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Die städtischen Schulen laden zum digitalen Tag der offenen Tür ein

Wohin soll es nach der vierten Klasse gehen? Diese Frage stellen sich derzeit viele Familien und eine Entscheidung fällt nicht immer leicht. Deshalb laden sowohl die Georg-Wagner-Schule als auch das Ganerben-Gymnasium die Familien der zukünftigen Fünftklässler zu einem digitalen Tag der offenen Tür mit vielen interessanten Angeboten und persönlicher Beratung ein.

Georg-Wagner-Schule: Digitaler Tag der offenen Tür am 18. und 19. Februar 2022

„Wir bieten Einblicke in unser Schulleben und stellen die Schularten Hauptschule, Werkrealschule und Realschule sowie die Anschluss- und Abschlussmöglichkeiten vor“, lädt Rainer Süßmann, erster Konrektor der Georg-Wagner-Schule, ein. Das Schulteam informiert über den Schulverbund, Profilschwerpunkte, individualisierte Unterrichtselemente, das Bläserklassenmodell, Bildungspartnerschaften, die Schulsozialarbeit und die Gestaltung der offenen Ganztagesbetreuung.

Auf der Schulhomepage unter www.gewas-kuenzelsau.de ist bis zum 11. März 2022 eine Pinnwand freigeschaltet, die vielfältige Einblicke in das Schulleben bietet. Neben Infotexten gibt es einen digitalen Rundgang durch die Schulgebäude, Filme, Bilder, Mitmachangebote und vieles mehr zu entdecken.

Digitaler Vortrag mit Fragemöglichkeit

Zusätzlich wird am Freitag, 18. Februar um 17.30 Uhr und am Samstag, 19. Februar 2022 um 9 Uhr und 11.30 Uhr ein digitaler Vortrag der Schulleitung über die Verbundschule angeboten. „Hier haben Sie auch die Möglichkeit, Fragen an uns zu stellen“, so Rainer Süßmann.

Ebenso stehen die Elternbeiratsvorsitzenden und die Mitarbeiter der Ganztagesbetreuung für Fragen digital oder telefonisch an diesen Tagen zur Verfügung. Auf der digitalen Pinnwand werden die Zugänge zu allen digitalen Räumen ab dem 18. Februar 2022 verlinkt sein. Für den Zugang und die Anmeldung ist weder eine Registrierung noch die Angabe von persönlichen Daten erforderlich.

Neben den genannten Angeboten besteht auch die Möglichkeit zu einem persönlichen digitalen oder telefonischen Beratungsgespräch. Termine werden über die Schulsekretariate vergeben.

Ganerben-Gymnasium: Digitaler Tag der offenen Tür am 19. Februar 2022

Auch das Ganerben-Gymnasium öffnet dieses Jahr seine Türen wieder virtuell für die diesjährigen Viertklässlerinnen und Viertklässler. Dazu wurde ein digitaler Tag der offenen Tür vorbereitet, der ab Montag, 14. Februar 2022 über die Homepage www.ganerben-gymnasium.de zugänglich ist. Die Schulgemeinschaft präsentiert sich dort mit vielfältigen Eindrücken und Informationen.

Offene Sprechstunde mit Schulleitung und Lehrkräften

Am Samstag, 19. Februar 2022 besteht dort zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr ebenfalls die Möglichkeit einer offenen Sprechstunde, bei der die Schulleitung und Lehrkräfte bereitstehen, die Fragen der Familien persönlich und live in Telekonferenzräumen zu beantworten.

Anmeldetage am Ganerben-Gymnasium für neue Fünftklässler und Fünftklässlerinnen

Für die persönliche Anmeldung ist das Sekretariat am Mittwoch, 9. März, und Donnerstag, 10. März 2022, jeweils von 8 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Anmeldung kann per Fax, per Email oder, am einfachsten, über das Anmeldeformular auf der Homepage www.ganerben-gymnasium.de erfolgen. Die Anmeldeblätter 3 und 4 der Grundschulempfehlung müssen im Original bis zum 10. März 2022 (per Post, Einwurf, Abgabe) vorliegen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

Zu den Fotos: Die Georg-Wagner-Schule und das Ganerben-Gymnasium öffnen dieses Jahr die Türen wieder digital für die zukünftigen Fünftklässler. Fotos Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH, und Georg-Wagner-Schule.

 




ebm-papst kooperiert auch während der Coronakrise mit den regionalen Schülern

In der letzten Woche waren Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der GWRS aus Schrozberg in Kleingruppen zu Besuch bei ebm-papst. Der Ventilatorenhersteller aus Baden-Württemberg ermöglicht Schulklassen verschiedener Jahrgänge regelmäßig einen praktischen Einblick in den Ausbildungsalltag – unter Corona-Maßnahmen auch zu Zeiten der Pandemie.

Schülerinnen und Schüler treffen technische Auszubildende

Die technischen Auszubildenden von ebm-papst haben dabei mit den Schülerinnen und Schülern in der Elektrowerkstatt das Spiel „Heiße Bahn“ gelötet. Dazu wurden auf einer Leiterplatte verschiedenste Bauteile verlötet und am Ende die Funktion mit einer Batterie getestet. Die Freude der Schülerinnen und Schüler war groß als alles funktionierte und der spielerische Wettbewerb gegeneinander losgehen konnte. Bei dem Spiel fuhren sie mit einem Kupferstift auf einer auf der Leiterplatte abgebildeten Bahn entlang, bei einem Abkommen von der Bahn gab es Strafsekunden, angezeigt auf einer Siebensegmentanzeige. Wer zuerst im Ziel ankam, gewann. Nach einer Besichtigung der Produktion vor Ort endete der Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Kaffeebecher wird zur Sirene umgebaut

Auch Schülerinnen und Schüler der 6. und 8. Klassen der Bischof von Lipp Schule aus Mulfingen, durften vor kurzem selbst Hand anlegen und ihr Können beim Bohren, Feilen und Montieren unter Beweis stellen. Mit den jüngeren Schülern wurde eine Sirene gebaut. Auf einem Holzbrett wurde mit Reißnägeln und Silberdraht eine Grundstruktur gebildet, welche dann mit verschiedenen Bauteilen verbunden wurde. Über einen Lautsprecher, der mit einem ebm-papst Kaffeebecher und einer 9 Volt Batterie verbunden wird, heulten die Sirenen zur Freude der Schülerinnen und Schüler durch die Räume der Ausbildungswerkstatt.

Ein Schüler der Bischof von Lipp Schule in Mulfingen baut mithilfe verschiedener Bauteile eine Sirene. Foto: ebm-papst

Die älteren Schülerinnen und Schüler waren in der Metallwerkstatt tätig. Diese durften aus Messing einen Karabinerhaken herstellen, dessen Grundform über eine CNC-Fräsmaschine gefräst wurde. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler auch einiges über das CNC-Fräsen erfahren. Zum Schluss durfte jeder seinen Karabiner mit Schlagzahlen und seinem Namen kennzeichnen.

Spielerisch die ersten Grundlagen des Handwerks nahebringen

Johanna Oberhardt, Gruppenleiterin technische Ausbildung bei ebm-papst Mulfingen: „Wir freuen uns immer wieder Schulklassen aus den regionalen Schulen bei uns im Haus begrüßen zu dürfen, um ihnen ebm-papst und die Ausbildung in unserem Haus vorstellen zu können. Zudem bringen wir ihnen spielerisch die ersten Grundlagen des Handwerks nahe.“

Timo Pflüger, Ausbildungsleiter bei ebm-papst Mulfingen: „Besonders in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, den Jugendlichen einen Einblick in unser regionales Unternehmen geben zu können. Wir legen dabei großen Wert auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Aktuell haben wir noch Ausbildungsstellen mit Ausbildungsbeginn 2022 zu besetzen und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen auf unserer Karrierewebsite.“

Pressemitteilung ebm-papst

Bild 1: ebm-papst, Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mulfingen, ermöglicht auch in der Coronakrise regelmäßige Einblicke in seine Ausbildungswerkstatt.

Bild 2: In der Ausbildungswerkstatt von ebm-papst erlernen die Schülerinnen und Schüler der regionalen Schulen Grundlagen des Handwerks.

Bild 3: Ein Schüler der Bischof von Lipp Schule in Mulfingen baut mithilfe verschiedener Bauteile eine Sirene.




Landkreis erteilt „immisionschutzrechtliche Genehmigung“ für fünf der geplanten neun Windräder im Windpark Karlsfurtebene

Das Landratsamt Hohenlohekreis, Umwelt- und Baurechtsamt, teilt als zuständige Genehmigungsbehörde mit, dass die ABO Wind AG, 65195 Wiesbaden, die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von fünf Windenergieanlagen (WEA, „Windpark Öhringen-Karlsfurtebene“) erhalten hat. Diese Genehmigung betrifft die geplanten Anlagen WEA 1, WEA 2, WEA 4, WEA 7 und WEA 8.

Lage der geplanten Windräder im Wald südlich von Waldenburg.
Foto: Homepage ABO Wind

Bau und Betrieb der geplanten WEA 3, WEA 5, WEA 6 und WEA 9 waren im November 2020 abgelehnt worden, da öffentliche Vorschriften des Bauplanungsrechts sowie des Denkmalschutzes entgegenstehen.

Die Öffentliche Bekanntmachung dazu ist auf der Internetseite des Landratsamtes Hohenlohekreis unter www.hohenlohekreis.de zu finden. Dort wird auf insgesamt 139 Seiten begründet, warum die Genehmigung erteilt wurde.

Baugenehmigung ist noch nicht erteilt

Vor der Erteilung einer Baugenehmigung („Roter Punkt“) muß der Projektbetreiber, die ABO WIND AG aus Wiesbaden, allerdings noch diverse Gutachten und Dokumente vorlegen.

„auf jeden Fall ein kleiner Erfolg“

Noch nicht abschließend beurteilen, was diese Genehmigung letzendlich bedeutet, mag Sandra Schulz von der BI Gegenwind. Sie meint „“Nur“ 5 Windräder sind besser als 9 – es ist auf jeden Fall ein kleiner Erfolg.“ Ob die Bürgerinitiative eventuell gerichtlich gegen den Genehmigungsbescheid vorgehen wird, kann sie zum jetzigen Moment nicht sagen: „Wir werden hierzu unseren Anwalt noch zu Rate ziehen und dann entscheiden.“ Eines ist für sie allerdings sicher: „Die Karlsfurtebene wird leider nicht mehr die selbe sein, wenn die Windräder dann mal stehen werden.“

Aus dem Waldenburger Rathaus liegt noch keine Stellungnahme vor – Bürgermeister Herzog will das Thema zuerst im Gemeinderat besprechen.

Text: Matthias Lauterer
unter Verwendung einer Pressenotiz des Hohenlohekreises




Eine Handvoll Gegenprotestler und rund 500 „Montagsspaziergänger“

Start des Aufzuges – in der ersten Reihe ein Kleinkind. Foto: GSCHWÄTZ

Auf rund 550 Teilnehmer schätzt die Polizei die Beteiligung am Künzelsauer „Montagsspaziergang“ vom Montag, den 31.Januar 2022, eine Zahl, die dem GSCHWÄTZ-Reporter Matthias Lauterer als zu hoch erscheint. Wie auch bei den vorhergehenden Aufzügen liefen die Spaziergänger ruhig, von größeren Vorkommnissen ist nichts bekannt. Nur ein Mann konnte sich vor Ort nicht ausweisen. „Er wurde zur Personalienfeststellung zum Polizeirevier Künzelsau gebracht und zeitnah wieder entlassen. Weitere Personalien wurden von der Polizei nicht aufgenommen.“ Warum die Polizeibeamten die Personalien des Mannes aufnehmen wollten, dazu äußerte sich Carsten Diemer, Pressesprecher der Polizei, nicht.

Plakate zu sehen

Vor dem Beginn des Aufzugs waren einzelne Plakate zu sehen – die Träger der Plakate liefen später nicht im Aufzug mit, möglicherweise um den Eindruck einer Demonstration gar nicht erst aufkommen zu lassen. Denn wieder handelte es sich nicht um eine Demonstration im Sinne des Demonstrationsrechts: Die Veranstaltung war erneut nicht angemeldet worden, einen Verantwortlichen gab es auch diesmal nicht.

Polizei fährt deeskalierende Strategie

Plakatträgerin- außerhalb des Aufzugs. Foto: GSCHWÄTZ

„Die Polizei hat zum einen die gesetzliche Aufgabe, das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit zu schützen und deshalb die vom Gesetzgeber formulierten Regelungen der Corona-Verordnung zu überwachen und durchzusetzen. Auf der anderen Seite muss sich das polizeiliche Einschreiten aber auch an dem zu schützenden Grundrecht auf Versammlungsfreiheit orientieren. Bei friedlichen Versammlungen, angemeldet und nicht angemeldet, verfolgt die Polizei einen deeskalativen Ansatz“, informiert Carsten Diemer.

Konsequenzen sind möglich

Er betont aber auch, dass Verantwortliche von nicht angemeldeten Aufzügen mit Konsequenzen rechen müssen: „Oftmals kommt es vor, dass Initiatoren von Versammlungen ihrer Pflicht nicht nachkommen, Versammlungen unter freiem Himmel rechtzeitig bei der Versammlungsbehörde anzukündigen. In diesen Fällen ist es Aufgabe der Polizei, die notwendigen Beschränkungen kurzfristig festzulegen, die beispielsweise auch den Versammlungsort betreffen können. Genau diese Beschränkungen dienen dem Infektionsschutz. Bei Verstößen, beispielsweise gegen die Anzeigepflicht, wird die Polizei ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um die Verantwortlichen zu identifizieren und Ermittlungsverfahren gegen sie einzuleiten.“

Landratsamt zitiert ein aktuelles Gerichtsurteil

Das Landratsamt räumt dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit einen hohen Rang ein und wird in dieser Haltung von einem aktuellen Urteil des VG Stuttgart vom 12. Jauaur 2022 unterstützt, das mit

Der Schutz der Versammlungsfreiheit besteht unabhängig davon, ob die Versammlung an-
meldepflichtig ist und dementsprechend angemeldet wird. Er erfasst auch die „veranstalterlo-
se“ Versammlung.
Der bloße Verstoß gegen die Anmeldepflicht nach § 14 VersammlG stellt noch keine unmit-
telbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit im Sinne des § 15 Abs. 1 VersammlG dar. Dies
gilt auch für solche Versammlungen, die rechtzeitig hätten angemeldet werden können oder
bei denen die Anmeldung aus Nachlässigkeit oder plangemäß überhaupt unterlassen worden
ist.

beginnt.

Eine Gegendemonstration war angemeldet

 

Einsamer Gegenprotest. Foto: GSCHWÄTZ

Laut Pressemeldungen war eine Gegendemonstration zum Spaziergang angemeldet. Über den Veranstalter dieser Demonstration ist nichts bekannt. Auch Hans-Jürgen Saknus, Gründer des Aktionsbündnisses „Künzelsau für Menschlichkeit“ und SPD-Lokalpolitiker, konnte zur angekündigten Demonstration nur sagen, dass diese von einer der bekannten politischen Gruppen in Künzelsau angemeldet wurde. Diese Veranstaltung wurde aber, so teilte es ein Polizeibeamter vor Ort mit, abgesagt.

Trotzdem waren rund eine Handvoll erkennbarer Gegendemonstranten erschienen. Einer dieser Demonstranten, Steffen, erklärt die Motivation, wegen der er sich fast allein den Spaziergängern sichtbar entgegenstellt: „Wenn man in den einschlägigen Telegramgruppen liest, welche Gewalt dort angedroht wird, dann muß man einfach ..:“ Er nennt Beispiele von Drohungen, hat aber keine Kenntnis davon, dass speziell von lokalen Aktiven derartige Drohungen ausgesprochen wurden. Er spricht auch davon, dass viele derartige Spaziergänge gezielt von externen Gruppen besucht und möglicherweise beeinflußt werden. In der Tat waren auf dem Parkplatz an den Wertwiesen überraschend viele Fahrzeuge mit Kennzeichen aus recht weit entfernten Städten geparkt, was Steffens These stützen könnte. Das Landratsamt antwortet auf GSCHWÄTZ-Anfrage allerdings, dass dazu keine Erkenntnisse vorlägen.

Text: Matthias Lauterer




Bist du immun?

Ein Mann aus einem Ingelfinger Teilort  hat mir kürzlich berichtet, dass er Corona hatte und noch immer, nach rund einem Jahr, Symptome von long covid zeigt. Dies zeige sich etwa durch unruhige Nächte und extremes Ausgelaugtsein. Er sagt, er habe seinen Antikörperwert testen lassen. Der Wert sei bei über 1.000. Sprich: Er wird vermutlich ausgrund seiner hohen Antikörperzahl vermutlich nicht mehr so schnell an Corona erkranken. Nur: Der Wert der Antikörper zählt in der Coronaverordnung nicht. Warum spielt dieser wichtige Wert keine Rolle, fragt er sich. Ich verstehe das auch nicht – wie so viele andere Dinge in dieser Pandemie.

Antikörperwert von über 1.000

Derzeit steigt die Zahl der Coronainfizierten wieder rapide an. Es ist nicht mehr so, wie am Anfang der ersten Welle, wo fast niemand jemand gekannt hat, der Corona hat oder hatte. Mittlerweile kennt fast jeder jemanden. Das Verrückte: Nicht selten sind es die frisch geimpften oder geboosterten, die es erwischt. Man kann nun auch argmuntieren, dass es diese Personen „wesentlich schlimmer erwischt hätte“, wären sie nicht geimpft. Aber weiß das schon so genau?

Ein Impfstoff, der weder vor Ansteckung noch vor Weiterverbreitung schützt

So bleibt ein schales Gefühl, wenn man derzeit um sich schaut, zurück. Eijn Impfstoff, der im Schnellverfahren entwickelt wurde, der weder vor Ansteckung noch vor Weiterverbreitung schützt, geschweige denn vor Coronamutationen, wie viel Wert ist dieser Impfstoff eigentlich?

Ein Impfstoff, der vor Corona wirksam und flächendeckend schützt, wäre dringend notwendig und unglaublich wichtig, um Herr über die Pandemie zu werden.

Denn wir kratzen eigentlich schon beinahe an der magischen Impfqotenmarke von rund 80 Prozent in Deutschland. Nur was bringt sie, wenn die Durchseuchung weiter stattfindet? Hieß es im vergangenen Jahr nicht noch von diversen Politiker:innen: Bei über 70 Prozent können wir die Pandemie in den Griff bekommen? Trotz der hohen Impfquote scheint ein Ende nicht in Sicht, geschweige denn, sinkende Zahlen.

Und irgendwie scheint der Politik auch nur noch einzufallen: Lasst euch testen, testen, testen. Lasst euch impfen, immpfen, impfen.

Vermutlich weil keiner der Wahrheit ins Gesicht schauen kann, die da heißt: Auch wenn ihr noch so viel testet und impft,so wird es nicht besser. Das Frühjahr und die milderen Temperaturen werden automatisch dafür sorgen, dass es weniger Fälle gibt. Vielleicht schafft es die Politik dann endlich, in dieser sich beruhigenden Zeit, ein solides Gesundheitssystem auf die Beine zu stellen, Geld in dringend notwendiges gut ausgebildetes Personal zu investieren, . Vielleicht kommt irgendwann einmal ein kluger Kopf auch auf die Idee, flächendeckende Antikörpertests einzuführen, damit nicht blind imer häufiger und häufiger geimpft wird, sondern dass man gezielt schaut, bei wem es wieder von Nöten ist.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




BMW stürzt 30m tief einen Abhang hinunter

Zahlreiche Schutzengel haben am frühen Samstagmorgen in Zweiflingen dafür gesorgt, dass ein 33-Jähriger bei einem Unfall lediglich leicht verletzt wurde. Der Mann war um kurz nach 3 Uhr auf der Landesstraße 1050 zwischen der Kochertalstraße und Friedrichsruhe unterwegs, als er wohl aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen BMW verlor. Der Wagen kam nach links von der Fahrbahn ab und stürzte rund 30 Meter tief einen Abhang hinunter. Dabei streifte der Pkw zwei Bäume, bevor er letztendlich auf der Beifahrerseite liegen blieb.

Fahrer konnte sich selbst befreien

Der 33-Jährige konnte sich selbstständig aus dem Auto befreien und zurück auf die Straße klettern, wo er schließlich von Rettungskräften untersucht wurde. Am BMW entstand ein Schaden in Höhe von rund 30.000 Euro.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Kein Ansprechpartner, unangemeldet, eventuell instrumentalisiert von Reichsbürgern

Der SPD-Politiker und Künzelsauer Gemeinderat Hans-Jürgen Saknus hat eine klare Meinung zu den Montagsspaziergängern.

In einer Demokratie dürfe jeder seine Meinung äussern, auch protestieren dürfe man, aber dann solle dies auch in einem dementsprechenden rechtlichen Rahmen geschehen. Saknus kritisiert im Wesentlichen, dass die Montagsspaziergänge vielerorts  – so wie in Künzelsau (in Bretzfeld sind die Spaziergänge wiederum angemeldet) – unangemeldet gemacht werden und es damit weder einen Ansprechpartner gibt, noch klar ist, welcher konkrete Zweck damit verfolgt werde [Anm. d. Red.: Versammlungen und Demonstrationen sind in Deutschland grundsätzlich erlaubt, unterliegen jedoch einer Anmeldepflicht].

Zudem befürchte er, dass sich etwa Reichsbürger dartige Ansammlungen zu Nutze machen könnten, um die Bürger:innen für ihre Zwecke zu intrumentalisieren beziehungsweise zu beeinflussen. Saknus ist Gründer des Aktionsbündnisses „Künzelsau für Menschlichkeit“.

An der für heute anscheinend geplanten Gegendemonstration in Künzelsau wird Saknus laut eigenen Aussagen aber nicht teilnehmen.




„Die erste Jahreshälfte werden wir alle mit den Beeinträchtigungen klarkommen müssen.“

Seit der zweiten Jahreshälfte 2021 baut die Stadtverwaltung Künzelsau am nördlichen Kocherufer in Künzelsau zwei Regenüberlaufbecken. Mit den beiden Regenüberlaufbecken wird die städtische Kläranlage entlastet, Rückhaltevolumen geschaffen und dem Kocher weniger Schmutz zugeführt. Auswirkungen auf den Verkehr, weil Straßen und Fußwege gesperrt werden müssen, lassen sich leider nicht vermeiden. Noch bis voraussichtlich Freitag, 4. Februar 2022 wird in der ersten Bauphase die Langenburger Straße im Kreuzungsbereich der B 19 in Fahrtrichtung Amrichshausen/Langenburg halbseitig gesperrt.

Erweiterte Sperrung ab 2. Februar 2022

In der zweiten Bauphase, von 7. Februar bis voraussichtlich 18. März 2022, müssen zusätzlich auch die Kocherbrücke halbseitig stadtauswärts, also in Fahrtrichtung B 19 Mergentheimer Straße und Langenburger Straße, sowie der Kreuzungsbereich Zollstockweg/Langenburger Straße in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Lediglich die Fahrspur stadteinwärts von der Mergentheimer Straße über die Kocherbrücke ist dann noch befahrbar.

Halbseitige Sperrung der Kocherbrücke ab 7.Februar 2022.: Bild: Stadt Künzelsau

Während der dritten Bauphase vom 21. März bis voraussichtlich 20. Mai 2022 wird die Kocherbrücke halbseitig stadteinwärts gesperrt. Alle anderen Fahrtrichtungen sind dann wieder freigegeben.

Während der ersten bis dritten Bauphase sind die beiden Aral-Tankstellen, Tiemann Grafik Hohenlohe KG und das Autohaus Koch über die Mergentheimer Straße aus anfahrbar.

In der ersten Juni-Hälfte, der vierten Bauphase, schließt sich das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Erneuerung der Straßendecke der B 19 in der Ortsdurchfahrt an. Während der Pfingstferien müssen dafür der gesamte Kreuzungsbereich Mergentheimer Straße/Zollstockweg/Langenburger Straße und die Kocherbrücke komplett in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Während der Bauphasen eins bis drei können Fußgänger den Baustellenbereich passieren. Das wird in der abschließenden vierten Bauphase nur eingeschränkt oder zeitweise gar nicht möglich sein. Der Nahverkehr Hohenlohekreis (NVH) passt die Buslinien entsprechend an. Die Fahrplanänderungen sind auf der Homepage des NVH eingestellt: https://www.nvh.de/index.php

Was passiert in den drei städtischen Bauphasen 2022?

In den Bauphasen eins bis drei werden im Auftrag der Stadtverwaltung Künzelsau die bestehenden Mischwasserkanäle innerhalb des Kreuzungsbereichs B 19 Mergentheimer Straße/Langenburger Straße/Zollstockweg erneuert. In diesem Zuge werden die Wasserleitung inklusive der Hausanschlussleitungen und Hydrantenschächte, die Kabel der Straßenbeleuchtung, Leerrohre des Parkleitsystems und Breitbandleerrohre neu verlegt. Das bestehende Abwasserpumpwerk in der Mergentheimer Straße wird neu gebaut. Auch hier werden die Wasserleitung erneuert, Breitbandleerrohre verlegt und der Straßenbau wiederhergestellt. Abschließend werden entlang des Kochers wieder die Grünflächen sowie der Rad- und Fußweg angelegt.

Hintergrund

Zwei Regenüberlaufbecken sind bei umfangreichen Erdarbeiten in der zweiten Jahreshälfte 2021 entlang des Kocherufers in Künzelsau eingebaut worden. Schon im Dezember waren die Regenüberlaufbecken komplett mit Erde abgedeckt und sind jetzt nicht mehr zu sehen. Mit einem Fassungsvermögen von 400 und 50 Kubikmeter wurden sie auf rund 110 Meter Länge eingebaut. Das Regenüberlaufbecken an der Kocherbrücke muss aber noch an das bestehende Leitungs- und Kanalsystem angeschlossen werden. Das geschieht in drei Bauphasen, in einer vierten Bauphase wird die Straßendecke der B 19 in der Ortsdurchfahrt vom Land Baden-Württemberg erneuert.

„Bitte haben Sie Verständnis und Geduld.“

„Die erste Jahreshälfte werden wir alle mit den Beeinträchtigungen klarkommen müssen. Bitte haben Sie Verständnis und Geduld. Die beteiligten Baufirmen und das Ingenieurbüro arbeiten mit Hochdruck, dass im Juni alles fertig ist“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Metzgerei Bauer in der Keltergasse ist geschlossen

Vor rund zwei Jahren eröffnete die Metzgerei Bauer aus Neuenstein eine Filiale in Künzelsau und führte damit den traditionellen Metzgereistandort am oberen Markt fort.

Nun wurde die Filiale kurzfristig geschlossen – aus baulichen Gründen, wie ein Schild an der Filiale besagt:

Schild am Eingang der Metzgerei Bauer. Foto: GSCHWÄTZHintergrund ist, so die Geschäftsleitung, dass „vieles nicht geändert worden“ ist. Offenbar können im derzeitigen Bauzustand behördliche Auflagen nicht erfüllt werden.

Die anderen Filialen der Metzgerei Bauer bleiben geöffnet.
Darüber, wie es mit dem Ladenlokal weitergeht und wie es zukünftig genutzt wird, ist noch nichts bekannt.

Text: Matthias Lauterer

 

 




„Dann werde ich jetzt Ihr Elterngeld einfrieren“

Für Hanna Maurer* aus Ingelfingen war es wie ein Schlag in die Magengrube, als sie erfuhr, dass sie quasi acht Monate umsonst gearbeitet hat.

Der Liebe wegen nach Dörrenzimmern gezogen

Die 38-Jährige lebt seit fünf Jahren der Liebe wegen im Hohenlohekreis. Im Januar 2021 erblickte ihr jüngster Spross Ben das Licht der Welt. Vor der Schwangerschaft hat Hanna als Tagesmutter gearbeitet. Ursprünglich wollte die dreifache Mama für ein Jahr und drei Monate nach der Geburt in Elternzeit gehen. Doch daraus wurde nichts. Denn: Nachdem im Januar 2022 ihr Elterngeld ausgelaufen ist, hätte sie bis zum Ende der Elternzeit im April 2022 ihre Krankenkassenbeiträge selbst zahlen müssen, weil sie und der Kindsvater nicht verheiratet sind und Hanna damit nicht automatisch familienversichert. „Daher habe ich ab Januar 2022 wieder angefangen zu arbeiten“, erklärt sie.

Die Sachbearbeiterin war nüchtern und sachlich

805 Euro Elterngeld im Monat hat Hanna im ersten Jahr ihrer Elternzeit bekommen (67 Prozent von ihrem vorigen Nettolohn). Bereits drei Monate nach der Geburt,  im April 2021 fing sie wieder an zu arbeiten. Wöchentlich trug sie drei Stunden lang Zeitungen aus. Ab August war sie zudem noch stundenweise in der Gastronomie tätig. Dann kam das Telefonat mit der L-Bank im Dezember 2021 und der vermeintliche Schlag in die Magengrube. Eigentlich wollte sich Hanna erkundigen, ob sie Anspruch auf Elterngeld zwei hat. Während des Telefonats habe sie der Sachbearbeiterin auch von ihren bisherigen Nebentätigkeiten erzählt. „Ja, das haben sie uns gar nicht gemeldet“, sagte daraufhin die Sachbearbeiterin. „Warum nicht?“ – „Weil ich nicht wusste, dass ich das melden muss“, gab Hanna offen und ehrlich zur Antwort. „Dann werde ich jetzt ihr Elterngeld für Dezember 2021 einfrieren“, erwiderte die Sachbearbeiterin nüchtern und sachlich und erklärte ihr, dass sie in ihrer Elternzeit zu viel verdient habe und sie das in jedem Fall zurückzahlen müsse. „Sie werden dann Post von uns erhalten.“

„Sie werden dann Post von uns erhalten“

805 Euro eingefroren. Das ist viel Geld für eine kleine Familie. Noch gravierender aber: Das gesamte Geld, das Hanna während ihrer Elternzeit in den vergangenen acht Monaten verdient hat, müsse sie nun ebenfalls zurückzahlen. „Ich habe den Betrag grob überschlagen im Kopf“, erinnert sich Hanna beim Gespräch mit Dr. Sandra Hartmann von der Redaktion GSCHWÄTZ. „Das war schon hart.“

„Schlag ins Gesicht für jede Frau, die arbeitet“

Nun ist sie nicht nur traurig, sondern auch ein bisschen wütend. „Man möchte eigentlich nur nebenher ein bisschen arbeiten, um für die Familienkasse etwas beisteuern und dann wirst du dafür auch noch bestraft.“ Das sei ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die arbeite. Auch die Schwarzarbeit werde so gefördert, meint Hanna. Denn: Sie hätte schließlich anstelle von sich selbst auch einfach ihren Mann anmelden können fürs Zeitungen austragen. Aber sie war ehrlich, hat alle Einkünfte offen gelegt und dafür darf sie nun alles zurückzahlen beziehungsweise ihr Partner, der Vater von Ben, zahlt den Betrag nun zurück.

„Frauen wird der wirtschaftliche Wiedereinstieg ja damit erst einmal verbaut“

Sie habe früher neben ihrem Hauptberuf auch immer wieder Minijobs gehabt. Dass das während des Bezuges von Elterngeld nicht gehe, habe sie nicht gewusst. So richtig eindeutig steht das auch nicht auf der Internetseite bezüglich des Elterngeldes. Grundsätzlich heißt es darin, dass Eltern auch während des Bezuges von Elterngeld arbeiten gehen dürfen.

Jeder Zuverdienst wird angerechnet

Etwas verklausuliert kann man hier lesen: „Erzielt man während seiner Bezugsmonate anzurechnendes Einkommen aus nichtselbstständiger oder selbstständiger Tätigkeit, wird das Elterngeld nur noch anteilig ausgezahlt. Der Zuverdienst wird nicht einfach „abgezogen“. Die Elterngeldstelle ermittelt den Differenzbetrag vom Elterngeld-Netto (der durchschnittliche mtl. Verdienst des Antragstellers im Bemessungszeitraum) und dem anzurechnenden Zuverdienst. Die zuvor ermittelte Ersatzrate (i.d.R. 65 Prozent) wird dann nur noch auf den Differenzbetrag angewendet und als Elterngeld ausgezahlt.“ Ergo: Grundsätzlich wird jeder Zuverdient auf das Elterngeld angerechnet und dementsprechend abgezogen. Dementsprechende Freibeträge gibt es nicht.

„Das ist der Wahnsinn“

„Das ist der Wahnsinn. Du meldest das und dann musst du das hart verdiente Geld wieder zurückzahlen. Als Frau stehst Du sowieso immer zwischen den Stühlen. Du hast Kinder, du hast Arbeit. Ein Privatleben hast du nur noch selten.“ Auch der Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Schwangerschaft ist in Deutschland nach wie vor nicht immer leicht. Es gibt noch immer zahlreiche Arbeitgeber, die nicht „Hurra“ schreien, wenn man verkündet, dass man in Elternzeit gehe. „Frauen wird der wirtschaftliche Wiedereinstieg ja damit erst einmal verbaut. Soll mit solchen Maßnahmen das Hausfrauendasein gefördert werden?“, fragt sich Hanna und betont: „Ich gehe gerne arbeiten.“ Auch eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit möchte sie sich damit bewahren. Denn: „Allein mit Elterngeld bekommst du als Frau ja nicht mal ein neues Auto finanziert.“

„Einen Job als dreifache Mami zu finden, ist auch nicht die einfachste Sache der Welt.“

Und dann bekommt man noch gesagt: „Du bist doch selber dran Schuld.“ Aber was viele nicht bedenken oder wissen: „Einen Job als dreifache Mami zu finden, ist nicht die einfachste Sache der Welt.“ Bis April 2022 arbeitet Hanna nun wieder als Tagesmutter, 23 Stunden wöchentlich, vier Tage die Woche. Auf ihren Ben passt dann die Oma auf.“Da haben wir die Stunden der Oma aufgestockt“, sagt sie mit einem Augenzwinkern und lacht.

*Zum Schutz der Betroffenen hat die Redaktion den Namen der Familienmitglieder geändert.

Text: Dr. Sandra Hartmann