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Stadt Künzelsau sucht weiterhin Wohnraum für Flüchtlinge

Das Integrationsteam der Stadtverwaltung Künzelsau betreut gerade über hundert Geflüchtete aus der Ukraine. Für einen Teil konnte bereits Wohnraum angemietet und zur Verfügung gestellt werden. „Aktuell suchen wir noch für rund 40 Personen Wohnraum (Stand 30.03.2022). Mit weiteren ist zu rechnen“, sagt Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau.

Nur wenige Wohnräume sind eingerichtet.

Nur wenige Wohnräume seien eingerichtet. „Die meisten müssen wir einrichten und komplett ausstatten. Dafür sind die Spendengelder bei der Stadtverwaltung eingegangen und vorgesehen und können leider nicht für andere Aktionen zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Sturm.

Angebote von Wohnraum in Künzelsau und den Stadtteilen nimmt Julia Knobel, stellvertretende Hauptamtsleiterin entgegen. „Das dürfen ganze Gebäude, Wohnungen oder einzelne Zimmer sein.“ Kontakt: Julia Knobel, Telefon 07940 129-114, E-Mail info@kuenzelsau.de .

Stadt nimmt keine Sachspenden entgegen

Elke Sturm betont des Weiteren, dass die Stadt Künzelsau keine Kapazitäten hat, Sachspenden anzunehmen.  „Wir verweisen angesichts der großen Sachspendenbereitschaft auf die Nutzung von verschiedenen Marktportalen – online und print. Dort kann direkt zu Verschenkendes gepostet und von Interessierten angefragt werden.“ Unter anderem die Redaktion GSCHWÄTZ nimmt Sachspendenangebote entgegen und vermittelt die Sachspenden nach Bedarf direkt an Flüchtlingsfamilien. Telefon/WhatsApp: 0172/68 78 474. Mail: info@gschwaetz.de

Wer ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich online an melden in der Ehrenamtsbörse auf der städtischen Homepage: https://kuenzelsau.de/,Lde/kampagnen/ehrenamtsboerse




Abstimmungen zur Impfpflicht bringen nur ein Ergebnis: Kein Ergebnis

Keine Sternstunde der parlamentarischen Demokratie waren die Abstimmungen zur Impfpflicht, die die Tagesordnung der Bundestagssitzung vom 07. April 2022 dominierten.

Gleich viermal wurde abgestimmt, vier sich stark unterscheidende Anträge lagen auf dem Tisch. Eine Mehrheit konnte bei keiner der Abstimmungen erzielt werden. Es wurde als sowohl die „Impffplicht ab 60“ verworfen wie auch die Abschaffung der Impfpflicht, die die AfD forderte. Das Parlament ging also auseinander, ohne auch nur ansatzweise einen Schritt nach vorn gemacht zu haben.

Parteipolitisches Gerangel

Bezeichnend, dass es nicht möglich war, sich vorab über eine Reihenfolge der Abstimmungen zu einigen und es -wie schon kürzlich- wiederum zu einer Geschäftsordnungsdebatte kam, die teils mit Argumenten geführt wurde, die dem Bundestag eigentlich nicht würdig sein dürften. Genauso bezeichnend, dass man sich mit knapper Mehrheit dafür entschied, die Abstimmungsreihenfolge so zu gestalten, dass – wie es in jedem Ortsgemeinderat Pflicht ist – der weitestreichende Antrag zuerst abgestimmt wird.

Endlich mal kein Fraktionszwang – oder doch?

Ursprünglich war den Abgeordneten freigestellt, wie sie abstimmen und welchen der Anträge sie unterstützen, der Fraktionszwang – den es eigentlich laut Grundgesetz gar nicht gibt – wurde abgeschafft. So verkündeten es jedenfalls im Vorfeld die Fraktionsführer und so kam es zu fraktionsübergreifenden Gruppenanträgen. Am Tag vor der Abstimmung kam dann ein Schreiben des CDU-Fraktionsgeschäftsführers Torsten Frei ans Licht: Frei forderte die Fraktionsmitglieder, alle Anträge außer dem Unionsantrag abzulehnen. Dass der Sitzungstag damit aus rein parteipolitischen Überlegungen heraus keine Sternstunde werden konnte, stand damit bereits fest.

Vier Anträge zur Auswahl

Abgestimmt wurde über die folgenden Anträge:

Impfpflicht ab 60

Dieser Antrag, gestellt von einer großen Gruppe Abgeordneter aus mehreren Fraktionen, forderte eine Impfpflicht für alle Bürger:innen ab 60 Jahre – als der Gruppe, die bisher und immer noch am stärksten unter Corona leidet. Begleitet werden soll diese Impfpflicht von einem Impfregister, Aufklärung und einer verpflichtenden Impfberatung.

Antrag CDU

Von einem Impfmechanismus anstelle einer Impfpflicht spricht der Antrag der CDU/CSU. Dem Mechanismus vorgeschaltet sein soll ein Impfregister, eine Impfkampagne sowie ein Beschluß des Bundestages über die Initialisierung des Mechanismus.

Antrag „Kubicki“

Eine Gruppe von Abgeordneten, die sich um den Bundestagsvizepräsidenten Kubicki (FDP) scharten, wollte von einer Impfpflicht absehen, dafür aber Maßnahmen ohne einen Grundrechtseingriff intensivieren, um Menschen zur Impfung zu bewegen.

Antrag AfD

Die AfD forderte, keine Impfpflicht einzuführen und die bereit geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht wieder rückgängig zu machen.

Alle Anträge abgelehnt

In keiner der vier Abstimmungen konnte eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen erzielt werden. Wie sich die Abgeordneten aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe entschieden haben, zeigt die folgende Tabelle:

 Kevin Leiser   (SPD) Harald Ebner (GRÜNE) Valentin Abel (FDP) Christian von Stetten (CDU)
Impfpflicht ab 60

Ja

— *) Nein Nein
Antrag CDU/CSU

Nein

Nein Ja
Antrag Kubicki Nein Nein Nein
Antrag AfD Nein Nein Nein

*) Harald Ebner war erkrankt und konnte daher an den Abstimmungen nicht teilnehmen.

Text: Matthias Lauterer




Freizeit für Pflegende und ihre an Demenz erkrankten Angehörigen

Das Familienferiendorf Schwarzwald in Schramberg-Sulgen bietet vom 8. bis 15. Mai eine Freizeit für Pflegende und ihre an Demenz erkrankten Angehörigen an, die es betroffenen Paaren ermöglicht, wieder einmal gemeinsam Urlaub zu machen. Sowohl für die Pflegenden als auch für die erkrankten Angehörigen wird ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen, Kreativem und Besinnlichem angeboten. Um die an Demenz erkrankten Teilnehmer kümmern sich erfahrene Betreuerinnen, so dass die Pflegepersonen Zeit für sich selbst haben und ausspannen können. Die Freizeit bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen in ähnlicher Situation auszutauschen.

Betreuungskosten können von der Pflegekasse übernommen werden

Die Woche inkl. Vollpension für zwei Personen kostet 1.320 €, die zusätzlich anfallenden Betreuungskosten können auf Antrag von der Pflegekasse übernommen werden.
Anmeldungen nimmt das Familienferiendorf unter 07422 / 560 10 40 oder schramberg.few@drs.de entgegen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Pflegestützpunkt des Landkreises Rottweil:
Natascha Schneider, Tel. 0741 / 244-473 oder natascha.schneider@landkreis-rottweil.de.

Pressemitteilung




Würth-Gruppe unterstützt die Menschen in der Ukraine

Das Unternehmen Würth hat bereits über zwei Millionen Euro für die leidende Zivilbevölkerung in der Ukraine gespendet. Jeweils mehr als eine halbe Million Euro gingen an die Organisationen Aktion Deutschland hilft und UNICEF. Unter anderem deshalb, weil beide Institutionen sich besonders für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einsetzen, eine hohe Kompetenz für Katastrophenhilfe außerhalb Deutschlands haben und über ein internationales Netzwerk an Hilfsorganisationen verfügen. Außer den Geldspenden der Würth-Gruppe unterstützen weitere Konzerngesellschaften mit Sachspenden in Abstimmung mit den Hilfsorganisationen vor Ort.

Bundespräsident a.D. Horst Köhler, Schirmherr des Hilfsbündnisses Aktion Deutschland Hilft, dankt

Bundespräsident a.D. Horst Köhler, Schirmherr des Hilfsbündnisses Aktion Deutschland Hilft, sagt: „Die großzügigen finanziellen Spenden zeugen von Verantwortungsbereitschaft und Mitgefühl der Würth-Gruppe gegenüber den Menschen in der Ukraine“. Er dankt auch dem Betriebsrat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens, die tatkräftig Sachspenden gesammelt und auf den Weg gebracht haben.

Die Solidarität des Konzerns ist groß

Neben dieser finanziellen Unterstützung ist weitere Unterstützung angelaufen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen, wo es möglich ist: Organisiert vom Betriebsrat der Adolf Würth GmbH & Co. KG sammelten sie Sachspenden, die in die betroffenen Gebiete gesendet wurden. Dazu zählen beispielsweise Winterkleidung, medizinische Hilfsgüter, Hygieneartikel und Spielzeug. Insgesamt haben die gespendeten Sachgüter drei Sattelschlepper (40 Tonner) sowie zwei 7,5-Tonnen-LKW gefüllt.

Zudem haben weitere Landesgesellschaften Spendenaktionen unter ihrer Belegschaft ins Leben gerufen. Andere wiederum verzichten auf Jubiläumsveranstaltungen oder stellten Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung.

„Zu jeder Zeit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ukraine unterstützen“

„Unser primäres Ziel ist es, zu jeder Zeit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ukraine in einer unübersichtlichen Lage zu unterstützen, sodass sie sich selbst und ihre Familien in Sicherheit bringen können“, sagt Thomas Wagner, Betriebsratsvorsitzender der Adolf Würth GmbH & Co. KG. „Über unsere Landesgesellschaft in Polen und Ungarn stellen wir sicher, dass die Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden.“ Dabei sei sich das Unternehmen bewusst, dass die Betroffenen dieses Krieges noch lange auf Hilfen angewiesen sein werden.

Pressemitteilung WÜRTH




Nachtwächter wieder unterwegs

Die Nachtwächterführungen finden ab April wieder statt, jeweils am 1. Mittwoch (mit Fritz Offenhäuser) und 3. Mittwoch (mit Günter Patzelt) im Monat.

Die nächsten Termine

Nächster Termin: 20. April mit Günter Patzelt.
Beginn 20 Uhr, Dauer: 90 Min., Treffpunkt: Rathauseingang, Marktplatz 15, Kosten: 5 Euro pro Person.

Nachtwächter-Runde mit „Speys und Trunk“ (Einkehr im Gasthaus „Krone“)

Rundgang mit dem Nachtwächter Fritz Offenhäuser, ca. 1,5 Std., mit anschließender Einkehr im Gasthaus „Krone“ in der Marktstraße in Öhringen am Freitag, 22. April 2022.

Führung pro Person 20 €, Treffpunkt ist vor dem Rathauseingang am Marktplatz.
Start: 19.30 Uhr bis 21 Uhr die Führung‚ anschließend Einkehr in das Gasthaus Krone.

Für Kinder: Suche nach dem Öhringer Schlüssel

Mit dem Nachtwächter Fritz Offenhäuser auf Spurensuche nach dem Öhringer Schlüssel und der Schatzkiste. Wir beginnen mit der Führung vor dem Rathaus und suchen nach dem Ursprung und den Anfang des Schlüssels, weiter geht’s in den Turm, durch den Hofgarten, die Altstadt von Öhringen und weitere tolle Interessante Ecken und Gassen. Geht mit auf diese spannende Suche und findet die Schatzkiste!

Termin: Donnerstag, 21. April 2022, Treffpunkt vor dem Rathauseingang, Beginn: 17.00 bis 18.15 Uhr, Preis pro Kind: 6 Euro

Die Führung ist für Kinder von 6 bis 12 Jahren geeignet. Begleitperson bei jüngeren Kindern erwünscht.

Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnahme begrenzt ist

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung beim jeweiligen Nachtwächter oder bei der Tourist-Info gebeten.
Tourist-Info, Tel. 07941-68 118, tourist@oehringen.de (Büro befindet sich neu in der Kulturvilla, Uhlandstraße 23). Oder direkt beim Nachtwächter Günter Patzelt, Tel. 07942 941888.
Die Teilnehmerzahl ist auf max. 20 Personen beschränkt, eine Anmeldung ist gewünscht.

Es gelten die aktuellen Corona- und Hygienemaßnahmen (Änderungen vorbehalten). Alle Termine finden Sie unter: www.hohenloher-perlen.de/nachtwaechterfuehrungen.html

Pressemitteilung Stadt Öhringen




Gute Nachricht für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren, werden durch das Land Baden-Württemberg und die Kommunen mit einer Unfall- und Haftpflichtversicherung rechtlich abgesichert. Der Versicherungsschutz bei der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) und über die Ehrenamts-Versicherung des Ecclesia-Versicherungsdienstes gilt für freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich im Auftrag der Kommunen oder in rechtlich unselbstständigen Strukturen in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich und unentgeltlich einbringen. Der Versicherungsschutz gilt für Unfälle bei der Ausübung des Ehrenamts und auf den damit verbundenen Wegen. Er umfasst ebenso eine Haftpflichtversicherung für fahrlässig verursachte Schäden, die ehrenamtlich Engagierte während ihrer Tätigkeit verursachen. Auch für spontan und individuell helfende Ehrenamtliche gilt dieser Versicherungsschutz. Weitere Informationen im Vorfeld und zum Vorgehen im Schadensfall erhalten Ehrenamtliche direkt bei der UKBW oder beim Ecclesia-Versicherungsdienst.

„Wer sich ehrenamtlich engagiert, braucht auch die Gewissheit, im Notfall ausreichend versichert zu sein.“

„Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich für geflüchtete Menschen einzusetzen, ist überwältigend und wurde durch die Neuankömmlinge aus der Ukraine nochmal erfreulich verstärkt“, sagt Dr. Mark Tobias Wittlinger, zuständig für die Integrationsarbeit des Hohenlohekreises. „Und wer sich ehrenamtlich engagiert, braucht auch die Gewissheit, im Notfall ausreichend versichert zu sein.“

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Zwischen Holzskulpturen, bunten Bildern und Tee zum Wohlfühlen

Wenn man genau hinschaut, sieht man beim Betreten der GSCHWÄTZ-Redaktion einen Vogel, der vorwitzig um die Ecke schaut. Es handelt sich dabei nicht um einen lebendigen Vogel, sondern um eine Vogelskulptur, die die typische Haltung der Stelzvögel wiedergibt, Der Vogel ist Teil einer Ausstellung afrikanischer Kunst, die derzeit in den Räumen der GSCHWÄTZ-Redaktion gezeigt wird.

Ausgestellt sind Gemälde, die meist leicht abstrahiert alltägliche Lebenssituationen zeigen, beispielsweise die Ernte oder das Einsteigen in einen Überlandbus.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Dazu kommen Skulpturen, sowohl nahezu lebensechte Tierdarstellungen als auch abstraktere Gebilde, meist sind es verfremdete menschliche Gestalten oder Gesichter. Die Materialien sind unterschiedlich: gewachsenes Holz, Metall und Stein sind vertreten.

Ein Mensch? Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Diese Kunst hat Christa Zeller aus Ingelfingen, die mit dem Verein Bongai Shamwari e.V. einen Kindergarten mit Schule sowie ein Frauenprojekt in Simbabwe betreibt, nach Künzelsau gebracht. Die Erlöse aus dem Verkauf der Kunstgegenstände werden für den Verein und seine Arbeit in Simbabwe verwendet.

Grille. Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Christa Zeller kennt alle Künstler persönlich. William Zuse, der die großen Bilder gemalt hat, sei überregional bekannt und habe auch schon Ausstellungen in Deutschland gehabt. Zu Katenda Kwarada, dem Schöpfer der Vogelskultpuren, hat sie eine besondere Beziehung: Er hat eine Zeitlang in „ihrem“ Kindergarten gearbeitet. Kwarada nennt sich selbst „Dead Wood Artist“ – seine Skulpturen sind alle aus totem Holz, teils aus Ebenholz, gearbeitet.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

„Ich will erreichen, dass eine Brücke gebaut wird zwischen Afrika und Europa“, erklärt Christa Zeller ihre Motivation. Ihr Anliegen ist: „Die Menschen in Simbabwe sollen von ihrer Kunst, von ihrer Arbeit, in ihrer Heimat leben können, dann müssen sie auch nicht nach Europa fliehen“, und natürlich will sie „vom Erlös unseren Kindergarten und unsere Schule unterstützen.“

Da es derzeit praktisch keinen Tourismus in Simbabwe gibt, sind Aktionen wie die von Christa Zeller eine der wenigen verbliebenen Einkommensquellen für die Künstler.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Christa Marks ist eine der ersten Besucherinnen der Ausstellung. Für afrikanische Kunst ist sie sehr empfänglich, sie engagiert sich auch im Verein African Lives e.V. Überrascht haben sie die kräftigen und lebensfrohen Farben der Bilder: „Ich kenne vor allem Kunst aus Ghana, die Bilder von dort sind viel weniger farbig und düsterer.“ Die Lebensfreude, die aus den ausgestellten Bildern spricht, hat sie beeindruckt.

Alle ausgestellten Kunstwerke sind verkäuflich. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Redaktion (Gaisbacher Straße 6 in 74653 Künzelsau) zugänglich – oder nach Vereinbarung, am einfachsten direkt über Christa Zeller: bongaishamwari@gmail.com

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ




„Da können wir wenigstens ein bißchen mithelfen“

Eine goldene Sammelbox übergab Karin Schulz, die Wirtin der Künzelsauer Kneipe „Keltereck“ am 06. April 2020 an Christa Marks, stellvertretend für die ehrenamtlichen Ukraine-Helfer in Künzelsau. In der Box ist Geld, das die Gäste des Kelterecks gesammelt haben und das nun die Ehrenamtlichen für die Ukraine-Flüchtlinge verwenden sollen.

Tradition der Hilfe im Keltereck

„Wir haben auch schon für die Flutopfer gesammelt“, berichtet Karin Schulz. Mit „wir“ meint sie Ihre Gäste, „da können wir wenigstens ein bißchen mithelfen“.

Blickt nachdenklich nach vorn: Karin Schulz, Wirtin des Kelterecks in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Sie hat während der Pandemie ihre Wirtschaft mehrere Monate schließen müssen und hat selber Hilfen vom Staat erhalten. Sie weiß also, wie wichtig es in manchen Situationen ist, auf Hilfsangebote zugreifen zu können. Sie erzählt von einem Gast, den sie drei Tage nicht gesehen hatte. Nachdem er auch auf Klingeln nicht öffnete, sah sie keine andere Möglichkeit, als die Polizei zu alarmieren – und diese teilte ihr wenig später mit, dass der Stammgast im Krankenhaus liege. „Jeder kann in Not geraten“, sagt sie – und kommt damit zurück zu ihrer Spendenaktion: „Wir haben das einfach nur gemacht.“ Es klingt so selbstverständlich, wenn sie das sagt.

Dank der Ehrenamtlichen

Christa Marks engagiert sich unter anderem im Verein der Künzelsauer Seniorinnen und Senioren, wo sie stellvertretende Vorsitzende ist. Sie ist froh, dass sie jetzt eine Möglichkeit hat, Dinge, die dringend benötigt werden, auch einfach und unkompliziert einkaufen zu können. Sanitärartikel würden oft fehlen, meint sie. Sie bedankt sich dafür, dass die Gäste des Keltereck die ehrenamtlichen Helfer so unterstützen, denn sie hat das Gefühl, „vieles wird auf die Ehrenamtlichen abgeschoben“. Das Geld wird unmittelbar den Flüchtlingen zukommen, das weiß sie ganz sicher.

Text: Matthias Lauterer

 




„besondere Anstrengungen und Verdienste bei der Zerstörung der Krankenhauslandschaft“

In schwerer See rudert im Moment Manne Lucha, der Sozialminister des Landes Baden-Württemberg. Als solcher ist er in der Verantwortung für viele der Corona-Maßnahmen und hat Aufgaben im Bereich der Flüchtlingshilfe.

Vor kurzem erst fiel Lucha dadurch auf, dass er mit einer unabgestimmten Forderung zur Aufhebung der Pandemie-Maßnahmen vorgeprescht ist. Ministerpräsident Kretschmann hat ihn daraufhin, diplomatisch aber sehr deutlich, öffentlich zur Ordnung gerufen.

Antrag zur Absetzung des Ministers

Unzufrieden mit ihm ist auch die Opposition im Landtag. So unzufrieden sogar, dass SPD und FDP  einen Antrag für seine Absetzung gestellt haben, über den am heutigen Donnerstag, 07. April 2020 abgestimmt werden soll. „Eklatante Fehlleistungen“ bei der Bekämpfung von Corona werfen SPD und FDP dem Minister vor. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke findet deutliche Worte: „Mit seiner Unzuverlässigkeit und seiner Inkompetenz verursacht Minister Lucha einen Vertrauensverlust in die Politik insgesamt.“

FDP: „Unzuverlässigkeit und Inkompetenz“

Auch die AfD wird dem Antrag wahrscheinlich zustimmen. Da auch in den Regierungsfraktionen GRÜNE und CDU Unzufriedenheit über den Sozialminister laut wurde, ist damit zu rechnen, dass auch einige Abgeordnete aus diesen Fraktionen Lucha nicht unterstützen werden.
Trotzdem dürfte der Antrag nicht angenommen werden – die Regierungsfraktionen verfügen schließlich über 100 der 154 Abgeordnetensitze und so wird die Opposition höchstwahrscheinlich die notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erreichen.

Schmähpreis „Goldene Abrißbirne“

Einen Tag vor der Abstimmung wird nun bekannt, dass Lucha „für besondere Anstrengungen und Verdienste bei der Zerstörung der Krankenhauslandschaft“ der diesjährige Preisträger der „Goldenen Abrißbirne“ ist, eines Schmähpreises, den ein „Bündnis Klinikrettung“ erstmals vergibt. In der Laudatio wird Luchas Arbeit wie folgt beschrieben:

Manfred Lucha ist seit 2016 Gesundheitsminister in Baden-Württemberg und hat in dieser Zeit schon Beachtliches geleistet. Auf sein Konto gehen seit seinem Amtsantritt 2016 bis 2021 sage und schreibe 26 Krankenhausschließungen. Zum Vergleich: Zwischen 1990 und 2016 wurden in Baden-Württemberg pro Jahr durchschnittlich zwei (genau 1,96) Krankenhäuser geschlossen, seit seinem Amtsantritt hat Lucha das Tempo mehr als verdoppelt: Im Zeitraum 2016 bis 2020 schlossen im Durchschnitt mehr als 4 (4,3) Kliniken jährlich. Und der Minister lässt den Schließungsprozess nicht nur zu, sondern treibt ihn wie kein anderer Gesundheitsminister voran. So hat er jegliche Kritik […] abgeschmettert und sich richtig kämpferisch gezeigt mit den Worten: „Ich warne davor, nur eine Sekunde zu zögern. […]

Das Künzelsauer Krankenhaus ist eine der 26 Kliniken, die während Luchas Amtszeit geschlossen wurden.

Das Bündnis Klinikrettung ist „eine bundesweite Gruppe von politisch Aktiven, bestehend aus PflegerInnen, ÄrztInnen, PatientInnenvertretungen, KlinikleiterInnen und GewerkschafterInnen“, so die Eigendarstellung.

Informationen über das Bündnis: gemeingut.org
Bilanz der Krankenhausschließungen in BW 2020 & 2021: Krankenhausschliessungen

Text: Matthias Lauterer




Kevin Leiser: „Hohenlohes touristisches Potential weiter nutzen“

Mit seinem Besuch am Bahnhof Dörzbach kam Kevin Leiser, SPD-Bundestagsabgeordneter für Schwäbisch Hall Hohenlohe, der Einladung der Jagsttalbahnfreunde e.V. gerne nach.
Michael Rothenhöfer (Vorstand der Jagsttalbahn AG) führte durch den Lokschuppen und die Betriebsanlagen. Dank der Arbeit der Jagsttalbahnfreunde, wie zum Beispiel Restaurierung von Waggons oder der Verlegung von Gleisen, könne nun im Bahnhof Dörzbach wieder gefahren werden. Im nächsten Schritt solle nun die Strecke Richtung Krautheim wieder aufgebaut werden.

Großartiges ehrenamtliches Engagement 

„Ich finde dieses ehrenamtliche Engagement großartig. Zum einen machen die Jagsttalbahnfreunde die Geschichte unserer Heimat erlebbar. Und zum anderen entsteht so mit der Museumsbahn ein weiteres touristisches Highlight im wunderschönen Hohenlohe“, zeigte sich Kevin Leiser beeindruckt.

Jagsttalbahn fährt wieder – aber nur im Endbahnhof Dörzbach

Die Jagsttalbahn, für deren Reaktivierung die Jagsttalbahnfreunde arbeiten, fuhr bis 1988 von Möckmühl aus durch das Jagsttal über die heutigen Gemeinden Widdern, Olnhausen, Jagsthausen, Schöntal und Krautheim bis Dörzbach.

Pressemitteilung
Kevin Leiser