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Künzelsauer Innenstadt Ausgang Richtung Kocherbrücke für Autos gesperrt

Seit Donnerstag, den 05. Mai 2022 ist die B 19 im Verlauf Lindenstraße –Konsul-Uebele-Straße in Künzelsau voraussichtlich bis Freitag, 20. Mai 2022 gesperrt. Dort wird die Fahrbahndecke erneuert. Dann sind die Baumaßnahmen im Bereich Kocherbrücke und B 19 in der Künzelsauer Innenstadt abgeschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Für von der Sperrung der Lindenstraße und Konsul-Uebele-Straße betroffene Anwohner stehen die Parkplätze auf den Wertwiesen sowie
die öffentlichen Stellplätze im Stadtbereich zur Verfügung. An der  Aumühle können entlang der Straße Autos innerhalb der Grünfläche
parken – die Begrenzungsstämme wurden entsprechend verschoben. Parkausweise können nicht ausgestellt werden. Damit die Arbeiten zügig abgeschlossen werden können, muss auch die Ausfahrt von der Hauptstraße Richtung Kocherbrücke gesperrt bleiben.

Am Unteren Markt ist zwar eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge geschaffen worden, die Empfehlung ist jedoch, von Norden über die
Kocherbrücke zum Wertwiesenparkplatz zu fahren, dort zu parken und zu Fuß in die Innenstadt zu kommen. Die Läden, Geschäfte und
Gebäude in der unteren Hauptstraße, dem Unteren Markt, sind während der gesamten Bauzeit erreichbar. Die Baumaßnahme ist ein Projekt des Regierungspräsidiums Stuttgart. Trotzdem bittet die Stadtverwaltung sämtliche Umstände und
Beeinträchtigungen zu entschuldigen und bedankt sich für das Verständnis.




Doch keine Bierpreisbremse in Schwäbisch-Hall

Groß war das mediale Echo, als der Gemeinderat der Stadt Schwäbisch-Hall in seiner Sitzung vom 23. April 2022 als erste deutsche Stadt eine „Bierpreisbremse“ verabschiedet hatte (GSCHWÄTZ berichtete). Besonders freuten sich über die Schlagzeilen die Anhänger der „Die PARTEI“, die diese Bierpreisbremse schon bei der letzten Bundestagswahl weit vorne in ihrem Programm plaziert hatte.

Antrag kann nicht umgesetzt werden

Einheimische und Touristen, die sich schon auf billliges Bier in den Gaststätten der Stadt gefreut hatten, muss die Stadtverwaltung nach Prüfung leider enttäuschen – die Mittel stehen einfach nicht zur Verfügung, teilt die Stadtverwaltung mit:

„Die Mittel sind somit mit Abschluss des Haushaltsjahres 2021 verfallen.“

„Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn auch aus dem Gemeinderat eigene Ideen zur Unterstützung des Handels und der Gastronomie entwickelt werden. Den konkreten Vorschlag einer „Bierpreisbremse“ und den Beschluss in der Sitzung am Mittwoch hat die Stadtverwaltung nun geprüft.

Die Mittel für das vom Gemeinderat beschlossene Maßnahmenpaket zur Belebung der Innenstadt nach der Corona-Pandemie im Höhe von einer Million Euro wurden am 5.7.2021 außerplanmäßig bereitgestellt.
841.670,90 Euro der Mittel sind bewirtschaftet worden. Die restlichen zur Verfügung stehenden Mittel sind zum Ende des Haushaltsjahres nicht in das neue Haushaltsjahr übertragen worden, hierzu gab es auch keinen Antrag von Seiten des Gemeinderats. Die Mittel sind somit mit Abschluss des Haushaltsjahres 2021 verfallen.

Für den Beschluss des Gemeinderats zur Einführung der „Bierpreisbremse“ steht somit keine Finanzierung zur Verfügung und eine Umsetzung der „Bierpreisbremse“ ist nicht möglich.“

Fehleinschätzung der Verwaltung

Kurios mutet der folgende Satz aus der Stellungnahme der Verwaltung an: „Die Stadtverwaltung hatte den Antrag des Stadtrats Finger zum entsprechenden Tagesordnungspunkt eingestellt. Die Verwaltung ist jedoch aufgrund des satirischen Inhalts des Antrags nicht davon ausgegangen, dass aus der Mitte des Gemeinderats hierzu eine Abstimmung gefordert wird.“

Leider keine Antwort

Auf die Frage, ob die Stadt Schwäbisch-Hall die „Bierpreisbremse“ als Marketinginstrument nutzen will, etwa als Sonderaktion bei einem Fest, ist die Verwaltung leider nicht eingegangen.

Text: Matthias Lauterer




9-Euro-Monatsticket für den Nahverkehr auch für Schüler-Abos

Die Bundesregierung hat aufgrund steigender Energiekosten beschlossen, im Rahmen eines Entlastungspaketes ein besonderes Angebot für Bus und Bahn einzuführen: das 9-Euro-Ticket. Es soll für die Monate Juni, Juli und August 2022 zum Preis von jeweils 9 Euro pro Monat deutschlandweit im öffentlichen Nahverkehr gültig sein.

NVH Abonnenten müssen nichts tun

Alle NVH–Abonnenten, so auch die Inhaber eines Sunshine–Tickets oder einer KidCard im Abo, profitieren ebenfalls von der Sonderaktion. Sie müssen nichts unternehmen. Wir buchen während der Monate Juni und Juli für die Sunshine–Tickets und KidCards im Abo ganz einfach nur 9 Euro statt des üblichen Preises ab.
Wer das Sunshine
–Ticket bzw. die KidCard im Abo das ganze Schuljahr (durchgehend von September 2021 bis Juli 2022) bezogen hat, erhält das Bonusticket im August 2022 – wie in den Vorjahren – kostenlos, d.h. es wird im August nichts abgebucht. Das Bonusticket kann im August als 9–Euro–Ticket deutschlandweit im Nahverkehr genutzt werden.
Wer kein ganzes Schuljahr
bezogen hat, kann im August das 9–Euro–Ticket im Barverkauf erwerben.

Infos

Mehr Infos erhalten Sie auf der Homepage des HNV: 9-Euro-Monatsticket für den Nahverkehr (h3nv.de). Dort beantwortet der HNV die häufig gestellten Fragen dazu.
Für weitere Informationen steht das Team des NVH montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 07940/9144-0 oder
info@nvh.de gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung Nahverkehr Hohenlohe




Kinderschminken für den guten Zweck am Künzelsauer Stadtlauf

Kinderschminken für den guten Zweck am Künzelsauer Stadtlauf am Samstag, den 07. Mai 2022, von 11.00 bis 15.00 Uhr in der Hauptstraße 27 in Künzelsau, vor der Hohenloher Hörakustik.

Gegen eine Spende verzaubern wir  Kindergesichter in Löwen, Zebras oder bunte Schmetterlinge. Jede Teilnehmer:in bekommt einen Gutschein für die Ausstellung Bongai Shamwari Art, die derzeit in den Redaktionsräumen des GSCHWÄTZ, Gaisbacher Str. 6, in Künzelsau zu sehen ist. Wunderschöne afrikanische Skulpturen, Holzschnitzereien und Gemälde aus Zimbabwe lassen in den Kontinent Afrika eintauchen.

Alle Erlöse gehen an den Verein Bongai Shamwari e.V. Für bedürftige und behinderte Kinder in Zimbabwe. Info unter www.bongai-shamwari.org

Kontakt

Christa Zeller

  1. Vorsitzende

0160 9203 799

bongaishamwari@gmail.com

 

 




Kurse, Workshops und Vorträge für Ehrenamtliche

Ab sofort ist der Hohenlohekreis auf der landesweiten Bildungsplattform für ehrenamtlich Engagierte vertreten. Unter www.qualifiziert-engagiert-bw.de/kuen gibt es einen Überblick über das vielseitige Angebot an Kursen, Workshops, Vorträgen und Austauschtreffen zur Weiterbildung im Ehrenamt.

Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Die Plattform wird vom Landkreistag Baden-Württemberg getragen, ihr Aufbau erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Integration.

Unentgeltlich einsetzen

„Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger und wertvoller Bestandteil des öffentlichen Lebens im Hohenlohekreis. Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer freien Zeit unentgeltlich für andere Menschen einsetzen und für gesellschaftliche Belange engagieren, sind unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Das spüren wir insbesondere in schweren Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise. Angebote zur Weiterbildung stellen dabei einen wichtigen Bestandteil dar – zur Unterstützung, Motivation und auch Würdigung ihres Einsatzes. Daher bin ich froh, dass durch den Aufbau der Bildungsplattform neue Wege beschritten werden können, das Engagement zu fördern und sichtbar zu machen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth.

Gemeinsames Projekt der Wohlfahrtsverbände

Auf den Weg gebracht wurde die Bildungsplattform im Hohenlohekreis als gemeinsames Projekt der Liga der freien Wohlfahrtsverbände und des Landratsamtes. Beteiligt sind die AWO Pflege und Betreuung, die Caritas Heilbronn-Hohenlohe, der Paritätische Kreisverband Hohenlohe, der Diakonie Kreisverband Hohenlohekreis, der DRK Kreisverband Hohenlohe, das Hohenloher Integrationsbündnis 2025 und die Servicestelle für aktive Bürger des Landratsamtes. Unter dem Dach der „Ehrenamtsakademie im Hohenlohekreis“ erstellen sie seit 2016 ein gemeinsames Bildungsprogramm für ehrenamtlich Engagierte.

Online-Kurse

„Ziel der Ehrenamtsakademie ist es, das ehrenamtliche Engagement im Hohenlohekreis zu unterstützen, zu fördern und anzuerkennen“, erklärt Susanne Walz von der Servicestelle für aktive Bürger. „Durch gemeinsame Planung sind die Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und werden gemeinsam weiterentwickelt. Mit der Bildungsplattform für Engagierte kann dieses Netzwerk nun erweitert werden.“

Die Expertin hat auch einen besonderen Tipp für die aktuelle Corona-Zeit: „Aufgrund bestehender Kontaktbeschränkungen lohnt sich auch der Blick auf die Angebote anderer Landkreise. Denn viele Kurse finden online statt und können unabhängig vom Wohnort genutzt werden.“

Mit dem Start der Bildungsplattform sind Vereine, Institutionen und Organisationen im Hohenlohekreis, die mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten oder Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche durchführen, eingeladen, ihre Bildungsangebote auf der Homepage einzustellen. Ehrenamtlich Engagierte können sich online über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.

Weitere Auskünfte gibt es bei Susanne Walz und der „Servicestelle für aktive Bürger“ im Landratsamt Hohenlohekreis: susanne.walz@hohenlohekreis.de, Tel.: 07940 18-747

 

 

 

 

 




Ehrenamtliche bieten Sprachcafé für ukrainische Flüchtlinge an – großer Andrang

Es waren die ukrainischen Frauen im Krankenhaus Künzelsau, die an Ostern zu den Ehrenamtlichen, die sie betreuen gesagt haben, sie möchten gerne so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen. Und da die offiziellen Sprachkurse damals noch gar nicht gestartet haben, haben sich nun Ehrenamtliche gefunden, die nun dienstags und donnerstags nachmittags ein Sprachcafé im Krankenhaus Künzelsau anbieten.

Helfer:innen gesucht

Diese Woche ging es nun an den Start mit großem Erfolg. Insgesamt befinden sich derzeit rund 50 Menschen aus der Ukraine im Krankenhaus in Künzelsau – vorwiegend Frauen und Kinder, eine große Mehrheit ging zum freiwilligen ersten Laien-Deutschkurs. Die Ehrenamtlichen freut es, sind aber auch dankbar, wenn sich ein oder zwei weitere Helfer:innen finden würden, die entweder übersetzen  oder beim Sprachcafé mithelfen und Basics der deutschen Sprache spielerisch vermitteln. Man braucht hierfür keine pädagogische Ausbildung.

Wer Interesse hat, darf gerne die Redaktion GSCHWÄTZ kontaktieren. Wir leiten den Kontakt dann weiter:

WhatsApp. 0172/68 78 474

Mail: info@gschwaetz.de

Tel.: 017940/94 555 7




Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg geht nach Forchtenberg

Am 04.Mai 2022 verleiht Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister–Kraut die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für herausragende unternehmerische Leistungen um die baden–württembergische
Wirtschaft
an sechs Persönlichkeiten und sieben Unternehmen. 

Ehrung geht an Susanne Henkel aus Forchtenberg

Eine dieser Persönlichkeiten ist Susanne Henkel aus Forchtenberg,  Geschäftsführerin der dortigen Richard Henkel GmbH. 

Unternehmen hat seine Marktnische gefunden

Die Richard Henkel GmbH ist ein klassisches Metallunternehmen, das seine Leistungen, beispielsweise Schleifen, Strahlen und Pulverbeschichtung, anderen Unternehmen zur Verfügung stellt. Auf der anderen Seite bedient das Unternehmen erfolgreich eine Marktnische: Die Stahlrohrmöbel des Unternehmens stehen in den Entspannungsbereichen vieler moderner Bäder und Spas – und wie man weiß, kann man in einer Nische gutes Geld erwirtschaften.

Stahlrohrmöbel im Schwimmbad. Foto: Fa. Henkel

„Einmal kaufen – ein Leben lang Freude“

Besonderen Wert legt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit. In der Produktion setzt man beispielsweise auf kurze Wege, wenig Transport und lokale Lieferanten. Diese lokale Strategie sorgt in der aktuellen schwierigen Lage auf den Beschaffungsmärkten dafür, dass die Firma lieferfähig ist – obwohl „die Bude brennt“.

„Einmal kaufen – ein Leben lang Freude“, damit warb die Firma schon vor vielen Jahren. Sie bietet an, die Möbel von der Neubeschichtung des Rahmens bis zur Bespannung wieder aufzuarbeiten und damit die Lebensdauer zu verlängern. Die Bespannung und die sonstigen Kunststoffteile werden recycelt und weitergenutzt.

70 Jahre alte Möbel werden aufbereitet

Susanne Henkel berichtet, dass ihre „wunderbaren Kunden“ sogar Möbel von 1950 aufarbeiten lassen: „70 Jahre Stahl gespart“, sagt sie. Ihr ist es persönlich wichtig, ihren Beitrag zum Schutz des Planeten leisten zu können, denn „Jetzt reichts, wir müssen unsere Kugel retten“.

Susanne Henkel ist kaum in der Öffentlichkeit

Die öffentliche Aufmerksamkeit sucht Susanne Henkel nicht. Vor rund 10 Jahren war sie allerdings medial präsent, bis hinein in den SPIEGEL hat sie es geschafft.

2013 erscheint eine SPIEGEL-Story über Susanne Henkel. Foto: Screenshot spiegel.de

Damals traf sie nach einer Boom-Phase der Firma eine ungewöhnliche Entscheidung: „So eine Wachstumsphase, die wollen wir nicht mehr.“ Zuviel betriebliche Kultur war in dieser Phase auf der Strecke geblieben: „Wir hatten keine Zeit mehr für Gespräche zwischen den Mitarbeitern, aus denen ja oft neue Ideen entstehen.“ Sie stellte sich damals die Frage „Brauchen wir mehr Umsatz oder mehr Ertrag?“ und ist für ihr Unternehmen zu der Überzeugung gekommen, unternehmensintern am Ertrag zu arbeiten, mittels technischer Innovationen und nachhaltiger Prozesse, die zusammen mit dem Kunden auf gemeinsamen Ertrag ausgerichtet werden.

„Wachstum“ neu definieren

Diesen Ansatz fährt sie bis heute. Sie will die Definition des „Wachstums“ neu denken, der Umsatz allein sei nicht die richtige Kenngröße: „Im Inneren des Unternehmens gibt es viele Ressourcen, die man in den einzelnen eigenen Prozessen schöpfen kann“, wird Henkel zitiert. Gewinne nicht aus immer höheren Verkaufszahlen, das ist ihr Ziel. Der Ertrag steht vor dem Umsatzwachstum, so erzielt Susanne Henkel Profit – ein Ansatz, der sich in den Lehrbüchern noch nicht durchgesetzt hat.

Familienunternehmen seit 1922

Seit 1922 besteht das Unternehmen und beschäftigt recht konstant rund 50 Mitarbeiter. Susanne Henkel ist Juristin und übernahm 1983 die Leitung des Familienunternehmens, weil ihr Vater schwer erkrankt war. Seitdem führt sie zusammen mit ihrem Bruder Kai das Unternehmen.

„Wir brauchen uns. Anders gehts nicht.“

Die Wirtschaftsministerin ehrt Susanne Henkel, doch die will das nicht so stehen lassen, bezieht in die Ehrung die gesamte Belegschaft und ihren Bruder Kai mit ein: „Wir brauchen uns. Anders gehts nicht.“

Text: Matthias Lauterer




Breitbandausbau in Bretzfeld und Kupferzell: über 5 Millionen Euro Förderung

Die Gemeinden Bretzfeld und Kupferzell erhalten insgesamt über 5 Millionen Euro Fördergelder des Bundes für den Breitbandausbau. Dies erfuhr der Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser (SPD) am Montag, dem 2. Mai durch den Projektträger des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.

Schnelle Breitbandverbindungen als Standard 

„Alle Menschen in Deutschland müssen sich auf moderne Standards verlassen können. Dazu gehören schnelle Breitbandverbindungen. Daher freue ich mich über die Förderungen für unsere Kommunen“, so Kevin Leiser.

Im Rahmen des Förderprogramms zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland fördert der Bund mit 4.284.699 Euro für den Anschluss von Haushalten sowie 632.218 Euro für den Anschluss von Unternehmen in Bretzfeld und 250.277 Euro für den Anschluss von Unternehmen in Kupferzell jeweils 50 Prozent des Gesamtbedarfs. Die Mittel
aus dem Förderprogramm stellt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr zur Verfügung. 

Pressemitteilung Kevin Leiser MdB. 




Laufspaß und viel Musik beim Company Trail

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Der Spaß wird im Vordergrund stehen, wenn am Sonntag, 10. Juli, Freizeitsportler und Familien quer durch Hochregallager und Produktionsbereiche von Unternehmen im Gewerbepark Hohenlohe laufen. Die Firmen bieten wieder zahlreiche Stationen an. Neu ist ein buntes Musikprogramm im Start- und Zielbereich. „Wer nicht laufen will, kann einfach aufs Festgelände kommen und dort einen schönen Tag haben“ sagt Rainer Grill, Organisator bei Ziehl-Abegg. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Sechs Kilometer Laufstrecke im Freien

Die Laufstrecke wird wieder rund sechs Kilometer lang sein – gerechnet von Firma zu Firma. Dazu kommt die Strecke in den Unternehmen: quer durch Hochregallager, zwischen Schreibtischen hindurch und vorbei an Produktionsmaschinen sowie treppauf und treppab. Durch die unterhaltsamen und kurzweiligen Stationen ist die Strecke auch für sportlich Ungeübte gut zu bewältigen. Erstmals führt der Lauf unter der Autobahn hindurch aufs Areal der Firma Würth.

Kein Wettbewerb sondern Erlebnis

Da der Erlebnischarakter dominiert, wird es keine Zeitmessung geben. An der Strecke sowie im Start- und Zielbereich warten Verpflegungsstände und andere Aktionen auf Teilnehmer wie Zuschauer. Start und Ziel sind wie in den Vorjahren auf dem Areal von Ziehl-Abegg angesiedelt. Dort werden sich auch mehrere Unternehmen aus dem Gewerbepark mit Informationsständen präsentieren. Zudem wird es eine Spielstraße für Kinder geben.

Magnet für Freizeitsportler und Festlesfreunde

„Der Company Trail wird zum Magnet für Freizeitsportler und Festles-Freunde“, sagt Rainer Grill. So wird vormittags die Stadtkapelle Krautheim schon zum Frühschoppen spielen. Auch über die Mittagszeit werden die Musiker aus dem Jagsttal für Unterhaltung sorgen. Danach wird die Cover-Band „keep alive“ auf der Bühne unterhalten. Das Ende wird gegen 17 Uhr sein.

Früh anmelden: Top Finishergeschenk

Die Kosten für die Teilnahme am Lauf betragen 10,- Euro pro Person (16 Jahre und älter). Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre werden über die Eltern kostenfrei angemeldet. Das Anmeldeportal auf www.company-trail.de ist seit 1. Mai freigeschaltet. Für 1.500 Freizeitsportler wird es im Ziel hochwertige Trinkflaschen geben – wenn die Anmeldung bis 30. Juni eingeht. Daher gilt: früh anmelden!

Eine Veranstaltung von zehn Firmen im Gewerbepark Hohenlohe

Der Company Trail wird von zehn Firmen im Gewerbepark Hohenlohe veranstaltet:

Adolf Würth – Gemü – Lidl – R.Stahl – Regal Rexnord (Nicotra Gebhardt) – Rüdinger – SWG -Würth Elektronik -Würth Modyf – Ziehl-Abegg

Pressemitteilung der Veranstalter




Bürgermeisterwahl Ingelfingen: was passierte beim Stimme-Forum?

18:45: Noch viel Platz in der Stadthalle Ingelfingen:

19:00: Die Kandidaten und die Moderatoren sind auf der Bühne, von den 300 Zuschauerplätzen sind etwa 50 noch frei. Das Interesse scheint gering zu sein, wie auch schon bei der Veranstaltung am Donnerstag.

Armin Rössler und Tamara Ludwig von der HZ stimmen ein. Informativ, kritisch und unterhaltsam soll es werden.

19:08: Die Mehrheit der Besucher antwortet auf die Frage, ob sie ihre Entscheidung schon getroffen haben, mit Ja.

19:12: Schmitt will am Sonntag 54 Prozent und Bauer will 50 Prozent + eine Stimme erreichen.

19:15: Frage an Bauer:

Warum ist Ingelfingen von den anderen Gemeinden überholt worden? Bauer: „Der Eindruck trügt, das teile ich nicht.“ Er stellt den Stand bei der Photovoltaik als musterhaft dar, die anderen Gemeinden würden gerade aufholen. Vereinzeltes Gelächter, wenig Beifall.

19:20: Digitalisierung:

„Die Uhren scheinen stehengeblieben zu sein“, sagt Tamara Ludwig. Sie bringt ein Beispiel: Die Wahlergebnisse Ingelfingens seien als einzige noch per Fax ins Landratsamt übermittelt worden. Bauer: „Wir sind da weit voraus“, die Digitalisierung der Schule nennt er als Beispiel. Nur in einzelnen Ortschaften habe es an der Bandbreite für den Online-Unterricht gefehlt. In der Verwaltung würde man jetzt nachziehen. Und wegen der Übermittlung per Fax meint Bauer: Man sei sehr früh fertig gewesen und habe sofort gefaxt – das müsse man, das sei Vorschrift. Das Fax sei wohl im Landratsamt verlorengegangen, dann habe man auf Anforderung nochmals gefaxt. Ludwig stellt richtig: Sie habe sich im LRA erkundigt, alle anderen Gemeinden hätten andere legale Übermittlungswege gewählt.

19:30: Frage an Bauer: Welche politische Entscheidung war schlecht und würden Sie gerne rückgängig machen?
Bauer fällt zu dieser Frage nichts ein.  Ludwig: „Also alles gut?“. Nicken.

19:35: Fragerunde an Schmitt:
Keine politische Erfahrung, keine Verwaltungserfahrung? Als Trainer sei er es gewohnt, sich auf neue Voraussetzungen einzustellen. Er kehrt die Kritik um: Das sei seine Stärke.

Warum sind 16 Jahre Michael Bauer genug? Nach 16 Jahren sei zuviel Routine eingekehrt, ein neuer Kopf, neue Ideen könnten helfen, z.B. bei der  Mariannenstraße. „Ich sehe viele Punkte, wo man was anfangen könnte.“

Schmitts drei Topthemen für den Beginn der Amtszeit?
– mit den Teilorten ins Gespräch kommen und ihnen mehr Autonomie geben. Ein Budget für kleinere Entscheidungen innerhalb der Teilorte sei möglich, darüber habe er sich erkundigt.
– Einarbeitung
– Anpacken von Dingen, die leicht lösbar sind. Er habe ja gesehen, dass sein Wahlkampf Wirkung zeigt: Die Tische im Stadtpark seien plötzlich sauber.

Was passiert, wenn im Rathaus jemand wichtiges ausfällt? Schmitt will auch personelle Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, wie es ja kocherabwärts bereits praktiziert werde, „aber das geht nur mit einem Bürgermeister, der …“ Spontaner Beifall.

Kleine lustige Panne: Die Uhr ist ausgefallen 😉

19:40 Thema: Grosskläranlage und interkommunale Zusammenarbeit:

Bauer schiebt das Scheitern der grossen Kläranlage auf die Gemeinden unterhalb am Kocher. Ihm wären zwei kleinere Kläranlagen in einem Zweckverband lieber gewesen. Er betont: „Ingelfingen wird kein Nachteil entstehen.“
Über Probleme in der Zusammenarbeit der Gemeinden: „ich sehe da keine Probleme“.

Schmitt: Vielleicht gibt’s noch Chancen, das Thema nochmal anzugehen, das LRA hat ja noch nichts genehmigt. Schmitt will durch interkommunale Zusammenarbeit Synergien erzielen, auch personell. Sowohl die Zusammenarbeit mit Künzelsau als auch mit den Kochertalgemeinden, wo das schon praktiziert wird, sei für ihn denkbar.

19:50: Thema Innenentwicklung, Mariannenvorstadt und Kleingewerbe.

Bauer: Verkehrsplaner hatten damals die Einbahnregelung vorgeschlagen. Planer hatte prognostiziert, dass dann die Kaufkraft ansteigt – das ist nicht passiert. Bauer schließt daraus: „Die Bürger sind mit ihrem Einkaufsverhalten natürlich verantwortlich, was passiert.“

Rückfrage: 3 Jahre Ruhe in Mariannenstraße. Es kommt der Eindruck auf, dass nichts mehr getan wird?
Bauer: „Man muss auch Mal Ruhe einkehren lassen. Ich hätte mir auch vom Gemeinderat mehr Vorschläge erwartet.“

Dazu Schmitt: „Drei Jahre Ruhe reinbringen, halte ich für zu lang.“ Es gebe  viele Möglichkeiten, Fördergelder für Verkehrsberuhigung und Innnenstadtbelebung zu bekommen. „Es gibt keinen Grund, nicht sofort zu beginnen.“ Konkret schlägt er vor, von städtischer Seite Unterstützung bei der Nachfolgefindung für Ladeninhaber zu geben, die bald in Rente gehen. Die Innenstadt will er durch „Verweilmöglichkeiten“ beleben, beispielsweise durch eine Eisdiele, ein Café oder ähnliches.

19:55: Tourismus:

Schmitt: „Es fehlt ein Highlight, weswegen an gezielt nach Ingelfingen kommt.“ Kunst und Kultur fehlen fast völlig. Schmitt verweist auf eigene Erfahrung in diesem Bereich [er war Inhaber einer Galerie, Red.].

Bauer: Ingelfingen habe die beste Gastronomie und die besten Übernachtungszahlen weit und breit [Gelächter]. Er will den Tourismus nicht auf Ingelfingen beziehen, sondern kreisweit betrachten. Relativiert seine erste Aussage, indem er sagt, dass eine hohe Zahl von Übernachtungen betrieblich und nicht touristisch motiviert sind.

Was wird unternommen, um Ingelfingen für alle Altersgruppen kulturell zu beleben?

Bauer: Man kann immer mehr machen, aber da sind die Vereine gefordert, das kann die Stadt nicht alleine stemmen. Wenn jemand Ideen hat, der kann kommen.

Schmitt: „für alle Altersgruppen“ ist wichtig, regt technisch orientierten Wasserspielplatz mit Unterstützung der Firmen an. Kinder spielen am Wasser, Eltern trinken nebenan einen Kaffee oder können ein Eis essen.

20:00 „Klimaschutz – wie stellen Sie sich die Umsetzung vor?“

Schmitt: „Photovoltaik ist ein Schritt, aber nicht alles.“ Er verweist auf das  Klimaschutzkonzept des Kreises: „Das hat 42 Punkte – für Kommunen, Wirtschaft und Bürger. Der wichtigste Punkt: Die Kommunen sollen das Vorbild sein.“ Warum nicht als Vorbild Freiflächen-PV?

Konkrete Frage an Bauer: Warum bisher keine städtischen PV-Dächer? Das sei bisher finanziell nicht leistbar gewesen, jetzt gebe es aber dank des neuene EEG-Gesetzes neue Fördermöglichkieten. „Wir werden was tun“ – natürlich unter der Voraussetzung, dass der Gemeinderat zustimmt. PV-Anlagen in Weinbergen will er nicht: „Das verändert die Kulturlandschaft.“

Ob er ein persönliches Vorzeigeprojekt zum Klimaschutz habe? Ja, dass die Sporthalle mit Geothermie und die Schule mit einem Blockheizkraftwek beheizt würde.

Thema: Gewerbeflächen und Wohnbau:

Schmitt: Warum steht das Gewerbegebiet in Stachenhausen schon so lange still? Die Gemeinde soll in Vorleistung gehen und nicht warten, dass genug Gewerbe zusammenkommt. Ähnlich sieht er das im Bereich Wohnbau: Jetzt gebe es plötzlich Neubaugebiete, warum vorher mehrere Jahre nichts?

Bauer: In Stachenhausen jetzt geologische Untersuchungen fertig, „das ist am Werden“. Nach vielen größeren Projekten seien jetzt Kapazitäten frei, dass man Wohnungsbau in Angriff nehmen kann.

20:10: Die Moderatoren lassen eine Abstimmung mit den Füssen durchführen – das Publikum soll für seinen Kandidaten trampeln. Dsa Stimmungsbild nach Lautstärke: Ungefähr gleichstark. Es ist aber eindeutig eine Grüppchenbildung in der Halle zu hören – die Anhänger der Kandidaten sitzen beieinander.

20:12: Die Moderatoren nennne den Kandidaten einen Teilort und erwarten ein Projekt: Bei Eberstal stockt Bauer, in Diebach ist sein erstes Projekt der Dank an die Wähler. Schmitt will in Dörrenzimmern erstmal das Vertrauen der Bürger wiederherstellen. In dieser Runde verliert auch Schmitt einmal den Faden.

20:15: Umgang mit dem Gemeinderat, Samstagssitzung des Gemeinderats:
Bauer betont, dass er die nächste Sitzung bewußt am Samstag angesetzt hat, damit man ihm nicht vorwerfen kann, er wollte Themen erst nach der Wahl besprechen. Schmitt will mehr demokratische Mitwirkung bei der Auswahl der Themen im Gemeinderat und will durch frühzeitige Information den Gemeinderät:innen mehr Zeit zur inhaltlichen Auseinandersetzung geben.

20:20 Nochmals Bürgerfragen:

Warum hat Ingelfingen keinen Fahrdienst für Senioren?
Bauer: in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat zurückgestellt.
Schmitt: Andere Verkehrsthemen, Buslinien oder Haltestellen, sind unmittelbarer.

Frage an Schmitt: Angebote für Jugendliche, was kann Ingelfingen für 12-18 anbieten?
„Die Jugendlichen haben Ideen en masse“, Bikerpark, „Affenkäfig“ sind Vorschläge, die er bereits erhalten hat.

Frage an Bauer: Warum so viel Fluktuation im Gemeinderat. Wegen autoritären Führungsstils? Er sieht keine große Fluktuation, kann sich an zwei Personen erinnern, die den GR verlassen hätten. „Dass ich von oben herab regieren würde, sehe ich nicht. Alle werden gleich behandelt, egal wer es ist.“

Altersgerechte Spielgeräte für alle Altersgruppen, konkret für die Kleinsten im Alter von ein bis zwei Jahren:
Bauer antwortet erstmal auf einen Vorwurf, der nicht erhoben wurde: „Unsere Spielplätze sind in einem guten Zustand, diese Vorwurf lasse ich nicht gelten.“ Kleinkindschaukeln für die Jüngsten seien bestellt. Er ergänzt: „Wenn irgendwas ist, lassen Sie’s mich wissen. Ich kann nichts tun, wenn ich’s nicht weiss“.

Letztes Thema: Bildung und Schule, an Schmitt: Er will die Bildungmöglichkeiten vor Ort ausbauen, im Raum stehe ja, dass man in Ingelfingen auch Abitur machen kann. Die derzeitige Situation mit Schulwechsel nach Künzelsau sei suboptimal.

Letzte Frage an Bauer: Er widerspricht einer Bürgerfrage, nach der er im letzten Jahr gesagt haben soll, keine Lust aufs Amt zu haben und nicht mehr kandidieren zu wollen. Er hoffe, am 8. Mai gewählt zu werden.

ein letztes Stimmungsbild fragen die Moderatoren ab, bevor sie das Forum schließen: Das Forum hat den Menschen gefallen, keiner der Zuschauer will seine Meinung durch die Vorstellung geändert haben.

Armin Rössler und tamara Ludwig stellen fest, dass es am Sonntag wohl eng wird und beendet die Veranstaltung. Nicht alle gehen unmittelbar nach Hause – im Saal und vor der Stadthalle stehen die Menschn in Gruppen beoieinander und lassen die Veranstaltung Revue passieren.

Vor Ort: Matthias Lauterer