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„Bakterialisierungsaktionen“ – Kunst aus der Hexenküche

„Die Natur ist meine beste Mitarbeiterin und inspirierendste Lehrerin“, lacht Wolfgang Ganter. In seiner Ausstellung mit dem Titel „Stoffwechsel“ im Kunstverein Schwäbisch Hall, lässt der Berliner Künstler ab dem 18. März auf zwölf fotografischen Arbeiten die Besucher in ein bisher unsichtbares Universum der Mikrobiologie und chemischen Reaktionen eintauchen. Die Wirkung der Bakterienkulturen wird dabei zum ästhetischen und inhaltlichen Ausdrucksmittel: Einerseits schaffen sie eine neue, faszinierende Wirklichkeit, in der es brennt, glüht, fasert und verschwimmt, andererseits entlarven sie die analoge Fotografie in ihrem dokumentarischen Anspruch, indem sie die materiellen Bestandteile des Filmmaterials sichtbar machen. „Das Ergebnis sind bizarre Gebilde von faszinierender Schönheit, die einen unsichtbaren Kosmos präsentieren. Das scheinbar unkontrollierbare zu kontrollieren ist für Ganter immer wieder reizvoll“, erklärt die Öhringer Kuratorin Monika Pfau.

Dias werden von Bakterien zerfressen

Ganters Arbeitsweise klingt erst einmal simpel, ist aber in dem ständigen Wechsel von Analog zu Digital, von Mikro zu Makro, äußerst komplex: Ganter „beimpft“ Dias, vergessene Relikte der analogen Fotografie, mit Bakterienkulturen und brütet sie in einem umgebauten Inkubator aus. Die Bakterien beginnen die Gelatineschicht des Dias zu verstoffwechseln. Ist ein „guter Moment“ gefunden, stoppt Ganter den biologischen Prozess und beginnt, das Dia unter dem Mikroskop abzufotografieren. Dabei teilt er es in bis zu 2000 Einzelbilder, die in 5 bis 20-facher Vergrößerung fotografiert werden. Anschließend fügt er die Aufnahmen auf dem Computer nahtlos zu einem Bild in extrem hoher Auflösung zusammen. Dieses wird als Echtpigmentprint abgezogen, auf selbstgebaute Glasfaserträger kaschiert und abschließend mit einer Schicht aus gegossenem, klarem Kunststoff versiegelt.

„Erhaben präsentiert sich das Mikrouniversum der organischen Welt“

Der Sog seiner Arbeiten wird besonders in der Werkgruppe der „Mikropaintings“ sichtbar. Dort zeigt Ganter die dramatische „Explosionskraft“ von Chemikalien und Haushaltsflüssigkeiten. Das Großformat sprengt den Blick wie eine Supernova. Zugleich findet das Auge nah am Bild auf jedem Quadratzentimeter Überraschendes. Detailreich spinnen sich Fäden und kristallisieren sich Auswüchse. Erhaben präsentiert sich das Mikrouniversum der organischen Welt, die ihre eigenen Gesetze hat.

 

 

Seit gut 20 Jahren experimentiert Ganter mit Mikrolebewesen und chemischen Bestandteilen von Dias. „Zur Arbeit mit Dias kam ich eher zufällig. Während meines Studiums fand ich viele ausrangierte Diakästen im Sperrmüll. Mich packte da Interesse. Das waren doch echte Momente aus dem Leben dieser Menschen, die darf man nicht wegschmeißen!“, betont Ganter. „Am Anfang arbeitete ich total experimentell. Zehntausende Dias lagen in Eimern mit Flüssigkeiten im Badezimmer meiner Eltern. Ich wusste nicht, was zu sehen sein wird. Manchmal ging auch was schief und ich habe mich selbst infiziert. Die Quittung war mal ein übel geschwollenes Auge. Zum Glück war das nach einer Woche verschwunden“, lacht Ganter. „Natürlich stinkt es auch in meinem Labor. Generell ist meine Ekelgrenze mittlerweile ziemlich niedrig. Mich interessiert einfach, wie sich die Dinge zueinander verhalten, sich beeinflussen, wachsen und wie ich das alles beeinflussen kann.“

„Kein reines Zufallsprodukt, sondern stark erzwungener Zufall“

Nach jahrzehntelangen wilden Experimenten mit geschätzt über zwei Millionen Dias, hat Ganter von jedem Bild gelernt und seine Technik perfektioniert. „Insofern ist das Ergebnis mittlerweile kein reines Zufallsprodukt, sondern stark erzwungener Zufall“, sagt der Künstler. Mithilfe renommierter Forschungslabore, u.a. an der Rockefeller University New York, kam er zu neuen Bakterienkulturen und hat gelernt, wie man sicher, steril und gezielt arbeitet, um Malerei auf Fotografie zu betreiben. Diese neue Form der mikrobiologischen Malerei, sieht man in der zweiten Werkgruppe der Ausstellung mit dem Titel „Works in Progress“. Sie umfasst Ikonen der Kunstgeschichte, u.a. Gemälde von Lucas Cranach, die Ganter selbst in renommierten Museen wie dem Louvre, dem MET New York oder der Alten Nationalgalerie Berlin abfotografiert, und dann Bakterienkulturen als „Nahrung“ zur Verfügung gestellt hat. „Die Arbeit, die die Bakterien leisten, könnte ich, könnte kein Maler der Welt, so in der Form tun. Das fasziniert mich, diese Welt, die uns immer umgibt, die wir aber nicht wahrnehmen.“ Ganter positioniert klassische Ölmalerei neben organischer Bakterienmalerei. Dabei entsteht nicht nur ein neues narratives, traumweltliches, spielerisches und manchmal augenzwinkerndes Moment, sondern auch die Frage danach, was Malerei eigentlich ausmacht. Ganter verlässt damit die eindeutigen Pfade der Zuschreibung. Sind Ganters Arbeiten nun Fotos oder Malerei?

„Die organische Zerstörung des Bildes entlarvt die Fotografie als illusionsstiftendes Medium.“

Medientheoretisch bergen Ganters Arbeiten zusätzlich einen weiteren spannenden Verweis. „Was sehen wir eigentlich, wenn wir ein Foto oder ein Dia anschauen?“, fragt Monika Pfau. „Die meisten sehen ‚etwas’ auf dem Bild und sagen: ‚Das ist meine Familie’, oder ‚Das ist unser Ferienhaus‘. Aber ein analoges Dia ist Schichtträger, Gelatine, Emulsion, Silbersalz, Farbstoff, UV-Filter. 14 Schichten türmen sich übereinander. Ein Dia ist nicht flach, sondern ein dreidimensionales Objekt. Die organische Zerstörung des Bildes entlarvt die Fotografie als illusionsstiftendes Medium. Ganter lässt uns damit in die zweite unsichtbare Welt des Motivträgers in seiner Materialität blicken, durch die wir sonst normalerweise bei der Bildbetrachtung hindurchschauen“, sagt Kuratorin Monika Pfau.

Termine

Die Werke sind vom 20. März bis zum 8. Mai 2022 im Kunstverein Schwäbisch-Hall zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am 19. März 2022, 18:00 Uhr.

Pressemeldung Kunstverein Schwäbisch-Hall

 




Redaktion GSCHWÄTZ nimmt ab Montag, den 14. März 2022, Kleiderspenden zur Weiterleitung an ukrainische Flüchtlinge an

Die Redaktion GSCHWÄTZ nimmt ab Montag, den 14. März 2022, Kleiderspenden für Frauen und Kinder zur Weiterleitung an ukrainische Flüchtlinge an. Abgegeben werden können diese in der Redaktion in der Gaisbacher Straße 6 in 74653 Künzelsau Montag bis Freitag von 09 bis 12 Uhr oder nach Terminvereinbarung. Die Redaktion sucht in diesem Zusammenhang auch Ehrenamtliche, die diese Sachspenden helfen, vorzusortieren für die Weitergabe.

Wer Kleidung für Flüchtlinge benötigt, kann diese ebenfalls zu den oben genannten Zeiten bei in der Redaktion abholen. Eine vorherige Terminvereinbarung, gerne per WhatsApp (0172/68 78 474), wäre hier sinnvoll, so dass wir Kleiderpakete in den passenden Größen vorbereiten können.

Wir danken vorab allen Spendern und Ehrenamtlichen, die sich engagieren und wünschen uns allen einen schnellstmöglichen Frieden.

 




„Ich bin sehr stolz auf die Bürger:innen unserer Stadt“

In Öhringens Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle sind bereits mehrere hunderte Geflüchtete aus der Ukraine angekommen. Der Landkreis hat Kapazitäten für 5000 Geflüchtete geschaffen. Polen hat insgesamt bereits über eine Million Geflüchtete aufgenommen.

„Dank der großen Hilfe und warmen Herzen der Polen, können sie sicher sein, hier nicht alleine zu sein“

„Jeden Tag überqueren tausende ukrainische Geflüchtete unsere Landesgrenze, denn sie fliehen vor dem barbarischen Krieg. Dank der großen Hilfe und warmen Herzen der Polen, können sie sicher sein, hier nicht alleine zu sein“, sagt Kędzierzyn-Kożles Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska. „Seit Anbeginn des Konfliktes sehe ich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Ich bin sehr stolz auf sie, wenn ich sehe, mit wie viel Hilfsbereitschaft, Engagement, Sachspenden und Unterkünften alle mithelfen.“

Sachspenden werden derzeit nicht benötigt

„Wir stehen in engem Austausch mit unserer Partnerstadt“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. „Meine Freundin Sabina und die Stadtverwaltung, leisten dort zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt gerade Enormes. Sachspenden werden derzeit nicht benötigt. Allerdings helfen Geldspenden den lokalen Hilfsorganisationen vor Ort, schnell den nötigen Bedarf an Hygieneartikeln, Lebensmitteln und Medizin aufzustocken. Zudem hat Kędzierzyn-Kożle selbst eine Partnerstadt in der Ukraine, die Stadt Kalusch. Sehr engagiert helfen die Kędzierznerinnen und Kędzierzyner den dortigen Hilfsbedürftigen. Die Stadt spendet medizinische Güter, Bettwäsche, Matratzen sowie Windeln. Bitte unterstützen sie unsere Partnerstadt mit Geldspenden. Jeder Euro hilft“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler.

Spendenkonto

Die Stadt Kędzierzyn-Kożle hat mit der Hilfsorganisation „Trampolina“ ein Spendenkonto eingerichtet, auf das Geldspenden auch in Euro ohne Umrechnungsgebühren überwiesen werden können. In Polen gilt die Währung Złoty. Das Geld kommt den Geflüchteten vor Ort in Kędzierzyn-Kożle zugute.

Empfänger: Stowarzyszenie „Trampolina“
IBAN: PL31 1600 1462 1029 8069 5000 0003
Stichwort: „Pomoc dla Ukrainy“

Pressemitteilung Große Kreisstadt Öhringen




„Wir wollen gegen die Müllverschwendung aktiv werden“

Ein alter Schweinestall, drei Jahre Arbeit und 300 000 Euro Investitionen – Michael und Andrea Schmitt aus Mulfingen-Simprechtshausen haben mehr als nur Zeit und Geld in ihr neues Projekt gesteckt: eine ganze Menge Herzblut.

Neuer Unverpackt-Laden in Simprechtshausen. Foto: GSCHWÄTZ

„Meine Frau und ich haben uns überlegt, dass wir irgendetwas gegen die Müllverschwendung unternehmen müssen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, einen Unverpackt-Laden zu eröffnen“, erklärt Michael Schmitt. „So etwas gibt es bei uns ja noch nicht. In Heilbronn, Nürnberg und Würzburg gibt es einen und Simprechtshausen liegt da genau im Zentrum.“ Das Credo des 50-Jährigen lautet: „Einfach machen!“ – So haben Schmitts kurzerhand die Initiative ergriffen und sind selbst aktiv geworden, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Das Gebäude, in dem der neue Unverpackt-Laden eröffnen wird, war früher ein Schweinestall. „Wir haben viel Mobiliar gebraucht gekauft, um Verpackungsmüll einzusparen. Das macht wirklich einen großen Unterschied. Es ist schon toll, was man aus einem alten Schweinestall alles machen kann“, so Schmitt.

Noch sind die Regale leer. Fotos: GSCHWÄTZ

Die größte Hürde auf dem Weg zum Unverpackt-Laden sei übrigens der Umnutzungsantrag für das Gebäude gewesen. „Das Landratsamt hat sich sieben Monate Zeit gelassen.“

Das Einzugsgebiet des Nachhaltigkeitsprojekts betreffend sagt Schmitt: „Wir nehmen natürlich alle Kunden, die kommen, gerne auf. Als Einzugsgebiet versprechen wir uns aber einen Umkreis von 15-20 km.“

Auch ein Café soll es darin geben – mit einem herrlichen Ausblick auf Wiesen und Felder. Foto: GSCHWÄTZ

Neben unverpackten Lebensmitteln können sich die Kunden auf Getränke, Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und Softeis freuen. Wo möglich, setzen Schmitts auf regionale Lebensmittel und selbstgemachte Produkte. Der Laden hat sogar eine eigene Backstube.

Die Resonanz auf das Vorhaben sei zum größten Teil positiv gewesen. „Wir wünschen uns, dass unser Laden bald mit Leben gefüllt wird“, erzählt Andrea Schmitt.

Ein Softeis-Automat seht ebenfalls bereit.

In sechs bis acht Wochen soll das neue Projekt an den Start gehen.

Die Adresse des Unverpackt-Ladens: Lausenweg 7/1, 74673 Mulfingen-Simprechtshausen.

Was bedeutet Unverpackt?

In Unverpackt-Läden gibt es Nudeln, Reis Obst, Gemüse, Reinigungsmittel und weitere Produkte möglichst unverpackt. Das heißt, Kund:innen bringen ihre Verpackungen in Form von Glasbältern, Dosen oder Tupperbehältern selbst mit. Auch Getränke kann man bei den Schmitts kaufen, selbstverständlich in Glas- und nicht in Plastikflaschen. Im Hohenlohekreis gibt es bislang keinen Unverpackt-Laden.

Text, Fotos & Video: Priscilla Dekorsi




„Ich bewundere den Mut des ukrainischen Volkes“

In der Ukraine herrscht Krieg. Hunderttausende Menschen flüchten, Familien werden auseinandergerissen, Männer bleiben im Land, um ihre Heimat zu verteidigen, Frauen und Kinder nehmen tagelange und aufreibende Wege durch die winterliche Kälte in sichere Länder auf sich. Sie alle erfahren Leid, Tod, Zerstörung und einen übermächtigen Gegner, der zu allem bereit ist. Ich bewundere den Mut und die Entschlossenheit des ukrainischen Volkes, das ihr Land und – auch unsere – Werte von Freiheit und Demokratie verteidigt.

„Wichtig ist uns, schnell und unbürokratisch helfen zu können“

In Öhringen sind bereits Geflüchtete aus der Ukraine angekommen. Sie haben zunächst Zuflucht bei Familien und Freunden gefunden. In Öhringen leben dauerhaft 46 ukrainische Mitbürger:innen. Sie sorgen sich um ihre Familien und Freunde. Ihnen sei unsere Hilfe und Unterstützung gewiss. Im heutigen Krisenstab haben wir entschieden, unsere Stadt gezielt auf die Ankunft von Geflüchteten vorzubereiten und die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Wir sind bei allen Vorkehrungen auch in enger Abstimmung mit dem Landratsamt. Wichtig ist uns, schnell und unbürokratisch helfen zu können. Unser Team der Flüchtlingshilfe steht für Beratung rund um Ankunft, Formulare und Rechte bereit. Unser Ordnungsamt kümmert sich um die Unterkünfte. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, hier brauchen wir auch ihre Mithilfe. Sollten sie private Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung haben, melden sie sich bitte bei unserem Ordnungsamt, Herrn Frank Stransky.

„Wir stehen selbstverständlich in engem Austausch mit Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska aus unserer polnischen Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle“

Dass Öhringer:innen helfen wollen zeigt sich in all den Anrufen und Angeboten, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. Hilfe macht nur Sinn, wenn sie wirklich dort ankommt wo sie gebraucht wird. Die notwendige Infrastruktur wird derzeit von lokalen Akteuren aufgebaut. Informieren sie sich bitte in der Tagespresse und im Internet über lokale Spendenaktionen. Sachspenden können an das Landratsamt, Amt für Ordnung und Zuwanderung, gemeldet werden. Geldspenden sind bei dem Spendenkonto von „Aktion Deutschland Hilft“ willkommen.

„Niemand will Krieg“

Wir stehen selbstverständlich in engem Austausch mit Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska aus unserer polnischen Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle. Dort sind mittlerweile 300 Ukrainerinnen und Ukrainer angekommen. Polen hat über 300.000 Geflüchtete aufgenommen. Sabina Nowosielska arbeitet seit Tagen mit ihrem Team und vielen polnischen Ehrenamtlichen unter vollstem Einsatz daran, eine solide Infrastruktur für die ankommenden Geflüchteten aufzubauen. Der Landkreis ist auf rund 5.000 Ankommende vorbereitet. Strukturiert und konzentriert werden ausreichend Hygieneartikel, Kleidung und Nahrungsmittel an einem Sammelpunkt gelagert. Es gibt Koordinatoren für den Landkreis und für die Gemeinde. Die ärztliche Versorgung ist sichergestellt. Heute ist eine neunköpfige polnisch-stämmige Familie in Kędzierzyn-Kożle angekommen, die wieder dauerhaft in Polen leben wird. Wir haben unserer Partnerstadt unsere vollste Solidarität und Hilfe angeboten. Die Stadt Kędzierzyn-Kożle hat ein Spendenkonto eingerichtet. Das Geld wird für die Unterstützung der Geflüchteten in der Stadt verwendet. Sollten Sachspenden gebraucht werden, stehen wir und viele Freiwillige aus Öhringen bereit, einen Warentransport einzurichten.

Unsere Pflicht ist es, sich mit der Ukraine solidarisch zu zeigen.

Demokratie, Freiheit und Frieden sind keine Selbstverständlichkeiten. Niemand will Krieg. Unsere Pflicht ist es, sich mit der Ukraine solidarisch zu zeigen.

Kontakt

  • Bei Fragen und Angeboten zu Unterkunftsmöglichkeiten: Frank Stransky, Ordnungsamt Öhringen, Tel.: 07941-68220, E-Mail: Frank.Stransky@oehringen.de
  • Bei Fragen zur Integrationsberatung (Leistungen, Dokumente, Formulare): Hans-Jürgen Saknus, Integrationsmanagement Stadtverwaltung, Tel.: 07941-68217, E-Mail: Hans-Juergen.Saknus@oehringen.de
  • Spenden: „Aktion Deutschland hilft“, IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600, Betreff „Nothilfe Ukraine“
  • Direkte Spenden an unsere Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle für die Unterstützung der dortigen Geflüchteten: BNP Paribas Bank Polska S.A., IBAN: PL58 1600 1462 1029 8069 5000 0002: Stichwort: POMOC UKRAINA.
  • Ehrenamtshilfe: Wer ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich an Sonja Schäfer im Amt für Kreisschulen und Bildung wenden. Sie ist Ansprechpartnerin zur Koordinierung von ehrenamtlichem Engagement in der Integrations- und Flüchtlingshilfe im Hohenlohekreis, Tel.: 07940 18-1921, E-Mail: Sonja.Schaefer@hohenlohekreis.de
  • Sachspenden: Sachspenden nimmt das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht per E-Mail entgegen: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Die Angebote werden zunächst gesichtet und falls Bedarf besteht, erfolgt eine Rückmeldung.



Kabarett im Gewölbe

Nach gelungenem Auftakt geht die Gastspielreihe der Burgfestspiele im Gewölbe der Götzenburg weiter. Am 26. März ist der bekannte Freiburger Kabarettist und Autor Jess Jochimsen mit seinem aktuellen Programm „Meine Gedanken möchte ich manchmal nicht haben“ zu Gast. Beginn ist um 19 Uhr.

Geschichten, die im Radau der letzten Zeit untergegangen sind

Jess Jochimsen will raus aus seinem Gedankenkarussell und nachschauen, was die Pandemie übriggelassen hat. Also sucht er nach Geschichten, die im Radau der letzten Zeit untergegangen sind. Klar ist: Die Ungerechtigkeiten von Gestern sind die von Heute. Aber den Kopf einziehen und hoffen, dass alles wieder so wird wie früher, ist Quatsch. Und langweilig ist es obendrein. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht Jess Jochimsen den notorischen Rechthabern den Ton ab und beweist, was Satire alles sein darf: anrührend, klug, musikalisch und nicht zuletzt sehr lustig. Und zum guten Schluss zeigt er Urlaubsbilder. Für Daheimgebliebene. Jess Jochimsens aktuelles Programm ist ein kabarettistischer Gedankenaustausch, eine fortlaufende Bestandsaufnahme der politischen Lage, ein Herantasten an die Zeit „nach C.“.

Vorverkauf läuft

Karten gibt es online unter www.burgfestspiele-jagsthausen.de, per Mail burgfestspiele@burgfestspiele-jagsthausen.de oder telefonisch unter 07943 912345. Sie kosten auf allen Plätzen  24 Euro zzgl. Bearbeitungsgebühr. Alle Veranstaltungen der Burgfestspiele Jagsthausen werden unter den dann aktuellen behördlich vorgegebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen stattfinden.

Pressemitteilung Burgfestspiele Jagsthausen




Deutlicher Rückgang der Verkehrstoten

„Wie bereits im Jahr 2020, ging auch im vergangenen Jahr die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn deutlich zurück. Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden ist hingegen leicht gestiegen, sodass wir mit Nachdruck unsere Kontrollstrategien weiter flächendeckend umsetzen werden“, stellte der Leiter der Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Heilbronn Thomas Lüdecke fest.

Anzahl der Verkejrstoten geht zurück – Anzahl der Unfälle mit Personenschaden steigt leicht

Mit Blick auf die Gesamtzahl der Unfälle kann sowohl für das Land Baden-Württemberg als auch für den Bereich des Polizeipräsidiums (PP) Heilbronn ein geringfügiger Anstieg der Zahlen verzeichnet werden. „Eines der obersten Ziele ist es weiterhin die Verkehrsunfälle durch unsere Überwachungs- und Sanktionsmaßnahmen zu reduzieren. Um insbesondere Unfälle mit Personenschäden zu minimieren, prüfen wir permanent, wo gezielte Kontrollschwerpunkte und Präventionsmaßnahmen zu setzen sind und an welchen Stellen diese angepasst werden müssen“, so der Leitende Polizeidirektor Lüdecke.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn stieg im vergangenen Jahr um 2,8 %. Gefallen hingegen ist die Anzahl der Verkehrstoten beim PP Heilbronn. Diese fiel im Stadtkreis Heilbronn und in den vier Landkreisen im PP um 20,5 % auf 31 Personen (2020: 39).

Übersicht Gesamtunfallzahlen – Veränderung in Prozent

2021 war landesweit eine Zunahme bei den Verkehrsunfällen (VU) um 1,6 % (2021: 273.807 / 2020: 269.557) festzustellen. Das PP Heilbronn registrierte 2021 ein Gesamtaufkommen von 21.557 Verkehrsunfällen. Hiervon waren 12.879 sogenannte Kleinstunfälle, die aufgrund ihrer geringfügigen Bedeutung in der Unfallanalyse und statistischen Betrachtung nicht weiter berücksichtigt werden. Die Zunahme im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn aller Unfälle lag bei 4,2 % (2020: 20680).

Unfälle mit Personenschaden

Die Anzahl der verunglückten Personen ist gesamt (- 0,3 %, 2021: 3.079 / 2020: 3.089), im Bereich des PP Heilbronn leicht gesunken. Die Zahl der Schwerverletzten stieg jedoch um 3,6 % von 550 auf 570 im Jahr 2021. Die Anzahl der Verkehrstoten sank von 39 in 2020 auf 31 im vergangenen Jahr.

Bei den 31 Getöteten im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn handelte es sich um 14 Pkw-Insassen, sechs Lkw-Insassen, sieben Motorradfahrer, zwei Pedelecfahrer sowie zwei Fußgänger.

Unfallursachen – Unfälle mit Sachschäden

Die prozentualen Anteile in den meisten Ursachenbereichen zeigen über Jahre hinweg nur marginale Veränderungen. Im Gegensatz dazu haben sich die Unfälle aufgrund von Abstandsverstößen um rund 47 % im Vergleich zum Vorjahr verringert. In der Gesamtbetrachtung der Unfälle mit Sachschäden sind Vorfahrtsverletzungen gefolgt von zu hoher Geschwindigkeit die häufigsten Unfallursachen.

Unfallursachen – Unfälle mit Personenschaden

Bei Unfällen mit Personenschaden verändert sich das Bild. Hier liegt an erster Stelle bei 19,9 % der Unfälle als Unfallursache ein Geschwindigkeitsverstoß vor, gefolgt von Abstands- (16,8 %) und Vorfahrtsmissachtungen (15,5 %).

Überhöhte oder nicht angepaßte Geschwindigkeit bei jedem vierten schweren Unfall

Bei jedem vierten Verkehrsunfall mit schwerem Personenschaden (Tote oder Schwerverletzte) war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache Nummer eins. Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, umso höher steigt das Risiko im Falle eines Unfalls schwerste Verletzungen davonzutragen. „Eine konsequente Geschwindigkeitsüberwachung steht daher an oberster Stelle“, sagt Thomas Lüdecke, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch für die Unfallaufnahme zuständig sind. Weiter führt er aus: „Wer die Gesundheit anderer oder sogar ein Menschenleben durch sein Fahrverhalten, insbesondere durch zu schnelles Fahren, gefährdet, wird konsequent aus dem Verkehr gezogen! Unterstützung und eine bessere Gewichtung der Kontrollmaßnahmen erhalten wir durch die Anpassung des Bußgeldkatalogs. Hiernach drohen bei sozialschädlichem Verhalten zwischenzeitlich höhere Sanktionen was hoffentlich zu mehr Einsicht und Verhaltensänderungen führt. Leider hat sich gezeigt, dass weniger die Einsicht in das eigene Fehlverhalten zu Änderungen des Fahrverhaltens führt, als die Angst vor hohen Geldbußen oder aber dem Entzug der Fahrerlaubnis“.

175.000 Geschwindigkeitsvertöße führen zu 3.000 Fahrverboten

Bei ihren Verkehrskontrollen registrierte die Polizei 2021 im Bereich des PP Heilbronn insgesamt mehr als 175.000 Geschwindigkeitsverstöße, was zu rund 3.000 Fahrverboten führte. Außerdem deckten die Beamtinnen und Beamten bei ihren schwerpunktmäßig durchgeführten Kontrollen auf, dass 8.226 Personen den Sicherheitsgurt nicht an-gelegt hatten und 7.103 ihr Mobiltelefon während der Fahrt benutzten.

Anzahl der Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluß angestiegen

Aufgrund von mangelnder Verkehrstüchtigkeit kam es 2021 zu 182 Unfällen (2020: 154) bei denen mindestens einer der Unfallbeteiligten unter dem Einfluss von berauschen-den Mitteln wie Alkohol oder Drogen stand. Allein hierbei wurden fünf Menschen getötet, 52 schwer und 170 leicht verletzt. Unfälle unter Drogeneinwirkung nahmen im Präsidiumsbereich im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % ab (2021: 49 / 2020: 56).

Rund 2.000 Anzeigen wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluß

Im Rahmen der polizeilichen Verkehrsüberwachung wurden im vergangenen Jahr 1.015 Fahrzeugführer wegen des Fahrens unter Alkoholeinwirkung und 934 Fahrer wegen des Fahrens unter Drogeneinwirkung zur Anzeige gebracht.

„Neben Versicherungsproblemen, einem Fahrverbot, der MPU sowie Geldstrafen, drohen Personen, die sich unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen hinters Steuer set-zen, im äußersten Fall auch Freiheitsstrafen. Mit früher Aufklärung und Präventionsangeboten wollen wir entsprechenden Verstößen entgegenwirken. Zudem werden wir weiterhin flächendeckende Kontrollmaßnahmen mit immer mehr speziell hierfür spezialisiertes Personal durchführen und Verstöße konsequent ahnden“, betont Thomas Lüdecke.

Unfallzahlen mit  Fahrrädern und Pedelcs steigen weiter stark

Die weiterhin hohen Zuwachsraten bei den Verkaufszahlen von Pedelec spiegeln sich auch in der Unfallhäufigkeit dieser Verkehrsbeteiligung wieder. Seit Jahren nimmt der Radfahrverkehr zu. Mit einem Pedelec ist das Radfahren nicht nur für junge und sportliche Fahrer attraktiv. Auch für andere Altersgruppen wird damit ein (Wieder-)Einstieg ins Radfahren erleichtert und möglich gemacht. Da die Pedelecs den Fahrrädern statistisch gleichgestellt werden, schlägt die insgesamt unerfreuliche Entwicklung bei den Pedelecs unmittelbar auf die Gesamtzahl der Fahrradunfälle durch (+ 11,7 % PP HN). Bereits im Vorjahr waren die Zahlen um knapp 20 % gestiegen.

Geschwindigkeit, Verkehrstüchtigkeit, Vorfahrtsverletzung

Auto gegen Fahrrad. Symbolbild. Quelle: Pixabay

Die Anzahl der Unfälle mit Pedelecfahrern stieg in 2021 nochmals um 41,8 % auf 224 (2020: 158) an. Bei Unfällen mit Pedelec wurden zwei Fahrer getötet. Die Hauptunfallursachen bei den Rad-/Pedelecfahrern liegen hauptsächlich im Bereich der Geschwindigkeit, der Verkehrstüchtigkeit sowie der Vorfahrtsverletzung.

Viele Nutzer von Pedelec sind ungeübt mit den schnellen Rädern. „Man sollte vor der ersten Tour ein Training absolvieren und sich mit dem neuen Gefährt vertraut machen“, rät Polizeipräsident Becker und betont: „Ein Helm ist ein absolutes Muss!“

2 Fußgänger getötet und 178 verletzt

Bei 186 Unfällen mit Fußgängern im Jahr 2021 wurden zwei Personen getötet (2020: 4), 38 (2020: 44) schwer und 140 (2020: 151) leicht verletzt.

Tendenz bei Unfällen mit Motorrädern fallend

Im Bereich des PP Heilbronn wurde, entsprechend dem landesweiten Trend einer Abnahme (- 12,3 %), ebenfalls eine fallende Tendenz der Unfälle mit Beteiligung motorisierter Zweiradfahrer registriert. Im Bereich des PP Heilbronn sank die Zahl der Unfälle um – 19,5 % (2021: 447 / 2020: 555). Die Anzahl der getöteten Zweiradnutzer blieb wie im Vorjahr bei sieben Personen. Die häufigsten Unfallursachen bei Nutzern von motorisierten Zweirädern sind 2021 nach ihrer Häufigkeit gesehen:

  • Abstandsverstöße 39-mal
  • Geschwindigkeitsverstöße 89-mal
  • Fehlerhaftes Überholen 24-mal
  • Abbiegen, Wenden 8-mal
  • Vorfahrtsfehler 13-mal

Motorradkonzeption zur Bekämpfung von Motorradunfällensird umgesetzt

Da der Beginn der Motorradsaison anhand der Saisonkennzeichen festgelegt werden kann, ist schon im März des jeweiligen Jahres, beginnend bei gutem Wetter, mit einem verstärkten Motorradaufkommen zu rechnen. Das PP Heilbronn hat für 2022 wieder eine Motorradkonzeption zur Bekämpfung von Motorradunfällen vorbereitet und wird diese im Frühjahr umsetzen.

Unfälle mit LKW

Die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Lkw beteiligt waren, erfuhr einen leichten Anstieg. Fast die Hälfte aller Lkw-Unfälle (1.181) sind auf ungenügenden Sicherheitsabstand (78 VU), Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (184 VU) sowie Überhol- (110 VU) / Vorfahrts- (73 VU) und Geschwindigkeitsverstöße (57 VU) zurückzuführen.

Über 200 Kinder wurden verletzt

Kinder waren 2021 im Präsidiumsbereich an 110 Unfällen beteiligt. Hierbei wurde bei 100 Unfällen mit Personenschaden glücklicherweise kein Kind getötet, jedoch 27 Kinder schwer und 132 leicht verletzt. In 69 Fällen waren Kinder die Verursacher der Unfälle. Als Mitfahrende verunglückten 52 Kinder. Bei Unfällen gibt es für Kinder, die nicht entsprechend gesichert sind, ein hohes Verletzungsrisiko. Der Kindersicherung kommt deshalb eine herausragende Bedeutung zu.

Unfallflucht bei rund 20 Prozent der Unfälle

Die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Heilbronn nahmen im Jahr 2021 insgesamt 4.244 Unfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort auf. Unfallfluchten sind damit gegenüber dem Vorjahr um – 3,3 % gefallen. Ihr Anteil am Unfallaufkommen schwankt seit Jahren um die zwanzig Prozentmarke, das heißt bei jedem fünften Unfall, den die Polizei aufnimmt, flüchtete der Unfallverursacher. 34,5 % der Unfallflüchtigen konnten ermittelt werden. „Wir appellieren dringend an die Mithilfe der Bevölkerung, um diesem sozialschädlichen Verhalten entgegenwirken zu können und die Flüchtigen dingfest zu machen. Wer Zeuge eines Unfalls wurde, soll sich immer bei der Polizei melden!“, so Thomas Lüdecke.

Deutliche Anstieg bei Autobahnunfällen

Das Polizeipräsidium Heilbronn betreut polizeilich insgesamt 164 Autobahn-Kilometer. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf der Bundesautobahn 6 zwischen den Anschlussstellen Kupferzell und Sinsheim-Steinsfurt und auf der BAB 81 von der Anschlussstelle Mundelsheim bis zur Landesgrenze bei Gerchsheim, sowie auf ein rund 7 Kilometer langes Teilstück der BAB 3.

A6 die am stärksten unfallbelastete Strecke

Die BAB 6 ist die am stärksten unfallbelastete Strecke im Bereich des PP Heilbronn. Die BAB 81 nördlich des Weinsberger Kreuzes ist im Zuständigkeitsbereich des PP Heilbronn der am wenigsten befahrene Abschnitt.

Das PP Heilbronn registrierte 2021 ein Gesamtaufkommen, inklusiv sogenannter Kleinstunfälle, von 2.079 Verkehrsunfällen. Dies zeigt einen deutlichen Anstieg von + 14,9 % zum Vorjahr (2020: 1.080). Der Anstieg der Unfallzahlen ist in allen Kategorien deutlich zu sehen: Kleinstunfälle nahmen um + 22,4 % (2021: 1.226 / 2020: 1.002) zu, bei Unfällen mit Sachschaden ist ebenfalls eine Zunahme von + 15 % (2021: 1.878 / 2020: 1.633) zu verzeichnen. Bei den Unfällen mit Personenschaden wird ein Anstieg um + 14,2 % (2021: 201 / 2020: 176) festgestellt.

Im Vergleich zum Vorjahr 2020 stellt sich auch bei der Verkehrsbeteiligung mit Lkw auf den Autobahnen im Bereich des PP Heilbronn nachfolgende steigende Entwicklung dar: Lkw VU gesamt Anstieg um + 11,3 % Lkw VU-Personenschaden Anstieg um + 25 %

Unfälle mit Personenschaden auf Bundesautobahnen

Die Anzahl an Unfällen mit Personenschaden stieg 2021 mit 285 Fällen (2020: 258). Die Zahl der dabei schwer Verletzten blieb wie im Vorjahr bei 48. Die Anzahl der Getöteten stieg jedoch von sieben Personen im Jahre 2020 auf acht Verkehrstote in 2021.

Hauptunfallursachen auf Bundesautobahnen

Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit (292 Unfälle) sowie Fehler beim Überholen (192 Unfälle) sind auf den Autobahnen des PP Heilbronn die häufigsten Hauptunfallursachen. Bei den Unfällen mit Personenschaden liegen Geschwindig-keitsverstöße (106) noch vor Abstandsverstößen (71) an erster Stelle. Gegenüber dem Vorjahr hat eine fehlende Verkehrstüchtigkeit als Unfallursache deutlich abgenommen Hier lag bei 15 Unfällen (2020: 19) eine fehlende Verkehrstüchtigkeit vor bzw. war Ursache für den Unfall.

Überwachungsschwerpunkte und Ziele auf Bundesautobahnen

Wegen der hohen Verkehrsauslastung beziehungsweise Verkehrsdichte wirken sich Verkehrsunfälle auf Autobahnen in der Regel erheblich auf den Verkehrsfluss und auf eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern und deren Fortkommen aus. Weiterhin ist des-halb vorrangiges Ziel des Polizeipräsidiums Heilbronn die Senkung der Unfallzahlen. „Unser Fokus liegt daher weiter auf der Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, falsches Überholen in unfallträchtigen Abschnitten sowie der Unterschreitung des Mindestabstands insbesondere durch Lkw-Fahrer. Letzte ist immer wie-der Ursache für schwere Unfallfolgen und kilometerlange Staus auf unseren Autobahnen.“, sagt Leitender Polizeidirektor Lüdecke. Wir werden auch weiterhin durch den täglichen und intensiven Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen diesem unvernünftigen Fehlverhalten entgegenwirken. Mit unterschiedlichsten Ansätzen in Klein- und Großkontrollen, bei denen auch unsere Spezialisten im Einsatz sind, soll der dadurch verursachte, eklatante volkswirtschaftliche Schaden und das dabei entstehende Leid verhindert werden. Wer sich auf Autobahnen bewegt muss immer damit rechnen, dass sein Fehlverhalten erkannt wird. Die Fahrer werden dann bei günstiger Gelegenheit aus dem fließenden Verkehr gezogen und ihr Fehlverhalten sanktioniert.

 Gesamtbetrachtung

„Aktive Aufklärung durch intensive Präventionsarbeit für alle Zielgruppen, über Generationen hinweg, angefangen bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern in Kindergärten, Grundschulen bis zu Heranwachsenden und der älteren Generation ist ein absoluter Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Daneben steht uns eine konsequente Verkehrsüberwachung als Mittel zur Unfallbekämpfung zur Verfügung. Hierdurch wollen wir vorrangig Verkehrsunfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet werden, reduzieren. „, sagt Polizeipräsident Hans Becker.

Leitender Polizeidirektor Thomas Lüdecke ergänzt mit einem Appell an die Verkehrsteilnehmer. „Wir appellieren an Sie, fahren Sie vorausschauend, verantwortungsbewusst, nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, aber scheuen Sie sich auch nicht davor, erkanntes Fehlverhalten und Verkehrsrowdies anzuzeigen, um unseren Verkehrsraum für alle sicherer zu machen“, so Lüdecke abschließend.

Präventionsveranstaltungen wegen Corona reduziert

Eine Vielzahl von Präventionsveranstaltungen konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Trotzdem veranstaltete das Polizeipräsidium Heilbronn auch 2021 eine Vielzahl an verkehrspräventiven Maßnahmen. So konnten bei verschiedenen Veranstaltungen, die im Bereich der Radfahrausbildung abgehalten wurden, fast 6.800 Schüler erreicht werden. Verschiedene weitere Verkehrstrainings in Kindergärten und Grundschulen (179 Veranstaltungen), Vorträge an Schulen (122), Auftritte der Präventionspuppenbühne, Infostände auf Messen und Veranstaltungen sowie Vorträge rundeten diese präventiven Maßnahmen ab.

Unterstützung bei der Verkehrssicherheitsarbeit erfährt das Polizeipräsidium Heilbronn von vielen Partnern, wie zum Beispiel Verkehrsbehörden, Verkehrswachten und den Präventionsvereinen des Stadtkreis Heilbronn und der Landkreise. Nach Aussage von Polizeipräsident Hans Becker wurde diese Zusammenarbeit die letzten Jahre stetig ausgebaut und hat sich eindeutig bewährt. Er bedankt sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit bei den Kooperationspartnern.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Zusätzlicher Wohnraum für Patienten des Gesundheitszentrums in Schloss Stetten

Die Gemeinderatssitzung am 08. März 2022 eröffnet Bürgermeister Stefan Neumann mit einem Blick auf die aktuelle politische Lage. „Der Krieg in der Ukraine hat auch an uns einige Herausforderungen gestellt. Übers Wochenende wurden in Künzelsau 14 Geflüchtete aufgenommen“ Dafür dankt er allen Beteiligten und ruft auf, weiter Wohnraum an die Stadtverwaltung zu melden. Gebraucht werden nicht nur einzelne Zimmer und Zwei-/Drei-Zimmer-Wohnungen, sondern auch größere Wohnungen für Familien.

Zusätzlicher Wohnraum für Patienten des Gesundheitszentrums in Schloss Stetten

Weiter hat der Gemeinderat beraten über klimaneutrale Wohngebietspläne in Schloß Stetten, Vergaben für die Generalsanierung der Georg-Wagner-Sporthalle, neue Feuerwehrfahrzeuge und –gebäude, neue Laptops für die Stadtverwaltung und eingegangene Spenden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Bebauungsplan „Erweiterung Wohnbebauung Schloß Stetten“

Am Ortsrand von Schloß Stetten kann das erste klimaneutrale Wohngebiet in Künzelsau auf der Basis eines Genossenschaftsmodells entstehen, informiert Roswitha Deptner, stellvertretende Leiterin des Stadtbauamtes. Den Bebauungsplan-Vorentwurf, der im Endausbau elf Gebäude ermöglicht, stellen Diplom-Ingenieurin Christiane Schäfer vom Planungsbüro Baldauf aus Stuttgart und ein Vertreter des Vorhabenträgers der Barockschloß Stetten GmbH: Das Wohngebiet wird energieautark und klimaneutral geplant und soll über eine Holzhackschnitzelanlage und Solarenergie versorgt werden. In einem ersten Bauabschnitt sind sechs Mehrfamilienhäuser als Einzelhausgebäude vorgesehen. Die Kosten des Verfahrens übernimmt der Vorhabenträger. Ziel und Zweck ist es, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen – für Patienten des Gesundheitszentrums und auch alle anderen.

Der Gemeinderat beschließt, mit einer Gegenstimme und sechs Enthaltungen, den Bebauungsplan „Erweiterung Wohnbebauung Schloß Stetten“ im beschleunigten Verfahren nach § 13b BauGB aufzustellen. Gleichzeitig wird der Vorentwurf des Bebauungsplans gebilligt und die frühzeitige Unterrichtung und Erörterung der Öffentlichkeit und der Behörden beschlossen.

Generalsanierung der Georg-Wagner-Sporthalle am Kocher

Für die Generalsanierung der Georg-Wagner-Sporthalle am Kocher hat der Gemeinderat die Stadtverwaltung ermächtigt, weitere Gewerke an die jeweils wirtschaftlichsten und preiswertesten Bieter zu vergeben: Rohbau am Beckbau GmbH, 94.710,98 Euro; Zimmerarbeiten an Holzbau Lang GmbH, 86.488,12 Euro; Flaschnerarbeiten an Konrad Bauer GmbH, 40.936,06 Euro; Abdichtungsarbeiten an Fritztechnologie GmbH, 285.667,51 Euro. Dieses Ausschreibungsergebnis der vier Gewerke liegt mit insgesamt 507.802,67 Euro erfreulicherweise unter der Kostenschätzung in Höhe von 559.388,02 Euro. Baustart soll nach dem Landeskinderturnfest sein.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Stadtbrandmeister Thomas Böhret freut sich über die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr und den Zuspruch von den Mitgliedern des Gemeinderates. Mit einstimmigem Beschluss hat dieser die Stadtverwaltung ermächtigt, ein Wechselladerfahrzeug (280.675,78 Euro) mit einem Abrollbehälter für Wasser (173.824,49 Euro) und zugehöriger Beladung und Ausrüstung (34.792,03 Euro) zu beschaffen.

Feuerwachen-Erweiterung in Künzelsau rückt näher

Das sei der Einstieg in das Wechsellader-Modell und auf dieses Fahrzeug könne die Feuerwehr in Zukunft aufbauen, erklärt Thomas Böhret. Dafür sei noch Platz in der Feuerwache. Weitere Behälter mit unterschiedlichen Ausstattungen und Einsatzmöglichkeiten können später dazukommen und den Einsatz der Wehr erleichtern und effektiver machen. Dann, so ergänzt Bürgermeister Stefan Neumann, wird mehr Platz gebraucht. „Wenn man das Wechsellader-Modell will, muss man es leben und irgendwann müssen wir dann auch an eine Feuerwachen-Erweiterung denken“, so der Blick des Stadtbrandmeisters in die Zukunft.

Neubau Feuerwehrhaus in Kocherstetten

Auch die Freiwillige Feuerwehr der Abteilung in Kocherstetten hat ein neues Einsatzfahrzeug bekommen. Aber das bestehende Feuerwehrhaus ist stark sanierungsbedürftig, entspricht nicht den Unfallverhütungsvorschriften, befindet sich im Hochwassergefahrenbereich und die Garage ist zu klein für das neue Fahrzeug. Schon das alte Fahrzeug konnte dort nur provisorisch untergebracht werden. Dass für einen funktionierenden Ablauf und die Zukunftsfähigkeit der Abteilung Kocherstetten ein Neubau zwingend notwendig ist, hat der 2016 vom Gemeinderat beschlossene Feuerwehrbedarfsplan schon damals beinhaltet.

Deshalb hat der Gemeinderat einstimmig der Neubauplanung bei der Kläranlage in Kocherstetten zugestimmt. Florian Retzbach, Mitarbeiter im Stadtbauamt, hat das Projekt vorgestellt. Er hat auch die Baupläne und Vorarbeiten bis zum Bauantrag gemacht (Leistungsphasen 1 bis vier). Außerdem wurde die Stadtverwaltung ermächtigt, das Architekturbüro Kalis Innovation mit den Leistungen ab der Werkplanung bis zur Objektüberwachung, also den Leistungsphasen 5 bis 9, zu beauftragen. Auch der Kostenschätzung in Höhe von rund 700.000 Euro, inklusive Außenanlage, Planungskosten und Nebenkosten sowie den überplanmäßigen Ausgaben hat der Gemeinderat zugestimmt. Mit dem Bau soll noch im Sommer begonnen werden.

Leasing neuer Laptops für städtische Mitarbeiter:innen

70 neue Endgeräte in Form von Laptops kann die Stadtverwaltung bei der Firma ECONOCOM Deutschland GmbH aus Frankfurt am Main, mit einer monatlichen Rate von 2.392,55 Euro brutto und einer Laufzeit von 36 Monaten leasen. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen und der überplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung zugestimmt.

Spenden

Seit der letzten Gemeinderatssitzung im Februar sind 21 Spenden bei der Stadtkasse eingegangen – darunter 600 Euro vom Kaufmännischen Verein für Künzelsauer Schulen und Kindergärten, die sich am Schmücken der Weihnachtsbäume in der Hauptstraße beteiligt haben. 500 Euro wurden von einer Privatperson für eine Sitzbank an der Aussegnungshalle gespendet. Weitere tausend Euro sind ebenfalls von einer Privatperson für die Kulturarbeit gestiftet worden. Der Gemeinderat hat der Annahme und Weiterleitung der Spenden zugestimmt.

Gemeinderat Künzelsau im April

Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung findet am 12. April 2022 im Sitzungssaal im Rathaus Künzelsau statt.

 




Mitternachtsshopping in Künzelsau

Am Freitag, 11. März 2022 findet in Künzelsau endlich wieder das Mitternachtsshopping statt. Viele Einzelhändler der Werbegemeinschaft Künzelsau laden an diesem Abend ihre Kunden bis 24 Uhr ein. Nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zu einem Abendspaziergang durch die Innenstadt oder um ihre Kunden mit dem ein oder anderen kulinarischen Highlight zu verwöhnen. Einige Geschäfte bieten besondere Aktionen an: Gutscheine, Rabatte und vieles mehr erwartet die Besucher. Daneben sorgt ein Rahmenprogramm für Unterhaltung. Mit einem kreativen Beleuchtungskonzept wird die komplette Hauptstraße in Szene gesetzt. Speziell ab Einbruch der Dunkelheit entsteht ein großes Farbenspiel in der Künzelsauer Innenstadt, welches bei dem Shopping-Erlebnis für gute Stimmung sorgt. Mit bunten Lichtkegeln erstrahlt die Hauptstraße in einem stimmungsvollen Licht. Besucher des Mitternachtsshopping erleben die Künzelsauer Innenstadt in einem ganz anderen Flair.

Neben dem faszinierenden Shopping-Erlebnis kommt das kulinarische Angebot beim Mitternachtsshopping nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl wird auf alle Fälle gesorgt sein.

Ein Besuch in Künzelsau lohnt sich immer. Künzelsau und die Einzelhändler der Werbegemeinschaft freuen sich jetzt schon auf zahlreiche Besucher beim ersten Mitternachtsshopping in diesem Jahr.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 

 




Stadtverwaltung sucht private Solaranlagenbetreiber

Die AG Energie des Klimabeirats hat in ihrer ersten Sitzung unter anderem beschlossen, in Künzelsau so etwas wie Selbsthilfemaßnahmen zu starten. Es gibt ja bereits zahlreiche erfolgreich durchgeführte KlimaschutzBauprojekte privater Immobilieneigentümer, die anderen Menschen beispielhaft helfen könnten, ebenfalls so eine Maßnahme zu planen und umzusetzen.

Möglichst viel Know-How zusammenfassen

Die Idee ist, dass sich möglichst viele unterschiedliche Maßnahmen finden und dokumentieren lassen, die dann als Informationsquelle für andere dienen können. Ein entsprechendes Formblatt dafür ist gerade in Arbeit. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, weil Sie eine Solaranlage auf
Ihrem Dach oder Grundstück montiert, ein Balkonkraftwerk installiert oder eine neue Heizung eingebaut haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Klimabeirat auf“, lädt Hannelore Gloger vom Klimabeirat ein. Am besten geht das über die EMailadresse
klimabeirat@kuenzelsau.de.

Nächste Termine 

Die nächsten Termine der Arbeitsgruppen des Klimabeirats:
AG Abfallvermeidung: Mittwoch, 16. März.2022, 18.30 bis 21.00 Uhr
AG Energie: Donnerstag, 7. April 2022, 18.30 bis 21.00 Uhr.
Ort: GeorgWagnerSchule, Gebäude am Berg.


Mitmachen ist sehr erwünscht; um Anmeldung unter
klimabeirat@kuenzelsau.de oder 07940/129423 wird gebeten.


Weiterer Termin zum Vormerken:
Dienstag, 12. April 2022: startet in Kooperation mit der vhs Künzelsau die sechsteilige Mitmach und Vortragsserie  „klima.fit 2022 Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“. Anmeldung bitte über die vhs.

Strategie 2030

Im Rahmen des Prozesses „Künzelsau 2025 Wie wollen wir 2025 in Künzelsau leben?“ befassen sich der Gemeinderat und die Stadtverwaltung schon seit längerem damit, die Zukunft Künzelsaus
aktiv zu gestalten. Das Künzelsau klimapositiv wird, ist ein Hauptziel.
Der Gemeinderat schreibt diesen Prozess jährlich fort und legt mit der „Strategie 2030“ gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre fest. Im Jahr 2022 liegt der Fokus des städtischen Engagements auf den
Bereichen Infrastruktur und Integration. Der Arbeitstitel, das Schwerpunktziel 2022, lautet deshalb kurz „Infrastruktur und Integration“. Mehr dazu ist auf der städtischen Homepage zu finden:

www.kuenzelsau.de/Strategie2030

Pressemitteilung Klimabeirat Künzelsau