1

Freies Impfen für Kinder ab 5 Jahren

Die nächsten Impftermine für Erwachse und Kinder ab fünf Jahren werden an drei Tagen Anfang März angeboten: 1., 2. und 3. März 2022, jeweils von 10 bis 17 Uhr im ehemaligen Notariat im Rathaus, Stuttgarter Straße 7 (freies impfen ohne Anmeldung).

Feste Impfstationen im Hohenlohekreis

In der Notfallpraxis im alten Krankenhaus in Künzelsau sowie in der Nobelgusch in Pfedelbach gibt es zwei feste Impfstationen. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen.
Termine gibt es bei der zentralen Anmeldestelle unter https://welle-brechen.de/hohenlohe/.

MVZ Hohenlohe in Forchtenberg

dienstags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr

Impfung nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter https://www.doctolib.de/medizinisches-versorgungszentrum-mvz/forchtenberg/mvzhohenlohe.

Schnellteststationen in Künzelsau

Kostenlose Bürgertests sind an diesen Stationen möglich:

  • Stadthalle Künzelsau, Schulstraße 9:
    Montag bis Sonntag 8 bis 11 Uhr,
    Montag bis Freitag 18 bis 20 Uhr.
    Termin buchen: https://www.apo-schnelltest.de/testcenter-kuenzelsau .
    Wer sich testen lassen möchte, muss eine FFP2-Maske tragen, symptomfrei sein und einen Ausweis dabeihaben. Es wird darum gebeten, die Anmeldebestätigung ausgedruckt zum Termin mitzubringen.
    Anmeldungen von Personen ohne Internetzugang werden von der Hohenlohe Apotheke van Dorp unter Telefon 07940 91090 entgegengenommen.
  • Emma, Bahnhofstraße 1, Künzelsau:
    Montag bis Freitag 7 bis 11 Uhr und 16 bis 21 Uhr,
    Samstag bis Sonntag 8 bis 11 Uhr und 16 bis 21 Uhr.
    Termin vereinbaren: 07940 9818761 oder https://apo-schnelltest.de/emma-kuenzelsau oder einfach vorbeikommen und eventuell Wartezeit einplanen.
  • Mundocare-Teststation am Globus Baumarkt, Würzburger Straße 26, Künzelsau:
    Montag bis Samstag 9 bis 20 Uhr.
    Termin buchen: www.mundocare.de oder vor Ort einchecken
  • KÜNfit, Hallstattweg 36, Künzelsau:
    Montag bis Freitag 12 bis 16 Uhr
    Samstag und Sonntag 9 bis 12 Uhr
    Teststation erreichbar über separaten Seiteneingang, mit Terminvereinbarung unter www.apo-schnelltest.de und ohne Terminvereinbarung

Auf der Internetseite der Stadt Künzelsau werden die Angebote laufend aktualisiert: http://www.kuenzelsau.de/corona

 




„Mit Nazis geht man nicht spazieren“

Bei der Kundgebung am Samstag, den 19. Februar 2022, in Öhringen (wir berichteten) gab es am Rande der Versammlung auch Proteste, unter anderem in Form von vereinzelten Plakatträgern, Trillerpfeifen und einem Protestzug. Mehrere Menschen durchquerten geräuschlos den Versammlungsplatz und hielten sich in einem gewissen Abstand voneinander an einem rot-weißen Absperrband fest.

Auch Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler nahm als Zuhörer an der Kundgebung teil, hielt aber keine Rede, wie etwa seine lokalpolitischen Kollegen. Darüber hinaus sprachen auch die Bundestagsabgeordneten des Hohenlohekreises, Kevin Leiser (SPD) und Valentin Abel (FDP).

„Leider gibt es eine Minderheit, die derartige Maßnahmen nicht so toll findet“

„Ein kleines Risiko für uns, aber dafür die Freiheit für die Gesellschaft“, sagte Kevin Leiser, der SPD-Bundestagsagbeordnete des Hohenlohekreises bezüglich des Themas Impfen. Er verwies darüber hinaus darauf, dass bei Pandemien in früheren Zeiten wirtschaftliche Interessen im Vordergrund gestanden haben, daher habe man Schutzmaßnahmen schneller wieder zurückgefahren. „Dies ist erstmals in der Geschichte nicht der Fall“, so Leiser. „Leider gibt es eine Minderheit, die derartige Maßnahmen nicht so toll findet und sich auch nicht impfen lässt. Man erkennt übrigens eine freie Gesellschaft daran, dass man das sagen darf“, sagt Leiser und erhält dafür Applaus von den Zuhörern. Man dürfe auch spazieren gehen, aber bitte angemeldet, damit „die Polizei das planen kann. Und wenn Sie dort sind, schauen Sie bitte nach links, nach rechts, nach vorne, nach hinten, mit wem Sie da spazieren gehen. Mit Nazis geht man nicht spazieren.“

„Wir sind eine Gesellschaft. Wir halten in der Krise zusammen“

Valentin Abel betonte: „Wir sind eine Gesellschaft. Wir halten in der Krise zusammen.“ Eine Demokratie müsse diverse Meinungen, auch unbequeme, aushalten. Aber eine Demokratie müsse auch zusammenstehen, wenn Menschen gegeneinander aufhetzen. „Vor allem dann, wenn offen zu Gewalt gegen Vertreter:innen dieser Demokratie aufgerufen wird. Krisen bringen das Beste in Menschen hervor. Wir sehen es bei Pfleger:innen, bei den Ärzt:innen. Aber Krisen bringen auch immer die schlechten Seiten hervor. Hass, Ausgrenzung, Missgunst. Ich glaube aber, dass unsere Macht, mit unseren Worten Brücken zu bauen, größer ist, als jede Trillerpfeife.“

GSCHWÄTZ vor Ort mit Cora-Lee Pusker und Matthias Lauterer




Landrat Neth: „Die Mehrheit hat nicht automatisch recht, die Minderheit aber auch nicht“

Rund 200 Menschen fanden sich am Samstag, den 19. Februar 2022, auf dem Marktplatz in Öhringen für eine Kundgebung ein, welche der Arbeitskreis „Für Demokratie – gegen Faschismus“ unter der Federführung von dem Lokalpolitiker Hans-Jürgen Saknus (SPD) organisiert hat (wir berichteten). Die Kundgebung sollte ein Zeichen gegen die Montagsspaziergänge sein, die derzeit überall, auch im Hohenlohekreis stattfinden, und unter anderem die Coronaverordnungen und die Politik im Allgemeinen kritisieren (wir berichteten).

Catherine Kern: „Die damalige Ausnahmesituation wurde von Rechtsextremisten ausgebeutet“

Unter anderem sprach die Grünen-Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises, Catherine Kern, Landrat Dr. Matthias Neth, die Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Hohenlohe Valentin Abel (FDP) und Kevin Leiser (SPD), sowie der Landtagsabgeordnete Freiherr Arnulf von Eyb (CDU).

„Nur gemeinsam kommen wir aus dieser Pandemie raus“

Catherine Kern bedankte sich zunächst bei „allen Menschen, die mit Geduld, Nachsicht und Solidarität durch diese Pandemie gehen, um nicht nur sich zu schützen, sondern auch die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Unsere Demokratie ist in Gefahr und nicht erst jetzt“, betonte Kern. Diese gelte es zu schützen. Kern erinnerte an die Flüchtlingskrise 2016, als es ebenfalls Proteste gegen die Einwanderungspolitik Angela Merkels gab. „Teile der Bevölkerung haben diese Flüchtlinge abgelehnt. Sie hatten Angst. Die damalige Ausnahmesituation wurde von Rechtsextremisten ausgebeutet.“ Dabei verweist die Grünen-Abgeordnete auf die Demos von „Hohenlohe wacht auf“ im Hohenlohekreis. Und wie eine „extrem rechte Partei“ daraus versucht habe, Kapital zu schlagen. Heute nach zwei Jahren Pandeme gäbe es wieder einen Teil der Gesellschaft, der „vieles in Frage stellt“, von der Pandemie „hart betroffen sind“ und sich von „Fake News im Internet beeinflussen lassen“ und „wieder nutzen Rechtsextremisten die Gunst der Stunde. Bei den Spaziergängen laufen wieder solche Gruppierungen mit“, sagt Kern. „Nur gemeinsam kommen wir aus dieser Pandemie raus.“ Sie bittet die Bevölkerung daher, „Geduld zu haben“.

Arnulf von Eyb: „Die Pandemie macht uns allen zu schaffen“

Arnulf von Eyb betont: „Wir wollen mit dieser Aktion Frieden stiften in der Gesellschaft.“ Die Pandemie mache „uns allen zu schaffen“ und jeder wünsche sich, so von Eyb, „wieder zurück in den alten Modus zu kommen“. Wir können nicht zulassen, dass eine kleine Gruppe denkt, wir werfen alles über den Haufen, was mühsam in einer  Gesellschaft entwickelt wurde. Man müsse nur einen Blick zurück in die Geschichte werden, um zu wissen, wie es sei, nicht in einer Demokratie, sondern in einer Diktatur zu leben. „Wir müssen an unseren demokratischen Regeln festhalten“, betonte der Dörzbacher zum Schluss seiner Rede.

Landrat Neth: „Ich gebe zu, wir waren alle nicht vorbereitet und wussten alle nicht, was auf uns zukommt“

Landrat Dr. Matthias Neth betonte gleich zu Beginn, dass er keine Rede gegen die Montagsspaziergänger halten wolle. Stattdessen sei es  „wichtig, Raum für eine breite Meinung und Vielfalt zu bieten. Wir wollen heute ein gemeinsames Signal setzen. Unser Kreis stand vor fünf Jahren für Toleranz und Mitmenschlichkeit [zu Zeiten der Flüchtlingskrise, Anm. d. Red.] und dafür steht er aus meiner Sicht auch heute noch.“ Er betonte aber auch: „Ich gebe zu, wir waren alle nicht vorbereitet und wussten alle nicht, was auf uns zukommt. Ich musste als Landrat viele Fragen beantworten und viele Entscheidungen treffen.“ Es sei nicht leicht gewesen, über Kontakt- und Ausgangssperren zu entscheiden. „Das sind harte Greundrechtseinschnitte, die ich mir vor der Pandemie niemals habe vorstellen können.“ Aber die Ursache dafür komme nicht von Staats wegen, sondern wegen eines Virus‘. Er wisse, dass er den Bürger:innen „viel abverlangt“ habe.

„Auch ich fühle mich als Landrat, als Familienvater, nach zwei Jahren Pandemie stark belastet“

Die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten, sei mittlerweile, so empfindet es Neth, „stark gesunken“. Auch er fühle sich als Landrat, als Familienvater, nach zwei Jahren Pandemie „stark belastet. Wir sind alle müde von der Situation. Momentan sehen wir auch nicht mehr die Solidarität der ersten Welle. Was soll denn ein Polizist oder eine Krankenschwester denken, wenn er sieht, wer montags demonstriert und wenn er sieht, was er an Aufgaben hat?“, fragt er an die Zuhörerin Öhringen gerichtet, um dann fortzufahren mit den Worten: „In eienr Demokratie gehört Meinungsfreiheit dazu, aber die Unversöhnlichkeit ist das, was uns gerade umtreibt. Es kommt zu unglaublichen Konflikten im familien Kreis, im Freundeskreis.“

Landrat Neth: „Die Mehrheit hat nicht automatisch recht, die Minderheit aber auch nicht.“

Die Mehrheit habe nicht automatisch recht, die Minderheit aber auch nicht, betont Neth. „Niemand ist im Besitz der einzig richtigen Lösung. Jeder hat in einer Demoktarie das Recht zu demonstrieren und seine Meinung zu äussern. Wir brauchen aber den Austausch miteinander. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten aufeinander zugehen und in viele schwierige Diskussionen einsteigen und überzeugen müssen.“ Aber Hass und Hetze müsse man nicht ertragen. Er verweist auf Ärzt:innen im Hohenlohekreis, die Drohbriefe erhalten hätten, Er dankt allen, die „Teil der Lösung sind, an alle, die sich ausserordentlich engagieren, um anderen zu helfen, insbesondere den Ärzt:innen und Pflegekräften, aber auch der jungen Generation. Das Kindergartenkind, das dreimal wöchentlich einen Nasenabstrich über sich ergehen lässt, schützt den 80-Jährigen. Danke, an alle, die sich an die Regeln halten und friedlich Meinungen austauschen.“

Für Euch an der Kundgebung vor Ort waren Cora-Lee Pusker und Matthias Lauterer

 

Dr. Matthias Neth. Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Arnulf von Eyb. Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kevin Leiser SPD). Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Zuhörer:innen. Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februar 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Kundgebung in Öhringen am 19. Februarr 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Auch vereinzelt Gegendemonstranten gab es an Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Valentin Abel (FDP). Kundgebung in Öhringen am 19. Febraur 2022. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Überraschung: Dieser Mann tritt gegen Michael Bauer bei der BM-Wahl an

Heute erwarten Dr. Sandra Hartmann und Matthias Lauterer bei ihrem Freitagsfrühstück einen Überraschungsgast im GSCHWÄTZ Redaktionsstudio. Die Bürgermeisterwahl in Ingelfingen wird damit doch noch spannend. Ein Gegenkandidat aus dem unmittelbaren Umfeld des amtierenden Bürgermeisters Michael Bauer wirft seinen Hut in den Ring.

Weitere Durchgekaut-Themen: + + + Lauschangriff im Altenheim Kocherstetten + + + „Wie bei einer Drückerkolonne“: Giganetz unterwegs in Hohenlohes Straßen + + + Umsonst gearbeitet: Eine Frau aus dem Hohenlohekreis muss mehrere tausend Euro an Väterchen Staat zurückzahlen

Das erste Interview mit dem Herausforderer Klaus Schmitt lesen Sie exklusiv bei GSCHWÄTZ.




Was ist die Stadt Ingelfingen wert?

Diese Frage klingt so einfach, die Beantwortung ist allerdings sehr schwierig. Genau das ist der Grund, dass die Gemeinden in Baden-Württemberg neuerdings ihre Bilanzen ganz ähnlich wie Konzerne erstellen müssen. Auf diese Weise werden die Vermögenswerte der Gemeinden sichtbar, aber vor allem wird sichtbar, ob die Gemeinden ihr Vermögen auch vernünftig und nachhaltig verwalten. Der Nachweis des nachhaltigen Wirtschaftens ist eines der Ziele, die durch den Ersatz der alten Rechnungslegung („Kameralistik“) durch das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) erreicht werden sollen.

Die Anfangsbilanz zum 1. Januar 2018 ist erstellt

In der Gemeinderatssitzung vom 15. Februar 2022 stellte Kämmerin Carolin Sahm die Eröffnungsbilanz zum 1.1. 2018 vor. Eine Bilanz zum 1.1.2018 im Jahr 2022 vorzustellen, klingt nach großer Verspätung. Das sei aber nicht so, meint Bürgermeister Bauer: „Wir sind die fünfte Gemeinde im Hohenlohekreis, die die Bilanz fertig hat“, sagt er mit ein wenig Stolz in der Stimme.

Komplexe Erfassung eines Vermögens von rund 64 Millionen Euro

Carolin Sahm erläutert anhand einiger Beispiele, dass die Bewertung von Gütern, um sie in die Bilanz aufzunehmen, sehr komplex werden kann. Am Ende kann sie berichten, dass Ingelfingen am 1.Januar 2018 über ein Vermögen von 64.221.470 Euro – das ist die Aktivseite der Bilanz – verfügte.

Dieses Vermögen setzt sich aus Immateriellem Vermögen, Sachvermögen und Finanzvermägen zusammen. Das immaterielle Vermögen ist dabei mit 638 Euro der geringste Teil, das Sachvermögen beträgt 52.581.296 Euro. Darunter fallen bebaute und unbebaute Grundstücke im Eigentum der Stadt, die städtische Infrastruktur, Maschinen und Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Vorräte sowie geleistete Anzahlungen für im Bau befindliche Anlagen. Gerade diese geleisteten Anzahlungen sind ein Indikator dafür, ob eine Stadt in ihr Vermögen investiert. 1.7 Millionen Euro umfasst dieser Posten – ganz grob überschlägig kann man also rechnen, dass die Stadt Ingelfingen rund 5% ihres Vermögens jährlich erneuert.

Klassissche Bausparverträge als Mittel der kommunalen Baufinanzierung

Das Finanzvermögen betrug am 1. Januar 2018 11.539.536 Euro. Dieser Bilanzposten enthält Beteiligungen und Kapitalanlagen, Sondervermögen, Ausleihungen, Wertpapiere, öffentlich-rechtliche sowie privatrechtliche Forderungen und liquide Mittel. Allein die liquiden Mittel betrugen rund 4 Millionen Euro, an Wertpapieren stehen fast 5.5 Millionen Euro in der Bilanz. Diese waren Anfang Januar 2018 sehr konservativ und sicher angelegt, in Festgeld und Bausparverträge bei lokalen Banken.

„Zum 1. Januar 2018 gings uns net ganz schlecht“

Stephan Müller fragt nach: „Ist das gut, gibts da ein Ranking?“ Der Bürgermeister erklärt, dass man diese Bilanzen nicht wirklich vergleichen können, zu unterschiedlich seien die Unterschiede zwischen den Gemeinden, aber – so fügt er schmunzelnd hinzu: „Zum 1. Januar 2018 gings uns net ganz schlecht“.

„dankbar, dass wir da nicht eingebunden waren“

Und Dr. Ulrich Baum (FWV) bedankt sich bei Kämmerin Carolin Sahm für die „tolle Arbeit und wie das so klar vor uns liegt“. Vor allem ist er aber „dankbar, dass wir da nicht eingebunden waren“.

Alle anwesenden Gemeinderäte stimmten der Feststellung der Eröffnugnsbilanz zu.

Text: Matthias Lauterer




Klimaschutzmanagerin mit Heimvorteil

Seit 1. Januar ist die 26-jährige Öhringerin Sophie Strecker die erste Klimaschutzmanagerin der Großen Kreisstadt. „Klimaschutz bedeutet für mich vor allem Teamarbeit. Alle Beteiligten, ob in Politik oder Bürgerschaft, müssen dafür an einem Strang ziehen. Als Kommune sind wir mittendrin in der Gesellschaft und senden durch unser Handeln Signale an die Bevölkerung und Wirtschaft. Ziel sollte sein, die Klimaschutzvorgaben der neuen Bundes- und Landesregierung zu erreichen, aber auch unsere individuellen Ziele für die Stadt zu erarbeiten“, erklärt Sophie Strecker. Nach dem Abitur am Öhringer Wirtschaftsgymnasium, schloss sie ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre ab und war zwei Jahre berufstätig. 2021 absolvierte sie einen Master in Nachhaltigkeitsmanagement, einem interdisziplinären Studiengang an der Universität Ulm. Während des Masterstudiums war sie Werkstudentin im Bereich Umwelt- und CO2-Management bei einem internationalen Entsorgungsunternehmen.

Bereits viele Klimaschutzmaßnahmen

„Wir packen mit der neu geschaffenen Stelle das Thema Klimaverantwortung systematisch an“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. Denn die Große Kreisstadt war in den letzten Jahren nicht untätig. Ob neue Stadtwerke mit Ökostrom und Fernwärmeausbau, das in Auftrag gegebene Mobilitätskonzept, Biotopvernetzung und Blühstreifen, Baumerlenbacher Öko-Garten, Streuobstwiesenpflanzaktion, Carsharing, Ausbau der E-Ladesäulen, Umrüstung der Straßenleuchten zu LED oder die E-Autos im städtischen Fuhrpark. „Wir haben bereits viele lokale Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt. Nun werden die bestehenden und zukünftigen Schritte in ein zukunftsweisendes Klimaschutzkonzept gegossen, das zugleich Grundstein und strategischer Rahmen für unsere Klimazukunft ist“, betont der OB.

Bestandaufnahme und Analyse

Öhringens neue Klimaschutzmanagerin soll die Aktivtäten künftig koordinieren. Zunächst einmal hat sie Zeit, um sich in die laufenden Projekte einzuarbeiten und eine Bestands- und Potenzialanalyse zu erstellen: „Ich analysiere gerade Maßnahmen in vier wichtigen Sektoren: Mobilität, Energie, Landwirtschaft und Abfall. Dazu kommen noch die Forderungen der Bürgerinitiative „Öhringen Klimaneutral bis 2035“ und Themen aus dem städtischen Energieausschuss. Wir sind zwar noch am Anfang des Prozesses zur klimaneutralen Stadt, in den letzten Jahren wurden aber schon viele gute Weichen gesetzt. Zusammengefasst zeichnet sich aber in allem eine klare Linie ab: Energieverbrauch reduzieren und Energieerzeugung neu aufstellen“, betont die Klimaschutzmanagerin. Dazu will Sophie Strecker sich mit dem entstehenden Klimazentrum des Landkreises eng austauschen. „Wir stehen ja vor ähnlichen Herausforderungen und sollten gleich gemeinsam ab April starten und Synergieeffekte nutzen.“

Heimatverbunden

In ihrer neuen Aufgabe kommt Sophie Strecker zugute, dass sie selbst Öhringerin ist und die Stadt mit ihren individuellen Eigenheiten sehr gut kennt. „Ich bin sehr heimatverbunden. Hier im Grünen kann ich gut mit meiner Familie abschalten und genieße vor allem die regionalen, gesunden Lebensmittel. Besonders toll ist, dass ich die Möglichkeit habe mit dem Fahrrad zu meinem Arbeitsplatz zu fahren“, sagt Sophie Strecker. In ihrer Querschnittsaufgabe im Rathaus ist sie nicht nur Ansprechpartnern für die Verwaltung, sondern auch für den Gemeinderat und die Bevölkerung.

Pressemitteilung der Stadt Öhringen

 

 




„Ich habe mich geärgert, als ich die Sendung gesehen habe“

„Ich habe mich geärgert, als ich die Sendung gesehen habe“, sagt der Hohenloher Landtagsabgeordneter Anton Baron in einer Pressemiteilung über die Satiresendung Extra 3 im NDR, die sich vor kurzem über das neu gestaltete Logo der stadt Öhringen lustig gemacht hat, das fast so aussah wie das alte Logo (wir berichteten).

„Städte sind keine Konzerne

„Nicht nur über die hohen Kosten für das neue Logo, sondern auch über die Denkhaltung, welche dahintersteckt“, habe er sich geärgert.
„Städte und Gemeinden sind eben keine Konzerne, die sich an den Mainstream anpassen müssen. Vielmehr sollten genau sie die Attraktivität der eigenen Tradition und Geschichte betonen, welche den Reiz des Lebens dort ausmachen.“

„Ausgaben hätte man besser einsetzen können“

Die Ausgaben in Höhe von 9.000 Euro hätte man besser einsetzen können, um Öhringen in die Zukunft zu bringen, wie von der
Stadtverwaltung blumig formuliert wird. Anton Baron hat eine E-Mail an Herrn Oberbürgermeister Michler gesendet und ihn gebeten, Stellung zu nehmen, wie die hohen Kosten zustande kamen, obwohl sich schon vor der Umsetzung ein Arbeitskreis gegründet hatte. Baron kritisiert: „In Zeiten knapper Kassen bin ich der Meinung, dass die Notwendigkeit eines Rebrandings besonders kritisch beleuchtet hätte
werden müssen.“ 9.000 Euro hat das neue Logo laut der Stadtverwaltung Öhringen gekostet.

 




Geschwister-Scholl-Schule verkauft Skulptur

Wer hat ein 50-er Jubiläum? Benötigen Sie ein besonderes Geschenk zu einem 50. Geburtstag, einem Firmen- oder Ehejubiläum? Haben Sie die Hausnummer 50 und möchten das auf besondere Weise zeigen? Die Geschwister-Scholl-Schule versteigert laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises seine XXL-Skulptur.

Leider konnte dieses Kunstwerk seiner Bestimmung niemals zugeführt werden

Schüler:innen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau haben in zahlreichen Arbeitsstunden eine riesengroße Skulptur zum 50. Geburtstag ihrer Schule gefertigt. Leider konnte dieses Kunstwerk seiner Bestimmung niemals zugeführt werden, weil genau zu diesem Zeitpunkt, als das große Schulfest gefeiert werden sollte, der Corona Lockdown einsetzte. Das war für alle Beteiligten eine große Enttäuschung. Nun soll die „50“ einem guten Zweck dienen. Mit dem Verkauf will die Geschwister-Scholl-Schule die Levana Schule (SBBZ) in Neuwied unterstützen, die bei dem Hochwasser im vergangenen Jahr stark beschädigt wurde.

Das Mindestgebot beträgt 100 Euro.

Gebote und Informationen sind per E-Mail unter foerderverein@gss-kuenzelsau.de möglich bzw. erhältlich.

 




Der Strich ist weg

NDR Extra 3 lacht sich in einem Video-Satirebeitrag schlapp über das neu gestaltete Logo der Stadt Öhringen, das fast so ausschaut wie das alte.

Seit 25 jahren die Stadt Öhringen dasselbe Logo: links ein roter Schlüssel, rechts der Schriftzug der stadt Öhringen, dazwischen ein Trennstrich. Nachdem ein Arbeitskreis das Logo moderner machen wollte, gibt es nun tatsächlich ein neues Logo, das allerdings fast so ausschaut wie das alte, nur der Trennstrich fehlt und der Schriftzug ist mittiger und luftiger geworden.

„Man muss auch mit der Zeit gehen, um an die Bürger ranzukommen in moderner Form. Da steckt viel Arbeit drin“, erklärt Michael Walter von der Stadt Öhringen das neue Logo.

„Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“

Und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“, witzeln die NDR-Zuschauer in dem Satirevideo über den hierfür gegründeten Arbeitskreis mit, so der NDR, „Vertretern aus allem Ämtern der Stadtverwaltung Öhringen. Gesamtkosten unter Einbindung eines Grafikbüros: 9.000 Euro laut Michael Walter. Die NDR-Zuschauer erinnern noch an die Folgekosten, etwa, beim Austausch des Briefpapieres. Denn das Logo ist auf jedem Amtsschreiben zu sehen.




Landrat, Hohenloher Bundestagsabgeordnete sowie Lokalpolitiker äussern sich öffentlich und kritisch zu den Montagsspaziergängen

Unter dem Titel „Zusammenhalten in Hohenlohe“ hat der Arbeitskreis Für Demokratie – Gegen Faschismus mit Sitz in Öhringen ein Schreiben bezüglich den derzeit statfindenden im Hohenlohekreis Montagsspaziergängen (wir berichteten) verfasst und lädt zu einer Kundgebung ein. Anbei veröffentlichen wir das Schreiben:

„Demokratiegefährdende Unterwanderungen“

„Mit wachsender Besorgnis beobachten wir die bundesweit und auch bei uns im Hohenlohekreis stattfindenden „Spaziergänge“. Berechtigte Sorgen und Frust von Bürger:innen, die unter den häufig wechselnden Corona-Maßnahmen leiden, mischen sich zunehmend mit demokratiegefährdenden Unterwanderungen aus dem extrem rechten Spektrum, Verschwörungserzählungen und einem generellen Misstrauen und Ablehnung gegen den demokratischen Staat und seine Repräsentanten. Durch die zahlreichen nicht angemeldeten Demonstrationen in Form von so genannten Spaziergängen sollen Polizeibeamt:innen und Ordnungsbehörden an die Belastungsgrenze
gebracht und unsere staatliche Rechtsordnung vorgeführt werden.

„Mit Abstand, FFP2-Masken möchten wir ein Zeichen setzen“

Immer häufiger kommt es zu gewalttätigen Angriffen auf Ordnungskräfte und Funktionsträger:innen. Dies können wir als
Demokrat:innen nicht akzeptieren und setzen uns für unsere gemeinsame Werte auf Basis des Grundgesetzes ein. Der Arbeitskreis Für Demokratie – Gegen Faschismus lädt herzlich zu unserer angemeldeten Kundgebung auf dem Öhringer Marktplatz am Samstag, den 19. Februar 2022, von 13.30 bis 14.00 Uhr ein.

Es sprechen Landrat Dr. Matthias Neth, die Bundestagsabgeordneten Valentin Abel (FDP) und Kevin Leiser (SPD) sowie Freiherr Arnulf von Eyb (CDU) und Catherine Kern (Bündnis 90/Die Grünen) als Abgeordnete des Landtags zu uns. Mit Abstand, FFP2-Masken möchten wir ein Zeichen setzen.

Ein Zeichen für all diejenigen in der Gesamtbevölkerung, die die Corona-Maßnahmen verantwortungsvoll akzeptieren und ihre Mitmenschen schützen. Für die stille Mehrheit, die zwar nicht glücklich über die vielen Einschränkungen in unserem täglichen Leben ist, die sich jedoch Tag für Tag solidarisch zeigt mit den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft und den Mitarbeitenden im Gesundheits- und Pflegewesen. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir in Hohenlohe in dieser
Krise als demokratische Gesellschaft zusammenstehen.“