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Rotes Licht, grünes Licht: Spiel um Leben und Tod – Der Netflix-Hit aus Südkorea geht in die dritte Runde

Netflix’ größter nicht-englischsprachiger Serienhit meldet sich mit einem Paukenschlag zurück. „Squid Game Staffel 2“ übertraf mit 68 Millionen Views in der Premiere-Woche den bisherigen Rekordhalter, „Wednesday“, der 2022 50,1 Millionen Views verzeichnete. Damit landet die neue Staffel direkt auf Platz 1 der globalen Netflix-Charts und dominiert in 92 Ländern.

Südkoreanische Kultur der westlichen Kultur erstaunlich ähnlich

Das gelang bislang noch keinem südkoreanischen Film. Für den Riesen-Erfolg auch im Westen gibt es gute Gründe. Zunächst ist die südkoreanische Kultur der westlichen erstaunlich ähnlich. Der Film kritisiert auf brachiale Weise den Kapitalismus, die Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit, die extremen Unterschiede zwischen den wenigen Superreichen und dem Arbeitervolk und bringt die menschlichen Abgründe zum Vorschein, wenn es ums Überleben geht.

Eine überdimensionale Puppe singt

Auch der Film selbst spielt mit extremen Ambivalenzen. Während die ärmsten der Armen bei einem Spiel von Superreichen mitspielen, bei dem am Ende ein großes Preisgeld oder der Tod winkt, erklingt sanfte klassische Musik. Die Spieler müssen sich in für Südkorea typischen Kinderspiele wie „rotes Licht, grünes Licht“ beweisen, das wir auch in Deutschland etwas abgewandelt und unter anderen Namen kennen. Dabei geht es darum, dass man sich nur bewegen darf, solange eine überdimensionale Puppe singt:“ Rotes Licht, grünes Licht“. Wer sich danach noch bewegt, wird erschossen.

Die Erschießungsszenen werden detailgetreu gezeigt

Der Film zeigt detailgetreu die Erschießungs- und Sterbeszenen, ebenso wie die Entnahme der Organe zwecks Organspenden im Back office. Die Kurzserie ist ab 16 Jahren, könnte aber auch für FSK 18 vorstellbar sein.

Warum fasziniert diese Kurzserie, die nun in die zweite Staffel-Runde bei Netflix gestartet ist (die dritte Staffel soll im Juli erscheinen) so viele Menschen?

Wozu Menschen fähig sind, wenn sie in die Enge getrieben werden

Aufgrund der aktuellen Krisen, Kriege, Klimawendel überall auf der Welt wird unsere kapitalistische Lebensweise zunehmend von vielen Menschen kritisch betrachtet und viele sehnen sich nach einem neuen gesellschaftlichen Modell. Die Schere zwischen Arm und Reich wird stetig größer und dass Menschen, wenn sie in die Enge getrieben werden, keinen Ausweg mehr sehen, zu allem fähig sind, wissen wir spätestens seit Adolf Hitler.

Diverse Nachahmer aus anderen Ländern – auch aus den USA soll Squid Game noch folgen

Der Film ist daher wesentlich mehr als ein brachiales Abgemetzel. Er ist zugleich Psychostudie von Menschen an sich. Wozu sind Menschen bereit, wenn sie etwa am finanziellen Abgrund stehen? Wozu sind sie bereit, wenn es ums nackte Überleben geht? Das Besondere dabei ist die Universalität, also die Übertragbarkeit der Reaktionen und Handlungen auf viele Kulturen und Länder. Andernfalls wäre der Film nicht weltweit so erfolgreich. Mittlerweile gibt es nicht nur zahlreiche Nachahmerspiele in den sozialen Kanälen.

Auf Netflix läuft bereits Squid Gam – The Challenge – eine Reality-Spielshow aus Großbritannien mit dem Original als Vorlage. Die Spieler werden dabei zwar nicht erschossen, sondern scheiden beim Verlieren nur aus, dennoch herrscht auch hier ein ungemeiner psychosozialer Druck zu gewinnen, weil viele aus schwierigen finanziellen Verhältnissen kommen und / oder dem Gruppendruck bzw. der Gruppendynamik nicht zurechtkommen.

Deutsche Kinderspiele etwa mit: „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“?

Es wird sicher mehr lange dauern, dann folgen sicherlich amerikanische, wenn nicht sogar auch deutsche Kopien des Squid-Game-Erfolgs – mit dementsprechend typischen Kinderspielen aus Deutschland und den USA. Das Gute dabei ist, dass man sich seiner eigenen Kinderspiel-Kultur damit bewusst wird. Was hat man als Kind typischerweise gespielt? In Deutschland könnte man sich als Squid-Game-Spiele etwa „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“, Reise nach Jerusalem, Eierlauf oder Sackhüpfen vorstellen – ein großer Kindergeburtstag für Erwachsene quasi – nur dass es dabei um alles oder nichts geht.




Feuer, Feuer – Millionenschäden durch Feuerwerks-Einschläge in Baden-Württemberg

Die Schäden gehen in die Millionenhöhe. Allein in Baden-Württemberg richteten Silvesterraketen auch in diesem Jahr wieder einen Schaden in Höhe von mehrere Millionen Euro an. Manche Menschen verloren dabei ihr Dach über dem Kopf.

Allein das Polizeipräsidium Offenburg berichtet in einer ersten Bilanz von fast 320 Einsätzen und 230 Notrufen zwischen 18 und 6 Uhr am Neujahrsmorgen. Mehrere Brände beschäftigten Feuerwehr und Rettungsdienste. Darüber hinaus gab es rund 20 Streitigkeiten und Körperverletzungen, was laut Polizei in diesem Fall eine eher ruhigere Silvesternacht darstellt.

In Lahr-Kippenheimweiler (Ortenaukreis) hat eine Rakete wohl erst einen Balkon- und dann einen Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus ausgelöst. Die Flammen hatten von einem Balkon auf die Wohnung übergegriffen, die nicht mehr bewohnbar ist. Der Sachschaden wird auf ungefähr 100.000 Euro geschätzt. Auch in Offenburg brannte eine Wohnung in der siebten Etage eines Hochhauses. Das Feuer war ebenfalls auf dem Balkon ausgebrochen und hatte auf die Wohnung übergegriffen. Die Einsatzkräfte schätzen den Schaden auf 50.000 Euro.

In Achern-Mösbach brannten kurz nach Mitternach ein Lager und ein Wohngebäude. Auch hier ist das Haus unbewohnbar, der Schaden soll im Millionenbereich liegen. Verletzt wurde in allen Fällen niemand, so die Polizei.

In Offenburg könnte ein 25-Jähriger Teile einzelner Fingerglieder verlieren, weil er einen Böller unsachgemäß angezündet haben soll. Er kam mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus, der Zustand der Hand ist noch unklar. In Kehl ist eine Streife der Bundespolizei aus einer Personengruppe heraus mit Feuerwerkskörpern beschossen worden. Mehrere Streifen konnten die Verursacher feststellen, ein Mann wurde angezeigt, weil er eine Schreckschusswaffe unerlaubt dabei hatte.

Auch in Stuttgart gab es diverse Brände von Gebäuden aufgrund von Silvesterraketen (siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=CzrXFSAPF6I)

In Deutschland kann man an Silvester Feuerwerk als Privatperson kaufen und abfeuern. In Polen ist dies sogar das ganze Jahr möglich.

In vielen anderen Ländern wie etwa Frankreich, den USA oder Australien ist das private Böllern nicht erlaubt.

Angesichts der tausenden von Verletzten und unzähligen Bränden wird das Böller-Tabu für Privatpersonen jedes Jahr auch in Deutschland diskutiert. Auch Tierschutzverbände unterstützen das Verbot. Die Mehrheit der Deutschen ebenfalls. Bislang konnte sich jedoch keine Bundesregierung dazu durchringen, ein dementsprechendes Gesetz zu erlassen.




„Ey, die schießen“ – „Ne, das war ein Böller“ – Polizei erschießt 38-Jährigen in einem Bagger nach mutmaßlicher Amokfahrt

Laut Polizei war es eine „mutmaßliche Amokfahrt“: In Baden-Württemberg hat ein Mann einen Bagger gestohlen und damit Menschen verletzt und Fahrzeuge beschädigt. Die Polizei stoppte ihn durch Schussabgabe, der Mann starb wenig später (hier geht es zum Video).

In Grünsfeld (Main-Tauber-Kreis) hat ein Mann am Dienstag gegen 13 Uhr auf dem Gelände einer Baufirma einen Bagger bestiegen und ist nach Tauberbischofsheim (ebenfalls Main-Tauber-Kreis) gefahren. Auf seiner Fahrt hat er laut Polizei drei Beamte leicht verletzt. Der Fahrer sei am Ende durch eine Schussabgabe gestoppt worden. Er sei reanimiert worden, aber noch vor Ort gestorben. Das bestätigte eine Polizeisprecherin der „Deutschen Presse-Agentur“. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg ermittelt zum Schusswaffengebrauch der Beamten.

Die Beamten seien lediglich leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatte eine Sprecherin von einer schwer verletzten Beamtin berichtet. Die Beamtin sei bei dem Vorfall eingeklemmt worden und sei nun dienstunfähig. Sie habe aber zwischenzeitlich das Krankenhaus verlassen können. Über die anderen beiden verletzten Beamten waren zunächst keine Details bekannt.

Auf dem Gelände der Baufirma habe der Fahrer das komplette Bauinventar zerstört, so eine Polizeisprecherin. Bei seiner Fahrt nach Tauberbischofsheim beschädigte er anschließend mehrere Streifenwagen und andere Fahrzeuge sowie Gebäude. Ein Polizeisprecher geht von einem „Millionenschaden“ aus.

Der Mann arbeitete in der Vergangenheit bei der Baufirma, auf deren Gelände er wütete, so die Polizei. Die Ermittler gehen derzeit nicht von einem politischen Hintergrund aus. Ob eine psychische Erkrankung hinter dem Vorfall steckt, konnte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 38-Jährigen. Das teilte die Polizei am Dienstagabend mit.

Die Polizei schrieb auf X kurz nach der Tat von einer „mutmaßlichen Amokfahrt“. Nähere Hintergründe waren zunächst nicht bekannt. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, so die Polizei.

https://youtube.com/shorts/PHREBY4Knrk?si=KPnfTu4h-OArXhTa




Reichster Deutscher ist ein Hohenloher: Würth verdrängt Kühne von Platz eins

Reinhold Würth hat Klaus-Michael Kühne vom ersten Platz auf der Ranking-Liste der aktuell reichsten Deutschen verdrängt. Laut Statista führt die Familie Würth mit 37.4 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Kühne mit 37,1 Milliarden US-Dollar. Auf dem dritten Platz landet Lidl-Gründer Dieter Schwarz.

Carmen und Reinhold Würth. Foto: GSCHWÄTZ

Dieter Schwarz.

Während die Familie Würth mit dem Handel von Baumaterialien zu großem Reichtum gelangt ist, hat Kühne das Logistikunternehmen Kühne und Nagel groß werden lassen.v1958 trat Kühne ins Speditionsunternehmen der Familie ein, und 1963 wurde er mit 26 persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) und Teilhaber. Bei der Umwandlung von Kühne + Nagel in eine Aktiengesellschaft wurde er 1966 Vorstandsvorsitzender und verlegte 1969 den Firmensitz in die Schweiz. Seine Holding hält zudem beträchtliche Anteile an Unternehmen wie Hapag Hapag-Lloyd AG, der Lufthansa AG[1], der Brenntag SE[2], der Flix SE[3] sowie der HSV Fußball AG.

Klaus-Michael Kühne.

Am 20. April 2025 feiert Reinhold Würth seinen 90. Geburtstag. Kühne ist zwei Jahre jünger. Auch Dieter Schwarz wurde in den 1930ern geboren. Er wird im kommenden Jahr 86 Jahre. Eine Generation also, die den Staffelstab an die nachfolgende übergibt – in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten.

Man darf demnach gespannt sein, wie sich die Unternehmen neu ausrichten – unter anderem hinsichtlich künstlicher Intelligenz, Quantentechnology und dem schwierigen Wirtschaftsstandort Deutschland. Bedeutend für all diese Unternehmen wird sicher auch die Neuwahlen sein. Wichtig wäre hier ein klares, positives Signal an den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Dieter Schwarz belegt Platz 3 auf der Liste. Auf der Seite Europeen Leaders steht über ihn geschrieben: „Dieter Schwarz was born in Heilbronn, Germany, in 1939, to father Josef Schwarz. Schwarz’s father was the co-founder of the Schwarz-Gruppe, or Lidl & Schwarz grocery in 1930. After finishing high school Schwarz joined his father’s business, basing his business strategy on the success of his biggest competitors Aldi Nord and Aldi Sued. He opened his first Lidl discount store in Ludwigshafen, Germany, in 1973. Following his father’s untimely death in 1977, Schwarz took over as Lidl’s Chairman and CEO. Shortly after he came to power, he bought the naming rights from Ludwig Lidl, knowing that if you want to create an empire, you must do it on your own.“ [übersetzt: Dieter Schwarz wurde 1939 in Heilbronn geboren. Sein Vater war der Mitbegründer von der Lidl-& Schwarz-Supermartkgruppe. Nach der Schule begann Dieter Schwarz in der Firma seines Vaters. Aldi diente ihnen als Vorbild für die Ausrichtung ihrer Firma. Den ersten Lidl-Discounter eröffneten sie in Ludwigshafen 1973. Nachdem sein Vater 1977 gestorben war, wurde sein Sohn sein Nachfolger. Kurz danach kaufte er die Namensrechte des Mitbegründers Ludwig Lidl.“]

Platz 4 der Rangliste belegt Andreas von Bechtolsheim mit Familie. Der in 1955 am Ammersee geborene Unternehmer wanderte in den 1970er Jahren ins Silicon Valley aus. Er war Mitbegründer von diversen Computer-Start-ups in den 1980er Jahren und einer der ersten Investoren bei Google mit 100.000 Euro. Das war im Jahr 1998. Mittlerweile sind seine Anteile mehr als 500 Millionen Euro wert.

Andreas von Bechtolsheim

Auf Platz 5 und 6 landen die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt. Susanne Klatten ist die Tochter des Industriellen Herbert Quandt und seiner dritten Ehefrau Johanna Quandt. 1978 wurde ein Entführungsversuch auf sie und ihre Mutter von der Polizei verhindert.[2] Nach dem Tod ihres Vaters erbte sie im Jahr 1982 zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Stefan dessen Vermögen, darunter Anteile an der BMW AG.

Susanne Klatten.

Stefan Quandt.

Karl Albrechts Familie darf 1,59 Milliarden US-Dollar ihr eigen nennen und kommt damit auf Platz 7 des Rankings. Albrecht war mit seinem Bruder Theodor der Gründer von Aldi Süd und der Discount-Erfinder. Aldi ist die Abkürzung der Wörter „Albrecht“ und „Discount“. Karl starb 2015, sein Bruder 5 Jahre vor ihm.

Karl Albrecht

Danach folgen der Rangliste Hasso Plattner mit Familie sowie Andreas und sein Bruder Thomas Strüngmann. Plattner ist Mitbegründer des IT-Unternehmens SAP.Die Brüder Strüngmann haben ihre Milliarden in der Pharmabranche verdient. Einen großen Anteil daran hatte Biontech. Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat seit seiner Gründung im Jahr 2008 einen rasanten Aufstieg hingelegt und gilt als globaler Vorreiter bei mRNA-basierten Immuntherapien. Doch schon lange vor dem Corona-Impfstoff und der Kursexplosion im Laufe der Pandemie sind die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin insbesondere zwei Investoren aufgefallen: den Zwillingen Andreas und Thomas Strüngmann, die ursprünglich mit der Gründung des Pharmaunternehmens Hexal erfolgreich wurden.

Hasso Plattner

Dr. Thomas und Dr. Andreas Strüngmann in einer Aufnahme aus dem Jahr 2003.

Schon 2008 hätten sie sich Sahins Plan zur Krebsbekämpfung mithilfe von mRNA-Technologie angehört und gedacht: „Das ist es“, berichtet das „Manager Magazin“. Seit dem Kursanstieg von Biontech im Zuge der Pandemie, zählen die Strüngmanns, die rund 45 Prozent der Anteile halten, zu den reichsten Deutschen.

 

 

 




Schwerer Unfall auf Höhe des Edeka

Am Freitagabend ereignete sich ein schwerer Unfall in Niedernhall auf Höhe des Supermarktes Eedka, Es gab wohl einen Frontalzusammenstoß aus bislang noch unbekannter Ursache. Mehrere Fahrzeuge waren wohl beteiligt.

Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei waren vor Ort.

 




Einbruch in Einfamilienhaus in Holderrainweg

Am Donnerstag brachen Unbekannte in Künzelsau in ein Einfamilienhaus ein. Zwischen 09.30 Uhr und 14.30 Uhr hebelten die Einbrecher die Eingangstüre des Gebäudes in dem Holderrainweg auf und verschafften sich so Zutritt. Anschließend wurden die Räumlichkeiten komplett durchsucht, bevor die Täter in Richtung Stadtmitte flüchteten.

Ein Zeuge konnte gegen 12.15 Uhr zwei männliche Personen in Richtung des Wohnhauses laufen sehen. Laut Aussagen des Zeugen war eine der Personen circa. 1,70-1,75 Meter groß. Auffällig war sein länglicher Kopf. Bekleidet war diese Person mit einer grauen Kapuzenjacke, einer dunklen Hose und weißen Schuhen. Der andere Mann war circa. 1,65-1,70 Meter groß und mit einer weinroten Jacke mit grünen Ärmeln sowie ebenfalls einer dunklen Hose bekleidet.

Wer hat im Tatzeitraum rund um den Holderrainweg verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Hinweise gehen unter der Telefonnummer 07940 940-423 an das Polizeirevier Künzelsau.

Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn




Die Augen verschließen vor der derzeit zweitstärksten Partei ist keine gute Idee

Die Kanzlerkandidaten Scholz und Merz im großen TV-Duell – Habeck und Weidel in einem weiteren? So planen es ZDF und ARD. Doch der Grünen-Kanzlerkandidat Habeck lehnt das entschieden ab. Alice Weidel dagegen würde sich am liebsten verbal  mit allen duellieren.

Kein Wunder, ist die Wirtschaftsexpertin vermutlich allen drei Herren rhetorisch überlegen – lediglich Merz könnte ihr noch das Wasser reichen.

Das Ausklammern tut nicht gut, sondern gießt noch mehr Öl ins Feuer

Doch das Ausklammern der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel im Spitzenduell um die Kanzlerschaft tut der ARD und dem ZDF nicht gut. Tatsache ist: Die AfD ist derzeit die zweitstärkste Kraft bei den aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl 2025.

Die Presse weiß, um die rhetorische Versiertheit Weidels und befürchtet vermutlich schlimmstes, lässt man sie länger zu Wort kommen als nötig. Schlimmstenfalls redet sie nicht nur Scholz und Habeck an die Wand, sondern auch noch Merz. Und was dann? Umgekehrt muss man jedoch sagen, bewirkt man bei Währer:innen genau das Gegenteil, wenn man offensichtlich versucht, die AfD in den Wahlkampf ein möglichst kleines Spotlight zu geben. Derzeit gehen bereits diverse Videoclips von der AfD und ihren Anhängern viral mit dem Märtyrer-Heiligenschein auf dem Kopf, ganz nach dem Motto: Wir sind zu gut, keiner traut sich anscheinend, sich gegen uns in einem TV-Duell zu messen.

„Wir hatten ein solches Duell im Vorfeld klar ausgeschlossen“

Daniel Tapp, Sprecher von Alice Weidel, sagt dazu gegenüber der BILD: „Dass die AfD als  Partei mit den aktuell zweitbesten Umfragewerten wieder in Ameisen-Runden verschwinden soll, werden wir juristisch prüfen.“

Robert Habecks Sprecher wiederum ließ ausrichten: „Wir hatten ein solches Duell im Vorfeld klar ausgeschlossen und auch mitgeteilt, dass wir eine Einladung nicht akzeptieren werden.“ Gründe für die Ablehnung eines solchen Duells nennt er nicht.

Die Parteien sollten im Wahlkampf versuchen, inhaltlich zu punkten und nicht Bashing zu betreiben

Wie „Table.Media“ erfahren haben will, soll Olaf Scholz dafür verantwortlich sein, dass sein Vizekanzler nicht dabei sein darf beim Kanzlerduell und es kein Triell mit ihm gibt. Er habe die TV-Sender sozusagen „erpresst“. Scholz habe demnach ein Duell gegen Merz zur Bedingung gemacht, dass er teilnimmt. Die Wut beim Koalitionspartner kocht nach diesem Bericht hoch. „Das verschlägt mir wirklich die Sprache“, schreibt der grüne Bundestagsabgeordnete Johannes Wagner. Er unterstellt Scholz via X „Angst, nicht gegen Habeck anzukommen“.

Nach Habecks kategorischem Nein und Scholz‘ anscheinendem Nein zu einem Triell oder gar einem Aufeinandertreffen aller vier Spitzenkandidaten kann es nun passieren, dass es lediglich ein Duell zwischen Merz und Scholz geben wird.

Hat Scholz den TV-Sender erpresst?

Fakt ist: Wir werden uns darauf einstellen müssten, dass die AfD entweder eine sehr starke Oppositionspartei in der neuen Regierung stellen wird oder – das wäre aktuell jedoch noch sehr unwahrscheinlich – sie käme sogar in die Regierung, wenn es sich Merz doch noch einmal anders überlegt und sich am Ende mit der AfD anstatt mit der SPD zusammentut, oder aber wenn die AfD so viele Stimmen sammelt, dass es zu einer Koalition mit dem Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) reichen würde für eine Mehrheit. Die wahrscheinlichere Alternative ist jedoch derzeit eine CDU-geführte Regierung mit der SPD und der FDP im Gepäck.

Die Ampel-Parteien und die CDU täten jedenfalls gut daran, sich nicht mehr weiter gegenseitig zu diffamieren, wie unlängst die Entgleisung von Olaf Scholz, als er Friedrich Merz despektierlich „Fritze“ nannte – für einen Bundeskanzler ist das ein Kindergarten-Geschwätz, bei welchem man sich nicht wundern braucht, dass die Wähler:innen kopfschüttelnd und genervt ihr Kreuz woanders machen. Oder wie Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel 2018 im Bundestag süffisant bemerkte: „Das Schöne in einer Demokratie ist, dass jeder über das redet, was er für das Land als wichtig hält.“




Fristlose Kündigungen bei Würth

Vor dem Heilbronner Arbeitsgericht trafen am Montagnachmittag ein fristlos gekündigter IG-Metall-Vertrauensmann und Anwälte der Künzelsauer Würth-Gruppe aufeinander. Nach 15 Minuten war der Gütetermin aber schon wieder zu Ende. Die Würth-Anwälte werfen dem 51-Jährigen Metaller vor, er habe Unterschriften gesammelt, Mitarbeiter aber nicht richtig aufgeklärt, was sie unterschreiben. Das sei ein massiver Täuschungsvorgang, eine Kündigung alternativlos, so die Sicht des Arbeitgeberanwalts. Der gekündigte Mitarbeiter war 27 Jahre lang bei Würth beschäftigt. Er war im Hochregallager als Kommissionierer tätig. Zum Fall wollte er sich vorerst nicht näher äußern.

Unterschriftenliste empörte wohl Reinhold Würth

Der IG-Metall-Vertrauensmann sagt, er habe alle entsprechend informiert. 287 Mitarbeiter hatten bei der Aktion unterschrieben. Laut IG Metall ging es etwa um Arroganz von Führungskräften in der Logistik und fehlende Wertschätzung. Die Unterschriftenliste war Reinhold Würth bei einer Betriebsversammlung überreicht worden, das habe bei ihm für Empörung gesorgt, so ein Würth-Anwalt beim Gütetermin. Im März wird es in diesem Fall einen ausführlichen Kammertermin vor dem Arbeitsgericht geben. Zwei weitere in dem Fall fristlos gekündigte Würth-Betriebsräte der IG Metall haben im neuen Jahr ihre Gütetermine.

Angespanntes Verhältnis zwischen Würth und IG Metall

Vor Ort im Arbeitsgericht war auch der erste Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall, Uwe Bauer. Man könne in dem weiteren Prozess ganz genau darlegen, dass an den Vorwürfen nichts dran sei, so Bauer. „Spannend“ sei, dass es immer IG-Metall-Betriebsräte oder -Vertrauenspersonen betreffe. Und zwar immer Beschäftigte, so Bauer, die sich für Beschäftigte einsetzen.

„Man hat die Würth-Unternehmenskultur heute so hochgehalten, wie wichtig das wäre. Bei der IG Metall scheint man dann aber eine Grenze zu ziehen.“ Uwe Bauer, Erster Bevollmächtigter IG Metall Schwäbisch Hall

Auseinandersetzung vor Betriebsratswahl

2022 hatte es im Vorfeld der Betriebsratswahlen bei Würth tatsächlich erhebliche Spannungen zwischen der Gewerkschaft und Reinhold Würth gegeben. Würth hatte damals seine Beschäftigten schriftlich dazu aufgefordert, ihre Stimme „nicht jenen Kandidaten zu geben, die für die Einnahmenbilanz einer Gewerkschaft wichtig sind.“ Die IG Metall hatte damals widersprochen und gesagt, natürlich lebe man von Mitgliedsbeiträgen. Es gebe aber auch „das beste und geilste Produkt: nämlich gute Arbeitsbedingungen.“ Reinhold Würth hatte 2022 zudem betont, sein Unternehmen habe über Jahrzehnte ohne die Gewerkschaft bessere Konditionen für die Belegschaft geboten als andere Unternehmen.

Würth weist Vorwürfe zurück

Die jetzt erhobenen Vorwürfe der IG Metall weist das Unternehmen zurück. Aufgrund des laufenden Verfahrens äußere sich Würth aber nicht zu Details und grundsätzlich nicht öffentlich zu Vertrags- oder arbeitsrechtlichen Sachverhalten, heißt es. Der Würth-Betriebsrat habe den Kündigungen zugestimmt. Die Inhalte eines IG-Metall-Flugblatts kommentiere man nicht.

„Ein offener Umgang miteinander ist Kern der Unternehmenskultur bei Würth. Das schließt Kritik und die Diskussion dazu selbstverständlich ein.“ Statement Würth-Pressestelle

Die Unternehmenskultur der Würth-Gruppe baue auf einem gemeinsamen Werteverständnis auf, das die Zusammenarbeit im Unternehmen auf das Fundament von gegenseitigem Respekt, Berechenbarkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen stelle, betont das Unternehmen.

IG Metall: Würth-Mitarbeiter sollen „mundtot“ gemacht werden

Nach Angaben der IG Metall handelt es sich bei allen drei gekündigten Beschäftigten um Mitarbeiter aus der Logistik-Abteilung. Ihnen sei fristlos gekündigt worden, um sie „mundtot“ zu machen, so der Vorwurf. Der Geschäftsleitung gehe es darum, Interessenvertreter mürbe zu machen, heißt es in einem Flugblatt weiter. Schon früher habe es „völlig sinnlose Abmahnungen“ gegeben, etwa wegen eines aufgehängten Thermometers mit IG Metall-Logo.

Reinhold Würth rechnet mit starkem Gewinneinbruch in Schrauben-Imperium

Der Spezialist für Montage- und Befestigungsmaterialien spürt die Auswirkungen der Konjunkturkrise deutlich. Unternehmenspatriarch Reinhold Würth erklärte der Deutschen Presse-Agentur in Künzelsau, er rechne für das ablaufende Geschäftsjahr mit einem Rückgang des Vorsteuerergebnisses um 25 bis 30 Prozent. Im Jahr 2023 hatte dieses noch bei 1,4 Milliarden Euro gelegen.

Für 2024 wird ein leicht sinkender Umsatz erwartet – Würth geht von einem Minus von zwei Prozent aus. Im Jahr 2023 lag der Umsatz noch bei 20,4 Milliarden Euro.

Reinhold Würth macht die Machtübernahme Trumps Sorgen

Der 89-jährige Unternehmer zieht sich zunehmend aus seinem Lebenswerk zurück. Bereits Anfang Oktober hatte er bei einer Feier zu seinem 75. Arbeitsjubiläum angekündigt, den Vorsitz des Stiftungsaufsichtsrats zum 1. Januar 2025 an seinen Enkel Benjamin Würth zu übergeben.

Um die Zukunft des Familienunternehmens macht sich Reinhold Würth keine Sorgen. „Wir haben immerhin eine Eigenkapitalquote, die bei 48 Prozent liegt. Das Unternehmen ist sehr gesund. Wir haben neun Milliarden Eigenmittel in der Bilanz stehen“, erklärte er.

Aktuell seien die Lagerbestände der Kunden abgebaut, wodurch diese weniger bestellt hätten. Doch irgendwann sei der Punkt erreicht, an dem sie nachbestellen müssten. „Aber was mir viel mehr Sorgen macht, ist natürlich die politische Weltsituation. Ich meine diese Ukrainekrise, die Machtübernahme von Trump in den USA.“




Großeinsatz Personensuche in Künzelsau/Belsenberg

Die Löschgruppe Künzelsau wurde zu einer Personensuche auf die B19 zwischen Künzelsau und Belsenberg gerufen. Nach einem Verkehrsunfall hatte sich eine verletzte Person vom Unfallort entfernt.

Die Feuerwehr suchte das Gebiet großräumig ab, wurde aber nicht fündig. Daraufhin wurde eine Drehleiter nachgefordert, um das Gebiet nochmals von oben mit der Wärmebildkamera abzusuchen. Auch dies blieb erfolglos.

Nach Rücksprache mit der Polizei löste sich die Feuerwehr nach knapp zwei Stunden aus dem Einsatz heraus.

Die Person wurde später von der Polizei leicht verletzt im Stadtgebiet vorgefunden.

 




Nichts aus Katar gelernt

Die FIFA hat die WM 2034 an Saudi Arabien vergeben. Diverse Fangruppierungen  zeigten sich entsetzt.

Das Turnier im Jahr 2030 wird erstmals in sechs Nationen auf drei Kontinenten ausgetragen. Spanien und Portugal werden das Turnier gemeinsam mit Marokko ausrichten – daneben sollen aufgrund des 100-jährigen WM-Jubiläums Spiele auch in Uruguay, Paraguay und Argentinien stattfinden.

Die Vergabe erfolgte online in einer Abstimmung für beide Endrunden per Akklamation, auch der Deutsche Fußball-Bund stimmte dafür. Die Abstimmungen für die beiden Bewerbungen fanden ohne Konkurrenz statt.

Fifa-Präsident Gianni Infantino äußerte sich leidenschaftlich und dankte schon vor der Vergabe allen Beteiligten für den „historischen Kompromiss“, der die „Welt vereinen“ werde. „Das ist eine Botschaft der Einheit in einer geteilten Welt.“

2034 soll die WM dann in Katar stattfinden. Kritiker werfen dem Gastgeber Saudi-Arabien vor, die Fußball-WM nutzen zu wollen, um von der Kritik an der Menschenrechtslage in dem Land abzulenken. Aktivisten weisen auf die hohe Zahl an Hinrichtungen in dem Land hin. Zudem gibt es Foltervorwürfe, die Einschränkung der Rechte von Frauen und Angriffe auf die freie Meinungsäußerung.

In Saudi-Arabien finden bereits mehrere hochkarätige Sportveranstaltungen statt, darunter Rennen der Formel 1, die vom saudischen Staatsfonds finanzierte Golf-Tour LIV und die WTA Finals, der Saisonabschluss der Frauen-Tennisspielerinnen.

Auch die Austragung in Katar 2022 sorgte bereits für großen Unmut unter den westlichen Staaten – und das nicht nur, weil die Spiele im deutschen Winter stattfanden, sondern auch hier wurde die prekäre Menschenrechtssituation öffentlich diskutiert.

Klar ist: Katar und Saudi Arabien sind reiche Staaten. Die Fans, die sich deswegen die Spiele nicht anschauen, werden der FIFA finanziell nicht weh tun. Die Einnahmen dürften dagegen enorm sein. Vielleicht gibt es wieder das ein oder andere öffentliche Statement im Rahmen der Meisterschaft, wie kritisch wie als Westen die Menschenrechtslage dort sehen. Das war es dann aber auch. Solange das Geld rollt, ist doch alles gut.