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Würth-Gruppe spendet eine Million Euro für Ukraine

Mit einer Spende in Höhe von einer Million Euro und Sachspenden hilft die weltweit tätige Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine. Das Unternehmen möchte damit einen Beitrag leisten, um ihnen zur Seite zu stehen und seine Solidarität zum Ausdruck bringen.

In der Ukraine beschäftigt der Konzern 118 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Persönliche Worte von Reinhod Würth
“Die Situation in der Ukraine bewegt mich zutiefst und bereitet mir große Sorgen. Unsere Gedanken sind bei unseren Beschäftigten und deren Familien sowie allen Menschen, die sich vor dem Krieg in Sicherheit bringen. Oberste Priorität hat deren Unversehrtheit. Ich spüre im Unternehmen große Solidarität mit den Betroffenen, wir werden sie mit allen uns möglichen Mitteln unterstützen.“
Unternehmen sammelt auch Sachspenden
Zusammen mit Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe, sowie den Führungsgremien der Würth-Gruppe wurde beschlossen, eine Million Euro zur schnellen Hilfe zur Verfügung zu stellen. Zudem sammelt das Unternehmen Sachspenden.
Pressemitteilung Würth

 




A6 bei Öhringen: Mann bei Unfall schwerstverletzt

Der 28-jährige Fahrer eines VW Caddys wurde am Dienstagmittag, 1. März 2022, bei einem Verkehrsunfall auf der A6 bei Öhringen verletzt und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Vermutlich sah der Caddy-Fahrer das Stauende zwischen den Anschlussstellen Öhringen und Bretzfeld zu spät und fuhr unter den Sattelauflieger eines langsam vor ihm fahrenden Lkw. Hierbei wurde der Mann schwerstverletzt und es entstand ein Sachschaden von rund 13.000 Euro. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Ein Teil der Fahrbahn in Richtung Mannheim musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Schlechte Disziplin beim Bilden der Rettungsgasse

Laut Information der Rettungskräfte wurde die Anfahrt zum Unfallort durch Autofahrer behindert, die keine Rettungsgasse bildeten – ein Phänomen, das immer wieder von den Rettungskräften bemängelt wird.

Verwarnung wegen Nutzung der Rettungsgasse

Wie die Polizei mitteilt, wurde allerdings gegen einen Autofahrer, der später die Rettungsgasse zum schnelleren Fortkommen nutzen wollte, eine Verwarnung ausgesprochen. Bei Rechtskraft warten auf ihn nun eine Geldstrafe von 240 Euro, 2 Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Text: Matthias Lauterer
Pressemitteilung der Polizei Heilbronn

 




Randale nach Alkoholunfall

Ein 25-Jähriger verursachte am Samstagabend einen Unfall in Niedernhall und widersetzte sich anschließend den Polizeibeamten. Der Mann fuhr gegen 18.45 Uhr auf der Austraße in Richtung Criesbacher Straße. Dort kollidierte er mit seinem BMW mit einem geparkten Seat. Durch den Unfall entstand Sachschaden von rund 40.000 Euro. Der Besitzer des Seat hörte den Knall und verständigte die Polizei.

Zwei Promille Alkohol im Blut.

Die Beamten nahmen bei dem 25-Jährigen während der Unfallaufnahme Alkoholgeruch wahr, weshalb ein Test durchgeführt wurde. Dieser ergab einen Wert von mehr als zwei Promille. Daher sollte der Mann zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht werden. Auf dem Weg randalierte der Mann im Streifenwagen und widersetzte sich dem Transport. Auch im Krankenhaus wehrte sich der Mann gegen die Blutentnahme, weshalb er von vier Beamten festgehalten werden musste. Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt und er muss nun mit entsprechenden Anzeigen rechnen.

Pressemeldung Polizei Heilbronn




Novavax-Impfstoff im Hohenlohekreis angekommen

Die ersten 1.900 Dosen des Impfstoffes Nuvaxovid von Novavax sind im Hohenlohekreis eingetroffen. Entsprechende Impftermine können ab Mittwochmittag, 2. März 2022, auf dem Portal www.welle-brechen.de gebucht werden. Die ersten 420 Termine sollen ab dem 12. März stattfinden. Priorität bei der Terminvergabe haben zunächst Personen, die von der einrichtungsbezogenen Impflicht ab Mitte März betroffen sind. Da auch bei Nuvaxovid zwei Impfungen zum vollständigen Schutz notwendig sind, kann zunächst für 950 Personen ein Impfangebot gemacht werden.

Impfpflichtige Personen werden vorrangig geimpft

Der Impfstoff wird nun zügig an die Stützpunkte der Mobilen Impfteams, die Impfstationen der Kassenärztlichen Vereinigung und weitere impfende Einrichtungen verteilt – entsprechend den Vorgaben des Sozialministeriums. Die ersten Impfungen in einer Einrichtung sind bereits für den 2. März 2022 geplant.

„Die Erhöhung der Impfquote ist immer noch die effektivste Möglichkeit, die Pandemie gut zu überstehen“

Der Impfstoff des Herstellers Novavax ist proteinbasiert und unterscheidet sich damit von den bislang am häufigsten gegen COVID-19 genutzten mRNA-Impfstoffen von BioNTech und Moderna. „Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Impfstoff nun ein Impfangebot für Personen besteht, die Bedenken gegenüber den neuartigen mRNA-Impfstoffen haben. Die Erhöhung der Impfquote ist immer noch die effektivste Möglichkeit, die Pandemie gut zu überstehen“, teilt Landrat Dr. Matthias Neth mit.

Pressemitteilung Hohenlohekreis

 

 

 

 

 

 




Solidarität mit der Ukraine




„Nur ein Bruchteil unserer Mitarbeitenden konnte an der Umfrage teilnehmen beziehungsweise nahm daran teil“

In gut 4 Wochen, vom 21. bis 23. März 2022 finden bei ebm-papst in Mulfingen Betriebsratswahlen statt. Erstmals wird eine Liste der IG Metall antreten, weshalb es auch erstmals zu einer Listenwahl kommen wird. Zehn Listen bewerben sich um die Plätze im Betriebsrat, unter den Kandidat:innen sind viele Mitglieder des aktiven Betriebsrats. Die Anzahl der Listen kann man als ein Zeichen dafür sehen, wie wichtig den Arbeitnehmern im Werk Mulfingen die betriebliche Mitwirkung ist.

Hintergrund

Umfrageergebnis der IG Metall. Foto: Flyer der IG Metall

Eine Umfrage der IG-Metall ergab einerseits eine Unzufriedenheit mit dem bisher amtierenden Betriebsrat, andererseits eine Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen. Dem Betriebsrat wird eine zu große  Nähe zur Geschäftsleitung vorgeworfen, mangelnder Respekt durch Vorgesetzte, Leistungsdruck und ungerechte Lohneinstufung sind die Vorwürfe im Bereich Arbeitsklima.

Aufstellung einer IG Metall-Liste führt zur Listenwahl

Die IG Metall hat dies zum Anlass genommen, eine eigene Liste aufzustellen, die unter anderem den Abschluss eines Tarifvertrags erreichen will. Wenn eine Liste beim Wahlvorstand eingereicht ist, fordert das Gesetz die Listenwahl anstatt der bisher bei ebm-papst immer durchgeführten Persönlichkeitswahl.

ebm kann Umfrageergebnis nicht nachvollziehen

Hauke Hannig, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation, kann das Umfrageergebnis nicht nachvollziehen: „Die Umfrageergebnisse der IG-Metall beruhen nicht auf einer repräsentativen Umfrage. Sie wurden vor ausgewählten Werkstoren in der Regel zu Schichtwechseln erhoben. Nur ein Bruchteil unserer Mitarbeitenden konnte daran teilnehmen bzw. nahm daran teil.“ Er verweist auf eine eigene, vom amtierenden Betriebsrat durchgeführte Umfrage: „1.621 Mitarbeitende von insgesamt 3.600 nahmen daran teil, mit dem Ergebnis, dass 95% unserer Mitarbeitenden die Vorteile des Bündnis für Arbeit mit seinen Inhalten, wie u.a. Arbeitsplatzsicherheit, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und vielen weiteren Vorteilen für wichtig bzw. sehr wichtig halten. Dreiviertel der Mitarbeiter sprachen sich dafür aus, 18 Minuten Arbeitszeit für das Bündnis einzubringen.“

Ein großes Thema der Wahl ist also die Frage „Betriebsvereinbarug oder Tarifvertrag?“

Wir veröffentlichen im Folgenden eine Pressemitteilung und einen Aufruf, zur Wahl zu gehen, der IG Metall:

Pressemitteilung der IG Metall

Betriebsratswahlen bei ebm-papst in Mulfingen: Ein erfolgreiches Unternehmen in einer Zeitenwende?
Vom 21.03.22 bis zum 23.03.22 finden die turnusmäßigen Betriebsratswahlen auch bei ebm-papst in Mulfingen statt

    • Die IG Metall Schwäbisch Hall ruft rund 3.900 Beschäftigte zur Wahl auf
    • Uwe Bauer, Erster Bevollmächtigter: „Zu einem Weltmarktführer gehören professionelle Mitbestimmung, gute Arbeitsbedingungen und damit auch ein Tarifvertrag!“

Bei ebm-papst in Mulfingen brodelt es. Viele Beschäftigte sind unzufrieden. Ein großes Indiz dieser Unzufriedenheit ist, dass es zu den anstehenden Betriebsratswahlen keine Persönlichkeitswahl, sondern eine Listenwahl mit 10 konkurrierenden Listen gibt. Dies ist schon sehr ungewöhnlich. Aber dies zeigt auch sehr deutlich, dass aus Sicht und Wahrnehmung der Beschäftigten die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima als immer schlechter empfunden werden und man kein Vertrauen in den bisher zusammengesetzten Betriebsrat hat, dies zu verändern.

Früher ein Familienunternehmen, geprägt von Herrn Gerhard Sturm – heute ein internationaler Konzern mit Managementstrukturen. Ein erfolgreiches Unternehmen in einer Zeitenwende?

Die Beschäftigten beklagen vor allem das neue Entgeltsystem LeiV. Dieses System sei massiv ungerecht, wird uns berichtet. Zudem sei in Mulfingen, anders als in den tarifgebundenen Standorten St. Georgen, Herbolzheim und Landshut die Arbeitszeit ohne Entgeltausgleich höher, was auch weniger Geld für die Beschäftigten bedeutet. Daher stellen sich die Beschäftigten von ebm-pabst in Mulfingen die Frage, warum gelten gerade bei uns in der Zentrale nicht auch die Tarifverträge der IG Metall Baden- Württemberg?

Auf Liste 6 „Team IG Metall“ stehen Kolleginnen und Kollegen, die eins verbindet: Menschen vor Profite, guten Arbeitsbedingungen und dem Bedürfnis nach Veränderung. Die Kolleginnen und Kollegen wollen u.a. das neue Entgeltsystem LeiV stoppen. Ebm papst soll wieder attraktiv für qualifizierte Fachkräfte sein. Das geht nur mit starken IG Metall Betriebsräten.

Aufruf, zur Wahl zu gehen

Die IG Metall Schwäbisch Hall ruft die Beschäftigten bei ebm-papst in Mulfingen auf, sich an den anstehenden Betriebsratswahlen zu beteiligen und so für eine starke Interessenvertretung in ihrem Betrieb zu sorgen. „Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen,“ sagte Uwe Bauer, Erster Bevollmächtigter. „Nach der Zeit von Gerhard Sturm fehlt die Identifikationsfigur des Unternehmens. Ebm ist schlicht und einfach ein von einem Management geführter, internationaler Konzern. Und gerade aus diesem Grunde braucht es eine professionelle, starke und beteiligungsorientierte Mitbestimmung. Eine gute Arbeitnehmervertretung, gute Arbeitsbedingungen, ein Tarifvertrag und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch, sondern entsprechen einer zeitgemäßen Unternehmenskultur.“

ebm-papst zu den Aussagen der Gewerkschaft

Den Aussagen der Pressemeldung hält Hannig entgegen: „Dass aufgrund der Einführung eines neuen Vergütungssystems Unsicherheit bei den Mitarbeitenden entsteht, können wir gut nachvollziehen. Durch umfassende Kommunikation versuchen wir mögliche Sorgen unserer Belegschaft zu LeiV aufzugreifen und zu widerlegen. Auch der Tarifvertrag der IG-Metall sieht ein leistungsbezogenes Entgelt vor und ist im ERA-Tarif geregelt. Im Gegensatz zu ERA, bei dem bei sinkender Leistung weniger Entgelt an die Mitarbeitenden gezahlt wird, bleibt bei LeiV ein einmal erreichtes Entgelt auch bei rückläufiger Leistung dauerhaft bestehen. Dies ist für unsere Mitarbeitende ein sehr wirksamer Schutz zur Entgeltsicherung.“

Kultur der Menschlichkeit und des Respekts

Auch sieht die Geschäftsleitung von ebm-papst eine gute innerbetriebliche Kultur: „Wir haben bei ebm-papst eine Kultur, die die Menschlichkeit und den Respekt jedes Einzelnen in den Fokus unseres Handeln setzt. Unsere Führungskräfte werden kontinuierlich geschult und weitergebildet. Unser Betriebsratsgremium, die Personalabteilung und viele unabhängige interne wie externe Ansprechpartner stehen stets zur Unterstützung und zur Ansprache zur Verfügung, um mögliche entstehende Konflikte von Beginn an zu lösen und ein gutes Miteinander mit Respekt und Wertschätzung zu gewährleisten.“

Eine Spitze gegen die Gewerkschaft kann sich Hannig letztlich nicht verkneifen: „Die IG-Metall und der Deutsche Gewerkschaftsbund hat in den letzten Jahren mit einer Austrittswelle zu kämpfen, wie dies in vielen Medien kürzlich berichtet wurde. Für die Gewerkschaft IG-Metall geht es also auch darum, neue Mitglieder zu gewinnen und in das Betriebsgremium Einzug zu finden.“

Text: Matthias Lauterer




Wir müssen alles dafür tun, den Frieden in Europa wiederherzustellen und eine humanitäre Notlage zu verhindern“

Im Hohenlohekreis haben die Vorbereitungen zur Aufnahme von Kriegsflüchtenden aus der Ukraine begonnen. „Der völkerrechtswidrige Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine ist eine Zeitenwende. Wir müssen alles dafür tun, den Frieden in Europa wiederherzustellen und eine humanitäre Notlage zu verhindern“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Dazu gehört die uneingeschränkte Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern. Menschen, die ihr Zuhause aufgrund des Krieges verlassen mussten, dürfen sich auf die Hilfe ihrer europäischen Freunde verlassen. Der Hohenlohekreis wird selbstverständlich seinen Beitrag leisten, um diesen Menschen Zuflucht und Schutz zu bieten.“

Vorhandene Unterkünfte werden zusätzlich ausgerüstet

Am vergangenen Samstag hat Landrat Dr. Matthias Neth gemeinsam mit dem zuständigen Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht entschieden, den Hohenlohekreis gezielt auf die Ankunft Schutzsuchender aus der Ukraine vorzubereiten. Dazu steht das Landratsamt in engem Austausch mit den Städten und Gemeinden, den Hilfsorganisationen im Landkreis sowie den Stellen des Landes. Als erste Maßnahmen werden die vorhandenen Unterkünfte zusätzlich ausgerüstet und ergänzende Ausstattung wie Betten und Material zur Versorgung organisiert, um kurzfristig weitere Plätze zu schaffen. Zudem intensiviert der Kreis seine Bemühungen, weitere Unterkünfte zu schaffen bzw. die bestehenden Unterkünfte auszubauen. Derzeit gibt es im Hohenlohekreis 54 freie Plätze.

Anzahl der Flüchtlinge noch nicht absehbar

Bislang sind noch keine Kriegsflüchtenden aus der Ukraine im Hohenlohekreis eingetroffen. Wie viele Personen dem Kreis von Seiten des Landes zugewiesen werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Dies ermisst sich aus dem Verteilerschlüssel und kann erst abgeschätzt werden, wenn die Personen in Deutschland eingetroffen sind.

Neth sieht Hohenlohekreis gut vorbereitet

„Wir sind gut darauf vorbereitet, die notleidenden Menschen hier aufzunehmen und ihnen einen sicheren Ort in dieser schrecklichen Zeit zu bieten“, so Landrat Neth. Er freut sich über die große Hilfsbereitschaft der Hohenloherinnen und Hohenloher. „Dass wir aus der Bevölkerung so viel Solidarität und Unterstützung für die Ukraine wahrnehmen, ist ein Lichtblick. Als Europäerinnen und Europäer müssen wir zusammenhalten – für den Frieden und die Menschlichkeit.“

Wie können Menschen im Hohenlohekreis helfen?

Der Hohenlohekreis richtet kein eigenes Spendenkonto ein, sondern verweist auf die Aktion „Deutschland hilft“. Dem Bündnis gehören unter anderem auch das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und die Caritas an.

Aktion Deutschland hilft
IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
Mit dem Betreff „Nothilfe Ukraine“ erreicht die Spende die Menschen, die Hilfe am dringendsten brauchen.

Wer ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich an Sonja Schäfer im Amt für Kreisschulen und Bildung wenden. Sie ist Ansprechpartnerin zur Koordinierung von ehrenamtlichem Engagement in der Integrations- und Flüchtlingshilfe im Hohenlohekreis, Telefon: 07940 18-1921, E-Mail: Sonja.Schaefer@hohenlohekreis.de.

Der Hohenlohekreis ist zudem weiterhin auf der Suche nach Unterkünften für Geflüchtete. Eigentümer von geeigneten Immobilien zur Flüchtlingsunterbringung können sich an das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht wenden, E-Mail: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Ein Formular zur Meldung ist auf der Homepage www.hohenlohekreis.de unter Bürgerservice / Was erledige ich wo? / Formulare / Ordnung und Zuwanderung eingestellt.

Angebote für Sachspenden nimmt das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht per E-Mail entgegen: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Die Angebote werden zunächst gesichtet und falls Bedarf besteht, erfolgt eine Rückmeldung.

Pressemitteilung Hohenlohekreis




Einmal das Lieblingsinstrument ausprobieren.

Mit der neu entwickelten Reihe „Spiel mit!“ lädt das Team der Jugendmusikschule Künzelsau alle musikinteressierten Kinder und Jugendlichen ein, gemeinsam mit einem professionellen Fachlehrer oder -lehrerin ihr Lieblingsinstrument in einer Schnupperstunde kennenzulernen und auszutesten.

Erlernen eines Instruments relevant für die Entwicklung der Kinder

„Die Musikbegeisterung der Kinder ist nach wie vor ungemein hoch und welche enorme Relevanz das Erlernen eines Instrumentes und das gemeinsame Musizieren für die Entwicklung der Kinder hat, wurde durch das Pandemiegeschehen deutlicher denn je“, so Stefan Bender, Fachbereichsleiter für Blasinstrumente.

„Spiel mit!“ findet in der Woche von Montag, 14. bis Freitag, 18. März 2022 im Hermann-Lenz-Haus in Künzelsau, dem Standort der Jugendmusikschule, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Einheit dauert zirka 30 Minuten.

Großes Angebot an Instrumenten

Das Angebot umfasst folgende Instrumente und Fächer: Gesang, Gitarre, E-Gitarre, Trompete, Horn, Posaune, Euphonium, Tuba, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Saxophon. Wer sich bei der Wahl seines Lieblingsinstrumentes noch nicht ganz sicher ist, kann auch zwei oder drei Instrumente ausprobieren.

Zur Unterstützung bei der Vorauswahl hat die Jugendmusikschule Videos zur Instrumentenvorstellung aufgenommen, die auf dem Youtube-Kanal der Stadt Künzelsau angesehen werden können.

Jugendmusikschule ist bei Jugend musiziert immer wieder erfolgreich

Der Leiter der städtischen Jugendmusikschule Jürgen Koch freut sich auf große Resonanz bei „Spiel mit!“ und verweist auf das hohe fachliche Niveau seines Teams und folglich auch der Schülerinnen und Schüler. „Die zahlreichen Preisträger beim Wettbewerb ‚Jugend musiziert‘ sind für mich eine hervorragende Bestätigung unserer Arbeit und Beleg der großen Motivation unseres Kollegiums“.

Um Voranmeldung wird gebeten

Um eine kurze Voranmeldung für „Spiel mit!“ wird gebeten. Diese nimmt Stefan Bender, Fachbereichsleiter Blasinstrumente und Stadtkapellmeister, entgegen. Kontakt: mailto:stefan.bender@kuenzelsau.de, mobil 0151 58495667, gerne auch per WhatsApp.

Pressemeldung der Stadt Künzelsau

 




Aus alt mach neu

Bürgermeister Stefan Neumann hat in einer Eilentscheidung fast 350.000 Euro für weitere Baumaßnahmen an der Kocherbrücke genehmigt (GSCHWÄTZ berichtete). Hintergrund ist die massive Beeinträchtigung an dieser für Künzelsau wichtigen Kreuzung, Neumann wollte verhindern, dass diese Kreuzung in den nächsten Jahren noch einmal wegen eventueller Defekte der dort verlegten Infrastrukur aufgegraben werden muss.

Die Massnahmen im Einzelnen  

Daher werden die KünWerke sämtliche bestehenden Leitungen innerhalb des Kreuzungsbereiches und innerhalb des Bereiches der Deckensanierung des Regierungspräsidiums Stuttgart erneuern und geplante Leitungen gleich mit verlegen, so dass es innerhalb der nächsten Jahre und Jahrzehnte keiner Sperrung mehr bedarf.

Zudem, so die Stadt Künzelsau, „können die Synergieeffekte, die durch eine laufende Baumaßnahme entstehen, genutzt werden. So fällt z. B. keine neue Baustelleneinrichtung und keine neue Verkehrssicherung an.“ 

Wasserversorgung 

Im Bereich der Wasserversorgung werden ca. 170 m GGG-Rohre DN 200 verlegt und 3 Hydrantenschächte erneuert. Zudem werden 9 Wasserleitungshausanschlüsse erneuert und auf den Qualitätsstandard der KünWerke gebracht. Die Verlegung erfolgt im Leerrohr, so dass aufgrund von Defekten innerhalb dieser Leitungen keine Grabarbeiten mehr notwendig sind. Zudem
erhält die Mergentheimer Straße 3 einen Neuanschluss. Außerdem haben sich bei den Wasseranschlüssen der
Regenüberlaufbecken und der Pumpanlage Änderungen aufgrund von Umplanungen ergeben, die ebenfalls in der Summe enthalten sind. Ungefähr 185.000 Euro werden für den Wasserbau angesetzt.

Straßenbeleuchtung

Für die Straßenbeleuchtung werden gut 45.000 Euro aufgewendet: Die veralteten 4-adrigen Kabel werden durch 5-adrige Kabel ersetzt und in Leerrohren verlegt, so dass auch hier zukünftig ein Austausch ohne Grabarbeiten stattfinden kann. Die teilweise noch vorhandenen Betonpeitschenmasten werden abgebaut und durch Metallmasten ersetzt.

Parkleitsystem

Auch die Stromversorgung der Anzeige für das Parkleitsystem wird verändert: Bisher hängt die Stromversorgung des Parkleitsystems auf einer Ader der Straßenbeleuchtung. Dies wird im Zuge der Baumaßnahme abgekoppelt, sodass zukünftig das Parkleitsystem unabhängig von der Straßenbeleuchtung geschaltet werden kann. Auch hier werden Leerrohre für die Kabel verlegt um spätere Grabarbeiten zu vermeiden. Dies wird etwa 15.000 Euro kosten. 

Breitbandversorgung

Alle Leerrohre für die Breitbandversorgung werden entsprechend der Masterplanung von TKT Vivax vorsorglich mitverlegt und
bis in die Gebäude geführt. Eine Anbindung an den städtischen Netzbetrieb ist derzeit jedoch leider noch nicht möglich. Diese Massnahme ist mit etwa 48.000 Euro angesetzt. 

Gehwege

Skizze Zusatzmassnahmen an der Kocherbrücke. Bild: Stadt Künzelsau

Außerdem sind  noch 55.000 Euro für die Gehwege eingeplant. Zwar werden die Kosten für die Wiederherstellung des Straßenoberbaus (gelb schraffierter Bereich) vom Regierungspräsidiums getragen, jedoch liegen die Oberflächen des Gehweges sowie der südlichen Mergentheimer Straße (rot schraffierter Bereich) im Zuständigkeitsbereich der Stadt. Die Flächen,
die nicht zur Maßnahme Neubau der Regenüberlaufbecken werden können, werden über den Investitionsauftrag abgedeckt.

Trinkwasserleitung

Nicht Bestandteil der Eilentscheidung ist eine durch die zusätzlichen Maßnahmen notwendig gewordene aufwendigere Notversorgung der Trinkwasserleitung. Diese Mehrkosten von 57.000 Euro werden über den bereits beschlossenen Haushalt abgedeckt.

Text: Matthias Lauterer
Quelle: Sitzungsunterlage zur GR-Sitzung vom 22. Februar 2022




Ein Universalgenie zu Gast in der Region

Der vitruvianische Mensch. Foto: Wikimedia. Paris Orlando. CC BY-SA 4.0,

Universalgenies sind selten, als einen der wenigen Vertreter dieser Gruppe darf man wohl Leonardo da Vinci, der im Jahre 1519 starb, bezeichnen. Eine Ausstellung  im Museum im Schafstall in Neuenstadt am Kocher gibt nun einen Überblick über seine Ideen und Werke.

Die bekanntesten Werke Leonardos sind sicherlich die Mona Lisa und der „vitruvianische Mensch“.  Aber Leonardo war nicht nur Maler, Zeichner und Bildhauer, er war Architekt, Ingenieur, Mechaniker,  Philosoph in einer Person – und vielleicht war er noch mehr.

Begnadeter Mechaniker und Ingenieur

Er skizzierte unter anderem ein dreirädriges Automobil mit einer Art Federwerksmotor, sozusagen den Vorläufer der legendären Ape, eine mit Menschenkraft bediente Flugmaschine und sogar die Luftschraube, eine Art Hubschrauber. Dass dieser „Hubschrauber“ keine reine Luftnummer war, bewies erst kürzlich ein Student, der einen Quadrocopter mit Luftschraube zum Abheben brachte.

Leonardos „Hubschrauber“ im Modell. Foto: GSCHWÄTZ

 

Unverkennbar: Leonardo da Vinci hat die Ape erfunden. Foto: GSCHWÄTZ

Architekt für den Krieg und für den Handel

Im Dienste seiner Herren, die oftmals sehr kriegerisch waren, entwarf er auch eine Maschinenkanone, plante Festungen – und entwarf Brücken, deren Ästhetik auch heute noch beeindruckt. Die von ihm geplante Brücke über das Goldene Horn, einen Meeresarm in Istanbul, hätte, auch das ergaben moderne Forschungsarbeiten, gebaut werden können.

Skizze einer Drehbrücke. Foto: GSCHWÄTZ

Die Drehbrücke im Modell. Foto: GSCHWÄTZ

Anatomische Skizzen von beeindruckender Genauigkeit

In einer Zeit, wo das Sezieren von Leichen von der Kirche höchst ungern gesehen wurde, betrieb Leonardo anatomische Studien – in Neuenstein sind einige sehr eindrucksvolle Skizzen aus dem Inneren des Menschen zu sehen.

Ausstellung noch bis 27. Mai 2022 geöffnet

Alle diese Facetten von Leonardos Werk – und dazu die Malerei, denn die Mona Lisa darf natürlich nicht fehlen – sind in Neuenstadt am Kocher, im dortigen Museum im Schafstall bis zum 25. Mai 2022 ausgestellt. Ergänzt werden die Skizzen und Modelle durch themenbezogene Multimediaterminals, die weitere Information vermitteln.

Die Ausstellung ist Mittwoch und Sonntag, jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Mehr Information: Erfinder und Wissenschaftler

Text: Matthias Lauterer