1

GEMÜ baut neue Unternehmenszentrale im Gewerbepark Hohenlohe

 Mit der feierlichen Unterzeichnung einer Urkunde haben Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter, und Stephan Müller, Geschäftsführer, im Februar 2021 den offiziellen Start des Bauprojektes „GEMÜ Headquarter“ im Gewerbepark Hohenlohe in Kupferzell besiegelt. Unter dem Motto „Meet the future” entsteht seitdem auf einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern ein neues Bürogebäude für ungefähr 300 Mitarbeitende, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Neben den Büro-Arbeitsplätzen ist zudem ein repräsentativer Bereich für Kundenbesuche sowie ein Betriebsrestaurant für die GEMÜ Mitarbeiter:innen im Gewerbepark Hohenlohe geplant. Der Neubau ist nach dem Produktions- und Logistikzentrum Europa (PLZ) und dem Oberflächentechnologiezentrum (OTZ) der dritte GEMÜ Bau im Gewerbepark.

Schon bei der Planung des Neubaus hat GEMÜ sich von modernsten Bürokonzepten inspirieren lassen. Neben ergonomischen Faktoren und einer zukunftsorientierten, digitalen Infrastruktur wird die Büroraumplanung auch ganz neue Formen der Kommunikation fördern. „Mit dem Neubau unseres neuen Headquarters stellen wir die Weichen Richtung Zukunft und für weiteres Wachstum der GEMÜ Gruppe“, so Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe.

Die Fertigstellung und der Bezug des neuen GEMÜ Headquarters sind für das erste Halbjahr 2024 geplant. Der Standort in Ingelfingen-Criesbach, in dem sich unter anderem das Kunststoffkompetenzzentrum oder auch die Edelstahlfertigung befinden, bleibt als GEMÜ Stammhaus weiter bestehen.

Quelle: Pressemitteilung von GEMÜ

 




Autofahrer prallt gegen Brückenpfeiler und stirbt

Tödliche Verletzungen zog sich ein Autofahrer bei einem Unfall am Donnerstag, den 11. November 2021, auf der Landesstraße 1045 bei Braunsbach zu, wie die Polizei am frühen Abend mitteilte. Der Mann, dessen Alter zunächst nicht bekannt war, fuhr gegen 15.30 Uhr von Geislingen am Kocher in Richtung Braunsbach. Bei geradem Streckenverlauf kam er aus bislang noch ungeklärter Ursache und ohne fremde Beteiligung von der Fahrbahn ab. Nach rund 70 Metern fuhr er frontal gegen einen Pfeiler der Kochertalbrücke.  Das Auto sei dabei stark deformiert worden und habe Feuer gefangen.

Die Feuerwehr aus Braunsbach löschte den Brand. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot aus dem Auto geborgen werden. Der Sachschaden wird auf 8.000 Euro geschätzt.

Während der Unfallaufnahme und Bergung blieb die Straße einspurig passierbar. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Aalen




Sieben aktive Ausbruchsgeschehen in Hohenlohe – darunter eine Schule

Die Corona-Zahlen steigen wieder – teils in schwindelerregende Höhen. Wie sieht dabei die Lage in der Region aus – vor allem in den Schulen, wo viele ungeimpfte Kinder aufeinander treffen? GSCHWÄTZ hat beim Landratsamt Hohenlohekreis nachgefragt. „Seit 01. Oktober 2021 hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises fünf Ausbruchsgeschehen an Schulen (alle im Raum Öhringen) mit insgesamt 47 Fällen ermittelt“, schreibt Pressesprecherin Mathea Weinstock in ihrer Antwort-Mail. Stand 10. November 2021 gab es sieben aktive Ausbruchsgeschehen mit bisher 83 Fällen – darunter seien ein Unternehmen im Raum Öhringen, zwei Unternehmen im Jagsttal, zwei Pflegeeinrichtungen im Raum Öhringen, eine Pflegeeinrichtung im Kochertal sowie eine Schule im Raum Öhringen.

Corona-Verordnung regelt das Vorgehen

Wie müssen Schulleitungen vorgehen, wenn es in ihrer Einrichtung Corona-Fälle gibt? Gibt es Vorgaben oder darf jeder machen, wie er will? Das baden-württembergische Kultusministerium ist da ganz eindeutig: „In § 5 Abs. 4 CoronaVO Absonderung ist geregelt, dass die Schulleitung bei Vorliegen der positiven Testung einer Person verpflichtet ist, die Sorgeberechtigten der Schülerinnen und Schüler oder Kinder aus der Klasse, Lern- oder Betreuungsgruppe, in der die Infektion aufgetreten ist, anonymisiert hierüber zu informieren.“ Es gebe also eine Rechtsgrundlage für die Datenweitergabe, die für jede Übermittlung personenbezogener Daten notwendig ist.

Weitergabe der Information nur innerhalb der Klassen

Der Pressereferent des Kultusministeriums, Fabian Schmidt, schreibt auf die GSCHWÄTZ-Anfrage weiter: „Die Eltern sind aber nur zu informieren, wenn ein Kind aus der Klasse des eigenen Kindes infiziert ist. Über Infektionen in anderen Klassen werden sie von der Schule aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht informiert – das übernimmt gegebenenfalls das Gesundheitsamt im Rahmen der Kontaktnachverfolgung oder aber auch die Betroffenen selbst.“ Man müsse aber auch beachten, dass die „Schule natürlich eine Auskunftspflicht gegenüber dem Gesundheitsamt“ habe. Ebenso zulässig sei es, die Informationen weiterzugeben, „sollte das Gesundheitsamt im Rahmen seiner Tätigkeiten die Schulleitung bitten, zum Beispiel aufgrund von Quarantänemaßnahmen auch andere Eltern zu informieren“.

Eigenverantwortlich handeln

Pressereferent Schmidt weist aber auch darauf hin, dass es wichtig sei, „dass die Betroffenen – Schüler, Eltern, Lehrkräfte – eigenverantwortlich handeln und somit dazu beitragen, das Infektionsgeschehen einzudämmen“. Dazu gehöre beispielsweise, bei der Kontaktnachverfolgung selbst mögliche Kontakte selbst zu informieren, damit diese alles Weitere abklären können.

Text: Sonja Bossert

 




Es ist fünf nach 12

Marlene Gmelin und Detlef Schmelz vom Marionettentheater Pendel in Hermuthausen sind mit ihren PendelMarionetten von Freitag, den 11. November, bis Sonntag, den 14. November 2021, bei der Verkaufsausstellung „Kunst – Handwerk – Design“ im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall. In der Ausstellung präsentieren Gestalter:innen aus unterschiedlichen Bereichen ihre neuesten Arbeiten und zeigen damit die Vielfalt des aktuellen Kunsthandwerks. Jedes Objekt wird individuell entworfen und mit Sorgfalt und Präzision in den Werkstätten von Hand gefertigt. Das Ergebnis sind Unikate von bester Qualität. In Vorführungen und Workshops erhalten die Besucher:innen zudem einen Einblick in den komplexen Prozess der Entstehung vom Entwurf bis zum fertigen Produkt. Die Ausstellung ist täglich von zehn bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln: 3G+, Erfassung der Kontaktdaten und Maskenpflicht.

Vorträge mit und über die Marionetten

Marlene Gmelin und Detlef Schmelz erklären selbst in einem Vortrag den Bau und die Spielfunktionen ihrer Marionetten und untermalen das Erklärte mit Spielszenen aus ihrem Theaterrepertoire. Anschließend können die Zuschauer:innen gern selbst ausprobieren, wie ausdrucksstark und leicht zu handhaben die Figuren sind. Falls sich jemand für eine Figur aus den Verkaufsseiten näher interessiert, wird diese unverbindlich mitgebracht. Die Vorträge sind am Freitag, den 12. November, um 14.30 uhr sowie am Sonntag, den 14. November, um 16.30 Uhr.

PendelMarionetten auf der Weltklimakonferenz in Glasgow

Marlene Gmelin und Detlef Schmelz waren nach eigener Aussage schon immer überzeugt, dass sie mit der Kraft ihres Marionettenspiels einen effektiven Beitrag zu dem schwierigen Thema des  Klimawandels leisten können. Die gesamte Coronazeit über – seit Anfang 2020 – haben sie gemeinsam mit 15 Amateurspieler:innen, die bei ihnen das Marionettenspiel gelernt haben, ein großes Projekt vorbereitet, über das nun auch ein Kino-Dokumentarfilm geplant ist. Ein 10-minütiger Trailer, der während der  Proben dazu entstanden ist, läuft aktuell auf der realen Klimakonferenz in Glasgow im deutschen Pavillon und stellt dort das Projekt vor. Ein Ausschnitt aus diesem Trailer findet sich auf der Website des Marionettentheaters.

Der Kino-Dokumentarfilm

Das Marionettenspiel~°C+ Ein paar Grad plus – die Klimakonferenz” handelt in einer Art Fabel von der Klimaerwärmung, ist sozialkritisch, satirisch und politisch. Erstmals wird es aufgeführt beim Festival der Marionette von Freitag, den 28. Oktober, bis Sonntag, den 30. Oktober 2022, in Hohebuch. Die Filmemacherin Anja Krug-Metzinger wird die Stärken des Films mit den Stärken des Marionettenspiels kombinieren und durch dokumentarische Beobachtungen erweitern. Sie beschäftigt sich schon lang mit dem Thema Klimawandel und hat dazu zahlreiche preisgekrönte Filme veröffentlicht.

Quelle: Pressemitteilung des Marionettentheaters Pendel




Nimm den Müll mit nach Hause

Im Jahr 2020 rief die Stadtverwaltung Künzelsau einen Bilderwettbewerb für Kinder und Jugendliche zum Thema Umweltverschmutzung und Müll im Wald aus. Wie die Verwaltung mitteilt wurden zahlreiche Einsendungen, herrliche Bilder und Collagen eingereicht. Die Bilderjury – Maria Würth und Jan Philippiak – die für die Stadt als Botschafter für den Naherholungsraum in Künzelsau aktiv sind, suchten fünf Kunstwerke aus, deren Motiv auf Hinweisschilder gedruckt und im Stadtwald aufgestellt werden sollten. Durch die Corona-Zeit konnte dieser Festakt erst im Herbst 2021 mit den Künstlern und deren Familien stattfinden.

Gespannt verfolgen die Kinder, welches Motiv auf dem Schild zum Vorschein kommt. Am Schild: Bürgermeister Stefan Neumann (links), Leo Hornung und Jan Philippiak. Foto: Helen Bühler/Stadtverwaltung Künzelsau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schilder zeigen die negativen Auswirkungen

Die fünf mehrsprachigen Hinweisschilder helfen nun Spaziergänger und Freizeitbesucher des Waldes daran zu erinnern, den eigenen Müll wieder mitzunehmen. Die auf den Schildern dargestellten Szenen zeigen die negativen Auswirkungen des Unrats für Mensch, Tier und Natur. „Damit auch noch weitere Menschen – besonders die, die bisher keine Achtung vor der Natur haben und lieber ihren Müll dort hinterlassen – künftig mehr über ihre Umwelt nachdenken, stellen wir heute Eure Siegerbilder als Schilder auf“, begrüßte Bürgermeister Stefan Neumann. Als Standorte wurden belebte Orte wie die Zugänge zum Künzelsauer Stadtwald gewählt.

Müllvogel zu Besuch

Im herbstlichen Stadtwald trafen sich zum feierlichen Aufstellen der Schilder neben den jungen Künstler:innen, deren Familien auch die beiden Botschafter Maria Würth und Jan Philippiak sowie Vertreter des Gemeinderats. Zudem zeigte sich dort ein Überraschungsgast, der aus der Feder eines der kleinen Malkünstler stammte: der Müllvogel. Der kleine Künstler skizzierte in seinem Bild einen Verursacher für die Waldsituation. Ein Vogel, der den Müll in den Wald bringt, der immer Quatsch macht und es wohl nicht besser weiß. Der Müllvogel ziert kein Schild. Er ist eine Handpuppe, mit deren Unterstützung die Kinder in den Kindertageseinrichtungen den richtigen Umgang mit der Natur erlernen sollen, damit sie künftig den Naherholungsraum besser schätzen als viele Jugendliche oder Erwachsene.

Der Müllvogel begleitet die Kinder der städtischen Betreuungseinrichtungen und lernt mit ihnen, die Natur von Müll freizuhalten. Genäht wurde die Handpuppe von Kostümbildnerin Charlotte Carle. Foto: Laura Asum/Stadtverwaltung Künzelsau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Handpuppe lernt gemeinsam mit den Kindern

„Wir haben für die Kinder in unseren Kindergärten einen solchen Müllvogel von der Kochertaler Kostümbildnerin Charlotte Carle nähen lassen“, sagte Bürgermeister Stefan Neumann. Kostümbildnerin Charlotte Carle, hat die Handpuppe genäht, die den Gästen und den staunenden Kindern durch die stellvertretende Hauptamtsleiterin Marion Hannig-Dümmler präsentiert wurde. „Er wird künftig im Alltag und auch bei Ausflügen dabei sein und mit Euch gemeinsam lernen, was in den Wald gehört und was man wieder mit nach Hause nehmen muss.“

Die Aktion „Familien und Kinder machen sich stark für den Naherholungsraum in Künzelsau“ wird mit den städtischen Kindergärten weiterhin fortgesetzt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




27 neue Bauplätze in Öhringen für Einfamilienhäuser

Das Wohngebiet Limespark in Öhringen vergrößert sich um das neue Baugebiet Limespark D, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Erschließung der 27 Einfamilienhaus-Bauplätze sowie zehn weiterer Baufelder für Mehrfamilien-, Ketten-/Lean- und Reihenhäuser ist abgeschlossen. Am Montag, den 08. November 2021, erfolgte die Baufreigabe durch Oberbürgermeister Thilo Michler an der neu errichteten Ströllerbachbrücke. Erstmalig ist die Möglichkeit zum Anschluss an das Nahwärmenetz der in diesem Jahr gegründeten Stadtwerke Öhringen. Die Tiefbau-, Rohrleitungs- und Straßenbauarbeiten kosteten 4,7 Millionen Euro. Die neue Brücke 350.000 Euro.

Sozialer und geförderter Wohnraum entsteht

„Mehr Wohnraum ist neben Klimaschutz ein großes politisches Thema. Mit dem Limespark D schaffen wir den dringend benötigten Wohnraum mit einer guten Anbindung an Straße und Schiene. Die zentrale Versorgung mit Nahwärme ist effizient, kostensparend und schont das Klima. Der Abschluss der Erschließung ist eine Punktlandung. Vielen Dank an alle Beteiligten“, freut sich Oberbürgermeister Thilo Michler laut der Mitteilung. Er ergänzt: „Wir hatten das Baugebiet D vorgezogen, um den Familien die Förderung durch das Baukindergeld zu ermöglichen. Dessen Antragsfrist endete am 31. März 2021. Für die Stadt Öhringen ist es weiterhin wichtig, dass der Wohnungsmarkt für alle Menschen zugänglich ist. Deshalb entsteht auch hier sozialer und geförderter Wohnraum. Für das Grundstück können sich Interessenten noch bis 7. Januar 2022 durch Abgabe der erforderlichen Konzeptunterlagen bewerben.“

Vergabe nicht zum Höchstpreis sondern nach Konzeptqualität

Der Limespark D umfasst gut acht Hektar. Davon sind vier Hektar sind Nettobauland, 1,6 Hektar Grünflächen. Das Gebiet ist für rund 550 Einwohner ausgelegt. Der Gemeinderat hatte in der Sitzung vom 25. September 2018 den Aufstellungsbeschluss und am 06. März 2020 den Bebauungsplan zur Rechtskraft gebracht. Im Frühjahr 2020 wurden die Bauplätze für Einfamilienhäuser öffentlich ausgeschrieben und im Sommer 2020 an die Bewerber vergeben. Die Interessentenliste für Einfamilienhäuser mit Kaufkosten von 300 Euro für den Quadratmeter umfasste rund 250 Einträge. 38 Interessenten gab es für die Baufelder, deren Vergabe im Mai 2021 erstmalig als Konzeptvergabe stattfand. Hierbei werden kommunale Grundstücke nicht zum Höchstpreis, sondern im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens nach der Konzeptqualität des von dem Bewerber eingereichten Vorschlages vergeben. Auf einen offiziellen Spatenstich zum Erschließungsstart im April 2020 war aufgrund der Pandemie verzichtet worden. Die Baufreigabe erfolgte nun ebenfalls im kleinen Kreis mit der Firma Leonhard Weiss aus Bad Mergentheim und dem Planungsbüro ifk Ingenieure aus Mosbach.

Fünf Kilometer Glasfaser für schnelles Internet

Begonnen hatten die Arbeiten mit dem Abtragen des Mutterbodens, der auf Felder mit schlechterer Bodenqualität in der näheren Umgebung der Baustelle aufgebracht worden war. Anschließend wurden viele Kilometer an Kabeln und Leitungen verlegt – alleine knapp drei Kilometer für die Kanalisation und 1,7 Kilometer für die Wasserleitungen. Dazu kamen vier Kilometer für die Straßenbeleuchtung und fünfeinhalb Kilometer zusätzliche Stromleitungen. Für schnelles Internet liegen fünf Kilometer Glasfaser im Boden. 5,7 Kilometer Granitrandsteine schließen die Straßen und Gehwege ein. Neu war für alle Beteiligten der Einbau der Nahwärme. „Aber es hat alles bestens geklappt und wir sind mit der Bauzeit von 19 Monaten sehr zufrieden“, sagt Klaus Schalinski vom Stadtbauamt der Stadt Öhringen.

2024 wird das neue Baugebiet durch eine neue Grundschule ergänzt. Nordseitig baut die AWO einen neuen Kindergarten. Die Leitungen und Anschlüsse dafür sind bei den Erschließungsarbeiten ebenfalls schon verlegt worden.

Wenn Gott auf Göttin trifft

Wie im angrenzenden Limespark B wurden im neuen Baugebiet die Straßen nach römischen Göttinnen und Göttern benannt. So tragen die Stichstraßen nördlich des Ströllerbachs die Namen Aurorastraße (Göttin der Morgenröte), Lunastraße (Göttin des Mondes) und Janusstraße (Gott der Türen und Tore und aller Anfänge). Die ringförmige Wohnstraße heißt Eponastraße nach der römischen Göttin der Pferde und einzigen keltischen Göttin, die es in den römischen Götterhimmel geschafft hat. Der nördliche Kreisverkehr heißt Ströllerbach-Ring, der südliche, kleinere Kreisverkehr, Gladiatorenring. Die Mark-Aurel-Allee verbindet die beiden Kreisverkehre. Die neue Ströllerbachbrücke führt die Ströllerbachallee als Haupterschließungsstraße von der Friedrichsruher Straße über die Senke am Ströllerbach in das neue Baugebiet Limespark D und verbindet die wichtigen Anknüpfungsstellen Friedrichsruher Ring und Römerallee.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

 




5 Jahre auf diesen Tag hingearbeitet

An der Eröffnungsfeier des KÜNfits am 08. und 09. November 2021 strahlen die Präsidiumsmitglieder des TSV Künzelsau Bianca Vogel, Erwin Bergmann und Robert Beck um die Wette. Auf die Frage, wie es sich anfühlt, das KÜNfit nach so langer und intensiver Arbeit zu eröffnen und in die nächste Runde zu schicken, antwortet Vogel: „Auf der einen Seite ist man erleichtert, dass man es geschafft hat, dass man das große Projekt gestemmt hat. Auf der anderen Seite ist natürlich auch klar: Jetzt fängt es erst richtig an. Wir haben eröffnet und jetzt geht’s los.“ „Jetzt muss Leben in die Bude!“, ergänzt Bergmann. „Es müssen Menschen rein, die sich fit halten wollen und die an ihre eigene Gesundheit denken – und die müssen wir jetzt überzeugen. Dafür sind die zwei Tage der offenen Türe da.“

„Jetzt muss Leben in die Bude“

„Wir sind positiv überrascht darüber, wie sich das Thema ‚Geräte‘ entwickelt hat, beziehungsweise auch darüber, was wir an Ausstattung zur Verfügung stellen können. Auch was die Softwareleistung angeht und welche Möglichkeiten wir dadurch haben. Und natürlich sind wir auch vom Besucheransturm gestern und heute sehr positiv überrascht. Das freut uns natürlich sehr“, erzählt Vogel weiter. Allein am Samstag haben sich 193 Besucher im KÜNfit über die Luca-App registriert, das heißt, dass weit über 200 Besucher anwesend waren.

Beim Training ins Grüne blicken

„Das KÜNfit unterscheidet sich von anderen Fitnessstudios dadurch, dass man beim Trainieren auf den Sportplatz ins Grüne blickt. Somit sieht man dort Menschen, oder Kinder, die sich bewegen, während man sich selbst auch bewegt. Das ist eine Motivation, die unbezahlbar ist“, erklärt Bergmann. Vogel fügt hinzu: „Wir sind auch die ersten in Hohenlohe, die das Projekt eines Sportvereinszentrums realisiert haben. Natürlich ist es von Vereinsmitgliedern für Vereinsmitglieder gemacht.“

Langfristiges Ziel: 800 Mitglieder

„Wir haben schon im Vorfeld der Eröffnung über 100 Absichtserklärungen erhalten. Bis gestern, vor dem offiziellen Eröffnungstermin, hatten wir schon 63 Anmeldungen. Was gestern und heute gelaufen ist, müssen wir erst einmal noch in Ruhe zählen“, klärt Vogel auf. „Unser Ziel bis zum Jahresende ist es, über 200 Mitglieder zu gewinnen“, verrät Bergmann. „Bis in vier Jahren wollen wir hier im Hause 800 Mitglieder bewegen.“

Anamnese und Trainingsplan für jeden Sportler

Neben einer Vereinsmitgliedschaft und Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnung (Vorlage eines Corona-Tests, eines Impfausweises oder Genesenenscheins) muss für das Training im KÜNfit noch eine weitere Vorraussetzung erfüllt sein, wie Beck erklärt: „Da wir ja hauptsächlich Gesundheitssport anbieten, muss jeder, der hier an den Geräten trainieren will vorher an der Anamnese getestet und geprüft werden, damit er die Leistungsstärke, die er hat, auf die Geräte übertragen kann.“ „Dieser Trainingsplan ist dann für jeden individuell auf einem Chip gespeichert, der am Handgelenk getragen wird. Somit ist für jeden klar, welche Übungen mit welchen Gewichten am jeweiligen Gerät ausgeführt werden sollen. Das klärt der Trainer in seiner Anamnese mit dem Sportler“, erläutert Bergmann.

Impfaktion des mobilen Impfteams der SLK-Kliniken war ein voller Erfolg

Der Vereinspräsident fährt fort: „Ich wurde von Dr. Eckle, unserem Vereinsmitglied, mit der Idee angesprochen, am Tag der offenen Tür zu impfen. Er hat dann den Kontakt zum SLK-Klinikum hergestellt. Die waren gleich bereit, hatten einen Termin frei, und sind heute von 11 bis 17 Uhr in zwei Umkleideräumen vom Sportplatz und impfen dort 180 Menschen. Um halb elf waren schon zwanzig Leute da, die unbedingt einen Termin wollten. Also wir sind ausgebucht.“

Zu den Impflingen vor Ort zählen die Künzelsauer Schüler Elmedin und Endrit Zogaj. Endrit Zogaj erzählt: „Mein Genesenenschein läuft jetzt aus. Deshalb brauche ich jetzt einen Impftermin für meine Schule.“ Sein Cousin Endrit ergänzt: „Ich lasse mich heute auch hier impfen, da ich durch diese Impfung vielleicht Clubs und Vereinen beitreten kann und wieder an Schulturnieren teilnehmen darf.“ Die Impfaktion im Rahmen des Tages der offenen Türe sei, laut den Jungs, „ohne Anmeldung schnell zugänglich und praktisch“.

„Verbesserung der Lebensqualität“

Das weitere Angebot im Hallstattweg ist am vergangenen Wochenende vielfältig: Bei Kaffee und Kuchen, der legendären Stadionwurst und vielen Möglichkeiten zum Entdecken, Ausprobieren und Beisammensein kommen Sportfans auf ihre Kosten. „Ich finde das neue KÜNfit sehr schön und groß“, schwärmt der zwölfjährige Silas Rammhofer, der mit seiner Familie beim Kuchenverkauf mithilft.
Auch Familie Genne ist vom neuen Vereinszentrum begeistert: „Wir überlegen auf jeden Fall, uns hier anzumelden“, erzählt Anastasia Genne. Ihr Mann Sergej nickt zustimmend.
Alles in allem sind die meisten Besucher des neuen Vereinszentrums KÜNfit einer Meinung: Es biete einen großen Mehrwert für unsere Region. Andreas Mohlis begründet diese Annahme:„Ich glaube, dass so eine Einrichtung die Lebensqualität in Künzelsau verbessert, weil es hier noch zu wenig Angebote für junge Leute gibt.“

Text: Priscilla Dekorsi

Vizepräsidentin des TSV Künzelsau, Bianca Vogel zeigt, wie der Check-In im KÜNfit mit dem Chip am Handgelenk funktioniert. Foto: GSCHWÄTZ

Das Projektteam rund ums KÜNfit: Robert Beck (links), Bianca Vogel und Erwin Bergmann. Foto: GSCHWÄTZ

Fleißige Helfer beim Kuchenverkauf: Silas (12), Mirjam und Joel (9) Rammhofer. Foto: GSCHWÄTZ

Kaffeeklatsch mit Blick auf den Sportplatz: Vereinsmitglieder haben rund 60 Kuchen gespendet, um die Bewirtschaftung der Gäste zu ermöglichen. Foto: GSCHWÄTZ

Anastasia und Sergej Genne wollen sich im KÜNfit anmelden. Foto: GSCHWÄTZ

Großer Andrang im Geräteraum: Allein am ersten der beiden Eröffnungstage strömen über 200 Schaulustige ins neue Vereinszentrum. Foto: GSCHWÄTZ

Sporteln mit Blick ins Grüne. Foto: GSCHWÄTZ

Die neuen Trainingsgeräte wollen eingeweiht werden – der zehnjährige Laurin Götz zeigt, wie’s geht. Foto: GSCHWÄTZ

Amelie (8) und Andreas Mohlis: „Wir wollten die neuen Geräte ausprobieren.“ Foto: GSCHWÄTZ

Eingangs- und Trainingsbereich des KÜNfit. Foto: GSCHWÄTZ

Die Kursräume bieten Raum für vielfältige Angebote. Foto: GSCHWÄTZ

Franziska Hutz vom SLK-Klinikum und Gerhard Wirth beteiligen sich an der Impfaktion im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten. Foto: GSCHWÄTZ

Amelie (8) und Andreas Moghlis: „Wir wollten die neuen Geräte ausprobieren.“ Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Drei Familienmitglieder wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Am Dienstag, den 18. November 2021, beginnt vor der zweiten Großen Jugendkammer des Landgerichts in Heilbronn ein Prozess gegen drei Angeklagte unter anderem wegen versuchten Totschlags. Vorausgegangen war der Tat ein Konflikt zwischen zwei Familien. Dieser habe mit einem Streit begonnen, den einer der Angeklagten mit einem Mitglied aus der Familie des Geschädigten am frühen Abend des 16. Mai 2021 provoziert habe.

Mit Messern und Schlagstock auf das Opfer losgegangen

Die drei Angeklagten – 19, 20 und 23 Jahre alt – befinden sich seit dem 21. Mai 2021 in Untersuchungshaft. Sie sollen laut Anklage am späten Abend des 16. Mai 2021 in Heilbronn mit Küchenmessern und einem Schlagstock auf einen Mann eingeschlagen und -gestochen haben. Der 20-Jährige habe dem Geschädigten mit einem Schlagstock eine blutige Platzwunde am Kopf zugefügt. Der 19-jährige Angeklagte soll mit einem Küchenmesser auf den Oberkörper des Opfers gezielt, aufgrund dessen Abwehrbewegung aber nur sein Knie getroffen haben. Die Spitze des Messers sei durch die Wucht des Stiches abgebrochen und in der Wunde steckengeblieben. Der dritte Angeklagte soll mit einem Küchenmesser in den Rücken des Angegriffenen gestochen haben, wobei der Stich am Schulterblatt des Mannes abgeprallt sei.

Tod billigend in Kauf genommen

Erst als ein Zeuge sich schützend auf das Opfer gelegt habe und schon die Polizeisirenen zu vernehmen gewesen seien, hätten die Angeklagten von dem Mann abgelassen. Bei ihren Tathandlungen hätten sie den Tod des Geschädigten, der letztlich überlebt habe, billigend in Kauf genommen.

Für den Prozess hat das Landgericht neun Folgetermine angesetzt. Es sollen 30 Zeugen und eine Sachverständige gehört werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landgerichts Heilbronn

 

 




Buntes Treiben in Künzelsau

Auch im Dezember ist in Künzelsau wieder einiges geboten, teilt die Stadtverwaltung mit. Von Mittwoch, 01. Dezember, bis Sonntag, 05. Dezember 2021, findet auf dem Schlossplatz der Weihnachtsmarkt „Advent am Schloss“ statt. Am Samstag, den 04. Dezember, kann man bei der Stadtführung „Künzelsau entdecken und erleben“ die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenlernen. Die Teilnahme kostet drei Euro. Los geht’s um 11 Uhr, Treffpunkt ist am Alten Rathaus in der Hauptstraße. Die Führung endet um 12.30 Uhr.

Winter-Lounge und Christmas-Shopping

Die Werbegemeinschaft Künzelsau lädt von Montag, den 06. Dezember bis Donnerstag, 30. Dezember 2021, wieder zur Winter-Lounge am Alten Rathaus und am Freitag, den 10. Dezember, sowie am darauffolgenden Freitag, den 17. Dezember, von 18 bis 22 Uhr zum Christmas-Shopping in die Innenstadt. Und der SV Morsbach veranstaltet am Samstag, den 11. Dezember, seine Jahresfeier. Beginn ist um 18 Uhr in der Sporthalle in Morsbach.

Traumwelten mit Cecilia Bartoli

Die weltbekannte Sopranistin Cecilia Bartoli kommt am Samstag, den 11. Dezember, ins Carmen Würth Forum in Gaisbach. Gemeinsam mit den Würth Philharmonikern unter der Leitung des Chef-Dirigenten Claudio Vandelli zeigt sie ab 17 Uhr in der Veranstaltung „Traumhafte Gesangswelten“ ihr Können. Auf dem Programm stehen Arien von Mozart und Händel.

Vorlesestunde und Jugendmusikschulkonzert

Zu einer Vorlesestunde in der Stadtbücherei im Alten Rathaus lädt die Stadtverwaltung am Samstag, den 11. Dezember, von 11 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Benefizkonzert der Jugendmusikschule findet am Sonntag, den 12. Dezember von 17 bis 19 Uhr in der Johanneskirche statt.

Klavierkonzerte mit Ksenia Dubrovskaya

„Lieben Sie Sibelius?“ – unter diesem Motto widmet sich die Geigerin Ksenia Dubrovskaya mit ihre musikalischen Gäste zwei Klaviertrios des finnischen Spätromantikers Jean Sibelius am Donnerstag, den 16. Dezember, im Carmen Würth Forum in Gaisbach. Von 19 bis 21 Uhr spielen die Musiker das Klaviertrio in D-Dur „Korpo” sowie das Klaviertrio in C-Dur „Loviisa”.

Ab in den Dschungel

Das Familientheater zeigt am Freitag, den 17. Dezember, in der Künzelsauer Stadthalle „Das Dschungelbuch“. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr, Einlass ist ab 15 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Schüler jobben für den guten Zweck

„Es ist wieder so weit – Mitmachen Ehrensache startet in die nächste Runde! Erneut sind landesweit alle Schülerinnen und Schüler dazu eingeladen, einen Tag lang in einem Betrieb/einer Firma/einer Organisation ihrer Wahl zu jobben und die Einnahmen für den guten Zweck zu spenden.“ So steht es auf der Webseite der Aktion „Mitmachen Ehrensache“.

Einen Tag in einer Firma mitarbeiten – für den guten Zweck

Die Aktion lädt landesweit alle Schülerinnen und Schüler dazu ein, einen Tag lang in einem Betrieb/einer Firma/einer Organisation ihrer Wahl zu jobben und die Einnahmen für den guten Zweck zu spenden. Unterschiedlichste Arbeitsplätze werden von den Arbeitgebern angeboten: Von der Arbeit im Warenversand bis zur Spezialbaumfällung war schon alles vertreten.

2020 wegen Corona „nur“ 3.000 EURO gespendet

In den Jahren vor Corona beteiligten sich regelmäßig etwa 300 Schüler:innen und 200 Arbeitgeber im Hohenlohekreis an der Aktion und erarbeiteten  allein im Hohenlohekreis jeweils über 10.000 Euro. Im letzten Jahr war das so nicht möglich: Kurzarbeit, Hygienevorschriften und Planungsunsicherheit erschwerten die Jobsuche. Trotz aller Widrigkeiten konnten 27 Schülerinnen und Schüler bei mehr als 20 verschiedenen Arbeitgebern in rund 177 Arbeitsstunden Geld für den guten Zweck erarbeiten. Weil örtliche Firmen den Betrag durch Spenden aufstockten, kamen 2021 3.000 Euro für die folgenden Projekte zusammen, die die jugendlichen Botschafter der Aktion ausgesucht haben:

  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Moria über Mission Lifeline e.V.
  • Umsetzung von Umweltschutz- und Klimaprojekten durch PRIMAKLIMA e.V.
  • Versorgung von Schulen und Familien in Bangladesch mit Wasserfiltern über Lichtbrücke e.V.
  • Unterstützung von Schulkindern in Indien über Uppahar Deutschland e.V.
  • Hilfe einer Kinder- und Jugendgruppe in Kolumbien durch Ärzte für Subachoque e.V.
  • Aufbau eines Waisenhauses in Indien durch Uppahar Deutschland e.V./Babyhaus Rosa.D

 

Landrat betont Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander

Landrat Dr. Matthias Neth, der die Aktion als Schirmherr unterstützt, sagt: „Mit einer Teilnahme an der Aktion „Mitmachen Ehrensache“ leisten Schülerinnen und Schüler einen besonderen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander. Ihr Interesse und ihr Engagement ist ein Gewinn für alle Beteiligten – für sie selbst, ihre Arbeitgeber und nicht zuletzt für diejenigen, denen der erwirtschaftete Lohn zu Gute kommt.“

Unterstützung für die Hochwassergebiete

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass jeweils ein Euro pro gearbeiteter Stunde für die Flutopfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gespendet wird. Dir Organisatoren der Jugendstiftung Baden-Württemberg betonen: „So kann jede und jeder einen kleinen Beitrag leisten und sich solidarisch zeigen mit den zahlreichen Menschen, die so viel verloren haben.“

Info

Weitere Informationen über die Aktion gibt es auf der Seite www.mitmachen-ehrensache.de, die Angebote für den Hohenlohekreis finden sich unter www.mitmachen-ehrensache.de/aktionsbueros/hohenlohekreis. In den nächsten Tagen wird das Kreisjugendreferat auf dieser Seite eine Jobliste zum Download bereitstellen.

Text: Matthias Lauterer

Download Plakat: Plakat_Hohenlohekreis
Download Informationsbroschüre: Flyer_Hohenlohekreis