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Eberhard-Gienger-Halle wieder frei für Schulen und Vereine

Die Eberhard-Gienger-Halle in Künzelsau, die als mögliche Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine hergerichtet wurde, kann zeitnah wieder von Vereinen und Schulen genutzt werden. Der Hohenlohekreis konnte in den vergangenen Wochen mehrere andere Objekte erkunden und ertüchtigen, die sich besser zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen, so dass die Halle als Notunterkunft nicht mehr benötigt wird. Insgesamt bot die Eberhard-Gienger-Halle Platz für maximal 180 Menschen. Diese Zahl kann mittlerweile durch die ertüchtigten Gebäude im ehemaligen Pflegestützpunkt Künzelsau, einer Halle in Bretzfeld-Schwabbach oder im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau aufgefangen werden.

Rückbau hat begonnen

Der Rückbau der Halle durch das Technische Hilfswerk und weitere Helfer hat bereits begonnen. Die Halle wird nicht nur geräumt, es findet ein Umzug des gesamten Inventars in verschiedene andere Unterkünfte statt. Voraussichtlich in etwa zwei Wochen wird die Halle wieder komplett zur Verfügung stehen.

„Es war sehr wichtig, dass wir die Halle kurzfristig als Puffer zur Verfügung hatten, da nicht klar war, wie viele Flüchtlinge in welchem Zeitraum in den Hohenlohekreis kommen werden“, erklärt Mike Weise, Dezernent für Umwelt, Ordnung und Gesundheit im Landratsamt Hohenlohekreis. „Wir haben die vergangenen Wochen jedoch genutzt und besser geeignete Unterkünfte gefunden, die nun bezugsfertig sind. Wir sind der Stadt, den Vereinen und Schulen, die in dieser Zeit auf ihre Halle verzichten mussten, sehr dankbar, ebenso den ehrenamtlichen Helfern, die das alles möglich machen.“

„waren auf Vieles vorbereitet“

„Es ist gut zu wissen, dass wir uns in jeder Krise auf die Einheiten wie in diesem Fall das THW verlassen können“, sagte Landrat Dr. Matthias Neth, der sich persönlich von den Abbauarbeiten ein Bild machte. „Wir waren in diesem Fall wieder auf Vieles vorbereitet und wir werden das auch weiterhin sein.“

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

 




OB Thilo Michler: „Alles ist wieder so wie vor der Pandemie“

Nach zwei von der Coronapandemie geprägten Jahren inklusive der bekannten Einschränkungen, herrscht ab Samstag Vollbetrieb im H2Ö – das Strandbad. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen hervor. „Wir können wieder unbegrenzt viele Personen im Freibad begrüßen, es gibt keine Zeitfenster und die beliebten Saisonkarten sind wieder da. Sie gelten für das Öhringer Freibad und das Freibad Michelbach. Auch sind die Eintrittspreise stabil geblieben. Es gibt keine Erhöhungen. Alles ist wieder so, wie vor der Pandemie“, freut sich Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler.

Keine Preiserhöhungen

„Sicherlich hatten die Einschränkungen auch ihre positiven Seiten. Durch die Gästeobergrenze und die Zeitfenster gab es mehr Platz zum Schwimmen und alles war ein bisschen entspannter“, sagt der OB. Dennoch freuen sich die Bäderbetriebe der Großen Kreisstadt das Freibad wieder wie gewohnt für alle zu öffnen. Das Freibad in Michelbach startet am Samstag, 4. Juni 2022.

Beheizte Becken

Der Vorverkauf der beliebten Saisonkarten läuft bereits seit dem 25. April. Die Nachfrage ist groß. Es wurden bereits rund 230 Karten verkauft. Sie gelten sowohl für das H2Ö – das Strandbad als auch für das Bädle in Michelbach. Die Saisonkarten sind im Rathaus-Foyer jeweils von Montag bis Donnerstag zu den Öffnungszeiten des Rathauses erhältlich. Ab Samstag können sie auch im H2Ö – das Strandbad direkt erworben werden. Für den Erwerb der Dauerkarten ist ein Lichtbild mitzubringen, weiterhin ist die Vorlage eines Personal-, Schüler- oder Schwerbehindertenausweises notwendig. Der Verkauf von Familienkarten ist nur möglich gegen Vorlage eines Familiennachweises (Familienstammbuch).

Das H2Ö – das Strandbad bietet folgende Attraktionen: Springerbecken, Schwimmerbecken, Spaßbecken (Nichtschwimmer) mit Riesenrutsche, Massagedüsen, Sprudler, Strömungskanal sowie ein Kinderbecken mit kleiner Rutsche und Wasserspielen. Die Becken sind auf ca. 22° C beheizt. Für den Spaßfaktor außerhalb des Wassers wartet ein Spielplatz mit Kletterschiff, Schaukeln, Sandkasten, Rasenliegefläche und Sandbereich, Beachvolleyball- und Beachsoccerfelder. Hunger und Durst können im großen Kioskbereich oder dem schönen Biergarten außerhalb des Bades gestillt werden. Das Bad ist täglich von 8 bis 19:30 Uhr geöffnet.

Öffnungszeiten

Täglich von 8 bis 19:30 Uhr

Bis 30 Minuten vor Ende der Badezeit ist der Eintrittsbereich geöffnet.

H2Ö – Das Strandbad

Rendelstraße 31, 74613 Öhringen

Telefon 07941 68 43 50

Bäderverwaltung im Rathaus

Telefon 07941 68-137 oder 68-131

Bade-Preise

  • Personen ab 17 Jahren 4 Euro. 5er-Karte 1 Euro; ab 18 Uhr ermäßigter Abendtarif 2 Euro.
  • Kinder ab 6 Jahre, Jugendliche bis einschl. 16 Jahre 2 Euro. 5er-Karte 8,50 Euro; ab 18 Uhr ermäßigter Abendtarif 1 Euro.
  • Familien mit Kindern bis einschl. 16 Jahre 10 Euro; ab 18 Uhr ermäßigter Abendtarif 4 Euro.
  • Schwerbehinderte ab 50 %, Schüler und Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende gegen Vorlage eines Ausweises 2 Euro. 5er-Karte 8,50 Euro; ab 18 Uhr ermäßigter Abendtarif 1 Euro.
  • Auswärtige Kindergärten, Schulklassen und Gruppen (Zeltlager usw.) ab 15 Personen 1,50 Euro

Saisonkarten (Eintritt ins Öhringer Freibad H2Ö – das Strandbad und Freibad Michelbach)

Familien mit Kindern bis einschl. 16 Jahre gegen Vorlage eines Familienstammbuches oder Ausweises 85 Euro. Personen ab 17 Jahre 60 Euro. Kinder ab 6 Jahre, Jugendliche bis einschl. 16 Jahre 30 Euro. Schwerbehinderte ab 50 %, Schüler und Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende gegen Vorlage eines Ausweises 30 Euro. Familie Schwerbehinderte gegen Vorlage eines Ausweises 70 Euro.

Am Samstag, den 14. Mai 2022, öffnet das H2Ö – das Strandbad in Öhringen seine Pforten.

 




FBG Hermuthausen auf der FORST live

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause öffnete dieses Jahr die unter Klein-Privatwaldbesitzern beliebte Messe FORST live wieder ihre Pforten. Für die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Hermuthausen war dies eine willkommene Gelegenheit eine gemeinsame Tagesausfahrt zu organisieren. Am 29.4.2022, dem Eröffnungstag, ging es mit 2 Bussen nach Offenburg im Schwarzwald. Gerade für die vielen Privatwaldbesitzer der FBG-Hermuthausen war es eine optimale Gelegenheit sich über den neuesten Stand in der Forstwirtschaft zu informieren.  Auf der Messe fand man Antworten auf Themen wie klimaresistente Baumarten, die nachhaltige Waldwirtschaft, Techniken und Maschinen zur fachgerechten und waldschonenden Aufarbeitung von Schadholz/Frischholz, Verarbeitung von Holz zur nachhaltigen Nutzung als Energieholz (z.B. Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz) oder zur nachhaltigen Nutzung als Bauholz (z.B. mit Hilfe mobiler Sägewerke).

Mit ca. 400 Ausstellern aus 15 Ländern und einem Besucherandrang von ca. 33.000 Besuchern während den 3 Tagen war die Messe sehr gut besucht und ist nach wie vor eine gute Adresse für Anregungen und Lösungen in der zukünftigen Waldwirtschaft.

Infos

Weitere Infos zur FBG-Hermuthausen können auf der FBG-Homepage abgerufen werden: https://fbg-hermuthausen.waldbesitzer-bw.de




Lehrer:innen beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht fortbilden

Catherine Kern MdL, die medienpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Baden-Württembergs, besuchte Ende April 2022 das Kreismedienzentrum in Künzelsau. Dabei erhielt sie vom Team des Kreismedienzentrums Einblicke in dessen vielseitige Aufgaben.

Vielfältige Aufgaben

Zu diesen gehören neben Beratungs- und Fortbildungsangeboten auch der Verleih eines breiten Spektrums an Geräten an Schulen und Vereine. So gibt es im Medienzentrum nicht nur analoge und digitale Medien zur Gestaltung des Unterrichts, sondern zum Beispiel auch programmierbare Roboter, damit Schülerinnen und Schüler die Digitalisierung auch in der Praxis erleben und ausprobieren können. „Es geht in der Primarstufe natürlich nicht darum, dass die Kinder Programmierer werden, sondern vielmehr darum, grundlegende Kompetenzen wie das logische, strukturierte und kreative Denken bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Dies sind Kompetenzen, die sowohl gesellschaftlich relevant, als auch in einer Vielzahl von Berufsfeldern von zunehmender Bedeutung sind“, erklärte Michael Stehle, Leiter der Kreismedienzentren.

Förderung von Schulkindern

Zur Schrift- und Schreibdiagnostik hatte Catherine Kern auch die Möglichkeit, einen digitalen Stift auszuprobieren, der sowohl den Druck beim Schreiben, als auch die Stifthaltung diagnostiziert und bei Bedarf gleich geeignetes Fördermaterial bereitstellt.

Aufgaben haben sich gewandelt

Darüber hinaus informierte Michael Stehle über den Wandel der Aufgaben eines Medienzentrums. „War es früher der Verleih von Geräten, ist es heute vermehrt zur Aufgabe geworden, Lehrer:innen beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht fortzubilden, Software zum digitalen Lernen bereitzustellen, Beratungen zu technischen Ausstattungsszenarien durchzuführen und vieles mehr. Damit die Bundes- und Landesförderung der technischen Ausstattung der Schulen im Rahmen des DigitalPakt Schule auch wirken kann und einen echten Fortschritt bringt, muss diese zielgerichtet im Unterricht eingesetzt werden können.

Unterstützung der Lehrer

Die Lehrerschaft hierbei zu unterstützen ist ein wichtiges Ziel des Kreismedienzentrums, ebenso wie die Beantwortung flankierender Fragen des Datenschutzes, der Datensicherheit und Datensicherung.“

Kontakt:

Kreismedienzentrum Künzelsau, Allee 16, 74653 Künzelsau, Tel. 07940 18-1323 und 18-1454, E-Mail: kmz.kuen@hohenlohekreis.de
Öffnungszeiten: montags 8.30 Uhr bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 13 Uhr bis 16 Uhr, freitags 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Kreismedienzentrum Öhringen, Sudetenstraße 4, 74613 Öhringen, Tel. 07941 3158, E-Mail: kmz.oehr@hohenlohekreis.de
Öffnungszeiten: montags und freitags 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr, dienstags und donnerstags 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

Pressemitteilung Landratsamt Künzelsau




Lebensmittel-Lieferdienst für Künzelsau?

Die Digitalisierung krempelt den Einkauf um auch im Bereich der Lebensmittel. Doch wie offen stehen die Künzelsauer Einwohnerinnen und Einwohner OnlineSupermärkten gegenüber und wie zufrieden sind sie generell mit der Einkaufssituation von Ort. Diesen und mehr Fragen geht Alexander Sieler, Student der Betriebswirtschaftslehre, in Kooperation mit der Stadtverwaltung Künzelsau nach.

Breites Stimmungsbild 

Alle Künzelsauerinnen und Künzelsauer sind herzlich dazu eingeladen, den OnlineFragebogen auszufüllen“, wirbt Alexander Sieler für eine Beteiligung an der Umfrage. „Ziel ist es, ein möglichst breites Stimmungsbild zu erhalten. Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto besser können wir ihre Belange verstehen und Maßnahmen daraus formulieren.“

Die Beantwortung dauert nur zirka zehn Minuten und ist komplett anonym. Teilnahmeschluss ist der 25. Mai 2022.

Verlosung eines Einkaufsgutscheins 

Als Dankeschön für die Teilnahme wird ein Gewinnspiel für einen Künzelsauer Geschenkgutschein in Höhe von 25 Euro veranstaltet. Dieser kann in einer Vielzahl von Geschäften in Künzelsau eingelöst werden.

Der OnlineFragebogen kann direkt über diesen Link aufgerufen werden: https://survey.questionstar.com/cf2ad333
Kontakt für Rückfragen:
Alexander Sieler, buergerbefragungkuenzelsau@web.de

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Menschen in Schwäbisch Hall und Hohenlohe werden spürbar mehr Geld im Portemonnaie haben“

Der Ukraine-Krieg hat enorme Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Deutschland. Steigende Preise für Energie belasten Haushalte und Betriebe akut. „Mit unseren Entlastungsmaßnahmen werden die Menschen in der Region nun spürbar mehr Geld im Portemonnaie haben“, sagt der Bundestagsabgeordnete Valentin Abel.

Unterstützung der arbeitenden Mitte

„Die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel sowie die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro werden der arbeitenden Mitte besonders helfen.“ Allein das Entlastungspaket, das das Bundeskabinett in dieser Woche verabschiedet hat, entlastet Bürgerinnen und Bürger um über 18 Milliarden Euro. Für die Unterstützung von Unternehmen bei gestiegenen Energiekosten stellt der Bund weitere fünf Milliarden Euro bereit. „Und auch der Kinderbonus von 100 Euro und das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr sind nun auf den Weg gebracht. Letzteres ist zudem ein deutliches Signal für einen starken ÖPNV“, freut sich der Mobilitätspolitiker Abel.

Nicht alle Kriegsfolgen können aufgefangen werden

Bereits im Februar hatte die Ampel-Koalition beschlossen, Arbeitnehmer und Selbständige über eine Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages, des Grundfreibetrages und der Pendlerpauschale spürbar zu entlasten. „Damit zeigen wir, dass wir Verantwortung wahrnehmen, alle Menschen im Blick haben und über mehrere Milliarden Euro umfangreich entlasten“, erklärt Abel. Dennoch sei klar, dass nicht alle finanziellen Folgen des Ukraine-Krieges aufgefangen werden können.

Pressemitteilung Valentin Abel MdB




Ausstellung „Dinge mit Bedeutung“

Im Rahmen der OpenCampusNight am Campus Künzelsau, Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn (HHN) können alle Besucher*innen die Ausstellung „Dinge mit Bedeutung“ der Masterstudierenden im Studiengang Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit, Sportmanagement erleben. In nur wenigen Wochen haben die Studierenden im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung „Aktuelle Aspekte im Kultur- und Freizeitmanagement“ eine Ausstellung geschaffen, die sich mit Dingen mit besonderer Bedeutung für ihre Familien, Freunde oder Verwandte auseinandersetzt.

Die Geschichten der Dinge mit Bedeutung

Was bleibt von den Dingen, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln: Vor diesem Hintergrund fragten die Studierenden in ihrem persönlichen Umfeld, „Welches Ding hat für Dich eine besondere Bedeutung?“. Auf welche Antworten sie gestoßen sind, zeigt diese Ausstellung.

Jedes Ding bringt dabei eine eigene Geschichte mit, die kulturelle und traditionelle Zugehörigkeiten ebenso wie soziale und individuelle Erlebnisse und Lebenserfahrungen der Menschen widerspiegeln, denen die Gegenstände gehören. Sie schaffen Erinnerungen, die nicht verloren gehen sollen; der materielle Wert ist also nicht entscheidend.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Alle Programmpunkte sowie weitere Informationen zur OpenCampusNight unter https://www.hs-heilbronn.de/campusnight-kuen.

Pressemitteilung Hochschule Heilbronn




Forchtenberg feiert wieder

Nach zweijähriger Pause, öffnen am 03. und 04. Juni 2022 die Forchtenberger Keller wieder ihre Türen. 11 Lokalitäten laden dazu ein, nach Herzenslust zu schlemmen und dass ein oder andere leckere Getränk zu genießen.

Live-Musik – wie lange mussten wir darauf verzichten – in acht Kellern bekommen Sie wieder was auf „die Ohren“ und wir freuen uns, Ihnen ganz unterschiedliche Musik- und Stilrichtungen präsentieren zu können.

Quelle: Pressemitteilung Forchtenberger Nacht der Keller Orga-Team




Immernoch kein Go für Freiflächenphotovoltaik in Steinbach

Erneut stand am 10. Mai 2020 im Gemeinderat Künzelsau die Photovoltaikanlage (PV-Anlage)  „Steinbach II“ auf der Tagesordnung. Beantragt war, den Aufstellungsbeschluß für die Änderung des Bebauungsplans zu fassen.

„Hausaufgaben“ aufgegeben

Bereits vor einigen Monaten wurde das Projekt im Künzelsauer Gemeiderat vorgestellt: Ein ansässiger Landwirt will auf seinen Flächen zwischen Steinbach und Amrichshausen durch eine Projektgesellschaft eine PV-Anlage errichten lassen.

Geplanter Standort zwischen Amrichshausen und Steinbach. Foto: GSCHWÄTZ

Im Unterschied zu anderen derartigen Projekten in Künzelsau will er die Anlage allerdings nicht selber betreiben, sondern die Fläche an den Betreiber zu verpachten. Zum damaligen Zeitpunkt waren verschiedene Punkte noch nicht geklärt, unter anderem fehlte das Einverständnis des Regionalverbandes und das Konzept zur Bürgerbeteiligung war dem Gemeinderat nicht detailliert genug.

Gemeinderat schaut sich die Hausaufgaben gut an

Am 10. Mai 2022 trat Hans-Georg Pfisterer, Geschäftsführer der Projektgesellschaft SolNet, erneut vor den Gemeinderat. Er konnte berichten, dass der Regionalverband zwischenzeitlich dem Projekt zugestimmt hat und dass bezüglich der Eigenbeteiligung eine Regelung mit dem Landwirt getroffen wurde. Auch sei geklärt, dass der Sitz der Betreibergesellschaft Künzelsau sein werde. Für die Beteiligung der Bürger schlug er ein Crowdfunding vor, sodass sich Bürger für 3,6 Prozent Verzinsung für fünf Jahre über ein nicht näher spezifiziertes Darlehen an der Projektgesellschaft beteiligen könnten. Die BaFin müsse den Prospekt vorab genehmigen, insofern sei eine Sicherheit gegeben, denn „Crowfunding ist etwas, da gibts keine festen Regeln für“, so Pfisterer.

Diese Art der Bürgerbeteiligung entsprach ziemlich genau dem Vorschlag, der schon bei der ersten Projektvorstellung gemacht wurde und dem der Gemeinderat bereits damals einige Skepsis entgegenbrachte.

„Keine Bürgerbeteiligung – keine Zustimmung“

Und so widersprach auch Boris d’Angelo: „Ich kann da nur bei einer echten Beteiligung zustimmen. Das ist keine Beteiligung, sondern ein Geldeinsammeln. Eine Beteiligung umfasst zum Beispiel Stimmrechte“, meinte er und stellt den Antrag, die Abstimmung über den Aufstellungsbeschluß so lange zurückzustellen, bis ein Konzept zu einer wirklichen Beteiligung vorliegt. „Keine Bürgerbeteiligung – keine Zustimmung“, sagt d’Angelo.

Forderung nach echter Beteiligung

In dieselbe Kerbe schlägt auch Hans-Jürgen Saknus und zitiert ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts, nach dem es zulässig sei, eine wirtschaftliche Beteiligung von Bürger:innen und Gemeinden zur Voraussetzung zu machen. Das sei eine klare Forderung nach einer echten Beteiligung, findet er.

Wirtschaftliche Beteiligung: Der Einleger ist direkt am Ergebnis und am Risiko des Unternehmens beteiligt, steigt der Strompreis, erhält der Einleger mehr Rendite. Wird die Anlage etwa bei einer Naturkatastrophe zerstört, trägt der Anleger wirtschaftliches Risiko.

Darlehen: Der Einleger stellt dem Betreiber eine Summe für eine festgelegte Zeit zur Verfügung und erhält dafür eine vorab vereinbarte Verzinsung. Steigt der Strompreis, hat der Einleger nichts davon. Bei einer Insolvenz des Unternehmens trägt der Einleger ebenfalls das Risiko des Verlusts seiner Einlage.

Ernst Bürkert will eine Abstimmung und meint, dass man die Voraussetzungen mit der Bürgerbeteiligung im Nachgang nochmals angehen solle.

Plötzlich doch unternehmerische Beteiligungen möglich

Pfisterer wirft noch ein, dass die spätere Betreibergesellschaft, die IB Vogt GmbH, auch echte unternehmerische Beteiligungen bis zu 49 Prozent anbieten könne. „Erst den Startschuß geben, man kann das dann im Verfahren klären“, sagt er. Es ist klar, warum er einen Beschluss will, denn er steht unter Zeitdruck: Die beiden noch offenen PV-Ausschreibungen durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) finden am 01. Juni und 01. September statt – bis dahin benötigt er den Aufstellungsbeschluß, sonst kann er sich an der PV-Aussschreibung der BNetzA zum 01. Juni nicht bewerben.

Große Mehrheit will den Bebauungsplan noch nicht aufstellen

Das überzeugt die Mitglieder des Gemeinderates nicht und so stimmt eine große Mehrheit von 16 Gemeinderät:innen für den Antrag Boris d’Angelos.

Weitere offene Fragen, etwa „Was passiert, wenn die Betreibergesellschaft veräußert wird?“, müssen daher in dieser Sitzung nicht mehr geklärt werden – das Projekt wird in einer der folgenden Sitzungen wieder auf die Tagesordnung kommen.

„Hausaufgaben“ nicht gut gemacht

Pfisterer hatte dem Gemeinderat bereits bei der ersten Projektvorstellung nicht zugehört, jetzt dürfte auch der Termin 01. Juni 2016 für den Zuschlag der Bundesnetzagentur nicht mehr zu erreichen sein.

Text: Matthias Lauterer




Sindringen im Zeichen der Keramik

Nach corona-bedingter Pause findet in diesem Jahr der weithin bekannte Sindringer Töpfermarkt wieder in gewohnter Manier unter freiem Himmel statt.

Über 70 Aussteller

Angesagt haben sich über 70 Töpferinnen und Töpfer, die von Kunstwerken bis zur Gebrauchskeramik, vom einfachen Becher bis zur originalgetreuen Tierskulptur fast alles zeigen, was das Handwerk und die Kunst der Töpferei ausmacht.

Publikum als Jury

Wie immer bewertet auch dieses Jahr das Publikum die im alten Rathaus ausgestellten Stücke.