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Stadtführung „Künzelsau entdecken und erleben“

Ganerben-Stadt, Weltmarktführer, Astronauten-Heimat – an diesen und anderen Schlagworten im Zusammenhang mit Künzelsau ist gar nicht vorbei zu kommen, so die Ansicht von Stadthistoriker Stefan Kraut. „Genau für solche Menschen, die unsere Stadt besser kennenlernen möchten, habe ich eine Stadtführung konzipiert, die Moderne mit der Historie vermengt und in etwa anderthalb Stunden interessante Grundinformationen vermittelt.“

Neben den historischen Sehenswürdigkeiten werden die besonderen Kultureinrichtungen und Einzelhandelsgeschäfte in Künzelsau gezeigt. Auch in den Folgemonaten wird jeweils am ersten Samstag eine Stadtführung angeboten. Aufgrund des Feiertags findet die nächste Stadtführung am Samstag, 8. Januar 2022 statt.

Anmeldung erforderlich – Corona-Regeln beachten

Die Führung beginnt um 11 Uhr. Treffpunkt für „Künzelsau entdecken und erleben“ ist unterhalb vom Alten Rathaus. Von 11 bis 11.15 Uhr ist die Überprüfung der Kontaktdaten und der 2G-Plus-Regel im Alten Rathaus eingeplant. Ungefähr 1,5 Stunden dauert der Rundgang und kostet drei Euro pro Teilnehmer. Die Abstandsregeln sind während der Stadtführung zu beachten und eine Anmeldung ist aufgrund von Corona erforderlich. Während der Führung ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kontakt fürs Anmelden und Buchen bis spätestens Freitag, 7. Januar 2022 um 12 Uhr: Stadtverwaltung Künzelsau, Laura Asum, 07940 129-123, laura.asum@kuenzelsau.de . Außerdem müssen bei der Anmeldung oder vor Ort die Kontaktdaten (Name, Adresse und Telefonnummer) erfasst werden.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Landrat Dr. Matthias Neth kritisiert „Montags-Spaziergänge“

In den vergangenen Tagen wurden dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt acht weitere Omikron-Fälle bestätigt. Aufgrund der besonders schnellen Verbreitung ist davon auszugehen, dass zahlreiche weitere Fälle hinzukommen und diese besorgniserregende Virusvariante bald das Infektionsgeschehen bestimmt.

Versammlungsfreiheit hat ihre Grenzen, wo eine Gefährdung der Öffentlichkeit besteht

Im Hinblick auf diese Entwicklungen kritisiert Landrat Dr. Matthias Neth die sogenannten Montagsspaziergänge: „Wer in dieser Lage gegen die Corona Regeln demonstrieren geht, muss sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und die Vorgaben der Corona-Verordnung einhalten, also insbesondere Maske tragen und Abstand halten. Deshalb appelliere ich an alle Teilnehmer der Proteste: Seien Sie rücksichtsvoll und beachten Sie zu Ihrem eigenen Schutz, aber auch zum Schutz Ihrer Mitmenschen die geltenden Regelungen. Ich halte die Versammlungsfreiheit für eines der wichtigsten Grundrechte unserer Demokratie überhaupt. Allerdings hat die Versammlungsfreiheit dort ihre Grenzen, wo von der Versammlung eine Gefährdung für die Öffentlichkeit ausgeht. Eben diese Gefährdung besteht, wenn viele Menschen ohne Maske und Abstand zusammenkommen und dabei die durch Omikron gestiegene Ansteckungsgefahr ignorieren. Sollte es in Zukunft vermehrt zu solchen Verstößen gegen die Corona-Verordnung kommen, wird ein Versammlungsverbot als letztes Mittel erteilt werden müssen.“

Hintergrund

Alle Versammlungen unter freiem Himmel sind rechtzeitig bei der zuständigen Behörde anzuzeigen, um einen ordnungsgemäßen Ablauf gewährleisten zu können sowie zum Schutz der Teilnehmer und der Allgemeinheit. Für das Gebiet von Öhringen, Pfedelbach und Zweiflingen ist dies die Stadtverwaltung Öhringen, für alle anderen Städte und Gemeinden das Landratsamt Hohenlohekreis. Zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung können allgemeine Auflagen sowie besondere Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes erteilt werden. Nur in absoluten Ausnahmefällen und nach umfassender Abwägung besteht auch die Möglichkeit, eine Versammlung zu verbieten.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Unglaublich: Bettina Würth Bürgermeisterkandidatin für Ingelfingen

10 Schlagzeilen, die wir gerne 2022 lesen möchten:

1. Ingelfingen erhält neues Sportzentrum am Fußballplatz

Der Fußballverein des TSV Ingelfingen, der bis vor kurzem noch selbstständig als Verein unterwegs war, nun aber doch wieder in den Mutterschoß des TSV Ingelfingen zurückgekuschelt ist (wir berichteten), kämpft schon seit Jahren für ein größeres Vereinsheim als das bisherige, das sich direkt neben den Sportplätzen befindet und im Grunde das Vereinsheim der Tennisspieler des TSV ist. Auch architektonische Pläne liegen bereits für den Neubau vor. Von zweistöckig war mal die Rede. Bislang verliefen die Gespräche mti der Stadt ohne konkretes Ergebnis beziehungsweise die Stadt würde nur einen Teilbetrag des geplanten Neubaus bezuschussen und fordert demnach mehr finanzielles Einbringen seitens des Vereins und/oder eines Sponsors. Der Grund: Die Stadt Ingelfingen hat unlängst Millionen für den Neubau der Sporthalle direkt neben der Schule investiert. Dieses Ensemble befindet sich jedoch auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Für größere Turniere und Veranstaltugnen am Sportplatz selbst nutzt diese Halle daher nicht all zu viel. Doch woher das Geld nehmen, wenn nicht stehlen? Vermutlich wird das neue Sportzentrum nur gebaut, wenn sich ein großer Sponsor wie etwa das ortsansässige Unternehmen Gemü findet oder mehrere gößere Sponsoren. Aber auch Sponsoren rechnen sich durch, wieviel Turniere hier letztendlich ausgetragen werden und wieviel Geld sie bereit sind, zu investieren.

Sportplatz am Kocher in Ingelfingen – direkt daneben befindet sich das kleine Vereinsheim. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

2. Landrat Neth kämpft für Wiedereröffnung des Krankenhauses in Künzelsau

Landrat Dr. Matthias Neth setzte den Kurs der Landesregierung Baden-Württemberg, allen voran des damaligen Sozialministers Manne Lucha durch, auch im Hohenlohekreis durch, kleinere Krankenhäuser aus Kostengründen zu schließen (wir berichteten). 2018 war es denn auch so weit. Trotz Heilsversprechen, dass zuerst der Neubau des Krankenhauses Öhringen fertig ist und Künzelsau dann erst schließen soll. Der Neubau in Öhringen ist immernoch nicht fertig  beziehungsweise mit diesem wird eigentlich nun erst begonnen, während das Krankenhaus in Künzelsau seit mittlerweile 3 Jahren geschlossen ist. Und eine Coronapandemie treibt zusätzlich noch das Land um. Dem Personal im Gesundheitswesen wird nunmehr schon seit geraumer zeit in regelmäßigen Abständen Beifall geklatscht. Eine generelle Aufwertung einer ganzen Branche müsste die logische Notwendigkeit während dieser Pandemie sein. Jeder Politiker kann hier sein Zutun dafür leisten.

Intensivbehandlung. Foto: unsplash/Mufid Majnun

3. Andy Kümmerle plant Zweitwohnsitz in Dörzbach.

Was war es für ein Ärgernis für den ein oder anderen Einwohner Dörzbachs, dass Bürgermeister Andy Kümmerle es vorzog, im Dörzbacher Ortsteil Hohebach zu bauen, anstatt im Städtle selbst (wir berichteten). Wie schön wäre es doch für den ein oder anderen Bürger, wenn er nun einen Zweitwohnsitz in Dörzbach planen würde, vielleicht mit einer Wohnung im Schloss von Eyb?

Symbolbild: Ortsschild in Dörzbach. Quelle: GSCHWÄTZ/Archiv

4. Stefan Neumann geht in vierte Elternzeit. Anfang 2021 war es ungewiss, ob Künzelsau bald ohne Bürgermeister da steht, hatte sich der aktuelle Rathauschef doch als Oberbürgermeister in Backnang beworben – und verlor. Daher ist Stefan Neumann der alte und neue Bürgermeister von Künzelsau. Seine Homepage gibt es immernoch, die er für seine Bewerbung damals online gestellt hat. Vielleicht für eine Bewerbung andernorts? Aber wer weiß, vielleicht steht auch die nächste Elternzeit im Hause Neumann an.

Bürgermeister Stefan Neumann. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

5. Bettina Würth Bürgermeisterkandidatin für Ingelfingen

Im Dezember 2021 hat es Michael Bauer amtlich gemacht: Er kandidiert für eine weitere Amtszeit als Bürgermeister in Ingelfingen (wir berichteten). Im Frühjahr 2022 sind die Wahlen. Gemeinderatsmitglieder hätten gerne einen geeigneten Gegenkandidaten. Aber wo suchen, wenn nicht backen? Bettina Würth wäre natürlich ein herausragender Name und zugleich noch eine Frau in dem stark männerdominierten Kochertal. Aber das wird wohl leider nichts, da Bettina Würth in dem Familienkonzern Würth rundherum eingebunden ist. Schade eigentlich. Wir sind gespannt, ob und vor allem dann auch wer sich neben Michael Bauer noch aufstellen lassen wird. Michael Bauer wiederum erfreut sich derzeit nicht allzu großen Beliebtheitswerte in Ingelfingen. Es wird gemunkelt, dass er sich pro forma hat aufstellen lassen, denn auch eine Abwahl würde ihm die volle Bürgermeisterpension in die Kassen spülen. Das wäre nicht der Fall, wenn er gar nicht erst wieder antreten würde. Seit 2006 ist Michael Bauer Bürgermeister in Ingelfingen. Es wäre damit seine dritte Amtszeit, falls er gewählt werden würde. Aber vielleicht macht’s ja doch Bettina.

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

6. Hohenlohe: Erster coronafreier Kreis Deutschlands, Maskenpflicht fällt

Das wäre eine Sensation. Wieder ein Leben ohne Corona, Desinfektionsständer an allen Orten und Maskenpflicht führen. Ein Traum, an den sich manche Kinder schon gar nicht mehr zurückerinnern können. Ja, es gab ein Leben vor Corona. Und genau dahin zurück wollen wir am liebsten wieder reisen. Aber das wird so nichts mehr werden. Fakt ist: Es wird ein Leben vor Corona und nach Corona geben. Die Pandemie hat viele von uns in unserem Innersten verändert. Machen wir das Beste draus. Alles löst sich.

Foto: unsplash/Priscilla du Preez

7. Wiedergeburt der Meinungs- und Pressefreiheit

A propos Corona. Trauen Sie sich noch, in einer Gruppe offen Ihre Meinung bezüglich Corona, de Verordnungen und zum Thema Impfen zu sagen – ohne dass Sie wissen, wie die anderen in dieser Runde denken? Nein? Dann sollten wir uns ernsthaft über unsere demokratischen Umgangsformen unterhalten, die gehörig ins Wanken gekommen sind in dieser verrückten Zeit. Eine eigene Meinung zu haben und offen zu kommunizieren (unabhängig davon, ob sie „richtig“ ist) darf und soll und muss nach wie vor erlaubt sein. Zensur, auch im Internet, bei der Kundgebung einer schlichten Meinung, ist demokratigefährend. Hetze und Hass gehen  natürlich nicht. Aber Kritik durchaus.

Hohes Gut: Presse und Pressefreiheit. Karikatur. Quelle: Jadewelt

8. PHOENIX Nagelsberg steigt in die Bezirksliga auf

Das Sponsoring des PHOENIX durchs GSCHWÄTZ hat sich gelohnt und der PHOENIX kann sportlich die Früchte dieses Sponsorings einfahren. Der Verein steigt in die Bezirksliga auf.

Die Firma Hartmann sponsort den FC Phönix 2002 Nagelsberg e.V. mit drei Bandenwerbungsplakaten. Foto: FC Phönix Nagelsberg

9. GSCHWÄTZ Masken für gratis

Das ist die die einzige Schlagzeile, die vermutlich 2022 wahr werden könnte. Gerne verteilen wir im neuen Jahr immer wieder kostenlos GSCHWÄTZ-Mund-Nasenschutz. Schauen Sie einfach bei uns in der Redaktion vorbei und holen Sie sich eine ab. #fightcorona

Ansonsten schaut doch einfach mal in unseren Shop. Da gibt es alles, was das Herz begehrt: http://www.gschwaetz.de/shop

10. Christian Berner holt die Konzernspitze von Köln zurück nach Garnberg

Damals ein Schlag für viele Mitarbeiter:innen am Standort Garnberg: Als Christian Berner 2016 die Konzernspitze nach Köln abzog, dort, wo er inzwischen lebt. Für Albert Berner, seine Vater, und Bernergründer, war diese Entscheidung vermutlich ebenfalls nicht einfach mitanzuschauen. Quo vadis, Berner? Das fragen sich heute nach wie vor viele Mitarbeiter:innen. Bleibt Garnberg bestehen oder wird der Standort sukzessive abgebaut. Waren es 2016 noch 40 Mitarbeiter:innen am Standort Köln, sind es nunmehr 130, denen dort laut Berner 2.200 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung stehen.

Gegenüber GSCHWÄTZ erklärte der Konzern unlängst, dass nach wie vor rund 1.000 Mitarbeiter:innen am Standort Garnberg arbeiten, auch wenn diverse Mitarbeiter:innen dort eher das Gefühl haben, dass viele gehen und wenige nachkommen (GSCHWÄTZ berichtete).

Einen Rückzug in die Provinz Künzelsau wird es für Christian Berner nicht geben. Gegenüber dem ProMagazin erklärte er: „Er [Sein Vater Albert Berner, Anm. der Red.) liebt und lebt den Ort und kennt seine Leute dort.“ Aber der Sohn [Christian Berner] bleibt sich und seiner Vision treu. Also rührt er den „heiligen Gral Künzelsau“ an. In eine Metropolregion will Christian Berner die Holding der Group verlegen. Für den Vater war es schwer, „aber er war zugänglich, weil ich ihm erklärte, dass es das Beste für das Unternehmen ist“, sagt Christian Berner. Im Jahr 2016 ziehen 40 Mitarbeiter der Holding an den Rhein nach Köln. Den Gerüchten, „die Berner Group verlässt Künzelsau komplett“, tritt Christian Berner bestimmt entgegen und garantiert, dass es bis auf die Holding keine Standortveränderungen geben wird. Diese Zeit geht auch am Junior nicht spurlos vorbei: „Das hat mich Haare und Lebensjahre gekostet“, sagt er und lacht. Bereut habe er es nicht. Die digitale Transformation werde in Köln vorangetrieben. Mit guten Mitarbeiter:innen, die lieber in Köln leben als in Künzelsau.

Die Berner-Stiftung unterstützt nach wie vor finanziell viele Projekte in Künzelsau. Das ist besonders Ursula Berner, der Mutter von Christian Berner, ein Anliegen.

Ursula Berner legte Hand an: Zur Eröffnung der neuen Bocciabahn neben dem Künzelsauer Tennisplatz befestigte sie ein Schild. Foto: GSCHWÄTZ

 




Shisha-Betreiber (28) verdient mehr als eine Million durch Coronatests, die er wohl nie durchgeführt hat

Mehr als eine Million Euro Schaden soll ein 28-Jähriger aus dem Hohenlohekreis verursacht haben. Er soll  in einer Shishabar Coronatests durchgeführt und diese falsch abgerechnet haben.

Der Betreiber einer Örhinger Shishabar eröffnete im Frühsommer ein Coronatestzentrum in seinem Lokal. Obwohl er dort lediglich 5.000 Tests durchgeführt hatte, rechnete er bei der zuständigen Stelle fast 90.000 Testungen ab, wie die Staatsanwaltschaft  Heilbronn und das Polizeipräsidium Heilbronn am Donnerstag, den 30. Dezember 2021, gemeinsam mitteilten.

Bis Oktober 2021 erhielt der Mann für seine angeblich erbrachten Leistungen mehr als eine Million Euro.

Eine Geldwäscheverdachtsmeldung brachte die Strafverfolgungsbehörden auf die Spur des Mannes.

Nach umfangreichen Ermittlungen des baden-württembergischen Landeskriminalamtes und des Kriminalkommissariats Künzelsau ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass die Testungen nicht wie abgerechnet stattgefunden haben können.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung kurz vor Weihnachten wurde der Mann per Haftbefehl festgenommen. Im Rahmen dieser Maßnahmen konnten umfangreiche Vermögenswerte im hohen sechsstelligen Bereich sichergestellt werde, teilten Ermittler mit.

Der Haftbefehl gegen den geständigen und kooperativen Bechuldigten wurde nach der Vorführung beim Haftrichter gegen Auflagen ausser Vollzug gesetzt.

Quelle: dpa




Ärztin auf den Taläckern fordert gezielte Aufklärungsaktionen

Zwar wirbt die Stadt Künzelsau für die Impfung und veranstaltet – neben den regelmäßigen Impfungen der Ärzteschaft im ehemaligen Krankenhausgebäude – immer wieder Impfaktionen, erst in der Stadthalle, inzwischen im ehemaligen Notariat, direkt neben dem Rathaus.

Trotz alledem werden viele Bürger von diesen Aktionen nicht erreicht. So schildert Dr. Andrea Grups, Ärztin auf den Taläckern, die Situation am 07. Dezember 2021 in der Gemeinderatssitzung in drastischen Worten, spricht von „Durchseuchung“ und fordert die Stadt zu gezielten Aufklärungsaktionen auf (GSCHWÄTZ berichtete).  Grups beschreibt ansatzweise die Folgen von Dauerquarantäne auf Familien, die dadurch in erhebliche finanzielle und soziale Probleme rutschen – selbst ohne in die Details zu gehen, sind ihre Worte an Dringlichkeit kaum zu übertreffen.

Taläcker als Hot-Spot

Regelrecht hilflos erwidert Neumann darauf: „Den Leuten, die das betrifft, ist das scheißegal. Es ist an den Leuten, das [die Impfung, Red] zu lassen oder auch nicht“ und verweist auf Banner an der B19 und am Rathaus. Neumanns Auftreten empfanden manche Anwesenden regelrecht als arrogant.

Massnahmen in anderen Städten

In anderen Städten wird gezielt mit fremdsprachigen Flyern in Vierteln informiert, wo die Deutschkenntnisse nicht allzu gut sind. Dort hat man damit Erfolge erzielt, diese Flyer in den Einzelhandelsgeschäften auszulegen, wo die betroffenen Bevölkerungsgruppen einkaufen. Auch die Impfaktionen des Landkreises wurden mehrsprachig beworben. Die Aktion „Dranbleiben BW“ des Landes Baden-Württemberg ist in mehreren Sprachen erreichbar, zum Beispiel in Russisch, das Sozialministerium veröffentlicht seine Corona-Informationen in rund 10 Sprachen:

Dranbleiben BW auf Russisch

Daher hat GSCHWÄTZ bei der Stadt Künzelsau angefragt: „Wurden von der Stadt Künzelsau spezielle Werbeaktionen für die Impfung in Fremdsprachen durchgeführt, zB russisch, türkisch, arabisch?“

Die Antwort auf diese am 7. Dezember gestellte Frage kam am 22. Dezember 2021:

„Unser Integrationsmanager ist persönlich auf die betroffenen Personen zugegangen und hat informiert. Außerdem ist das Impfangebot auf unserer Website jeweils aktuell dargestellt. User können sich die Homepage-Einträge in verschiedene Sprachen online übersetzen lassen.“

Eine Bevölkerungsgruppe, mit deren Sprachkenntnissen im Deutschen es nicht unbedingt zum Besten steht, soll also die Homepage der Stadt Künzelsau aufsuchen, dort zunächst die betreffenden Aufrufe in Deutsch finden – und sie dann noch von einem online-Übersetzer mehr oder weniger schlecht in ihre Muttersprache übersetzen lassen. Für einen Digital-Native sicherlich kein Problem. Aber die Bevölkerungsgruppe, die man auf diese Weise ansprechen will, sind nunmal nicht selten keine digital natives.

Nicht zum ersten Mal überfordert

Es ist nicht das erste Mal, dass die Verwaltung in Künzelsau beim Thema Corona eher überfordert wirkt. So war man dort auch der Meinung, dass die Überwachung der Corona-Regeln nicht der Ortspolizei, sondern dem Landratsamt obliege. Auch auf die Frage, ob die Inzidenz der Stadt Künzelsau – wie im Gemeinderat behauptet – deutlich über 1.000 und deutlich über den gemeldeten Zahlen für den Hohenlohekreis gelegen habe, antwortet man flapsig: „Die RKI-Daten sind öffentlich einsehbar“ – das sind sie tatsächlich, aber halt nur auf Kreis – und nicht auf Gemeindeebene.

Wasser auf die Mühlen …

Die Stadt Künzelsau beruft sich zudem beim Thema Corona auch auf die fehlende Weisung von oben: „Wir setzen die Vorgaben um, aber die Vorgaben müssen gemacht werden.“ Aber damit ist sie nicht alleine. Der Schuldige sitzt ja bekanntlich immer oben.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer

 

 

 




Probealarm im Hohenlohekreis

Am 8. Januar 2022 werden funkansteuerbare Sirenen geprüft

Am Samstag, 8. Januar 2022, findet die nächste turnusgemäße Probealarmierung der funkansteuerbaren Sirenen für die Feuerwehren des Hohenlohekreises statt. Dabei werden die funkansteuerbaren Sirenen aller Gemeinden und Ortsteile im Hohenlohekreis zwischen 11 und 12 Uhr ausgelöst.

Pressemitteilung Hohenlohekreis

 

Seit 1975 informieren bundesweit einheitliche Sirenensignale die Bevölkerung vor Katastrophen aller Art. Grafik: Landratsamt Hohenlohekreis




Jedes Jahr 100.000 Euro: Künzelsauer Fünftklässler werden mit mobilen Endgeräten ausgestattet

Bereits am 28. Juli 2020 hat der Künzelsauer Gemeinderat außerplanmäßig eine halbe Million Euro genehmigt, um Schüler der beiden städtischen Schulen Ganerben-Gymnasium und Georg-Wagner-Schule umgehend mit Notebooks auszustatten. Rund ein Drittel dieser Summe, nämlich 150.562 Euro wurden von Bund und Land gefördert.

Ausgegeben wurden im Schuljahr 2020/21 445.643 Euro, weitere 94.428 Euro wurden anfangs des Schuljahres 2021/22 für die Anschaffung der Geräte für die neuen Fünftklässler ausgegeben. Die fehlenden rund 40.000 Euro wurden über den Digitalpakt gedeckt.

Wichtig im Distanzunterricht

Wie sich im Jahresverlauf gezeigt hat, war dies eine wichtige Entscheidung, konnten doch die Schüler mit diesen einheitlichen Geräten auch dem Distanzunterricht folgen.

Auch für die Folgejahre geplant

Wie die Stadt Künzelsau auf GSCHWÄTZ-Anfrage mitteilt, sollen auch in den Folgejahren „die Fünftklässler der beiden städtischen Schulen mit Endgeräten ausgestattet werden. Im jeweiligen Haushalt sollen dafür 100.000 Euro eingeplant werden.“

Text: Matthias Lauterer

 




Land finanziert zusätzliches Sicherheitspersonal zum Schutz von Fahrgästen und Kontrollpersonal im Öffentlichen Nahverkehr

GSCHWÄTZ berichtete über Masken- und 3G-Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämtern im öffentlichen Nahverkehr. Dabei wurde eine große Zahl von Verstößen dokumentiert. Jetzt hat das Verkehrsministerium reagiert und unterstützt die Verkehrsunternehmen dabei, die gesetzlich geforderten stichprobenartigen Kontrollen durchzuführen: 

Das Verkehrsministerium teilt zu diesem Thema mit: 

Seit Ende November 2021 dürfen Fahrgäste (mit der Ausnahme von Schülerinnen und Schülern außerhalb der Ferien) den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nur noch mit einem Impf–, Genesenen– oder Testnachweis benutzen (3G–Regel). Die Verkehrsunternehmen sind verpflichtet, dies stichprobenhaft zu kontrollieren.

Kontrollaufwand kann mit vorhandenem Betriebspersonal nicht geleistet werden

Das stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen, denn allein mit dem vorhandenen Betriebspersonal kann das nicht geleistet werden. Das Fahrpersonal muss sich vorwiegend um den sicheren und pünktlichen Betrieb kümmern und das Prüfpersonal kann neben den Fahrscheinkontrollen nur in sehr geringem Umfang die 3G–Regel kontrollieren. Leider ist das Personal der Verkehrsunternehmen dabei mitunter auch unkooperativen Fahrgästen ausgesetzt. Daher ist notwendig, dass das Fahr– und Kontrollpersonal durch zusätzliche und qualifizierte Sicherheitskräfte unterstützt und entlastet wird.

Land unterstützt bei den Kosten für externes Sicherheitspersonal 

Verkehrsminister Minister Hermann sagte am Dienstag (28.12.): „Der Einsatz von externem Sicherheitspersonal entlastet das Fahr– und Kontrollpersonal und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer effektiven Umsetzung der 3G–Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln. Daher unterstützt das Land die Verkehrsunternehmen mit der Übernahme der Kosten für externe Sicherheitskräfte mit bis zu 6 Mio. Euro. Der  wirksamste Schutz gegen Infektionen mit dem Corona–Virus ist und bleibt die Impfung. Wer sich impfen lässt, schützt sich und andere Fahrgäste. So bleibt der ÖPNV auch in Pandemie–Zeiten sicher.“

Die Kosten für die Sicherheitskräfte sind im regulären Budget der Verkehrsunternehmen nicht enthalten. Hinzu kommt, dass die Verkehrsunternehmen durch die anhaltende COVID 19–Pandemie seit nunmehr fast zwei Jahren trotz staatlicher Rettungsschirme hohe Zusatzbelastungen zu bewältigen haben.

Unternehmer und Verbände begrüßen die Unterstützung

Der Verband Baden–Württembergischer Omnibusunternehmer, WBO, begrüßt die Unterstützung. WBO–Geschäftsführer Dr. Witgar Weber sagte: „Für das Fahrpersonal bedeuten externe Prüfer eine erhebliche Entlastung. Die Fahrerinnen und Fahrer können sich wieder auf die sichere Beförderung der Fahrgäste und auf die Einhaltung der Fahrpläne konzentrieren – ihre eigentliche Aufgabe.“

Ulrich Weber, Geschäftsführer VDV–Landesgruppe Baden–Württemberg erklärte:
„Wir freuen uns und danken dem Land, dass es die Verkehrsunternehmen bei der Umsetzung der vom Bund beschlossenen Regelung zur 3G–Kontrolle im ÖPNV unterstützt. Wir hoffen, dass die 3G–Regelung im ÖPNV nur von kurzer Dauer sein wird und wir im kommenden Jahr mit einer Entspannung der Lage wieder mehr Fahrgäste in den ÖPNV bekommen können. Vor dem Hintergrund der Erreichung der Klimaziele muss dies unser vorrangiges Ziel sein.“

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg




Auch im neuen Jahr: Impfen ohne Termin in Künzelsau

Am Jahresanfang gibt es gleich an drei Tagen ein zusätzliches Impfangebot in Künzelsau: am 2., 3. und 4. Januar 2022, jeweils von
10 bis 17 Uhr im ehemaligen Notariat am Rathaus, Stuttgarter Straße 7, Künzelsau. (Eingang gegenüber dem Eingang zum Rathaus)

Wichtig: FFP2-Maske ist verpflichtend

Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich. Es werden Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen angeboten. Das Tragen einer FFP2-Maske ist
verpflichtend. Ein Impfpass und ein amtliches Ausweisdokument müssen mitgebracht werden.

Momentan keine Impfung für Kinder unter 12 Jahren möglich

Wichtiger Hinweis: Impfungen für Personen unter zwölf Jahren sind noch nicht möglich.

Auf der städtischen Homepage werden die Angebote laufend aktualisiert: www.kuenzelsau.de/corona .

Auch die mobilen Impfteams sind „zwischen den Jahren“ noch im Einsatz:

  • Dienstag, 28. Dezember: Krautheim, Eugen-Seitz-Bürgerhaus
  • Mittwoch, 29. Dezember: Dörzbach, Universum
  • Donnerstag, 30. Dezember: Bretzfeld-Bitzfeld, Mehrzweckhalle

Auch hier keine Terminvereinbarung notwendig

Die Impfteams sind jeweils von 10 bis 17 Uhr vor Ort, eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, geimpft wird, solange der Vorrat reicht.

Pressemeldungen der Stadt Künzelsau und des Landratsamts Hohenlohekreis




Am Weihnachtsfeiertag mit knapp 2 Promille Auto gefahren

Ein betrunkener Autofahrer nötigte erst einen anderen Verkehrsteilnehmer und wurde anschließend von Polizeibeamten in Forchtenberg kontrolliert. Am Samstagabend, 25. Dezember 2021, befuhr der 30-Jährige mit seinem Chevrolet die Landesstraße 1045. Hierbei überholte er den vorausfahrenden Pkw eines 56-Jährigen und bremste ihn bis zum Stillstand aus, woraufhin der 56-Jährige den Wagen des Mannes mit seinem BMW wieder überholte. Nach kurzer Zeit näherte sich der Chevrolet-Fahrer wieder mit seinem Gefährt, überholte den BMW erneut und fuhr davon.

Alkotest ergibt 2 Promille

Zwischen Forchtenberg und Weißbach hielten Polizeibeamte den 30-Jährigen mit seinem Pkw an und kontrollierten diesen. Dabei stellten sie fest, dass der Fahrer deutlich betrunken war. Ein Alkoholtest ergab knapp zwei Promille. Daraufhin ging es für den 30-Jährige zur Blutentnahme ins Krankenhaus. Der Fahrer musste an Ort und Stelle seinen Führerschein abgeben.

Pressemeldung Polizei Heilbronn