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Stadtführungen durch „Klein-Nürnberg“

Durch seine Kaiserburg ist Nürnberg weithin bekannt und Künzelsau durch das charakteristische Alte Rathaus, das mitten in der Hauptstraße zum beliebten Ansichtskartenmotiv wurde. Klein Nürnberg war einst der Spitzname Künzelsaus, weil auch hier eine große Vielfalt an Handwerkern existierte, und dazu Kaufleute, die ihre Waren von weit her selbst importierten. Schon vor dreihundert Jahren holte der Eigentümer des Comburger Hauses, Kaufmann Faust, Stoffe direkt aus den Niederlanden.

Stadthistoriker Stefan Kraut führt durch „Klein-Nürnberg“

An diesen und vielen anderen historischen Gebäuden macht Stadthistoriker Stefan Kraut während der Stadtführung am Samstag, 6. November 2021 einen Stopp. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten werden auch die besonderen Kultureinrichtungen und Einzelhandelsgeschäfte in Künzelsau gezeigt.

Nächste Führung: 06. November 2021

Die Führung am Samstag, 6. November 2021 beginnt um 11 Uhr. Treffpunkt für „Künzelsau entdecken und erleben“ ist unterhalb vom Alten Rathaus. Ungefähr 1,5 Stunden dauert der Rundgang und kostet drei Euro pro Teilnehmer. Auch in den Folgemonaten wird jeweils am ersten Samstag eine Führung dieser Art angeboten.

Die Abstandsregeln sind während der Stadtführung zu beachten und eine Anmeldung ist aufgrund von Corona gewünscht. Während der Führung ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kontakt fürs Anmelden und Buchen: Stadtverwaltung Künzelsau, Stefan Kraut, 07940 129-117, stefan.kraut@kuenzelsau.de .

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Kreisstraße 2333 bei Baumerlenbach gesperrt

Die Kreisstraße 2333 muss vom 2. bis 5. November 2021 zwischen der Einmündung L 1088 und Baumerlenbach gesperrt werden. Grund sind Unterhaltungsarbeiten durch die Straßenmeisterei Öhringen.

Im weiteren Verlauf muss die K 2333 vom 2. bis 15. November 2021 auch zwischen Baumerlenbach und Möglingen gesperrt werden. Hier führt das Forstamt des Hohenlohekreises Holzarbeiten durch.

Die Umleitung nach Möglingen erfolgt von Öhringen kommend über die L 1088 – Kochersteinsfeld und umgekehrt. Die Zufahrt nach Baumerlenbach ist von der L 1088 über die K 2334 und von Ohrnberg über die Lohhöfe möglich.

Pressemitteilung des Hohenlohekreises




Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung bei ebm-papst

Mit Wirkung zum 01. November 2021 übernimmt Herr Dr. Klaus Geißdörfer (47) den Vorsitz der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe mit Hauptsitz in Mulfingen (Baden-Württemberg). Mit ihm gewinnt der Technologieführer bei Ventilatoren und Motoren (2,129 Mrd. EURO Umsatz / 15.000 Mitarbeitende) eine konzern- und transformationserfahrene Führungspersönlichkeit für die erfolgreiche und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Familienunternehmens und die Überleitung in die kommende Management-Generation.

Thomas Wagner wird COO

Thomas Wagner (62) übernimmt nach interimistischer Führung des Unternehmens erneut und wie im Vorfeld geplant, die Position des Stellvertreters. Er wird Herrn Dr. Geißdörfer bei der Einarbeitung unterstützen und in seiner Funktion als COO den laufenden Strategie- und Transformationsprozess aktiv begleiten.

Dr. Klaus Geißdörfer blickt auf eine langjährige internationale Erfahrung im Top-Management bedeutender Unternehmen zurück. Zuletzt war er Geschäftsführer bei ONE LOGIC, einem führenden Unternehmen für Data Science und Künstliche Intelligenz. Von 2016 bis 2020 verantwortete er als Leiter der Division Industrietechnik die weltweite Industriesparte des Technologiekonzerns ZF Friedrichshafen AG in Passau. Davor war Geißdörfer über 13 Jahre in unterschiedlichen Führungsfunktionen für den Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler tätig, u.a. als Mitglied der Geschäftsführung Industrie sowie als Vorsitzender des Bereichs Industrieapplikationen.
„Digitalisierung“

Mit Dr. Geißdörfer leitet das Unternehmen einen Generationswechsel an der Unternehmensspitze ein und möchte mit seiner Expertise den Digitalisierungs- und Globalisierungsprozess weiter vorantreiben.

„erfahrene Führungspersönlichkeit mit starkem Technologiefokus“

Dr. Luger Laufenberg, Vorsitzender des Unternehmensbeirats: „Mit Dr. Klaus Geißdörfer gewinnen wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit starkem Technologiefokus für die Gruppe. Er ist Experte im Bereich der Digitalisierung und Globalisierung, beides sind zukunftsrelevante Aufgabenstellungen bei ebm-papst, der das Unternehmen nachhaltig und in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen wird. Die Gesellschafter, der Beirat und die Gruppengeschäftsführung wünschen Herrn Dr. Klaus Geißdörfer für seine richtungsweisenden Aufgaben viel Erfolg.
Herr Thomas Wagner ist seit 37 Jahren eine wichtige Säule im Topmanagement der Unternehmensgruppe. Wir sind ihm überaus dankbar, dass er wie geplant und parallel zum Auswahlverfahren das Unternehmen interimistisch geführt hat und ebm-papst als COO und Stellvertreter weiter zur Verfügung steht.“

„in unseren Zukunftsfeldern hocherfahrene Führungspersönlichkeit.“

Thomas Wagner, zukünftiger Stellvertreter und COO: “Allein aus Gründen meines Alters habe ich sehr gerne den Plan unterstützt, die Funktion des CEO‘s interimistisch zu übernehmen, bis ein Nachfolger für die kommenden Jahre gefunden wurde. Damit waren alle notwendigen Handlungsspielräume für eine starke Führung des Unternehmens gegeben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Geißdörfer, einer in unseren Zukunftsfeldern hocherfahrenen Führungspersönlichkeit.“

„weltweit hervoragende Reputation“

Dr. Klaus Geißdörfer, designierter Vorsitzender der Geschäftsführung: „ebm-papst ist ein wertebasiertes und menschliches Unternehmen. Als Technologieführer besitzt es weltweit eine hervorragende Reputation. Mit ebm-papst neo als Digitalisierungs-Start-up sowie mit seiner Internationalisierungsstrategie „local for local“ ist ebm-papst inmitten eines Transformationsprozesses. Ich freue mich auf meine spannende Aufgabe, die ebm-papst Gruppe als CEO aktiv und gemeinsam mit dem Beirat, dem Management und allen Mitarbeitenden in die Zukunft zu führen und die kommenden Herausforderungen anzugehen.“

Pressemeldung ebm-papst

Dr. Klaus Geißdörfer übernimmt zum 01. November 2021 den Vorsitz der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. Foto: ebm / Christof Wolf

Thomas Wagner übernimmt die Position des Stellvertreters und die Funktion des COO. Foto: ebm / Christof Wolf




21. Würth Open Air findet am 24. Juni 2022 statt

Das Würth Open Air geht am 24. Juni 2022 auf dem Gelände des Carmen Würth Forum in die 21. Runde. Auf dem Line-up stehen Silbermond und Wincent Weiss. Die Künstler waren bereits für das Konzert 2020 angekündigt – musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.

Silbermond und Wincent Weiss

Mit neuen Songs präsentiert sich die Band Silbermond ihren Fans beim Open Air. Im Gepäck hat die Pop-Rock-Band aus Bautzen nicht nur die Hits aus ihrem aktuellen Album, sondern auch weitere Meilensteine ihres Schaffens wie „Das Beste“, „Symphonie“, „Irgendwas bleibt“ und „Leichtes Gepäck“. Die Besucher dürfen sich neben Silbermond auf Wincent Weiss freuen. Der deutsche Popsänger und Songwriter ist bekannt durch Hits wie „Unter meiner Haut“ und „Musik sein“. Im Mai veröffentlichte er sein neues Album „Vielleicht irgendwann“.

Kartenvorverkauf läuft

Einlass zum Konzert ist ab 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr.
Die Karten sind im Vorverkauf ab Dienstag, 26. Oktober, 11 Uhr, unter www.kultur.wuerth.com, in den Museumshops in Gaisbach, unter www.eventim.de, bei den Eventim-VVK-Stellen oder telefonisch unter der Eventim-Tickethotline 01806 570070 erhältlich und kosten 59 Euro.

Pressemeldung Würth

Silbermond. Foto: Christoph Koch / Würth

Wincent Weiss. Foto: Christof Koch / Würth

 




Keine Ärzte, keine Medikamente – Hürden für Schwangerschaftsabbrüche sind hoch

Nicht nur im Hohenlohekreis, sondern auch in Unterfranken gibt es für betroffene Frauen große Schwierigkeiten, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Eine Recherche der Mainpost ergibt, dass es immer weniger Mediziner gibt, die über das Thema überhaupt sprechen wollen.

Verwirrende Rechtslage

Ein Grund dafür ist der §219a StGB, der in schwammig definierter Weise das Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen durch Ärzte unter Strafe stellt. Zwar erlaubt der Paragraph explizit, dass „Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen auf die Tatsache hinweisen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche unter den Voraussetzungen des § 218a Absatz 1 bis 3 vornehmen“. Andererseits ist es denselben Ärzten, Krankenhäusern oder Einrichtungen“ untersagt, des „Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ Abbrüche anzubieten, anzukündigen oder anzupreisen. „Grob anstößig“ ist ein juristisch nicht näher definierter Begriff und verweist implizit auf ein „gesundes Volksempfinden“ – für eine einheitliche Rechtsfindung ist das kein guter Zustand.

Twitter Post von Karin Hänel.

§219a kann eine Falle sein

In diese Falle ist die Ärztin Kristina Hänel aus Gießen getappt – sie hatte auf ihrer Webseite nicht nur Schwangerschaftsabbruch im gesetzlichen Rahmen als Angebot ihrer Praxis benannt, sie hatte auch die von ihr verwendete Methode beschrieben. Das wurde ihr in mehreren Instanzen als Verstoß gegen den §219a ausgelegt und sie wurde letztendlich vom Oberlandesgericht Frankfurt zu einer Geldstrafe verurteilt.

Hätte sie diese Information veröffentlicht, ohne selber Abbrüche vorzunehmen, hätte man sie, da kein Vermögensvorteil im Raume stehen würde, nicht verurteilen können, meint Hänel – sie hat inzwischen Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Versorgungslage nicht gut

Die Mainpost zitiert Beate Schlett-Mewis von der Schwangerschaftsberatungsstelle von Pro Familia Würzburg: „Die Versorgungslage in Unterfranken ist nicht gut“. In Unterfranken gebe es „lediglich eine Handvoll Ärzte, die Abbrüche durchführen. Die Frauen müssen oft längere Wege zur Klinik oder Praxis auf sich nehmen und sogar bis nach Nürnberg oder nach Hessen fahren“, sagt Schlett-Mewis.

Im Hohenlohekreis sieht es nicht besser aus: Das Hohenloher Krankenhaus führt aus religiösen Erwägungen keine Abbrüche durch, das Diakoneo in Hall, ebenfalls mit kirchlichem Hintergrund, nur bei Gefahr für Leib und Leben der Mutter (GSCHWÄTZ berichtete). Das nächste Krankenhaus für Frauen aus dem Hohenlohekreis ist wohl das SLK-Klinikum in Heilbronn. Mathias Burkhardt, Pressesprecher, bestätigt gegenüber GSCHWÄTZ: „Ja, SLK führt Schwangerschaftsabbrüche – im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben – durch. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre wurden jährlich zwischen zehn und 20 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.“ Die SLK-Kliniken arbeiten dabei mit den anerkannten Beratungsstellen zusammen, namentlich nennt Burkhardt Pro Familia, Diakonie, Caritas und das Landratsamt Heilbronn.

Unterversorgung droht – trotz Rückgang der Gesamtzahl von Abbrüchen

Die Recherche der Mainpost ergibt, dass für Unterfranken, obwohl die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bundesweit zurückgeht, eine Unterversorgung zu befürchten ist, da demnächst einer der wenigen Ärzte, die Abbrüche vornehmen, in Rente gehen wird. „Wenn sich für den Kollegen keine Nachfolge findet, steuern wir auf eine Unterversorgung zu“, sagt auch Dr. Stefan Heuer, Bezirksvorsitzender im Berufsverband der Frauenärzte in Unterfranken. „Es ist zu befürchten, dass weite Wege für die Frauen entstehen.“

Weitere Schwierigkeit: Notwendiges Medikament fehlt

Katharina Rohmert, Ärztin und medizinische Referentin beim profamilia Bundesverband Frankfurt, berichtet in einem Interview mit der Zeitung „Neues Deutschland“, dass für das Medikament cytotec ein Importstopp verhängt wurde. Dieses Medikament habe unerwünschte Nebenwirkungen, wenn es im Rahmen der Geburtshilfe für die Einleitung der Wehen eingesetzt wird, gezeigt – ein Grund dafür, dass es in Deutschland immer weniger verwendet wird. Die Importeure haben den Import eingestellt.

30.000 medikamentöse Abbrüche im Jahr

Rohmert nennt eine Zahl von 30.000 medikamentösen Abbrüchen – insgesamt werden in Deutschland jährlich rund 100.000 Schwangerschaften abgebrochen. „Es gibt viele Einsatzfelder und wenn das alles wegfällt, dann werden plötzlich etliche Frauen in unterschiedlichen Kontexten merken, dass sie mehr Beschwerden bei einem Eingriff haben oder auf weniger gute und sichere Alternativen zurückgreifen müssen.“

Off-Label-Use

„Dieses Medikament ist sozusagen in Off-Label Nutzung. Der Einsatz innerhalb eines Schwangerschaftsabbruchs war nie offiziell von dem Hersteller so zugelassen, sondern nur für die Behandlung von Magengeschwüren.“, weist Rohmer hin. „Hier steht unmittelbar eine deutliche Versorgungsverschlechterung für Frauen im Kontext von Schwangerschaftsabbrüchen bevor, das kann nicht gewollt sein. Es kann nicht sein, dass wir jetzt den Zugang zu einem wichtigen Medikament nicht mehr gewährleisten“, findet sie.

Die Hürden werden höher

Einerseits weniger Ärzte, andererseits die de-facto-Unterbindung einer von zwei Methoden (die andere Methode ist als „Absaugmethode“ bekannt) – die Hürden für Frauen, die einen Abbruch suchen, werden höher. Die Wege werden weiter.

Text: Matthias Lauterer

Dieser Beitrag ist Teil einer Kooperation mit correctiv.lokal.
Correctiv.lokal bittet Frauen, die über einen Abbruch konkret nachgedacht haben, um die Beantwortung einer Umfrage, die anonym über correctiv.org/dein-abbruch erreichbar ist.




Blutspenden beim DRK in der Forchtenberger Sporthalle

Am 27. Oktober 2021 veranstaltet der DRK Ortsverband Ernsbach-Forchtenberg-Sindringen in der Sporthalle Im Spitzen 6 eine Blutspendeaktion.
Gespendet werden kann von 14:30 bis 19:30 – allerdings nur nach Anmeldung und mit Terminreservierung. Reservierungen können unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine/218075 vorgenommen werden. VAuf dieser Seite finden sich auch die Corona-Regeln, die für die Blutspende gültig sind.

Viele Termine, vor allem am Abend, sind bereits ausgebucht:

Terminübersicht Blutspende Forchtenberg, Stand 25.10., 09:15




Bunter Herbstmarkt der Werbegemeinschaft Künzelsau und verkaufsoffener Sonntag

Die Werbegemeinschaft Künzelsau veranstaltet am Sonntag, 7. November 2021 in der Innenstadt erneut einen bunten Herbstmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.

Speisen und Getränke sind wichtig

In der gesamten Hauptstraße wird ein vielseitiges Programm geboten. Viel Würze gibt es bei der Speiseauswahl von der Roten Wurst, Curry- und Wildschweinwurst bis hin zu Pilzgerichten aus heimischen Wäldern. Unter dem Motto „aktuell und regional“ ist für jeden etwas dabei. Für Weinfreunde und Likörliebhaber gibt es Fruchtiges. Ebenso werden Crêpes, selbstgebackene Kuchen und Torten angeboten.

Viel Abwechslung bei den Verkaufsständen

Bunt ist auch das Angebot der übrigen Stände: gefilzt, gestrickt, gebacken, künstlerisch gestaltet, in Hohenlohe geerntet, wärmend von Kopf bis Fuß, abwechslungsreich und kreativ.

Mehr als 30 Stände – und Sonderaktionen des Einzelhandels

Bereits um 11 Uhr öffnet der Markt mit mehr als 30 Ständen. Eine Vielzahl von Fachgeschäften in der Künzelsauer Hauptstraße haben für die Besucher ab 12 Uhr geöffnet und warten mit einigen Sonderaktionen beim verkaufsoffenen Sonntag auf. Bis 17 Uhr freuen sich die Einzelhändler der Werbegemeinschaft auf den Besuch zahlreicher Kunden, die sich ungezwungen umschauen, erste Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen oder bei den vielen Sonderangeboten gleich zuschlagen können. Auch mit den beliebten Einkaufsgutscheinen der Werbegemeinschaft Künzelsau kann man eine Freude machen und an dem Tag bei den Geschäften einlösen.

Der Besuch in Künzelsau ist immer wieder lohnenswert. Bei hoffentlich gutem Wetter freuen sich alle Mitglieder der Werbegemeinschaft Künzelsau auf viele Besucher.

Tag der offenen Tür beim neuen KÜNFIT am Stadion

Gleichzeitig lädt der TSV Künzelsau am Samstag, 6. November ab 14 Uhr und Sonntag, 7. November ab 11 Uhr zum Tag der offenen Tür im KÜNFIT am Heinz-Ziehl Sportpark ein. Für Speisen und Getränke sorgt der TSV Künzelsau.

 

Herbstmarkt in Künzelsau mit verkaufsoffenem am Sonntag, 7. November 2021. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Autofahrer fährt Zehnjährige auf Tretroller an

Ein Mädchen wurde am Freitagnachmittag, den 22. Oktober 2021, in Kupferzell von einem Auto erfasst und dabei schwer verletzt. Die Zehnjährige wollte mit ihrem Tretroller eine Straße überqueren, wie die Polizei mitteilte.

Am Freitagnachmittag ereignete sich in der Öhringer Straße in Kupferzell ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Kind erlitt dabei schwere Verletzungen, wie das Polizeipräsidium Heilbronn am Freitagnachmittag mitteilte.

Ein 60-jähriger fuhr mit seinem VW gegen 15.20 Uhr in Richtung Ortseingang Kupferzell. Hierbei übersah er laut Polizeibericht ein zehnjähriges Mädchen, das in Höhe der dortigen Bushaltestelle mit einem Tretroller die Fahrbahn überqueren wollte. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Kind und dem Fahrzeug. Die Zehnjährige wurde dabei schwer verletzt. Sie musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden.

Die Öhringer Straße war während den Rettungsarbeiten zeitweise voll gesperrt. Der Verkehrsdienst Weinsberg hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen, ein Gutachter wurde hinzugezogen. Neben Kräften der Polizei waren Rettungsdienst sowie Feuerwehr und Notarzt vor Ort.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht weitere Unfallzeugen. Insbesondere die Fahrerin eines schwarzen Kleinwagens, die unmittelbar hinter dem Bus fuhr und dem Mädchen das Überqueren der Fahrbahn an der Haltestelle ermöglichte. Ebenso werden Fahrgäste des Busses und Passanten, die Angaben zum Unfallhergang machen können, gebeten, sich bei der Verkehrspolizei in Weinsberg unter der Telefonnummer 07134/513-0 zu melden.




Brennender Sicherungskasten mitten in der Altstadt

Die Feuerwehr Ingelfingen wurde mit der Kleineinsatzgruppe Künzelsau zu einem brennenden Sicherungskasten in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Ingelfinger Altstadt gerufen. Das geht aus einer Nachricht der Feuerwehr Künzelsau über den Einsatz hervor (Foto: Feuerwehr Künzelsau).

Der Brand drohte laut der Feuerwehr Künzelsau bereits auf die Decke des Raumes überzugreifen, konnte aber noch rechtzeitig von den Ingelfigner Kameraden gelöscht werden.

Währenddessen kontrollierte ein Atemschutztrupp aus Künzelsau die Wohnungen im Haus auf eventuell noch darin befindliche Personen.

Dabei wurden gleich die Fenster zur Belüftung geöffnet.

 




„Man sieht, dass Polizisten schlagen, aber man weiß nicht, wie es angefangen hat“

Unter dem Motto „Warum immer ich?“ steht eine Aktion des Polizeipräsidiums Heilbronn, die bei Jugendlichen das Verständnis für die Arbeit der Polizei und bei Polizisten das Verständnis für das Verhalten von Jugendlichen schaffen soll. So erklärte es Hans Becker, der Polizeipräsident von Heilbronn, am 22. Oktober 2021 bei einer Informationsveranstaltung in der Peter-Bruckmann-Schule, einer gewerblich-hauswirtschaftlichen Berufsschule, in Heilbronn. „Auslöser war die Stuttgarter Krawallnacht vom 19. Juni 2020“, sagt Becker.

„Kann das auch bei uns in Heilbronn passieren?“

„Die Polizei hat ihren Job gemacht – aber das Problem ist nicht gelöst“. Damals habe er sich gefragt, ob das auch in Heilbronn passieren könne, denn auch in Heilbronn habe man eine Zunahme von Gewalt, Beleidigungstatbeständen sowie einen Mangel an Respekt gegenüber der Polizei zu verzeichnen.  Seine Überlegungen führten zu der Erkenntnis: „Wir müssen in die Kommunikation mit den Menschen kommen.“ Einerseits soll Jugendlichen die Rolle der Polizei und die gesetzlichen Grundlagen ihres Handelns erläutert werden, andererseits wollen die Polizist:innen zuhören, warum die Wahrnehmung der Polizei bei den Jugendlichen so negativ ist. Sie wollen verstehen, woher diese Abneigung kommt.

Polizist:innen suchen den direkten Kontakt zu Schüler:innen

Aus diesem Grund wurde das Projekt „Warum immer ich?“ ins Leben gerufen. Jeweils zwei junge – „nicht so Alte, Gesetzte wie ich. Die Jungen haben einen ganz anderen Zugang als wir Alten.“ – Junge Beamt:innen gehen in die Klassen und reden mit den Schüler:innen über die Polizei. Grundlage der Gespräche ist eine anonyme Befragung über den Eindruck, den die Jugendlichen von der Polizeiarbeit und von den Polizist:innen haben.

„Prävention geht nur gemeinsam“

180 Schüler habe man bisher in Wertheim und Heilbronn erreicht, die jetzt als Multiplikatoren wirken sollen. „Jeder, der versteht, was die Polizei tut, ist ein Gewinn“, meint Weber. Er sieht das Programm als einen Erfolg an und meint, „Prävention geht nur gemeinsam“.

 

Dr. Christoph Franz, Direktor der Ernst-Bruckmann-Schule (li.) und Polizeipräsident Hans Becker.

Umgang mit den Sozialen Medien, Handynutzung, Gewalt und Drogen – all das hängt zusammen

In dieselbe Kerbe schlägt Dr. Christoph Franz, der Direktor der Peter-Bruckmann-Schule. Er fasst den Präventionsbegriff allerdings noch weiter: Der Umgang mit den sozialen Medien, Handynutzung, Gewalt und Drogen – all das hängt für ihn zusammen. Zusammen mit den Schulsozialarbeiterinnen versucht die Schule, hier aufzuklären und präventiv zu wirken. Er berichtet von einem Schüler, der mit Drogen aufgegriffen worden sei und anschließend die Durchsuchung gewaltsam verhindern wollte. Er sei dann von seinem Ausbildungsbetrieb entlassen worden. Solche Fälle seien „ganz, ganz selten“ – man sieht ihm an, dass er jeden solchen Fall als einen Fall zu viel ansieht. Daher will er für eine frühzeitige und niederschwellige Prävention sorgen. Man müsse jungen Menschen etwas vorleben – „die passen sich an“. Innerhalb der Schule sei Gewalt daher kein großes Problem.

„Die müssen das machen“

Gianni Alessio, ein Schüler, hatte selber noch keine Erfahrungen mit der Polizei. Allerdings hätten ehemalige Freunde Drogen genommen und Kontakt mit der Polizei gehabt. Er selber wollte ursprünglich sogar Justizwachtmeister werden, daher „war ich immer an Polizeiarbeit interessiert“ – jetzt habe er gelernt, „die müssen das machen“. Auch sieht er Berichte in den sozialen Medien inzwischen kritischer: „Man sieht, dass Polizisten schlagen, aber man weiß nicht, wie es angefangen hat.“ Er sieht das Projekt positiv: „Ich hab schon immer verstehen wollen, wie Menschen handeln. Ich weiß jetzt, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist.“

Emirhan hatte schon vor dem Projekt ungemütlichen Kontakt mit der Polizei, Anlaß war ein tätlicher Übergriff. Er hat das Verhalten der Polizei als korrekt empfunden: „Ich mußte dann auf die Wache kommen – die haben mir sogar was zu essen und zu trinken angeboten“. Aber er berichtet auch, dass seine Freunde ganz andere Erfahrungen gemacht hätten.

Migrationshintergrund

Dass oft das Wort Migrationshintergrund fällt, ist laut den Schulsozialarbeiterinnen kein Wunder: Die jungen Menschen würden oftmals in engen Wohnverhältnissen leben und würden sich daher gerne im Freien treffen. Dass es dann zu Kontakten mit der Polizei komme, beispielsweise weil sich Anwohner über Lärm beklagen, sei nicht ungewöhnlich.

Polizei kann gegen die schlechte Wahrnehmung etwas tun

Polizeipräsident Weber ist auch klar, dass die Polizei für ihre schlechte Wahrnehmung durchaus eine Mitverantwortung trägt: Beispielsweise durch unnahbar erscheinende Beamte, die für die Bevölkerung nur noch im Streifenwagen sichtbar und nicht ansprechbar sind, Berichte von Polizeigewalt in den sozialen Medien oder Berichte über ein Rassismusproblem in der Polizei. Er wolle zwar auch verstärkt Fußstreifen, aber dazu fehlten ihm derzeit Ressourcen. Und er versichert, dass eventuelle Straftaten von Polizeibeamt:innen auch verfolgt würden. Trotz allem legt er Wert darauf: „Hinter der Uniform steckt ein Mensch“.

Aber: Es sind nicht nur die Jugendlichen!

Weber betont, dass nicht nur die Jugendlichen der Polizei oft ablehnend gegenüber stehen. Es gebe ganze  Bevölkerungsgruppen, die dem gesamten Staat negativ begegnen, stellt er fest, und benennt explizit Querdenker und deren Umfeld: „Bei Querdenker-Demonstrationen haben wir ein negatives Vorgehen gegenüber staatlichen Vorgaben festgestellt“, berichtet Becker. Sein Problem: „Wie bringt man die Leute dazu, Restriktionen einzuhalten?“

Projekt wird weitergeführt

Aufgrund der Erfahrungen mit den ersten 180 Schüler:innen sieht Weber ein „gelungenes Projekt. Wir werden diesen besonderen Weg fortsetzen“. Er will versuchen, das Projekt im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn auszurollen. Möglicherweise werden daher auch Schulen im Kocher- oder Jagsttal bald Besuch von der Polizei bekommen.

Text: Matthias Lauterer