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Senioren schreiben Wutbrief an die Stadt & Gemeinderäte

In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 15. Februar 2022, wird ein Brief verlesen, der auch den müdesten Krieger an diesem Abend aufhorchen lässt. Die Senioren meldeten sich zu Wort, genauer gesagt, die Initiative Rentner Eberstal. Der Grund: Reihenweise Bäume wurden am Grillplatz in Eberstal gefällt. Für sie nicht nachvollziehbar.

Anbei veröffentlichen wir den Inhalt des Schreibens:

„Zur aktuell laufenden Durchforstungsaktion am Grillplatz in Eberstal möchten wir uns, die „Initiative Rentner Eberstal“. mit diesem Schreiben zu Wort melden.

Der Grillplatz, der in den vergangenen Jahren, von uns liebevoll gepflegt (Bäume und Sträucher schneiden), instand- (Bänke repariert und gewartet), sauber und sicher gehalten wurde. ist nun in einem Zustand, der uns und auch viele weitere Bürger in und um Eberstal schockiert hat.

Laut Aussage des zuständigen Revierförsters wurde im Rahmen des Forstwirtschaftsplans der Wald um den Grillplatz durchforstet.

Uns stellt sich die Frage, ob die Durchforstung in diesem Maße wirklich notwendig gewesen war.

Wir möchten darauf hinweisen, dass der Wald als Biotop ausgewiesen ist.

Das Ergebnis sieht erschreckend aus. Durch die fehlenden Baume und Sträucher fehlt nun der Sicht- und Windschutz. Auch der natürliche Sonnenschutz ist nicht mehr gegeben.

Für uns Eberstaler, war dieser Ort immer ein besonderer, den wir gerne genutzt haben um gemütliche Stunden zu verbringen und auch Feste dort zu feiern,

Für all die Arbeiten, die wir ehrenamtlich und in Abstimmung mit dem Bauhofleiter erbracht haben, fühlen wir keine Wertschätzung. Darüber sind wir sehr enttäuscht und es stellt sich für uns persönlich die Frage, ob unser Einsatz unnütz war.

Gerne hätten auch wir, die Mitglieder der Initiative Rentner, die anfallenden Forstarbeiten, speziell am Grillplatz, durchführen können. Viele von uns verfügen über Erkenntnisse und die benötigen Arbeitsmittel.

Uns ist natürlich klar, dass diese Aktion nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wir hoffen aber auf Ihr Verständnis. dass wir den Grillplatz wieder gerne in einem für uns zufriedenstellen Zustand haben möchten, an dem wir uns in einigen Jahren, wieder erfreuen können.

Deshalb würden wir es sehr begrüßen. wenn der Grillplatz entlang der Straße wieder mit neuen Bäumen bepflanzt wird.

Zur Wiese hin, hoffen wir, dass der natürliche Jungwuchs den Sichtschutz und Lichteinfall bald wieder etwas vermindert.

Sicherlich wäre ein Gespräch hierzu in beidseitigem Interesse zielführend.

Die Initiative Rentner Eberstal

In der Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Michael Bauer darauf hingewiesen, dass das Thema nochmal in der nächsten Sitzung, wenn auch der Förster anwesend ist, angesprochen werden soll. Außerdem habe Bauer bereits Kontakt mit den Rentnern aufgenommen, um eine Lösung zu finden.

 




Energy Balls, Bio-Müsli und Brotaufstrich

Seit mehreren Jahren werden Künzelsauer Marketing-Studierende jedes Semester in Kooperation mit regionalen Unternehmen zu Produktentwickler:innen. Das Besondere daran ist, so steht es in einer Pressemitteilung der Hochschule Heilbronn, dass sie den gesamten Wertschöpfungsprozess eigenständig gestalten. Dafür führen sie eine Marktanalyse durch, entwickeln Produktkonzepte, entwerfen Etiketten, testen die Produkte und erarbeiten die Kommunikation. Als Kooperationspartner kann die Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau im Wintersemester 2021/2022 die Bio-Musterregion Heilbronner Land, vertreten durch die Regionalmanagerinnen Katja von Mentzingen und Julia von Berlichingen, gewinnen. Das Ziel des Projekts: Gemeinsam Ideen für regionale und nachhaltige Produkte entwickeln, welche die Bio-Musterregion Heilbronner Land zukünftig vermarkten kann.

Frisch produziert: die Energy Balls der Bio-Musterregion Heilbronner Land. Quelle: Hochschule Heilbronn

Ideen zunächst freien Lauf lassen

Zunächst lassen die Studierenden ihrer Kreativität freien Lauf, um Produktideen zu finden. Dabei kristallisieren sich in Abstimmung mit der Bio-Musterregion mit Energy Balls, Müsli sowie Brotaufstrich drei Favoriten heraus. „Wir waren sehr beeindruckt von der Kreativität der Studierenden“, so Regionalmanagerin vvon Berlichingen. Im nächsten Schritt geht es darum, für die drei Produkte in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerbetrieben der Bio-Musterregion konkrete Prototypen herzustellen, inklusive der Verpackungen und Etiketten. Ein Highlight des Projektes ist die gemeinsame Produktion der Erzeugnisse unter professioneller Anleitung durch Partnerbetriebe der Bio-Musterregion. „Das Projekt hat uns allen sehr großen Spaß gemacht“, so Studentin Sabrina Schlegel stellvertretend für die ganze Projektgruppe, „und wir haben die regionalen Produkte noch einmal ganz neu schätzen gelernt.“ Zum Abschluss des Projekts präsentierten die Studierenden den Vertreter:innen der Bio-Musterregion ihre Endprodukte, die mit Begeisterung angenommen wurden.

Theorie und Praxis verbinden

Die Studierenden blicken auf ein lehrreiches Projekt zurück und bedanken sich herzlich bei den verschiedenen Beteiligten der Bio-Musterregion Heilbronner Land für die umfangreiche Unterstützung des Projektes. „Wir konnten an einem praktischen Beispiel die verschiedenen Schritte im Produktentwicklungsprozess durchführen – und wer hat schon in seinem Studium die Gelegenheit, Produkte selbst zu produzieren“, so Studentin Georgia Chamouratidou. „Durch die Kooperation mit der Hochschule Heilbronn haben wir viele neue Ideen und Impulse für unsere weitere Arbeit erhalten“, zieht auch die Regionalmanagerin von Mentzingen zufrieden Fazit der Zusammenarbeit.

Hochschule Heilbronn

Mit ca. 8.200 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis gut vernetzt.

Quelle: Hochschule Heilbronn

Ansprechpartnerin: Daniela Dijkstra, Daimlerstr. 22, 74653 Künzelsau, Telefon: 07940-1306-241, E-Mail: daniela.dijkstra@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/bm

Pressekontakt Campus Künzelsau: Eva Vogel, Daimlerstr. 22, 74653 Künzelsau, Telefon: 07940-1306-406, E-Mail: eva.vogel@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/campus-kuenzelsau

 




Neues Leben für Ingelfinger Alte Schule

Rechter Hand, wenn man von Niedernhall kommend am Ortseingang links in den Ortskern Ingelfingen Richtung Rathaus fährt, steht kurz vor dem Rathaus die denkmalgeschützte alte Schule am Eingang der Schloßstraße und prägt damit den Eingang des Ingelfinger Altstadtensembles. Der Ingelfinger Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 15. Februar 2022 mit großer Mehrheit die Renovierung des Gebäudes beschlossen, es gab eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

Soll weiterhin eine Obdachlosenunterkunft bleiben, Asylbewerberunterkunft soll hinzu kommen

Bereits 2018 hatte der Gemeinderat die Renovierung beschlossen, führt Bürgermeister Bauer in das Thema ein, allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt keine Fördermittel. Im Jahr 2021 habe man das Sanierungsgebiet Mariannenstraße um die alte Schule erweitert, um Zugriff auf Fördermittel zu bekommen.

Neue Nutzung mit Obdachlosenunterkunft, Wohnungen und Asylbewerberunterkunft

Ortskern Ingelfingen. Rechts die Alte Schule. Foto: GSCHWÄTZ

Andrea Kempf, Architektin, stellt den derzeitigen Zustand und das Ziel vor: Das Erdgeschoß dient heute der Unterbringung von Obdachlosen und Bedürftigen, ein Teil des ersten Obergeschoßes ist vermietet, der Rest des Gebäudes steht leer. Kempfs Konzept sieht im Erdgeschoß weiterhin Sozial- und Obdachlosenunterkünfte vor – 8 Menschen sollen hier unterkommen können. Der momentan ungenutzte Bereich im ersten OG soll zu einer weiteren Mietwohnung ausgebaut werden, das zweite Obergeschoß und das Dachgeschoß soll für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden. Insgesamt 4 kleine Wohnungen für Familien sowie neun Einzelzimmer, dazu Sanitär-, Küchen und Aufenthaltsbereiche, sollen entstehen.

Umfangreiche Renovierungen sind notwendig

Die komplette Installation (Heizung, Wasser, Elektrizität) muss neu eingebaut werden, die Installation einer Gasheizung ist unter dem Dach vorgesehen. Die alten Klassenräume müssen komplett neu gestaltet werden, Wände müssen eingezogen werden. Auch der Brandschutz ist ein wichtiges Thema: Ein Brandschutzkonzept liegt vor, das unter anderem von geeigneten baulichen Maßnahmen begleitet wird.
Eine Außendämmung kann das Gebäude nicht erhalten, es ist denkmalgeschützt, die Decke zum Dach ist bereits gedämmt.

Gesamtvolumen: 1,5 Millionen Euro

Laut Architektin Kempf rechnet man mit Baukosten von rund 1.5 Millionen Euro, wobei in dieser Summe bereits 200.000 Euro Puffer für Unvorhergesehenes – Kempf: „Es ist schließlich ein historisches Gebäude“ – eingerechnet sind.
85 Prozent dieser Summe ist förderfähig, die Förderung beträgt 60 Prozent, so dass die Stadt Ingelfingen mit Kosten von rund 750.000 Euro rechnen muß. Demgegenüber stehen, das betont Bürgermeister Bauer, regelmäßige Einnahmen, denn Bund und Land zahlen für die Unterbringung der Asylbewerber Gelder an die Gemeinden.

Text: Matthias Lauterer




„Es ist schmerzhaft, meine Mutter im Pflegeheim so sehen zu müssen“

Eine GSCHWÄTZ-Leserin aus dem Kochertal hat uns einen Leserbrief zukommen lassen mit der Bitte um Veröffentlichung. Anbei veröffentlichen wir den Brief von Sylvia Bendel:

„Es ist schmerzhaft, meine Mutter im Pflegeheim so sehen zu müssen. Ich besuche meine Mutter wöchentlich. Leider darf ich dies seit Dezember 2021 nicht mehr mit direktem Kontakt, sondern nur noch durch das geschlossene Fenster. Die Kommunikation findet durch „Zettelchen“ oder Gesten statt.

Trotz dass ich selbst genesen bin und mich für jeden Besuch zur Sicherheit testen lasse, wird diese unmenschliche Vorgehensweise durchgezogen. Aufgrund von Atemwegserkrankungen trage ich meist nur medizinische Masken, da mir das Atmen mit der FFP2-Maske sehr schwer fällt.

Mittlerweile versteht meine Mutter die Regeln nicht mehr. Es ist grausam, zu sehen, wie die 95-Jährige hinter der Schweibe weint und es auf unmenschliche Art untersagt ist, sie in den Arm zu nehmen. Dass eine Frau mit dieser Lebenserfahrung noch so etwas erleben muss, es gibt dafür keine Worte.

Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre miteinander verbringen dürfen. Allerdings nicht durch eine Scheibe, ich  möchte sie noch einmal in den Arm nehmen können.“

Anm. der Redaktion: Laut der aktuellen Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht bei einem Besuch in einem Altenheim. Diese und weitere Besuchsregeln in der Übersicht finden Sie hier.




Polizei entdeckt 139 Kilogramm Marihuana bei Kontrolle auf der A6

Bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A6 bei Crailsheim stellte die Polizei einen großen Marihuanafund sicher.

Eine Streife des Polizeipräsidiums Aalen kontrollierte am 07. Februar 2022 in der Nähe von Crailsheim ein Fahrzeug mit spanischem Kennzeichen.

Im Kofferraum des Autos entdeckten die Beamten sechs schwarze Taschen mit insgesamt 139 Kilogramm Marihuana, was zur unmittelbaren Festnahme des Fahrers führte.

Bei dem 22-Jährigen handelt es sich um einen russischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Spanien. Die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und des Zolls übernahm umgehend die Ermittlungen und beschlagnahmte den Drogenfund.

Die Polizei schätzt den Straßenhandelspreis auf 1,4 Millionen Euro. Das Marihuana stammt vermutlich aus Spanien. Der Tatverdächte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.




Altenheim: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglichem Lauschangriff auf Mitarbeiter:innen in Kocherstetten

Über die Zustände in einigen Alten- und Pflegeheimen liest man einiges. Oft geht es um Pflegemängel. Auch wir hatten bereits über diverse Mängel in unterschiedlichen Bereichen im Altenheim Krautheim berichtet.Diese wurden dann vom Betreiber, der BBT-Gruppe, in diversen Punkten nach unserer Berichterstattung korrigiert.

In den letzten Monaten wurde  ein Fall in Schliersee überregional bekannt, wo ein Heim mit rund 140 Bewohner:innen wegen erheblicher Pflegemängel geschlossen werden mußte, ein weiteres Heim desselben Anbieters weist, soviel wurde kürzlich bekannt, wohl ganz ähnliche Mängel auf. Auch der Pflegenotstand, die bekannte Personalknappheit im Pflegebereich, die zu erheblicher Anspannung des Personals führt, ist immer wieder Thema. Aktuell ist die Impfpflicht für das Pflegepersonal in aller Munde.

Wenig Harmonie in der Alten Harmonie in Kocherstetten. Foto: GSCHWÄTZ

Privatgespräche aufgenommen

Was aber im Alten- und Pflegeheim „Alte Harmonie“ in Kocherstetten vor sich geht, ist ein ganz anderes Kaliber: Wie es scheint, herrscht dort wenig Harmonie zwischen Heimleitung und Personal. Wie  sonst wäre es zu erklären, dass dort private Gespräche des Personals in internen Räumen, beispielsweise in einem Aufenthalts- beziehungsweise Pausenraum für das Personal, möglicherweise mitgehört oder sogar mittels Video mitgeschnitten wurden?

Polizeiliche Ermittlungen laufen

Aus diesem Grunde laufen dort Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Ermittelt wird „gegen die Heimleitung und eine weitere Person wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen“. So teilen es Polizei und Staatsanwaltschaft auf GSCHWÄTZ-Anfrage mit. Weitere Informationen wollen die Behörden momentan noch nicht geben – die Ermittlungen dauern noch an.

Es steht also der Verdacht einer Straftat nach §201a StGB im Raum: Sollte es zu einem Verfahren kommen, spricht dieser Paragraf von „bis zu zwei Jahren Haft oder Geldstrafe“.

Heimleitung will keine Stellungnahme abgeben

GSCHWÄTZ hat versucht, eine Stellungnahme der Heimleitung zu erhalten – und bekam von dort den Ratschlag, sich an die Polizei zu wenden. Auf den Hinweis, dass wir das vorab bereits getan hätten, wurde mit dem Kommentar „Dann reicht’s“ aufgelegt.

Text: Matthias Lauterer




Windpark Karlsfurtebene: Betreiber ABO Wind verzichtet auf zwei Windräder

Wie die ABO Wind mitteilt, hat man den „Normenkontrollantrag vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Flächennutzungsplans ‚GVV Hohenloher Ebene'“ zurückgezogen.

Klage gegen zwei von vier Ablehnungen fallengelassen

Pressesprecher Dr. Daniel Duben fährt fort: „Damit lässt das Wiesbadener Unternehmen die Pläne zum Bau der beiden Anlagen des Windparks Öhringen-Karlsfurtebene auf Waldenburger Gemarkung fallen. Die Klage gegen die Ablehnung zweier Anlagen auf Michelbacher Gemarkung bleibt bestehen. Sodass zu den fünf bereits genehmigten Anlagen des Windparks noch zwei weitere Turbinen hinzukommen können.“  „Wir hoffen auf eine zügige Klärung des seit Dezember 2020 anhängigen Verfahrens“, sagt Projektleiter Lars Oelker.

Gründe für die Klagerücknahme sind nicht nicht bekannt

Wie GSCHWÄTZ berichtete, hat das Landratsamt Hohenlohekreis kürzlich fünf der beantragten neun Anlagen genehmigt, bis zu einer Baugenehmigung muss ABO Wind allerdings noch verschiedene Gutachten und Unterlagen nachreichen. Für vier Analgen wurde keine Genehmigung erteilt, gegen diese Ablehnung hatte ABO Wind vor dem Verwaltungsgerichtshof geklagt. Für zwei dieser Anlagen hat ABO Wind nun die Klage zurückgezogen. Über die Gründe der Klagerücknahme äußert sich ABO Wind nicht.

Aktuelle Informationen zu dem Projekt gibt es aus der Sicht von ABO Wind auf  www.windpark-öhringen-karlsfurtebene.de . Die Informationen der Bürgerinititive Gegen-Wind finden sich unter www.gegenwind-waldenburg.de.

Text: Matthias Lauterer

 




Verstärkte Kontrollen und Geschwindigkeitsdisplays im Südhang

Auf der Baustelle im Zusammenhang mit dem Regenüberlaufbecken bei der Kocherbrücke in Künzelsau (wir berichteten) läuft es zeitlich gut. Die Bauarbeiten sind laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau im Zeitplan.

Aktuell erfolgt der Anschluss der beiden Mischwassersammler Zollstockweg und Langenburger Straße an das Regenüberlaufbecken neben der Kocherbrücke. Auch eine Trinkwassernotversorgung wird gerade vorbereitet. Diese wird gebraucht, wenn die Trinkwasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse innerhalb des Kreuzungsbereiches erneuert werden. Sobald diese Leitungen überdeckt sind, werden noch die Leerrohre für das städtische Breitbandnetz, für die Straßenbeleuchtung und die Stromversorgung des Parkleitsystems verlegt. Parallel hierzu verlegen die Netze BW noch Hausanschlüsse für Strom und Gas. Zu guter Letzt werden dann die Oberflächen wiederhergestellt.

Anregungen werden angenommen

Natürlich wirkt sich die Baustelle und die damit verbundene Sperrung auf alle Verkehrsteilnehmer und die Anwohner aus – nicht nur an der Baustelle direkt, auch entlang der Ausweichstrecken. Dafür bitten alle Beteiligten, die Stadtverwaltung Künzelsau und die beteiligte Baufirma, um Verständnis und tun alles, um die Bauarbeiten zügig durchzuführen. Unzufriedenheit, Beschwerden, aber auch Anregungen wie Details, die unter Umständen optimaler geregelt werden könnten, kommen an: bei der Stadtverwaltung, aber auch vor Ort bei den Mitarbeitern der Baufirma und auch beim Straßenverkehrsamt im Landratsamt Hohenlohekreis. Die zuständigen Mitarbeiter:innen der beiden Behörden (Landratsamt und Stadtverwaltung) stehen in engem und guten Austausch und informieren sich zeitnah über Kritik und Anregungen, um entsprechend aktiv werden zu können.

Sehr beengte Verhältnisse

Das Straßenverkehrsamt beim Landratsamt ist für die Verkehrsrechtliche Anordnungen zuständig. Im Rathaus eingehende Anregungen der Anwohner und anderer Betroffener, etwas am Verlauf der Sperrung zu verändern oder diese zu optimieren, werden dorthin weitergegeben und auch rasch umgesetzt – soweit möglich. So wurde beispielsweise auf den angestiegenen Durchgangsverkehr im Nagelsberger Weg reagiert und in diesen Tagen ein halbseitiges Parkverbot eingerichtet. Die Stadtverwaltung bittet, dieses Parkverbot dringend einzuhalten und wird in den nächsten Tagen in diesem Bereich auch immer wieder Kontrollen durchführen. Geschwindigkeitsdisplays erinnern in dem Wohngebiet am Südhang die Verkehrsteilnehmer außerdem an das Einhalten der Geschwindigkeit. Weil die Verhältnisse dort sehr beengt sind, gilt in weiten Teilen Tempo 30.

Schülerlotsen und bessere Beleuchtung

Nachgebessert hat die Stadtverwaltung – unter anderem auch auf Anregungen von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern – in Folgendem: bei den Zebrastreifen und deren besseren Beleuchtung; mit ergänzender Beschilderung und mit Schülerlotsen, die von der Stadt gestellt werden. Die Baufirma hat weiterhin einen verstärkten Blick auf die Straßen und Fußwege und reinigt regelmäßig.

Die Stadtverwaltung und die beteiligte Baufirma bitten alle Verkehrsteilnehmer – auch die Fußgänger – sich an die jeweils aktuellen Verkehrsregelungen zu halten, damit die Bauarbeiten möglichst rasch abgeschlossen und die Einschränkungen für alle möglichst gering gehalten werden können.

Derzeit einseitig befahrbar

Jetzt in der zweiten Bauphase, von 7. Februar bis voraussichtlich 18. März 2022, sind die Kocherbrücke halbseitig stadtauswärts, also in Fahrtrichtung B 19 Mergentheimer Straße und Langenburger Straße, sowie der Kreuzungsbereich Zollstockweg/Langenburger Straße in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Lediglich die Fahrspur stadteinwärts von der Mergentheimer Straße über die Kocherbrücke ist aktuell befahrbar.

Ab 21. März kann man wieder stadtauswärts fahren

Während der dritten Bauphase vom 21. März bis voraussichtlich 20. Mai 2022 wird die Kocherbrücke halbseitig stadteinwärts gesperrt. Alle anderen Fahrtrichtungen sind dann wieder freigegeben. Die beiden Aral-Tankstellen, Tiemann Grafik Hohenlohe KG und das Autohaus Kunze sind über die Mergentheimer Straße aus anfahrbar.

Komplettsperrung in den Pfingstferien

In der ersten Juni-Hälfte, der vierten Bauphase, schließt sich das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Erneuerung der Straßendecke der B 19 in der Ortsdurchfahrt an. Während der Pfingstferien müssen dafür der gesamte Kreuzungsbereich Mergentheimer Straße/Zollstockweg/Langenburger Straße und die Kocherbrücke komplett in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Die Kocherbrücke ist stadtauswärts bis voraussichtlich 18. März 2022 gesperrt. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Ortskundige Verkehrsteilnehmer nutzen Ausweichstrecken am Südhang in Künzelsau. Deshalb kommt es dort zu mehr Durchgangsverkehr. Im Nagelsberger Weg wurde ein halbseitiges Parkverbot eingerichtet. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Ein Zebrastreifen mitten auf der Kocherbrücke gewährt Fußgängern sicheres Passieren der Baustelle.Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Karoline-Breitinger-Schule ab sofort unterwegs im ganzen Landkreis

Hohenlohekreis: Da staunen Iman Al Mohamad und Annika Beck nicht schlecht: „Das ist ja noch nicer, als ich mir das vorgestellt habe!“, staunt die 22-Jährige Annika, Schülerin der Karoline-Breitinger-Schule (KBS) in Künzelsau. Die beiden Schülerinnen zieren ab sofort überlebensgroß einen regionalen Linienbus des Nahverkehrs Hohenlohe (NVH) und werben damit für die Karoline-Breitinger-Schule in Künzelsau. Sie sind beide langjährige Schülerinnen der KBS und es war ihnen ein großes Anliegen, die Werbeaktion unterstützen zu dürfen. „Dass Iman und Annika für unsere Schule werben, steht beispielhaft für den Zusammenhalt und die Wohlfühlatmosphäre an der Karoline-Breitinger-Schule“, unterstreicht Schulleiter Ansgar Hagnauer.

Zwei Schülerinnen machen Werbung für ihre Schule

Beide Schülerinnen sind seit 2018 an der KBS in Künzelsau. Iman kam Ende 2017 aus ihrer Heimat Syrien nach Deutschland und konnte die deutsche Sprache weder verstehen noch sprechen. Heute, fünf Jahre später, steht sie kurz vor dem Abitur und ist eine sehr gute Schülerin. „Mein größter Traum ist es, im Anschluss an mein Abitur Medizin zu studieren“, schwärmt die 22-Jährige. Annika kam mit dem mittleren Bildungsabschluss von der Realschule in Niedernhall. Sie besuchten zuerst gemeinsam das 1-jährige Berufskolleg Gesundheit und Pflege 1 (1BK1P) und im Anschluss das 1-jährige Berufskolleg Gesundheit und Pflege 2 (1BK2P). Mit dem erfolgreichen Bestehen erfüllten sie die Zugangsvoraussetzungen für die Berufsoberschule, an der KBS in der Fachrichtung Sozialwesen. „Mit dem Abitur in der Tasche möchte ich Psychologie studieren“, steht für Annika fest. Dass die beiden die KBS bei dieser Werbeaktion unterstützen, steht außer Frage. „Wir fühlen uns hier mega wohl und wollen, dass sich ganz viele Schüler dafür entscheiden, an die KBS zu kommen. Man hat hier alle Möglichkeiten“, betont Iman.

Karoline-Breitinger-Schule ist vielseitig

Schulleiter Ansgar Hagnauer möchte mit der Buswerbung die Vielfältigkeit an der KBS hervorheben. „Der NVH ist hierfür der ideale Partner. Sie bringen täglich unsere Schülerinnen und Schüler zuverlässig an unsere Schule, so Hagnauer.  Mit der Unterstützung des Landkreises konnte die Werbeidee schnell umgesetzt werden. Der regionale Linienbus ist für die nächsten fünf Jahre im Hohenlohekreis und den angrenzenden Landkreisen im Einsatz.

Information zur Karoline-Breitinger-Schule

Die Karoline-Breitinger Schule in Künzelsau ist eine berufliche Schule des Landkreises mit vielfältigen Bildungswegen. Diese reichen vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Mit ihrem Profil Gesundheit und Pflege wurde im vergangenen Jahr auch die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft in die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau überführt. Diese neue Ausbildung beinhaltet Elemente der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Altenpflege. Hierbei kommen modernste Techniken der Robotik zum Einsatz, die die Ausbildung noch stärker professionalisieren und zukunftssicher machen. Die Ausbildung ist europaweit anerkannt. Desweiteren kann man bereits nach zwei Jahren das Abiturzeugnis in Händen halten. Voraussetzung dafür ist lediglich die mittlere Reife und eine Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf. Das ist an der KBS über die Berufsoberschule möglich. Weitere Infos dazu unter www.kbs-kuen.de.

 




KRIWAN-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück

Die KRIWAN-Gruppe aus Forchtenberg blickt sehr zufrieden auf das vergangene Jahr 2021 zurück: „Der Umsatz der Gruppe konnte in Deutschland und den sechs Auslandstöchtern auf knapp 30 Millionen Euro gesteigert werden und wir sind mit der Ertragslage der Gruppe aktuell zufrieden“ freut sich der Geschäftsführer Dr. Christian Ellwein. „Im vergangenen Jahr haben uns Materialengpässe und Preiserhöhungen bei den Komponenten sehr herausgefordert. Durch die tolle Teamleistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir mit sehr guter Qualität und Lieferfähigkeit wichtige zusätzliche Aufträge für 2022 gewinnen.“

Wichtige neue Aufträge gewonnen

Die KRIWAN-Gruppe produziert Sensoren und Elektronik zum Schutz und zur Digitalisierung von Verdichtern, Pumpen und Ventilatoren und führt im KRIWAN Testzentrum vor allem EMV- und Umwelttests für Automotive und Industrie durch. Insbesondere durch neue Schutzrelais für Wasser- und Abwasserpumpen und neue Sensoren für den Ölstand in Verdichtern erwartet sich die Gruppe weiter überdurchschnittliches Wachstum auch in 2022. „Im kommenden Jahr werden wir auch massiv in die Produktion am Standort Forchtenberg investieren. Insbesondere die Erweiterung unserer vollautomatischen Fertigung von Temperatursensoren auf höchstem Qualitätsniveau ist einer der wichtigen Schwerpunkte. Wir planen mit dem größten Investitionsbudget der Firmengeschichte.“ bestätigt der Vorsitzende des Beirats, Dr. Hans-Hinrich Kruse.

Größtes Investitionsbudget der Firmengeschichte geplant

KRIWAN setzt auch in 2022 weiter die eingeschlagene Strategie um: bei den Elektronikkomponenten für Pumpen wird eine erste Produktlinie für Chemiepumpen mit ATEX-Zulassung in den Markt eingeführt. In der Kälte- und Klimatechnik liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf weiteren Produkten für die neuen Kältemittel wie CO2 oder Propan. Weiterhin wird ein neuer Windsensor mit sehr hoher Korrosionsbeständigkeit speziell für Offshore-Windkraftanlagen eingeführt. Im Testzentrum werden die Fähigkeiten für Hochvolt-Prüfungen erweitert. „Insbesondere Prüfungen und Tests von Komponenten für Nutzfahrzeuge, Kfz, Bahn und andere mobilen Anwendungen sind unsere Stärke“ verdeutlicht der Geschäftsführer des Testzentrums, Prof. Dr. Elmar Zeitler.

Pressemitteilung KRIWAN