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Neues Rückhaltebecken für Hochwasser und Starkregen in Amrichshausen

Anfang Juni beginnen die Bauarbeiten für den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens in Amrichshausen. Voraussichtlich im Herbst 2022 wird das neue Rückhaltebecken fertig sein und auch die parallel vorgesehene Sanierung des Beckens in Berndshausen soll dann abgeschlossen sein.

Bauzeit voraussichtlich von Juni bis zum Herbst 2022

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat für das gesamte Stadtgebiet mit allen Stadtteilen ein Starkregenrisikomanagement (SRRM) erarbeitet und setzt nun folgende Maßnahmen aus dem Handlungskonzept des SRRM um: Das Hochwasserrückhaltebecken Amrichshausen wird östlich des Ortes direkt am Deubach gebaut. Es dient zum einen der Reduzierung der Hochwassergefahr, zum anderen der Pufferung von Oberflächenabflüssen bei Starkregenereignissen.

Eingang der Verdolung des Deubachs. Foto: GSCHWÄTZ

Außerdem wird ein Einlaufbauwerk kurz vor der Einmündung des Heideweges in die Julius-Echter-Straße gebaut. Bisher mündet der bis dahin offene Deubach in eine Verdolung. Um die Leistungsfähigkeit der Verdolung aufrecht zu erhalten, wird an dem vorhandenen Einlauf ein Raumrechen angebracht. Der Rechen wird als Stahlbauteil an den vorhandenen Einlauf gesetzt.

Auch in Berndshausen wird gebaut

Außerdem wird das Hochwasserrückhaltebecken bei Berndshausen saniert. Die Dammhöhe des äußeren Beckens wird auf einer Länge von rund 50 Meter um rund 30 Zentimeter abgesenkt. Der Freibord des inneren Beckens wird mittels einer Blocksteinreihe um bis zu 80 Zentimeter erhöht. Die Kosten für die Arbeiten betragen rund 430.000 Euro. Ausführendes Bauunternehmen ist die Firma Schwarz aus Stachenhausen. Die Baubegleitung übernimmt das Ingenieurbüro BIT Ingenieure AG aus Heilbronn. Sperrungen innerhalb der öffentlichen Zuwegungen im Bereich der Baumaßnahmen werden auf ein Minimum begrenzt. Vollsperrungen sind nur am anliegenden Feldweg beim Hochwasserrückhaltebecken Amrichshausen und an den Dammwegen des inneren und äußeren Beckens Berndshausen notwendig. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet die Anlieger der landwirtschaftlichen Flächen, Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die entstehenden Beeinträchtigungen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Urlaub auf der Schiene: das 9€-Ticket kommt

Bundestag und Bundesrat haben es beschlossen: In den Monaten Juni, Juli und August wird es möglich sein, den Öffentlichen Personennahverkehr im gesamten Bundesgebiet mit einem einheitlichen Ticket, welches für neun Euro pro Monat erhältlich ist, zu nutzen. Das Ticket gilt während dieser Zeit in allen Nahverkehrsverbünden, also auch in den Zügen der Eisenbahnbetreiber, sofern diese dem Nahverkehr angehören.

Die Deutsche Bahn informiert:

  • Das 9-Euro-Ticket kann bundesweit auf allen Strecken und in allen Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für beliebig viele Fahrten genutzt werden.
  • Das Ticket ist nicht in den Zügen des Fernverkehrs (z.B. IC, EC, ICE) und in Fernbussen gültig.
  • Die Fahrradmitnahme ist nicht generell im 9-Euro-Ticket inkludiert. Grundsätzlich gelten die kostenpflichtigen Mitnahmeregelungen der teilnehmenden Verkehrsverbünde.
  • Bitte beachten Sie: Von Juni bis August werden die Züge sehr voll werden, daher kann die Mitnahme Ihres Fahrrads nicht garantiert werden.
  • Für Hunde kann grundsätzlich kein 9-Euro-Ticket erworben werden. Hunde können aber, wie sonst üblich, gemäß der regulären Tarifbestimmungen, je nach Verbund ggf. mit einem separaten Ticket, mitgenommen werden. Dies gilt auch für Blinden- und Assistenzhunde, hier gelten, die bestehenden Regelungen weiter.

Besonders leicht macht es der NVH

Das Ticket ist ab dem 23. Mai 2022 im Verkauf, genutzt werden kann es aber erst ab dem 01. Juni. Besonders einfach macht es dabei der NVH seinen Fahrgästen: Das Ticket kann direkt beim Einsteigen in den Bus gelöst werden. Aber auch im Kundencenter in Künzelsau und im Moritz in Öhringen kann das Ticket erworben werden.

Chance für den Nahverkehr

Ziel der Bundesregierung ist primär, mit diesem Ticket vielen Menschen ein Schnupperangebot zu machen, das Auto einfach mal stehenzulassen und mit dem ÖPNV zur Arbeit oder zum Einkauf zu pendeln. Viele Menschen haben mit dem Ticket aber ganz anderes im Sinn: Sie planen Ausflüge in der näheren Umgebung. Andere organisieren Reisen quer durch die Bundesrepublik, die sie ausschließlich mit Nahverkehrsmitteln durchführen wollen. Einige touristische Ziele, etwa die Insel Sylt, stehen dem befürchteten Ansturm höchst skeptisch gegenüber. Andere Ziele rechnen mit einem positiven Effekt auf die Übernachtungszahlen.

BW-Verkehrsminister Hermann ist nicht nur begeistert

„Das Neun-Euro-Ticket ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance, neue Fahrgäste für den ÖPNV zu gewinnen. Wir haben die Hoffnung, dass es eine wirksame Werbemaßnahme zum Umsteigen vom Auto und zum Einsteigen in den öffentlichen Verkehr ist.“ Deshalb habe Baden-Württemberg der entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt. Minister Hermann erklärte: „Wir müssen aber auch auf die Risiken hinweisen. Denn es kann auch abschreckend wirken, wenn Menschen, die zum ersten Mal den ÖPNV nutzen, am Bahnsteig stehen und nicht mitgenommen werden, weil der Zug schon voll ist.“

Begleitende Massnahmen fehlen

Minister Hermann spricht einen wichtigen Punkt an: Zumindest in den größeren Städten ist der ÖPNV in den Stoßzeiten bereits heute unterdimensioniert. Ob man potentielle „Neukunden“ von den Vorteilen des ÖPNV überzeugt, wenn sie sich wie die Sardinen in überfüllte Busse und Bahnen zwängen müssen? Auf der anderen Seite war die Planung dieses Tickets lange bekannt – auch das Verkehrsministerium in Stuttgart hätte Massnahmen treffen können, beispielsweise die Verstärkung einiger Linien. Aus Hermanns Aussagen mag man herauslesen, dass er von den Chancen, die der ÖPNV den Menschen, aber vor allem auch den Kommunen bieten kann, nicht wirklich überzeugt ist.

Idealer Zeitpunkt für Verkehrsbefragungen

Dringend nötig wäre es auch, die „Neukunden“ der ÖPNV-Anbieter nach ihren Erfahrungen und ihren Anforderungen zu befragen. Die Gelegenheit wäre günstig, denn niemals zuvor hatte man die Chance, zielgerichtet mit denjenigen Menschen zu reden, die den ÖPNV prinzipiell als Alternative zum Auto ins Auge fassen und ihn konkret ausprobieren. Die Erkenntnisse aus solchen Befragungen könnten, insbesondere auf dem Land, ganz neue Erkenntnisse über Verkehrsströme ergeben, die zu einer Verbesserung des Angebots führen könnten. Darüber, dass derartige Befragungen von den Verkehrsanbietern großflächig und eventuell mit finanzieller Unterstützung des Landes oder Bundes durchgeführt werden, ist bisher nichts zu lesen.

GSCHWÄTZ probierts aus

GSCHWÄTZ wird das 9€-Ticket ausprobieren: Sowohl innerhalb des NVH als auch in der weiteren Region werden wir das Ticket gezielt nutzen und über die Erfahrungen mit dem Ticket und über Erlebnisse während der Fahrten berichten.

Text: Matthias Lauterer




Ukraine-Flüchtlinge suchen weiterhin Kleidung

Auch weiterhin suchen geflüchtete Ukrainer:innen Kleidung. Momentan werden besonders gesucht:

Frauenkleidung in den Größen 38/40/42/44/46
Schuhe in den Größen 38/39

Die Kleidung kann nach vorheriger Terminabsprache via WhatsApp: 0172/68 78 474 in der Redaktion GSCHWÄTZ in der Gaisbacher Strasse 4 in Künzelsau abgegeben werden.

 




Sounds of Hall 2022 – Mark Forster in Schwäbisch Hall

Schon vor zwei Jahren haben wir uns die Frage gestellt Wie klingt eigentlich
Schwäbisch Hall? und nun können wir mit etwas Verspätung endlich die Antwort liefern! Das neue Open Air „Sounds of Hall” feiert Premiere auf dem Open Air Gelände rund um die „Kantine 26“, und das mit keinem geringeren als Mark Forster. Einige wenige Tickets sind sogar noch verfügbar.

Ein Event in Hall etablieren

„Mir ist es wichtig in Hall ein Event zu etablieren, das die Region bereichert und für Jung und Alt interessanter macht. Unser Ziel ist es, Menschen zusammen zu bringen, die gemeinsam das musikalische Angebot in unserer schönen Region genießen.“ so „Sounds of Hall“ Initiator Fabian Kerscher.

„Es wird gut, sowieso!“

Am Sonntag, dem 10.07.2022 begrüßen wir Mark Forster in Schwäbisch Hall. Er ist das wahrscheinlich sympathischste, was die deutsche Musikszene zu bieten hat. Tausende Fans begeisterte Mark Forster bereits auf seinen Tourneen, jetzt geht er wieder auf große Liebe Open Air 2022 Tour. Mit im Gepäck, seine größten Hits und vieles mehr. Also, Texte auswendig lernen und dann ganz laut mitsingen! „Es wird gut, sowieso!“

Wir freuen uns schon jetzt, auf eine unvergessliche erste Ausgabe des Sounds of Hall, mit einem großartigen Künstler und einem noch schöneren Konzert, dank längerer Vorfreude!

Danke für die Geduld

An dieser Stelle möchten wir uns auch herzlich für die Geduld und das Verständnis der Fans und die Unterstützung unserer Besucher und Partner bedanken.
Von Sa, 11.07.2020 und Sa, 17.07.2021 verschoben auf Sonntag, 10.07.2022
Alle gekauften Tickets behalten für die Nachholtermine ihre Gültigkeit. Ebenso bleiben Einlass und Beginn wie auf der Karte kommuniziert bestehen.
Tickets und weiteren Informationen gibt es auf unserer Homepage www.soundsofhall.de und unseren Social Media Kanälen www.facebook.com/soundsofhallevent und
www.instagram.com/soundsofhall nachzulesen.

Pressemtteilung „Sounds of Hall“




Künzelsau bald die erste Sternenstadt Baden-Württembergs?

Nachhaltigkeit, Fairtrade, Klima- und Umweltschutz dafür steht Künzelsau. Da liegt es nahe, dass das Thema Lichtverschmutzung und Artenschutz eine weitere große Rolle spielen wird. „Künzelsau hat gute Voraussetzungen den offiziellen Titel Sternenstadt verliehen zu bekommen“, sagte Dr. Andreas Hänel, der Leiter der deutschen Fachgruppe Dark Sky im Auftaktgespräch für die Zertifizierung mit Bürgermeister Stefan Neumann.

Schutz der Nacht

Die IDA – International Dark-Sky Association, mit Sitz in den USA, hat eine Auszeichnung für Städte ins Leben gerufen, um den Sternenhimmel wieder sichtbar werden zu lassen. Die Auszeichnung Sternenstadt wird an jene Gemeinden und Orte verliehen, die sich mit konkreten Maßnahmen für den Schutz der Nacht und zum Schutz nachtaktiver Insekten engagieren. Falsches und fehl gerichtetes Kunstlicht verursachen „Lichtmüll“. Straßenbeleuchtungen, Werbeflächen, Gartenbeleuchtung und Schaufenster hellen den nächtlichen Himmel auf und sind dafür verantwortlich, dass wir die Sterne nicht mehr sehen.

Schutz nachtaktiver Insekten

Das Resultat daraus ist, dass nachtaktive Insekten Nacht für Nacht zu Millionen Arten vom Kunstlicht angezogen werden und sich vor Erschöpfung tot fliegen. Auch wir Menschen erhalten die Dunkelheit in unseren Wohnungen zurück und schlafen besser, ohne auf dem Komfort von Straßenbeleuchtung verzichten zu müssen. Um nur ein paar Effekte zu beschreiben.

„Damit Künzelsau die Auszeichnung erhält und die erste Sternstadt in Baden-Württemberg wird, haben wir zur fachlichen Unterstützung das Stuttgarter Lichtplanungsbüro Frank Nowicki GmbH engagiert“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Richtige Farbtemperatur

Das Lichtplanungsbüro Nowicki plant nun in allen Straßenzügen gemäß deren Anforderungen unter anderem die richtige Farbtemperatur (Kelvin) und Lichtstärke (Lumen) der Stadt- und Straßenbeleuchtung. Daraus resultierend entsteht eine Lichtleitlinie auch in enger Abstimmung mit dem Astronomen und Physiker Dr. Hänel.

Die Zertifizierung ist bereits eingeleitet und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Umrüstung der Straßen- und Stadtbeleuchtung allein nicht ausreichen wird, um den Richtlinien der IDA gerecht zu werden. Hier ist auch notwendig über Bewusstseinsbildung die Einwohnerinnen und Einwohnern sowie private Unternehmen zum aktiven Handeln zu motivieren.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Nackte 30-Jährige ruft in Künzelsau um Hilfe

In der Nacht auf Freitag, den 20. Mai 2022, war eine betrunkene Frau vollkommen nackt in Künzelsau unterwegs. Das teilte die Polizei mit. Gegen 1 Uhr riefen Anwohner:innen die Polizei, da die Frau nackt auf dem Kirchplatz umherlief und um Hilfe schrie. Die alarmierte die Polizei und kümmerte sich um die Frau. Da die Umstände des Vorfalls zu diesem Zeitpunkt völlig unklar waren und sich die Frau an nichts erinnern konnte, wurde sie zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gibt es keine Erkenntnisse auf eine Straftat zum Nachteil der Frau. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab mehr als 3,4 Promille, weshalb sie zum eigenen Schutz ihren Rausch in der Gewahrsamszelle des Polizeireviers ausnüchtern musste.




Schulwerbung kommt in Fahrt

Die Gewerbliche Schule Künzelsau und die Karoline-Breitinger-Schule werben von nun an mit großformatig beschrifteten Linienbussen des Nahverkehr Hohenlohekreis für ihre Einrichtungen. Beide Schulen in der Trägerschaft des Hohenlohekreises stellen auf den Seitenflächen der Busse ihre jeweils typischen Bildungsgänge vor und bringen sie ins Blickfeld ihrer jungen Zielgruppe: der Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Kreis, die die Linienbusse überwiegend nutzen.

Linien von Öhringen und Krautheim nach Künzelsau

Der Bus der Karoline-Breitinger-Schule wirbt insbesondere für die vielfältigen Bildungsangebote im Bereich Hauswirtschaft und Pflege und ist zwischen Öhringen und Künzelsau unterwegs. Der Bus mit der Werbung der Gewerblichen Schule fährt auf der Linie von Krautheim über Mulfingen in die Kreisstadt. Die leuchtenden Farben und das junge Design sollen auf das Technische Gymnasium mit dem Schwerpunkt Technik und Management aufmerksam machen.

Werbung wird fünf Jahre zu sehen sein

Die beiden Busse werden für die nächsten fünf Jahre mit ihrer Werbebotschaft im Kreis unterwegs sein. Das positive ökologische Image des öffentlichen Nahverkehrs passt dabei ausgezeichnet zur Intention der Schulen.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Neumann: „Ehrenamt braucht Hauptamt – Hauptamt braucht Ehrenamt“

Bürgermeister Stefan Neumann eröffnete den Künzelsauer Abend am 4. Mai 2022 mit einem Überblick über vieles, was aktuell in der Stadt gebaut und umgesetzt wird – und, was in der nächsten Zeit geplant ist. Die Einwohnerinnen und Einwohner erfahren Interessantes, können sich in kleinen Gruppen mit Experten austauschen und mitreden. Ideen sind ausdrücklich erwünscht.

„Infrastruktur und Integration“

Bürgermeister Stefan Neumann. Foto: GSCHWÄTZ

Der Gemeinderat hat im Rahmen der Strategie 2030 der Stadtverwaltung für die Arbeit in diesem Jahr die Schwerpunktthemen „Infrastruktur & Integration“ mitgegeben. „Für ein starkes Künzelsau“, so lautet das Motto, mit dem Bürgermeister Stefan Neumann die erste Einwohnerversammlung in Präsenz seit Pandemie-Beginn bei seiner Begrüßung in der Stadthalle überschreibt.

Viele offene Baustellen in der Stadt

Ein kurzer Video-Rückblick auf das Jahr 2021 zeigt einen Querschnitt der vielfältigen städtischen Aufgabenfelder. Dann blickt Bürgermeister Stefan Neumann auf begonnene und kommende Projekte. Die Neugestaltung des Stadteinganges mit dem Neubau des Kreishauses ist eines von vielen. In diesem Areal optimale Voraussetzungen für eine Mobilitätsdrehscheibe mit einem neuen Parkhaus in unmittelbarer Nähe von der Bergbahnstation, dem Busbahnhof und der Kochertalbahntrasse zu schaffen, ist eine Herausforderung in den kommenden Jahren. In Schul- und Kindergarten-Gebäude in Amrichshausen, Gaisbach und Taläcker wird investiert. Die Sporthalle der Georg-Wagner-Schule kann nach dem Landeskinderturnfest saniert werden und die Planung für das Kinderhaus am Fluss steht.

Auszeichnung „Gründungsfreundliche Kommune“

Künzelsau wurde als „gründungsfreundliche Kommune“ ausgezeichnet und will das Umfeld für Start-ups noch attraktiver gestalten. Dafür wurden Mittel aus dem Förderprogramm RegioWin zur Realisierung des GründerCampus beantragt. Das sind nur ein paar Beispiele aus dem vorgestellten Maßnahmenprogramm der Stadtverwaltung.

Bedeutung des Ehrenamts

„Ehrenamt braucht Hauptamt – Hauptamt braucht Ehrenamt“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann, als er sich bei allen im Bereich der Integrationsarbeit Engagierten bedankt. Ein weiteres Ziel sei, Wohnraum für alle und neue klimapositive Wohngebiete zu schaffen.

„Im Dialog zu Lösungen“

Wie Maßnahmen im Dialog mit den Künzelsauerinnen und Künzelsauern realisiert werden können, zeigt Professor Dr. Frank Brettschneider in seinem Vortrag auf. „Gesellschaftlich tragfähige Lösungen bei Bauprojekten setzen einen Dialog voraus – zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft. Sie erfordern transparente Informationen, frühzeitige Gespräche und gegenseitigen Respekt. Und es braucht eine kommunale Beteiligungskultur. In Künzelsau ist sie vorhanden“, sagt Professor Dr. Brettschneider, Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim.

Ideenschmiede

Den interaktiven Teil bildet in der zweiten Hälfte des Abends die „Ideenschmiede“. In lockeren Gesprächsrunden tauschen sich Besucherinnen, Besucher, Moderatorinnen, Moderatoren mit Expertinnen und Experten an vier angebotenen Stationen aus.

Mobilitätsdrehscheibe – Parkhaus am Stadteingang

Reges Interesse an den Themenständen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Gruppe Mobilität beschäftigt sich mit der Frage, wie heute schon im Quartier des neuen Stadteingangs an der Stuttgarter Straße künftige Mobilitätsformen angemessen berücksichtigt werden können. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion wünschen, dass bei der Mobilität immer die gesamte Stadt und ihre Stadtteile in den Blick genommen werden“, erklärt Christine Tritschler, Architektin vom Büro ORPlan aus Stuttgart. Sie hat den Planungswettbewerb für die Neugestaltung des Stadteingangs gewonnen und informiert mit Julia Model vom Sanierungsträger Wüstenrot Haus- und Städtebau aus Ludwigsburg über die Möglichkeiten, die sich in dem Quartier bieten. „Gerade der öffentliche Nahverkehr kommt heute oft zu kurz und ist so – noch – keine Alternative zum PKW. Dies kann sich mit der Reaktivierung der Kochertalbahn ändern. Ergänzend sollte aber auch das Stadtbusnetz und die Taktzeiten von Bus und Standseilbahn verbessert werden“, so Christine Tritschler. Damit das neue Parkhaus am Stadteingang eine „Mobilitätsdrehscheibe“ werden kann, sollten ausreichend Angebote für den PKW gemacht werden. Nur so könne auch ein Umstieg auf alternative Verkehrsmittel gelingen. Die Kombination mit E-Ladesäulen wäre ideal. Auch für Fahrräder sollten dort sichere Abstellplätze, Ladestellen für E-Räder, und Reparaturmöglichkeiten angeboten werden.

Die Stadthalle war schon früh gut besetzt. Foto: GSCHWÄTZ

Verkehrsmittel leihen

Insgesamt ist eine gute Leihinfrastruktur wünschenswert – neben dem Fahrrad auch für Roller, motorisierte Zweiräder oder PKW. So könnte das neue Parkhaus eine Anlaufstelle für viele Mobilitätsformen werden. An einer „Infotheke“ könnten Fahrkarten, auch für überregionale Busse wie den FlixBus angeboten, Fahrpläne und der Leihverkehr abgewickelt werden. Das Thema Mobilität zieht sich wie ein roter Faden durch alle vier Gesprächsgruppen.

Von Energiespar-Tipps bis plastikfreier Wochenmarkt

„Das größte Interesse bei der Ideensammlungsgruppe des Künzelsauer Klimabeirates gilt – sicherlich auch aufgrund der allgemeinen Situation am Energiemarkt – möglichen Maßnahmen und Tipps zum Energiesparen für die Einwohnerinnen und Einwohner, das Gewerbe und die Industrie“, fasst Joachim Schröder vom Klimabeirat zusammen. Großes Interesse besteht auch an einer ersten Beratungsstelle beispielsweise zur Photovoltaik-Nutzung mit Eigenstromgewinnung. Eine Dachsolarbörse wird in die Diskussion eingebracht. Zur Abfallvermeidung könnte ein plastikfreier Wochenmarkt beitragen. Zum gleichen Zweck werden „Unverpackt-Läden“ und das verstärkte Nutzen des Mehrwegsystems „Hohenlohe to go“ angeregt. Als positives Beispiel wird dafür die Initiative „Einmal ohne bitte“ im Gastrogewerbe, bei Metzgereien und Bäckereien genannt. „Um unsere Innenstadt und auch die Stadtteile fit für Starkregenereignisse und Hitzewellen zu machen, wurde angeregt, das Stadtgrün zu stärken und Biotope im Einklang mit der Landwirtschaft intensiver zu vernetzen“, so Joachim Schröder.

Stadt Up 4.0 – Die Innenstadt von morgen

„Die Ideensammlungsgruppe, die sich mit dem Thema ,Die Innenstadt von morgen‘ beschäftigt, fokussiert die Schwerpunkte Grün- und Freiflächen, Infrastruktur, Nahversorgung, Kunst sowie Mobilität“, so die Kurzfassung von Christoph Bobrich, Leiter des Amtes für Nachhaltige Entwicklung und Bürgerbeteiligung. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist das Schaffen von mehr Grünflächen sowie die Integration von Pflanzen und Wasserflächen im Innenstadtbereich wichtig. Ein Mehr ist bei Vielem gewünscht: Spielgeräte und Angebote für Kinder, Bänke und Mülleimer sind ebenso gewünscht wie weitere hochwertige Gaststätten und attraktive Geschäfte des täglichen Bedarfs. Im Themenbereich „Kunst und Kultur“ wird der Slogan „Stadt der KÜNste“ kreiert. Hierbei soll der Fokus auf kulturelle Veranstaltungen sowie mehr Skulpturen gelegt werden. Wie in allen anderen Gruppen spielt auch hier die Mobilität eine Rolle. Es fallen Stichworte wie Verkehrsberuhigung, Schaffen von Spielstraßen, eine „Straße die allen gehört“ oder der Einsatz eines standhaften Blitzers. In die Radinfrastruktur sollte auch mehr investiert werden, beispielsweise in Radwege und Radständer sowie Ladesäulen.

Wir sind Künzelsau

Integrationsarbeit wird auf vielfältige Weise in Künzelsau geleistet und will Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und alle die in Künzelsau wohnen einbinden, so Marion Hannig-Dümmler, stellvertretende Hauptamtsleiterin. Ein eigens von ihr dafür entwickeltes Integrationskonzept stellt sie den Besucherinnen und Besuchern in der Stadthalle vor. Das Konzept füllt sie mit ihrem Team mit Aktionen und verschiedenen Angeboten. Wiederaufleben wird der Sprachenstammtisch Café International. Nach langer Pause findet das erste Treffen am 23. Mai 2022 im Alten Rathaus statt. Die Künzelsauer Ehrenamtsbörse ist eine Möglichkeit, Angebote in diesem Bereich zu finden. Dort kann auch jede und jeder sein oder ihr persönliches Engagement im Ehrenamt anbieten.

Am Ende werden die erarbeiteten Punkte von den Moderatorinnen und Moderatoren vorgetragen, die auch in die weitere Entwicklung der Projekte einfließen werden. Dieser Austausch auf Augenhöhe wird auch bei zukünftigen Einwohnerversammlungen angestrebt.

Bürgerbudget, Jugendhaus, Dorfgemeinschaftshaus, …

Auch in diesem Jahr stehen 50.000 Euro im Rahmen des Bürgerbudgets für Projekte der Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung. Dafür können Anträge bis 5. August online auf der Civocray-Plattform gestellt werden. Das wird von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kleinen Gesprächsrunden ebenso präsentiert wie das Dorfgemeinschaftshaus Nagelsberg und das neue Team des Jugendreferates.

Informationen über die neuen LEADER Fördermöglichkeiten, das Angebot von Glasfaser-Hausanschlüssen und über das Landeskinderturnfest geben die jeweiligen Ansprechpartner der Einrichtungen und vom Turngau Hohenlohe, der noch Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern gebrauchen kann.

Online-Befragung zum Thema „(Online-)Lebensmitteleinkauf“

Wie offen stehen die Künzelsauer Einwohnerinnen und Einwohner Online-Supermärkten gegenüber und wie zufrieden sind sie generell mit der Einkaufssituation vor Ort? Diese und mehr Fragen hat Alexander Sieler, Student der Betriebswirtschaftslehre, einigen Besucherinnen und Besuchern der Einwohnerversammlung stellen können. „Alle Künzelsauerinnen und Künzelsauer sind herzlich dazu eingeladen, den Online-Fragebogen auszufüllen“, wirbt Alexander Sieler auch für eine Online-Beteiligung an der Umfrage. „Ziel ist es, ein möglichst breites Stimmungsbild zu erhalten. Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto besser können wir ihre Belange verstehen und Maßnahmen daraus formulieren.“ Der Online-Fragebogen kann noch bis 25. Mai 2022 über diesen Link aufgerufen und ausgefüllt werden https://survey.questionstar.com/cf2ad333  .

„Wir haben einen interessanten und informativen Abend gestaltet und dank unserer Gäste viele Ideen und Eindrücke gewonnen, die in unsere Arbeit mit einfließen werden. Allen Besucherinnen und Besuchern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mitgewirkt haben, danke ich herzlich“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Weitere Informationen

Auch in Zukunft können alle weiter mitreden, diskutieren und Fragen stellen auf der Online-Plattform: http://www.civocracy.org/stadtkuenzelsau

Dort sind auch die Ergebnisse der Ideenschmiede vom Künzelsauer Abend abrufbar.

Der Künzelsauer Abend wurde aufgezeichnet. Das Video ist auf dem Youtube-Kanal der Stadtverwaltung abrufbar: https://youtu.be/TTrFSpmpdIY

Künzelsauer Ehrenamtsbörse: http://www.kuenzelsau.de/,Lde/kampagnen/ehrenamtsboerse

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

Prof. Dr. Brettschneider beim Impulsvortrag. Foto: GSCHWÄTZ




Künzelsau feiert 500 Jahre Altes Rathaus

Das historische Wahrzeichen in Künzelsau ist das Alte Rathaus. Seit 500 Jahren ist das Fachwerkgebäude Herzstück der Stadt. Dieses Jubiläum wird am Wochenende vom 21. und 22. Mai 2022 mit einem Büchereifest gefeiert. Das Unwetter im Mai 2016 hatte großen Schaden im Erdgeschoss angerichtet. Die erforderliche Sanierung war die Chance, das komplette Gebäude zu sanieren, barrierefrei zu machen und mehr Platz für die 1948 gegründete Stadtbücherei zu schaffen. Mit großer Unterstützung vom Land, der Bevölkerung und der Albert Berner-Stiftung sind attraktive Räume und eine sehr gut ausgestattete Bücherei entstanden, die im Winter 2019 bezogen werden konnten. Ein großes Büchereifest sollte 2020 folgen, konnte aber aufgrund der Pandemie nicht stattfinden. Das wird jetzt nachgeholt. Am Festwochenende erwartet die Besucher ein buntes Rahmenprogramm mit Bücherflohmarkt, Lesungen, Musik und Bewirtung.

Tag der offenen Tür im Alten Rathaus und der Stadtbücherei

In und um das Alte Rathaus in Künzelsau werden am Festwochenende Aktionen angeboten. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

Am Samstag, 21. Mai und Sonntag, 22. Mai 2022 jeweils von 11 bis 17 Uhr kann das Alte Rathaus mit der Stadtbücherei beim Tag der offenen Tür erkundet werden. Rund fünftausend Bücher stehen dort für Literaturfreunde bereit und unzählige E-Books können über die Onleihe angefordert werden. Für Schnäppchenjäger ist der Bücherflohmarkt beim Alten Rathaus und in den Räumen des ehemaligen Modehauses Demuth in der Hauptstraße interessant. Minnesänger, Bastelangebote, Vorlesestunden, Kindertheateraufführungen und Vorträge zur Geschichte des Alten Rathauses bieten Interessantes und Unterhaltsames an.

Samstag, 21. Mai 2022

11 Uhr: offizielle Eröffnung des Festwochenendes

11 bis 17 Uhr: Tag der offenen Tür, Bücherflohmarkt beim Alten Rathaus und im ehemaligen Modehaus Demuth, Minnegesang im Freien

12 Uhr: Vorlesestunde

14 Uhr: Lesung „Wart i denk dr“ mit Margret Maier-Hagele

14 bis 16 Uhr: Basteln – Origami falten mit Renate Weber und mit Papier, das nach Entwürfen von Alfred Dimter gestaltet wurde

16 Uhr: Lesung „Kind ohne Flügel“ mit Charlotte Sigrun Hellinger

Sonntag, 22. Mai 2022

11 bis 17 Uhr: Tag der offenen Tür, Bücherflohmarkt beim Alten Rathaus und im ehemaligen Modehaus Demuth, Minnegesang im Freien

11 Uhr: Vorlesestunde

12 Uhr und 15 Uhr: Kindertheater

14 und 16 Uhr: Vortrag „Markthalle, Schlachthaus, Gefängnis – und ein wenig Verwaltung – 500 Jahre Altes Rathaus“ von Stefan Kraut

500 Jahre Altes Rathaus – auch ein Stück Stadtgeschichte

Künzelsau ist von einem Großfeuer verwüstet worden – mindestens ein Drittel der Gebäude wurden Opfer der Flammen. Auch das damalige Rathaus zerfiel in Asche, so dass 1522 ein neues gebaut werden musste. Es entstand im fränkischen Stil, mit Markthalle im Erdgeschoss und über eine Außentreppe gelangte das Publikum in die eigentlichen Verwaltungsräume im ersten Stock. Hier hatte der Gemeinschaftliche Ganerben-Schultheiß das Sagen, der im Auftrag der vielen Herren den Ort verwaltete. Das Haus wurde mehrfach umgebaut, überdauerte die Zeiten und Wechsel der Herrschaftssysteme und wurde schließlich 1989 vom Neuen Rathaus abgelöst. Stadthistoriker Stefan Kraut stellt in einem Vortrag am 21. Mai 2022 im Alten Rathaus verschiedene Aspekte der Geschichte des Gebäudes dar. Zur Verwaltung gehörten mehrere Rats- und Schreibstuben, eine Bibliothek, aber auch ein Arrest. Vorübergehend untergebracht waren hier so unterschiedliche Einrichtungen wie Krankenversicherung und Schlachthaus, Notariat und Stadtpolizei und vieles andere mehr.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Special Olympics World Games: Künzelsau wird die Delegation des Iran beherbergen

Der Austausch kann starten, die Annäherung erfolgen:
Host Towns und die Delegationen der Special Olympics World Games Berlin 2023 sind final zugeteilt. Die Gastgeber-Kommunen wissen nun, welche Delegation sie vom 12. bis 15. Juni 2023 empfangen werden und mit wie vielen Mitgliedern der Delegation sie rechnen dürfen. Die internationalen Gäste wiederum erfahren, in welche Region Deutschlands sie vor den Wettbewerben der Weltspiele 2023 reisen werden.

„in Kontakt mit den Menschen treten“

Block über die Stadt Ghom, eine der größten Städte des Iran. Foto: pixabay

„Wir freuen uns schon jetzt auf die Delegation aus dem Iran. Wir möchten unseren rund 85 Gästen in den vier Tagen unsere Heimat näherbringen und in Kontakt mit den Menschen treten. Der kulturelle Austausch wird für die Künzelsauerinnen und Künzelsauer sicher eine Bereicherung sein “, so Bürgermeister Stefan Neumann.

„dass die Inklusion auch nach den Weltspielen in den Kommunen bleibt“

„Am wichtigsten ist die Nachhaltigkeit, dass die Inklusion auch nach den Weltspielen in den Kommunen bleibt.“ Mark Solomeyer, Athletensprecher und Vizepräsident von Special Olympics Deutschland (SOD), bringt es auf den Punkt. Deutschland verändert sich. Inklusion wird zur Inspiration über die Special Olympics World Games Berlin 2023 hinaus.

„gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung“

Als größtes kommunales Inklusionsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik nimmt das Host Town Program eine Schlüsselrolle ein bei der Gestaltung inklusiver Lebensräume und der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung. Die Vielzahl inklusiver Projekte wird eine offene, vielfältige Gesellschaft weit über die Weltspiele 2023 hinaus prägen. Sie werden ein neues Miteinander stiften und den Raum für Begegnungen öffnen.

Phase der Kontaktknüpfung kann beginnen

Mit der finalen Zuteilung beginnt nun eine erste Phase der Beziehung: Host Towns und Delegationen knüpfen Kontakte, die Gestaltung des Programms vor den Wettbewerben in Berlin wird abgestimmt. Gastgeber-Kommunen in allen Bundesländern und Delegationen aus allen Teilen der Welt freuen sich auf spannende vier Tage im Juni 2023. Freundschaften werden geschlossen, Möglichkeiten entstehen, eine inklusivere Gesellschaft zu gestalten.

Willkomensnetzwerk ist aktiv

Wer aktiv das Programm mitgestalten und die inklusive Idee in Künzelsau voranbringen möchte, hat die Möglichkeit, sich im Willkommensnetzwerk einzubringen. Kontakt: Laura Asum, laura.asum@kuenzelsau.de, 07940 129-123.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

Iran (…) ist ein Staat in Vorderasien. Mit rund 84 Millionen Einwohnern (Stand 2020)[7] und einer Fläche von 1.648.195 Quadratkilometern zählt Iran zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde. Hauptstadt, größte Stadt und wirtschaftlich-kulturelles Zentrum Irans ist Teheran, weitere Millionenstädte sind Maschhad, Isfahan, Täbris, Karadsch, Schiras, Ahvaz und Ghom. Der Iran bezeichnet sich selbst seit der Islamischen Revolution 1979 als Islamische Republik. Regelmäßige Wahlen werden abgehalten, aber aufgrund der umfassenden Einhegung durch die Machthaber, von Manipulationsvorwürfen und der unbedeutenden Stellung des Parlamentes sowie des Präsidenten als undemokratisch kritisiert. Der iranische Staat kontrolliert nahezu jeden Aspekt des täglichen Lebens in Hinblick auf religiöse und ideologische Konformität und durchdringt so das Leben aller Bürger und beschneidet die Freiheit des Einzelnen. Es gibt im Iran keine umfassende Presse- oder Meinungsfreiheit. Seit der Islamischen Revolution haben sich die guten Beziehungen zu westlichen Staaten in eine offene Feindschaft gewandelt, die vor allem bezüglich der ehemals befreundeten USA und Israel auch fest in der Staatsideologie verankert ist. Der Iran ist außenpolitisch weitgehend isoliert, gleichzeitig eine Regionalmacht im Nahen Osten.

[wikipedia]