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„Menschen in Schwäbisch Hall und Hohenlohe werden spürbar mehr Geld im Portemonnaie haben“

Der Ukraine-Krieg hat enorme Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Deutschland. Steigende Preise für Energie belasten Haushalte und Betriebe akut. „Mit unseren Entlastungsmaßnahmen werden die Menschen in der Region nun spürbar mehr Geld im Portemonnaie haben“, sagt der Bundestagsabgeordnete Valentin Abel.

Unterstützung der arbeitenden Mitte

„Die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel sowie die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro werden der arbeitenden Mitte besonders helfen.“ Allein das Entlastungspaket, das das Bundeskabinett in dieser Woche verabschiedet hat, entlastet Bürgerinnen und Bürger um über 18 Milliarden Euro. Für die Unterstützung von Unternehmen bei gestiegenen Energiekosten stellt der Bund weitere fünf Milliarden Euro bereit. „Und auch der Kinderbonus von 100 Euro und das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr sind nun auf den Weg gebracht. Letzteres ist zudem ein deutliches Signal für einen starken ÖPNV“, freut sich der Mobilitätspolitiker Abel.

Nicht alle Kriegsfolgen können aufgefangen werden

Bereits im Februar hatte die Ampel-Koalition beschlossen, Arbeitnehmer und Selbständige über eine Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages, des Grundfreibetrages und der Pendlerpauschale spürbar zu entlasten. „Damit zeigen wir, dass wir Verantwortung wahrnehmen, alle Menschen im Blick haben und über mehrere Milliarden Euro umfangreich entlasten“, erklärt Abel. Dennoch sei klar, dass nicht alle finanziellen Folgen des Ukraine-Krieges aufgefangen werden können.

Pressemitteilung Valentin Abel MdB




Ausstellung „Dinge mit Bedeutung“

Im Rahmen der OpenCampusNight am Campus Künzelsau, Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn (HHN) können alle Besucher*innen die Ausstellung „Dinge mit Bedeutung“ der Masterstudierenden im Studiengang Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit, Sportmanagement erleben. In nur wenigen Wochen haben die Studierenden im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung „Aktuelle Aspekte im Kultur- und Freizeitmanagement“ eine Ausstellung geschaffen, die sich mit Dingen mit besonderer Bedeutung für ihre Familien, Freunde oder Verwandte auseinandersetzt.

Die Geschichten der Dinge mit Bedeutung

Was bleibt von den Dingen, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln: Vor diesem Hintergrund fragten die Studierenden in ihrem persönlichen Umfeld, „Welches Ding hat für Dich eine besondere Bedeutung?“. Auf welche Antworten sie gestoßen sind, zeigt diese Ausstellung.

Jedes Ding bringt dabei eine eigene Geschichte mit, die kulturelle und traditionelle Zugehörigkeiten ebenso wie soziale und individuelle Erlebnisse und Lebenserfahrungen der Menschen widerspiegeln, denen die Gegenstände gehören. Sie schaffen Erinnerungen, die nicht verloren gehen sollen; der materielle Wert ist also nicht entscheidend.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Alle Programmpunkte sowie weitere Informationen zur OpenCampusNight unter https://www.hs-heilbronn.de/campusnight-kuen.

Pressemitteilung Hochschule Heilbronn




Forchtenberg feiert wieder

Nach zweijähriger Pause, öffnen am 03. und 04. Juni 2022 die Forchtenberger Keller wieder ihre Türen. 11 Lokalitäten laden dazu ein, nach Herzenslust zu schlemmen und dass ein oder andere leckere Getränk zu genießen.

Live-Musik – wie lange mussten wir darauf verzichten – in acht Kellern bekommen Sie wieder was auf „die Ohren“ und wir freuen uns, Ihnen ganz unterschiedliche Musik- und Stilrichtungen präsentieren zu können.

Quelle: Pressemitteilung Forchtenberger Nacht der Keller Orga-Team




Immernoch kein Go für Freiflächenphotovoltaik in Steinbach

Erneut stand am 10. Mai 2020 im Gemeinderat Künzelsau die Photovoltaikanlage (PV-Anlage)  „Steinbach II“ auf der Tagesordnung. Beantragt war, den Aufstellungsbeschluß für die Änderung des Bebauungsplans zu fassen.

„Hausaufgaben“ aufgegeben

Bereits vor einigen Monaten wurde das Projekt im Künzelsauer Gemeiderat vorgestellt: Ein ansässiger Landwirt will auf seinen Flächen zwischen Steinbach und Amrichshausen durch eine Projektgesellschaft eine PV-Anlage errichten lassen.

Geplanter Standort zwischen Amrichshausen und Steinbach. Foto: GSCHWÄTZ

Im Unterschied zu anderen derartigen Projekten in Künzelsau will er die Anlage allerdings nicht selber betreiben, sondern die Fläche an den Betreiber zu verpachten. Zum damaligen Zeitpunkt waren verschiedene Punkte noch nicht geklärt, unter anderem fehlte das Einverständnis des Regionalverbandes und das Konzept zur Bürgerbeteiligung war dem Gemeinderat nicht detailliert genug.

Gemeinderat schaut sich die Hausaufgaben gut an

Am 10. Mai 2022 trat Hans-Georg Pfisterer, Geschäftsführer der Projektgesellschaft SolNet, erneut vor den Gemeinderat. Er konnte berichten, dass der Regionalverband zwischenzeitlich dem Projekt zugestimmt hat und dass bezüglich der Eigenbeteiligung eine Regelung mit dem Landwirt getroffen wurde. Auch sei geklärt, dass der Sitz der Betreibergesellschaft Künzelsau sein werde. Für die Beteiligung der Bürger schlug er ein Crowdfunding vor, sodass sich Bürger für 3,6 Prozent Verzinsung für fünf Jahre über ein nicht näher spezifiziertes Darlehen an der Projektgesellschaft beteiligen könnten. Die BaFin müsse den Prospekt vorab genehmigen, insofern sei eine Sicherheit gegeben, denn „Crowfunding ist etwas, da gibts keine festen Regeln für“, so Pfisterer.

Diese Art der Bürgerbeteiligung entsprach ziemlich genau dem Vorschlag, der schon bei der ersten Projektvorstellung gemacht wurde und dem der Gemeinderat bereits damals einige Skepsis entgegenbrachte.

„Keine Bürgerbeteiligung – keine Zustimmung“

Und so widersprach auch Boris d’Angelo: „Ich kann da nur bei einer echten Beteiligung zustimmen. Das ist keine Beteiligung, sondern ein Geldeinsammeln. Eine Beteiligung umfasst zum Beispiel Stimmrechte“, meinte er und stellt den Antrag, die Abstimmung über den Aufstellungsbeschluß so lange zurückzustellen, bis ein Konzept zu einer wirklichen Beteiligung vorliegt. „Keine Bürgerbeteiligung – keine Zustimmung“, sagt d’Angelo.

Forderung nach echter Beteiligung

In dieselbe Kerbe schlägt auch Hans-Jürgen Saknus und zitiert ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts, nach dem es zulässig sei, eine wirtschaftliche Beteiligung von Bürger:innen und Gemeinden zur Voraussetzung zu machen. Das sei eine klare Forderung nach einer echten Beteiligung, findet er.

Wirtschaftliche Beteiligung: Der Einleger ist direkt am Ergebnis und am Risiko des Unternehmens beteiligt, steigt der Strompreis, erhält der Einleger mehr Rendite. Wird die Anlage etwa bei einer Naturkatastrophe zerstört, trägt der Anleger wirtschaftliches Risiko.

Darlehen: Der Einleger stellt dem Betreiber eine Summe für eine festgelegte Zeit zur Verfügung und erhält dafür eine vorab vereinbarte Verzinsung. Steigt der Strompreis, hat der Einleger nichts davon. Bei einer Insolvenz des Unternehmens trägt der Einleger ebenfalls das Risiko des Verlusts seiner Einlage.

Ernst Bürkert will eine Abstimmung und meint, dass man die Voraussetzungen mit der Bürgerbeteiligung im Nachgang nochmals angehen solle.

Plötzlich doch unternehmerische Beteiligungen möglich

Pfisterer wirft noch ein, dass die spätere Betreibergesellschaft, die IB Vogt GmbH, auch echte unternehmerische Beteiligungen bis zu 49 Prozent anbieten könne. „Erst den Startschuß geben, man kann das dann im Verfahren klären“, sagt er. Es ist klar, warum er einen Beschluss will, denn er steht unter Zeitdruck: Die beiden noch offenen PV-Ausschreibungen durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) finden am 01. Juni und 01. September statt – bis dahin benötigt er den Aufstellungsbeschluß, sonst kann er sich an der PV-Aussschreibung der BNetzA zum 01. Juni nicht bewerben.

Große Mehrheit will den Bebauungsplan noch nicht aufstellen

Das überzeugt die Mitglieder des Gemeinderates nicht und so stimmt eine große Mehrheit von 16 Gemeinderät:innen für den Antrag Boris d’Angelos.

Weitere offene Fragen, etwa „Was passiert, wenn die Betreibergesellschaft veräußert wird?“, müssen daher in dieser Sitzung nicht mehr geklärt werden – das Projekt wird in einer der folgenden Sitzungen wieder auf die Tagesordnung kommen.

„Hausaufgaben“ nicht gut gemacht

Pfisterer hatte dem Gemeinderat bereits bei der ersten Projektvorstellung nicht zugehört, jetzt dürfte auch der Termin 01. Juni 2016 für den Zuschlag der Bundesnetzagentur nicht mehr zu erreichen sein.

Text: Matthias Lauterer




Sindringen im Zeichen der Keramik

Nach corona-bedingter Pause findet in diesem Jahr der weithin bekannte Sindringer Töpfermarkt wieder in gewohnter Manier unter freiem Himmel statt.

Über 70 Aussteller

Angesagt haben sich über 70 Töpferinnen und Töpfer, die von Kunstwerken bis zur Gebrauchskeramik, vom einfachen Becher bis zur originalgetreuen Tierskulptur fast alles zeigen, was das Handwerk und die Kunst der Töpferei ausmacht.

Publikum als Jury

Wie immer bewertet auch dieses Jahr das Publikum die im alten Rathaus ausgestellten Stücke.

 

 




Forchtenberg: Museen öffnen am Internationalen Museumstag

Im Rahmen des Internationalen Museumstags öffnen folgende Museen in Fochtenberg von 11 bis 17 Uhr ihre Türen für eine Entdeckungstour oder Führung:

Kocherwerk: Allgemeine Führung 14 Uhr, 16:30 Uhr,
// Technik Führung 13 Uhr, 15:30 Uhr
Dr. BergerHeimatmuseum: Führung 15 Uhr

Arnold Archiv: Führung jederzeit von 1117 Uhr

Kernhaus: Führungen 13 Uhr, 16 Uhr

Backhaus: Führungen 12 Uhr, 15 Uhr

Friedhofskirche: Führungen14 Uhr, 16 Uhr

Entdecken Sie bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt
Forchtenberg und tauchen Sie ein in die Geschichte des Ortes.

Kocherwerk Haus der Verbindungstechnik

Das Kocherwerk ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins der Förderer des
Schrauben und Befestigungsclusters. Der Gebäudekomplex rund um die „Rote Mühle“ gilt als die Wiege der Schraube, denn hier wurden ab 1898 die ersten Schrauben der Firma L. & C. Arnold produziert. Ausgehend von dieser Keimzelle haben sich bis heute rund 30 Firmen mit über 10.000 Mitarbeitern herausgebildet. Entdecken Sie ein einmaliges Stück Wirtschaftsgeschichte!

Dr. Berger Heimatmuseum

Ernsbach
+ Tatsächlich die Urzelle der Industrialisierung Hohenlohes?

+ Die Heimat zahlreicher herausragender Persönlichkeiten?

+ Ort interessanter Grabungsfunde wie der Frau ohne Kopf?

+ Nofretete (fast) zum Anfassen viel näher als in Berlin?

Arnold Archiv

Die Stammfabrik von L. & C. Arnold galt um 1900 als die größte Eisenmöbelfabrik Europas. Nicht nur Krankenhausmöbel sondern auch der Biergartenstuhl Nr. 2 eroberte die Welt. Die zur Produktion notwendigen Schrauben wurden ab 1898 in Ernsbach produziert. L. & C. Arnold ist damit die älteste Schraubenfabrik in Hohenlohe und 1914 die modernste in Deutschland. Entdecken Sie die Ursprünge, Entwicklung und Bedeutung der Firmengeschichte im hauseigenen Archiv.

Kernhaus

Das Kernhaus in Forchtenberg zeigt den Besucher*Innen Heimatgeschichte, eine Übersicht über die Werke der Künstlerfamilie Kern, Erinnerungen an Hans und Sophie Scholl sowie handwerkliche Geräte.

Backhaus

Es war eine Sensation, als man die BackhausTurmuhr im Zuge von Renovierungsarbeiten fand. Möglicherweise ist sie eine der ältesten Uhren der Welt. Nach aufwendiger Restaurierung wurde sie wieder an ihren ursprünglichen Platz unter dem Glockenturm gebracht. Sie trägt die Inschrift: „ANNO 1692 FORCHTENBERGER STATT GLOCKE“. Umgangssprachlich heißt sie „Rappel“ oder „Armsünderglöckchen“.

Friedhofskirche

Jahrhundertelang blieben die Freskenbilder mit einer Kalkschicht überstrichen, bis sie um 1950 sichtbar gemacht wurden. Sie zeigen Szenen aus dem Marienleben, der Leidensgeschichte Jesu und vom Heiligen Michael. Grabmäler handeln in Wort und Bild von Menschen in ihrer Zeit und spiegeln die alte Friedhofskultur.

Ausklang

Zum Ein und Ausklingen laden ein das Bistro im Kocherwerk in Ernsbach, der Ochsengarten in Forchtenberg und Krone in Sindringen.

Weitere Informationen über den Internationalen Museumstag unter Internationaler Museumstag.

 




Dörrenzimmern ruft zur 777-Jahr-Feier

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Vollsperrung Eberbach und Simprechtshausen 17./.18. Mai

Wegen Vorarbeiten zur Fahrbahndeckenerneuerung muss die Verbindungsstrecke der K 2304 zwischen Eberbach und Simprechtshausen von Dienstag, 17. Mai 2022, bis einschließlich Mittwoch, 18. Mai 2022, gesperrt werden.

Die überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt über Eberbach – Buchenbach – Berndshofen – Heimhausen nach Simprechtshausen.

Aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten kann die Linie 24 im genannten Zeitraum sämtliche Haltestellen in Eberbach und Simprechtshausen nicht bedienen. Am Dienstag, 17. Mai 2022, können die entsprechenden Fahrten zur ersten Unterrichtsstunde bis 8.30 Uhr noch durchgeführt werden.




Kindermusical in Künzelsau

Sind Punkte oder Streifen so entscheidend darüber, Freunde zu werden? Diese Frage beantworten die Zebras und Giraffen in der Geschichte über die Freundschaft. Ein Kindermusical mit afrikanisch-grooviger Musik. „Tuishi pamoja“ ist Swahili und bedeutet:“Wir wollen zusammen leben.“ Es singen und spielen der Kinderchor und die Band der städtischen Jugendmusikschule Künzelsau. Leitung: Susanne Koch und Stefan Bender, Lehrerin und Lehrer an der Jugendmusikschule.

Die Aufführung am Samstag, den 14. Mai 2022 beginnt um 16 Uhr. Einlass in die Stadthalle Künzelsau ist um 15 Uhr, Einlass in den Saal um zirka 15.30 Uhr. Das Stück für Zuschauer ab vier Jahren dauert ungefähr 60 Minuten. Der Förderverein für die Musikschule Künzelsau e.V. bewirtet die Besucher. Die zweite Aufführung am Montag, 16. Mai 2022 ist bereits ausverkauft.

Eintrittskarten zum Preis von drei Euro sind bei Renate Kilb zu haben, E-Mail mailto:renate.kilb@kuenzelsau.de , Telefon 07940 129-121. Der günstige Eintrittspreis ist möglich, weil die Albert Berner-Stiftung das städtische Kinderkulturprogramm unterstützt.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Zum Foto:

Der Kinderchor und die Band der städtischen Jugendmusikschule Künzelsau singen und spielen. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Landrat Neth: „Der Bundespräsident hat den Richtigen ausgewählt“

Am Freitag, 06. Mai 2022, konnte endlich, nach pandemiebedingter Verzögerung, die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, genauer: des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, an Herbert Göker stattfinden. Die Pfarrscheune in Sindeldorf war fast zu klein, für die Menschen, die diesen Moment erleben wollten, schließlich hat Herbert Göker viele Menschen in ihrem Leben begleitet.

Viele Menschen wollten der Ehrung beiwohnen. Foto: GSCHWÄTZ

Vertreter der Sindeldorfer Vereine, der lokalen Politik, der Kreispolitik der Landespolitik, einige Unternehmer und „Banker“ und natürlich Herbert Gökers Familie waren gekommen.

Verdienste um das Gemeinwohl

„Göker engagiert sich seit vielen Jahren in herausragender Weise in den unterschiedlichsten Bereichen, in der Kommunalpolitik, im Vereinswesen, für Institutionen, für die Stärkung der Wirtschaft, für die Gemeinde Schöntal, für die gesamte Region und vor allem für das Gemeinwohl.“ – so steht es in der Einladung.

Die Entwicklung der Gemeinde maßgeblich geprägt

Bürgermeister Joachim Scholz. Foto: GSCWÄTZ

Ortsbürgermeister Joachim Stolz lobte vor allem Gökers Aktivitäten in der Ortspolitik, mit „Er hat als Stellvertreter vier Bürgermeister verschlis …, nein:  begleitet“ erweckt er wohl beim ein oder anderen Erinnerungen und bringt er  den Raum zum Lachen. In seiner Zeit als stellvertretender Bürgermeister leitete Göker auch krankheitsbedingt eine Zeitlang die Geschicke der Gemeinde.


Besonders hebt Stolz hervor, dass Herbert Göker „junge Menschen zur Verantwortung heranführt“. Er schließt mit „Herbert Gökers Wort hat in Schöntal Gewicht“.

Engagement

Landrat Dr. Neth erklärt, dass das Bundesverdienstkreuz „die Befähigung von besonderen Menschen anerkennt“. Er geht ein wenig näher auf das Wort „Engagement“ ein, das im französischen nicht nur den Einsatz für eine bestimmte Sache bezeichnet, sondern auch die „Verpflichtung“. Im Englischen bedeutet das Wort noch mehr, nämlich „Verbindlichkeit“ oder „Verlöbnis“ – alle diese Bedeutungen passen ganz hervorragend zu Göker, meint Neth: „Der Bundespräsident hat den richtigen ausgewählt.“

Landrat Dr. Matthias Neth. Foto: GSCHWÄTZ

Ein wenig detaillierter geht Neth auf Gökers gesellschaftliche Aktivitäten außerhalb der Politik ein, zuallererst nennt er die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde  Marigny-Saint-Marcel: „Das ist die Idee von Europa, dass wir in freundschaftlicher Hinwendung beisammen sind“, sagt Neth.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist Gökers Engagement bei den Genossenschaftsbanken, wo er seit Jahren viele Ämter bis hin zum Aufsichtsratsvorsitzenden bekleidet hat.

„Die Kreisgrenze ist nicht die Grenze seines Denkens“

Gökers Tätigkeit als Unternehmer, seine Mitwirkung in Gremien der IHK, oder seine Tätigkeit als Arbeits- und Handelsrichter runden Neths Beschreibung ab, er beschreibt das „Bild des ehrbaren Kaufmanns“.

Doch ein Haar in der Suppe

Der einzige, der ein Haar in der Suppe findet, ist Laudator Andreas Kreissl, ein Unternehmerkollege Gökers. Er bedauert, dass Göker sein Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis nach Hohenlohe verlegt hat.

Andreas Kreissl. Foto: GSCHWÄTZ

Mit „vor das Ehrenamt hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt“ weist Kreissl darauf hin, dass die ehrenamtliche Betätigung voraussetzt, dass man erstmal sich und seine Familie ernähren kann.  Das Ehrenamt selber erfordere „viele, viele Stunden, die nicht für Familie und Freund zur Verfügung stehen“ sagt er und ergänzt: „Ich bin sehr stolz auf Dich, dass Du Dir diese Zeit herausschneidest“.  Er selber habe oft darüber nachgedacht, wie Göker das hinbekomme – er schaffe das nicht.

Die Familie ist wichtig

Sichtlich bewegt präsentiert Herbert Gäker die Verleihungsurkunde. Foto: GSCHWÄTZ

Alle Laudatoren sind sich einig, dass das umfassende Engagement nicht möglich gewesen wäre, wenn nicht die Familie Abstriche gemacht und Göker diesen Freiraum gegeben hätte.

Gökers Frau Irene, Landrath Dr. Neth, Herbert Göker und Bürgermeister Joachim Scholz. Foto: GSCHWÄTZ

„Ich lass das Lob jetzt mal stehen, ich nehm das so hin“

„Ich lass das Lob jetzt mal stehen, ich nehm das so hin“, beginnt Göker seine Dankesrede, und geht sofort auf seine Familie ein: „Der größte Dank geht an meine Frau, die von Anfang an gar nichts anderes kannte“. Und seine Töchter seien oft von seiner Frau ins Bett gebracht worden, weil der Vater unterwegs war. Dass er sich mehr um seine bisher drei Enkel kümmern möchte und sich daher ganz langsam zurückziehen wolle, will mancher im Saal nicht glauben.

Sentimentaler Rückblick

Ein wenig sentimental wird er schon, wenn er auf sein bisheriges Leben zurückblickt: „Ich bin als jüngster Gemeinderat stellvertretender Bürgermeister geworden und heute bin ich der älteste Gemeinderat“.  Oder auch: „Wenn ich von alten Kollegen rede, die sind alle 10 – 25 Jahre hinter mir, die können noch viele Jahre was tun“.

Er läßt seine vielen Aktivitäten Revue passieren.
„Ich bin ein Genossenschaftler“, begründet er seine Tätigkeiten in der lokalen Raiffeisenbank, in der er inzwischen seit 20 Jahren dem Aufsichtsrat vorsitzt. In seiner Firma, der Dürr Kunststofftechnik in Oberkessach, sei für September ein Fest zum 25-jährigen Jubiläum geplant.
Noch länger, nämlich seit 26 Jahren bekleidet er das Amt als Arbeitsrichter und seit 17 Jahren ist er auch Handelsrichter.

Besonders wichtig ist ihm das örtliche Vereinsleben: Er hebt die Partnerschaft mit Marigny hervor, den Gesangverein, wo er Ehrenmitglied ist und noch immer „wenn ich Zeit habe“ im ersten Baß singt, oder den Dorf- und Kulturverein.

Nachdem Landrat Dr.Neth die Feierlichkeit mit einem Göker-Zitat „Wenn ich in der Politik was zu sagen hätte, gäbs kein Bier mehr, sondern nur noch Wein“ beendet hatte, stehen die Besucher noch lange draußen beisammen.

Musikschule Künzelsau sorgt für musikalische Untermalung

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen der Musikschule Künzelsau Lilly Hatton (Querflöte) und Nala Türkoglu (Gesang), die von Susanne Koch begleitet wurden.

Text: Matthias Lauterer