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Wo können wir hin?

Derzeit leben sie in Niedernhall. Die Eltern mit ihren vier Kindern sind vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet. Eines ihrer Kinder, ihre Tochter, ist schwer behindert. Niedernhall ist nur eine Übergangslösung. Zum einen sucht die Familie nach einer behindertengerechten, barrierefreien Unterkunft. Zum anderen habe sie für die Tochter auch die Therapiekatze mit im Gepäck. Sie brauchen also eine Unterkunft, in der eine Katze erlaubt wäre.

Wer der Familie helfen kann, darf sich gerne an die Redaktion GSCHWÄTZ wenden. Wir leiten den Kontakt weiter. Telefon: 07940/93 555 7. WhatsApp: 0172/68 78 474. Mail: info@gschwaetz.de


Eine Mutter mit zwei Kindern sowie die Eltern der Mutter suchen ebenfalls eine Wohnung im Hohenlohekreis. Die Familie hat einen Hund. Wer hier weiterhelfen kann, darf sich ebenso gerne an die Redaktion GSCHWÄTZ wenden.




Feuerwehr befreit Person aus Fahrzeug

Zu einem Verkehrsunfall auf der B19 zwischen Belsenberg und Stachenhausen wurde am Sonntag, den 03. April 2022, der Rüstzug Künzelsau alarmiert. Beteiligt waren zwei Fahrzeuge, zwei Personen wurden verletzt. Während sich eine Person selbst auf dem Fahrzeug befreien konnte, wurde die zweite im Auto eingeschlossen. Die Feuerwehr öffnete mittels hydraulischem Gerät das Fahrzeug und übergab die Person an den Rettungsdienst.

Quelle und Foto: Feuerwehr Künzelsau




Dachstuhl brennt

Der Löschzug Künzelsau wurde gemeinsam mit der Abteilung Gaisbach, der Führungsgruppe Kochertale und dem Rettungsdienst am Sonntag, den 03. April 2022, zu einem Dachstuhlbrand nach Kemmeten gerufen. In einem Zimmer im Dachgeschoss war ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der Kräfte waren die Bewohner bereits in Sicherheit.

Über zwei C-Rohre wurde der Brand im Innenangriff bekämpft. Mit zwei weiteren C-Rohren wurde von aussen und über die Drehleiter abgelöscht. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kotnrolle bringen und ablöschen, der Dachstuhl brannte indes trotzdem völlig aus.

Text und Fotos: Feuerwehr Künzelsau




Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Altenheim in Kocherstetten wegen mangelnder Nachweise ein

Laut Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft in Schwäbisch Hall wurden die Ermittlungen gegen Personen im Umkreis eines Altenheims in Künzelsau-Kocherstetten eingestellt. Die Ermittlungen ergaben offenbar nicht „genügenden Anlaß zur Erhebung der öffentlichen Klage“, wie es §170 StPO formuliert. Auf konkrete GSCHWÄTZ-Rückfrage bestätigte Oberstaatsanwalt Harald Lustig, bei der Staatsanwaltschaft Schwäbisch-Hall für die Pressearbeit zuständig, dass in Räumlichkeiten des Altenheims zwar eine Kamera installiert war, aber kein Nachweis geführt werden konnte, dass diese Kamera in Betrieb war und Aufnahmen der Beschäftigten erstellt wurden.

Man hat zwar eine Kamera, aber keine Aufnahmen gefunden

Kurz gesagt: Man hat bei den Ermittlungen keine Filme oder Fotos gefunden, die mit dieser Kamera gemacht worden wären. Allein mit dem Vorhandensein einer Kamera, ohne eine Bildaufnahme vorweisen zu können, ist es der Staatsanwaltschaft nicht möglich, Anklage zu erheben. So funktioniert nun einmal der Rechtsstaat, auch Beschuldigten steht ein Schutz zu – und das ist gut so.

Auch ohne strafrechtliche Konsequenzen: Vertrauensverhältnis beschädigt

Dass das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter:innen und Arbeitgeber allein durch das  Vorhandensein dieser Kamera und die Möglichkeit, dass mit dieser Kamera auch Aufnahmen gemacht worden sein könnten, getrübt ist, ist andererseits gut nachvollziehbar.

Nicht zum erstenmal im Visier

Nicht zum erstenmal stand dieses Altenheim im Zentrum von strafrechtlichen Ermittlungen. Aus dem Jahr 2016 ist ein Fall aktenkundig, wo eine Person erst auf Druck ihres Betreuers in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Gesundheit dieser Person sei dabei bereits so weit beeinträchtigt, dass ein Bein amputiert werden mußte. Das für die Heimaufsicht verantwortliche Landratsamt teilt dazu mit: „Die Heimaufsicht erhielt nach dem genannten Krankenhausaufenthalt von diesem Fall Kenntnis. Die Heimaufsicht hat den Fall nach fachlichem Austausch mit dem Gesundheitsamt an die Kriminalpolizei Künzelsau übergeben.“ Auch in diesem Fall wurde keine Anklage erhoben, denn „das Verfahren wurde eingestellt, da sich ein strafbares Verhalten nicht belegen ließ“, so eine Mitteilung der Polizei. Die betroffene Person wurde nach ihrem Krankenhausaufenthalt in ein anderes Heim verlegt.

Keine Auffälligkeiten festgestellt

Es fanden „sowohl im September 2015 als auch im März 2016 Heimschauen durch die Heimaufsicht statt. Dabei wurden keine Auffälligkeiten und keine Hinweise auf gefährliche Pflege festgestellt“, schreibt das Landratsamt: „Im Hinblick auf das Pflegeheim allgemein hat die Heimaufsicht im März 2016 eine Heimschau durchgeführt. Hinweise auf vergleichbare Vorkommnisse oder sonstige Beanstandungen gab es dabei keine, deshalb wurden keine weiteren Auflagen erteilt.“

Laufende Rechtsstreitigkeiten

Diese beiden strafrechtlichen Fälle sind also juristisch abgeschlossen, allerdings gibt es aktuell weitere laufende Rechtsstreitigkeiten:

GSCHWÄTZ berichtete von einem Anwaltsschreiben im Auftrag der Betreibergesellschaft „Pflegeheim Alte Harmonie GmbH“, in dem deren Anwalt eine Beleidigung im Internet unterstellt und eine strafbewehrte und natürlich kostenpflichtige Unterlassungserklärung fordert. Diese rechtliche Auseinandersetzung ist noch nicht beendet.

Ein weiteres Anwaltsschreiben

Inzwischen hat GSCHWÄTZ Kenntnis von einem weiteren Anwaltsschreiben, welche das Heim versenden hat lassen an einen Ersteller eines kritischen Kommentars in den sozialen Medien über das Heim. Auch in diesem Schreiben geht es um ähnliche Vorwürfe um eine Google-Rezension. Günther Wernig*), der Adressat des Schreibens berichtet GSCHWÄTZ, dass eine Angehörige kurz vor der Schließung wegen Corona in das Pflegeheim aufgenommen wurde. Ein Besuch sei nach der Aufnahme wegen Corona nicht mehr möglich gewesen. Seine Angehörige höre sehr schlecht, daher sei auch ein telefonischer Kontakt kaum möglich gewesen. Er hätte schon erwartet, dass das Heim gerade in einem solchen Fall eine Kommunikation unterstützt hätte. Stattdessen sei ein telefonischer Kontakt mit dem Heim kaum möglich gewesen: Teils seien er selbst oder Familienangehörige brüsk abgewiesen worden, teils sei das Telefon gar nicht abgenommen worden. All das während der Corona-Isolation und einer dazugekommenen weiteren Erkrankung, aufgrund der sich die Familie Sorge um ihre Angehörige gemacht hat. Schließlich sei der alten Frau sogar der Heimvertrag aufgekündigt worden. Auch sie ist inzwischen in einem anderen Heim untergekommen. In seiner Bewertung sieht Günther Wernig keinerlei Schmähkritik, sondern eine Darstellung seiner gemachten Erfahrungen.

Andere Lösung wäre möglicherweise zielführender gewesen

Man muß sich fragen, ob nicht ein direktes Gespräch der Heimleitung mit den Erstellern der kritischen Rezensionen im Internet und der damit verbundenen Bitte, eventuell ehrverletzende Aussagen zu revidieren, sinnvoller gewesen wäre als die direkte Einschaltung eines Anwalts. Wikipedia beschreibt den sogenannten Streisand-Effekt: „Als Streisand-Effekt wird das soziologische Phänomen bezeichnet, wenn der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken, das Gegenteil erreicht, indem das ungeschickte Vorgehen eine öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt, die das Interesse an der Verbreitung der Information deutlich steigert.“ Mit GSCHWÄTZ wollte die Heimleitung nicht sprechen.

*) Günther Wernig heißt anders, sein Name ist der Redaktion bekannt.

Text: Matthias Lauterer

 

 




„Über den Tag 1 hinausdenken und vorbereitet sein“

Landrat Dr. Matthias Neth und Integrationsmanager Dr. Tobias Wittlinger begrüßten am 1. April 2022 zur Eröffnung des Willkommenspunktes im ehemaligen Krankenhauses neben den Fraktionsvorsitzenden im Kreistag sowie Vertreter:innen der Stadtverwaltung Künzelsau, einige der im Landratsamt mit Flüchtlingsangelegenheiten betrauten Mitarbeiter:innen und auch Vertreter:innen der ehrenamtlichen Helfer:innen durften nun dabei sein als Zeichen der Wertschätzung ihres bereits seit Wochen andauernden Engagements hinter den Kulissen.

Die Notfallambulanz hat sich verändert

Wickelgelegenheit für die Kleinsten. Foto: GSCHWÄTZ

In der ehemaligen Notfallambulanz wird von jetzt an der so genannte Willkommenspunkt für Flüchtlinge, nicht nur aus der Ukraine, für die Anliegen der Geflüchteten bereitstehen. An alle ist gedacht: Für die Kleinsten steht ein Wickelplatz zur Verfügung, für die älteren Kinder ein Spielzimmer. Die Erwachsenen können über PC-Arbeitsplätze mit der Heimat oder zum Beispiel mit der Arbeitsagentur kommunizieren, auch der Ausdruck von Formularen oder Dokumenten ist dort möglich, eine Teeküche, eine Sitzecke und Räume für Gespräche ergänzen das Angebot.

Ziel: „Vorbereitet sein“

Dr. Matthias Neth will „über den Tag 1 hinausdenken und vorbereitet sein“, auch für die Zeit, wo es möglicherweise einen starken Ansturm von Flüchtlingen geben könnte. Es sei wichtig, umgehend mit Sozialarbeit und Integration zu beginnen, sagt er. Noch sei nicht alles perfekt, meint er, aber die Eröffnung zeige „das Symbol, es geht jetzt los“.

Eigentlich sei die Integration Landesaufgabe, „aber wir konnten nicht warten“.

Blick ins Spielzimmer. Foto: GSCHWÄTZ

Anlaufpunkt

Ein Anlaufpunkt für die Geflüchteten soll der Willkommenspunkt sein, andererseits wollen die Ämter und ehrenamtlich Tätigen Präsenz zeigen und konkrete Angebote machen können. Wichtig sei es, den Geflüchteten einen ruhigen und sicheren Raum anbieten zu können – nicht direkt in, aber nahe bei den Unterkünften. Daher soll in naher Zukunft in Öhringen ein weiterer Willkommenspunkt eröffnet werden.

Computerarbeitsplätze stehen zur Verfügung, für die Kommunikation mit der Heimat oder mit Behörden. Foto: GSCHWÄTZ

Appell und Angebot an die Städte und Gemeinden

Neth weist nochmals auf die Rechtslage hin: Nach sechs Monaten verlagert sich die Verantwortlichkeit für die Geflüchteten an die Gemeinden, die dann Unterstützung brauchen – die Neth ihnen verspricht.  Er habe bisher eine Solidarität und einen Zusammenhalt im Hohenlohekreis erlebt, die beispielhaft sei: „In der Not hält man zusammen“.

Neth: „Wie man sieht, steht der Kreistag hinter mir“. Irmgard Kircher-Wieland und Michael Schenk. Foto: GSCHWÄTZ

Dank an alle Beteiligten

Er dankt den Bürgermeistern der Gemeinden, die Raum für Unterkünfte umgehend angeboten haben, aber auch lokalen Firmen – beispielsweise der Forchtenberger Firma Merlin, die das Spielzimmer ausgestattet hat und der Künzelsauer Firma Ottenbacher, die Drucker, Kopierer und Verbrauchsmaterial bereitstellen wird. Und natürlich dankte er auch den ehrenamtlichen Initiativen, die bisher bereits wertvolle Unterstützung gegeben haben. Ein Lob galt seinen Mitarbeiter:innen, die in der kurzen Zeit – „da hat der Landrat in seinen Terminkalender geschaut und gesagt, Freitag um 13 Uhr habe ich noch frei“ – die Infrastruktur des Willkommenspunkts auf die Beine gestellt haben.

Neth freut sich auf den Zeitpunkt, wenn die Räumlichkeiten mit Leben gefüllt sind.

Koordination der Kräfte

Ein erster Schwerpunkt der Tätigkeit wird die Koordination der Hilfsangebote sein, dazu wird in der nächsten Woche ein Treffen mit den ehrenamtlichen Helfern stattfinden, kündigte Tobias Wittlinger an. „Dieser Ort soll ein Kommunikationsort sein, Kommunikation ist eine wichtige Grundlage der Integration“, stellt er fest.

Gerne weist er die Gäste auf scheinbare Kleinigkeiten hin, die den Geflüchteten helfen sollen: So habe man Computertastaturen mit kyrillischen und arabischen Schriftzeichen beschafft. Und ein großes Fenster vom einen Computerraum ins Spielzimmer erlaubt es Müttern, am Computer zu arbeiten und ihr Kind im Auge zu behalten.

Text: Matthias Lauterer

 




April, April: Die Verkehrsrevolution in Künzelsau ist ausgefallen

Es ist natürlich nur eine schöne Utopie, dass die Bergbahn jetzt bis in die Innenstadt fährt. Eine schnelle Direktverbindung, um Taläcker direkt mit den Ämtern und dem Stadtzentrum zu verbinden, wäre sicherlich sinnvoll – aber mit der Bergbahn wäre das nicht sonderlich bequem, denn die Wagen der Bergbahn haben ja die Steigung „bereits eingebaut“.

Bundesfinanzminister hatte Zeit für Wichtigeres

Und so fand die für gestern als Aprilscherz angekündigte Jungfernfahrt nicht statt und der Bundesfinanzminister ist trotz eines vom Bundestag genehmigten Reisekostenantrags gar nicht erst angereist. Er konnte sich daher in aller Ruhe der Finanzierung des Bundeshaushalts widmen.

Kleine Revolution dennoch in Aussicht

Eine kleine Verkehrsrevolution könnte es im Jahre 2022 übrigens doch noch geben: Christian von Stetten ist optimistisch, dass der geplante autonome Elektro-Bus in diesem Jahr noch seinen Betrieb aufnehmen kann.

Text: Matthias Lauterer

 




Trotz Corona: Ziehl-Abegg meldet Rekordumsatz von 716 Mio. Euro

„Wir sind angesichts der globalen Lieferkettenproblematik zeitweise auf Sicht gefahren und letztlich beim Umsatz noch gut durchgekommen.“ So beschreibt Vorstandschef Peter Fenkl das Jahr 2021. Der süddeutsche Elektromotoren- und Ventilatorenhersteller hat einen Umsatz von 716 Mio. Euro erzielt (VJ.: 639); die Mitarbeiterzahl stieg global auf 4.700 Menschen (VJ.: 4.300).

„So etwas habe ich noch nie erlebt“

Die Ertragslage bezeichnet Fenkl „mehr als schwierig“. Denn die Lieferkettenproblematik wirkte nicht nur auf die Lieferzeiten, sondern auch auf die Preisgestaltung. „Manche Lieferanten erhöhten schon im ausgehenden Jahr 2020 und dann immer wieder in 2021 die Preise so schnell, dass wir dies nicht 1:1 am Markt durchsetzen konnten.“ Nach den Erfahrungen des ersten Quartals weiß der Manager, dass diese Situation im laufenden Jahr an Schärfe zunehmen wird. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagt Fenkl, der seit mehr als 20 Jahren an der Spitze des Familienunternehmens steht.

Neue Produktionsstandorte geplant

Ziehl-Abegg gilt als Unternehmen mit einer hohen Fertigungstiefe. „Diese wollen wir nun noch weiter ausbauen“, so Fenkl. Allerdings ist ein Wachstum am Stammsitz in Hohenlohe schwierig, da dort kaum die nötigen zusätzlichen Arbeitskräfte verfügbar sind. Daher sollen bestehende Produktionen ausgebaut und neue Fertigungsstandorte aufgesetzt werden. „Wir werden mit weiteren Produktionsstandorten näher an unsere Kunden heranrücken.“

„wie soll man da realistisch planen können und wie soll man da die Kunden zufrieden stellen?“

Thomas Späth montiert in der Fertigung bei Ziehl-Abegg in Kupferzell einen EC-Ventilator. Foto: Ziehl-Abegg / Rainer Grill

Der Umsatzzuwachs von 11,9 Prozent im vergangenen Jahr ist eine gute Grundlage für das weitere Wachstum. Umsatztreiber war im zurückliegenden Jahr die Lufttechnik, die 637 Mio. Euro zum Gesamtergebnis beigetragen hat. Einen Ausblick auf das aktuelle Jahr wagt der Firmenchef nicht. „Aktuell fallen immer wieder Schichten aus, weil Bauteile fehlen – wie soll man da realistisch planen können und wie soll man da die Kunden zufrieden stellen?“, fragt er. Zum Ertrag macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.

Weltweit 400 neue Mitarbeiter

In Deutschland arbeiten 2.600 Menschen für Ziehl-Abegg, das sind 200 mehr als vor einem Jahr. Weltweit stieg die Zahl der Mitarbeitenden von 4.300 auf 4.700. Da in Deutschland Mitarbeitende der geburtenstarken Jahrgänge, die Baby Boomer, nun zunehmend in Rente gehen, wirkt dies direkt auf das verfügbare Arbeitskräftepotenzial. „Unternehmen müssen daher offen auf die Generation Z, die Post-Millennials, zugehen“, erklärt Fenkl. „Wir dürfen nicht in alten Denkmustern verharren, sondern müssen die Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen ernst nehmen.“

Pressemitteilung Ziehl-Abegg




Anmeldebeginn zum ebm-papst Marathon

Von Finnland bis Australien: Aus aller Welt kommen Sportbegeisterte jedes Jahr zur größten Laufveranstaltung in Hohenlohe. Über 3.000 Teilnehmer gingen während der Live-Events in den elf Disziplinen an den Start, mehr als 10.000 Zuschauer sorgten für die einmalige Atmosphäre in und um Niedernhall.

Zweimal wegen Corona ausgefallen

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Event vor Ort in den vergangenen zwei Jahren abgesagt werden. Doch auch die Alternative, eine Lauf-App, mit der jeder auf seiner eigenen Lieblingsstrecke läuft, begeisterte viele Teilnehmer.
In diesem Jahr kommt jeder auf seine Kosten: Neben dem Live-Event vom 10. bis 11. September in Niedernhall ist auch die App wieder verfügbar.

Umfangreiches Wettbewerbsangebot für Langstreckler aller Art

Neben den verschiedenen Laufdistanzen – vom Zehn-Kilometer-Lauf, über den Halbmarathon, bis zum (Duo-)Marathon – messen sich in Niedernhall auch Inline-Skater und Handbiker. Durch die vielen Kinderläufe wird der ebm-papst Marathon zur Veranstaltung für die ganze Familie. Auf dem Festgelände wird den Zuschauern mit kulinarischen Köstlichkeiten und Showeinlagen außerdem ein ansprechendes Rahmenprogramm geboten. Bei der Laufmesse lässt sich das ein oder andere Schnäppchen ergattern.

Marathon seit 1993, ebm-papst seit 1999 Hauptsponsor

Seit mehr als 20 Jahren ist ebm-papst nun schon Hauptsponsor des Laufs. 1999 stieg der Ventilatorenspezialist aus Mulfingen als Mitveranstalter bei dem vom Polizeisportverein Hohenlohekreis 1993 ins Leben gerufenen Hohenlohe-Marathon ein. Dieser hatte bis dahin drei Mal stattgefunden. Beim ersten Event unter neuen Namen am 11. September 1999 gingen 432 Läuferinnen und Läufer an den Start.

Weitere Informationen zum ebm-papst Marathon im Internet unter http://www.ebmpapst-marathon.de und auf Facebook: fb.com/ebmpapstMarathon

Pressemitteilung ebm-papst

 




„Mit Verständnis, Rücksicht und Entgegenkommen ist die Maßnahme gut zu meistern“

Schon bald beginnen die Arbeiten für die Sanierung der rund 400 Meter langen Sudetenhalde am Südhang von Künzelsau. Ab 11. April 2022 beginnen die Vorarbeiten: Die Baustelle wird eingerichtet und die provisorische Zufahrt über Nagelsberg „Im Vögelein“ hergestellt. Voraussichtlich ab 4. Mai 2022, wenn die Sperrung im Kreuzungsbereich bei der Kocherbrücke aufgehoben ist, wird mit den Arbeiten im ersten Bauabschnitt – Ende Sackgasse bis Treppenanlage – begonnen.

Provisorische Zufahrt über Nagelsberg

Die Stadtverwaltung Künzelsau wird den Kanal und die Wasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse erneuern sowie den Straßenbau inklusive neuer Straßenbeleuchtung durchführen und Breitbandleerrohre verlegen.

Komplette Infrastruktur wird auf aktuellen Stand gebracht

In diesem Zuge wird die EnBW das Stromversorgungsnetz erneuern – sprich die Erdverkabelung vornehmen – um die Freileitungen inklusive Dachständer rückbauen zu können. Im Zuge dieser Arbeiten ist ebenfalls von der Netze BW geplant, ein Gasversorgungsnetz mit zu verlegen. Wer noch Interesse an einem Anschluss zur Gasversorgung hat, setzt sich schnellstmöglich mit der Netze BW in Verbindung: Netze BW Erdgas – Anschlussservice Öhringen, d.brucker@netze-bw.de oder 07941 932-297.

Problemmanagement eingerichtet

Anwohner und Eigentümer wurden bereits im November 2021 von der Stadtverwaltung Künzelsau über den Umfang und den Ablauf der Baumaßnahmen informiert. Für jedes Grundstück wurde ab Januar 2022 ein einzelner Termin zur Besprechung der geplanten und notwendigen Maßnahmen durchgeführt. Weiter gibt es, wenn die Baumaßnahme anläuft, bei einem wöchentlichen Jour-Fixe-Termin oder jederzeit über E-Mail, die Möglichkeit Sorgen oder Anregungen, Kritik oder Lob an die am Bau Beteiligten zu kommunizieren und natürlich auch hier Fragen zu stellen.

Im November soll die Maßnahme anbgeschlossen sein

„Wir freuen uns auf die gemeinsame Durchführung der Baumaßnahme und natürlich am meisten auf deren Fertigstellung. Diese ist für Ende November 2022 geplant“, so Simone Mitsch. Für die mit der Baumaßnahme einhergehenden Einschränkungen und Belästigungen bittet die Stadtverwaltung um Verständnis.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Künzelsau wird zum Vorreiter einer Verkehrsrevolution

Langer bürokratischer und technischer Vorarbeiten bedurfte es, um in Künzelsau eines der modernsten Verkehrsprojekte Baden-Württembergs zu vollenden. Hätte es Corona und die damit verbundenen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten nicht gegeben, „dann hädde mers fer Januar gschafft“, sagt Hartmut Berger, Gründer und Geschäftsführer der ausführenden Firma BBB Berger Bahn Bau GmbH aus Tuttlingen.

Erste Schwebebahn im Land

Für „revolutionär“ hält Berger den Ansatz, ressourcenschonend die heutige Trasse der Bergbahn zu verwenden und die Bergbahn auf Schwebegestellen weiterzuführen bis in die Innenstadt. „Des hedd koana denggd, dass sowas goohd“, sagt er in breitestem Schwäbisch, „abba mr hends gschaffd“. Es handelt sich um die allererste Schwebebahn im Land, weltweit ist es erst die zweite, die wie ein Bus im innerstädtischen Verkehr mitschwimmt. Im australischen Perth ist aber kein derartiger Höhenunterschied zu überwinden.

Ein Vierteljahr Verspätung, Kosten rund 35% über dem Ansatz

Geplant war der Start bereits zum 1. Januar 2022, mit einem Vierteljahr Verspätung wird die neue Bahn nun am heutigen Freitag ihren Betrieb aufnehmen. Neben dem Zeitplan wurde auch der Kostenplan um ein gutes Drittel überschritten, für Berger ist das kein Problem: „Waas nix koschd, daugt au nix“ lacht er verschmitzt. Letztendlich fielen Kosten von 4,7 Millionen Euro an, Künzelsau trägt davon nur einen symbolischen Beitrag, der Löwenanteil wird von mehreren Töpfen des Landes und des Bundes übernommen. Finanzministerium, Forschungsministerium und Verkehrsministerien von Bund und Land haben für dieses einzigartige Modell Geld bereitgestellt.

Anbindung von Ämtern und Innenstadt

Zwei weitere Haltestellen der Bergbahn wird es nun geben: Direkt am Eingang zum Landratsamt in der Allee sowie am Rathauseingang  – dieser Haltepunkt ist sogar überdacht. Die Trasse mit den Haltestellen an den beiden wichtigen Behördenzentren ist ein willkommener Vorgriff auf die Planungen des neuen Stadteingangs: „Der Bürger sieht ganz deutlich, wie alles näher zusammenrückt“, drückt es Verkehrsplaner Tobias Fischer-Avril aus.

Erste Fahrt ist wie üblich der politischen Prominenz vorbehalten

Die erste Fahrt, Abfahrt ist an der Bergstation auf den Taläckern um 08:00, ist wie üblich der politischen Prominenz vorbehalten. Der Künzelsauer Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten kündigt sogar allerhöchsten Besuch an: „Ich begrüße die Ankündigung, dass die Standseilbahn durch eine Schwebebahn verlängert werden soll. Für 4,7 Mio. Euro entstehen weitere Haltepunkte am Landratsamt und der Künzelsauer Innenstadt.  Der Bundestag hat beschlossen, die Reisekosten des Bundesfinanzministers zur ersten Fahrt am 1. April zu übernehmen.“ Ob auch der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Herrmann teilnehmen wird, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Die Fahrgäste der zweiten Fahrt, die dann um 08:20 auf den Taläckern abfährt, werden am Rathaus-Haltepunkt mit Butterbrezeln und Sekt begrüßt und „mit einer kleinen Überraschung“, wie aus dem Rathaus bekannnt wurde.

Text: Matthias Lauterer