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Überraschung: Dieser Mann tritt gegen Michael Bauer bei der BM-Wahl an

Heute erwarten Dr. Sandra Hartmann und Matthias Lauterer bei ihrem Freitagsfrühstück einen Überraschungsgast im GSCHWÄTZ Redaktionsstudio. Die Bürgermeisterwahl in Ingelfingen wird damit doch noch spannend. Ein Gegenkandidat aus dem unmittelbaren Umfeld des amtierenden Bürgermeisters Michael Bauer wirft seinen Hut in den Ring.

Weitere Durchgekaut-Themen: + + + Lauschangriff im Altenheim Kocherstetten + + + „Wie bei einer Drückerkolonne“: Giganetz unterwegs in Hohenlohes Straßen + + + Umsonst gearbeitet: Eine Frau aus dem Hohenlohekreis muss mehrere tausend Euro an Väterchen Staat zurückzahlen

Das erste Interview mit dem Herausforderer Klaus Schmitt lesen Sie exklusiv bei GSCHWÄTZ.




Was ist die Stadt Ingelfingen wert?

Diese Frage klingt so einfach, die Beantwortung ist allerdings sehr schwierig. Genau das ist der Grund, dass die Gemeinden in Baden-Württemberg neuerdings ihre Bilanzen ganz ähnlich wie Konzerne erstellen müssen. Auf diese Weise werden die Vermögenswerte der Gemeinden sichtbar, aber vor allem wird sichtbar, ob die Gemeinden ihr Vermögen auch vernünftig und nachhaltig verwalten. Der Nachweis des nachhaltigen Wirtschaftens ist eines der Ziele, die durch den Ersatz der alten Rechnungslegung („Kameralistik“) durch das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) erreicht werden sollen.

Die Anfangsbilanz zum 1. Januar 2018 ist erstellt

In der Gemeinderatssitzung vom 15. Februar 2022 stellte Kämmerin Carolin Sahm die Eröffnungsbilanz zum 1.1. 2018 vor. Eine Bilanz zum 1.1.2018 im Jahr 2022 vorzustellen, klingt nach großer Verspätung. Das sei aber nicht so, meint Bürgermeister Bauer: „Wir sind die fünfte Gemeinde im Hohenlohekreis, die die Bilanz fertig hat“, sagt er mit ein wenig Stolz in der Stimme.

Komplexe Erfassung eines Vermögens von rund 64 Millionen Euro

Carolin Sahm erläutert anhand einiger Beispiele, dass die Bewertung von Gütern, um sie in die Bilanz aufzunehmen, sehr komplex werden kann. Am Ende kann sie berichten, dass Ingelfingen am 1.Januar 2018 über ein Vermögen von 64.221.470 Euro – das ist die Aktivseite der Bilanz – verfügte.

Dieses Vermögen setzt sich aus Immateriellem Vermögen, Sachvermögen und Finanzvermägen zusammen. Das immaterielle Vermögen ist dabei mit 638 Euro der geringste Teil, das Sachvermögen beträgt 52.581.296 Euro. Darunter fallen bebaute und unbebaute Grundstücke im Eigentum der Stadt, die städtische Infrastruktur, Maschinen und Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Vorräte sowie geleistete Anzahlungen für im Bau befindliche Anlagen. Gerade diese geleisteten Anzahlungen sind ein Indikator dafür, ob eine Stadt in ihr Vermögen investiert. 1.7 Millionen Euro umfasst dieser Posten – ganz grob überschlägig kann man also rechnen, dass die Stadt Ingelfingen rund 5% ihres Vermögens jährlich erneuert.

Klassissche Bausparverträge als Mittel der kommunalen Baufinanzierung

Das Finanzvermögen betrug am 1. Januar 2018 11.539.536 Euro. Dieser Bilanzposten enthält Beteiligungen und Kapitalanlagen, Sondervermögen, Ausleihungen, Wertpapiere, öffentlich-rechtliche sowie privatrechtliche Forderungen und liquide Mittel. Allein die liquiden Mittel betrugen rund 4 Millionen Euro, an Wertpapieren stehen fast 5.5 Millionen Euro in der Bilanz. Diese waren Anfang Januar 2018 sehr konservativ und sicher angelegt, in Festgeld und Bausparverträge bei lokalen Banken.

„Zum 1. Januar 2018 gings uns net ganz schlecht“

Stephan Müller fragt nach: „Ist das gut, gibts da ein Ranking?“ Der Bürgermeister erklärt, dass man diese Bilanzen nicht wirklich vergleichen können, zu unterschiedlich seien die Unterschiede zwischen den Gemeinden, aber – so fügt er schmunzelnd hinzu: „Zum 1. Januar 2018 gings uns net ganz schlecht“.

„dankbar, dass wir da nicht eingebunden waren“

Und Dr. Ulrich Baum (FWV) bedankt sich bei Kämmerin Carolin Sahm für die „tolle Arbeit und wie das so klar vor uns liegt“. Vor allem ist er aber „dankbar, dass wir da nicht eingebunden waren“.

Alle anwesenden Gemeinderäte stimmten der Feststellung der Eröffnugnsbilanz zu.

Text: Matthias Lauterer




Klimaschutzmanagerin mit Heimvorteil

Seit 1. Januar ist die 26-jährige Öhringerin Sophie Strecker die erste Klimaschutzmanagerin der Großen Kreisstadt. „Klimaschutz bedeutet für mich vor allem Teamarbeit. Alle Beteiligten, ob in Politik oder Bürgerschaft, müssen dafür an einem Strang ziehen. Als Kommune sind wir mittendrin in der Gesellschaft und senden durch unser Handeln Signale an die Bevölkerung und Wirtschaft. Ziel sollte sein, die Klimaschutzvorgaben der neuen Bundes- und Landesregierung zu erreichen, aber auch unsere individuellen Ziele für die Stadt zu erarbeiten“, erklärt Sophie Strecker. Nach dem Abitur am Öhringer Wirtschaftsgymnasium, schloss sie ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre ab und war zwei Jahre berufstätig. 2021 absolvierte sie einen Master in Nachhaltigkeitsmanagement, einem interdisziplinären Studiengang an der Universität Ulm. Während des Masterstudiums war sie Werkstudentin im Bereich Umwelt- und CO2-Management bei einem internationalen Entsorgungsunternehmen.

Bereits viele Klimaschutzmaßnahmen

„Wir packen mit der neu geschaffenen Stelle das Thema Klimaverantwortung systematisch an“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. Denn die Große Kreisstadt war in den letzten Jahren nicht untätig. Ob neue Stadtwerke mit Ökostrom und Fernwärmeausbau, das in Auftrag gegebene Mobilitätskonzept, Biotopvernetzung und Blühstreifen, Baumerlenbacher Öko-Garten, Streuobstwiesenpflanzaktion, Carsharing, Ausbau der E-Ladesäulen, Umrüstung der Straßenleuchten zu LED oder die E-Autos im städtischen Fuhrpark. „Wir haben bereits viele lokale Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt. Nun werden die bestehenden und zukünftigen Schritte in ein zukunftsweisendes Klimaschutzkonzept gegossen, das zugleich Grundstein und strategischer Rahmen für unsere Klimazukunft ist“, betont der OB.

Bestandaufnahme und Analyse

Öhringens neue Klimaschutzmanagerin soll die Aktivtäten künftig koordinieren. Zunächst einmal hat sie Zeit, um sich in die laufenden Projekte einzuarbeiten und eine Bestands- und Potenzialanalyse zu erstellen: „Ich analysiere gerade Maßnahmen in vier wichtigen Sektoren: Mobilität, Energie, Landwirtschaft und Abfall. Dazu kommen noch die Forderungen der Bürgerinitiative „Öhringen Klimaneutral bis 2035“ und Themen aus dem städtischen Energieausschuss. Wir sind zwar noch am Anfang des Prozesses zur klimaneutralen Stadt, in den letzten Jahren wurden aber schon viele gute Weichen gesetzt. Zusammengefasst zeichnet sich aber in allem eine klare Linie ab: Energieverbrauch reduzieren und Energieerzeugung neu aufstellen“, betont die Klimaschutzmanagerin. Dazu will Sophie Strecker sich mit dem entstehenden Klimazentrum des Landkreises eng austauschen. „Wir stehen ja vor ähnlichen Herausforderungen und sollten gleich gemeinsam ab April starten und Synergieeffekte nutzen.“

Heimatverbunden

In ihrer neuen Aufgabe kommt Sophie Strecker zugute, dass sie selbst Öhringerin ist und die Stadt mit ihren individuellen Eigenheiten sehr gut kennt. „Ich bin sehr heimatverbunden. Hier im Grünen kann ich gut mit meiner Familie abschalten und genieße vor allem die regionalen, gesunden Lebensmittel. Besonders toll ist, dass ich die Möglichkeit habe mit dem Fahrrad zu meinem Arbeitsplatz zu fahren“, sagt Sophie Strecker. In ihrer Querschnittsaufgabe im Rathaus ist sie nicht nur Ansprechpartnern für die Verwaltung, sondern auch für den Gemeinderat und die Bevölkerung.

Pressemitteilung der Stadt Öhringen

 

 




„Ich habe mich geärgert, als ich die Sendung gesehen habe“

„Ich habe mich geärgert, als ich die Sendung gesehen habe“, sagt der Hohenloher Landtagsabgeordneter Anton Baron in einer Pressemiteilung über die Satiresendung Extra 3 im NDR, die sich vor kurzem über das neu gestaltete Logo der stadt Öhringen lustig gemacht hat, das fast so aussah wie das alte Logo (wir berichteten).

„Städte sind keine Konzerne

„Nicht nur über die hohen Kosten für das neue Logo, sondern auch über die Denkhaltung, welche dahintersteckt“, habe er sich geärgert.
„Städte und Gemeinden sind eben keine Konzerne, die sich an den Mainstream anpassen müssen. Vielmehr sollten genau sie die Attraktivität der eigenen Tradition und Geschichte betonen, welche den Reiz des Lebens dort ausmachen.“

„Ausgaben hätte man besser einsetzen können“

Die Ausgaben in Höhe von 9.000 Euro hätte man besser einsetzen können, um Öhringen in die Zukunft zu bringen, wie von der
Stadtverwaltung blumig formuliert wird. Anton Baron hat eine E-Mail an Herrn Oberbürgermeister Michler gesendet und ihn gebeten, Stellung zu nehmen, wie die hohen Kosten zustande kamen, obwohl sich schon vor der Umsetzung ein Arbeitskreis gegründet hatte. Baron kritisiert: „In Zeiten knapper Kassen bin ich der Meinung, dass die Notwendigkeit eines Rebrandings besonders kritisch beleuchtet hätte
werden müssen.“ 9.000 Euro hat das neue Logo laut der Stadtverwaltung Öhringen gekostet.

 




Geschwister-Scholl-Schule verkauft Skulptur

Wer hat ein 50-er Jubiläum? Benötigen Sie ein besonderes Geschenk zu einem 50. Geburtstag, einem Firmen- oder Ehejubiläum? Haben Sie die Hausnummer 50 und möchten das auf besondere Weise zeigen? Die Geschwister-Scholl-Schule versteigert laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises seine XXL-Skulptur.

Leider konnte dieses Kunstwerk seiner Bestimmung niemals zugeführt werden

Schüler:innen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau haben in zahlreichen Arbeitsstunden eine riesengroße Skulptur zum 50. Geburtstag ihrer Schule gefertigt. Leider konnte dieses Kunstwerk seiner Bestimmung niemals zugeführt werden, weil genau zu diesem Zeitpunkt, als das große Schulfest gefeiert werden sollte, der Corona Lockdown einsetzte. Das war für alle Beteiligten eine große Enttäuschung. Nun soll die „50“ einem guten Zweck dienen. Mit dem Verkauf will die Geschwister-Scholl-Schule die Levana Schule (SBBZ) in Neuwied unterstützen, die bei dem Hochwasser im vergangenen Jahr stark beschädigt wurde.

Das Mindestgebot beträgt 100 Euro.

Gebote und Informationen sind per E-Mail unter foerderverein@gss-kuenzelsau.de möglich bzw. erhältlich.

 




Der Strich ist weg

NDR Extra 3 lacht sich in einem Video-Satirebeitrag schlapp über das neu gestaltete Logo der Stadt Öhringen, das fast so ausschaut wie das alte.

Seit 25 jahren die Stadt Öhringen dasselbe Logo: links ein roter Schlüssel, rechts der Schriftzug der stadt Öhringen, dazwischen ein Trennstrich. Nachdem ein Arbeitskreis das Logo moderner machen wollte, gibt es nun tatsächlich ein neues Logo, das allerdings fast so ausschaut wie das alte, nur der Trennstrich fehlt und der Schriftzug ist mittiger und luftiger geworden.

„Man muss auch mit der Zeit gehen, um an die Bürger ranzukommen in moderner Form. Da steckt viel Arbeit drin“, erklärt Michael Walter von der Stadt Öhringen das neue Logo.

„Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“

Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“, witzeln die NDR-Zuschauer in dem Satirevideo über den hierfür gegründeten Arbeitskreis mit, so der NDR, „Vertretern aus allem Ämtern der Stadtverwaltung Öhringen. Gesamtkosten unter Einbindung eines Grafikbüros: 9.000 Euro laut Michael Walter. Die NDR-Zuschauer erinnern noch an die Folgekosten, etwa, beim Austausch des Briefpapieres. Denn das Logo ist auf jedem Amtsschreiben zu sehen.




Landrat, Hohenloher Bundestagsabgeordnete sowie Lokalpolitiker äussern sich öffentlich und kritisch zu den Montagsspaziergängen

Unter dem Titel „Zusammenhalten in Hohenlohe“ hat der Arbeitskreis Für Demokratie – Gegen Faschismus mit Sitz in Öhringen ein Schreiben bezüglich den derzeit statfindenden im Hohenlohekreis Montagsspaziergängen (wir berichteten) verfasst und lädt zu einer Kundgebung ein. Anbei veröffentlichen wir das Schreiben:

„Demokratiegefährdende Unterwanderungen“

„Mit wachsender Besorgnis beobachten wir die bundesweit und auch bei uns im Hohenlohekreis stattfindenden „Spaziergänge“. Berechtigte Sorgen und Frust von Bürger:innen, die unter den häufig wechselnden Corona-Maßnahmen leiden, mischen sich zunehmend mit demokratiegefährdenden Unterwanderungen aus dem extrem rechten Spektrum, Verschwörungserzählungen und einem generellen Misstrauen und Ablehnung gegen den demokratischen Staat und seine Repräsentanten. Durch die zahlreichen nicht angemeldeten Demonstrationen in Form von so genannten Spaziergängen sollen Polizeibeamt:innen und Ordnungsbehörden an die Belastungsgrenze
gebracht und unsere staatliche Rechtsordnung vorgeführt werden.

„Mit Abstand, FFP2-Masken möchten wir ein Zeichen setzen“

Immer häufiger kommt es zu gewalttätigen Angriffen auf Ordnungskräfte und Funktionsträger:innen. Dies können wir als
Demokrat:innen nicht akzeptieren und setzen uns für unsere gemeinsame Werte auf Basis des Grundgesetzes ein. Der Arbeitskreis Für Demokratie – Gegen Faschismus lädt herzlich zu unserer angemeldeten Kundgebung auf dem Öhringer Marktplatz am Samstag, den 19. Februar 2022, von 13.30 bis 14.00 Uhr ein.

Es sprechen Landrat Dr. Matthias Neth, die Bundestagsabgeordneten Valentin Abel (FDP) und Kevin Leiser (SPD) sowie Freiherr Arnulf von Eyb (CDU) und Catherine Kern (Bündnis 90/Die Grünen) als Abgeordnete des Landtags zu uns. Mit Abstand, FFP2-Masken möchten wir ein Zeichen setzen.

Ein Zeichen für all diejenigen in der Gesamtbevölkerung, die die Corona-Maßnahmen verantwortungsvoll akzeptieren und ihre Mitmenschen schützen. Für die stille Mehrheit, die zwar nicht glücklich über die vielen Einschränkungen in unserem täglichen Leben ist, die sich jedoch Tag für Tag solidarisch zeigt mit den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft und den Mitarbeitenden im Gesundheits- und Pflegewesen. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir in Hohenlohe in dieser
Krise als demokratische Gesellschaft zusammenstehen.“




Senioren schreiben Wutbrief an die Stadt & Gemeinderäte

In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 15. Februar 2022, wird ein Brief verlesen, der auch den müdesten Krieger an diesem Abend aufhorchen lässt. Die Senioren meldeten sich zu Wort, genauer gesagt, die Initiative Rentner Eberstal. Der Grund: Reihenweise Bäume wurden am Grillplatz in Eberstal gefällt. Für sie nicht nachvollziehbar.

Anbei veröffentlichen wir den Inhalt des Schreibens:

„Zur aktuell laufenden Durchforstungsaktion am Grillplatz in Eberstal möchten wir uns, die „Initiative Rentner Eberstal“. mit diesem Schreiben zu Wort melden.

Der Grillplatz, der in den vergangenen Jahren, von uns liebevoll gepflegt (Bäume und Sträucher schneiden), instand- (Bänke repariert und gewartet), sauber und sicher gehalten wurde. ist nun in einem Zustand, der uns und auch viele weitere Bürger in und um Eberstal schockiert hat.

Laut Aussage des zuständigen Revierförsters wurde im Rahmen des Forstwirtschaftsplans der Wald um den Grillplatz durchforstet.

Uns stellt sich die Frage, ob die Durchforstung in diesem Maße wirklich notwendig gewesen war.

Wir möchten darauf hinweisen, dass der Wald als Biotop ausgewiesen ist.

Das Ergebnis sieht erschreckend aus. Durch die fehlenden Baume und Sträucher fehlt nun der Sicht- und Windschutz. Auch der natürliche Sonnenschutz ist nicht mehr gegeben.

Für uns Eberstaler, war dieser Ort immer ein besonderer, den wir gerne genutzt haben um gemütliche Stunden zu verbringen und auch Feste dort zu feiern,

Für all die Arbeiten, die wir ehrenamtlich und in Abstimmung mit dem Bauhofleiter erbracht haben, fühlen wir keine Wertschätzung. Darüber sind wir sehr enttäuscht und es stellt sich für uns persönlich die Frage, ob unser Einsatz unnütz war.

Gerne hätten auch wir, die Mitglieder der Initiative Rentner, die anfallenden Forstarbeiten, speziell am Grillplatz, durchführen können. Viele von uns verfügen über Erkenntnisse und die benötigen Arbeitsmittel.

Uns ist natürlich klar, dass diese Aktion nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wir hoffen aber auf Ihr Verständnis. dass wir den Grillplatz wieder gerne in einem für uns zufriedenstellen Zustand haben möchten, an dem wir uns in einigen Jahren, wieder erfreuen können.

Deshalb würden wir es sehr begrüßen. wenn der Grillplatz entlang der Straße wieder mit neuen Bäumen bepflanzt wird.

Zur Wiese hin, hoffen wir, dass der natürliche Jungwuchs den Sichtschutz und Lichteinfall bald wieder etwas vermindert.

Sicherlich wäre ein Gespräch hierzu in beidseitigem Interesse zielführend.

Die Initiative Rentner Eberstal

In der Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Michael Bauer darauf hingewiesen, dass das Thema nochmal in der nächsten Sitzung, wenn auch der Förster anwesend ist, angesprochen werden soll. Außerdem habe Bauer bereits Kontakt mit den Rentnern aufgenommen, um eine Lösung zu finden.

 




Energy Balls, Bio-Müsli und Brotaufstrich

Seit mehreren Jahren werden Künzelsauer Marketing-Studierende jedes Semester in Kooperation mit regionalen Unternehmen zu Produktentwickler:innen. Das Besondere daran ist, so steht es in einer Pressemitteilung der Hochschule Heilbronn, dass sie den gesamten Wertschöpfungsprozess eigenständig gestalten. Dafür führen sie eine Marktanalyse durch, entwickeln Produktkonzepte, entwerfen Etiketten, testen die Produkte und erarbeiten die Kommunikation. Als Kooperationspartner kann die Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau im Wintersemester 2021/2022 die Bio-Musterregion Heilbronner Land, vertreten durch die Regionalmanagerinnen Katja von Mentzingen und Julia von Berlichingen, gewinnen. Das Ziel des Projekts: Gemeinsam Ideen für regionale und nachhaltige Produkte entwickeln, welche die Bio-Musterregion Heilbronner Land zukünftig vermarkten kann.

Frisch produziert: die Energy Balls der Bio-Musterregion Heilbronner Land. Quelle: Hochschule Heilbronn

Ideen zunächst freien Lauf lassen

Zunächst lassen die Studierenden ihrer Kreativität freien Lauf, um Produktideen zu finden. Dabei kristallisieren sich in Abstimmung mit der Bio-Musterregion mit Energy Balls, Müsli sowie Brotaufstrich drei Favoriten heraus. „Wir waren sehr beeindruckt von der Kreativität der Studierenden“, so Regionalmanagerin vvon Berlichingen. Im nächsten Schritt geht es darum, für die drei Produkte in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerbetrieben der Bio-Musterregion konkrete Prototypen herzustellen, inklusive der Verpackungen und Etiketten. Ein Highlight des Projektes ist die gemeinsame Produktion der Erzeugnisse unter professioneller Anleitung durch Partnerbetriebe der Bio-Musterregion. „Das Projekt hat uns allen sehr großen Spaß gemacht“, so Studentin Sabrina Schlegel stellvertretend für die ganze Projektgruppe, „und wir haben die regionalen Produkte noch einmal ganz neu schätzen gelernt.“ Zum Abschluss des Projekts präsentierten die Studierenden den Vertreter:innen der Bio-Musterregion ihre Endprodukte, die mit Begeisterung angenommen wurden.

Theorie und Praxis verbinden

Die Studierenden blicken auf ein lehrreiches Projekt zurück und bedanken sich herzlich bei den verschiedenen Beteiligten der Bio-Musterregion Heilbronner Land für die umfangreiche Unterstützung des Projektes. „Wir konnten an einem praktischen Beispiel die verschiedenen Schritte im Produktentwicklungsprozess durchführen – und wer hat schon in seinem Studium die Gelegenheit, Produkte selbst zu produzieren“, so Studentin Georgia Chamouratidou. „Durch die Kooperation mit der Hochschule Heilbronn haben wir viele neue Ideen und Impulse für unsere weitere Arbeit erhalten“, zieht auch die Regionalmanagerin von Mentzingen zufrieden Fazit der Zusammenarbeit.

Hochschule Heilbronn

Mit ca. 8.200 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis gut vernetzt.

Quelle: Hochschule Heilbronn

Ansprechpartnerin: Daniela Dijkstra, Daimlerstr. 22, 74653 Künzelsau, Telefon: 07940-1306-241, E-Mail: daniela.dijkstra@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/bm

Pressekontakt Campus Künzelsau: Eva Vogel, Daimlerstr. 22, 74653 Künzelsau, Telefon: 07940-1306-406, E-Mail: eva.vogel@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/campus-kuenzelsau

 




Neues Leben für Ingelfinger Alte Schule

Rechter Hand, wenn man von Niedernhall kommend am Ortseingang links in den Ortskern Ingelfingen Richtung Rathaus fährt, steht kurz vor dem Rathaus die denkmalgeschützte alte Schule am Eingang der Schloßstraße und prägt damit den Eingang des Ingelfinger Altstadtensembles. Der Ingelfinger Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 15. Februar 2022 mit großer Mehrheit die Renovierung des Gebäudes beschlossen, es gab eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

Soll weiterhin eine Obdachlosenunterkunft bleiben, Asylbewerberunterkunft soll hinzu kommen

Bereits 2018 hatte der Gemeinderat die Renovierung beschlossen, führt Bürgermeister Bauer in das Thema ein, allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt keine Fördermittel. Im Jahr 2021 habe man das Sanierungsgebiet Mariannenstraße um die alte Schule erweitert, um Zugriff auf Fördermittel zu bekommen.

Neue Nutzung mit Obdachlosenunterkunft, Wohnungen und Asylbewerberunterkunft

Ortskern Ingelfingen. Rechts die Alte Schule. Foto: GSCHWÄTZ

Andrea Kempf, Architektin, stellt den derzeitigen Zustand und das Ziel vor: Das Erdgeschoß dient heute der Unterbringung von Obdachlosen und Bedürftigen, ein Teil des ersten Obergeschoßes ist vermietet, der Rest des Gebäudes steht leer. Kempfs Konzept sieht im Erdgeschoß weiterhin Sozial- und Obdachlosenunterkünfte vor – 8 Menschen sollen hier unterkommen können. Der momentan ungenutzte Bereich im ersten OG soll zu einer weiteren Mietwohnung ausgebaut werden, das zweite Obergeschoß und das Dachgeschoß soll für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden. Insgesamt 4 kleine Wohnungen für Familien sowie neun Einzelzimmer, dazu Sanitär-, Küchen und Aufenthaltsbereiche, sollen entstehen.

Umfangreiche Renovierungen sind notwendig

Die komplette Installation (Heizung, Wasser, Elektrizität) muss neu eingebaut werden, die Installation einer Gasheizung ist unter dem Dach vorgesehen. Die alten Klassenräume müssen komplett neu gestaltet werden, Wände müssen eingezogen werden. Auch der Brandschutz ist ein wichtiges Thema: Ein Brandschutzkonzept liegt vor, das unter anderem von geeigneten baulichen Maßnahmen begleitet wird.
Eine Außendämmung kann das Gebäude nicht erhalten, es ist denkmalgeschützt, die Decke zum Dach ist bereits gedämmt.

Gesamtvolumen: 1,5 Millionen Euro

Laut Architektin Kempf rechnet man mit Baukosten von rund 1.5 Millionen Euro, wobei in dieser Summe bereits 200.000 Euro Puffer für Unvorhergesehenes – Kempf: „Es ist schließlich ein historisches Gebäude“ – eingerechnet sind.
85 Prozent dieser Summe ist förderfähig, die Förderung beträgt 60 Prozent, so dass die Stadt Ingelfingen mit Kosten von rund 750.000 Euro rechnen muß. Demgegenüber stehen, das betont Bürgermeister Bauer, regelmäßige Einnahmen, denn Bund und Land zahlen für die Unterbringung der Asylbewerber Gelder an die Gemeinden.

Text: Matthias Lauterer