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Autofahrerin prallt auf Lkw

Eine 59-jährige Hyundai-Fahrerin hat am Dienstag, den 23. November 2021, auf der A6 bei Neuenstein ein Stauende übersehen und ist auf einen Lkw aufgefahren. Die Frau war nach Angaben der Polizei gegen 13 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kupferzell und Neuenstein unterwegs und hatte wohl nicht rechtzeitig bemerkt, dass die Fahrzeuge vor ihr verkehrsbedingt anhalten mussten.

Die 59-Jährige versuchte noch einem auf der mittleren Spur stehenden Lkw auszuweichen, kollidierte aber dennoch mit dem linken Fahrzeugheck des Sattelaufliegers. Der Hyundai prallte daraufhin ab, schleuderte über die Fahrbahn und kam schließlich quer auf der linken Spur zum Stillstand. Die Autofahrerin wurde bei dem Unfall verletzt und von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. An den Fahrzeugen entstanden Schäden in Höhe von rund 7.000 Euro. Der Hyundai musste abgeschleppt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Wenn Politik schon am Versagen ist, dann müssen wir Bürger jetzt endlich liefern.“

Nachdem sie im ersten Teil des GSCHWÄTZ-Interviews über soziale Ökonomie gesprochen hat, gibt Sina Trinkwalder im zweiten Teil ganz viel von ihren inneren Überzeugungen preis, wenn sie über „Heimat“, die Entwicklung der bundesdeutschen Gesellschaft und die Möglichkeiten des Einzelnen spricht – und sie zeigt dabei Emotion.

GSCHWÄTZ: Ich würde ganz gerne noch auf deine Bücher, die das ja auch widerspiegeln…

Sina Trinkwalder: … ich schreibe grade schon wieder eines …

GSCHWÄTZ:  Um was geht es diesmal?

Sina Trinkwalder: Ein Plädoyer fürs Unternehmen. Und ich habe es extra so weit gefasst, weil Unternehmen das  Gründen mit einbezieht, aber auch wirklich, privat etwas zu machen. Einfach rauskommen aus dem Quark.

GSCHWÄTZ: Einfach etwas anderes machen?

Einfach nur etwas unternehmen

Sina Trinkwalder: Ja, denn die meisten Gründer … Du kannst auch im Beruf etwas unternehmen, die meisten machen ja nicht wirklich was, unternehmen nichts. Und wir wissen alle, wir würden so gerne, aber sie tun es dann nicht. Und da kann man sehr schön darüber philosophieren, wie es vielleicht doch geht. Aber das ist oft etwas, was, was mich die Menschen fragen: Mensch Meier, du machst jeden Tag was anderes und vor allen Dingen, Du machst es. Wie denn? Ja, es ist eigentlich nicht schwer, etwas zu machen. Du musst es halt tun.

GSCHWÄTZ: Jetzt sind wir doch schon wieder bei der Psychologie gelandet.

Sina Trinkwalder: Sind wir, genau.

Buchtitel Sina Trinkwalder

GSCHWÄTZ: Dein letztes Buch – also zumindest das letzte, von dem ich etwas gelesen und gehört habe – geht um die Heimat. Da hast du ja auch einen etwas erweiterten Heimatbegriff und nicht nur das eigene Dorf, sondern?

Ich habe kein eigenes Dorf, ich bin heimatlos

Sina Trinkwalder: Ja, ich habe überhaupt kein eigenes Dorf, das ist vielleicht das Interessante, weil ich im traditionellen Sinne heimatlos bin, so oft ich umgezogen bin als Kind. Also wie kann ich überhaupt nicht irgendwie dokumentieren, dass irgendein Landstrich meine Heimat geworden wäre. Ich sitze auch nicht diesen tradierten Begriff aus, Heimat ist da, wo man … ach, diese Kalendersprüche, sondern ich glaube einfach, dass Heimat wirklich der Raum ist, wo man sich begegnet, in Würde begegnet, wo auch Würde gedeiht. Wo wir wirklich auf auf dieser viel besagten Augenhöhe, was ich ja ganz furchtbar finde, dieses Wort aber in großem Respekt und in der Anerkennung der anderen Persönlichkeit begegnet.

GSCHWÄTZ: Aber du wohnst jetzt in Augsburg?

Sina Trinkwalder: Ich wohne in Hamburg

GSCHWÄTZ: In Hamburg, und die Firma ist in Augsburg, Und in Hamburg würdest du nicht eine Heimat im klassischen Sinn sehen für dich selber?

Sina Trinkwalder: Nein, ich kann auch morgen nach Amsterdam ziehen oder nach Tansania. Ich mache Heimat eben überhaupt nicht so fest an einer Lokalität.

GSCHWÄTZ: Dieser Heimatbegriff ist laut dem Klappentext eines Buchs oder dem, was der Verlag dazu schreibt, ist genau diese Fairness: Da steht „Menschen geben sich wechselseitig Heimat, wenn sie sich mit Wertschätzung und Fairness begegnen. Das funktioniert regional wie national und global“. Sagt der Verlag.

Sina Trinkwalder: Nein, das sage auch ich. Du wirst dich wundern, aber Klappentexte kommen meistens auch vom Autor.

GSCHWÄTZ: Ich habe noch kein Buch selber geschrieben. Ich fange das erst an mit der Schreiberei.

Sina Trinkwalder:  Ja, sehr gut.

GSCHWÄTZ: Diese Heimat ist ja auch ein Sinnbild für unsere heutige Gesellschaft in Corona-Zeiten. Das Buch ist geschrieben worden vor Corona, rausgekommen glaube ich 2020, in Corona oder vielleicht noch kurz davor. Und im Moment sieht unsere Gesellschaft nicht so aus, als würde man sich gegenseitig diese Heimat geben. Kriegen wir das wieder hin?

„Nicht einer völlig romantisierenden Vorstellung von Heimat oder von Gesellschaft aufsitzen“

Sina Trinkwalder: Na, ich bin kein Prophet, ich wünsch mir von Herzen, dass wir es wieder hinkriegen und ich gebe alles dafür und tu auch alles und mache alles dafür, dass wir wieder auf einen guten Weg kommen. Man muss, glaube ich, auch unterscheiden, dass wir nicht einer völlig romantisierenden Vorstellung von Heimat oder von Gesellschaft aufsitzen. Es gibt viele Individuen und alle Individuen haben ihre eigene Vorstellung ihres Lebensraums, ihrer, ihres Lebens überhaupt von allen. Was uns fehlt momentan, ist eine gemeinsame Basis, ein Wertesystem, wo wir alle zusammen sagen „so machen wir das jetzt“. Das nennt man übrigens auch Demokratie, lustigerweise. Das ist auch ein Wertesystem, eine Basis.

Gesellschaftliche Freiheit vs Freiheit eines Einzelnen

Wir müssten uns mal committen zu sagen „ich bin auch der Meinung, dass die individuelle Freiheit nicht ganz so viel wert ist wie die gesellschaftliche Freiheit und die Unversehrtheit eines Einzelnen“. Das ist ja unser Problem, was wir momentan haben. Und das bedingt, dass natürlich sehr viele Menschen sehr wütend werden. Wütend bin ich beispielsweise in der aktuellen Situation. Das Interview heute findet statt mit 65000 Coronafällen pro Tag, mit Übergriffen von Querdenkern auf Ärzte, mit Morddrohungen an Virologen. Wir haben auch das Gefühl, wir sitzen in einem völligen Kessel. Und ich bin nicht wütend, sondern ich bin wirklich verwundert, dass es Menschen gibt, die in einer ausentwickelten Industriedemokratie, wie es Deutschland ist … ja, wie soll ich sagen … intelligenztechnisch so abrutschen können. Es ist aber auf der anderen Seite tröste ich mich dann immer wieder und sage, gut in Ordnung, das gab es glaube ich immer und wir müssen das auch aushalten, auch wenn es momentan eben – und das ist eben das, was uns so schwer fällt – die Gesamtgesellschaft gefährdet.

Diejenigen, die aufs Gemeinwohl achten, müssen dagegenhalten

Umso mehr müssen wir, diejenigen, die aufs Gemeinwohl wirklich achtgeben, dagegenhalten und weiter mit Vernunft  agieren. Auch mir fällt es unglaublich schwer, mir fällt es wahnsinnig schwer. Wir haben auch beispielsweise bei manomama zwei, drei Leute, die Hygienemaßnahmen für den  Arsch und Masken völlig bescheuert finden und totale Impfgegner sind etc. Es ist wirklich sehr, sehr schwer. Wenn es nur um mich ginge, beispielsweise, man würde denken, rutsch mir den Buckel runter. Aber ich habe die Fürsorgepflicht für all die anderen, die bei uns sind. Und auf einmal bist du in einer Zwickmühle. Und beispielsweise, was mich wütend macht, ist die Politik, die total versagt, massiv versagt. Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Jegliche Entscheidungsprozesse, alles, was irgendwie Konsequenzen haben könnte, wird abgewälzt, auf Ärzte, auf Unternehmer.

„Es wird alles abgewälzt. Verantwortung wird total externalisiert.“

Es wird alles abgewälzt. Verantwortung wird total externalisiert. Und das geht halt nicht. Das funktioniert nicht. Das ist das einzige, was mich wütend macht. Aber ich bin nicht derjenige, der so negativ blickt. Weil vor Corona hatten wir auch schon eine Gesellschaft, die auseinander gedriftet ist. Da gab es die Geflüchtetenkrise, dann gab es die Ökokrise, dann gab es …. Es gibt immer irgendwas, warum Gesellschaften auseinanderdriften. Wichtig ist, dass wir genügend sind, die sie zusammenhalten.

GSCHWÄTZ: Wir hatten in der Geschichte der Bundesrepublik viele, viele Krisen …

Sina Trinkwalder: Aber wir leben noch.

GSCHWÄTZ: Das wollte ich gerade sagen. Die Gesellschaft hat sich doch immer wieder zusammengerauft in irgendeiner Form, teilweise wirklich gerauft. Ja, wir erinnern uns an Kernkraft-Demos, wo wirklich gerauft wurde. Aber siehst du da vielleicht im Moment eine andere Qualität als früher?

„Die Qualität, die wir momentan sehen in den Medien, die finde ich erschreckend.“

Sina Trinkwalder: Das kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Es steht mir auch nicht zu, es zu beurteilen, weil ich für Kernkraft, also Wackersdorf etc., da war ich fast zu jung. RAF, daa habe ich fast noch nicht gelebt. Ich kann das einfach nicht beurteilen. Ich kann nur für mich oder mir ein Bild machen zu sagen, die Qualität, die wir momentan sehen in den Medien, die finde ich erschreckend. In meinem Umfeld, im unmittelbaren Umfeld und im erweiterten Umfeld gefällt sie mir nicht, die Qualität. Aber sie ist nicht so, wie es in den Medien sehe. Trotzdem bin ich gnadenloser Optimist und sage, wir kriegen das trotzdem hin. Vielleicht nicht mit 100 prozent, aber mein Gott, wer muss denn immer 100 Prozent einsammeln. Angela Merkel wurde mit 20 Prozent der Bevölkerung Bundeskanzlerin. 16 Jahre. Also ich glaube, wir müssen uns auch von unserer Absolution irgendwann mal verabschieden. Wenn wir mehr als die Hälfte Menschen sind, die Gemeinwohl und Gesellschaft leben, dann ist das viel und das ist gut so. Und dann ist es stabil. Und wenn wir über 70 Prozent sind, ist es richtig super. Ja, nur die Quote könnte höher sein, da braucht man auch nicht diskutieren. Und dafür braucht es dann einfach auch mal Mittel, die politisch notwendig sind. Dann muss halt mal eine Impfpflicht her für alle. Bums aus, Amen, Fertig.

GSCHWÄTZ: Ich habe gerade gestern einen Beitrag veröffentlicht, der in die Geschichte geht, nämlich so die Zeit des ersten Impfgesetzes von 1874. Da ging es um die Pocken und das Interessante war, dass die Argumente der Impfgegner, die es damals auch gab und …

Sina Trinkwalder: Es gibt die immer.

GSCHWÄTZ: … die im Prinzip auch die damaligen sozialen Medien, nämlich alle möglichen Printprodukte, verwendet haben, genau die gleichen sind wie heute.

Ein Teil der Menschen hat augenscheinlich nichts gelernt

Sina Trinkwalder: Ja, aber dann kannst Du Dir natürlich deine Frage, ob der Mensch nicht gelernt hat, beantworten: augenscheinlich ein Teil nicht. Ich kann auch wirklich verstehen, wenn jemand sagt, ich weiß nicht, was da passiert oder ich bin mir da nicht sicher. Und ich kann auch nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die aus eigener Kraft nicht über dieses Stöckchen springen können. Ich habe Angst und muss da jetzt drüber und muss mich impfen.

Massives und andauerndes Versagen der Politik

Ja, ich glaube auch, dass unheimlich viel versäumt wurde an guter Kommunikation, einfach, auch wirklich massiv versäumt. Ich möchte ein schönes Beispiel geben, oben bei uns im Norden ist ja die Welt noch so halb in Ordnung im Vergleich zum Süden, wo ich ursprünglich herkomme. Ich pendel jede Woche oder jede zweite Woche zwischen Wahnsinn und Normalität momentan. Und wenn wir es hier sehen,  Bremen hat eine Impfquote bei den Erwachsenen über 90 Prozent. Aber wirklich an jeder Ecke hängen auch Plakate in 20 verschiedenen Sprachen. Lasst euch impfen, tut nicht weh. Bei uns in Bayern habe ich noch kein einziges Plakat gesehen. Doch: Es ist hochdeutsch, aber nicht ein einziges in Arabisch, auf Türkisch nichts. Warum? Ja, die Amtssprache in Bayern ist Deutsch. Was für ein Bullshit. Nehmt doch die Leute mit.

Was für ein Bullshit. Nehmt doch die Leute mit.

Ich selbst habe es bei mir in der Firma gemerkt. Wir hatten zunächst auch gerade bei Menschen mit Migrationshintergrund einen großen Zweifel, ob das gut ist, was man da machen soll, in vielen einzelnen Gesprächen. Ich habe Menschen mit begleitet zum Impfen oder habe sie mit Kolleginnen hingeschickt, die deren Sprache sprachen. Die haben sich dann überzeugen lassen, weil sie einfach informiert wurden. Da ist viel kaputtgegangen. Und das ist mit Sicherheit und mit ganz großer Wahrscheinlichkeit wirklich der Politik anzulasten, dass sie damals sauber am Versagen waren. Und nach wie vor sind.

GSCHWÄTZ: Ich nehm das jetzt mal als Schlusswort …

„Wir müssen es halt selber in die Hand nehmen“

Sina Trinkwalder: Und dann kriegst Du mein finales Schlusswort: Wenn Politik schon am Versagen ist, dann müssen wir Bürger jetzt endlich liefern. Ja, gesellschaftlich, auch ökonomisch. Wir müssen es halt selber in die Hand nehmen, bis die Politik sich mal sortiert und sondiert hat und wir gucken, was da rauskommt.

GSCHWÄTZ: Eine kleine Revolution ist das, was du jetzt forderst.

Eine kleine Revolution reicht nicht

Sina Trinkwalder: Da brauchen wir schon eine große, momentan.

GSCHWÄTZ: Okay, aber DAS nehmen wir jetzt wirklich als Schlusswort. Und dann bedanke ich mich für dieses Gespräch.

Die Fragen stellte Matthias Lauterer




Wegen 2G-Regel: Kein Klamottenkauf mehr für Ungeimpfte im Einzelhandel

Seit heute, 24. November 2021, gelten sowohl bundesweit als auch in Baden-Württemberg neue Corona-Regeln.

Die bundesweiten Regelungen sind im Infektionsschutzgesetz sowie in der Corona-Arbeitschutzverordnung geregelt. Sie betreffen nicht nur das Verhalten der Bürger, sondern regeln beispielsweise auch Pflichten von Arbeitgebern. Die wichtigsten Regelungen sind:

  • Die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ läuft am 25. November 2011 aus. Wesentliche Folge davon ist, dass die Regierung Maßnahmen nicht mehr per Verordnung treffen kann. Der Bundestag muss neue Maßnahmen beschliessen.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt weiterhin Maskenpflicht, zusätzlich gilt 3G, also Zutritt nur noch für Geimpfte, Genesene oder Getestete Personen.  Die Behörden haben Schwerpunktkontrollen für den ÖPNV angekündigt.
  • Auch am Arbeitsplatz gilt 3G. Arbeitgeber müssen die Überprüfung des 3G-Status ihrer Mitarbeiter:innen dokumentieren. Im Gegenzug wurde die HomeOffice-Pflicht wieder reaktiviert. Arbeitgeber müssen also das Arbeiten im Home-Office ermöglichen, wo nicht schwerwiegende betriebliche Gründe entgegenstehen.
  • Über die Maßnahmen in Schulen und Kitas entscheiden die Länder. In Baden-Württemberg sind Schulen und Kitas aus der Corona-Verordnung ausgenommen: Das Kultusministerium ist hier für die Corona-Schutzmaßnahmen verantwortlich.
  • In Pflegeheimen gilt Test- und Maskenpflicht für Besucher.
  • Für Gastronomie und Veranstaltungen ist 2G oder 3G vorgeschrieben – Details sollen allerdings die Länder in eigenen Verordnungen regeln.

Unter anderem aus diesem Grund haben die einzelnen Bundesländer ihre Corona-Verordnungen kurz vor dem  Auslaufen der epidemischen Lage nochmals angepaßt, das heißt: verschärft.

Für Baden-Württemberg: Neu definierte Alarmstufe II gilt sofort

Für Baden-Württemberg wurde eine neue Alarmstufe II definiert, die greift, wenn 450 Intensivbetten im Land von COVID-Patienten belegt sind oder die 7-Tage Hospitalisiungsinzidenz über 6 liegt. Am 23. November 2021 meldete das Landesgesundheitsamt eine Hospitalisierungsinzidenz von 6,3 und 510 durch Covid-Patienten belegte Intensivbetten. Die Alarmstufe II tritt also sofort in Kraft. In vielen Bereichen kommt die 2G+-Regel zur Anwendung. Diese Regel betrifft nicht nur Ungeimpfte, denen beispielsweise der Zutritt zu Veranstaltungen größtenteils untersagt ist. Auch Geimpfte brauchen in vielen Lebensbereichen einen tagesaktuellen Test.

Über die neuen Maßnahmen informiert die Landesregierung im Detail:

Neue Regelungen in der Alarmstufe I

In folgenden Bereichen gilt generell die 2G-Regelung:

  • Weihnachtsmärkte
  • Körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme von Friseurbetrieben und Barbershops. Hier gilt 3G mit PCR-Test.
  • Für Veranstaltungen wie Theater-, Opern- und Konzertaufführungen, Filmvorführungen, Stadt- und Volksfeste, Stadtführungen und Informations-, Betriebs-, Vereins- sowie Sportveranstaltungen gilt eine maximale Personenobergrenze von 25.000 Personen.
  • Bei Veranstaltungen der Breitenkultur mit Gesang, Blasmusik oder vergleichbaren Tätigkeiten mit Aerosolbelastung in geschlossenen Räumen gilt 2G+. Dies gilt auch für an der Veranstaltung mitwirkende Personen, sofern diese nicht im Rahmen ihrer Berufsausübung tätig werden, sowie für den Probenbetrieb.
  • Abstandsregeln bei Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen.
  • Bei Veranstaltungen von Gremiensitzungen von juristischen Personen, Gesellschaften und vergleichbaren Vereinigungen gilt 3G.

Verschärfte Regeln in der Alarmstufe II

In der Alarmstufe II werden weitere Regeln eingeführt, welche die Regelungen der Alarmstufe I ergänzen oder verschärfen:

G2+ Regelung – also genesene und geimpfte Personen müssen zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen – in folgenden Bereichen:

  • Veranstaltungen wie Theater-, Opern- und Konzertaufführungen, Filmvorführungen, Stadt- und Volksfeste, Stadtführungen und Informations-, Betriebs-, Vereins- sowie Sportveranstaltungen
  • Weihnachtsmärkte. Maximal 50 Prozent der üblichen Besucherinnen und Besucher zugelassen.
  • Körpernahe Dienstleistungen. Eine Ausnahme gilt für Friseurbetriebe und Barbershops. Dort gilt 3G+ mit PCR-Test. Ungeimpfte dürfen sich also die Haare schneiden lassen – allerdings nur mit PCR-Test.
  • Diskotheken und Clubs, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

Regelungen für Beherbergungsbetriebe

In beiden Alarmstufen gilt für Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Gasthäuser, Pensionen oder Campingplätze 2G. Davon ausgenommen sind dienstliche Übernachtungen oder besondere Härtefälle wie beispielsweise ein dringend notwendiger Arztbesuch. In diesen Ausnahmen muss ein negativer Schnell- oder PCR-Test vorgelegt werden. Gastronomische Einrichtungen in den Beherbergungsstätten dürfen diese Personen nur im Freien und nach Vorlage eines negativen PCR-Tests benutzen.

Überprüfung von Test-, Genesenen- und Impfnachweisen

Die neue Corona-Verordnung stellt nochmal deutlicher klar, wie Betreiber, Anbieter und Veranstalter verpflichtet sind, Test-, Genesenen und Impfnachweise zu kontrollieren: Sie müssen die Angaben mit einem amtlichen Ausweisdokument abgleichen. Genesenen- und Impfnachweise müssen elektronisch, etwa mit der CoVPassCheck-App geprüft werden.

Ausgangsbeschränkungen in besonders betroffenen Kreisen

Aufgrund der kritischen Lage führt die Landesregierung wieder Ausgangsbeschränkungen in Stadt- und Landkreisen ein, in denen die 7-Tage-Inzidenz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 500 liegt. In Stadt- und Landkreisen mit einer Ausgangsbeschränkung dürfen nicht genesene und nicht geimpfte Personen zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung oder sonstige Unterkunft etwa eine Beherbergungsstätte oder Wohnheim nur aus triftigen Gründen verlassen.

Im Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient, gilt die 2G-Regel.  Abholangebote und Lieferdienste sind weiterhin uneingeschränkt möglich. Die Verordnung nennt als Einzelhandel, der der Grundversorgung dient, explizit nur:

Apotheken, Ausgabestellen der Tafeln, Babyfachmärkte, Bäckereien, Banken und Sparkassen, Baumärkte, Baumschulen, Blumenfachgeschäfte, Drogerien, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Getränkemärkte, Großhandel, Hofläden, Hörgeräteakustiker, Konditoreien, Lebensmittelhandel (Supermärkte) einschließlich der Direktvermarktung (Hofläden), Metzgereien, Mobile Verkaufsstände für landwirtschaftliche Produkte und Erzeugnisse, Optiker, Orthopädieschuhtechniker, Poststellen und Paketdienste, Reformhäuser, Raiffeisenmärkte, Reise- und Kundenzentren zum Fahrkartenverkauf im öffentlichen Personenverkehr, Reinigungen, Sanitätshäuser, Stellen des Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf, Supermärkte, Tankstellen, Tierbedarfsmärkte, Verkaufsstätten für Weihnachtsbäume, Waschsalons, Wochenmärkte.

Modegeschäfte sind in der Liste nicht enthalten, schon der Kauf eines neuen Mantels oder neuer Schuhe wird also für Ungeimpfte schwierig.

Prüfpflicht für Betreiber, Anbieter und Veranstalter

Die neue Corona-Verordnung stellt zudem nochmal deutlicher klar, wie Betreiber, Anbieter und Veranstalter verpflichtet sind, Test-, Genesenen und Impfnachweise zu kontrollieren. Sie müssen die Angaben mit einem amtlichen Ausweisdokument abgleichen. Genesenen- und Impfnachweise müssen elektronisch, etwa mit der CoVPassCheck-App geprüft werden.

Nur noch wenige Ausnahmen

Ausgenommen von der PCR-Testpflicht bzw. dem Zutritts- und Teilnahmeverbot sind Personen bis einschließlich 17 Jahren; Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (hier ist ein entsprechender ärztlicher Nachweis vorzuzeigen); Personen für die es keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt sowie bis 10. Dezember 2021 Schwangere und Stillende, da es für diese Gruppen erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt. Diese Personen müssen einen negativen Antigen-Schnelltest vorlegen. 

Übersichtliche Tabelle über die geltenden Maßnahmen

Eine übersichtliche Tabelle über die verschiedenen Regelungen in den verschiedenen Warn- und Alarmstufen steht zum Download bereit.

Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte im Hohenlohekreis

Da der Hohenlohekreis am 22. und 23. November jeweils eine Inzidenz über 500 gemeldet hat, tritt die Ausgangsbeschränkung für den gesamten Hohenlohekreis in Kraft und kann erst wieder aufgehoben werden, „wenn im jeweiligen Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 500 liegt.

Matthias Lauterer

[kursiver Text: Zitate aus den Mitteilungen der Landesregierung]

 




„Gesamtes medizinisches Personal im Covid-Bereich ist an einer Belastungsgrenze – sowohl physisch als auch psychisch“

Am Montag, 22. November 2021, berichtete GSCHWÄTZ über die Belegungszahlen der Krankenhäuser der Umgebung und mußte feststellen, dass die Lage auf den Intensivstationen kritisch ist. In der Stadt Heilbronn und in Öhringen waren alle Intensivbetten belegt. Im Kreis Heilbronn, dem Kreis Schwäbisch-Hall und dem Main-Tauber-Kreis gab es noch freie Betten.

GSCHWÄTZ hat bei den Krankenhausbetreibern nachgefragt, ob die Kapazitäten noch ausreichen, um beispielsweise bei einem Verkehrsunfall mit einem „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) noch eine gute Versorgung der Patienten gewährleisten zu können.

„Die Erstversorgung von Notfallpatienten ist in unseren Krankenhäusern sichergestellt“

Ute Emig-Lange von der BBT-Gruppe, Träger der Krankenhäuser in Öhringen und Bad Mergentheim, erklärt das Procedere in einem solchen Fall: „Bei einem ManV gibt es vor Ort einen leitenden Notarzt, der gemeinsam mit der Leitstelle die Verteilung der Patienten auf die jeweiligen Krankenhäuser koordiniert. Die Abläufe sind im ManV-Konzept der Landesregierung festgelegt. Abhängig vom Schweregrad der Verletzungen und der Dringlichkeit der Behandlung werden die Patienten dann in die für die Behandlung jeweils am besten geeigneten Krankenhäuser verteilt (z.B. Brandverletzte in Kliniken, die auf diese Behandlung spezialisiert sind). Damit wird sichergestellt, dass in dem jeweiligen Krankenhaus ausreichend erforderliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn unseren Häusern solche Notfallpatienten zugewiesen werden, werden diese bei uns behandelt. Dazu können wir unsere Aufnahmekapazitäten kurzfristig erhöhen.“
Das betrifft allerdings nur die Erstversorgung. Die anschließende Versorgung muß möglicherweise in einem anderen Krankenhaus durchgeführt werden: „Die Erstversorgung von Notfallpatienten ist in unseren Krankenhäusern sichergestellt, eine eventuell erforderliche anschließende Weiterverlegung wird dann organisiert.“

SLK: „Verteilung der Lasten“ über das TraumaNetzwerk Nord-Württemberg

Für solche hypothetischen Fälle steht, so Mathias Burkhardt, Pressesprecher der SLK-Kliniken, ein Netzwerk von Kliniken bereit: „Die Situation eines „ManV“ ist immer ein Ausnahmezustand. Innerhalb dieses Ausnahmezustandes werden wir, gemäß unserem Versorgungsauftrag, auch in dieser Situation versuchen, alle betroffenen Patienten medizinisch optimal zu versorgen. Im Rahmen des „TraumaNetzwerk Nord-Württemberg“, zu dem das „Überregionale TraumaZentrum“ im Klinikum am Gesundbrunnen gehört, findet gegebenenfalls dann eine Verteilung der Lasten statt.“

Weiterbehandlung von Patienten nicht unbedingt in der Klinik der Erstversorgung

Dem TraumaNetzwerk Nord-Württemberg gehört neben den SLK-Kliniken auch das Klinikum in Ludwigsburg an. Das CARITAS-Krankenhaus in Bad-Mergentheim ist allerdings Teil des TraumaNetzwerk Nordbayern.

Auch das DIAKONEO in Schwäbisch-Hall ist vorbereitet: „Die Krisenpläne am Diakoneo Diak Klinikum Schwäbisch Hall haben Szenarien für ManV definiert. Sollte der ManV eintreten, werden sie abgearbeitet.“ Die Verlegung von Patienten ist üblich: „Schon unter normalen Umständen gehören Verlegungen an andere Häuser zu den gängigen Maßnahmen bei einem ManV.“

Blick auf die Belastung des Personals

Unter Corona leiden nicht nur die Patienten, auch das Personal in  den Krankenhäusern arbeitet nun seit gut zwei Jahren unter höchster Anspannung. Sowohl der reine Arbeitsaufwand, als auch das Leid der Patienten, auch das Sterben der Patienten, wirken belastend. Das wird auch Außenstehenden klar, wenn man beispielsweise in der ARD-Dokumentation „Charité-intensiv“ Bilder aus dem Inneren einer COVID-Station sieht.

 

Screenshot aus der ARD-Doku „Charité-intensiv“

„an einer Belastungsgrenze“

Auch die Krankenhäuser wissen um die Situation ihre Beschäftigten. Kurz und knapp äußert sich Markus Wagner vom DIAKONEO-Verbund dazu: „Die Lage für alle Mitarbeitenden im Haus ist angespannt.“
Deutliche Worte findet Mathias Burkhardt: „Das gesamte medizinische Personal im Covid-Bereich ist an einer Belastungsgrenze – sowohl physisch als auch psychisch. Die Behandlung von Corona-Patienten über einen so langen Zeitraum ist sehr herausfordernd.“

Einen Herbst und Winter unter normaleren Arbeitsbedingungen gewünscht

Lobende und aufmunternde Worte findet Ute Emig-Lange für das Personal der BBT-Gruppe: „Wie in allen Krankenhäusern, die in den zurückliegenden Wellen der Pandemie in starkem Maß gefordert waren, ist nur zu verständlich, dass auch unserer Kolleginnen und Kollegen – nicht nur in der Pflege – sich den Herbst und Winter unter normaleren Arbeitsbedingungen gewünscht hätten. Die erneute Anspannung verlangt allen, die sich für eine gute Versorgung unserer Patientinnen und Patienten verantwortlich fühlen, erneut eine große Kraftanstrengung ab. Die allermeisten Kolleginnen und Kollegen in Pflege und Medizin sind zum großen Glück für unser Gesundheitssystem  „Überzeugungstäter“ und haben die Berufe in erster Linie ergriffen, weil sie eine hohe soziale Verantwortung haben. Sie sind pragmatisch und schalten jetzt wieder um in den „Pandemiemodus“, um die Patienten weiter so gut wie möglich versorgen zu können.“

Worte erleichtern die Lage des Personals nicht

Diese Worte, die zwar die Anerkennung für die Leistung und die Belastung des Personals ausdrücken, können die Lage auf den Stationen allerdings nicht erleichtern. Ute Emig-Lange fügt im Namen der Mitarbeiter:innen hinzu, was eine Erleichterung bringen könnte: „Für Menschen, die sich trotz aller Warnungen bisher noch nicht haben impfen lassen, fehlt allerdings zunehmend das Verständnis.“

„Allein politischen Maßnahmen und das richtige Verhalten der Bevölkerung haben Auswirkungen auf die Infektionsraten.“

Die neuen, von der Politik vorgegebenen, Kennzahlen für die Beurteilung der Corona-Lage (GSCHWÄTZ berichtete), beispielsweise die Hospitalisierungs-Inzidenz, werden auch in den Krankenhäusern kritisch gesehen. Quoten und Kennzahlen allein helfen nicht, meint Markus Wagner: „Zur Bewältigung einer Pandemie sind Quoten wichtige Indikatoren, sie haben aber keinen Einfluss auf deren Verlauf. Allein politischen Maßnahmen und das richtige Verhalten der Bevölkerung haben Auswirkungen auf die Infektionsraten.“ Er appelliert an die Menschen: „Wir können deshalb nur jeden auffordern, sich an die verordneten Maßnahmen zu halten und Kontakte soweit möglich zu vermeiden, um einen Überlastung der medizinischen Versorgung nicht nur für Corona-Infizierte, sondern für jeden Erkrankten zu vermeiden.“

„Die Inzidenz ist die maßgebliche Größe zur Vorbereitung auf das, was auf uns zukommt.“

Als Planungsgrundlage für das Krankenhaus sieht er weiterhin die Inzidenzen: „Statistik-Experten können anhand aktueller Infizierungsraten berechnen, wie viele Menschen etwa zwei Wochen später stationär versorgt werden müssen.“ Mathias Burkhardt schließt sich dieser Meinung an: „Für uns als SLK-Verbund war und ist die Inzidenz die maßgebliche Größe zur Vorbereitung auf das, was auf uns zukommt.“ Auf die Frage, ob die Hospitalisierungsrate zu spät warnen würde, meint Burkhardt: „Was die Hospitalisierungsquote betrifft, ist dies – für Krankenhäuser gesehen – der Fall. Es ist sozusagen eine „Pandemiebetrachtung im Rückspiegel“, die keinen Einfluss auf unsere Planungen hat“.  Er differenziert aber: „Für das öffentliche Leben ist dies anders zu bewerten.“

Text: Matthias Lauterer

 




Öhringer Weihnachtsmarkt soll weiterhin stattfinden

Trotz Absagen in der Region, laufen die Vorbereitungen für den Öhringer Weihnachtsmarkt weiter. Die Stadtverwaltung teilt mit, dass sie an ihren Plänen, den „Winter, Wunder, Weihnachtsglanz“ ab dem ersten Adventswochenende stattfinden zu lassen, festhalten will. „Wir wissen, dass es diese Woche eine neue Corona-Verordnung geben soll, aber wir wissen noch nicht, wie diese konkret aussehen wird. Ziel ist, die Umsetzung innerhalb der geltenden Regeln hinzubekommen. Unser Hygienekonzept steht“, so Stadtsprecher Michael Walter in der Pressemitteilung.

Keine Veranstaltungen in den Innenräumen

Das Konzept sieht bisher vor, dass es auf dem Marktplatz und im Schlosshof nur einen reinen Warenverkauf gibt. Dort gelten die gleichen Regeln wie für den Einzelhandel sowie Maskenpflicht. Alle Veranstaltungen in Innenräumen sind abgesagt. Gastronomische Angebote werden von den örtlichen Gastwirten unter Einhaltung der 2G-Regel angeboten. Neu ist seit heute, dass die Dampfeisenbahn auf dem Marktplatz nicht fahren wird. „Schweren Herzens haben wir uns gegen das vor allem bei Kindern beliebte Bähnle entschieden. Dies hat vor allem sicherheitstechnische Gründe, da Abstände beim Fahren und Warten nur mit viel Aufwand eingehalten werden können. Daher muss die Öhringer Dampfbahn dieses Jahr leider nochmals im Lokschuppen in Friedrichsruhe bleiben“, sagt Kultur- und Veranstaltungsleiter David König.

„Das erste Wochenende ist entscheidend“

„Wir appellieren an alle Besucher verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Bitte halten Sie Abstand und tragen Sie eine Maske auf dem Marktgelände. Denken Sie daran, Ihren Impfnachweis für die Gastronomie bereitzuhalten und halten Sie sich an die aktuellen Regeln. Es wird Kontrollen geben. Das erste Adventswochenende und die Vorgaben des Landes werden entscheidend für die Fortsetzung des Weihnachtsmarktes sein“, appelliert Stadtsprecher Michael Walter. Die Polizei wird das Ordnungsamt bei den Kontrollen unterstützen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen




Künzelsau impft jetzt im alten Krankenhaus

Die Impfstation in Künzelsau, die von der Pandemiebeauftragten Dr. Susanne Bublitz in Zusammenarbeit mit weiteren Hausärzten aus dem Kreis organisiert und vom Hohenlohekreis unterstützt wird, befindet sich nun im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses in der Notfallambulanz. Dort können bis zu fünf Impfstraßen betrieben werden, sodass sich die maximale Kapazität erhöht, teilt das Landratsamt mit. „Ich bin froh, dass wir die Impfkapazitäten schnell erweitern konnten und freue mich über die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Dr. Susanne Bublitz laut der Pressemitteilung. „Wir hoffen jetzt natürlich, dass möglichst viele Impfwillige das Angebot annehmen.“

Öffnungszeiten

Die Impfstation öffnet dienstags und freitags von 18 bis 20 Uhr sowie sonntags um 9 Uhr. Eine Terminvereinbarung unter www.impfterminmanagement.de/praxis/prx60994bfc19101/registrieren wird empfohlen. Impfen ohne Termin ist frühestens ab 30 Minuten vor Schließung möglich und nur, solange der Impfstoffvorrat reicht. Die Impfterminvergabe ist auch auf den Internetseiten www.gemeinschaftspraxis-pfedelbach.de, www.hohenlohekreis.de und www.corona-im-hok.de verlinkt.

Weitere Informationen

Fragen zur Impfkampagne sowie zum Thema Corona allgemein beantwortet auch die Hotline des Gesundheitsamtes unter der Telefon 07940/18 888 montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr. Bitte beachten: Es können über die Hotline keine Impftermine ausgemacht werden.

Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

 




Aus der Garage in alle Welt

In der 19. Folge des Podcast von Hohenlohe Plus ist Rudi Sprügel, Gründer der Jako AG zu Gast. Was als Garagengründung im Jahr 1989 in Stachenhausen begann, ist heute ein Unternehmen mit 280 Mitarbeitern und einem Umsatz von 112 Millionen Euro im Jahr 2019. Den Schwerpunkt hat die Jako AG im Teamsportgeschäft, ihr Motto ist „We are team“. Heute hat das Familienunternehmen seinen Firmensitz in Mulfingen.

In dem Podcast geht es darum, ob Rudi Sprügel damals belächelt wurde, als er in der Garage seines Bruders Jako gründete und wie man motivierte Fachkräfte für eine ländliche Region wie Hohenlohe begeistert. Der Hohenlohe Plus Podcast steht auf der Webseite des Vereins und auf den gängigen Podcast-Kanälen wie
Amazon, Apple und Spotify zum Hören bereit.

Mehr Informationen gibt es auf der Homepage https://www.hohenlohe.plus/ oder per E-Mail an info@hohenlohe.plus.

Quelle: Pressemitteilung von Hohenlohe Plus e.V.




„Unser Blick geht nach vorne“

Birgit Baronin von Berlichingen wurde bei der Mitgliederversammlung des Heimat- und Verkehrsverein e.V. einstimmig zur neuen ersten Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins gewählt, heißt es in einer Pressemitteilung der Burgfestspiele Jagsthausen GmbH. Gleichzeitig ist sie nun auch deren Geschäftsführerin an der Seite von Roland Halter. Alexandra Baronin von Berlichingen und Jürgen Bircks scheiden nach 25 Jahren aus dem Vorstand aus. Die Verantwortlichen blicken nach zwei coronabedingt ausgefallenen Spielzeiten hoffnungsvoll auf die kommende Spielzeit 2022.

Blick nach vorne

Bei den nachgeholten Mitgliederversammlungen 2019 und 2020 des Heimat- und Verkehrsvereins e.V. gab es einen Rückblick auf die traurigen Geschehnisse der vergangenen zwei Geschäftsjahre, die zu den schwersten in der Geschichte der Burgfestspiele gehören. Erstmals mussten zwei Spielzeiten hintereinander abgesagt werden. „Mit viel Unterstützung aus dem Nothilfefonds des Landes Baden-Württemberg, des Landkreises Heilbronn, unseren treuen Sponsoren, ganz besonders unserem Hauptsponsor, der Adolf Würth GmbH & Co. KG, und vor allem einer großartigen Teamleistung konnte der Betrieb der Burgfestspiele Jagsthausen für das Spieljahr 2022 gesichert werden. Unser Blick geht hoffnungsvoll nach vorne – wir planen eine normale Spielzeit 2022“, so Geschäftsführer und zweiter Vorsitzender Roland Halter.

Rückzug nach 25 Jahren

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung war die Wahl eines neuen ersten Vorstands. Alexandra Baronin von Berlichingen, die krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, und Jürgen Bircks erklärten nach über 25 Jahren bereits im vergangenen Jahr ihren Rückzug aus der Vereinsführung sowie der Geschäftsleitung der Burgfestspiele. Im Vorfeld der Wahl wurde durch den Ausschuss die Satzungsänderung von bisher drei auf nun zwei Vorstände empfohlen. Birgit Baronin von Berlichingen wurde einstimmig zur neuen 1. Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins e.V. gewählt. Geschäftsführer Roland Halter freut sich auf eine gute Zusammenarbeit und gratulierte ihr im Namen der Burgfestspiele.

„Ich hoffe auf eine erfolgreiche Zukunft“

„Ich bin dankbar für das Vertrauen der Mitglieder und freue mich auf die neue Herausforderung. Der große Zuspruch motiviert mich, diese neue Aufgabe anzugehen, und ich hoffe auf eine erfolgreiche Zukunft der Burgfestspiele in Jagsthausen. Es ist mir eine große Freude, dieses Amt nach meiner Schwiegermutter, die die Festspiele über 25 Jahre mit ihrer charmanten Art geprägt hat, nun weiterzuführen“, so Birgit Baronin von Berlichingen. Roland Halter bringt sein großes Bedauern zum Ausdruck, dass es Alexandra Baronin von Berlichingen nicht möglich war, seinen großen Dank persönlich entgegenzunehmen und von der Mitgliederversammlung verabschiedet zu werden. „Die Burgfestspiele Jagsthausen verdanken ihr viel. Wir wünschen Baronin Alexandra von Herzen alles Gute und wir hoffen, dass es ihr bald bessergeht“, so Roland Halter.

Scheidende Vorsitzende zu Ehrenmitgliedern ernannt

Der zweite Vorsitzende Roland Halter würdigte im Anschluss den scheidenden dritten Vorsitzenden Jürgen Bircks und dankte ihm für die jahrzehntelange gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gleichzeitig ernannte er im Auftrag des Vereinsausschusses Alexandra Baronin von Berlichingen und Jürgen Bircks zu Ehrenmitgliedern des Vereins. „Seit 1961 bin ich mit der Götzenburg und den Burgfestspielen verbunden, ab 1995 aktiv. Ich habe viele Höhen und Tiefen miterlebt, aufregende Jahre liegen hinter mir, von denen ich aber keines missen möchte. Intendanten, Regisseure, Schauspieler und Techniker – für sie alle war ich gerne Ratgeber, Freund und Bewunderer. Für diese Zeit und die besonderen Momente bedanke ich mich herzlich, vor allem für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern“, so Jürgen Bircks.

„Der kleine Vampir“ kommt nach Jagsthausen

Die Vorfreude auf das Festspieljahr 2022 ist groß. Die künstlerische Leiterin Eva Hosemann steht in den Startlöchern. Sie berichtete der Versammlung über den aktuellen Planungsstand für die kommende Saison. Der Spielplan bleibt weitestgehend unverändert, einzig das Kinderstück hat sich geändert. „Der kleine Vampir“ kommt an Stelle von „Alice im Wunderland“ für Kinder ab fünf Jahren in den Burghof. „Ganz besonders freue ich mich über eine Ergänzung im Spielplan, denn „Baskerville – Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville“ is coming home. Im Anschluss an die Spielzeit 2018 war das Stück in Hamburg und auf Deutschlandtour und kommt nun an seine erste Spielstätte zurück. Uns erwartet ein eingespieltes Team und die Zuschauer:innen dürfen sich auf unterhaltsame Abende mit einem spielfreudigen Ensemble freuen“, so Eva Hosemann.  Im Weiteren berichtete sie über die laufenden Planungen und schürte die Vorfreude auf den kommenden Sommer. Bereits am 29. November 2021 startet der Vorverkauf.

Ehrung für zehn Jahre Laienensemble

Zwei Mitwirkende wurden für ihre langjährige Verbundenheit ausgezeichnet. Bereits zehn Jahre sind Simone Hölzle und Tobias Gundel Teil des Laienensembles der Burgfestspiele. Roland Halter dankte ihnen für ihr großes Engagement und überreichte ein Präsent mit Urkunde. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass beide auch in Zukunft mit viel Freude und Elan auf der Bühne stehen.

Information

Tickets können ab 29. November 2021 über das Internet www.burgfestspiele-jagsthausen.de, per Mail burgfestspiele@burgfestspiele-jagsthausen.de oder unter Telefon 07943/912 345 bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Burgfestspiele Jagsthausen GmbH




„Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Weihnachtsmarkt noch nicht abgesagt“

In den letzten Tagen wurden aufgrund der Corona-Lage viele Weihnachtsmärkte abgesagt. Nicht nur in Bayern, wo sämtliche Weihnachtsmärkte durch die Landesregierung bereits abgesagt wurden, auch in Baden-Württemberg. So findet zum Beispiel der Weihnachtsmarkt in Heilbronn nicht statt. Auch der Gemeinderat von Schöntal beschloß, dass es 2021 keinen Weihnachtsmarkt am Kloster geben soll.

Künzelsau plant mit 2-G-Regel

Auch Künzelsau hat reagiert und Vereine, die am „Advent am Schloß“ teilnehmen wollten, über die neuen Corona-Richtlinien informiert: Der Weihnachtsmarkt soll unter 2G-Regelung und Kontaktdatenerfassung stattfinden. Zu- und Abgang soll nur an zwei Stellen möglich sein, der Rest des Marktes soll eingezäunt werden. An den Zugangsstellen sollen die 2G-Nachweise kontrolliert werden, die Kontaktdaten sollen mittels Luca-App oder Formular erfasst werden. Die kontrollierten Besucher sollen ein farbiges Bändchen bekommen.

Diese Regel gilt auch für die Helfer an den Ständen, auch sie müssen geimpft oder genesen sein und ihre Kontaktdaten erfassen.

Allgemeine Maskenpflicht

„Auf dem gesamten Gelände ist ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend. Alle Besucher:innen sowie Standbetreiber und Helfer müssen eine Maske tragen. Beim Verzehr von Speisen und Getränken darf die Maske abgenommen werden“, teilt die Stadt den Vereinen mit.

Rückmeldung der Vereine bis heute 22. November 2021

Die Stadt hat die teilnehmenden Vereine bis zum heutigen Montag, den 22. November 2021, um Rückmeldung gebeten, ob sie ihre Stände unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch öffnen können oder wollen. GSCHWÄTZ ist zumindest ein Verein bekannt, der seine Teilnahme unter diesen neuen Voraussetzungen abgesagt hat.

Noch keine Tendenz der Stadt zu erkennen

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage, wieviele Vereine bereits ein Feedback abgegeben haben und ob der „Advent am Schloß“ eventuell abgesagt wird, wollte sich bei der Stadt Künzelsau niemand konkret äußern: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Weihnachtsmarkt noch nicht abgesagt“, so die Auskunft direkt aus dem Büro von Bürgermeister Neumann.

Text: Matthias Lauterer




Sanierung der Jagstbrücken in Schöntal verzögert sich

Die Sanierung der beiden Jagstbrücken an der K2321 in Schöntal kann voraussichtlich erst im April 2022 beendet werden. Im Zuge der Bauarbeiten, die im April 2021 begonnen hatten, stellte sich heraus, dass der Unterbau der Brücken weit schlechter war als dies durch die vorliegenden Baupläne vorausgesetzt werden konnte. Dies machte umfangreiche Untersuchungen zur Tragfähigkeit am Bauwerk und im Baugrund erforderlich, so dass die eigentlichen Arbeiten Ende Oktober unterbrochen werden mussten.

Untersuchungen machten Bauunterbrechung nötig

Mittlerweile liegen die Untersuchungsergebnisse vor. Die Arbeiten werden Ende November fortgeführt und dauern nun voraussichtlich bis April 2022 an.

Neue Lager erforderlich

„Im weiteren Verlauf der Ertüchtigungsarbeiten in Berlichingen müssen die alten Brückenlager der Unterbauten ausgebaut und durch moderne ersetzt werden. Die neuen Lager werden derzeit angefertigt und Ende November auf die Baustelle geliefert, dann können die Arbeiten weitergehen“, erklärt Bauleiter Rudolf Beck vom Straßenbauamt des Hohenlohekreises. Zum Austausch der Brückenlager wird eine Hubvorrichtung aus drei hydraulischen Pressen mit jeweils 60 Tonnen Tragkraft unter die Hauptträger der Brücke positioniert und der Überbau angehoben. Wenn die Auflagerung lastfrei ist können anschließend die Brückenlager ausgewechselt werden. Nach dem Lagertausch werden die Kammerwände an dem Unterbau wiederhergestellt und wasserdichte Fahrbahnübergänge eingebaut.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

Bei der zusätzlich erforderlichen Baugrunduntersuchung war schweres Bohrgerät notwendig. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Untersuchung der Lager des Brückenunterbaus an der Jagstbrücke in Berlichingen. . Foto: Landratsamt Hohenlohekreis