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„Gans viel los“ in Öhringen

Der beliebte Martinimarkt ist seit Jahren ein Publikumsmagnet und zieht Besucher aus der ganzen Region nach Öhringen. Dabei dreht sich dieser Tag vor allem um die Tradition der Martinigans. In diesem Jahr ist es am 7. November wieder soweit. Eine große Verlosung, attraktive Gewinne und viele Aktionen locken zum verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr. In der Innenstadt, im Ö-Center, am Standort Steinsfeldle und an weiteren citynahen Standorten gibt es jede Menge besondere Angebote zu entdecken. Bei der großen Verlosung gibt es zahlreiche attraktive Gewinne, auf die sich die Kunden ebenfalls freuen dürfen.

So startet der verkaufsoffene Sonntag mit dem Eröffnungskonzert auf dem Marktplatz vor der Stiftskirche pünktlich um 13 Uhr. Der TSG Musikzug hat zu diesem Anlass ein unterhaltsames Programm zusammengestellt.

Genuss, Dekoration und „Gänse-Gourmet-Pakete“

Der stimmungsvolle Martinimarkt bietet allerlei Genuss für die unterschiedlichsten Geschmäcker. Die kulinarische Spanne reicht von handfesten Speisen bis geistreichen Getränken, gemäß aktueller Vorgabe alles als To go-Angebot. Mit handgefertigten Dekorationsartikeln, himmlischen Schutz- und Weihnachtsengeln sowie praktischen Haushaltswaren gibt es auf dem Markt dann auch einiges, um sich Zuhause schon mal auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen. Nur auf das Gänsegatter mit den lebenden Tieren müssen die Familien in diesem Jahr leider verzichten. Dennoch bleibt die Gans bei den Gewinnen als zentraler Bestandteil der großen Verlosung das zentrale Thema. In den teilnehmenden Geschäften werden die Lose als Dankeschön für den Einkauf kostenlos verteilt. Zu gewinnen gibt es vierzig tolle „Gänse-Gourmet-Pakete“ mit feinen Leckereien, drei frische Bio-Gänse für das Martini-Festmenü als ganz besondere Hauptgewinne und 120 Flaschen Cuveé Sekt von der Fürstenfass Weinkellerei. Abgerundet wird das Programm mit dem stimmungsvollen Lampionumzug für Kinder.

Weihnachtliche Zinnengel aus dem Weygang-Museum

Die Lose gibt es nicht nur in den teilnehmenden Geschäften. Das Weygang-Museum startet an diesem Sonntag mit dem Verkauf seines diesjährigen Jahresengels aus der Kollektion „Himmlischen Heerscharen“. Die etwa 6 Zentimeter großen, in Handguss hergestellten Zinnengel, finden sich an vielen Weihnachtsbäumen und Kränzen. Unterschiedlichste Gesichter, Haare, und Kleidungsstücke zeichnen die kindlichen Wesen aus. Eines haben sie alle gemeinsam: Engelsflügel. Jedes Exemplar ist für sich ein Erlebnis, ein Kindertraum für die einen, die anderen schätzen das historische Handwerk. Wunderschöne kleine Schmuckstücke – jedes ein Original – für ihre eigene Weihnachtsdekoration, zum Sammeln oder verschenken. Und als Dankeschön für den Besuch werden auch hier die Gewinnlose kostenlos ausgegeben.

Impfangebot in der Stadtbücherei

Die Stadtbücherei öffnet an diesem Sonntag ebenfalls ihre Türen. Neben einigen besonderen Überraschungen gibt es in an diesem Sonntag auch ein Impfangebot im Haus. Eine Voranmeldung ist dafür nicht erforderlich. Wer sich spontan für eine Impfung an diesem Tag entscheidet, ist beim kompetenten mobilen Impfteam der SLK-Kliniken herzlich willkommen. Und auch die Besucher dürfen auf das Gewinnerglück hoffen, die Lose werden auch hier ausgegeben. Bei allen Ausgabestellen gilt: Solange Vorrat reicht, die Ausgabe der Preise ist nur an diesem Sonntag möglich.

Pressemitteilung Stadt Öhringen

 




Ingelfingen: Mann mit Turban greift Spaziergänger an

Bei einem Spaziergang am Samstagmittag, 31.10.2021, bei Ingelfingen wurde ein Mann durch eine bislang unbekannte männliche Person beim Spazierengehen mit einem Spazierstock angegriffen.

Nähe Rodachshof

Der 56-Jährige begegnete dem Unbekannten zwei Mal im Bereich des Rodachshofes, wobei dieser den Mann auf Englisch ansprach und nachfragte, warum der Fußgänger ihn verfolge. Im Anschluss zog der bislang Unbekannte ein Messer und hielt es in der Hand. Der 56-jährige Mann versuchte der Person zu erklären, dass er ihn nicht verfolge und versuchte schließlich wegzurennen. Hierbei schlug der Unbekannte ihn mit einem Spazierstock, welchen er in seiner anderen Hand hielt. Der 56-jährige Mann konnte den Schlag noch mit seinem Arm abwehren und dem Angreifer entkommen. Der Unbekannte wird als dunkelhäutige, männliche Person, im Alter von etwa 35 Jahren beschrieben. Er trug einen weißen Turban mit einem langen grauen Mantel.

Noch kein Ermittlungserfolg

Auf GSCHWÄTZ-Anfrage teilt die Polizei in Heilbronn mit, dass man mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehe. Allerdings konnte bislang noch kein Tatverdächtiger ermittelt werden.

Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Künzelsau weiterhin unter der Telefonnummer 07940 9400 entgegen.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




KÜN Night Live am heutigen 3. November 2021 abgesagt

Das für heute, 3. November 2021, geplante Live-Konzert im Foyer des Rathauses Künzelsau mit der Band „Steel, Wine & Honey“ muss leider aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Lage ausfallen. Das Landesgesundheitsamt hat gestern Abend die Warnstufe der Corona-Verordnung ausgerufen, weil an zwei Werktagen in Folge mehr als 250 Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen im Land behandelt wurden.
Die Warnstufe tritt heute, 3. November 2021, in Kraft.

Maskenpflicht veranlasst Stadt Künzelsau zur Absage

Aufgrund der Warnstufe müssten die Besucherinnen und Besucher – auch mit dem von der Stadtverwaltung gewählten 2G-Optionsmodell – eine Maske beim Konzert tragen. Mit dieser Einschränkung und aus Gründen des Infektionsschutzes hat sich die Stadtverwaltung zur Absage des Live-Konzerts entschlossen.

Weitere Corona-Regelungen:

Besucherinnen und Besucher von Gaststätten, der Stadtbücherei im Alten Rathaus oder des Hallenbades TollKÜN müssen die 3GRegeln einhalten. Ein PCR-Test für Nichtgeimpfte und -genesene ist erforderlich. Auch im privaten Bereich gelten jetzt wieder Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich in der Warnstufe nur noch mit fünf weiteren Personen treffen – ausgenommen sind Geimpfte und Genesene, Personen unter 18 Jahren sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Die wesentlichen Punkte und die Auflistung der Einschränkungen in der Basis-, Warn- oder Alarmstufe der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 28. Oktober 2021 sind online abrufbar.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau




Winter, Wunder, Weihnachtsglanz

Der Öhringer Weihnachtsmarkt kehrt zurück und soll 2021 mit etwas mehr Normalität stattfinden. „Wir arbeiten konzentriert an einer guten Umsetzung im Rahmen der geltenden Regelungen. Es gibt zwar Einschränkungen aufgrund der Hygieneverordnung, und nach derzeitigem Stand besteht Maskenpflicht auf dem Marktgelände, aber wir planen keine zentralen Einlasskontrollen oder Umzäunungen. Angesichts der aktuell steigenden Zahlen müssen wir jedoch weiterhin vorsichtig bleiben“, sagt David König, der städtische Kultur- und Veranstaltungsleiter.

An allen vier Adventwochenenden

Stand heute, lädt an allen vier Adventswochenenden die Große Kreisstadt mit stimmungsvoller Beleuchtung, liebevoll geschmückten Marktständen, kulinarischen Köstlichkeiten und dem beliebten Bähnle auf dem Marktplatz zur Einstimmung auf Weihnachten ein. „Zu unserem altbewährten Märchen-, Krippen- und Glitzerweg gesellt sich dieses Jahr ganz neu ein Schlemmerweg, der sich durch die Innenstadt und angrenzende Flächen des Marktgeländes schlängeln wird. Sowohl die örtliche Gastronomie als auch mobile Marktstände bieten auf ihm süße und herzhafte Leckereien vor Ort oder To-go an. So ist das Angebot in diesem Jahr wieder annähernd komplett. Mit genügend Freiraum wird auf dem Marktplatz, im Schlosshof und dem Schlosskeller eine Vielzahl an Deko- und Geschenkartikeln oder verpackten Waren angeboten“, sagt David König. „Wir tun alles, um die Einschränkungen möglichst besucherfreundlich umzusetzen.“

Corona-Regeln

Laut Landesregierung ist bei reinen Warenverkaufsständen, dem Verkauf von abgepackten Lebensmitteln oder To-go Angeboten ein 3G-Nachweis nicht erforderlich. Abstand und Maske reichen aus. Die zentralen Stände auf dem Weihnachtsmarktgelände – Marktplatz, Schlossinnenhof und Schlosskeller – werden nach diesem Prinzip ihre Waren und Lebensmittel anbieten. Anders verhält es sich bei Angeboten mit Verweilmöglichkeit. Dort gilt, je nach Warnstufe, die 3G-bzw. 2G-Nachweispflicht. Deshalb wird es bei der Dampfbahn, bei Gastronomie mit Sitzgelegenheit und in Innenräumen Kontrollen geben. Ein städtischer Informationsflyer fasst die vielfältigen Gastro-Angebote übersichtlich als „Schlemmerweg“ zusammen.

Strahlendes Programm

Auch programmatisch ist wieder einiges geboten: samstags sorgen leuchtende Walkacts für staunende Blicke. Die Züge in der Eisenbahnausstellung drehen ab dem 26. November ihre Runden im Rathaus.  Der Krippenweg und die weihnachtlichen Märchenkisten verzaubern wie gewohnt Groß und Klein. Musikalische Darbietungen zur Untermalung der Advents-Stimmung sind in Planung. Zu Besuch kommt die Bäckerei Faust aus Öhringens Partnerstadt Großenhain mit ihren Quarkbällchen und Stollen. Sie gastiert im Eiscafé Simonetti.

Beleuchtung: Bauhof steckt schon in den Vorbereitungen

Der Öhringer Weihnachtsmarkt ist für seine Beleuchtung bekannt. Wie im vergangenen Jahr, ist der Glitzerweg mit den funkelnden Sternen, leuchtenden Christbäumen und dem illuminierten Marktplatz ein Highlight im Programm. Hier zeigt der städtische Bauhof sein Können. Martin Maneke und sein Bauhof-Team stecken bereits in den Aufbauarbeiten. „Dieses Jahr bringen wir in der Rathausstraße neue Beleuchtungen an. Auch das Alte Rathaus mit der Stadtbücherei strahlen wir mit Projektoren an. Die Montage hat schon begonnen“, sagt Maneke. „Besonders aufwendig ist die Verlegung aller Stromkabel. Damit fangen wir zeitig an. Der nächste Arbeitsschritt ist die Kontrolle, Instandsetzung und Montage der Hütten. Am Schluss kommt die Dekoration. Dazu gehört die Krippe auf dem Marktplatz und die Tannenbäumchen in der Marktstraße, die so gerne von den Kindergartenkindern geschmückt werden“, so Bauhofleiter Martin Maneke.

Unterstützung von der lokalen Politik

Bereits am 19. Oktober hatten die Vorstände des Vereins Hohenlohe Plus, die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte Bad Mergentheim, Crailsheim, Künzelsau, Öhringen und Schwäbisch Hall, Minister Manfred Lucha in einem offenen Brief auf die unterschiedlichen Vorgaben bei Weihnachtsmärkten zwischen Bayern und Baden-Württemberg hingewiesen. Die Städte liegen zum Teil in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze nach Bayern. So können die Märkte in Bayern ohne 3G-Pflicht, ohne Maskenpflicht und ohne Umzäunung der Marktfläche bei gleichzeitigem Alkoholausschank durchgeführt werden. Die Rathauschefs baten in dem Brief, das Vorgehen der Landesregierung noch einmal zu überprüfen und fordern bei Weihnachtsmärkten im Freien und nach erfolgter 3G-Kontrolle einen Schritt zur Normalität ohne Maskenpflicht zu ermöglichen.

Der Öhringer Weihnachtsmarkt: 1. bis 4. Advent 2021

Freitags 14 bis 21 Uhr
Samstags 12 bis 21 Uhr
Sonntags 12 bis 20 Uhr

Pressemitteilung der Stadt Öhringen

Das beliebte „Bähnle“ wird auf dem Marktplatz wieder seine Runden drehen. Foto: Stadt Öhringen (aus Zeit vor Corona)




Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg – was bedeutet das?

Laut Corona-Verordnung wird die sogenannte „Warnstufe“ ausgerufen, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen in ganz Baden-Württemberg 250 oder mehr Patienten mit COVID-19-Diagnose auf Intensivstationen liegen oder wenn der sogenannte Hospitalisierungsindex an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8 (bedeutet 8 Krankenhaus-Einweisungen mit COVID-19 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) oder höher liegt.  Die Betonung auf Werktage liegt daran, dass die Datenqualität an Wochenenden weiterhin „Unschärfen“ enthalten kann, so nennt es das Sozialministerium des Landes.
Die erste Maßzahl mißt die dauerhafte Belastung der Intensivstationen, die zweite Maßzahl soll einen schnellen Anstieg der Anzahl hospitalisierter Patienten frühzeitig erkennen.

Situation in Baden-Württemberg

Am Freitag, 26. Oktober 2020 waren 258 Patienten mit COVID-19 in intensivmedizinischer Behandlung, am Wochenende waren es 259, 271 und 276, und am gestrigen Dienstag, 2. November 2021, waren es bereits 284. Damit war am Freitag und am Dienstag an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen eine der beiden Maßzahlen überschritten, automatisch tritt daher die Warnstufe in Kraft. Der Hospitalisierungsindex lag am Dienstagnachmittag bei 3,6.

Situation im Hohenlohekreis

Diese Zahlen werden nicht pro Landkreis erfaßt sondern nur landesweit. Im Hohenlohekreis wird die „klassische“ Inzidenz, also Neuerkrankungen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern veröffentlicht. Diese liegt bei 125,0. Die höchsten Werte sind in den Gemeinden Öhringen, Zweiflingen, Dörzbach und Mulfingen zu verzeichnen, dort liegt die Inzidenz über 200.  Niedernhall hat derzeit die geringste Inzidenz.

Risiko für Ungeimpfte deutlich erhöht

Diese Werte sind im Hohenlohekreis also ungefähr so hoch wie vor 12 Monaten – und das, obwohl die Impfquote stark angestiegen ist. Die Zahlen, die das Landesgesundheitsamt täglich veröffentlicht, sprechen eine deutliche Sprache: In den letzten 28 Tagen wurden 7 von 100.000 vollständig geimpften ins Krankenhaus eingewiesen (Impfdurchbrüche), in der Gruppe der nicht oder nicht vollständig geimpften liegt diese Quote bei 40. Das Risiko einer Hospitalisierung liegt also in dieser Gruppe fast 6x so hoch wie in der Gruppe der vollständig geimpften. In Baden-Württemberg sind momentan 66,74% der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft – also ziemlich genau 2/3.

Konsequenzen der Warnstufe

Von der erweiterten Regelungen der Warnstufe sind vor allem Erwachsene betroffen, die keinen vollständigen Impfschutz haben. Vor allem sind alle öffentlichen Bereiche betroffen, in denen 3G-Regeln gelten: Dort ist der Schnelltest nicht mehr ausreichend, ein PCR-Test ist dann verpflichtend. Das betrifft beispielsweise „geschlossene Räume der Gastronomie und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (wie Theater-, Opern- und Konzertaufführungen, Filmvorführungen, Informations-, Betriebs-, Vereins- sowie Sportveranstaltungen)“. Der PCR-Test darf jeweils nicht älter als 48 Stunden sein. Kein Zutritt für Ungeimpfte wird bei Veranstaltungen, „In denen es zu engem Kontakt kommt“, sein – also beispielsweise in Clubs.

Auch im privaten Bereich gibt es Einschränkungen: Hier gilt eine Kontaktreduzierung für Ungeimpfte. Sie dürfen nur sich im privaten Bereich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen.

Ausgenommen von den Regelungen sind Kinder und Jugendliche sowie Menschen, denen noch kein Impfangebot gemacht wurde und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Maskenpflicht auch wieder für Geimpfte

Auch für Geimpfte ändert sich etwas: Es herrscht auch für sdie wieder dort Maskenpflicht, wo die 2G-Regeln gelten. Auch Servicekräfte, die an Orten mit Publikumskontakt arbeiten, müssen wieder Maske tragen.

Eine Übersicht über die geltenden Regeln der Warnstufe ist hier zu finden.

Impfungen in Künzelsau möglich

Am 6. und 7. November 2021 steht beim Tag der offenen Tür am KünFit in Künzelsau der Impfbus der SLK-Kliniken für Impfungen bereit. Dort sind nicht nur Erstimpfungen möglich sondern auch Auffrischungsimpfungen (Booster), wie für G.P. Schneider, der Kooridnaitor des Mobilen Impfteams der SLK-Kliniken, mitteilt. Folgende Bevölkerungsgruppen können einen Booster erhalten:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben (STIKO-Empfehlung vom 7. Oktober 2021),
  • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben bei individuellem Wunsch, nach Nutzen-Risiko-Abwägung und ärztlicher Aufklärung,
  • Personen, die in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort untergebracht sind; hierzu zählen insbesondere
    • vollstationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Pflege-und Unterstützungsbedarf nach § 2 Absatz 3, § 4 Absatz 2 und § 5 des Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetzes,
    • besondere Wohnformen und ambulant betreute Wohngruppen der Eingliederungshilfe sowie Werkstätten und Förderstätten für Menschen mit Behinderungen,
    • Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) (Obdachlosenunterkünfte) und vergleichbare Einrichtungen für Wohnungslose nach den §§ 67 bis 69 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch,
  • Personen mit einer relevanten angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie,
  • Pflegebedürftige, die zu Hause betreut oder gepflegt werden,
  • Personen, die bei der Grundimmunisierung ausschließlich die Vektorviren-Impfstoffe Vaxzevria von AstraZeneca oder COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International erhalten haben, ungeachtet des Alters oder einer anderweitigen Indikation.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Mit einem Taschenmesser in den Rücken gestochen

Vor der Schwurgerichtskammer des Heilbronner Landgerichts muss sich ab Montag, den 08. November 2021, 08.30 Uhr, ein 31-Jähriger wegen versuchten Mordes verantworten.

Die Kammer hat den Angeklagten, seine Verteidiger, zwölf Zeugen, einen Dolmetscher für die arabische Sprache und zwei Sachverständige geladen.

Gegenstand:

Dem Angeklagten liegt zur Last, er habe dem Geschädigten in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni 2021 in einer Gaststätte in Schwäbisch Hall mit einem Taschenmesser im Rahmen eines Überraschungsangriffes von hinten in den Rücken gestochen. Zu dem beabsichtigten Tod des Geschädigten sei es nur aufgrund des Eingreifens eines Dritten nicht gekommen, so dass der Geschädigte mit einer kleinen Stichverletzung im oberen Lendenwirbelbereich davongekommen sei.

Der Angeklagte befindet sich seit dem 14. Juni 2021 in Untersuchungshaft.

Weitere Verhandlungstermine sind:

Freitag, 12. November 2021, 09:00 Uhr

Mittwoch, 1. Dezember 2021, 09:00 Uhr

Mittwoch, 8. Dezember 2021, 10:30 Uhr

Montag, 13. Dezember 2021, 09:00 Uhr

 

 




Polizei sucht nach 16-Jähriger

Eine Meldung der Polizei Heilbronn vom 31. Oktober 2021.




Analoge Bewahrer vs. notgedrungene Digitalisierung

„So ein spannender Vortrag, es ist so kurzweilig Ihnen zuzuhören!“ und „Danke für die tollen Impulse – grandios!“ – diese beiden Chatbeiträge der digitalen Veranstaltung fassen ihren Inhalt ganz gut zusammen: Melanie Vogel, Wirtschaftsphilosophin, Unternehmerin und Initiatorin der women&work, tauchte ein in das Thema „New Work – Warum wir moderne Heldinnen brauchen“ und beleuchtete dabei, welche innere Einstellung in der neuen Arbeitswelt ein angemessenes Maß an Selbstverwirklichung verspricht.

Die analogen Bewahrer

Die neue Arbeitswelt? Hier sprach Vogel ganz konkret die Zeit seit März 2020 an – als schlagartig mehr Digitalisierung Einzug hielt und einige Widerstände gegenüber neuen Entwicklungen wie Homeoffice geringer wurden. Die einen erkennen in dieser notgedrungenen Digitalisierung sowie gewachsenen Entscheidungs- und Handlungsfreiheit eine riesige Chance und richten sich dauerhaft darauf ein, so Vogel. Auf der anderen Seite gebe es analoge Bewahrer, die die Sorge vor Entfremdung vom Team und vor ununterbrochener Arbeit zu Hause ins Feld führen. Diese würden am liebsten alle Entwicklungen der Corona-Zeit wieder zurückdrehen. Die Gesellschaft müsse nun aushandeln, wie die neue Normalität zu definieren ist, welche Tätigkeiten welche Orte für die Erbringung benötigen und wann ein persönlicher Austausch in Präsenz erforderlich ist. Gleichzeitig solle jede(r) selbst in sich hineinhören, unter welchen Bedingungen er oder sie leistungsfähig ist.

Schlüsselfragen für Frauen im Beruf

Darauf aufbauend nahm Vogel ihre Zuhörerinnen auf eine „moderne Heldinnenreise“ ohne tragische Aufopferung mit. Diese Reise beginne mit der Auseinandersetzung mit folgenden Schlüsselfragen: „Wie möchte ich generell meine Rolle als Frau ausfüllen?“, „Welche Rolle möchte ich in meinem Beruf erfüllen?“ und „Wie möchte ich im Unternehmen wahrgenommen werden?“. Dabei sei es essenziell, dass die Frauen herauskommen aus einer Opferhaltung. Statt Frauenförderung gehe es hier um Ermächtigung – Selbstmacht, Selbstverantwortung und Handlungsmacht.

Nicht Quotenfrau – sondern Pionierin

Der Vortrag mündete in einer anregenden Diskussion mit den Teilnehmerinnen. Angesprochen auf das Thema Frauenquote äußerte sich Melanie Vogel klar positiv: Sie sehe sich nicht als Quotenfrau, sondern als Pionierin. Nach einer gewissen Zeit rede niemand mehr von einer Quote.

Der Frauenwirtschaftstag im Hohenlohekreis wurde gemeinschaftlich vom Jobcenter und Landratsamt Hohenlohekreis, von der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe, der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken, der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim sowie vom Regionalbüro Netzwerk für berufliche Fortbildung auf die Beine gestellt. Auch bei diesen Einrichtungen finden sich allerlei Inspirationen für die berufliche Selbstverwirklichung.

Pressemitteilung der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe




„Jeder Tropfen zählt“: Schon Altfette für 10.000km Fahrstrecke gesammelt

Nicht schlecht staunte Roswitha Heigold aus Öhringen, als sie ihre gefüllte Altfettflasche am neuerrichteten Annahmeautomaten an der EDI-Tankstelle gegen eine leere Flasche austauschen wollte. Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler und Landrat Dr.Matthias Neth sowie rund 15 weitere Personen standen nämlich um den Automaten: Stadt Öhringen, Abfallwirtschaft Hohenlohe, EDI-Hohenlohe und Jeder-Tropfen-Zählt hatten am 28. Oktober 2021 zu einem Pressetermin geladen. „Kann ich meine Flasche jetzt hier schon abgeben?“ fragt sie. Natürlich kann sie das. „Wir haben etwas in der Fritteuse gemacht – und da haben wir das Fett gleich umgefüllt“, berichtet sie, sie ist überzeugt, dass dieses Projekt in die richtige Richtung geht.

Vom „Igitt-Image“ zum wertvollen Energieträger

Hintergrund ist das Projekt „Jeder Tropfen zählt“, das jetzt in Öhringen angelaufen ist. 11.000 Ölflaschen wurden von der Jugendfeuerwehr am 09. Oktober 2021 an die Öhringer Haushalte verteilt, damit Altfett, das in der Küche entsteht, nicht weggeschüttet wird, sondern einer zweiten Nutzung als Kraftstoff zugeführt werden kann. Die Erfahrung zeigt, so Hubert Zenk von der Betreiberfirma „Jeder Tropfen zählt“, dass man nach einer Anlaufzeit pro Kopf der Bevölkerung und Jahr mit rund 500 Gramm Altfett rechnen könne. Er will in den bereits laufenden Projekten, beispielsweise in Erlangen, Fürth und Roth, sogar auf über 600 Gramm kommen. „Das Altfett hat ein „Igitt-Image““, sagt er, es sei aber ein sehr guter Energieträger, zum einen wegen des qualitativ hochwertigen Endprodukts (GSCHWÄTZ berichtete), zum anderen wegen der CO2-Bilanz: Allein beim Autofahren erzeugt der CARE-Diesel rund 5-7% weniger CO2 als herkömmlicher mineralischer Diesel. Über die ganze Kette sei eine CO2-Einsparung von rund 90% zu  errechnen, weil es sich um die Weiterverwendung eines zur Entsorgung bestimmten Rohstoffes handelt, der nicht mehr erzeugt werden muss.

Von der Abfallwirtschaft zur Ressourcenwirtschaft

Begeistert zeigte sich Landrat Dr. Matthias Neth, vor allem über die Vorbereitung der beiden Projekttreiber Hubert Zenk und Roland Weissert, Geschäftsführer der EDI Hohenlohe. „Da geht man da hin – und bekommt ein fertiges Projekt präsentiert. Das hat es mir einfach gemacht“, ist er voll des Lobes. „Sebastian Damm, der Leiter der Abfallwirtschaft, hat den Auftrag, aus der Abfallwirtschaft eine Ressourcenwirtschaft zu machen“, sagt er und spricht von „gebührenfähig“. Als Bürger von Öhriungen hat er bereits eine Erfahrung mit dem System gemacht: So habe seine Frau gesagt: „Da wird keiner mitmachen“, aber nach einem Durchgang durch die Küche sei sie inzwischen von dem Projekt überzeugt, vor allem, da die Sammlung der Altfette und -öle sauber und geruchsfrei sei.

Sein strategisches Ziel ist es, das Projekt auf den gesamten Hohenlohekreis auszudehnen, aber zuerst gelte es, Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel sei es wichtig, wo man die Behälter aufstellt, um die Eingangsschwelle möglichst niedrig zu halten.

„andienungspflichtiges Material“

Etwas formal spricht anfangs Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Hohenlohe, wenn er sagt, dass Altfette aus der Küche ein „andienungspflichtiger Stoff“ sind. Er meint damit, dass die Bürger eigentlich bereits heute dazu verpflichtet sind, derartige Stoffe dem Recycling zuzuführen – und tatsächlich sind die Wertstoffhöfe dafür ausgestattet. Er weiß aber auch sehr gut, dass das Altfett in Privathaushalten meist anderweitig entsorgt wird. Daher interessiert er sich ganz besonders für dieses Projekt, da Altfette in der Abwasserleitung einen erhöhten Reinigungsaufwand erfordern. Beziffern kann er den Aufwand nicht, war das doch bisher eine regelmäßige Reinigung der Leitungen, die einfach nur notwendig war. Hubert Zenk kennt Zahlen aus Niederösterreich: Dort hat man berechnet, dass jedes Kilogramm Altfett in  den Leitungen Kosten von 70ct verursacht. Im Extremfall kann sich das Fett zusammen mit anderen Materialien zu riesigen Klumpen verdicken, die die Wasserleitungen komplett verstopfen. Durch die Presse gingen beispielsweise Bilder aus London. 70 ct – das entspricht ungefähr dem Preis, den man am Markt für den Rohstoff erzielen kann: „Wegen der Umweltgesetzgebeng ist der Preis für den Rohstoff von 600 auf 1.000 Euro pro Tonne gestiegen“, weiß Roland Weissert.

Noch keine ökonomischen Zielgrößen festgelegt

Trotz dieser eindrucksvollen Zahlen habe man noch keine Ziele festgelegt, sagt Damm: „Wir stehen am Anfang, müssen erst einmal Erfahrungen sammeln. Menge und Qualität müssen aber das Maß sein.“ Zenk berichtet davon, dass sein Unternehmen die Altfette von rund 25.000 Gastronomen entsorgt – demgegenüber stehen bisher 37 Sammelautomaten, davon vier in Öhringen. Er weiß auch, dass „halb Europa sammelt“, mit unterschiedlichen Systemen: „einiges davon könnten Sie in Deutschland nicht anbieten“. Ihm ist klar, dass diese kleinteilige und aufwändige Sammlung ihren Preis hat: „Aber wir müssen die Bürger gezielt und direkt erreichen.“

„Klimaschutz ist für viele wichtig – aber zu weit weg“

Roland Weissert, Geschäftsführer von EDI Hohenlohe, ist sich als Energiehändler sicher, dass der saubere Diesel noch auf viele Jahre benötigt wird. Nicht zuletzt sage das auch die EU, die ihn explizit als sauberen Kraftstoff im Sinne der Clean-Vehicle-Directive benennt. Für ihn besteht Klöimaschutz nicht aus dem großen Wurf, sondern aus vielen kleinen Schritten: „Wir müssen ein großes Ziel mit kleinen Schritten erreichen. Klimaschutz ist für viele wichtig – aber zu weit weg.“ Dass viele kleine Schritte vieler Menschen zum Erfolg führen können, zeigt die grüne Sammelflasche: Der Inhalt einer solche Flasche kann zu Kraftstoff verarbeitet werden, der einen modernen Diesel rund 20 Kilometer bewegen kann. Der Inhalt einer großen Fritteuse reicht also für gut 100 Kilometer. Seit Beginn der Sammlung seien bereits fast 500 gefüllte Dosen abgegeben worden – das reicht für 10.000 Kilometer.

„Bei uns stehts direkt an der Spüle“

Richtig gut gelaunt wirkt Thilo Michler, Oberbürgermeister der Stadt Öhringen. Er ist sichtbar stolz darauf, dass das Sammelprojekt, das er als Leuchtturmprojekt für ganz Baden-Württemberg sieht,  ausgerechnet in seiner Stadt startet. Er bedankt sich dafür bei Roland Weissert, der das Projekt mit initiiert hat. „Es ist gut für Öhringen, wenn die Stadt in einem solchen positiven Zusammenahng genannt wird“, spricht aus ihm der PR-Mann. Auch in seiner Küche wird bereits in der charakteristischen grünen Flasche gesammelt: „Bei uns stehts direkt an der Spüle.“

Text: Matthias Lauterer

Mehr zum Thema:

Roland Weissert im GSCHWÄTZ-Gespräch.
Homepage von Jeder Tropfen zählt
Containerstandorte in Öhringen
Informationen zum Endprodukt CARE-Diesel

 

Hubert Zenk (Jeder Tropfen zählt), Sebastian Damm (Abfallwirtschaft Hohenlohe), Landrat Dr. Matthias Neth, OB Thilo Michler und Roland Weissert (EDI Hohenlohe). Foto: GSCHWÄTZ

 

Das Innenleben des Automaten ist nicht kompliziert. Foto: GSCHWÄTZ

 

Diese Flaschen wurden an 11.000 Öhringer Haushalte verteilt. Foto: GSCHWÄTZ

Engagiert sich für das Projekt: Öhringens OB Thilo Michler. Foto: GSCHWÄTZ




Bürgerin kritisiert: „Auto ist mehr wert als Schulkinder“

„Ein Auto ist wohl mehr wert als Schulkinder.“ So steht es in einem Facebook-Post in der Gruppe „Du weißt, dass Du aus Niedernhall kommst, wenn …“.

Die Verfasserin beklagt sich darüber, dass am Jugendhaus auf der Giebelheide ein Carport errichtet wurde, aber es für die Kinder an der dortigen Bushaltestelle kein überdachtes Wartehäuschen gibt, obwohl Bürger:innen sich bereits bei der Stadtverwaltung dafür eingesetzt hättem.

Seniorenmobil der Stadt

Alfons Rüdenauer vom Haupt- und Ordnungsamt der Stadt Niedernhall kennt die Problematik: „Das Fahrzeug, das dort steht, ist das Seniorenmobil der Stadt. Es wird von ehrenamtlichen Helfern genutzt“, erklärt er. Das Fahrzeug stehe sozusagen am höchsten Punkt der Giebelheide und soll durch das Carport vor Wind und Wetter einigermaßen geschützt werden.

Auch die Kinder sind Wind und Wetter ausgesetzt

Dass die Kinder beim Warten auf den Bus ebenfalls Wind und Wetter ausgesetzt sind, ist ihm bewußt. „Das wurde im Gemeinderat schon mehrfach besprochen“, berichtet er. Allerdings sei das Grundstück auf der rechten Straßenseite, wenn der Bus von Neufels kommt, nicht im Eigentum der Stadt. „Auf der anderen Seite könnte man problemlos überdachen, das ist ein städtisches Grundstück“, weiß er auf Anhieb Bescheid. Aber dann müßten die Kinder zum Einsteigen die Straße überqueren – das sei in den Diskussionen im Gemeinderat bisher als zu gefährlich eingeschätzt worden.

Text: Matthias Lauterer