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Forchtenberg: Museen öffnen am Internationalen Museumstag

Im Rahmen des Internationalen Museumstags öffnen folgende Museen in Fochtenberg von 11 bis 17 Uhr ihre Türen für eine Entdeckungstour oder Führung:

Kocherwerk: Allgemeine Führung 14 Uhr, 16:30 Uhr,
// Technik Führung 13 Uhr, 15:30 Uhr
Dr. BergerHeimatmuseum: Führung 15 Uhr

Arnold Archiv: Führung jederzeit von 1117 Uhr

Kernhaus: Führungen 13 Uhr, 16 Uhr

Backhaus: Führungen 12 Uhr, 15 Uhr

Friedhofskirche: Führungen14 Uhr, 16 Uhr

Entdecken Sie bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt
Forchtenberg und tauchen Sie ein in die Geschichte des Ortes.

Kocherwerk Haus der Verbindungstechnik

Das Kocherwerk ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins der Förderer des
Schrauben und Befestigungsclusters. Der Gebäudekomplex rund um die „Rote Mühle“ gilt als die Wiege der Schraube, denn hier wurden ab 1898 die ersten Schrauben der Firma L. & C. Arnold produziert. Ausgehend von dieser Keimzelle haben sich bis heute rund 30 Firmen mit über 10.000 Mitarbeitern herausgebildet. Entdecken Sie ein einmaliges Stück Wirtschaftsgeschichte!

Dr. Berger Heimatmuseum

Ernsbach
+ Tatsächlich die Urzelle der Industrialisierung Hohenlohes?

+ Die Heimat zahlreicher herausragender Persönlichkeiten?

+ Ort interessanter Grabungsfunde wie der Frau ohne Kopf?

+ Nofretete (fast) zum Anfassen viel näher als in Berlin?

Arnold Archiv

Die Stammfabrik von L. & C. Arnold galt um 1900 als die größte Eisenmöbelfabrik Europas. Nicht nur Krankenhausmöbel sondern auch der Biergartenstuhl Nr. 2 eroberte die Welt. Die zur Produktion notwendigen Schrauben wurden ab 1898 in Ernsbach produziert. L. & C. Arnold ist damit die älteste Schraubenfabrik in Hohenlohe und 1914 die modernste in Deutschland. Entdecken Sie die Ursprünge, Entwicklung und Bedeutung der Firmengeschichte im hauseigenen Archiv.

Kernhaus

Das Kernhaus in Forchtenberg zeigt den Besucher*Innen Heimatgeschichte, eine Übersicht über die Werke der Künstlerfamilie Kern, Erinnerungen an Hans und Sophie Scholl sowie handwerkliche Geräte.

Backhaus

Es war eine Sensation, als man die BackhausTurmuhr im Zuge von Renovierungsarbeiten fand. Möglicherweise ist sie eine der ältesten Uhren der Welt. Nach aufwendiger Restaurierung wurde sie wieder an ihren ursprünglichen Platz unter dem Glockenturm gebracht. Sie trägt die Inschrift: „ANNO 1692 FORCHTENBERGER STATT GLOCKE“. Umgangssprachlich heißt sie „Rappel“ oder „Armsünderglöckchen“.

Friedhofskirche

Jahrhundertelang blieben die Freskenbilder mit einer Kalkschicht überstrichen, bis sie um 1950 sichtbar gemacht wurden. Sie zeigen Szenen aus dem Marienleben, der Leidensgeschichte Jesu und vom Heiligen Michael. Grabmäler handeln in Wort und Bild von Menschen in ihrer Zeit und spiegeln die alte Friedhofskultur.

Ausklang

Zum Ein und Ausklingen laden ein das Bistro im Kocherwerk in Ernsbach, der Ochsengarten in Forchtenberg und Krone in Sindringen.

Weitere Informationen über den Internationalen Museumstag unter Internationaler Museumstag.

 




Dörrenzimmern ruft zur 777-Jahr-Feier

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Vollsperrung Eberbach und Simprechtshausen 17./.18. Mai

Wegen Vorarbeiten zur Fahrbahndeckenerneuerung muss die Verbindungsstrecke der K 2304 zwischen Eberbach und Simprechtshausen von Dienstag, 17. Mai 2022, bis einschließlich Mittwoch, 18. Mai 2022, gesperrt werden.

Die überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt über Eberbach – Buchenbach – Berndshofen – Heimhausen nach Simprechtshausen.

Aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten kann die Linie 24 im genannten Zeitraum sämtliche Haltestellen in Eberbach und Simprechtshausen nicht bedienen. Am Dienstag, 17. Mai 2022, können die entsprechenden Fahrten zur ersten Unterrichtsstunde bis 8.30 Uhr noch durchgeführt werden.




Kindermusical in Künzelsau

Sind Punkte oder Streifen so entscheidend darüber, Freunde zu werden? Diese Frage beantworten die Zebras und Giraffen in der Geschichte über die Freundschaft. Ein Kindermusical mit afrikanisch-grooviger Musik. „Tuishi pamoja“ ist Swahili und bedeutet:“Wir wollen zusammen leben.“ Es singen und spielen der Kinderchor und die Band der städtischen Jugendmusikschule Künzelsau. Leitung: Susanne Koch und Stefan Bender, Lehrerin und Lehrer an der Jugendmusikschule.

Die Aufführung am Samstag, den 14. Mai 2022 beginnt um 16 Uhr. Einlass in die Stadthalle Künzelsau ist um 15 Uhr, Einlass in den Saal um zirka 15.30 Uhr. Das Stück für Zuschauer ab vier Jahren dauert ungefähr 60 Minuten. Der Förderverein für die Musikschule Künzelsau e.V. bewirtet die Besucher. Die zweite Aufführung am Montag, 16. Mai 2022 ist bereits ausverkauft.

Eintrittskarten zum Preis von drei Euro sind bei Renate Kilb zu haben, E-Mail mailto:renate.kilb@kuenzelsau.de , Telefon 07940 129-121. Der günstige Eintrittspreis ist möglich, weil die Albert Berner-Stiftung das städtische Kinderkulturprogramm unterstützt.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Zum Foto:

Der Kinderchor und die Band der städtischen Jugendmusikschule Künzelsau singen und spielen. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Landrat Neth: „Der Bundespräsident hat den Richtigen ausgewählt“

Am Freitag, 06. Mai 2022, konnte endlich, nach pandemiebedingter Verzögerung, die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, genauer: des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, an Herbert Göker stattfinden. Die Pfarrscheune in Sindeldorf war fast zu klein, für die Menschen, die diesen Moment erleben wollten, schließlich hat Herbert Göker viele Menschen in ihrem Leben begleitet.

Viele Menschen wollten der Ehrung beiwohnen. Foto: GSCHWÄTZ

Vertreter der Sindeldorfer Vereine, der lokalen Politik, der Kreispolitik der Landespolitik, einige Unternehmer und „Banker“ und natürlich Herbert Gökers Familie waren gekommen.

Verdienste um das Gemeinwohl

„Göker engagiert sich seit vielen Jahren in herausragender Weise in den unterschiedlichsten Bereichen, in der Kommunalpolitik, im Vereinswesen, für Institutionen, für die Stärkung der Wirtschaft, für die Gemeinde Schöntal, für die gesamte Region und vor allem für das Gemeinwohl.“ – so steht es in der Einladung.

Die Entwicklung der Gemeinde maßgeblich geprägt

Bürgermeister Joachim Scholz. Foto: GSCWÄTZ

Ortsbürgermeister Joachim Stolz lobte vor allem Gökers Aktivitäten in der Ortspolitik, mit „Er hat als Stellvertreter vier Bürgermeister verschlis …, nein:  begleitet“ erweckt er wohl beim ein oder anderen Erinnerungen und bringt er  den Raum zum Lachen. In seiner Zeit als stellvertretender Bürgermeister leitete Göker auch krankheitsbedingt eine Zeitlang die Geschicke der Gemeinde.


Besonders hebt Stolz hervor, dass Herbert Göker „junge Menschen zur Verantwortung heranführt“. Er schließt mit „Herbert Gökers Wort hat in Schöntal Gewicht“.

Engagement

Landrat Dr. Neth erklärt, dass das Bundesverdienstkreuz „die Befähigung von besonderen Menschen anerkennt“. Er geht ein wenig näher auf das Wort „Engagement“ ein, das im französischen nicht nur den Einsatz für eine bestimmte Sache bezeichnet, sondern auch die „Verpflichtung“. Im Englischen bedeutet das Wort noch mehr, nämlich „Verbindlichkeit“ oder „Verlöbnis“ – alle diese Bedeutungen passen ganz hervorragend zu Göker, meint Neth: „Der Bundespräsident hat den richtigen ausgewählt.“

Landrat Dr. Matthias Neth. Foto: GSCHWÄTZ

Ein wenig detaillierter geht Neth auf Gökers gesellschaftliche Aktivitäten außerhalb der Politik ein, zuallererst nennt er die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde  Marigny-Saint-Marcel: „Das ist die Idee von Europa, dass wir in freundschaftlicher Hinwendung beisammen sind“, sagt Neth.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist Gökers Engagement bei den Genossenschaftsbanken, wo er seit Jahren viele Ämter bis hin zum Aufsichtsratsvorsitzenden bekleidet hat.

„Die Kreisgrenze ist nicht die Grenze seines Denkens“

Gökers Tätigkeit als Unternehmer, seine Mitwirkung in Gremien der IHK, oder seine Tätigkeit als Arbeits- und Handelsrichter runden Neths Beschreibung ab, er beschreibt das „Bild des ehrbaren Kaufmanns“.

Doch ein Haar in der Suppe

Der einzige, der ein Haar in der Suppe findet, ist Laudator Andreas Kreissl, ein Unternehmerkollege Gökers. Er bedauert, dass Göker sein Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis nach Hohenlohe verlegt hat.

Andreas Kreissl. Foto: GSCHWÄTZ

Mit „vor das Ehrenamt hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt“ weist Kreissl darauf hin, dass die ehrenamtliche Betätigung voraussetzt, dass man erstmal sich und seine Familie ernähren kann.  Das Ehrenamt selber erfordere „viele, viele Stunden, die nicht für Familie und Freund zur Verfügung stehen“ sagt er und ergänzt: „Ich bin sehr stolz auf Dich, dass Du Dir diese Zeit herausschneidest“.  Er selber habe oft darüber nachgedacht, wie Göker das hinbekomme – er schaffe das nicht.

Die Familie ist wichtig

Sichtlich bewegt präsentiert Herbert Gäker die Verleihungsurkunde. Foto: GSCHWÄTZ

Alle Laudatoren sind sich einig, dass das umfassende Engagement nicht möglich gewesen wäre, wenn nicht die Familie Abstriche gemacht und Göker diesen Freiraum gegeben hätte.

Gökers Frau Irene, Landrath Dr. Neth, Herbert Göker und Bürgermeister Joachim Scholz. Foto: GSCHWÄTZ

„Ich lass das Lob jetzt mal stehen, ich nehm das so hin“

„Ich lass das Lob jetzt mal stehen, ich nehm das so hin“, beginnt Göker seine Dankesrede, und geht sofort auf seine Familie ein: „Der größte Dank geht an meine Frau, die von Anfang an gar nichts anderes kannte“. Und seine Töchter seien oft von seiner Frau ins Bett gebracht worden, weil der Vater unterwegs war. Dass er sich mehr um seine bisher drei Enkel kümmern möchte und sich daher ganz langsam zurückziehen wolle, will mancher im Saal nicht glauben.

Sentimentaler Rückblick

Ein wenig sentimental wird er schon, wenn er auf sein bisheriges Leben zurückblickt: „Ich bin als jüngster Gemeinderat stellvertretender Bürgermeister geworden und heute bin ich der älteste Gemeinderat“.  Oder auch: „Wenn ich von alten Kollegen rede, die sind alle 10 – 25 Jahre hinter mir, die können noch viele Jahre was tun“.

Er läßt seine vielen Aktivitäten Revue passieren.
„Ich bin ein Genossenschaftler“, begründet er seine Tätigkeiten in der lokalen Raiffeisenbank, in der er inzwischen seit 20 Jahren dem Aufsichtsrat vorsitzt. In seiner Firma, der Dürr Kunststofftechnik in Oberkessach, sei für September ein Fest zum 25-jährigen Jubiläum geplant.
Noch länger, nämlich seit 26 Jahren bekleidet er das Amt als Arbeitsrichter und seit 17 Jahren ist er auch Handelsrichter.

Besonders wichtig ist ihm das örtliche Vereinsleben: Er hebt die Partnerschaft mit Marigny hervor, den Gesangverein, wo er Ehrenmitglied ist und noch immer „wenn ich Zeit habe“ im ersten Baß singt, oder den Dorf- und Kulturverein.

Nachdem Landrat Dr.Neth die Feierlichkeit mit einem Göker-Zitat „Wenn ich in der Politik was zu sagen hätte, gäbs kein Bier mehr, sondern nur noch Wein“ beendet hatte, stehen die Besucher noch lange draußen beisammen.

Musikschule Künzelsau sorgt für musikalische Untermalung

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen der Musikschule Künzelsau Lilly Hatton (Querflöte) und Nala Türkoglu (Gesang), die von Susanne Koch begleitet wurden.

Text: Matthias Lauterer




Ein Sieg, der eigentlich keiner ist

In Ingelfingen und der Nachbargemeinde Niedernhall durften am Muttertag, am Sonntag, den 08. Mai 2022, die Einwohner:innen ihren neuen Bürgermeister wählen. In beiden Gemeinden siegte der bisherige Bürgermeister – was in Niedernhall nicht überraschend war, immerhin trat Bürgermeister Achim Beck konkurrenzlos an und erzielte ein Ergebnis von knapp 97 Prozent – unter Berücksichtigung einer mageren Wahlbeteiligung von 39 Prozent.

Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Erleichterung bei Michael Bauer

In dem nur wenige Kilometer entfernten Ingelfingen erzielte der alte und neue Bürgermeister Michael Bauer mehr als 40 Prozent weniger als Beck in Niedernhall. Die Erleichterung war Bauer am Rathaus bei der Verkündung des Ergebnisses anzusehen. Gerade so hatten die Stimmen seiner Anhänger ausgereicht, ihn über die 50-Prozent-Hürde zu tragen (1326 Stimmen fielen auf ihn, 1073 auf Mitbewerber Klaus Schmitt). Die Anspannung fiel merklich von ihm ab. Er verwies bei seiner kurzen Rede vor rund 100 Schaulustigen auf das knappe Ergebnis, sei aber froh, dass ER nun hier vorne stehen dürfe. Einer der Zaungäste riet ihm wohl bei der Gratulationsrunde, sich dieses Ergebnis zu Herzen zu nehmen. Die Antwort fiel wohl mehr als kühl aus. Es dürfte sich daher vermutlich nicht fiel ändern in den nächsten Jahren in Ingelfingen – zumindest was den Umgang zwischen Rathauschef und seinem Volk betrifft. Wer Fragen und Anregungen hat, darf um eine Audienz bitten.

Herausforderer Klaus mit seiner Frau Meliha Schmitt bei der Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Die Wahlbeteiligung lag in Ingeflingen bei rund 55 Prozent. Das heißt, fast jeder zweite Einwohner:in verzichtete darauf, zur Wahl zu gehen. Ob aus Frust an der Lokalpolitik, an der Politik im Allgemeinen oder aus Desinteresse – zu den Gründen kann man an dieser Stelle nur spekulieren. Zur Wahl gegangen sind vermutlich vor allem die Menschen, die entweder voll und ganz hinter Bauer und seiner Politik stehen oder einen Wechsel wollten. Rund 300 Stimmen trennten den Unternehmer und politischen Newcomer Klaus Schmitt vom Sieg. Dabei haben sich die Teilorte und auch die Kernstadt teilweise sehr deutlich positioniert. Während in Diebach und Eberstal die Mehrheit Klaus Schmitt ihr Kreuz gab und damit einen Wechsel wollten, stimmten in Dörrenzimmern/Stachenhausen rund zwei Drittel für Bauer (wie haben die Teilorte und die Kernstadt gewählt? Hier geht es zu den Ergebnissen.).

Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Über 44 Prozent der Stimmen konnte Klaus Schmitt für sich verbuchen. Ein Achtungserfolg, der quasi aus dem Nichts entstanden ist.

2006 holte Bauer bei seinem ersten Wahlsieg noch über 90 Prozent. Dieses Wahlergebnis nun, 16 Jahre später, ist kein Warnschuss mehr. Dies ist eine Abwahl auf Raten – wenn sich an seinem Kurs nicht schleunigst etwas ändert.

Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Stimmauszählung. Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeisterwahl in Ingelfingen am 08. Mai 2022. Foto: GSCHWÄTZ




Ingelfingen hat BM Bauer wiedergewählt

Mit 1326 zu 1073 Stimmen haben die Ingelfingen den amtierenden BGM Bauer wiedergewählt. Das sind 54.8% der gültigen Stimmen. Ende des Tickers.

19:00 Noch immer kein Ergebnis, die Zahl der Bürger dürfte ohne Musik inzwischen etwa 100 betragen. Die Kandidaten halten Abstand voneinander.

 

 

18:50 Rund 50 Wartende im Hof. Bürgermeister Bauer dreht sich von der Kamera weg.

18:45 Weitere Stimmzettel treffen ein.


18:42 Bürgermeister Bauer ist eingetroffen.

18:40: Von vier Teilorten wurden die Stimmen bereits ins Rathaus gebracht.

Klaus Schmitt ist mit Familie unter den Wartenden.

Mikrofon und Lautsprecher werden aufgebaut.

Noch sind die Stimmen nicht ausgezahlt, erste Bürger warten bereits am Rathaus auf die Ergebnisverkündung, die ab etwa 18:30 erwartet wird.

Noch tut sich nichts, doch: Die Musik kommt.

 

 




Gehen oder bleiben? Wählt Ingelfingen heute seinen alten oder einen neuen Bürgermeister?

So spannend wie die vergangenen 16 Jahre nicht war der Bürgermeisterwahlkampf in Ingelfingen in diesem Jahr. Nach 16 Jahren Amtszeit hat Mitbewerber Klaus Schmitt seinen Hut in den Ring geworfen um die Rathauskrone. Michael Bauer wirkt in diesem Wahlkampf angespannt und weiß anscheinend darum, dass sein Stuhl wackelt.

Stuhl wackelt

Spannend war und ist der Wahlkampf besonders deshalb, weil beide auf dem Lipfersberg wohnen und höchst unterschiedliche Menschen sind. Michael Bauer setzt auf seine langjährige Amtserfahrung, Klaus Schmitt betont, dass er die Menschen künftig mehr miteinbeziehen möchte in die Politik vor Ort, quasi gemeinsam mehr gestalten, wieder mehr miteinander in Dialog treten, auch die Wünsche der Wirtschaft stärker berücksichtigen, um sie an dem Standort Ingelfingen zu halten oder vielleicht sogar neues Gewerbe für das kleine Kocherstädtchen zu gewinnen.

Gemeinderat kämpfte bis zum Schluss

Michael Bauer sagte unter anderem bei dem Stimme-Wahlforum, dass seine Türen immer offenstünden für Wünsche und Anregungen der Bürger:innen. Des Öfteren beklagten sich indes Einwohner:innen und Gemeinderäte, dass Dinge beschlossen wurden und erst im Nachhinein, wenn überhaupt kommuniziert wurden. Lebendige Debatten im Gemeinderat wie in anderen Städten und Gemeinden gibt es in Ingelfingen eher selten. So kämpfte der Gemeinderat bis zum Schluss für eine letzte Stitzung, weil es einige Dinge gab, die sie noch ansprechen wollten vor der Bürgermeisterwahl. Michael Bauer ließ die letzte geplante Sitzung jedoch ohne Gründe ausfallen. Übers Landratsamt ging dann der Weg von einer Handvoll Gemeinderäten, bis schließlich Michael Bauer klein beigeben musste, die letzte Sitzung doch noch abzuhalten und diese legte er auf einen Tag vor der Wahl.

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Es gibt wohl einige Briefwähler:innen, die ihre Wahl bereits gemacht haben. Gegen 18:30 Uhr wird bereits eine Entscheidung erwartet.




Über 300 Kinder sind beim Künzelsauer Stadtlauf dabei

Gut 325 Kinder hatten sich am Samstag, 07. Mai 2022, für die Läufe der Bambini, Kinder und Jugend beim Künzelsauer Stadtlauf angemeldet. „Das ist Rekordbeteiligung“, sagt Bianca Vogel, die für die Jugendarbeit im TSV Künmzelsau stolz. Genau so stolz wie Vogel ist Robert Beck, er organisiert die vielen Helfer, die für die Läufe benötigt werden: Alles klappt reibungslos.

Robert Beck vom TSV Künzelsau ist zufrieden mit dem gesamten Ablauf. Foto: GSCHWÄTZ

Allein 122 Meldungen kamen aus der Georg-Wagner-Schule. Rainer Süßmann, kommissarischer Schulleiter, hat dort die Werbettrommel gerührt und ist froh, dass es solche Veranstaltungen wieder geben kann: „Wir brauchen das einfach.“ Er meint damit bestimmt nicht nur die Kinder, sondern die ganzen Familien.

Dicht gedrängt stand das Publikum. Foto: GSCHWÄTZ

Statt des geplanten einen Bambini-Laufes muss sogar zweimal gestartet werden, erst die Mädchen, dann die Jungen, so viele Kinder wollten mitlaufen. Oder … sollten mitlaufen, denn einzelne Kinder verloren mitten auf der 400 Meter langen Strecke die Lust und wurden von Papa oder Mama ins Ziel geführt.

„So weit ist das?“ „Und dann müssen wir ja auch wieder zurück!“ Die beiden sind  skeptisch. Foto: GSCHWÄTZ

Emilia darf stolz auf ihre Medaille sein! Foto: GSCHWÄTZ

Zwei Runden á 500 Meter mussten die Teilnehmer:innen am Kinderlauf  zurücklegen. Die Veranstalter hatten einen äußerst selektiven Streckenverlauf gewählt und so war das Feld bereits nach der ersten Runde weit auseinandergezogen. Aber selbst im hinteren Feld gab es noch bis zum Schluß Positionskämpfe, mit so viel Eifer waren die Jungen und Mädchen bei der Sache.

Ein erschöpfter Sieger. Raffael Rudolph hat den Kinderlauf gewonnen. Foto: GSCHWÄTZ

Zum Lauf der Jugend, der über 3,3 Kilometer ging, waren 24 Läufer:innen gemeldet, bei einigen merkte man, dass sie bereits voll im Lauftrainig stehen. Der Sieger, Anton Florian, brauchte für die Strecke gerade einmal 13:30 Minuten.

13:30 Minuten braucht Anton Florian für die 3.3 Kilometer. Foto: GSCHWÄTZ

Text & Fotos: Matthias Lauterer




„Jeder Tropfen zählt“ jetzt auch in Dörzbach

Das Projekt zur Sammlung und Verwertung von Speiseöl und -fetten geht im Hohenlohekreis in die zweite Runde: Nach Öhringen wurde nun auch Dörzbach mit einem Sammelcontainer von „Jeder Tropfen zählt“ ausgestattet. Darin können alle Bürger:innen  der Gemeinde Ölreste aus Konserven oder übrig gebliebenes Bratfett abgeben. Der Clou dabei: Alle Teilnehmer tragen dazu bei, dass aus ihrem Altfett umweltfreundlicher Bio-Kraftstoff gewonnen werden kann. Das geht ganz einfach: Ab diesem Wochenende finden alle Haushalte die grünen Sammelflaschen vor ihrer Haustür. Sind sie gefüllt, können die Flaschen am Automaten auf dem Parkplatz von EDEKA Frischemarkt Geiger abgegeben werden.

Sogar Stuttgart ist angetan

Das erste Modellprojekt in Baden-Württemberg zieht auch außerhalb des Hohenlohekreises viel Aufmerksamkeit auf sich. Sogar in Stuttgart ist man angetan. Umweltstaatssekretär Andre Baumann betont: „Altspeisefette und besonders Altspeiseöle landen in den Haushalten noch viel zu häufig im Küchenabfluss. Dort können sie Verstopfungen im Kanalnetz oder Störungen in den Kläranlagen verursachen. Gleichzeitig steht das energiereiche Material nicht mehr für eine ökologisch sinnvolle Kreislaufführung zur Verfügung. Einfache und bürgerfreundliche Sammelsysteme hierfür fehlen bislang weitgehend. Den Modellversuch im Hohenlohekreis zur Sammlung und hochwertigen Verwertung von Altspeisefetten und Altspeiseölen aus privaten Haushalten verfolge ich daher mit großem Interesse. Sollte der Modellversuch erfolgreich verlaufen, wird ein derartiges Sammelsystem viele Nachahmer im Land finden. Davon bin ich überzeugt.“

Verstopfunge im Kanalnetz durch Altfette aus Küchen

Nach dem Projektstart im Oktober 2021 in Öhringen ist Dörzbach nun die zweite Gemeinde, die im Hohenlohekreis an „Jeder Tropfen zählt“ teilnehmen wird. „In der Jagsttalgemeinde wollen wir sehen, ob das Projekt bei den Bürgerinnen und Bürgern in ländlichen Regionen ebenso gut ankommt, wie beim Pilotprojekt in der Großen Kreisstadt“, erklärt der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis Sebastian Damm die Auswahl des neuen Standortes. In Öhringen wurden in den ersten sechs Monaten im Durchschnitt pro Kopf rund 0,2 Kilogramm Speiseöl und -fett gesammelt. „Damit liegen die Öhringer im Vergleich zu anderen Orten außerhalb des Hohenlohekreises sogar über dem Durchschnitt“, freut sich Christian Hilbert. Er vertritt die Firma „Jeder Tropfen zählt“, die das Projekt umsetzt. „Wir hoffen natürlich, dass die Sammlung in Dörzbach ebenso erfolgreich anläuft.“

Bio-Kraftstoff

Roland Weissert, Geschäftsführer der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH, ist der Bio-Kraftstoff-Pionier im Hohenlohekreis und Initiatior des Projekts. Für ihn steht fest: „Jede neue Sammelstelle trägt dazu bei, dass aus bestehenden Rohstoffen Kraftstoff hergestellt werden kann, der die Umwelt zwischen 70% und 90% weniger mit CO2 belastet, als fossiler Diesel. Diese Möglichkeit müssen wir nutzen.“

Auch der neue Projektpartner Veolia – der sich seit Jahrzehnten als global agierendes Unternehmen für die ökologische Transformation stark macht – sieht das Projekt als wichtigen Innovationsbaustein. „Veolia arbeitet lokal an vielen Standorten mit langjähriger Erfahrung, umfangreichen technischen und personellen Ressourcen”, so Andreas Reise, Betriebsleiter des Veolia-Standortes in Bretzfeld. „Wir setzen auf zukunftsorientierte, wegweisende Projekte. Immer mit dem Ziel, den Einsatz bestehender Lösungen zu beschleunigen, zu erweitern, und Lösungen für die Probleme von morgen zu schaffen. ,Jeder Tropfen zählt‘ passt als Klimaschutzprojekt ideal zu unser Philosophie – deshalb freue ich mich, das Projekt im Hohenlohekreis mit voller Energie und Tatkraft zu unterstützen.“

„Ich bin davon überzeugt, dass die Dörzbacher das neue Angebot mit Begeisterung annehmen werden“, so Dörzbachs Bürgermeister Andy Kümmerle.

„Gleich als zweite Gemeinde bei ,Jeder Tropfen zählt‘ mitmachen zu dürfen, ist eine tolle Sache. Das Projekt macht deutlich, wie leicht sich Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Alltag jedes Einzelnen integrieren lassen. Ich bin davon überzeugt, dass die Dörzbacher das neue Angebot mit Begeisterung annehmen werden“, so Dörzbachs Bürgermeister Andy Kümmerle.

Dörzbacher Feuerwehr verteilt an alle Haushalte grüne Kunststoffflaschen zum Befüllen

Als weiterer Unterstützer der Aktion ist die Dörzbacher Feuerwehr am Wochenende und kommende Woche voll im Einsatz. Die Mitglieder verteilen an alle Haushalte der Gemeinde grüne Kunststoffflaschen, die befüllt und anschließend am neu aufgestellten Automaten am EDEKA Frischemarkt Geiger in der Max-Planck-Straße 1 in Dörzbach abgegeben werden können. Im Gegenzug gibt der Automat eine leere Flasche für die weitere Sammlung von Speisefett und -öl zurück. Wer fleißig sammelt und mehr als einen Sammelbehälter benötigt, kann sich an die Gemeinde Dörzbach oder das Team von EDEKA Frischemarkt Geiger wenden.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es am Samstag auf dem Maifest am Stand von „Jeder Tropfen zählt“, oder im Internet unter www.jedertropfenzaehlt.de.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises