1

Ab sofort Maskenbefreiung für Schüler:innen

Die Maskenpflicht am Platz soll ab 18. Oktober in den Schulen in Baden-Württemberg in der Basis- und Warnstufe gelockert werden. „Damit geht das Land einen vorsichtigen Schritt hin zu mehr Normalität an den Schulen“, heißt es in einer Nachricht auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Baden-Württemberg. Weiter heißt es:

Kultusministerium betont die Wichtigkeit von Präsenzunterricht für den „Lernerfolg“ und das „emotionale Wohlergehen“

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass der Präsenzunterricht für den Lernerfolg der Schüler:innen durch nichts zu ersetzen ist. Er ist auch für das emotionale und soziale Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen von großer Bedeutung. Um den Präsenzunterricht zu ermöglichen“, habe die Landesregierung „Sicherheitszäune eingezogen, wie zum Beispiel die umfangreichen Testungen sowie die Maskenpflicht. Die aktuellen Infektionszahlen in Baden-Württemberg und auch der Blick auf die Entwicklung in anderen Bundesländern, die schon länger wieder im Schulbetrieb sind, ermöglichen es, dass an den Schulen ein weiterer vorsichtiger Schritt Richtung Normalität gegangen werden kann. Die Maskenpflicht am Platz soll deswegen an den Schulen ab dem 18. Oktober gelockert werden.“

Masken seien ein „Sicherheitszaun“

„Masken sind in pädagogischer Hinsicht gerade beim Erlernen der Sprache und in der Grundschule ein Hindernis“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper. Sie ergänzt: „Sie sind ein Sicherheitszaun, aber sie erschweren eben auch die Kommunikation, die ein Herzstück der Pädagogik darstellt. Die Kinder müssen auch die Mimik sehen – ein Lächeln geben und ein Lächeln sehen können.“ In Abwägung der Vor- und Nachteile habe man sich aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens dazu entschieden, die Maskenpflicht am Platz zu lockern und dies wie ursprünglich geplant in einem geordneten Verfahren mit der nächsten Verkündung der Corona-Verordnung Schule umzusetzen. Die engmaschige Testung der Schülerinnen und Schüler wird weiter beibehalten – es gilt nach wie vor, dass die Schüler:innen und Schüler drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Tests pro Woche vorlegen müssen.“

Testpflicht bleibt bestehen

Die vorsichtige Lockerung der Maskenpflicht gilt dabei nur, wenn die Schüler:innen und Schüler am Platz sitzen. Auf den Begegnungsflächen in den Gebäuden bleibt sie unabhängig von der generellen Infektionsstufe bestehen. Die Maskenpflicht wird auch nur in der Basis- und in der Warnstufe entfallen – sollte die Alarmstufe in Kraft treten, gilt die Maskenpflicht umgehend auch wieder am Platz. Wenn ein Schüler oder eine Schülerin positiv getestet wird, gilt zudem weiterhin, dass dieser Schüler beziehungsweise diese Schülerin in Quarantäne muss. Die Quarantäneregelungen für die Klasse werden nicht geändert. Das bedeutet, dass bei einem Corona-Fall die Schüler:innen der Klasse beziehungsweise Kursstufe oder Lerngruppe weiterhin für fünf Schultage täglich getestet werden. Außerdem müssen in diesem Fall alle Kinder und Jugendlichen der jeweiligen Klasse für fünf Tage auch am Platz eine Maske tragen.

Bei Alarmstufe heißt es wieder, Maske auf

„Wenn die Alarmstufe gilt, muss die Maske wieder aufgesetzt werden. Uns ist wichtig, dass wir zur Sicherung der Gesundheit und des Präsenzunterrichts diese Rückfalloption einführen. Ich kann zudem versichern, dass wir das Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg weiterhin genau beobachten. Außerdem haben wir ja bereits ein tägliches Monitoring der Corona-Lage an den Schulen“, erklärt die Kultusministerin. Es gilt deshalb: Sollte sich zeigen, dass die Lockerung bei der Maskenpflicht zu einer großen Zahl an Infektions- und Quarantänefällen führt, dass ganze Klassenverbünde vermehrt in Quarantäne müssen oder mehrere Schulen vorrübergehend geschlossen werden müssen, behält sich die Landesregierung ausdrücklich vor, die Maskenpflicht als Sicherheitszaun für den Präsenzbetrieb auch in der Warn- und Basisstufe wieder einzuführen.

Anfang Oktober 2021 fast jede 5. Schule von positiven Testungen betroffen

Am 1. Oktober waren 809 Schulen von insgesamt 4.500 Schulen von positiven Testungen auf das Coronavirus betroffen. An 22 Schulen waren 30 Klassen beziehungsweise Gruppen vorübergehend aus dem Präsenzunterricht herausgenommen. In den übrigen Schulen sind lediglich einzelne Schülerinnen und Schüler betroffen.

Die Schulen haben insgesamt 1.927 positiv auf Covid-19 getestete Schülerinnen und Schüler gemeldet – das sind etwa 0,13 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg. 2.108 Schülerinnen und Schüler befanden sich in Quarantäne, das entspricht 0,14 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg.

64 Lehrer in Quarantäne

Die Schulen haben außerdem 70 auf Covid-19 positiv getestete Lehrkräfte gemeldet; dies sind 0,05 Prozent aller Lehrkräfte in Baden-Württemberg. 64 Lehrerinnen und Lehrer befinden sich in Quarantäne, das entspricht 0,05 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg.

Derzeit ist keine Schule vollständig geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Zahlen sind kumulativ. Die Zahl 1.927 positiv getesteter Schülerinnen und Schüler bedeutet nicht, dass an diesem Tag so viele Schülerinnen und Schüler positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden. Die Schülerinnen und Schüler werden in der Regel gemäß der Absonderungsdauer der Corona-Verordnung Absonderung für 14 Tage in der Zählung behalten und danach herausgenommen.




Rechtsextremisten treffen sich in Hohenlohe

Von Freitag, den 08. Oktober 2021, bis Sonntag, den 10. Oktober 2021, fand in Herboldshausen bei Kirchberg/Jagst ein Treffen von Neonazis statt, so berichtet es das Hohenloher Tagblatt vom Samstag, 16. Oktober 2021 sowie die Südwestpresse und die Internetseite belltower.news.

Polizeibekannt – private Veranstaltung

Laut Holger Bienert, Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen, ist der Veranstaltungsort polizeibekannt, auch der Verein, dem das Haus gehört, sei bekannt. Die Stadt Kirchberg habe die Veranstaltung als ein „privates Treffen“ eingestuft, sodass keine polizeilichen Maßnahmen ergriffen wurden. „Störungen  sind nicht bekanntgeworden“, ein Eingreifen der Polizei sei nicht erforderlich gewesen. Eine Bewertung wollte Bienert nicht abgeben, auch über Teilnehmer der Veranstaltung konnte oder wollte er keine Angaben machen.

Laut den Angaben des Autors Timo Büchner, der schon oft über das Thema Rechtsextremismus veröffentlicht hat, sollen mehrere bekannte Rechtsextremisten sich dort zum Thema „Thing der Titanen. Rechte Lebensführung: Zwischen Hedonismus und Askese“ getroffen haben. Namhafte Personen mit rechter Vergangenheit hätten laut Büchners Recherche an diesem Wochenendseminar teilgenommen, unter anderem:

Hockarätige Rechtsextremisten vor Ort

Nicole Schneiders, eine Anwältin, die den NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben im NSU-Prozeß vertreten hat. Sie ist nicht nur Anwältin, sondern hat einen Hintergrund in der rechten Szene. Bekannt ist, dass der Verfassungsschutz sie als V-Frau anwerben wollte, was sie abgelehnt hat.

„konservativ und völkisch“

Malte Redeker ist ebenfalls szenebekannt. Er soll eine Schlüsselfigur der extrem rechten Organisation „Hammerskin Nation“ sein und gründete das Plattenlabel „Gjallarhorn Klangschmiede“, spezialisiert auf Rechtsrock.

Musikalisch bleibt es mit Frank Kraemer, er spielt bei den „Stahlgewitter“ und „Halgadom“, beides Bands mit rechtsgerichteten Texten. Klar und deutlich wird das im Song „Auftrag Deutsches Reich“, wo es unter anderem heißt: „Die BRD ist uns egal und völlig gleich | Denn unsere Heimat ist das Deutsche Reich“. In diesem Lied wird auch auf Ulrich von Hutten Bezug genommen, der als der Gründer eines deutschen Nationalmythos gilt.

Ebenso musikalisch ist Patrick Schröder, Organisator von Rechtsrock-Konzerten, bekanntgeworden ist die Veranstaltung in Themar (Thüringen). Er betreibt auch den einschlägigen Shop FSN, was wohl als Abkürzung von „Frei, Sozial, National“ interpretiert werden soll.

Bund für Gotterkenntnis

Das Haus, in dem das Treffen stattfand, gehört einem weltanschaulichen Verein „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“ (BfG). Der Verein vertritt ein Christentum außerhalb der Kirchen, das man mit „konservativ und völkisch“ umschreiben könnte.

Gegründet mit Billigung Hitlers

Seine Wurzeln findet dieser Verein im nationalen Gedankengut zwischen den beiden Weltkriegen. gegründet wurde er im Jahre 1937 als nationalreligiöser Verein mit ausdrücklicher Genehmigung Hitlers, damals als „Bund für Deutsche Gotterkenntnis“. Die geistige Mutter des Vereins ist Mathilde Ludendorff, deren Lehre von Anton Maegerle in der Wochenzeitung KONTEXT als „eine krude Melange aus wirren antisemitischen und rassistischen Verschwörungstheorien, germanisch-heidnischen Glaubensansätzen mit ethnopluralistischen Vorstellungen und brauner Esoterik“ beschrieben wird. Sie habe sich, so Mägerle, vor ihrer Ehe mit Erich Ludendorff sogar Hitler als „Führerin“ angedient, habe aber zur Antwort bekommen „dass dafür in der NSDAP keine Verwendung“ bestünde.

„Vermeidung von Rassenmischungen“ sei essentiell

Screenshot der Webseite Bund für Gotterkenntnis.

Sophie Kron vom religionswissenschaftliche Institut der Universität Leipzig hat den Verein beleuchtet. Sie sagt: Der Verein „kann als völkisch-religiöse Weltanschauungsgemeinschaft in der neugermanischen Szene verortet werden“ und sieht auch einen religiös motivierten rassistischen Hintergrund: „So sei die Vermeidung von „Rassenmischungen“ essentiell, denn diese würden durch „Blutsvermischung“ nicht nur zum Verlust der Möglichkeit einer arteigenen Gotterkenntnis, sondern auch zum „Volkstod“ führen. Die Völker werden dabei in „Licht- und Schattenrassen“ unterteilt.“

Unterteilung in „Licht- und Schattenrassen“

Der Verfassungsschutz Brandenburg spricht 2008 von „rassebedingter Gotterkenntnis“ und nennt den Verein „antisemitisch“ – 2018 stellte der VS Brandenburg keine Aktivitäten des Vereins in Brandenburg mehr fest. Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg listet den Verein im aktuellen Bericht für das Jahr 2020 nicht.
Andere Quellen nennen den Verein schlicht eine Sekte.

Verein bestreitet Vorwürfe

All diese Vorwürfe bestreitet der Verein auf seiner Webseite, dort stellt er sich als Verein dar, dessen Vereinsleben größtenteils aus Volkstanz, Kinderreigen und Kasperletheater besteht.

Verein war zwischenzeitlich verboten

Der Verein wurde in den frühen Jahren der Bundesrepublik verboten, dieses Verbot wurde aufgrund formaler Mängel nach einigen Jahren wieder aufgehoben. Heute leitet den Verein Gudrun Klink aus Ingelfingen.

Für weitere Informationen hat GSCHWÄTZ beim Verein BfG und beim baden-württembergischen Verfassungsschutz nachgefragt, die Antworten stehen noch aus.

Text: Matthias Lauterer




3 Tote nach Hubschrauberabsturz

Noch völlig unklar ist die Ursache eines Hubschrauberabsturzes, bei dem am Sonntag, den 17. Oktober 2021, in der Nähe von Buchen drei Menschen gestorben sind. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 17. Oktober 2021 hervor.

Kurz vor 13 Uhr gingen beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Heilbronn zahlreiche Notrufe ein, in denen das Unglück gemeldet wurde. Wenig später trafen Zeugen sowie Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an der Absturzstelle, die sich in einem Waldstück zwischen Buchen und Mudau bei Stürzenhardt befindet, ein. Mittlerweile sind Spezialisten von Polizei, der zuständigen Staatsanwaltschaft Mosbach, der Rechtsmedizin und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vor Ort. Gegenstand der aktuellen Ermittlungen ist es, herauszufinden, was den Hubschrauber vom Typ Robinson R 44 zum Absturz gebracht hat und um wen es sich bei den Toten handelt. Fest steht mittlerweile, dass das Fluggerät im bayrischen Herzogenaurach gestartet war. Die Maßnahmen an der Unfallstelle dauern an und werden auch am Montag fortgesetzt. Weitere Informationen können aktuell nicht gegeben werden.




Frau Varga und ihre Sexarbeiterinnen

Zwangsprostitution. Gibt man diesen Begriff bei Google ein, erscheint als erstes ein Wikipedia-Artikel, der den Begriff folgendermaßen definiert: „Zwangsprostitution bezeichnet die illegale Praxis, Menschen zur Arbeit als Prostituierte zu zwingen. Davon betroffen sind überwiegend Frauen und Kinder. Zwangsprostitution tritt in der Regel im Zusammenhang mit Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung auf. Der Zwang kann durch physische und psychische GewaltTäuschungErpressung, Ausnutzung einer Zwangslage oder der Hilflosigkeit des Opfers ausgeübt werden.“

Auch bei uns ein Thema

Für Sara Huschmann und Jessica Anderson von der Heilbronner Mitternachtsmission, einer der beiden Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel in Baden-Württemberg ist Zwangsprostitution mehr. Es sind persönliche Schickale. Es sind Lebens- und Leidengeschichten, die dem Grauen ein Gesicht geben, aber auch Hoffnung darauf aufkommen lassen, dass es immer einen Ausweg gibt. Denn ihre KlientInnen, vorwiegend Frauen, die zur Zwangsprostitution gezwungen werden, haben es geschafft, den ersten Schritt in Richtung Freiheit zu gehen – sie haben sich Hilfe geholt. Huschmann betont bei einer Informationsveranstaltung zum Thema „Menschenhandel“: Täglich werden, auch in Baden-Württemberg, auch in unserer Region, Frauen missbraucht und vergewaltigt, um daraus Profit zu schlagen.

Wir porträtieren für Euch drei mutige Frauen, die es geschafft haben, auszusteigen

Wir porträtieren für Euch drei mutige Frauen, die es geschafft haben, auszusteigen. Heute beleuchten wir die Geschichte von M. (alle hier portraitierten Frauen möchten verständlicherweise anonym bleiben).

Aus Osteuropa nach Baden-Württemberg

Jessica Anderson berichtet von M.s Schicksal: M. ist in einem kleinen Ort in Osteuropa aufgewachsen. Sie ist verheiratet und hat eine dreizehnjährige Tochter. Das Geld ist oft knapp und für die kleine Familie ist es nicht einfach, über die Runden zu kommen. Eines Tages lernt M. Frau Varga kennen. Sie macht M. ein vielversprechendes Angebot: Sie könne ihr einen Job in Deutschland vermitteln. Im Prostitutionsgewerbe. So könne M. schnell viel Geld verdienen und die junge Familie finanziell absichern. Nach intensiver Beratung mit ihrem Mann trifft M. eine folgenreiche Entscheidung: Sie nimmt Frau Vargas Angebot an. Sie wird nach Deutschland reisen und als Prostituierte arbeiten, um ihre Familie aus ihrer finanziellen Notlage zu befreien. Der Deal zwischen M. und Frau Varga lautet folgendermaßen: Varga nimmt M. mit nach Deutschland, wo M. in einer Wohnung arbeiten kann. Die eine Hälfte des eingenommenen Geldes soll Frau Varga bekommen – die andere darf M. behalten.

Die Wohnung teilt sie sich mit einer weiteren Sexarbeiterin

Gesagt, getan. M. bezieht die Wohnung, in der sie sich ein Zimmer mit einer weiteren Sexarbeiterin, S., teilt. Meistens stehen die beiden jungen Frauen auf der Straße vor ihrem Haus, um Kunden anzuwerben.

Pro Kunde zwischen 50 und 150 Euro

Die Realität in Deutschland entspricht nicht der Abmachung zwischen Varga und M.. M. muss Varga das ganze Geld abgeben, das sie verdient. Pro Kunde entspricht das rund 50 bis 150 Euro. Jedoch geht die junge Osteuropäerin zu Beginn noch davon aus, dass Frau Varga ihr zu einem späteren Zeitpunkt gesammelt die Hälfte des verdienten Geldes auszahlen wird. Nach einer Weile spricht M. Varga jedoch auf die getroffene Abmachung an, denn sie möchte ihrer Familie Geld zusenden. Varga übergibt ihr lediglich 200 Euro und vertröstet M. auf später.

Mit der Zeit erhöhte Frau Varga den psychischen Druck

Mit der Zeit erhöht Frau Varga den psychischen Druck auf die jungen Frauen M. und S.. Sie verlangt, dass die beiden Frauen ihr das von ihnen verdiente Geld sofort nach Erhalt abgeben. Das heißt, dass sie das Geld, noch während sie mit dem Kunden im Zimmer sind, unter der Tür durchschieben sollen. Außerdem droht sie den Frauen, ihnen Grausames anzutun, versuchten sie, etwas von dem verdienten Geld für sich zu behalten. Varga kontrolliert die beiden, bestimmt selbst, wann und wie lange M. und S. arbeiten müssen. Sie behält das gesamte Geld der beiden für sich und zwingt sie erbarmungslos, immer weiter- und weiterzuarbeiten.

Sie trifft sich heimlich mit einem Freier, das gibt richtig Ärger

Ein Vorfall hat sich besonders in M.s Gedächtnis gebrannt: Nach einigen Monaten entschließt sie sich dazu, sich heimlich mit einem Freier zu treffen, um das verdiente Geld behalten zu können. S. hat das mitbekommen und Frau Varga davon erzählt. Als Reaktion darauf misshandelt Varga M. körperlich und seelisch schwer und sperrt sie in ihrem Zimmer ein. Kurz darauf kommt Varga mit der Forderung auf M. zu, dass sie duschen und sich für den nächsten Freier bereit machen solle. M. fühlt sich nicht in der Lage dazu, in ihrem Zustand weiterzuarbeiten. Sie ist schwer verletzt, es geht ihr sehr schlecht. Aus Angst gehorcht sie trotzdem.

Ein Polizeiwagen ist ihre Rettung

Als M. einige Zeit später wieder auf der Straße steht, um Kunden anzuwerben, erblickt sie einen Polizeiwagen und rennt sofort darauf los. Sie schilderte den Polizisten ihre Lage. M. erstattet Anzeige. „Die Polizei kontaktierte daraufhin unsere Notfallnummer und die Frau konnte noch am selben Abend in einer unserer dezentralen und anonymen Schutzunterkünfte in Baden-Württemberg aufgenommen werden.“

Opfer sind aufgrund ihrer Traumata oft gar nicht in der Lage sind, auszusagen.

Laut Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes gab es 2019 in Deutschland 287 Verfahren wegen Zwangsprostitution, an denen 427 Betroffene beteiligt waren. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um abgeschlossene Verfahren, also das Hellfeld der Polizei. Fachberatungsstellen sind sich einig, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Über die Dunkelziffer herrsche sogar eine „weitestgehende Unkenntnis“, wie Sara Huschmann erklärt. „Das liegt an der Randgruppenproblematik, daran, dass Staatsanwaltschaften aufgrund höherer Erfolgschancen oft auf einfacher anzuwendende Straftatbestände ausweichen (zum Beispiel Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz) oder die Opfer aufgrund ihrer Traumata nicht in der Lage sind, auszusagen. Oftmals kommt es erst gar nicht zur Anzeige, also erscheint der Fall auch nicht in der polizeilichen Statistik. Somit ist bei den Zahlen, Menschenhandel und Zwangsprostitution betreffend, höchste Vorsicht geboten.“

Im letzten Jahr haben sich nach Informationen des Arbeitskreises „Aktiv gegen Menschenhandel“ allein in Baden-Württemberg 350 Betroffene von Zwangsprostitution an Fachberatungsstellen gewandt.

Kontakt zur Heilbronner Mitternachtsmission: Steinstraße 8 | 74072 Heilbronn | Telefon: 07131/84 531

Text: Priscilla Dekorsi

Foto: Symbolfoto. Quelle: adobe stock




Schüler:innen der Freien Schule Anne-Sophie wählen anders als die Gesamtbevölkerung

Parallel zur Bundestagswahl dieses Jahr hat auch die Juniorwahl stattgefunden. Die Juniorwahl ist ein Projekt zur politischen Bildung in Schulen. Nach einer unterrichtlichen Vorbereitung bildet ein real simulierter Wahlakt den Projekthöhepunkt. Die Schüler setzen sich vor der Wahl intensiv mit dem Thema „Demokratie und Wahlen“ auseinander. Seit 1999 wird die Juniorwahl vom gemeinnützigen und überparteilichen Verein Kumulus e.V. durchgeführt. Das Projekt umfasst alle Schulformen, ab Klassenstufe 7 und zählt inzwischen zu den größten Schulprojekten in Deutschland.

Politisches Interesse der Schüler soll gefördert werden

Das Projekt soll vor allem das politische Interesse der Schüler fördern und das Mitwirken innerhalb des politischen Systems in Deutschland. Auch Schüler die sich sonst nicht gerne mit der Politik beschäftigen, haben einen Einblick in sie, über dieses Projekt bekommen.

Auch Online kann gewählt werden

Gewählt werden konnte als Online-Wahl, aber auch klassisch als Papier-Wahl. Die Online-Wahl ist hierbei zeitsparend und für Jugendliche leicht anzuwenden, auch erleichtert es die Durchführung des ganzen Wahlaktes. Aber die Papier-Wahl kann auch von Vorteil sein. Für manche Schüler ist sie glaubwürdiger, da sie hier Eindrücke vermittelt bekommen, die sie über die Online-Wahl nicht erhalten. Über die Papier-Wahl erlangen die Schüler außerdem auch den Eindruck des Prozesses der Stimmauszählung. Für beide Wahlverfahren werden die Schulen mit allen Wahlmaterialien zur Durchführung eines realitatsnahen Wahlakts ausgestattet.

Überraschende Gewinner?

Genau wie die richtige Bundestagswahl wurde auch die Juniorwahl am Wahlsonntag, dem 26. September 2021, ausgezählt. Die Ergebnisse allerdings haben sich deutlich unterschieden. Während die Ergebnisse der richtigen Bundestagswahl schon groß bekannt gegeben wurden, sind die Juniorwahlergebnisse den meisten unbekannt.

Sehr kunterbunt ausgefallen

Ausgefallen sind sie sehr kunterbunt und für den einen oder anderen vielleicht überraschend.

Ergebnisse der Juniorwahl an der FSAS.

Gewonnen haben bei den Jugendlichen die Grünen und das mit 20,6 % damit erzielten sie sogar mehr Prozent als bei den Bundestagswahlen bei der die Partei 14,8 % bekam. Generell haben die Grünen aber bei beiden gute Ergebnisse erzielt. An diesem Ergebnis der Jugendlichen sieht man, dass ihnen die Zukunft am Herzen liegt, denn sie sind es ja die noch länger auf dieser Welt bleiben müssen als die Erwachsenen. Es scheint als sei ihnen das Wohl der Welt, der Tiere, der Pflanzen und des Klimas im Laufe der letzten Jahre sehr wichtig geworden.

Deutliche Koalition der Juniorwahl

Die Gewinner der Bundestagswahl sind bekanntlich die SPD, doch wie haben sie bei der Juniorwahl abgeschnitten? Klar ist, die Gewinner waren es nicht, aber verloren haben sie auch nicht. Sie sind mit 19,4 % vorne mit dabei. Während bei der Bundestagswahl noch etwas unklar ist, ob eine Ampelkoalition oder eine Jamaica-Koalition gebildet wird, ist bei den Juniorwahlen der Weg zur Ampelkoalition klar:  Denn die drei Parteien mit den meisten Stimmen sind die Grünen, die SDP, dicht gefolgt von der FDP mit 18,5 %, damit erzielte die FDP sogar mehr Stimmen als bei der Bundestagswahl in der sie mit 11,5 % der Stimmen hervortritt.

Parteien mit Verlusten

Ins Minus ist bei beiden Wahlen die AFD gerutscht, während sie bei den Jugendlichen bei 5,1 % liegt und damit noch knapp im Bundestag, liegt die AFD bei den Bundestagswahlen bei 10,3 %. Bei den Juniorwahlen rutschte sie dabei mit -0,9 % weiter ab als im Vorjahr und bei den Bundestagswahlen sogar um -2,3 %. Die klaren Verlierer bei beiden Wahlen sind allerdings die CDU/CSU. Bei der Juniorwahl erzielten die beiden Parteien sogar noch weniger Stimmen als bei der Bundestagswahl. Hier erhielten sie gerade einmal 13,5% der abgegebenen Stimmen und lagen damit auch genau um 13,5% weniger als im Vorjahr. Aber auch bei der Bundestagswahl hat die CDU/CSU mit den meisten Verlusten zu kämpfen. 8,9 % Verlust und 24,1 % der Stimmen gingen an diese Parteien.

Wir sind die zukünftigen Wähler

Deutlich auffallend sind die vielen Stimmen, die sonstige Parteien bei der Juniorwahl gewonnen haben. Ganze 15,3 %, aber auch bei der Bundestagswahl gab es einen kleinen Zuwachs an Stimmen hier waren es 8,7 %. Reicht das Angebot im Bundestag nicht mehr aus? Wir Jugendlichen sind eine Generation für sich, eine neue Generation, die nachrückt. Also warum sollte der Bundestag nicht auch neu formatiert werden. Denn auch, wenn wir noch zu jung sind zum Wählen, vertreten wir klare Standpunkte und haben unsere eigenen Ansichten und Meinungen. Man darf uns nicht vergessen, denn wir sind die nächsten Wähler.

Text: Cora-Lee Pusker




Salzsäure und Ammoniak reagieren miteinander

Vor gut einem Monat waren über 100 Rettungskräfte im Einsatz, um die Bevölkerung vor einem reizenden oder ätzenden Gas zu schützen, das am 13. September 2021 aus einem Glascontainer am Stadion entwich (GSCHWÄTZ berichtete). Die Bevölkerung Künzelsaus wurde auch über die Katastrophen-Warn-Apps KATWARN und NINA gewarnt.

Ein LKW-Fahrer, der das Gas eingeatmet hatte, musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Ammoniak und Salzsäure

Inzwischen ist bekannt, was die Gasentwicklung verursachte, teilt die Polizei mit: „Untersuchungen haben ergeben, dass sich in den so genannten Apothekerflaschen Salzsäure (über 32 Prozent) sowie Ammoniak (über 25 Prozent) befand.“ Möglicherweise wurden die Flaschen beim Austausch der Glascontainer beschädigt und die beiden Stoffe konnten miteinander reagieren. Das Video oben zeigt eindrücklich, was passiert, wenn diese beiden Chemikalien zusammengebracht werden. „In weiteren Flaschen befanden sich Rückstände von Ethanol, Isopropanol, Diethylether und Aceton“, teilt das Polizeipräsidium Heilbronn mit.

Ermittlungen wegen Freisetzen von Giften

Die Polizei ermittelt in diesem Fall wegen §330a (4),(5) StGB – Schwere Gefährdung durch Freisetzen von Giften. Auch wenn bislang wegen Fahrlässigkeit oder Leichtfertigkeit ermittelt wird, kann der Verursacher es zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren verurteilt werden. werden.

Verursacher noch nicht bekannt

Allerdings teilt die Polizei weiter mit, dass bisher noch keine verantwortliche Person ermittelt werden konnte. „Ermittlungen sowie Spurensicherung dauern an.“

Text: Matthias Lauterer

Viele Rettungskräfte und Einsatzfahrzeuge beim Einsatz im Frankenweg. Foto: GSCHWÄTZ

Auch der Kochersteg war gesperrt. Foto: GSCHWÄTZ

Der Gefahrgutzug der Feuerwehr Öhringen war vor Ort. Foto: GSCHWÄTZ




Der Weihnachtspäckchenkonvoi rollt wieder

Der Weihnachtspäckchenkonvoi bringt Geschenke für bedürftige Kinder in entlegene und ländliche Gegenden in Osteuropa. Dabei steht ein Grundgedanke im Mittelpunkt: Kinder helfen Kindern.

Tradition seit 20 Jahren

Der Weihnachtspäckchenkonvoi hat bereits seit 2001 Tradition. Vor der Adventszeit werden Weihnachtspäckchen gesammelt, um Not leidenden Kindern zu Weihnachten eine besondere Freude zu
machen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.
Die Stadtverwaltung Künzelsau unterstützt die Aktion des „Round Table“, „Ladies´ Circle“, „Old Tablers“ und des „Tangent Club“ und bietet das Künzelsauer Rathaus als Sammelstelle an. Ab Montag, 18. Oktober bis Mittwoch, 17. November können Menschen, die helfen wollen, dort Weihnachtsgeschenke für
bedürftige Kinder abgeben.

Die Weihnachtsgeschenke

Unzählige Hohenloher Kinder haben so in den vergangenen Jahren mit den gefüllten und als Geschenk verpackten Schuhkartons im Wert von rund fünf Euro dazu beigetragen, dass die Aktion weiterhin erfolgreich weitergeführt werden kann. Und so einfach funktioniert‘s:
alten Schuhkarton hervorkramen, mit Spielsachen, Kleidung, Drogerieartikeln, … im Wert von fünf Euro
füllen, als Geschenk verpacken und im Foyer des Rathauses auf den bereitgestellten Tisch legen. Dort steht auch eine Kasse bereit: Es wird um Unterstützung bei den Transportkosten in Höhe von
zwei Euro je Geschenk gebeten.

Empfehlenswerte und weniger empfehlenswert Geschenke

Als Inhalt der Schuhkartons sehr zu empfehlen sind neue Kinderkleidung, Mützen, Schals, Handschuhe, Sportsachen, Haarschmuck, Schulbedarf, Würfelspiele, Puppen, Kartenspiele, Spielzeugautos oder Hygieneartikel. Nicht empfehlenswert sind deutschsprachige Bücher, Spiele mit komplizierter Spieleanleitung, gebrauchte Kleidung, defekte Spielsachen und verderbliche Lebensmittel.
Auf den Kartons sollte außen vermerkt sein, für welches Alter und eventuell welches Geschlecht das Geschenk zu empfehlen ist. Als persönlicher Gruß kann gerne eine Weihnachtskarte beigelegt
werden.

Abgabe im Rathaus

Die Kartons mit den Geschenken können im Rathausfoyer während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden.

Der Transport

Damit alle Päckchen sicher bei den Kindern ankommen, sind im Rahmen der Aktion für mehrere Wochen viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die alle Aufgaben vom Einsammeln und Verladen bis
hin zum Transport übernehmen. In Künzelsau werden die Geschenke abgeholt und zu einer zentralen Sammelstelle gebracht. Von dort aus macht sich der Weihnachtskonvoi mit LKWs nach Rumänien, Moldawien, Bulgarien und in die Ukraine auf. Am Ziel angekommen, werden die Päckchen dann an bedürftige Kinder in Kinderheimen, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und in Elendsvierteln verteilt und die vielen freiwilligen Helfer erleben direkt vor Ort die Freude und das Lachen der Kinder – und können bestätigen, dass die Geschenke ihren Sinn nicht verfehlt haben.

Der Ladies´ Circle, Round Table, Old Tablers, Tangent Club, die Stadtverwaltung Künzelsau und alle beschenkten Kinder freuen sich über eine rege Beteiligung.

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Startseite / Round Table Deutschland (round-table.de)
Startseite / Ladies‘ Circle Deutschland (ladiescircle.de)
Über uns (tangent-club.de)
Mögen die Ketten der Freundschaft niemals rosten! (old-tablers-germany.de)

 




Am 28. Oktober 2021: Simon-Judä-Krämermarkt in Künzelsau

Knapp hundert Markthändler haben sich zum Simon-Judä-Krämermarkt am Donnerstag, 28. Oktober 2021 in Künzelsau angemeldet. Bei dem traditionellen Markt bieten die Marktbeschicker von 8.30 bis 18.00 Uhr ihr buntes Warensortiment an. Das reicht von Gewürzen über Haushaltswaren bis hin zu warmen Mützen, Schals und Pullovern. Gebrannte Mandeln, Magenbrot und die obligatorische Marktwurst werden selbstverständlich auch wieder zu haben sein. Ohne diese typischen Markt-Köstlichkeiten findet in Künzelsau kein Krämermarkt statt.

Keine Genießermeile

Die Genießermeile am Unteren Markt entfällt allerdings. Auch in den Läden in der Künzelsauer Innenstadt sind spezielle Marktangebote zu ergattern. Die Einzelhändler haben ganzjährig ein
sehr gutes Warenangebot und können die Kundinnen und Kunden mit ihren Teams kompetent beraten.

Händler freuen sich bereits

„Wir Händler freuen uns sehr auf den Simon-Judä-Markt. Der Markt ist eine tolle Veranstaltung in der Künzelsauer Innenstadt, die immer sehr gut angenommen wird. Unsere Geschäfte sind schön gerichtet
und herbstlich dekoriert. Wir haben tolle Produkte und attraktive Angebote und unsere Mitarbeiter stehen bereit. Wir freuen uns“, sagt Matthias Uebele, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Künzelsau.

Verkehrsregelungen, NVH und City-Bus

Die Hauptstraße ist am Donnerstag, 28. Oktober 2021 wegen des Simon-Judä-Krämermarktes gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße. In der Stuttgarter Straße ist die Zufahrt zur Rathaustiefgarage frei. Auch die Komburgstraße ist für Anlieger aus Richtung Morsbach befahrbar. In der Stettenstraße und in der Keltergasse besteht absolutes Halteverbot. Die Stadtverwaltung bittet dringend darum, dieses einzuhalten, damit der Durchgangsverkehr nicht behindert wird. Die Bushaltestelle „Bären“ wird in die Austraße verlegt.

Alle Informationen gibt es auf der städtischen Homepage unter www.kuenzelsau.de und auf der Facebook-Seite „Künzelsau – meine Stadt“

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Der Vorleser kommt nach Künzelsau

Bernhard Schlinks 1995 veröffentlichter Roman „Der Vorleser“ wurde in über 50 Sprachen übersetzt, 2008 verfilmt und weltweit ein Bestseller. Lakonisch und zugleich einfühlsam reflektiert er mit seinen fein gezeichneten Figuren über Liebe und Schuld im Angesicht der Verbrechen des Holocausts über die Unzulänglichkeit der Rechtsprechung. Nun präsentiert die Württembergische Landesbühne Esslingen das Bühnenstück am Donnerstag, 25. November 2021 in der Stadthalle Künzelsau.

Ungleiche Liebesbeziehung

Michael Berg hat ein halbes Leben hinter sich, als er beschließt, die Geschichte aufzuschreiben, die ihn für immer prägte: Mit fünfzehn leidet er an Gelbsucht. Als er sich auf dem Heimweg in einem Hauseingang übergibt, kommt ihm eine unbekannte Frau zu Hilfe. Um sich bei ihr zu bedanken, besucht Michael die einundzwanzig Jahre ältere Hanna nach seiner Genesung. Eine ungleiche Beziehung beginnt, von der niemand erfährt. Es sind Michaels erste erotischen Erfahrungen, seine erste Liebe. Die beiden entwickeln ein Ritual, zu dem neben einem gemeinsamen Bad bald auch gehört, dass Michael Hanna vorliest. Eines Tages ist sie plötzlich verschwunden. Erst Jahre später sieht Michael, der inzwischen Jura studiert, Hanna im Gerichtssaal wieder: als Angeklagte in einem Auschwitz-Prozess. Seine Liebe und die persönlichen Schuldgefühle verstricken sich nun mit einer kollektiven Schuld …

Die Bühnenfassung zum Buch

Von der Regisseurin Mirjam Neidhart kommt die Bühnenfassung zum Buch, die die Mechanismen von Michaels Erinnern untersucht und an den großen Fragen nach kollektiver Schuld und menschlichem Verhalten teilhaben lässt.

Karten reservieren oder an der Abendkasse holen

Die Vorstellung in der Stadthalle Künzelsau beginnt um 19.30 Uhr. Einlass in die Stadthalle ist um 18.30 Uhr und in den Saal um zirka 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt neun Euro. Schulklassen zahlen drei Euro pro Zuschauer. Reservierungen nimmt Renate Kilb von der Stadtverwaltung Künzelsau gerne an: Telefon 07940 129-121, E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de.

An der Abendkasse ist die Anmeldung über die Luca-App oder einen Anmeldezettel notwendig. Außerdem ist ein 3G-Nachweis in Form eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests, eines Genesenen-Nachweises oder Impfnachweises erforderlich und wird kontrolliert. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften.

Zum Vormerken: Kulturgenuss im Dezember

Am 15. Dezember 2021 für das Landestheater Schwaben „Das Dschungelbuch“ auf – Familientheater für Besucherinnen und Besucher ab fünf Jahren.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Es regnet Volti-Siege in Ellwangen

Was für ein Voltigier-Treffen in der Reithalle in Ellwangen am 03. Oktober 2021. Von überall her kamen die pferdebegeisterten Kinder- und Jugendvereine, um beim Röhlinger Volti-Turnier ihr Können auf dem Rücken der Vierbeiner zu beweisen.

Ob zu zweit oder einzeln, Rolle rückwärts oder Handstand – die Schüler:innen zeigten in ihren bunten Glitzerkostümen, welche akrobatischen Einlagen sie auf ihren Pferden beherrschen.

Birgit Leu war mit ihren drei Hohenloher Gruppen ebenfalls gemeldet. Gelohnt hat sich die Teilnahme. Denn alle Teilnehmer:innen in ihren Kategorien den 02. Platz.

Birgit Leu (links) mit ihren Mädels. Foto: GSCHWÄTZ

Natürlich geht hier keiner mit leeren Händen nach Hause. Foto: GSCHWÄTZ

Aufstellung zur Schlussformation. Foto: GSCHWÄTZ

Alles Sieger:innen. Die Hohenloher Volti-Teilnehmer:innen durften sich über Plätze auf dem Siegertreppchen freuen. Foto: GSCHWÄTZ