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Landrat Dr. Neth: „Die Spendenbereitschaft und die Hilfsangebote der Bürger:innen aus dem Hohenlohekreis ist überwältigend“

Am Freitag, den 04. März 2022, hat eine gemeinsame Lagebesprechung zur Aufnahme von Flüchtenden aus der Ukraine zwischen dem Landratsamt Hohenlohekreis und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden per Videokonferenz stattgefunden. Dabei haben sich alle Anwesenden auf eine enge Zusammenarbeit bei der Aufnahme von Flüchtenden aus der Ukraine verständigt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor.

„Ich freue mich sehr über den engen Schulterschluss zwischen Landratsamt und Bürgermeisterämtern“

„Ich freue mich sehr über den engen Schulterschluss zwischen Landratsamt und Bürgermeisterämtern, denn nur zusammen können wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern“, betont Landrat Dr. Matthias Neth. „Unser gemeinsames Ziel ist es, allen Schutzsuchenden aus der Ukraine schnell und unkompliziert eine angemessene Unterkunft zur Verfügung zu stellen.“

„Mein aufrichtiger Dank geht hier an die vielen Ehrenamtlichen“

In den kommenden Tagen wird vor allem vorübergehender Wohnraum für ankommende Geflüchtete, vorwiegend Frauen und Kinder, benötigt werden. Bürger:innen und Bürger, die private Räumlichkeiten für die Unterbringung von Schutzsuchenden melden möchten, nehmen bitte mit dem Rathaus ihrer Stadt oder Gemeinde Verbindung auf. „Wir als Landkreisverwaltung bleiben auch am Wochenende im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden und sind kurzfristig bereit, falls eine Aufnahme von Geflüchteten außerhalb von privaten Strukturen nötig wird. Mein aufrichtiger Dank geht hier an die vielen Ehrenamtlichen in den Organisationen, auf deren bewährte Strukturen und Unterstützung wir immer zählen können“, so Landrat Dr. Neth.

„Wir leben die europäischen Werte von Frieden, Freiheit und Freundschaft.“

Das Landratsamt und andere Stellen erreichen viele Anfragen, welche Spenden derzeit besonders gebraucht werden. „Die Spendenbereitschaft und die Hilfsangebote der Bürger:innen aus dem Hohenlohekreis ist überwältigend – vielen Dank Ihnen allen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Ihre Solidarität mit den notleidenden Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten zeigt: Wir leben die europäischen Werte von Frieden, Freiheit und Freundschaft.“

Geldspenden sind derzeit am wirkungsvollsten, denn mit ihnen kann vor Ort in der Ukraine und den angrenzenden Ländern wie Polen angeschafft werden, was dringend gebraucht wird. An Sachspenden wie Matratzen, Kleidung oder Schlafsäcken besteht im Hohenlohekreis selbst aktuell kein Bedarf, da noch nicht bekannt ist, wann und wie viele Schutzsuchende in den Landkreis kommen werden. „Wir wissen, dass die Spenden von Herzen kommen. Allerdings ist noch nicht absehbar, welche Dinge wirklich gebraucht werden. Daher die große Bitte: Spenden Sie nur das, was explizit angefragt wird“, betont Landrat Dr. Neth. Das Landratsamt wird sich zu gegebener Zeit mit konkreten Sachspendenwünschen an die Öffentlichkeit richten.

Kapazitäten zur Sortierung, Weitergabe und Lagerung begrenzt

Angesichts der großen Spendenbereitschaft sind schon viele Angebote für Sachspenden eingegangen. Allerdings sind die Kapazitäten zur Sortierung, Weitergabe und Lagerung sowohl beim Landratsamt wie auch bei den Hilfsorganisationen begrenzt.

Wer aktuell Sachspenden machen möchte, kann diese beim Stützpunkt für humanitäre Hilfe, Industriestraße 8 in Satteldorf (Landkreis Schwäbisch Hall) abgeben, jeweils Montag, Dienstag und Freitag von 17 bis 19 Uhr. Gebraucht werden aktuell Nahrung und Medikamente.

Wer nicht selbst zu einem Sammelpunkt fahren kann, kann seine Sachspenden beim Ordnungsamt des Hohenlohekreises anmelden unter der E-Mail: sachspenden@hohenlohekreis.de. Dort wird sich um die Weiterleitung gekümmert.

Geldspenden nehmen das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“ und das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ entgegen:

Aktion Deutschland hilft

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30

Betreff: „Nothilfe Ukraine“

Online spenden unter: www.aktion-deutschland-hilft.de

 

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600

Betreff: „Nothilfe Ukraine“

Online spenden unter: www.aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de

 

 

 




Drohne über Gommersdorf

Das Geräusch ist mittlerweile bekannt: Es summt wie ein Bienenschwarm, aber es kommt von einem UAV – einem unbemannten, fliegenden (engl. aereal) Vehikel, landläufig Drohne genannt. Eine solche war am 23. Februar 2022 über dem Krautheimer Teilort Gommersdorf im Einsatz.

Drohnenbefliegung durch das Vermessungsamt

Zweck der Drohnenbefliegung durch das Vermessungsamt des Landratsamts Hohenlohekreis ist, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises, die Erzeugung von präzisen Luftbildern. Mit diesen können exakte Geländehöhen bestimmt werden. Der Flug ersetzt somit die aufwändige Aufmessung sehr vieler Geländeprofile. Statt etlicher Tage Feldarbeit und anschließender Auswertung liefert die Drohne die notwendigen Daten, mittels derer ein eigens hierfür beschaffter Hochleistungsrechner innerhalb weniger Stunden ein Ergebnis liefert.

Datenerfassung für die Dorfflurerneuerung

Die Auswertung wird vom Flurneuordnungsamt für die Dorfflurneuordnung der Gommersdorfer Ortslage gebraucht. Das Garten- und Streuobstgelände oberhalb des Ortskerns kann mit Dämmen und Rückhalteflächen so umgestaltet werden, dass ein Teil des anfallenden Hochwassers im Starkregenfall aufgehalten wird und erst verzögert zum Abfluss kommt. Hierdurch könnte größerer Schaden im Ort vermieden werden. Um das Verfahren anzugehen, müssen allerdings erst die Höhenverhältnisse präzise ermittelt werden.

Genau nach Flugplan

Darum kümmert sich der angehende Vermessungsingenieur Jakob Scheppach. Mit seinem Drohnenflugschein kann der Student als Ferienjobber den Auftrag für die Kollegen im Flurneuordnungsamt ausführen. Zur Vorbereitung suchte er den Tag mit den besten Wetterverhältnissen aus, um einen erfolgreichen Bildflug starten zu können. Zudem erstellte er einen „Flugplan“ mit genau parallelen Bahnen, den die Drohne exakt abflog, um die gewünschten Bilder zu liefern.

 




Millionenzuschuss des Landes für Projekte im Hohenlohekreis

Mit rund 1,74 Mio. Euro fördert das Land Baden-Württemberg in der aktuellen Runde des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) 46 Projekte im Hohenlohekreis. Ziel des ELR ist es, attraktive Ortskerne zu erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen und eine wohnortnahe Versorgung sichern, sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Regierungspräsidiums hervor.

58 Anträge gestellt

Für das Programmjahr 2022 wurden 58 Anträge aus dem Hohenlohekreis eingereicht. Davon waren 42 im Förderschwerpunkt Wohnen, drei im Schwerpunkt Arbeiten und ein Antrag im Schwerpunkt Grundversorgung erfolgreich. Damit zeigt sich, dass der Fokus der Förderung weiterhin auf der Schaffung von attraktivem Wohnraum liegt. Der Landkreis bringt weit mehr als die geforderten 50 Prozent der Gesamtfördersumme für diesen Bereich ein. Umnutzungen leerstehender Gebäude zu Wohnraum, Aufstockungen, umfassende Sanierungen und die Schließung von Baulücken im Ortskern tragen zur Nachverdichtung bei.

Nur noch Mullfingen Schwerpunktgemeinde

Die Anzahl der Schwerpunktgemeinden im Hohenlohekreis hat sich reduziert, nachdem Dörzbach und Ingelfingen nach Ablauf des fünfjährigen Förderzeitraums ausgeschieden sind. In der verbleibenden Schwerpunktgemeinde Mulfingen kommen acht Projekte zum Zug.

Auch für 2023 können Anträge eingereicht werden

Die Ausschreibung für die nächste ELR-Programmrunde 2023 wird voraussichtlich im 2. Quartal 2022 veröffentlicht. Informationen zum ELR können unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/land/elr/ abgerufen werden. Auskünfte erteilen die Bürgermeisterämter sowie Lea Zeltner vom Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus des Landratsamts Hohenlohekreis, Telefon: 07940 18-1789, E-Mail: lea.zeltner@hohenlohekreis.de.

Pressemitteilung Hohenlohekreis




Pflegeheimbetreiber geht juristisch gegen kritische Kommentare im Internet vor

Viel Beachtung bei unseren Lesern fand der Beitrag über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen das Altenheim in Kocherstetten. Der Verdacht: Gespräche von Mitarbeiter:innen im Kocherstettener Altenheim sollen mitgehört worden sein. Auch Videoaufzeichnungen soll es gegeben haben. Die Ermittlungen hierzu laufen. Solange es hierüber kein Urteil gibt, gilt im deutschen Strafrecht zunächste die Unschuldsvermutung gegen den Betreiber.  Der Heilbronner Anwalt der Betreibergesellschaft des Altenheims fordert nun die Löschung von diversen Kommentaren unserer Leser:innen im Internet.

Rechtsanwalt fordert im Namen der Betreibergesellschaft Löschung und Unterlassung

Im Namen der „Pflegeheim Alte Harmonie GmbH“ verlangt er nun die Entfernung einer Bewertung aus der google-Bewertungsplattform und von Kommentaren „von der Internetplattform www.gschwaetz.de“. Außerdem fordert er eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, „um die Wiederholungsgefahr Ihres zuvor beschriebenen rechtswidrigen Verhaltens zu vermeiden“. Falsche Tatsachenbehauptungen sowie beleidigende Äußerungen gegenüber seiner Mandantschaft, der GmbH, wirft er unter anderem einer mutmaßlichen Kommentatorin vor.

GSCHWÄTZ widerspricht

GSCHWÄTZ stellt dazu in eigener Sache fest: Bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags war auf der Internetplattform www.gschwaetz.de zu keinem Zeitpunkt ein Kommentar zu dem Beitrag oder allgemein zu dem Altenheim „Alte Harmonie“ veröffentlicht. Insofern kann weder die mutmaßliche Kommentatorin noch GSCHWÄTZ zu einer Löschung von Kommentaren auf der Internetplattform www.gschwaetz.de verpflichtet sein.

Polizeiliche Ermittlungen gehen weiter

Die polizeilichen Ermittlungen im Fall der Bild- und Tonaufnahmen sind noch nicht abgeschlossen. GSCHWÄTZ wird über den Fall weiter berichten.

Text: Matthias Lauterer




Erster Preis für Künzelsaus Fair-Trade-Aktivitäten

Zehn baden-württembergische Kommunen wurden im Rahmen der landesweiten Initiative Meine. Deine. Eine Welt. für ihr besonderes Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet, darunter auch Künzelsau. Die Kommunen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern haben bewiesen, dass jede und jeder etwas für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt tun kann.

Besonderes Engagement für eine gerechtere Welt

Mannheim, Heidelberg, Freiburg, Fellbach, Konstanz, Lahr, Künzelsau, Engen, Landkreis Reutlingen und der Landkreis Enzkreis: Das sind die zehn baden-württembergischen Kommunen und Landkreise, die bei der neunten Runde der Initiative Meine. Deine. Eine Welt. für ihr besonderes Engagement für eine gerechtere Welt ausgezeichnet wurden und Preisgelder in Höhe von insgesamt 35.000 Euro als Anerkennung erhielten. Mit ihren Aktionen und Veranstaltungen während der landesweiten Eine-Welt-Tage im September und Oktober machten sie auf ihre entwicklungspolitischen Initiativen aufmerksam und motivierten Andere, sich dem Netzwerk der Engagierten anzuschließen. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) lädt alle zwei Jahre Kommunen zu diesem Projekt ein. Das Projekt wurde zum wiederholten Mal durch die Unterstützung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global mit den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht.

Jury aus entwicklungspolitischen Expertinnen und Experten

Trotz der Pandemie hatten bei der kommunalen landesweiten Initiative Meine. Deine. Eine Welt. 2021 16 Kommunen aus Baden-Württemberg mit 165 Veranstaltungen teilgenommen. Eine aus entwicklungspolitischen Expertinnen und Experten zusammengesetzte Jury hat nun die preistragenden Kommunen des Wettbewerbs von Meine. Deine. Eine Welt. 2021 ausgewählt.

5.000 Euro Preisgeld soll für Fairtrade-Aktionen verwendet werden

Künzelsau belegte in der Kategorie „Kleine Kommunen“ den ersten Preis und erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Dieses Preisgeld soll im Jahr 2022 nun für Fairtrade-Aktionen in der Stadt Verwendung finden.

Unterstützung von Wirtschaft und Organisationen

Künzelsau nahm mit dem Programm „Zukunft fair gestalten in Künzelsau“ teil und realisierte für Interessierte ein niedrigschwelliges interaktives Angebot, das zur Beschäftigung mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen im Alltag einlud. So gab es in Künzelsau eine Stadtrallye unter Beteiligung zahlreicher Geschäfte und Institutionen mit Mitmach-Aktionen wie Rätseln, Quizfragen und Schaufenstern rund um Nachhaltigkeit und Fairen Handel. Organisiert wurde die Aktion in Kooperation mit der Stadt Künzelsau von Stefanie Lotter und Angela von Reventlow, den beiden Geschäftsführerinnen der Übungsfirma Fabiro GmbH in der Kaufmännischen Schule Künzelsau. Folgende Geschäfte und Institutionen haben sich beteiligt: Stadtbücherei, Weltladen, Kaufmännische Schule Künzelsau, St. Paulus Kirche, Buchhandlung Lindenmaier & Harsch,, Brüder-Grimm-Schule, Second&More, Tafel Künzelsau, Klimabeirat, Vesperstube und Volkshochschule.

Kurzfilme auf youtube

Bei der Kaufmännischen Schule konnten die Teilnehmenden zwei Kurzfilme über QR-Codes zum Thema Nachhaltigkeit und Fairtrade ansehen (https://www.youtube.com/watch?v=VP41Guc7_s4 sowie https://www.youtube.com/watch?v=JDzUh7WpGmY), Anregungen aus dem Klima-Sparbüchle entnehmen und Vorschläge auf Kärtchen notieren, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN in den Alltag integriert werden können. Eine große Plakatwand an der Fensterfront neben dem Haupteingang der Kaufmännischen Schule entstand so im Laufe einer Woche mit den Zielen und den Handlungsvorschlägen unter dem Motto „Tu du’s – Jede Tat zählt“. Passend zum Thema Nachhaltigkeit nahmen die Mitarbeiter*innen der Fabiro GmbH in der Woche zudem an einem Workshop zum Thema „Plastikfrei – sei dabei“ teil, das von GEPA digital angeboten wurde.

Stefan Neumann dankt den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Lehrerinnen für ihr Engagement. Foto: Stadt Künzelsau

Die Jury lobte besonders, dass ein Brief mit konkreten Empfehlungen an den Bürgermeister und den Gemeinderat geschickt wurde, der ausführlich beantwortet wurde. So möchte die Stadtverwaltung unter anderem bei der Anschaffung von neuen Mülleimern auf die Größe und eine Ablagefläche für Pfandflaschen achten oder bei der Vergabe von Reinigungsleistungen an städtischen Einrichtungen möglichst eigenes Personal einstellen und faire Arbeitsbedingungen bieten.

„Ich bin stolz auf das großartige Engagement für den fairen Handel in Künzelsau und freue mich besonders über den Einsatz der der Kaufmännischen Schule, die eine klasse Aktion auf die Beine gestellt hat. Und es zeigt sich immer wieder: Engagement zahlt sich aus“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Feierliche Preisverleihung pandemiebedingt ausgefallen

Da die feierliche Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart in diesem Jahr pandemiebedingt leider ausfallen musste, wurden die Preise schriftlich übermittelt. „Wir bedanken uns herzlich für das Engagement aller Kommunen, die 2021 an Meine. Deine. Eine. Welt. teilgenommen haben. Durch ihren Einsatz haben sie Menschen in Baden-Württemberg gezeigt, dass globale Verantwortung und Nachhaltigkeit vor der eigenen Haustür beginnen müssen“, so Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der SEZ.

Hintergrund

Die alle zwei Jahre stattfindende Initiative Meine. Deine. Eine Welt. wird von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) organisiert und findet statt in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global mit den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Meine. Deine. Eine Welt. leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele in den Kommunen, indem vorhandene Potenziale für mehr globale Verantwortung in den Kommunen Baden-Württembergs entfaltet, gestärkt und weiterentwickelt werden. Kommunen mit ihren Städten, Schulen, Volkshochschulen, Vereinen und Weltläden sind zentrale Orte menschlicher Begegnungen, wo es jeden Tag aufs Neue möglich wird, das Bewusstsein für globale Themen zu schärfen und partnerschaftliche Netzwerke zu stärken.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 

 




Gute Nachrichten von der Kreuzung an der Kocherbrücke

„Es läuft bisher erfreulich gut“, sagt Simone Mitsch, stellvertretende Leiterin der KünWerke, über den Verlauf der Bauarbeiten im Zusammenhang mit dem Regenüberlaufbecken bei der Kocherbrücke in Künzelsau. Freie Fahrt in alle Richtungen könnte es nach dem aktuellen Stand bereits Ende Mai heißen. Das wäre ein ganzer Monat früher als zum Start der Baustelle angenommen. Die angekündigten Verkehrsregelungen und Sperrungen ändern sich dadurch, werden angepasst und jeweils rechtzeitig vorher bekannt gemacht. „Die Firma Leonhard Weiss, unsere KünWerke und alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck, um die Baustelle schnell abschließen zu können und dadurch die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Bis zu 4,50 Meter tief aufgegraben

Bis zu 4,5 Meter tief wird im Kreuzungsbereich für die Verlegung der erforderlichen Leitungen aufgegraben. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

In diesen Tagen werden die beiden Mischwassersammler Zollstockweg und Langenburger Straße an das Regenüberlaufbecken neben der Kocherbrücke angeschlossen. „Dafür muss die Straße bis in eine Tiefe von rund 4,5 Metern aufgegraben werden“, erklärt Simone Mitsch. Auch die Trinkwasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse innerhalb des Kreuzungsbereiches werden erneuert. Leerrohre für das städtische Breitbandnetz, für die Straßenbeleuchtung und die Stromversorgung des Parkleitsystems werden eingebaut. Parallel hierzu verlegen die Netze BW noch Hausanschlüsse für Strom und Gas. Abschließend werden dann die Oberflächen wiederhergestellt.

Die nächsten Wochen einspurig stadteinwärts befahrbar

Trotz der Baustelle ist die Fahrbahn auf der Kocherbrücke in Künzelsau halbseitig in Richtung Innenstadt und Wertwiesen frei. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Bis voraussichtlich 17. April 2022 (Bauphase zwei) sind die Mergentheimer Straße und die Kocherbrücke stadteinwärts befahrbar. Deshalb sind die beiden Aral-Tankstellen, Tiemann Grafik Hohenlohe KG und das Autohaus Koch gut erreichbar. Aus Richtung Belsenberg und Ingelfingen kommend ist auch die Zufahrt über die Kocherbrücke zu den Parkplätzen in den Wertwiesen möglich. Aber stadtauswärts ist die Kocherbrücke gesperrt, also in Mergentheimer Straße und Langenburger Straße. Auch der Kreuzungsbereich Zollstockweg/Langenburger Straße ist in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Weitere Planung

Aufgrund der schnelleren Bauabwicklung wird es nun voraussichtlich nur noch zweimal eine Veränderung in der Verkehrsführung geben: Für die städtischen Bauarbeiten sowie der Fahrbahndeckensanierung des Regierungspräsidiums Stuttgart müssen ab Mitte April der gesamte Kreuzungsbereich Mergentheimer Straße/Zollstockweg/Langenburger Straße und die Kocherbrücke komplett in beide Fahrtrichtungen für die Dauer von ungefähr drei Wochen gesperrt werden (Bauphase vier).

Bis voraussichtlich 17. April 2022 (Bauphase zwei) sind die Mergentheimer Straße und die Kocherbrücke stadteinwärts befahrbar. Plan Scanner GmbH.

Mit der Erneuerung der Straßendecke der B 19 in der Ortsdurchfahrt schließt sich das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Bauphase fünf an. Voraussichtlich ab der zweiten Mai-Woche bis 22. Mai 2022 wird deshalb eine Sperrung ab der Kreuzung Wertwiesen, über die Lindenstraße bis auf Höhe des Parkplatzes der Sparkasse in der Konsul-Uebele-Straße erforderlich. Danach heißt es endlich wieder freie Fahrt in alle Richtungen!

Bitte um Verständnis

Die Sperrungen wirken sich natürlich auf alle Verkehrsteilnehmer und die Anwohner aus – nicht nur an der Baustelle direkt, auch entlang der Ausweichstrecken. Dafür bitten alle Beteiligten, die Stadtverwaltung Künzelsau und die Firma Leonhard Weiss, um Verständnis und tun alles, um die Bauarbeiten zügig durchzuführen.

„Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer – auch die Fußgänger – an die jeweils aktuellen Verkehrsregelungen halten, können wir weiter so flott arbeiten und die Einschränkungen für alle möglichst gering halten“, fordert Bürgermeister Stefan Neumann auf und bittet „aufeinander Rücksicht zu nehmen“.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Ausschuss des Kreistags tagt in Forchtenberg

Die nächste Sitzung des Verwaltungs-, Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Kreistags (kurz: VWV) findet am Montag, 7. März, 14 Uhr, in der Limeshalle in Forchtenberg-Sindringen statt. Auf der Tagesordnung stehen verschiedene Vergaben, darunter die Vergabe der Errichtung einer Mietcontaineranlage in Kupferzell und der Bauarbeiten der K 2343 Waldbach – Scheppach. Die Maßnahme ist im Fahrbahndeckenprogramm des Hohenlohekreises enthalten.

Abfallentsorgung

Weiterhin soll über die Ausschreibung und die Vergabe von Dienstleistungen für die Entsorgung und Verwertung von Abfällen, welche auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain und den Recyclinghöfen sowie der Problemstoffsammlung anfallen, entschieden werden.

Zudem wird über den aktuellen Stand der Vergabe der Planungsleistungen des Ausbaus der K 2319 von Marlach bis zur Kreisgrenze informiert.

Pressemitteilung Hohenlohekreis




Atomkraftwerk in der Ukraine unter Beschuss

Mehrere führende Nachrichtenmedien berichten übereinstimmend am Freitagmorgen, den 04. März 2022, das Kernkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine unter Beschuss geraten ist. Es handelt sich dabei um das größte Atomkraftwerk Europas.

Feuer im Atomkraftwerkt

Russland hat nach ukrainischen Angaben das größte Atomkraftwerk des Landes angegriffen. In Folge der Gefechte brach auf dem Gelände ein Brand aus. Radioaktive Strahlung soll aber nach ersten Informationen nicht ausgetreten sein. Das meldet die Tagesschau. Dennoch ist die Bevölkerung aufgerufen zur Vorsicht. Bei dem Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 lauteten die ersten Pressemeldungen ebenfalls, dass keine Strahlung ausgetreten ist beziehungsweise nicht schädlich sei. Wegen der Winde ist die Strahlung jedoch bis in den Süden Deutschlands gekommen. Eine geraume Zeit sollte man nach dem Unglück etwa keine Pilze, die im Wald wuchsen, essen.

Strahlung

Nach fortgesetzten Angriffen auf die Großstädte Charkiw, Mariupol und Kiew hat die russische Armee der Nacht die Stromversorgung des Landes attackiert. Örtliche Behörden meldeten am frühen Morgen Gefechte mit russischen Soldaten nahe Europas größten Atomkraftwerk Saporischschja – von dort bezieht die Ukraine rund ein Viertel ihrer Energie, so die Tagesschau.

Lokale Behörden berichten von Bombenangriffen auf die Atomanlage

Lokale Behördenvertreter berichteten von Bombenangriffen auf die Atomanlage, das AKW werde mit schweren Geschützen beschossen. Ein Block des Kraftwerks sei getroffen worden, in der Anlage gebe es einen Brand, sagte der Sprecher des AKW, Andriy Tuz in einem auf Telegram veröffentlichten Video. Zwar werde der getroffene Reaktor gerade renoviert und sei nicht in Betrieb, aber es befände sich Kernbrennstoff darin. Feuerwehrleute könnten sich dem Feuer nicht nähern, weil sie beschossen würden. „Wir fordern, dass sie (die Truppen) den Beschuss mit schweren Waffen einstellen“, sagte Tuz. „Es besteht eine reale Gefahr für das größte Atomkraftwerk in Europa.“

Internationale Atomeneergiebehörde äussert sich besorgt

Radioaktive Strahlung entweicht aber offenbar bislang nicht aus der Anlage. Die Atomaufsicht der Ukraine habe mitgeteilt, dass „keine Änderung der Strahlungswerte“ am Standort des Kernkraftwerks gemeldet worden sei, berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am frühen Morgen auf Twitter. Erst am Donnerstag hatte die IAEA ihre große Besorgnis darüber geäußert, dass die Kämpfe die 15 ukrainischen Atomreaktoren versehentlich beschädigen könnten. Das Risiko für einen Atomunfall habe sich im Zuge der russischen Invasion deutlich erhöht, schreibt das Nachrichtenportal upday.

Forderung der Ukraine, dass die NATO eingreifen müsse

Der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko forderte die NATO zum Eingreifen auf. Angesichts des Angriffs auf das AKW fordere man „nicht nur eine professionelle Einschätzung der Geschehnisse, sondern ein echtes Eingreifen mit den härtesten Maßnahmen, auch durch die NATO und die Länder, die Atomwaffen besitzen“, schrieb Haluschtschenko auf Facebook.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba forderte den sofortigen Stopp der Angriffe. „Wenn es explodiert, wird das zehnmal größer sein als Tschernobyl. Russen müssen sofort das Feuer einstellen“, schrieb er auf Twitter.

Auch US-Präsident Joe Biden forderte Russland auf, seine militärischen Aktivitäten in dem Gebiet um das Kernkraftwerk einzustellen. In einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe Biden sich „über den aktuellen Stand des Brandes“ in der Atomanlage erkundigt, teilte das Weiße Haus mit. Die russische Armee müsse Feuerwehrleuten und Rettungskräften den Zugang zu dem Gelände ermöglichen, so Biden.

Großbritannien forderte in einer ersten Reaktion eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Das „rücksichtslose“ Verhalten von Russlands Präsident Wladimir Putin könne „direkt die Sicherheit von ganz Europa bedrohen“, erklärte das Büro von Premierminister Boris Johnson in der Nacht.

Nur Stunden zuvor hatte die russische Armee ihre Offensive gegen ukrainische Großstädte noch einmal ausgeweitet. Bei russischen Angriffen auf die ostukrainische Millionenstadt Charkiw und Umgebung wurden nach Angaben örtlicher Behörden am Mittwoch und Donnerstag mindestens 34 Zivilisten getötet. 285 Menschen wurden zudem verletzt, darunter 10 Kinder, wie der regionale Zivilschutz mitteilte. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Charkiw, die zweitgrößte Stadt des Landes liegt nahe der Grenze zu Russland. Sie ist seit Kriegsbeginn Ziel russischer Angriffe.

In Kiew gab es in der Nacht zu Donnerstag mehrere schwere Explosionen. Luftalarm wurde ausgelöst, wie die Agentur Unian berichtete. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb bei Telegram: „Der Feind versucht, in die Hauptstadt durchzubrechen.“ Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs setzten sich russische Truppen nördlich und nordwestlich von Kiew in 20 bis 30 Kilometern Entfernung von der Stadtgrenze fest und errichteten Feldlager. Der russische Militärkonvoi kommt internationalen Beobachtern zufolge allerdings deutlich langsamer voran als von Moskau geplant.

Die südukrainische Hafenstadt Mariupol mit rund 440.000 Einwohnern ist nach Angaben örtlicher Behörden nach Luftangriffen ohne Wasser, Heizung und Strom. Die strategisch wichtige Stadt ist offenbar inzwischen eingeschlossen.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kündigte am Donnerstag an, eine Gruppe internationaler Experten solle in ihrem Auftrag in der Ukraine „Fakten und Umstände zu möglichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermitteln“. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in der ersten Woche des Konflikts 249 Zivilisten getötet und 553 verletzt worden. Die Ukraine hatte am Mittwoch von mehr als 2000 getöteten Zivilisten gesprochen.




Erste Flüchtlinge in Künzelsau angekommen

In den letzten Tagen sind auch in Künzelsau erste Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen und haben bei Familienangehörigen oder Freunden Unterkunft gefunden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervor.

 Im Hohenlohekreis bereitet man sich auf Aufnahme von Kriegsflüchtenden aus der Ukraine vor. Auch Künzelsau will Menschen aus dem Kriegsgebiet einen sicheren Ort bieten. Die Stadtverwaltung ist in Austausch mit dem Landratsamt, um schnell und zielgerichtet helfen zu können. Das für Integration zuständige Team im Künzelsauer Rathaus wird den Flüchtenden zur Seite stehen und bei dem, was an ihrem Zufluchtsort auf sie zukommt, unterstützen. „Eine Übersetzerin für eine gute Verständigung mit den aus der Ukraine geflüchteten Menschen steht uns schon zur Seite“, so Marion Hannig-Dümmler, stellvertretende Hauptamtsleiterin und Leiterin des Integrationsteams. Auch mit den kirchlichen Trägern steht sie in Kontakt, um einen Unterstützerkreis in Künzelsau aufzubauen.

Am vordringlichsten werden jedoch Unterkunftsmöglichkeiten gebraucht. Bürgermeister Stefan Neumann appelliert an die Künzelsauer Einwohnerinnen und Einwohner: „Helfen Sie uns, den Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Sie die Möglichkeit haben, jemanden bei sich aufzunehmen und Wohnraum bieten können.“

Über Angebote von Unterkünften freut sich die Stadtverwaltung Künzelsau. Kontakt: Stellvertretende Hauptamtsleiterin Julia Knobel, Telefon 07940 129-114; Integrationsmanager Omar Alkhalaf, Telefon 07940 129-315; E-Mail info@kuenzelsau.de .

Wer ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich an Sonja Schäfer im Amt für Kreisschulen und Bildung wenden. Sie ist Ansprechpartnerin zur Koordinierung von ehrenamtlichem Engagement in der Integrations- und Flüchtlingshilfe im Hohenlohekreis, Telefon: 07940 18-1921, E-Mail Sonja.Schaefer@hohenlohekreis.de.

Angebote für Sachspenden nimmt das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht beim Landratsamt per E-Mail entgegen: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Die Angebote werden zunächst gesichtet und falls Bedarf besteht, erfolgt eine Rückmeldung.




#StandwithUkraine

Unter anderem Dekanin Sabine Waldmann sprach am Mittwoch, den 02. März 2022, in Öhringen auf dem Marktplatz zu mehreren hundert Demonstranten, die gegen den Krieg in der Ukraine protestierten. Die Kundgebung war eine Gemeinschaftsaktion von den Jusos Shok, der Jungen Union Hohenlohe, dem Arbeitskreis für Demokratie, gegen Faschismus, den Jungen Liberalen Hohenlohe, Bündnis 90/Die Grünen Hohenlohe und dem Verein gegen Vergessen, für Demokratie. Wir zeigen hier erste Bilder. Eine ausführliche Berichterstattung folgt in Kürze.Fotos: GSCHWÄTZ

Harald Ebner, Bundestagsabgeordneter (Die GRÜNEN). Foto: GSCHWÄTZ

Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler. Foto: GSCHWÄTZ

Demonstranten. Foto: GSCHWÄTZ

Demonstranten. Foto: GSCHWÄTZ

Eine andere Art, blau-gelb zu zeigen. Foto: GSCHWÄTZ

Anti-Putin-Plakat. Foto: GSCHWÄTZ

Improvisation. Foto: GSCHWÄTZ

Letzendlich waren es um die 300 Demonstranten. Foto: GSCHWÄTZ