmarkt nicht nur um das. „Am wichtigsten ist für mich aber das Gespräch mit den Leuten, die man hier trifft. Es geht hier schließlich um das Gesellschaftliche und es ist schön, egal ob man etwas verkauft oder auch nicht.“

„Wir kamen auf die Idee, hier bei dem Flohmarkt mitzumachen“

Verschiedenste Sachen gibt es bei einem Stand zu kaufen, der von einer ehemaligen Realschulklasse bewirtschaftet wird. Sechs Personen gehören zu diesem Stand und jeder hat etwas beigesteuert. „Vor 30 Jahren sind wir aus der Schule entlassen worden. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und kamen auf die Idee, hier beim Flohmarkt mitzumachen“, erklärt Karsten Ortmann. Hier geht es den alten Hasen aus der Niedernhaller Schule nicht um das Klingeln des Geldes, sondern um die Gemeinschaft, zusammen als Gruppe etwas zu machen und auch, um alte Bekannte wiederzutreffen.

 „Wir haben mal so richtig ausgemistet“

Als Gemeinschaft stehen auch die drei Haushalte von Sandra, Peggy und Silke Steinemann mit Markus Steinemann an einem Stand. Ihre Keller müssen bei der Auswahl an ihrem Stand jetzt vermutlich leer sein. Bunte Bücher, verschiedenste Spielsachen und Spiele sind bei ihnen zu finden. „Wir haben mal so richtig ausgemistet und hoffen, nicht mehr alles wieder mitnehmen zu müssen“, erzählt Markus Steinemann, der aus Niedernhall kommt. Viele Gespräche werden hier geführt, ganz zur Freude der vier Händler. Die Vier haben sichtlich Spaß, hier zu sein und sind offen für nette Unterhaltungen. Das Quatschen miteinander bietet sich bei diesem Stand auch gut an, da er direkt in der Sonne liegt. Denn trotz der Frische lässt sich die liebe Sonne am Morgen langsam immer mehr blicken.

Text: Cora-Lee Pusker

 

Kelterflohmarkt Niedernhall 2021: Birgit Stähle und ihre Kollegin. Foto: GSCHWÄTZ

Kelterflohmarkt Niedernhall 2021: Simone Röger. Foto: GSCHWÄTZ




„Das Lernen in meiner Ausbildungszeit hat sich gelohnt“

Die Freude ist groß bei Omar Alkhalaf – bei Bürgermeister Stefan Neumann mit seinem Rathaus-Team nicht minder. Im Sommer hat der gebürtige Syrer seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten erfolgreich abgeschlossen und trat gleich im Anschluss eine Stelle als Integrationsmanager bei der
Stadtverwaltung Künzelsau an, heißt es in einer Pressemitteilung. In Syrien hatte er noch ein Agrarstudium begonnen. Jetzt betreut er Geflüchtete, die aus einer Erstunterkunft des Landkreises in eine Anschlussunterbringung der Stadt kommen. „Er ist prädestiniert für diese Aufgabe, weil er weiß, was am dringendsten benötigt wird und wie man sich fühlt, wenn man flüchten und in
einem anderen Land neu und ganz von vorne anfangen muss“, sagte Bürgermeister Stefan Neumann bei der Übergabe des Ausbildungszeugnisses im Künzelsauer Rathaus.

„Ich freue mich riesig, dass ich jetzt anderen helfen kann“

Seine syrische Muttersprache hilft dem frisch gebackenen Integrationsmanager bei der Kommunikation mit den Hilfe suchenden Geflüchteten. „Es war richtig schwer, die neue Sprache Deutsch und gleichzeitig den Ausbildungsstoff zu lernen“, so Omar Alkhalaf. „Aber, ich habe es geschafft und freue mich riesig darüber, dass ich jetzt anderen helfen kann. Das Lernen in meiner Ausbildungszeit hat sich gelohnt.“ Er arbeitet zusammen im Integrations-Team der stellvertretenden Hauptamtsleiterin und Integrationsbeauftragen Marion Hannig-Dümmler im Tandem mit der Integrationsmanagerin Karina Vogel. Sie geben den Menschen Hilfestellung bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, bei finanziellen Angelegenheiten, Kinderbetreuungs- und Schulfragen und mehr.

Die Integrationsstellen werden von der L-Bank und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Bürgermeister Stefan Neumann (links), die stellvertretende Hauptamtsleiterin Julia Knobel (rechts) und die Ausbildungsleiterin Milen Daibert haben Omar Alkhalaf zur bestandenen Abschlussprüfung gratuliert. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Neue Sanktionen und höhere Bußgelder sollen Verkehrssicherheit verbessern

Der Bundesrat hat am Freitag, den 8. Oktober 2021, der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nach langwierigen Verhandlungen mit den Bundesländern vorgelegten Änderung der Bußgeldkatalog-Verordnung zugestimmt. Die Neufassung der Bußgeldkatalog-Verordnung ist aufgrund eines juristischen Formfehlers des Bundes erforderlich. Die erhöhten Bußgelder werden drei Wochen nach Unterzeichnung durch Verkehrsminister Andreas Scheuer wirksam. 

Verkehrsminister Winfried Hermann begrüßt Gesetzesnovelle  

„Der heutige Beschluss ist gut für Eltern und Kinder sowie für ältere Menschen und ein Fortschritt für die Verkehrssicherheit. Es gibt heute zu viele Menschen, die Rasen und Falschparken als Kavaliersdelikte ansehen. Derartige Verkehrsverstöße behindern und gefährden aber die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. “

Maßnahmen sollen im Geldbeutel spürbar werden

Der Minister sagte vor der Länderkammer: „Wer die Regeln verletzt, gefährdet sich und andere. Mit 50 km/h durch Tempo-30-Zone ist kein Kavaliersdelikt. All diese Regeln haben einen Sinn: Es geht um mehr Sicherheit. Und es geht darum, dass es alle, die sich nicht daran halten, an ihrem Geldbeutel spüren müssen.“

Ziel ist der Schutz der Schwächsten: Fußgänger und Radfahrer

Der überarbeitete Bußgeldkatalog soll die bereits im April 2020 in Kraft getretenen neuen Regeln für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer durch die Radverkehrsnovelle zur Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) flankieren und soll diesen den erforderlichen Nachdruck verleihen. Ziel der Neuregelungen ist mehr Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr. Die Bußgelder für die meisten Verstöße werden verdoppelt. Die Sanktionen werden also spürbarer.

Im Europavergleich moderat

Im europäischen Vergleich bleiben die Bußgelder aber moderat, sagt das Verkehrsministerium. Hermann rechnet durch eine deutliche Erhöhung der Bußgelder zur Sanktionierung von  Geschwindigkeitsüberschreitungen mit einer hohen Wirkung auf das tatsächliche Geschwindigkeitsverhalten. „Bei Tempo 30 ist für Menschen, die zu Fuß gehen, ein Zusammenstoß mit einem Auto in einem von zehn Fällen tödlich, bei Tempo 50 sind es bei zehn Unfällen bereits sieben Tote“, erläuterte Herr Minister Hermann die von überhöhten Geschwindigkeiten ausgehende Gefahr gerade für Fußgängerinnen und Fußgänger. 

Auch Schutz von Radfahrern im Fokus 

Auch die weiteren Änderungen haben vor allem den Schutz der sog. „schwachen“ Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Blick. Falls LKW beim Rechtsabbiegen künftig innerorts schneller als mit Schrittgeschwindigkeit fahren, wird das mit 70 Euro
Bußgeld geahndet. Immer wieder kommen Fahrradfahrer durch rechtsabbiegende LKW ums Leben, erst Anfang des Monats starb eine Radfahrerin in Berlin

Falschparken mit Behinderung wird teuer

Falsches Parken oder Halten wird künftig deutlich teurer. Wer unzulässig auf Rad- oder Gehwegen parkt, zahlt zwischen 55 und 100 Euro. Gleiche Bußgelder können auch für das Parken und das Halten auf markierten Radfahrstreifen oder in zweiter Reihe sowie für das Parken auf Flächen zum Laden von E-Autos oder auf Carsharing-Parkplätzen fällig werden. All diese Regelungen kämen, darauf legt das Verkehrsministerium Wert, auch der Verkehrswende zu Gute.

Mißachtung der Rettungsgasse führt zu Fahrverbot 

Auch wer keine Rettungsgasse bildet oder diese befährt und wer vorschriftswidrig mit Fahrzeugen Gehwege, linksseitige Radwege oder Seitenstreifen benutzt, muss künftig mit härteren Sanktionen rechnen. Missachtung der Rettungsgasse wird beispielsweise zukünftig neben einem Bußgeld von 200 Euro und zwei Punkten auch ein einmonatiges Fahrverbot zur Folge haben. 

Die Bußgeldbehörden müssen mitziehen

Minister Hermann rief die Bußgeldbehörden auf, die neuen Sanktionsmöglichkeiten konsequent umzusetzen und damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. Denn es sei wissenschaftlich erwiesen, dass erst das Zusammenwirken von Kontrolldruck und Sanktionshöhe die erforderliche abschreckende Wirkung gegenüber Verkehrsverstößen entfalte.

Eine Übersicht über die neuen Bußgelder ist an beispielsweise unter www.bussgeldkatalog.org einsehbar.

Text: Matthias Lauterer, unter Verwendung einer Pressemitteilung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg




Christian von Stetten strebt offensichtlich nach Höherem innerhalb seiner Partei

Die CDU will sich erneuern und idealerweise verjüngen. Den Vorstand gilt es nun neu zu wählen nach der Wahlpleite Ende September 2021 und einem ziemlich unglückseligen CDU-Bundestagskandidaten Armin Laschet. Laschet war mehr Grinseäffchen denn Zugpferd in diesem Wahlkampf, intern gab es bereits einige Kritiker, die lieber jemand anderes an der Nach-Angie-Ära an der Spitze der CDU gesehen hätten.

Laschet: Mehr Grinseäffchen denn Zugpferd

So ließ auch Christian von Stetten, der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Hohenlohe-Hall, mehr Wahlkampffotos mit Friedrich Merz denn mit Armin Laschet drucken. Dass die CDU so mau abgeschnitten hat, liegt zwar bei Weitem nicht nur an Laschet, aber letztendlich war diese Wahlniederlage wichtig, um den längst überfälligen Ernererungsprozess einer ziemlich alt gewordenen Herrenpartei in Gang zu setzen.

Um am Ende Königin Merkel zu beerben

Nun heißt es wie im Schach: Sich in Stellung bringen, positionieren, die richtigen Züge machen, um am Ende Königin Merkel zu beerben – bestenfalls in vier Jahren bei der nächsten Bundestagswahl. Christian von Stetten zeigte sich in jüngster Vergangenheit so angriffslustig wie selten in der Öffentlichkeit. In einem Interview der Bild am Sonntag forderte er ungewohnt deutlich einen Personalaustausch der Führungsriege (wir berichteten) – was normalerweise ein absolutes No-GO wäre und sicherlich intern einige Keulenhiebe gegeben hätte, hätte vom zeitlichen Ablauf her nicht besser platziert sein können. Bereits einen Tag später folgte, was von Stetten forderte: Die CDU-Neuwahlen wurden ausgerufen. Ziemlich wahrscheinlich wusste von Stetten bereits zum Zeitpunkt des Interviews von diesem Plan der Partei und lehnte sich deshalb auch relativ entspannt so weit aus dem Fenster. Das darf man ihm aber nicht übelnehmen.

Schweigen ist ja im Grunde auch schon eine eindeutige Antwort

Immerhin zeigt es auch, wie gut vernetzt Christian von Stettten innerhalb der Partei ist. Und: dass er offensichtlich nach Höherem strebt. Denn wer lauthals Kritik gegenüber der eigenen Partei übt, drückt sich denn auch nicht, wenn es darum geht, selbst Verantwortung in ein Form eines höheren Amtes zu übernehmen. Ob er dazu bereit wäre beziehungsweise ob er das mit seinem Verhalten sogar forciert hat, dazu sagt von Stetten nichts, wenn man ihn gezielt darauf anspricht. Aber Schweigen ist ja eigentlich oftmals auch schon eine eindeutige Antwort.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




„Solche Eingriffe werden ausschließlich dann vorgenommen, wenn das ungeborene Kind so schwere Fehlbildungen aufweist, dass es nicht lebensfähig sein wird“

Ein Schwangerschaftsabbruch ist für jede betroffene Frau ein traumatisches Erlebnis. Keine Schwangere entscheidet sich leichtfertig dafür. Außerdem gibt es gesetzliche Hürden, die vor einem solchen Eingriff überwunden werden müssen. Doch warum auch immer sich eine Frau für einen Abbruch entscheidet – es gibt immer weniger Ärzte, die einen solchen vornehmen. Was den Frauen die Situation zusätzlich erschwert.

Wie sieht die Situation in den Krankenhäusern aus? Werden dort Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen? GSCHWÄTZ hat nachgefragt: beim Diakoneo KdöR, dem Träger des Diak in Schwäbisch Hall, bei der BBT-Gruppe, die das Hohenloher Krankenhaus Öhringen und das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim betreibt und den SLK-Kliniken in Heilbronn.

Bisher zehn Eingriffe in 2021

Am Diak in Schwäbisch Hall werden demnach durchaus Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. „Am Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall werden solche Eingriffe ausschließlich dann vorgenommen, wenn das ungeborene Kind so schwere Fehlbildungen aufweist, dass es nicht lebensfähig sein wird“, schreibt Christin Kohler, PR-Referentin beim Diakoneo KdöR, in ihrer Antwort-Mail. So seien dort im Jahr 2017 sieben, ein Jahr später neun und 2019 drei Abbrüche vorgenommen worden. Im Jahr 2020 waren es ebenfalls drei und in diesem Jahr bisher zehn Eingriffe.

Kontakte zu Beratungsstellen

Vor einem Schwangerschaftsabbruch muss jede betroffene Frau eine umfangreiche Beratung in Anspruch nehmen. Dazu schreibt Christin Kohler: „Selbstverständlich bestehen Kontakte zu Institutionen, die Schwangere beraten, darunter Caritas und pro familia. Wir informieren betroffene Schwangere über Möglichkeiten der Beratung.“

Keine Abbrüche in Öhringen oder Bad Mergentheim

Im Hohenloher Krankenhaus in Öhringen dagegen werden keine Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. „Weder im Hohenloher Krankenhaus Öhringen noch im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim wurden in den vergangenen Jahren Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen“, schreibt Pressesprecherin Ute Emig-Lange. „Auch in den anderen Krankenhäusern der BBT-Gruppe werden in der Regel keine Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.“ Diese würden „der Überzeugung der BBT-Gruppe als einem Träger in der katholischen Kirche, dass das menschliche Leben vom Zeitpunkt seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende zu schützen ist“, widersprechen.

Keine Beratung

Die beiden Krankenhäuser bieten auch keine Beratung in solchen Fällen an, sie arbeiten allerdings  „in verschiedenen Netzwerken mit unterschiedlichen Trägern von Beratungsstellen zusammen“. Darunter können auch Anbieter der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung gehören – beispielsweise Diakonie, Caritas, Donum Vitae oder pro familia. „Insofern arbeiten wir sicherlich mit diesen Institutionen zusammen, aber nicht explizit in deren Angebot der Schwangerenkonfliktberatung“, so die Pressesprecherin weiter. „Dies hängt damit zusammen, dass die Begleitung Schwangerer in aller Regel in der ambulanten Versorgungswelt stattfindet und von dort aus die Kontakte zu den Beratungsstellen hergestellt werden.“ So beziehe sich die Zusammenarbeit eher auf die „frühe Hilfen“. Hierzu gehöre beispielsweise das Angebot der Babylotsin in den beiden Häusern.

Zehn bis 20 Abbrüche jährlich

In den Heilbronner SLK-Kliniken werden laut Pressesprecher Mathias Burkhardt Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt – „im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben“. Burkhardt sagt: „Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre wurden jährlich zwischen zehn und 20 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.“ Dafür arbeitet der Krankenhausträger mit Institutionen zusammen, die die schwangeren Frauen vor dem Abbruch beraten: „Ohne die daraus erfolgten Bescheinigungen wäre diese Art der Behandlung nicht möglich.“ In diesem Fall sind das pro familia, Diakonie, Caritas und das Landratsamt Heilbronn.

Text: Sonja Bossert, die Fragen stellte Matthias Lauterer




Himmelsführung für Kinder

Wie ist unser Sonnensystem entstanden? Und wie bestimmt man eigentlich die Masse des Ringplaneten Saturn? Zwei von vielen Fragen, auf die es am Samstag, den 16. Oktober 2021, in der experimenta Heilbronn und in der Robert-Mayer-Sternwarte Antworten gibt. Für den bundesweiten Astronomietag unter dem Motto „Juwelen am Himmelszelt – eine Reise zu den Riesenplaneten“ haben die Robert-Mayer-Sternwarte und das Science Center experimenta inHeilbronn ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Einblicken ins Universum, Shows und spannenden Vorträge konzipiert. Dabei wird für alle – egal ob Weltraumlaie oder -profi – etwas geboten. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und die Kartenbuchung gibt es online unter: https://bit.ly/Astronomietag_Juwelen_am_Himmelszelt.

Programm für Jung und Alt

Los geht es in der experimenta. Dort finden im Experimentaltheater ab Mittag jeweils zur vollen Stunde astronomische Vorträge statt. Um 12 Uhr referiert Eleni Papaioannou zur Entstehung des Sonnensystems und um 13 Uhr stellt Uwe Dengler den größten Planeten unseres Sonnensystems, den Jupiter, vor. Wie man die Rotationsperiode von Saturn bestimmen kann, schildert David Mülheims um 14 Uhr. Mit dem Vortrag „Hot Jupiters – extrasolare Gasriesen“ von Christian Maier endet um 15 Uhr das Programm im Experimentaltheater. Parallel dazu werden bei gutem Wetter Sonnenbeobachtungen auf der Dachterrasse sowie ein Livestream der Sonne vom Hauptteleskop der Sternwarte angeboten. Der Sternenhimmel über Heilbronn kann um 17 Uhr auf der Science Dome-Kuppel bewundert werden. Dort führt ein Expertenteam der Robert-Mayer-Sternwarte und der experimenta das Publikum durch eine atemberaubende 360-Grad-Show.

Beobachtungsnacht live

Am Abend verlagert sich das Geschehen auf die Robert-Mayer-Sternwarte (Bismarckstr. 10, 74072 Heilbronn). Dort findet um 19 Uhr mit „Sonne, Mond und Sterne“ eine spezielle Himmelsführung für Kinder statt. Ab 20:30 Uhr stehen dann die Gasplaneten Jupiter und Saturn im Fokus, die bei der Beobachtungsnacht live am Himmel über Heilbronn beobachtet werden können.

Startschuss für gemeinsame Projekte

Das Programm für den Astronomietag 2021 ist für die experimenta und die Robert-Mayer-Sternwarte der Startschuss für weitere gemeinsame Projekte. Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta, sieht darin viele Vorteile: „Mit der Robert-Mayer-Sternwarte haben wir einen kompetenten Partner an unserer Seite, mit dem wir gemeinsam durch neue Formate das Interesse für Astronomie wecken wollen. Wir freuen uns auf weitere spannende Projekte, die die faszinierende Welt der Sterne einem breiten Publikum nahebringen.“

Neue Möglichkeiten für die Bildung

Auch der Geschäftsführer der Robert-Mayer-Sternwarte, Tobias Müller, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Mit der experimenta als weitere Bildungseinrichtung in Heilbronn ergeben sich neue Möglichkeiten für die astronomische Jugend- und Erwachsenenbildung. Der Astronomietag ist der Beginn einer gemeinsamen Zukunft, über die wir uns sehr freuen.“

Quelle: Pressemitteilung der experimenta gGmbH




ebm-papst investiert rund 12 Millionen in einen Neubau in den Vereinigten Staaten

Mit einem feierlichen Spatenstich, begleitet von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, hat ebm-papst den Bau einer neuen Produktionsstätte in der Nähe des jetzigen US-Standortes in Johnson City begonnen. Rund zwölf Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Neubau, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits vor drei Jahren wurde das zwölf Hektar große Grundstück erworben, auf dem nun das neue Werk in Telford im US-Bundesstaat Tennessee entsteht.

120 Mitarbeiter:innen ab 2022

Seit 2019 fertigt der Weltmarktführer für Ventilatoren und Motoren in der Stadt Ventilatoren für kälte-, klima- und lüftungstechnische Anwendungen. 1,6 Hektar groß soll das neue Gebäude werden. Ab Sommer 2022 arbeiten hier 120 Mitarbeiter:innen an der Ventilatoren- und vor allem auch an der Motorenproduktion.

Möglichkeiten für weiteres Wachstum

Mark Shiring, Managing Director von ebm-papst USA: „In unserem 40. Jubiläumsjahr ist dieser Baustart ein großartiger Meilenstein. Mit den erweiterten Möglichkeiten und Kapazitäten können wir unseren Kunden zukünftig eine noch schnellere Lieferzeit garantieren. Zudem reagieren wir mit dem neuen Produktionswerk, insbesondere als Innovationsführer für energieeffiziente Ventilatorlösungen, auf das Marktwachstum in Nordamerika. Außerdem ergänzt das neue Werk den bereits bestehenden Produktionsstandort in Johnson City und die US-Zentrale in Farmington. Gleichzeitig bietet das Gelände auch Möglichkeiten für weiteres Wachstum.“

Eine lange Tradition

Thomas Wagner, CEO der ebm-papst Gruppe, nahm ebenfalls am Spatenstich teil und betonte die Bedeutung des neuen Produktionswerks in den USA für die Unternehmensgruppe: „ebm-papst hat auf dem amerikanischen Markt schon eine lange Tradition. Bereits seit 1980 entwickeln, produzieren und vertreiben wir von Farmington aus Ventilatoren und Motoren für den nordamerikanischen Markt. Mit der Erweiterung unserer Geschäftsaktivitäten in Johnson City treiben wir unsere Internationalisierungsstrategie `local for local´ weiter voran.“

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

Ab Sommer 2022 sollen 120 Mitarbeiter:innen von ebm-papst in dem 1,6 Hektar großen Gebäude an lufttechnischen Anwendungen. Foto: ebm-papst

Bereits vor drei Jahren wurde das Grundstück erworben, auf dem nun das neue Werk entsteht. Foto: ebm-papst




Kleine Grundschulen in den Stadtteilen sollen nicht geschlossen werden

Künzelsau wächst kontinuierlich – bis 2035 um rund 2.000 Einwohner auf ungefähr 17.400, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. „Diese demografische Prognose ist erfreulich und für Städte unserer Größenordnung nicht selbstverständlich. Wir schaffen mit neuen Wohnbaugebieten Anreize für junge Familien, in Künzelsau zu bleiben oder sich hier neu niederzulassen“, so Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung. „Mit Blick auf den anhaltend hohen Fachkräfte-Bedarf bei den starken Unternehmen in der Region sind attraktives Wohnen und gute Bildungsmöglichkeiten wichtige Standortfaktoren.“ Mit der Bevölkerung muss auch die Infrastruktur wachsen und ausgebaut werden – weil Künzelsau auch in Zukunft bestmögliche Betreuungs- und Bildungsangebote für die wachsende Kinderzahl bieten will.

Bestehende Grundschulen erhalten

„Wir haben viel vor der Brust und haben uns deshalb im Juni in einer zweitägigen Klausur mit dem Gemeinderat intensiv mit der Kindergarten- und Schulraumplanung beschäftigt.“ Dabei, so Stefan Neumann, wurde grundsätzlich der Erhalt der kleinen Grundschulen in den Stadtteilen als Ziel festgehalten. Experten von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) aus Stuttgart haben herausgearbeitet, mit welchen konkreten Maßnahmen die steigenden Kinderzahlen auch weiterhin gut betreut werden können: Es muss neu gebaut und bestehende Einrichtungen müssen erweitert werden. In den kommenden Jahren werden Gemeinderat und Stadtverwaltung eine Raumplanung für Kindertagesstätten (Kita) und Schulen permanent evaluieren, umsetzen und die Mittel dazu bereitstellen. „Jeder Euro, den die Stadt in den Ausbau von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen investiert, ist wertvoll angelegt“, so Hauptamtsleiterin Carmen Class. „Mit der aktuell fortgeschriebenen Kindergarten- und Schulraumplanung hat der Gemeinderat die quantitativen Raumbedarfe für die nächsten 15 Jahre festgestellt. Mit den anstehenden Baumaßnahmen, die sicherlich eine finanzielle Herausforderung für die Stadt darstellen, besteht aber auch die Chance, die Einrichtungen durch vielfältige und moderne Betreuungs- und Bildungskonzepte mit Leben zu füllen und so das pädagogische Angebot in unserer Stadt weiter zu verbessern.“

Gebührenfreie Kita: eine Voraussetzung für gleiche Bildungschancen

In Künzelsau können alle Kinder bis zur Einschulung, unabhängig vom Einkommen der Eltern, eine Betreuungseinrichtung mit fachlich qualifiziertem Personal besuchen. Der Besuch ist gebührenfrei und die Nachfrage steigt. „Es ist uns wichtig, dass unsere Kinder mit gleichen Bildungschancen ins Leben starten können. Die steigende Nachfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind – aber auch weiter am Ball bleiben und mehr Betreuungsplätze schaffen müssen“, erklärt Bürgermeister Stefan Neumann.

Großes Bauprogramm

Um die Nachfrage und den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllen zu können, sollen Einrichtungen erweitert und neue gebaut werden: In der Schulstraße am Kocher (Kinderhaus am Fluss) und in Gaisbach sind neue Kinder- und Familienzentren mit mehreren Gruppen angedacht. Der Bau des Kinderhauses am Fluss ist bereits vom Gemeinderat beschlossen und soll 2025 bezugsfertig sein. Im Stadtteil Taläcker werden ebenfalls zusätzliche Betreuungsplätze benötigt. Hier werden Möglichkeiten zur Erweiterung der bestehenden Kindertageseinrichtungen geprüft.

Professionelle Beratungsmöglichkeiten in den Familienzentren

Eltern können in den neugebauten Familienzentren künftig auch festinstallierte, professionelle Beratungsmöglichkeiten von sozialen Trägern finden. „In diesen Häusern können früh Förderbedarf bei Kindern, aber auch Lösungen für familiäre Herausforderungen erkannt und somit auch präventiv Problemlagen begegnet werden“, teilt die stellvertretende Hauptamtsleiterin und Sozialpädagogin Marion Hannig-Dümmler mit.

Weiterer Platzbedarf in Kocherstetten

Bis zur Fertigstellung der Familienzentren werden in Morsbach eine Übergangskrippe für zwei Gruppen eingerichtet und beim Waldkindergarten ein Bauwagen für eine weitere Gruppe aufgestellt. Auch in Kocherstetten wirkt sich das Neubaugebiet aus und es zeichnet sich weiterer Platzbedarf bis zum Ende des Jahrzehnts im Kindergarten und in der Grundschule ab. Hier werden Um- oder Anbaumaßnahmen an den bestehenden Gebäuden geprüft.

Ganztags in die Grundschule

Der Gesetzgeber hat ab dem Jahr 2026 einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler festgeschrieben. An den fünf städtischen Grundschulen wird bis zum Jahr 2035 ein Ansteigen der Schülerzahlen um 63 Prozent prognostiziert – von rund 455 auf 740 Schüler:innen. Die Anzahl der heute 25 Grundschulklassen würde sich dann voraussichtlich auf über 40 Klassen erhöhen. Um den steigenden Bedarf abzudecken, sind auch im Schulbereich Erweiterungen und Sanierungen vorgesehen.

Bildungscampus mit Familienzentrum

Die Grundschule in Amrichshausen soll bis 2024 erweitert werden. Die Grundschule in Gaisbach erwartet aufgrund des Neubaugebietes starken Schülerzuwachs und wird auf Dauer zweizügig. Hier ist der Bau einer neuen Grundschule in räumlicher Nähe zum neuen Kinderhaus geplant, sodass dort ein Bildungscampus mit Familienzentrum entstehen soll.

Erweiterungen an Schulen

Im umfangreichen städtischen Bauprogramm stehen außerdem die Sanierung und gegebenenfalls die Erweiterung der Grundschule Taläcker sowie Erweiterungen an der Georg-Wagner-Schule am Kocher und in Kocherstetten auf der Agenda. Die Fäden für die Weiterentwicklung der städtischen Schulen laufen bei der stellvertretenden Hauptamtsleiterin Julia Knobel zusammen.

Millionen-Investitionen für Schulgebäude und Sporthallen

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 30 Millionen Euro in die Sanierung der städtischen Schulgebäude der Kernstadt investiert. Sporthallensanierungen werden in den folgenden Jahren hinzukommen. Die Sanierung der Sporthalle der Georg-Wagner-Schule am Kocher soll 2022 (rund 3,5 Millionen Euro) beginnen. Nach Abschluss der Arbeiten dort ist die Sanierung der Sporthalle am Ganerben-Gymnasium (zirka 3,5 Millionen Euro) und der Kelter in Kocherstetten (ungefähr 3,0 Millionen Euro) geplant. „Das Geld für unsere Schulen und  Kinderbetreuungseinrichtungen ist gut angelegt“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Diese Investitionen sind ein klares Bekenntnis des Gemeinderates und der Stadtverwaltung Künzelsau für die Förderung und Bildung der Kinder.“

Mobile Luftreinigungsgeräte für Schulen und Kindertagesstätten

Der Gemeinderat hat im August beschlossen, für die Kindertageseinrichtungen und Schulen Luftfiltergeräte anzuschaffen. Es werden Luftfiltergeräte für Kindertageseinrichtungen (zirka 50 Geräte) und die Klassenstufen 1 bis 6 (48 Geräte) beschafft.

Spaß in den Sommerferien

Dem Alter angepasste Betreuungsangebote macht die Stadtverwaltung auch in den Sommerferien: Vom Töpfern bis zum sicheren Radfahren hat das städtische Ferienprogramm auch in diesem Sommer Aktionen geboten. Ausgebucht waren die Plätze in der Sommerschule und der Sommervorschule in den letzten drei Ferienwochen. Die Kinder wurden von pädagogischen Fachkräften ganztags betreut. Für die Vorschulkinder war das eine ideale Vorbereitung auf den Schulstart. Die älteren Kinder wiederholten und vertieften spielerisch in lockerer Atmosphäre Lernstoff. Spaß und Spiel standen jedoch im Vordergrund, Ausflüge und gemeinsame Mahlzeiten gehörten ebenfalls dazu. „Allen, die sich bei der Ferienbetreuung eingebracht haben, sage ich herzlichen Dank. Viele Aktionen im Ferienprogramm werden ehrenamtlich getragen und auch finanziell von der Albert Berner-Stiftung gefördert“, sonst, so Bürgermeister Stefan, könnte die Vielfalt nicht angeboten werden.

Unterstützung von der Albert Berner-Stiftung

Die Albert Berner-Stiftung fördert die Sommerschule seit 2014 mit einer Spende in Höhe von jeweils bis zu 7.500 Euro pro Jahr. „Das ist ein wunderbares Projekt“, sagt Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert Berner-Stiftung und Ehrenbürgerin von Künzelsau. „Die Sommerschule hilft insbesondere den berufstätigen Eltern, die mehrwöchige Ferienzeit zu überbrücken, weil sie sicher sein können, dass der Nachwuchs tagsüber beschäftigt und in guten Händen ist. Für die Kinder war die Betreuung dieses Mal vielleicht so wichtig wie nie, um mögliche Lern- und Entwicklungsrückstände aufzuholen, die sich durch die Umstellung auf Distanzunterricht und Homeschooling in Folge der Coronakrise ergeben haben. Das gemeinsame Spielen und kreativ sein, der Spaß am Toben, Sport oder anderen Aktivitäten mit Gleichaltrigen, kam während der Pandemie leider ebenfalls deutlich zu kurz. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Sommerschule stattfinden konnte und es den Verantwortlichen gelungen ist, ein vielfältiges und pädagogisch wertvolles Programm vorzubereiten. Das Angebot ist Balsam für Körper, Geist und Seele der teilnehmenden Jungen und Mädchen.“

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl. Zahlen: Statistisches Landesamt und Stadtverwaltung Künzelsau, Berechnung KE

Reserviert für das Kinderhaus am Fluss: Neben dem Hallenbad TollKÜN und der Georg-Wagner-Schule am Kocher wird 2022 mit dem Neubau einer Kita mit sieben Gruppen begonnen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Grundschule und Kindergarten liegen in Kocherstetten direkt nebeneinander. Zum Ende des Jahrzehnts zeichnet sich weiterer Platzbedarf ab. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Mobile Luftreinigungsgeräte sollen für alle städtischen Kitas und Schulen angeschafft werden. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Sommervorschule in den Ferien. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Linksabbieger frontal kollidiert

Zwei Fahrzeuge prallten am Freitag, den 08. Oktober 2021, auf der Landstraße in Höhe der Autobahnausfahrt Neuenstein frontal aufeinander. Der 51-jährige Fahrer eines Sprinters, welcher aus der Fahrtrichtung Kirchensall kam, ordnete sich gegen 6:50 Uhr auf der Linksabbiegespur ein und bog auf den Autobahnzubringer ab. Dabei übersah er wohl den von Neuenstein kommenden VW. Dessen 57-jährige Fahrer versuchte noch nach links auszuweichen, kollidierte schließlich jedoch frontal mit dem Sprinter.

Der Sprinter-Fahrer blieb unverletzt, seine Beifahrerin und der Fahrer des VWs wurden leicht verletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrtüchtig und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 30.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn