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Aus „Advent am Schloss“ wird „Winterzauber“ in Künzelsau

Das Stadtgespräch wußte Bescheid (GSCHWÄTZ berichtete): Der geplante „Advent am Schloß“ wird nicht wie geplant stattfinden. Dafür realisiert die Stadt Künzelsau ein anderes, ein kleineres und dezentraleres Konzept, um Advents- und Weihnachtsstimmung in die Stadt zu bringen. Als eine von nur wenigen Städten in Baden-Württemberg bietet die Stadt Künzelsau Veranstaltungen an, die einem Weihnachtsmarkt ähnlich sind:

Bürgermeister Neumann: „Es ist einfach schön hier!“

Die Stadt Künzelsau teilt mit:

Der Bauhof der KünWerke hat schon vor geraumer Zeit damit begonnen, die Künzelsauer Innenstadt weihnachtlich zu schmücken. Die ganze Stadt strahlt pünktlich zu Beginn des ersten Adventswochenendes. „Es ist einfach schön hier!“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Die Künzelsauer Händler und Gastronomen laden alle herzlich ein, in der Innenstadt zu verweilen und sich für das Weihnachtsfest einzudecken. Es gibt viele tolle Angebote, die einen Besuch lohnenswert machen. Zusätzlich wird es beim Künzelsauer „Winterzauber“ in der Innenstadt eine Bereicherung durch Verkaufshütten und ein gastronomisches Angebot geben, welches aufgrund der aktuellen Lage kleiner ausfällt.

Winter-weihnachtlich geschmückte Innenstadt

Künzelsaus Innenstadt leuchtet wieder festlich für die Adventszeit und ist weihnachtlich geschmückt. Der städtische Bauhof sorgt in der Künzelsauer Innenstadt mit einer tollen Weihnachtsbeleuchtung und geschmückten Weihnachtsbäumen wieder für ein gemütliches Ambiente. Der Aktion der Werbegemeinschaft Künzelsau „Kinder schmücken Weihnachtsbäume“ ist es zu verdanken, dass ab Ende November in der Hauptstraße außerdem zirka 40 Weihnachtsbäume mit von Künzelsauer Kindern gebasteltem Schmuck zu bestaunen sind. Auch das Adventmusizieren der Jugendmusikschule findet wieder an einigen Nachmittagen in der Innenstadt statt.

Adventskalender am alten Rathaus – jeden Tag ein Türchen

Ab 1. Dezember 2021 verwandelt sich das Alte Rathaus wieder in einen großen Adventskalender. Die Fensterbilder wurden von Künzelsauer Kindertageseinrichtungen gebastelt. An jedem Nachmittag wird ein neues Adventstürchen am Alten Rathaus zu bewundern sein. Im Jahr 2010 wurde diese Aktion zum ersten Mal auf Anregung der Künzelsauer Ehrenbürgerin Carmen Würth umgesetzt.

WinterLounge vom 3. bis 20.Dezember 2021

Winter-Weihnachtlich bleibt es in der Künzelsauer Innenstadt: In der Zeit von 3. bis 30. Dezember 2021 öffnet die WinterLounge direkt am Alten Rathaus – ein Treffpunkt während der Adventszeit. Neben Glühwein und Getränken bietet die Werbegemeinschaft Künzelsau auch abwechslungsreiche regionale Speisen an. So wird es beispielsweise ein wechselndes Suppenangebot und verschiedene Wurstspezialitäten geben. Rustikale Tische und Bänke, ausgestattet mit warmen Decken und Kissen, sorgen für eine gemütliche und ungezwungene Atmosphäre. Einem ungezwungenen Beisammensein mit Familie, Freunden und Kollegen steht somit in der Künzelsauer Innenstadt nichts im Wege. Die Öffnungszeiten der WinterLounge:

  • Montags bis donnerstags: 16 bis 21 Uhr
  • Freitags und samstags: 10 bis 21

Weihnachtsgewinnspiel

Ab 26. November 2021 sind die Stempelkarten für das Weihnachtsgewinnspiel in allen Geschäften der Künzelsauer Werbegemeinschaft erhältlich. Bei Einkäufen können bis zum 24. Dezember 2021 drei verschiedene Stempel auf der Karte gesammelt und in den Geschäften der Künzelsauer Werbegemeinschaft abgegeben werden. Auch die Sammlung und Abgabe mehrerer Stempelkarten ist möglich. Zu gewinnen sind Gutscheine der Werbegemeinschaft im Wert von insgesamt 10.000 Euro. Es werden einmal 1.000 Euro, zweimal 750 Euro und einmal 500 Euro als Hauptgewinne ausgelost.

Christmas-Shopping am 10. und 17. Dezember 2021

Das Christmas-Shopping am 10. und 17. Dezember 2021 bietet die optimale Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke in Künzelsau zu besorgen. Erstmals findet das Christmas-Shopping an zwei Tagen statt. So können Kurzentschlossene auch noch kurz vor den Weihnachtsfeiertagen Besorgungen erledigen. Die teilnehmenden Geschäfte der Werbegemeinschaft haben am 10. und 17. Dezember 2021 bis 22 Uhr geöffnet.

Christmas Ride am 11. Dezember 2021

Am 11. Dezember 2021 laden die Harley Davidson Freunde Hohenlohe zum Christmas Ride ein. Die Teilnehmer verkleiden sich als Nikoläuse und Engel und fahren gegen 11 Uhr mit ihren Motorrädern (wetterabhängig) durch die Innenstadt. Beim Alten Rathaus gibt es dann von 11 bis 16 Uhr Livemusik mit Steve Roedel. Der Verein freut sich auf viele Besucher und sammelt Geld für einen guten Zweck. Außerdem wird es eine Tombola geben, bei der viele attraktive Preise zu gewinnen sind. „Gewinnen und gleichzeitig etwas Gutes tun – hört sich doch fantastisch an. Wir freuen uns auf viele glückliche Gewinner“ so der erste Vorstand Joachim Schmidt.

„Engelesblasen – gelebte Tradition und stimmungsvoller Treffpunkt.

Das Engelesblasen vom Turm der Johanneskirche in Künzelsau ist ein schöner und stimmungsvoller Weihnachtsbrauch, der nach der Pause im vergangenen Jahr, nun wieder stattfinden soll: An Heiligabend spielen die Turmbläser um 19 Uhr die beliebte Weise „Ehre sei Gott in der Höhe“ und um 24 Uhr erklingt der Choral „Stille Nacht, heilige Nacht“ hoch über den Dächern von Künzelsau. An Silvester wird das alte Jahr um 19 Uhr mit der Schwab’schen Melodie „Lobt den Herrn“ verabschiedet. Eine schöne Gelegenheit das neue Jahr in Besinnlichkeit und Ruhe zu beginnen ist das Engelesblasen am 1. Januar 2022. Alle, die an Heiligabend und Silvester das Engelesblasen also nicht hören und sehen konnten, haben an Neujahr um 19 Uhr das letzte Mal in der Weihnachtszeit die Möglichkeit dazu.

Informationen zu Corona

Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet alle beim Einkaufen und Verweilen die geltenden Corona-Regeln zu beachten und mit dem eigenen Verhalten Rücksicht auf andere zu nehmen. Jeder ist mit seinem Verhalten ein Vorbild. Natürlich gibt es in Künzelsau ein breites Impf- und Testangebot. Mit den Hausarztpraxen und der zusätzlichen Möglichkeit im ehemaligen Krankenhaus, besteht jeden Tag ein Impfangebot. Bürgermeister Stefan Neumann ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf: “Lassen Sie uns gemeinsam die vierte Welle brechen. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Adventszeit!”

Aktuelle Informationen zum Impf- und Testangebot in Künzelsau findet man unter www.kuenzelsau.de/corona.

Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften. Bei Änderungen der Corona-Auflagen müssen Veranstaltungen und Aktionen unter Umständen auch kurzfristig geändert oder abgesagt werden.

Pressemeldung der Stadt Künzelsau




Die Luftreiniger sind da!

Am 17. August 2021 beschloß der Künzelsauer Gemeinderat die Anschaffung von 96 Luftreinigern für die Klassenräume der Klassen 1 – 6 sowie die Kindergärten in städtischer Trägerschaft. Am 19. Oktober 2021 vergab der Gemeinderat den Auftrag an die Firma AFS Airfilter GmbH aus Übrigshausen, die versprach, bis Ende November liefern zu können.

Trotz der bekannten Turbulenzen auf den Beschaffungsmärkten konnte AFS den Liefertermin einhalten, wie die Stadt Künzelsau mitteilt:

„Die Firma AFS Airfilter Systeme GmbH hat zu Beginn der Woche die Luftfiltergeräte an die Georg-Wagner-Schule und das Ganerben-Gymnasium ausgeliefert. Insgesamt werden rund 50 Klassenräume der Stufen 1 bis 6 aller städtischen Schulen mit Luftfiltergeräten ausgestattet. Für die schlecht zu lüftenden Räume wurden bereits im Frühjahr Luftfiltergeräte angeschafft. Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung möchten mit den Geräten dazu beitragen, dass in den Einrichtungen neben Hygienekonzepten und den Hygienemaßnahmen ein bestmöglicher Schutz gegen Corona geboten wird. „Unser Ziel als Schule ist es, die bestmöglichen Maßnahmen zum Schutz der Schüler, Lehrer und Angehörigen zu schaffen. Die Luftfiltergeräte unterstützen uns dabei“, so Rainer Süßmann, 1. Konrektor der Georg-Wagner-Schule. Auch Antje Rother, 2. Konrektorin der Georg-Wagner-Schule ist froh, dass die Luftfiltergeräte da sind: „Die Geräte geben einfach zusätzliche Sicherheit.

Auch das Ganerben-Gymnasium bekommt Luftfiltergeräte. Foto: Stadt Künzelsau

Auch die städtischen Kindergärten und die Kindertageseinrichtungen der freien Träger werden aktuell mit 40 Luftfiltergeräten ausgestattet.“

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau




Zu viele ohne Anmeldung

Für Impfungen an den Impfstationen im Hohenlohekreis in der Nobelgusch Pfedelbach sowie in der Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau ist eine vorherige Terminbuchung zwingend erforderlich. Darauf weist die Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg für den Hohenlohekreis, Dr. Susanne Bublitz, hin. Sie organisiert die Angebote mit Unterstützung verschiedener Hausärzte aus dem Kreis sowie des Landratsamtes. Das geht aus einer aktuellen Meldung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

„Je mehr Bürger:innen aber ohne Termin kommen, desto mehr müssen wir leider wieder wegschicken“

„Es gibt nur eine gewisse Anzahl von Impfdosen pro Tag. Alle, die sich registrieren, erhalten von uns eine Einladung. Der Zeitpunkt der Einladung richtet sich nach dem Alter, nach dem Zeitpunkt der Zweitimpfung oder danach, ob es eine Erstimpfung ist. Mit dieser Einladung kann man sich dann einen Termin buchen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger aber ohne Termin kommen, desto mehr müssen wir leider wieder wegschicken, da wir gegen Ende nur die übriggebliebenen Dosen verimpfen können“, erklärt Dr. Susanne Bublitz.

Impfstofflieferungen begrenzt

Die Planungen können nur wochenweise erfolgen, da auch die Impfstofflieferungen wöchentlich erfolgen und begrenzt sind. Zur besseren Planung wird gebeten, dass Impflinge, die in der Zwischenzeit woanders eine Impfung erhalten haben, sich wieder abmelden. In der abgelaufenen Woche wurden in den beiden Impfstationen rund 2000 Impfungen durchgeführt.

Derzeit wird Moderna verimpft

Zudem weist Dr. Bublitz darauf hin, dass ab dem 29. November 2021 Personen über 30 Jahren im Regelfall mit dem Impfstoff „Spikevax“ von Moderna geimpft werden. „Spikevax ist wie Comirnaty von BioNTech ein mRNA-Impfstoff, der den Vorteil bietet, dass er bei Boosterimpfungen nur in halber Dosierung angewendet wird und dadurch individuell weniger Nebenwirkungen verursachen kann“, erklärt die Pandemiebeauftragte. „Zudem scheint er eine bessere Wirksamkeit gegen die Deltavirus-Variante zu haben, was sich positiv auf die Zahl der Impfdurchbrüche bemerkbar machen kann. Für Patienten unter 30 Jahren ist Comirnaty von Biontech besser geeignet, deshalb werden wir den begrenzten Impfstoff von Biontech für Personen unter 30 Jahren reservieren.“

Registrierung

Die Registrierung ist unter www.impfterminmanagement.de/praxis/prx60994bfc19101/registrieren möglich. Die Adresse ist auch auf den Internetseiten www.gemeinschaftspraxis-pfedelbach.de, www.hohenlohekreis.de und www.corona-im-hok.de verlinkt.




The same Corona procedure…Rathaus wieder nur nach telefonischer Terminvereinbarung erreichbar

Seit Mittwoch, 24. November, gilt in Baden-Württemberg die neue Corona-Verordnung des Landes. Die Regelungen der Alarmstufe II bringen auch neue Regeln für den Aufenthalt im Rathaus und den städtischen Einrichtungen mit sich. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Öhringen hervor.

Im Rathaus gilt eine FFP2-Maskenpflicht

Das Rathaus und das Einwohnermeldeamt sind ab Montag, den 29. November 2021, nur nach vorheriger Terminvereinbarung erreichbar. Bitte vereinbaren Sie die Termine mit den Ämtern im Rathaus per E-Mail unter info@oehringen.de oder telefonisch unter 07941 68-0. Termine für das Einwohnermeldeamt können online unter www.oehringen.de oder telefonisch unter 07941 68-321 erledigt werden. Im Rathaus gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Eine medizinische Maske ist nicht ausreichend. Im Einwohnermeldeamt gilt ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht.

Schwimmbad nur für Geimpfte und Genesene mit FFP2-Maske

Die Zentrale im Rathaus bleibt zu den gewohnten Öffnungszeiten besetzt. Unterlagen können dort von den Ämtern für die Bürgerinnen und Bürger zur Abholung bereitgelegt werden. Gelbe Säcke und Biomülltüten erhalten Sie direkt am Eingang zum Rathaus. Die ausgelegten Bebauungspläne können von den Bürgerinnen und Bürgern während der Öffnungszeiten im Rathaus eingesehen werden.

In den weiteren städtischen Einrichtungen, wie KULTURa, Hallenbad oder Stadtbücherei, gelten die aktuellen Bestimmungen der Corona-Verordnung.

  • Stadtbücherei: 2G und Maskenpflicht. Bei Veranstaltungen gilt 2G plus.
  • KULTURa: 2G plus und Maskenpflicht.
  • Rendel-Bad: 2G und FFP2-Maskenpflicht.

Kinder und Schüler unter 18 Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen. Die Nachweise sind möglichst in digitaler Form oder als QR-Code mitzubringen, damit sie auch digital geprüft werden können.




Bei Maskenpflicht klatschen auch Mitarbeiter:innen nicht immer Applaus

Seit Mittwoch, 24. November 2021, gelten neue, schärfere Corona-Regelungen. Diese sehen unter anderem vor, dass in Einzelhandelsgeschäften, die nicht der Grundversorgung dienen, die 3G-Regel anzuwenden ist (beziehungsweise sogar die 2G-Regel, wenn, wie im Hohenlohekreis die Inzidenz über 500 liegt). In den Discountermärkten, die der Grundversorgung dienen, gilt außer der allgemeinen Maskenpflicht, keine weitere Beschränkung.

Stichprobe ergibt Verstösse in zwei von drei besuchten Märkten

GSCHWÄTZ hat eine, zugegeben kleine und nicht repräsentative, Stichprobe in Hohenloher Discounterfilialen durchgeführt und die Discounter zu ihren Maßnahmen befragt. Bei drei besuchten Filialen konnte nur in einem Fall kein Verstoß gegen die Maskenpflicht festgestellt werden, in einer der besuchten Filialen war es eine Kundin, die auf Ansprache die Maske korrekt über die Nase zog. In dieser und einer weiteren besuchten Filiale wurde aber auch ein Mitarbeiter angetroffen, der die Maske „auf Halbmast“ über der Nase trug. In beiden Fällen war dies kein Versehen, denn die Erklärungsversuche der beiden Mitarbeiter waren gut vorbereitet und der eine Mitarbeiter hat auch die Maske, nachdem er sich unbeobachtet fühlte, direkt wieder heruntergezogen.

Konsequenzen für die Pandemie

Inzidenz-Entwicklung im HOK. Der neue Höchststand von 671 ist noch nicht enthalten.

Der Hohenlohekreis meldet am heutigen Freitag, 26.November 2021, eine Inzidenz von über 671, Tendenz weiter rasant steigend. Dazu kommen die Fälle, die noch nicht erkannt sind, die aber infektiös sind. Man muß also durchaus damit rechnen, dass man beim Einkauf in einem gut besuchten großen Discountermarkt auf eine infizierte Person trifft, die Viren verbreiten kann, dies aber nicht weiß. Man könnte sich auch selber bereits infiziert haben und ein Verbreiter sein, ohne das zu wissen. Außerdem ist damit zu rechnen, dass sich in einem gut besuchten Discountermarkt auch ungeimpfte – und damit besonders gefährdete – Personen befinden.

Video zeigt, wie sich Aerosole in einem Supermarkt verbreiten

Ein Video der finnischen Aalto-Universität zeigt, wie sich Aerosole in einem Supermarkt verteilen und wie lange sie in der Luft bleiben.  Die Maske als relativ zuverlässiger Schutz vor dem Verbreiten aber auch vor dem Anstecken, ist also das wichtigste Mittel der Coronabekämpfung. Im Interesse ihrer Mitarbeiter- hier gilt für den Arbeitgeber eine besondere Fürsorgepflicht – und ihrer Kunden sollten die Märkte also die Maskenpflicht durchsetzen. Das fällt natürlich schwer, wenn die eigenen Mitarbeiter mit schlechtem Beispiel vorangehen.

GSCHWÄTZ hat nachgefragt

Natürlich hat GSCHWÄTZ auch die Discounter um Information darüber gebeten, wie das Personal auf  Verstöße gegen die Maskenpflicht reagiert und welche Konsequenzen Kunden oder Mitarbeitern drohen, die sich nicht an die Maskenpflicht halten:

ALDI SÜD baut auf Verständnis

So antwortet ALDI-SÜD: „Hinsichtlich der Maskenpflicht sind für uns die Corona-Schutzverordnungen der jeweiligen Bundesländer maßgebend. Selbstverständlich halten wir uns an diese Vorgaben. Demnach ist für unsere Kund:innen das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Maske – einer OP-Maske oder FFP2-Maske – im Verkaufsraum obligatorisch. Dabei bauen wir auf das Verständnis unserer Kunden, welche die Schutzmaßnahmen bislang überwiegend bereitwillig mittragen. Unsere Mitarbeiter können sich bei Fragen oder Sorgen selbstverständlich jederzeit vertrauensvoll an ihre Vorgesetzten wenden.“

Wie die Filialleitungen bei den Fällen reagieren, wo die Kunden die Maßnahmen nicht bereitwillig mittragen, wird nicht gesagt. An wen sich Kunden bei Fragen oder Sorgen wenden sollen, ebenfalls nicht.

LIDL appelliert an die Verantwortung der Kunden

Ähnlich unkonkret antwortet auch Lidl: „Zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter setzen wir bundesweit zu Corona-Zeiten ein einheitliches Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzept um und orientieren uns dabei an den Vorgaben der Behörden vor Ort. Am Eingang der Filiale informieren wir Kunden auf Plakaten, dass Mund und Nase bedeckt sein müssen. Wenn es zudem behördlich vor Ort angeordnet ist, werden unsere Mitarbeiter dahingehend sensibilisiert, Kunden bei Bedarf auf die Maskenpflicht hinzuweisen. Sollten Kunden aus gesundheitlichen Gründen durch ein ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit sein, können sie in unseren Filialen ohne Maske einkaufen. Wir appellieren an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit der Situation und rücksichtsvoll miteinander umzugehen und sensibilisieren unsere Kollegen entsprechend kontinuierlich dafür.“

Die Aussage, dass die Mitarbeiter nur dann „dahingehend sensibilisiert“ werden, Kunden anzusprechen, „wenn es zudem behördlich vor Ort angeordnet ist“, läßt aufhorchen.

Bei Kaufland sollen die Kunden gezielt angesprochen werden

Ein wenig ausführlicher antwortet Kaufland:  „Zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter setzen wir bundesweit zu Corona-Zeiten ein einheitliches Hygiene- und Schutzmaßnahmenkonzept um und orientieren uns dabei an den Vorgaben der Behörden vor Ort. Am Eingang der Filiale informieren wir Kunden auf Plakaten, dass Mund und Nase bedeckt sein müssen. Wenn es zudem behördlich vor Ort angeordnet ist, werden unsere Mitarbeiter dahingehend sensibilisiert, Kunden bei Bedarf auf die Maskenpflicht hinzuweisen. Sollten Kunden aus gesundheitlichen Gründen durch ein ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit sein, können sie in unseren Filialen ohne Maske einkaufen. Wir appellieren an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit der Situation und rücksichtsvoll miteinander umzugehen und sensibilisieren unsere Kollegen entsprechend kontinuierlich dafür.“

Keine Wort über das Verhalten der Mitarbeiter oder über Verhaltensregeln für Mitarbeiter

Aber auch Kaufland geht mit keinem Wort auf die Fragen ein, wie man sich gegenüber Kunden oder Mitarbeitern verhält, die sich nicht an die Maskenpflicht halten und auf die höfliche Ansprache nicht reagieren. Auf die Frage nach möglichen Hausverboten oder Ordnungswidrigkeitsanzeigen oder nach arbeitsrechtlichen Konsequenzen geht keiner der befragten Discounter ein.

EDEKA-Personal ist angehalten, Kunden anzusprechen

Die deutlichste Wortwahl von allen hat die Antwort von EDEKA, es ist auch die einzige Antwort, die auf die Frage nach bisherigen Fällen eingeht: „Grundsätzlich können wir Ihnen aber Folgendes mitteilen: Die Mitarbeitenden in den Märkten sind angehalten, Kundinnen und Kunden auf die geltenden Regelungen hinzuweisen. Kundinnen und Kunden, für die bzgl. der Maskenpflicht ein Ausnahmefall (z.B. gesundheitliche Gründe) zutrifft, müssen dies glaubhaft machen und ggf. einen entsprechenden Beleg vorzeigen.

Unser übergeordnetes Ziel ist es, allen Kundinnen und Kunden einen sicheren Einkauf zu ermöglichen, bei dem sie sich trotz der herausfordernden Umstände wohl fühlen. Hier sind wir auf das Verständnis aller und eine gegenseitige Rücksichtnahme angewiesen. Der weitaus größte Teil unserer Kundinnen und Kunden respektiert die Maßnahmen und hält sich vorbildlich daran. Besondere Vorkommnisse sind uns bis dato nicht bekannt.“

Es gibt aber „besondere Vorkommnisse“

Solche „besonderen Vorkommnisse“ stellen einen Ordnungswidrigkeit dar (siehe § 24 Nr. 1 CoronaVO), teilt das Landratsamt des Hohenlohekreises mit. „Das Landratsamt hat in insgesamt fünf Fällen diesbezüglich eine Geldbuße verhängt. Dabei wurde ein Verwarnungsgeld von jeweils 35 Euro (Erstverstoß) festgesetzt. Gegen Ladenbetreiber wurden bisher keine Bußgelder verhängt.“ Wie Sascha Sprenger, Pressesprecher des Landratsamts mitteilt, sind primär die Ortspolizeibehörden „zuständig für die Überwachung der CoronaVO. Der Polizeivollzugsdienst unterstützt bei Bedarf. Zuständig für den Erlass von Bußgeldbescheiden sind wiederum die unteren Verwaltungsbehörden (im Hohenlohekreis das Landratsamt und die Verwaltungsgemeinschaft Öhringen für ihren Zuständigkeitsbereich).“

Stadt Künzelsau antwortet ausweichend

Wo das Landratsamt auf die Ortspolizeibehörden verweist, antwortet die Stadt Künzelsau auf den Fragenkatalog von GSCHWÄTZ mit „Bitte wenden Sie sich in Bezug auf Ihre Anfrage an die Pressestelle des Landratsamtes Hohenlohekreis“. GSCHWÄTZ hatte unter anderem gefragt: „Prüft die Stadt (sofern zuständig) gezielt die Einhaltung der Maskenpflicht, etwa durch stichprobenhafte Begehungen?“ Man darf also davon ausgehen, dass durch die Stadt Künzelsau keine Prüfung der Situation in den Verbrauchermärkten stattgefunden hat.

Öhringen gibt detailliert Auskunft

„In erster Linie müsste das Personal im Discounter einen Kunden ansprechen, der keine Maske trägt. Möglicherweise liegt ja ein Ausnahmetatbestand vor, der plausibel gemacht werden kann. Weigert sich der Kunde trotz allem guten Zureden eine Maske zu tragen, kann der Marktleiter von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Kunden des Marktes verweisen. Wenn ein solches Gespräch eskaliert, kann der Marktleiter selbstverständlich den Polizeivollzugsdienst anfordern, der dann den Sachverhalt klären kann und ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren einleitet.“

Eigene Kontrollen führt aber auch die Stadt Öhringen nicht durch: „In einem Discounter gilt vorrangig das Hausrecht. Unser Vollzugsdienst oder unsere Ortspolizeibehörde macht keine stichprobenhaften Begehungen im Discounter.“ Trotzdem gibt es in Öhringen eine ganze Reihe von Bußgeldern: „Grundsätzlich hat das Ordnungsamt Öhringen natürlich bereits Bußgelder gegen Maskenverweigerer verhängt (ca. 25 bis 30) nach dem Bußgeldkatalog für die CoronaVO in Verbindung mit dem IfSG (Infektionsschutzgesetz). Der Bußgeldrahmen liegt zwischen 50 und 250 Euro. Bei Erstverstößen in der Regel 70 Euro. Bußgelder gegen Ladenbetreiber wegen Verstoß gegen die Coronaverordnungen hinsichtlich von Maskenverweigerern gab es nicht, da der Bußgeldkatalog hier nicht die Betreiber unter Strafe stellt.“

Mit Fehlverhalten der Mitarbeiter konfrontiert

Die beiden betroffenen Unternehmen haben wir mit dem Fehlverhalten der Mitarbeiter (in beiden Fällen waren es Männer) konfrontiert – ALDI SÜD antwortet: „Von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarten wir die strenge Einhaltung sämtlicher Vorschriften seitens der Gesundheitsbehörden. Die Umsetzung wird dokumentiert und durch regelmäßige Hygiene-Schulungen und -Kontrollen sichergestellt. Sollten Sie diesbezüglich eine negative Erfahrung in einer unserer Filialen gemacht haben, tut uns das sehr leid.“ Eine Antwort des anderen Discounters haben wir bis jetzt noch nicht erhalten – man versprach allerdings eine konkrete Prüfung, die ein wenig Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Kommunikation wäre vielleicht hilfreich

Das Landratsamt verweist auf die Ortspolizeibehörden, die Stadt Künzelsau verweist auf das Landratsamt. LIDL „sensibilisiert“ seine Mitarbeiter erst dann, wenn das „zudem behördlich vor Ort angeordnet“ ist, die Behörden haben aber  keine speziellen Anforderungen oder Maßnahmenkataloge erlassen.

Discountermärkte potentiell die nächsten Hotspots

Vielleicht sollten die zuständigen Behörden untereinander sowie mit den Discountern kommunizieren – die Discountermärkte könnten sich in der nächsten Zeit nämlich zu Hotspots entwickeln, da diese Märkte für alle Menschen, ob geimpft oder ungeimpft, getestet oder ungetestet, ob Risikogruppe oder nicht, Zutritt haben und ihre Aerosole dort verteilen.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 




Öhringen: Warenverkaufsmarkt statt Weihnachtsmarkt

Wie in vielen anderen Städten in Baden-Württemberg wird auch in Öhringen der Weihnachtsmarkt nicht wie geplant stattfinden. Die Stadt Öhringen erklärt die Hintergründe und teilt mit, was sie als Alternative anbietet:

„Eine Umsetzung unter den nun geltenden 2G plus Regeln ist für uns nicht machbar“

Nach Verkündigung der neuen Corona Verordnung des Landes am Mittwoch, den 24. November, hat die Stadt Öhringen beschlossen, den Öhringer Weihnachtsmarkt in seiner bekannten Form schweren Herzens abzusagen. „Eine Umsetzung unter den nun geltenden 2G plus Regeln ist für uns nicht machbar“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. „Wir möchten dennoch den Menschen nach den Strapazen der letzten Zeit ein Angebot machen und etwas Hoffnung geben. Die neuen Regelungen lassen einen reinen Warenverkaufsmarkt mit 2G zu. Dieser soll nun auf dem Marktplatz und im Schlosshof ab dem zweiten Adventswochenende, ergänzend zum Sortiment des lokalen Einzelhandels, Individuelles, Kunstvolles und Besonderes anbieten. Unter freiem Himmel, mit 2G, Kontrollen, Abstand und Maske, bietet der Warenverkaufsmarkt ein hohes Maß an Sicherheit“, so der OB.

Adventsstimmung kommt nicht zu kurz

Trotz Absage des klassischen Weihnachtsmarktes, kommt die Adventsstimmung in Öhringen also nicht zu kurz. Wie letztes Jahr, sorgen der Glitzer-, Krippen- und Märchenweg unter festlicher Lichtdekoration für besinnliche Stimmung mit Abstand und unter freiem Himmel. Der neu geplante Schlemmerweg entfällt, aber die lokale Gastronomie bietet Genussvolles, der Einzelhandel ein breites Warenangebot für Jung und Alt und der Warenverkaufsmarkt eine besondere Geschenkidee. Wie im Einzelhandel gilt auf dem Markt ebenfalls 2G, Maskenpflicht, ein Abstandsgebot und es wird Kontrollen geben. „Sicherheit hat höchste Priorität, denn jedes Gesetz muss auch kontrolliert werden, sonst bringt es nichts“, so OB Thilo Michler. Für die kontrollierten Personen soll es ein kostenfreies Armband geben. Die Bänder erleichtern dabei allen Händlern und der Gastronomie die Kontrollpflichten hinsichtlich des 2G-Status. Bei den Kontrollen wird das Ordnungsamt zugegen sein. Zusätzlich wird Security eingesetzt. Die Polizei unterstützt. 2G bedeutet, dass geimpfte und genesene Personen Zutritt haben. Sie müssen einen Nachweis mit sich führen. Nicht-immunisierte Personen haben keinen Zugang. Kinder und Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen. Ein Schülerausweis ist vorzuweisen. In der Gastronomie gilt aktuell ebenfalls 2G im Innenbereich. Außenbewirtung ist für nicht-immunisierte Personen mit PCR-Test möglich.

Öffnungszeiten des Warenverkaufsmarktes denen des Einzelhandels angepasst

Norbert Groß und Martin Gseller, beide aus dem HGV Innenstadtressort, begrüßen die Entscheidung für einen reinen Warenverkaufsmarkt. Anna-Maria Dietz vom städtischen Stadtmarketing und Schnittstelle der Stadtverwaltung zum HGV ergänzt: „‘Öhringen. Gemeinsam.‘ ist seit 2019 und dem Beginn der Pandemie das Motto von HGV und Stadt. Wir haben ein Interesse, gemeinsam unter Einhaltung der geltenden Regeln und Schutzmaßnahmen die Innenstadt als Ort lebendig zu halten“, sagt Dietz. Deshalb werden die Öffnungszeiten des Warenverkaufsmarktes denen des Einzelhandels angepasst: freitags 14 bis 19 Uhr und samstags 10 bis 19 Uhr. Um Abstände gut einhalten zu können, werden die Parkplätze auf dem Marktplatz an den drei Adventswochenenden gesperrt. So können die Marktstände mit genügend Freiraum aufgestellt und besucht werden. Alternative Parkmöglichkeiten finden sich am Bahnhof, rund um die Alte Turnhalle sowie die KULTURa und Herrenwiese. Zusätzlich gibt es am 18. und 19. Dezember ein Impfangebot des mobilen Impfteams in der KULTURa von 11 bis 18 Uhr ohne Termin.

Pressemitteilung der Stadt Öhringen




Kollision mit Betonmischer endet tödlich

Der 32-jährige Fahrer eines Citroen-Transporters kollidierte am Donnerstagmorgen, 25. November 2021, bei Öhringen mit einem entgegenkommenden Betonmischer.

Der 32-jährige fuhr auf der Landesstraße 1035 gegen 09.30 Uhr von Öhringen in Richtung Windischenbach und kam aus bislang unbekannter Ursache kurz vor der Ortseinfahrt Windischenbach nach links in den Gegenverkehr. Dort stieß er mit einem entgegenkommenden Betonmischer zusammen. Hierdurch wurde der Citroen-Fahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 44-jährige Fahrer des Lasters blieb unverletzt. Durch den Zusammenstoß entstand Sachschaden in Höhe von rund 115.000 Euro. Außerdem musste die Fahrbahn aufgrund Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis zum Nachmittag gesperrt werden. Neben Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei, war auch ein Gutachter vor Ort.

Pressemitteilung der Polizei




Doch kein „Advent am Schloß“? Weihnachtsmarkt in Künzelsau wird wohl stark reduziert

Viele große und kleine Weihnachtsmärkte können nicht in der geplanten Form stattfinden. Manche sind komplett und ersatzlos abgesagt, anderswo soll ein Alternativangebot die Menschen begeistern.

Seit gestern Abend ist es auch in Künzelsau Stadtgespräch: Der Künzelsauer Weihnachtsmarkt „Advent am Schloß“ kann und wird wohl aufgrund der Auswirkungen der aktuellen Corona-Verordnung nicht in der geplanten Form stattfinden. Stattdessen werden von Stadt und Anbietern Möglichkeiten gesucht, wie man trotz allem eine Weihnachtsstimmung in die Stadt zaubern kann.

Wie das Stadtgespräch zu wissen glaubt, soll es auf mehrere kleine Bereiche hinauslaufen, die festlich geschmückt werden und wo es in kleinem Rahmen auch zu einer festlichen Geselligkeit kommen kann.

Genaueres will die Stadt Künzelsau heute noch bekanntgeben, wie GSCHWÄTZ auf Anfrage erfuhr.

Text: Matthias Lauterer

 




„In anderen Ländern liegen Menschen mit Behinderung einfach im Hinterhof“

Eric Bendel hat einen Traum – er möchte eine internationale Stiftung für Hilfsmittel ins Leben rufen, die beispielsweise Rollstühle sammelt, mit einem zentralen Lager und einer Werkstatt. Damit will er Menschen mit Behinderung, die sich diese Dinge nicht leisten können oder einfach keine Möglichkeit dafür haben, die Chance auf mehr Lebensqualität geben. „Das habe ich schon länger im Kopf“, sagt der gebürtige Ingelfinger. „Und jetzt ist die Zeit gekommen.“ Der 29-Jährige ist selbst auf einen Rollstuhl angewiesen, hat seit einem Motorradunfall eine inkomplette Querschnittlähmung.
„Wir in Deutschland kriegen alles“
Der letzte Schubser, endlich aktiv zu werden, kam schließlich von einem jungen Mann aus der Ukraine. „Pawel hat mich über Instagram gefunden, gekannt habe ich ihn vorher nicht“, erzählt Bendel. „Er hat angefragt, ob ich ihm helfen könne.“ Kurzerhand haben Freunde von Bendel einen Rollstuhl ersteigert, er selbst gibt dem jungen Mann ein Handbike, das noch angepasst werden muss. Dann wird das Ganze verpackt und in die Ukraine verschickt. „Pawel will eventuell die Kosten oder einen Teil davon übernehmen.“ Bei seinem Hilfsprojekt denkt Bendel vor allem an andere Betroffene im Ausland, in Krisengebieten, im Irak, der Ukraine oder in Russland. „In solchen Ländern liegen Menschen mit Behinderung einfach im Hinterhof, die haben nicht die Möglichkeiten wie wir hier“, sagt er. „Wir in Deutschland kriegen alles, haben eine Versicherung.“ Die Betroffenen sollen so wieder mehr Lebensqualität bekommen und sich weiter entwickeln können.
„Noch brauchbare Hilfsmittel werden einfach verschrottet“
Auf der Plattform gofundme hat Eric Bendel jetzt die Crowdfunding-Aktion „Rollingstone Hilfsorganisation“ gestartet, mit der er Geld, aber auch Sachspenden wie gebrauchte Aktivrollstühle, Elektrollstühle, Pflegerollstühle, Zuggeräte wie Handbikes, Gehhilfen und Ersatzteile sammelt. Spenden können Privatleute, aber auch Organisationen, große Firmen oder Sanitätshäuser. Denn was ihn immer beschäftigt hat: „Ich habe einige Zeit in einem Sanitätshaus gearbeitet und dort werden eigentlich noch brauchbare Hilfsmittel verschrottet, weil die Reparatur zu teuer ist.“ Die könnte man aufbereiten und an Bedürftige weitergeben. Finanziert werden soll das Ganze ausschließlich über Spendengelder. Vorstellen kann sich der junge Mann auch, irgendwann „die großen Firmen gerade in Hohenlohe abzuklappern“ – beispielsweise Kontakt zum Carmen Würth Forum aufzunehmen – und dort nach Unterstützung anzufragen.
Lebensqualität durch ehrenamtliches Engagement
Bendels großes Ziel ist eine zentrale Sammelstelle, in der andere Rollstuhlfahrer sich ehrenamtlich einbringen können, denn auch Teilhabe sei wichtig für deren Lebensqualität. Diese könnten beispielsweise die Hilfsmittel aufbereiten, warten und reparieren – quasi von Rollstuhlfahrer für Rollstuhlfahrer – und sie schließlich in alle Welt weitergeben. Vorstellen kann sich der Gründer auch, dass andere Rolli-Fahrer etwas spenden und gleich dazu eine Patenschaft für den Empfänger übernehmen. „So werden wir weltweit verbunden“, sagt er.
Spezialisierte Sanitätshäuser sind eher rar

Der andere Teil seiner Idee ist es, Rollstuhlfahrern in Deutschland mit seinen eigenen Erfahrungen weiterzuhelfen – beispielsweise bei Anträgen, damit die schneller laufen. „Ich vermittle auch Kontakte zu spezialisierten Sanitätshäusern“, erzählt er. Denn eines zu finden, das sich mit den entsprechenden Hilfsmitteln auskennt, sei gar nicht so einfach. „In großen Städten ist das einfacher, aber beispielsweise in Hohenlohe gibt es nichts.“ Außerdem möchte er hierzulande Aufklärung über das Krankheitsbild und die Lebensumstände betroffener Menschen in anderen Ländern bieten, dafür beispielsweise in Schule Vorträge halten. „Da könnte man auch gleich einen oder zwei Rollstühle mitnehmen, die die Schüler dann aufbereiten.“

Text: Sonja Bossert



Monty Python kommt nach Jagsthausen

Musicals sind seit 1990 fester Bestandteil der Spielplangestaltung und ein Markenzeichen der Burgfestspiele, schreibt die Burgfestspiele Jagsthausen gGmbh. Daher wird es auch in der 71. Spielzeit wieder ein neues Musical geben: „Monty Python’s SPAMALOT“ kommt am Samstag, den 11. Juni 2022, auf die Burghofbühne. Spamalot (Musik von John Du Prez & Eric Idle / Buch und Liedtexte von Eric Idle / Deutsch von Daniel Große Boymann) erzählt auf humorvolle und sehr freie Weise die Geschichte von König Artus auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Unterstützt wird der Monarch von seinem treuen Diener „Patsy“ und den Rittern der Tafelrunde. Es beginnt eine ereignisreiche Reise durch das Königreich, garniert mit allerhand Kuriositäten und schrägen Einfällen: Scharen von Showgirls mischen die Truppe auf, die Tafelrunde tagt in einem glitzernden Las Vegas-Casino und Ritter Lanzelot entpuppt sich als leidenschaftlicher Copacabana-Tänzer. Das schräge Musical basiert auf dem Monty Python-Filmklassiker „Die Ritter der Kokosnuss“.

Eine neue Sicht auf den Götz

Wieder eine neue Sicht auf das Traditionsstück „Götz von Berlichingen“ – auch im kommenden Sommer wird es mit einer Neuinszenierung eine neue Sicht auf das turbulente Leben und Wirken des Ritters mit der eisernen Hand geben. Dieses Stück um Freiheit und Gerechtigkeit feiert am Freitag, den 17. Juni 2022, Premiere im Burghof. Götz von Berlichingen steht in Fehde mit dem Bischof von Bamberg. Er nimmt Weislingen, seinen ehemaligen Jugendfreund und Berater des Bischofs, gefangen. Götz überzeugt Weislingen, sich mit ihm auf die Seite der Fürstengegner zu stellen. Doch bei einem erneuten Besuch am Hofe in Bamberg gerät Weislingen in den Bann der schönen Adehlheid von Walldorf und verrät Götz erneut. Gleichzeitig erheben sich die Bauern.

Kultkomödie „Ladies Night“ in einer schwäbischen Version

Nach dem Erfolg des schwäbischen Humorformats „Laible und Frisch – Urlaubsreif“ findet sich auch im Spielplan 2022 wieder eine weltbekannte Kultkomödie, die von Monika Hirschle eigens für die Burgfestspiele ins Schwäbische übertragen wird: „Ladies Night“ (von Stephen Sinclair und Anthony McCarten / Deutsch von Annette und Knut Lehmann). Die englische Kultkomödie, übersetzt in die schwäbische Gegenwart, feiert Premiere am Freitag, den 24. Juni 2022, im Burghof der Götzenburg. Arbeitslose junge Männer beschließen, sich als Stripteasetänzer zu versuchen. Was mehr oder weniger als Spaß beginnt, wird bald harte Arbeit. Nach anfänglich tollpatschigen Versuchen nehmen sie Unterricht bei einem weiblichen Revuestar und perfektionieren ihre Show. Die jungen Burschen entsprechen vollkommen den weiblichen Zuschauererwartungen und werden erfolgreich.

Sherlock Holmes geht mit Dr. Watson auf die Suche nach dem „Hund von Baskerville“

„Baskerville – Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville“ in der Regie von Eva Hosemann kehrt nach vier Jahren zurück in den Burghof an seine erste Spielstätte. Hier feierte die Komödie am 6. Juli 2018 Premiere und spielte eine erfolgreiche Spielzeit, bevor sich die Produktion aus dem Burghof nach Hamburg und später auf große Deutschlandtour verabschiedete. Jetzt ist das Stück um Sherlock Holmes und seinen treuen Gefährten Dr. Watson zurück, um seine Ermittlungen mit Witz und Humor in der Götzenburg wieder aufzunehmen. In einer Wiederaufnahme mit teilweise veränderter Besetzung feiert das Stück am Freitag, den 01. Juli 2022, Premiere im Burghof. Der weltberühmte Sherlock Holmes ist gemeinsam mit seinem treuen Gefährten Dr. Watson dem „Hund von Baskerville“ auf der Spur. Aber ist es wirklich ein Hund, der im Devonshire Moor seine grausamen Verbrechen verübt, oder stecken doch eher menschliche Intrigen hinter den Todesfällen? Und warum benehmen sich alle so überaus verdächtig? Zu allem Überfluss treibt sich auch noch der entflohene Dartmoor-Schlitzer in der Gegend herum, der Holmes blutige Rache geschworen hat.

Umfangreiches Kinderprogramm

Auch für die kleinen Gäste gibt es in der kommenden Spielzeit wieder ein umfangreiches Programm. Mit „Der kleine Vampir“ (von Angela Sommer-Bodenburg) setzen die Burgfestspiele weiterhin auf Klassiker der Kinderbuchliteratur. Anton liebt Gruselgeschichten. Als eines Abends aber ein echter Vampir auf seiner Fensterbank sitzt, jagt ihm das doch einen großen Schrecken ein. Dieser ist schnell vergessen, denn Rüdiger von Schlotterstein ist ein freundlicher Vertreter seiner Art. Während Anton verzweifelt versucht, seine Eltern von der Existenz der Vampire zu überzeugen, kämpfen diese mit dem furchtbaren Geiermeier, der alle Vampire ausrotten will. Ab Samstag, den 04. Juni 2022, warten spannende Abenteuer auf die ungewöhnlichen Freunde. „Die dumme Augustine“, nach dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler wird für Kinder ab 3 Jahren parallel zu „Der kleine Vampir“ im Gewölbe der Götzenburg gespielt. Die Premiere findet ebenfalls am Samstag, den 04. Juni, statt. Tagein tagaus muss die dumme Augustine den Haushalt führen und sich um die Kinder kümmern. Sie träumt davon, so wie ihr Mann, der dumme August, im Zirkus aufzutreten. Eines Tages muss ihr Mann zum Zahnarzt und der Zirkusdirektor braucht eine Vertretung. Augustine nutzt ihre Chance und springt ein. Kann sie das Publikum genauso zum Lachen bringen?

Judas erzählt aus seinem Leben

Den künstlerischen Rahmen schließt ein Gastspiel der Schauspielbühnen Stuttgart. „Judas“ von Lot Vekemans mit Jörg Pauly als „Judas“ wird einmal in der Jakobuskirche Jagsthausen aufgeführt. Sein Name steht für Verrat. Doch wäre das Christentum zu einer Weltreligion geworden, wenn der Judaskuss ausgeblieben wäre? Wir können nicht wissen, wer wir heute ohne seinen Verrat wären. Wir wissen aber, dass wir ohne ihn nicht die wären, die wir sind. Zu allen Zeiten ist über ihn gesprochen und geschrieben worden. Jetzt spricht Judas selbst – über seine Motive, sein Leiden, sein Leben.

„Wir mussten feststellen, wie sehr uns die Kunst fehlt“

Eva Hosemann, künstlerische Leiterin zum bevorstehenden Vorverkaufsbeginn: „Zwei Jahre haben wir uns alle zurückgezogen, zurückgehalten und uns auf unsere persönlichen Perspektiven konzentriert. Schmerzlich mussten wir feststellen, wie sehr uns die Kunst fehlt. Wie sehr sie uns erfüllt und bereichert. Und so machen wir uns endlich wieder auf die Suche nach den anderen Perspektiven, den anderen Lebensentwürfen, Geschichten und Ideen, durch die wir uns selbst begegnen können, in all unseren Facetten. Kunst hilft uns zu werden. Endlich geht’s wieder los!“

Informationen

Karten gibt es ab Montag, den 29. November, über das Internet www.burgfestspiele-jagsthausen.de, per E-Mail burgfestspiele@burgfestspiele-jagsthausen.de, per Fax unter 07943/912 440 oder per Telefon 07943/912 345. Alle Veranstaltungen der Burgfestspiele Jagsthausen werden unter den dann aktuellen behördlich vorgegebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen stattfinden.

Quelle: Pressemitteilung der Burgfestspiele Jagsthausen gGmbH