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Sperrung der Verbindungsstrecken Ohrenbach – Amrichshausen – Berndshausen verschoben

Aus organisatorischen Gründen verschiebt sich die Fahrbahndeckenerneuerung auf den Verbindungsstrecken der K 2302 und K 2303 zwischen Amrichshausen und Ohrenbach sowie Amrichshausen und Berndshausen vom 9. auf den 30. Mai. Dementsprechend müssen die beiden Strecken nun zwischen dem 30. Mai und 30. Juni 2022 gesperrt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor.

Die überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt nach Ohrenbach über Steinbach – Hermuthausen. Nach Berndshausen erfolgt die Umleitung über Mäusdorf – Nitzenhausen – Buchenbach – Bodenhof.




Kampfsport auf der Tagesordnung, aber auch „Grundlagen der Kulturrevolution von Rechts“

Am 09. und 10. April 2022 hat in Herboldshausen in der Nähe von Kirchberg an der Jagst erneut (GSCHWÄTZ berichtete) ein Treffen einer rechtsextremistischen Organisation stattgefunden – diesmal war es ein „Aktivistenwochenende“ der „Wackren Schwaben“, einer Untergruppierung der sogenannten Identitären Bewegung.

Am 20. April 2022 erlangte wiederum die kleine Gemeinde Bobstadt deutschlandweit Bekanntheit, als eine große Polizeiaktion rund um das Anwesen eines Bürgers, der wohl der Reichsbürgerbewegung zuzurechnen ist, stattfand. Dabei wurde ein Polizeibeamter durch Schüsse aus dem Anwesen verletzt, es wurde unter anderem eine große Menge von Waffen, Munition und nationalsozialistischen Devotionalien gefunden.

Bobstadt und Herboldshausen sind nicht weit weg …

In dem Haus in Herboldshausen finden regelmäßig solche Treffen von rechten oder rechtsextremen Gruppierungen statt, unter Teilnahme von namhaften Akteuren der rechtsextremen Szene. Das Haus gehört einem Haus, das wiederum einem „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“ (BfG) gehört und ein „Jugendheim“ sein soll. (GSCHWÄTZ berichtete)

… und Ingelfingen liegt in der Mitte

Bundesvorsitzende dieses Vereins BfG ist Gudrun Klink aus Ingelfingen, Ihr Mann Dr. Hartmut Klink verwaltet das „Jugendheim Hohenlohe“ in Herboldshausen – so berichtet es jedenfalls der Journalist Timo Büchner bei belltower news. Sonnhild Sawallisch, die Tochter der beiden, betreibt einen Verlag, dessen Programm den Zielen des BfG nahesteht. In Hohenlohe wurde Sawallisch politisch bekannt als Rednerin bei den Anti-Asyl-Demonstrationen von rund sechs Jahren in Öhringen.

Konspirative Zusammenkuft

Der Journalist Timo Büchner hat nun herausgefunden, dass Anfang April 2022 erneut ein Treffen einer sehr rechts gesinnten Gruppe, diesmal waren es „Wackre Schwaben“, in Herboldshausen stattgefunden hat – und das unter konspirativen Methoden: So war das Treffen für den Mai 2022 angekündigt – im Nachhinein wurde dann berichtet, dass das Treffen bereits stattgefunden habe. Außerdem hat er beobachtet,  dass die Teilnehmer sogar die Nummernschilder ihrer Autos abgeschraubt hatten, damit man sie nicht identifizieren kann.

Veranstaltung war den Behörden nicht bekannt

Stefan Ohr, Bürgermeister der Stadt Kirchberg, und das Polizeipräsidium Aalen bestätigen, dass sie von der Veranstaltung erst im Nachhinein erfahren haben. Aus der Mitteilung des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) geht das nicht direkt hervor, aber wenn es heißt, „dass der baden-württembergische Verfassungsschutz etwaige Erkenntnisse mit der Polizei und den Behörden vor Ort teilt“, dann muss man daraus schliessen, dass auch das LfV nichts von der Veranstaltung wusste – im Gegensatz zu Timo Büchner.

„Wackre Schwaben“ – eine Tarnorgansiation der „Identitären Bewegung“

Organisiert wurde das Wochenende von einer Gruppierung namens „Wackre Schwaben“ – der Landesverfassungsschutz kennt diese Organisation gut und ordnet sie der „identitären Bewegung“ zu:

„Die rechtsextremistische „Identitäre Bewegung“ tritt bislang vor allem durch gewaltfreie Aktionen in Erscheinung, beispielsweise durch Banneraktionen. Eine mögliche Radikalisierung der Gruppierung behält das Landesamt für Verfassungsschutz aufmerksam im Blick, gleichwohl wird die Gefahr einer Gewalteskalation seitens der „Identitären Bewegung“ aktuell als gering eingeschätzt. Die Online-Profile „wackre_schwaben“ auf Instagram und Telegram rechnet der baden-württembergische Verfassungsschutz der rechtsextremistischen „Identitären Bewegung“ (IB) zu.“

Als „Identitäre Bewegung“ bezeichnen sich laut wikipedia „mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ihrem Selbstverständnis nach einen sogenannten „Ethnopluralismus“ vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen, ethnisch homogenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Fachjournalisten, Wissenschaftler und Verfassungsschützer beschreiben solche Vorstellungen als „Rassismus ohne Rassen“ und ordnen die Gruppen dem Rechtsextremismus zu.“ Diese Positionen sind nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, daher wird die IB in Deutschland vom Verfassungsschutz überwacht. Diese Positionen decken sich aber überwiegend mit denen des Vereins BfG.

Identitäre Bewegung wird weniger transparent

Der Verfassungsschutz bemerkt in letzter Zeit eine Veränderung im Auftreten und der Strategie der Gruppierung:

„In den vergangenen Monaten hat die IB mehrere Online-Profile unter Namen wie „pforzheim_revolte“, „aktiv.konstanz“ oder eben „wackre_schwaben“ eingerichtet, die nicht auf den ersten Blick als IB-Profile zu erkennen sind. Dies ist Teil eines angestrebten Strategiewechsels innerhalb der gesamten deutschsprachigen „Identitären Bewegung“. So plant die Gruppierung weniger transparent aufzutreten und ihre hierarchische Organisationsform aufzubrechen. Hintergrund sind, neben dem Symbol-Verbot in Österreich seit dem August 2021, auch das Verbot der Partnerorganisation „Génération identitaire“ in Frankreich im März 2021 sowie zahlreiche Sperrungen entsprechender Social-Media-Konten.“

Das konspirative Zusammentreffen in Herboldshausen passt also gut in das Bild, das der Verfassungsschutz beschreibt, es sieht so aus, als würde zumindest ein Teil der IB in den Untergrund gehen.

„Wackre Schwaben“ betreiben Kampfsport und die „Kulturrevolution von Rechts“

Etwa 30 Teilnehmer, weit überwiegend Männer, sollen es gewesen sein. Kampfsport stand auf der Tagesordnung, aber auch über „Grundlagen der Kulturrevolution von Rechts“ oder „Metapolitik“ wurde diskutiert – so berichten es jedenfalls die Teilnehmer in ihren Chatrooms in den sozialen Medien.

Wichtige Veranstaltung

Das „Aktivistenwochende“ in Herboldhausen muß für die Organisation ein sehr wichtiges Treffen gewesen sein, schließt Büchner, denn gleichzeitig fand auch eine „Frühjahrsakademie“ statt, an der Führungskräfte der Identitären Bewegung wie Götz Kubitschek oder Martin Sellner angekündigt waren – eigentlich eine Pflichtveranstaltung für engagierte Mitglieder. Ein weiteres Zeichen für ein konspiratives Ablenkungsmanöver. Dass die Veranstaltung in Herboldshausen wichtig war, schließt Büchner auch daraus, dass bekannte Größen der „Szene“ anwesend waren.

Reaktionen auf die Ereignisse von Bobstadt

Einen Anlass zur Veränderung des Vorgehens von Ordnungsamt der Stadt Kirchberg und der Polizei bezüglich der Umtriebe in Herboldshausen sehen die Behörden vorläufig nicht. So teilt Stefan Ohr mit: „Eine Neubewertung wäre evtl. geboten, wenn ein Zusammenhang zwischen den Vorgängen in Bobstadt und den Treffen in Herboldshausen erkennbar wäre. Dies ist nicht der Fall.“ Der Pressesprecher des PP Aalen, Jonas Ilg sagt lakonisch: „Ein Zusammenhang zu der Veranstaltung in Herboldshausen ist aktuell nicht erkennbar“.

Parallelen zwischen der Entwicklung der Reichsbürgerbewegung und den Identitären

Warum es allerdings einen unmittelbaren Zusammenhang benötigt, wo doch genügend Parallelen in der Entwicklung der beiden Gruppen, Reichsbürger und Identitäre, sichtbar sind, müssen sich die Behörden fragen lassen. Rechtsextremisten, die bereits vom Verfassungsschutz beobachtet werden und die immer konspirativer werden, sind nicht wirklich harmlos.

Schweigen ist nicht das Mittel der Wahl

Auch in Bobstadt, wo rechte Aktivitäten seit mindestens 2016 bekannt waren, wurde lange Zeit ähnlich abgewiegelt. Selbst Die ZEIT berichtet darüber:  „Der Bürgermeister schwärmte vom leidenschaftlichen Engagement des Vizeortsvorstehers [der z.B. ein Konzert mit einer Rechtsrock-Band organisierte, Red.], die meisten Bürger schwiegen.“

Was sich aus dem Schweigen entwickelt hat, ist bekannt: Inzwischen prüft der Generalbundesanwalt einen staatsgefährdenen oder terroristischen Hintergrund und sucht nach Vernetzungen und Verstrickungen des Bobstadter mutmaßlichen Täters und seiner Umgebung in andere rechte Milieus – vielleicht auch zu den Identitären.

Verfassungsschutz ist vorsichtiger als die lokale Polizei

Selbst der vielgescholtene Verfassungsschutz ist bei der Beurteilung der Identitären Bewegung und der „Wackren Schwaben“ vorsichtiger, beobachtet einen Strategiewechsel und spricht von „aktuell“ geringer Gefahr einer Gewalteskalation, aber auch von einer möglichen Radikalisierung. Allerdings sind auch im Zusammenhang mit der „IB“ viele Straftaten bekanntgeworden – wenn auch vielleicht keine schweren Gewalttaten.

Auch Reichsbürger sind lange nicht durch Gewalt aufgefallen

Auch die Anhänger der „Reichsbürgerbewegung“, der die Bobstadter Gruppe zugerechnet wird, wurden lange als harmlose, sogar ein wenig liebenswerte, Exzentriker abgetan. Das hat sich spätestens 2016 geändert, als ein Reichsbürger in Georgensgmünd bei Nürnberg einen Polizeibeamten erschoß.

Timo Büchner ist das Pseudonym eines Journalisten, der sich insbesondere mit der rechten Szene im nördlichen Baden-Württemberg und Franken befasst.

LfV über die Identitäre Bewegung: Verfassungsschutz BW 

Text: Matthias Lauterer

 




Künzelsauer Innenstadt Ausgang Richtung Kocherbrücke für Autos gesperrt

Seit Donnerstag, den 05. Mai 2022 ist die B 19 im Verlauf Lindenstraße –Konsul-Uebele-Straße in Künzelsau voraussichtlich bis Freitag, 20. Mai 2022 gesperrt. Dort wird die Fahrbahndecke erneuert. Dann sind die Baumaßnahmen im Bereich Kocherbrücke und B 19 in der Künzelsauer Innenstadt abgeschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Für von der Sperrung der Lindenstraße und Konsul-Uebele-Straße betroffene Anwohner stehen die Parkplätze auf den Wertwiesen sowie
die öffentlichen Stellplätze im Stadtbereich zur Verfügung. An der  Aumühle können entlang der Straße Autos innerhalb der Grünfläche
parken – die Begrenzungsstämme wurden entsprechend verschoben. Parkausweise können nicht ausgestellt werden. Damit die Arbeiten zügig abgeschlossen werden können, muss auch die Ausfahrt von der Hauptstraße Richtung Kocherbrücke gesperrt bleiben.

Am Unteren Markt ist zwar eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge geschaffen worden, die Empfehlung ist jedoch, von Norden über die
Kocherbrücke zum Wertwiesenparkplatz zu fahren, dort zu parken und zu Fuß in die Innenstadt zu kommen. Die Läden, Geschäfte und
Gebäude in der unteren Hauptstraße, dem Unteren Markt, sind während der gesamten Bauzeit erreichbar. Die Baumaßnahme ist ein Projekt des Regierungspräsidiums Stuttgart. Trotzdem bittet die Stadtverwaltung sämtliche Umstände und
Beeinträchtigungen zu entschuldigen und bedankt sich für das Verständnis.




Doch keine Bierpreisbremse in Schwäbisch-Hall

Groß war das mediale Echo, als der Gemeinderat der Stadt Schwäbisch-Hall in seiner Sitzung vom 23. April 2022 als erste deutsche Stadt eine „Bierpreisbremse“ verabschiedet hatte (GSCHWÄTZ berichtete). Besonders freuten sich über die Schlagzeilen die Anhänger der „Die PARTEI“, die diese Bierpreisbremse schon bei der letzten Bundestagswahl weit vorne in ihrem Programm plaziert hatte.

Antrag kann nicht umgesetzt werden

Einheimische und Touristen, die sich schon auf billliges Bier in den Gaststätten der Stadt gefreut hatten, muss die Stadtverwaltung nach Prüfung leider enttäuschen – die Mittel stehen einfach nicht zur Verfügung, teilt die Stadtverwaltung mit:

„Die Mittel sind somit mit Abschluss des Haushaltsjahres 2021 verfallen.“

„Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn auch aus dem Gemeinderat eigene Ideen zur Unterstützung des Handels und der Gastronomie entwickelt werden. Den konkreten Vorschlag einer „Bierpreisbremse“ und den Beschluss in der Sitzung am Mittwoch hat die Stadtverwaltung nun geprüft.

Die Mittel für das vom Gemeinderat beschlossene Maßnahmenpaket zur Belebung der Innenstadt nach der Corona-Pandemie im Höhe von einer Million Euro wurden am 5.7.2021 außerplanmäßig bereitgestellt.
841.670,90 Euro der Mittel sind bewirtschaftet worden. Die restlichen zur Verfügung stehenden Mittel sind zum Ende des Haushaltsjahres nicht in das neue Haushaltsjahr übertragen worden, hierzu gab es auch keinen Antrag von Seiten des Gemeinderats. Die Mittel sind somit mit Abschluss des Haushaltsjahres 2021 verfallen.

Für den Beschluss des Gemeinderats zur Einführung der „Bierpreisbremse“ steht somit keine Finanzierung zur Verfügung und eine Umsetzung der „Bierpreisbremse“ ist nicht möglich.“

Fehleinschätzung der Verwaltung

Kurios mutet der folgende Satz aus der Stellungnahme der Verwaltung an: „Die Stadtverwaltung hatte den Antrag des Stadtrats Finger zum entsprechenden Tagesordnungspunkt eingestellt. Die Verwaltung ist jedoch aufgrund des satirischen Inhalts des Antrags nicht davon ausgegangen, dass aus der Mitte des Gemeinderats hierzu eine Abstimmung gefordert wird.“

Leider keine Antwort

Auf die Frage, ob die Stadt Schwäbisch-Hall die „Bierpreisbremse“ als Marketinginstrument nutzen will, etwa als Sonderaktion bei einem Fest, ist die Verwaltung leider nicht eingegangen.

Text: Matthias Lauterer




9-Euro-Monatsticket für den Nahverkehr auch für Schüler-Abos

Die Bundesregierung hat aufgrund steigender Energiekosten beschlossen, im Rahmen eines Entlastungspaketes ein besonderes Angebot für Bus und Bahn einzuführen: das 9-Euro-Ticket. Es soll für die Monate Juni, Juli und August 2022 zum Preis von jeweils 9 Euro pro Monat deutschlandweit im öffentlichen Nahverkehr gültig sein.

NVH Abonnenten müssen nichts tun

Alle NVHAbonnenten, so auch die Inhaber eines SunshineTickets oder einer KidCard im Abo, profitieren ebenfalls von der Sonderaktion. Sie müssen nichts unternehmen. Wir buchen während der Monate Juni und Juli für die SunshineTickets und KidCards im Abo ganz einfach nur 9 Euro statt des üblichen Preises ab.
Wer das Sunshine
Ticket bzw. die KidCard im Abo das ganze Schuljahr (durchgehend von September 2021 bis Juli 2022) bezogen hat, erhält das Bonusticket im August 2022 wie in den Vorjahren kostenlos, d.h. es wird im August nichts abgebucht. Das Bonusticket kann im August als 9EuroTicket deutschlandweit im Nahverkehr genutzt werden.
Wer kein ganzes Schuljahr
bezogen hat, kann im August das 9EuroTicket im Barverkauf erwerben.

Infos

Mehr Infos erhalten Sie auf der Homepage des HNV: 9-Euro-Monatsticket für den Nahverkehr (h3nv.de). Dort beantwortet der HNV die häufig gestellten Fragen dazu.
Für weitere Informationen steht das Team des NVH montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 07940/9144-0 oder
info@nvh.de gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung Nahverkehr Hohenlohe




Kinderschminken für den guten Zweck am Künzelsauer Stadtlauf

Kinderschminken für den guten Zweck am Künzelsauer Stadtlauf am Samstag, den 07. Mai 2022, von 11.00 bis 15.00 Uhr in der Hauptstraße 27 in Künzelsau, vor der Hohenloher Hörakustik.

Gegen eine Spende verzaubern wir  Kindergesichter in Löwen, Zebras oder bunte Schmetterlinge. Jede Teilnehmer:in bekommt einen Gutschein für die Ausstellung Bongai Shamwari Art, die derzeit in den Redaktionsräumen des GSCHWÄTZ, Gaisbacher Str. 6, in Künzelsau zu sehen ist. Wunderschöne afrikanische Skulpturen, Holzschnitzereien und Gemälde aus Zimbabwe lassen in den Kontinent Afrika eintauchen.

Alle Erlöse gehen an den Verein Bongai Shamwari e.V. Für bedürftige und behinderte Kinder in Zimbabwe. Info unter www.bongai-shamwari.org

Kontakt

Christa Zeller

  1. Vorsitzende

0160 9203 799

bongaishamwari@gmail.com

 

 




Kurse, Workshops und Vorträge für Ehrenamtliche

Ab sofort ist der Hohenlohekreis auf der landesweiten Bildungsplattform für ehrenamtlich Engagierte vertreten. Unter www.qualifiziert-engagiert-bw.de/kuen gibt es einen Überblick über das vielseitige Angebot an Kursen, Workshops, Vorträgen und Austauschtreffen zur Weiterbildung im Ehrenamt.

Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Die Plattform wird vom Landkreistag Baden-Württemberg getragen, ihr Aufbau erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Integration.

Unentgeltlich einsetzen

„Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger und wertvoller Bestandteil des öffentlichen Lebens im Hohenlohekreis. Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer freien Zeit unentgeltlich für andere Menschen einsetzen und für gesellschaftliche Belange engagieren, sind unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Das spüren wir insbesondere in schweren Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise. Angebote zur Weiterbildung stellen dabei einen wichtigen Bestandteil dar – zur Unterstützung, Motivation und auch Würdigung ihres Einsatzes. Daher bin ich froh, dass durch den Aufbau der Bildungsplattform neue Wege beschritten werden können, das Engagement zu fördern und sichtbar zu machen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth.

Gemeinsames Projekt der Wohlfahrtsverbände

Auf den Weg gebracht wurde die Bildungsplattform im Hohenlohekreis als gemeinsames Projekt der Liga der freien Wohlfahrtsverbände und des Landratsamtes. Beteiligt sind die AWO Pflege und Betreuung, die Caritas Heilbronn-Hohenlohe, der Paritätische Kreisverband Hohenlohe, der Diakonie Kreisverband Hohenlohekreis, der DRK Kreisverband Hohenlohe, das Hohenloher Integrationsbündnis 2025 und die Servicestelle für aktive Bürger des Landratsamtes. Unter dem Dach der „Ehrenamtsakademie im Hohenlohekreis“ erstellen sie seit 2016 ein gemeinsames Bildungsprogramm für ehrenamtlich Engagierte.

Online-Kurse

„Ziel der Ehrenamtsakademie ist es, das ehrenamtliche Engagement im Hohenlohekreis zu unterstützen, zu fördern und anzuerkennen“, erklärt Susanne Walz von der Servicestelle für aktive Bürger. „Durch gemeinsame Planung sind die Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und werden gemeinsam weiterentwickelt. Mit der Bildungsplattform für Engagierte kann dieses Netzwerk nun erweitert werden.“

Die Expertin hat auch einen besonderen Tipp für die aktuelle Corona-Zeit: „Aufgrund bestehender Kontaktbeschränkungen lohnt sich auch der Blick auf die Angebote anderer Landkreise. Denn viele Kurse finden online statt und können unabhängig vom Wohnort genutzt werden.“

Mit dem Start der Bildungsplattform sind Vereine, Institutionen und Organisationen im Hohenlohekreis, die mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten oder Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche durchführen, eingeladen, ihre Bildungsangebote auf der Homepage einzustellen. Ehrenamtlich Engagierte können sich online über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.

Weitere Auskünfte gibt es bei Susanne Walz und der „Servicestelle für aktive Bürger“ im Landratsamt Hohenlohekreis: susanne.walz@hohenlohekreis.de, Tel.: 07940 18-747

 

 

 

 

 




Ehrenamtliche bieten Sprachcafé für ukrainische Flüchtlinge an – großer Andrang

Es waren die ukrainischen Frauen im Krankenhaus Künzelsau, die an Ostern zu den Ehrenamtlichen, die sie betreuen gesagt haben, sie möchten gerne so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen. Und da die offiziellen Sprachkurse damals noch gar nicht gestartet haben, haben sich nun Ehrenamtliche gefunden, die nun dienstags und donnerstags nachmittags ein Sprachcafé im Krankenhaus Künzelsau anbieten.

Helfer:innen gesucht

Diese Woche ging es nun an den Start mit großem Erfolg. Insgesamt befinden sich derzeit rund 50 Menschen aus der Ukraine im Krankenhaus in Künzelsau – vorwiegend Frauen und Kinder, eine große Mehrheit ging zum freiwilligen ersten Laien-Deutschkurs. Die Ehrenamtlichen freut es, sind aber auch dankbar, wenn sich ein oder zwei weitere Helfer:innen finden würden, die entweder übersetzen  oder beim Sprachcafé mithelfen und Basics der deutschen Sprache spielerisch vermitteln. Man braucht hierfür keine pädagogische Ausbildung.

Wer Interesse hat, darf gerne die Redaktion GSCHWÄTZ kontaktieren. Wir leiten den Kontakt dann weiter:

WhatsApp. 0172/68 78 474

Mail: info@gschwaetz.de

Tel.: 017940/94 555 7




Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg geht nach Forchtenberg

Am 04.Mai 2022 verleiht Wirtschaftsministerin Dr. Nicole HoffmeisterKraut die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für herausragende unternehmerische Leistungen um die badenwürttembergische
Wirtschaft
an sechs Persönlichkeiten und sieben Unternehmen. 

Ehrung geht an Susanne Henkel aus Forchtenberg

Eine dieser Persönlichkeiten ist Susanne Henkel aus Forchtenberg,  Geschäftsführerin der dortigen Richard Henkel GmbH. 

Unternehmen hat seine Marktnische gefunden

Die Richard Henkel GmbH ist ein klassisches Metallunternehmen, das seine Leistungen, beispielsweise Schleifen, Strahlen und Pulverbeschichtung, anderen Unternehmen zur Verfügung stellt. Auf der anderen Seite bedient das Unternehmen erfolgreich eine Marktnische: Die Stahlrohrmöbel des Unternehmens stehen in den Entspannungsbereichen vieler moderner Bäder und Spas – und wie man weiß, kann man in einer Nische gutes Geld erwirtschaften.

Stahlrohrmöbel im Schwimmbad. Foto: Fa. Henkel

„Einmal kaufen – ein Leben lang Freude“

Besonderen Wert legt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit. In der Produktion setzt man beispielsweise auf kurze Wege, wenig Transport und lokale Lieferanten. Diese lokale Strategie sorgt in der aktuellen schwierigen Lage auf den Beschaffungsmärkten dafür, dass die Firma lieferfähig ist – obwohl „die Bude brennt“.

„Einmal kaufen – ein Leben lang Freude“, damit warb die Firma schon vor vielen Jahren. Sie bietet an, die Möbel von der Neubeschichtung des Rahmens bis zur Bespannung wieder aufzuarbeiten und damit die Lebensdauer zu verlängern. Die Bespannung und die sonstigen Kunststoffteile werden recycelt und weitergenutzt.

70 Jahre alte Möbel werden aufbereitet

Susanne Henkel berichtet, dass ihre „wunderbaren Kunden“ sogar Möbel von 1950 aufarbeiten lassen: „70 Jahre Stahl gespart“, sagt sie. Ihr ist es persönlich wichtig, ihren Beitrag zum Schutz des Planeten leisten zu können, denn „Jetzt reichts, wir müssen unsere Kugel retten“.

Susanne Henkel ist kaum in der Öffentlichkeit

Die öffentliche Aufmerksamkeit sucht Susanne Henkel nicht. Vor rund 10 Jahren war sie allerdings medial präsent, bis hinein in den SPIEGEL hat sie es geschafft.

2013 erscheint eine SPIEGEL-Story über Susanne Henkel. Foto: Screenshot spiegel.de

Damals traf sie nach einer Boom-Phase der Firma eine ungewöhnliche Entscheidung: „So eine Wachstumsphase, die wollen wir nicht mehr.“ Zuviel betriebliche Kultur war in dieser Phase auf der Strecke geblieben: „Wir hatten keine Zeit mehr für Gespräche zwischen den Mitarbeitern, aus denen ja oft neue Ideen entstehen.“ Sie stellte sich damals die Frage „Brauchen wir mehr Umsatz oder mehr Ertrag?“ und ist für ihr Unternehmen zu der Überzeugung gekommen, unternehmensintern am Ertrag zu arbeiten, mittels technischer Innovationen und nachhaltiger Prozesse, die zusammen mit dem Kunden auf gemeinsamen Ertrag ausgerichtet werden.

„Wachstum“ neu definieren

Diesen Ansatz fährt sie bis heute. Sie will die Definition des „Wachstums“ neu denken, der Umsatz allein sei nicht die richtige Kenngröße: „Im Inneren des Unternehmens gibt es viele Ressourcen, die man in den einzelnen eigenen Prozessen schöpfen kann“, wird Henkel zitiert. Gewinne nicht aus immer höheren Verkaufszahlen, das ist ihr Ziel. Der Ertrag steht vor dem Umsatzwachstum, so erzielt Susanne Henkel Profit – ein Ansatz, der sich in den Lehrbüchern noch nicht durchgesetzt hat.

Familienunternehmen seit 1922

Seit 1922 besteht das Unternehmen und beschäftigt recht konstant rund 50 Mitarbeiter. Susanne Henkel ist Juristin und übernahm 1983 die Leitung des Familienunternehmens, weil ihr Vater schwer erkrankt war. Seitdem führt sie zusammen mit ihrem Bruder Kai das Unternehmen.

„Wir brauchen uns. Anders gehts nicht.“

Die Wirtschaftsministerin ehrt Susanne Henkel, doch die will das nicht so stehen lassen, bezieht in die Ehrung die gesamte Belegschaft und ihren Bruder Kai mit ein: „Wir brauchen uns. Anders gehts nicht.“

Text: Matthias Lauterer




Breitbandausbau in Bretzfeld und Kupferzell: über 5 Millionen Euro Förderung

Die Gemeinden Bretzfeld und Kupferzell erhalten insgesamt über 5 Millionen Euro Fördergelder des Bundes für den Breitbandausbau. Dies erfuhr der Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser (SPD) am Montag, dem 2. Mai durch den Projektträger des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.

Schnelle Breitbandverbindungen als Standard 

Alle Menschen in Deutschland müssen sich auf moderne Standards verlassen können. Dazu gehören schnelle Breitbandverbindungen. Daher freue ich mich über die Förderungen für unsere Kommunen“, so Kevin Leiser.

Im Rahmen des Förderprogramms zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland fördert der Bund mit 4.284.699 Euro für den Anschluss von Haushalten sowie 632.218 Euro für den Anschluss von Unternehmen in Bretzfeld und 250.277 Euro für den Anschluss von Unternehmen in Kupferzell jeweils 50 Prozent des Gesamtbedarfs. Die Mittel
aus dem Förderprogramm stellt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr zur Verfügung. 

Pressemitteilung Kevin Leiser MdB.