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Wird es nun ernst?

Das Thema Vorratshaltung steht im Mittelpunkt von zwei Workshops des Landwirtschaftsamtes des Hohenlohekreises. Bei den Terminen am Dienstag, 14. Juni 2022, und am Mittwoch, 15. Juni 2022, jeweils von 14 bis 17 Uhr, werden verschiedene Haltbarmachungsmethoden erklärt und praktisch umgesetzt. Wichtige Informationen über nachhaltige, regionale und saisonale Ernährung runden den Nachmittag ab.

Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden

Durch Vorratshaltung kann Lebensmittelverschwendung vermieden werden – auch bei großer Ernte oder wenn zu viel eingekauft wurde. So wird langfristig auch Zeit und Geld gespart. Zudem eignen sich selbst hergestellte Produkte optimal als individuelle Geschenke aus der eigenen Küche mit hoher Wertschätzung. Damit das gelingt, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops unter anderem üben, wie fachgerecht eingefroren, ein Fruchtaufstrich gekocht und Sirup hergestellt wird. Auch die kreative Verwendung von Kräutern lernen sie kennen.

Workshops finden in Kupferzell statt

Die Workshops finden in der Lehrküche der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft, Schlossstraße 1 in Kupferzell statt. Ein Kostenbeitrag von 10 Euro pro Person für Lebensmittel wird direkt im Kurs abgerechnet. Bitte fünf oder sechs Gläser mit Schraubdeckel mitbringen. Eine Anmeldung ist erforderlich bis Mittwoch, 8. Juni 2022, unter http://webinare-lawiamt.lra-hok.de.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Diese Leichenschau ist nichts für schwache Nerven

Die Ausstellung „Echte Körper – Von den Toten lernen“ ist vom 04. Juni bis 05. Juni 2022 in der Stadthalle in Niedernhall, Brückenwiesenweg 2, zu sehen. Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Veranstalters:

Früher Vorrecht von Medizinern

Bis vor wenigen Jahren war der Blick auf tote Körper und das Erforschen der anatomischen
Beschaffenheit ausschließlich das Vorrecht von Medizinern in den Sektionssälen der
Universitäten.

Rund 200 anatomische Exponate

Die Erfindung der Plastination und Präsentation der Exponate in öffentlichen Ausstellungen
ermöglicht es nun der Allgemeinheit Einblicke in den menschlichen Körper zu bekommen.
Die Ausstellung Echte Körper- VON DEN TOTEN LERNEN
vermittelt anhand einer umfangreichen wissenschaftlichen Sammlung von ca. 200 didaktisch
wertvollen anatomischen Exponaten, bestehend aus konservierten menschlichen Körpern,
Skeletten, Gliedmaßen, Organen, Organblöcken, Funktionssimulatoren, Tastmodellen und
Moulagen medizinisches Wissen an interessierte Besucher.

Ausführliche Erklärungen, Multimediavorführungen und Lehrtafeln zu allgemeinen und
spezifischen Themen des menschlichen Körpers dienen neben den Exponaten der
Wissensvermittlung.

Die Ausstellung bietet Schülern und Lehrern ein umfangreiches Bildungsangebot und
befasst sich mit sämtlichen lehrplanrelevanten Themen der Klassenstufen 6 – 12.
Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterbildung in medizinischen Berufen.

Themenschwerpunkte sind:

– Skelett Bewegungsapparat
– Gehirn und Nervensystem Geschlechtsorgane
– Herz und Blutkreislauf Nieren und Harnwege
– Verdauungssystem Sinnesorgane
– Atemwege und Lunge
Darüber hinaus wird die Gelegenheit geboten, sich ausführlich mit den Themen
Organspende, Krebs, Aids, Alkohol und Nikotin auseinander zu setzen.

Öffnungszeiten
Samstag 12:00-18:00 Uhr

Sonntag  11:00-18:00 Uhr
Es werden keine Führungen angeboten.
Eintrittspreise / Tickets nur an der Ausstellungskasse vor Ort erhältlich

Schüler* 10,00 Euro

Auszubildende* 10,00 Euro

Studenten* 10,00 Euro

Erwachsene* 15,00 Euro

Kinder bis 6 Jahre * 5,00 Euro

https://echtekoerperausstellung.de/

Email: mobile-ausstellung@gmx.de
Mobil. Info 0173/6126553

 




Nach zwei Jahren Coronapause: viel Neues für Besucher der Burgfestspiele Jagsthausen

Ab dem 4. Juni 2022 kann sich das Publikum der Burgfestspiele Jagsthausen ein Bild von den Neuerungen beim Freilichttheater machen. Für Besucher mit Hörschädigung haben die Burgfestspiele Jagsthausen in Technologie von Sennheiser investiert. Darüber hinaus zieht die Theaterkasse in eine moderne Umgebung.

Investitionen für Hörgeschädigte

Anfang Juni öffnen sich die Tore der Götzenburg für das Publikum der Burgfestspiele Jagsthausen. Im Jahr 2022 wird ein Projekt realisiert, auf das die Geschäftsleitung besonders stolz ist. „Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr mit dem Hörunterstützungssystem „MobileConnect“, entwickelt von Sennheiser in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut, auch für Menschen mit Hörschädigung den Zugang zum Theater erleichtern oder gar erst ermöglichen können. Durch die finanzielle Unterstützung der Freunde der Burgfestspiele konnten wir in eine Technologie investieren, die in Theatern, Universitäten und Museen weltweit zum Einsatz kommt“, so Birgit Baronin von Berlichingen, Geschäftsführerin der Burgfestspiele Jagsthausen.

Ton der Vorstellung wird direkt aufs Handy übertragen

Für Menschen mit Hörschädigung wird ein Theaterbesuch oft erschwert. MobileConnect ist eine unabhängige Hörunterstützung und bringt Live-Audio direkt auf das Smartphone. Im Fall der Burgfestspiele heißt das, das Theaterstück wird direkt auf das Handy übertragen.

In nur drei Schritten gelangt der Zuschauer in den Klanggenuss von MobileConnect:

  1. Zuhause oder über das öffentliche Netzwerk der Burgfestspiele wird die MobileConnect-App heruntergeladen
  2. Der Zuschauer können sich anschließend im Burghof-Netz Jagsthausen einwählen
  3. Die App öffnen und am Service-Point den QR-Code scannen.

Die App ermöglicht es den Nutzern, das Theaterstück in allen Klangfarben zu erleben und den Ton ganz den individuellen Hörgewohnheiten und -bedürfnissen anzupassen.

Auch die Kasse modernisiert

Neben MobileConnect kann sich das Publikum auch über die neue, moderne Theaterkasse freuen. Viel Platz und modernes, klares Design sorgen schon von der ersten Minute für einen unvergesslichen Theaterbesuch.

Pressemitteilung BFS Jagsthausen




Künzelsauer Kocherfreibad öffnet zu Pfingsten

Künzelsau hat wieder eine Sommeradresse: das Kocherfreibad. Der Saisonstart ist für Freitag, 3. Juni 2022 geplant – sofern Badewetter herrscht.
„Das Wasser im Naturschwimmbecken hat nach den anfänglichen Startschwierigkeiten im vergangenen Jahr jetzt eine sehr gute Wasserqualität“, freut sich Bernd Scheiderer, Leiter des Stadtbauamtes und Technischer Leiter der KünWerke.

Das rund 800 Quadratmeter große Naturschwimmbecken wird mit Wasser aus dem Kocher gespeist. Bevor das Kocherwasser jedoch in das 1,30 Meter tiefe Nichtschwimmerbecken mit dem Sandstrand fließt, passiert es eine Pflanzenfilteranlage. „Wir verzichten komplett auf Chlor und andere chemische Reinigungszusätze“, erklärt Bernd Scheiderer. Mit den Planern der WasserWerkstatt aus Bamberg wurde eine komplett biologische Reinigung mit Pflanzenfilter und UV–Licht geschaffen. Das Kocherfreibad ist eines der letzten Flussbäder in Baden–Württemberg, eventuell sogar das letzte, und nun mit der Badebucht einzigartig, da das Flusswasser durch die Zirkulation und Filtration über Pflanzenfilter gereinigt und somit eine dauerhaft verbesserte Wasserqualität herbeigeführt wird. Die Stadtverwaltung wird auch weiterhin regelmäßig Wasserproben auswerten lassen, zusätzlich zu den routinemäßigen Proben des Gesundheitsamtes.

Planschbecken für die Kleinen … 

Das Planschbecken, mit einem Wasserpilz und einer Wasserrutsche, ist unverändert geblieben und ebenfalls in Betrieb. Es ist mit Trinkwasser befüllt und hat eine Wasserfläche von rund einhundert Quadratmeter. Der Spielplatz in Wassernähe sorgt außerdem für Unterhaltung der kleinen Badegäste.

… und Stand-up-Paddling für die Großen

Tretboote und Boards für Stand–Up–Paddling, gesponsert von regionalen Unternehmen, sorgen für Abwechslung und sportliche Aktivität. Auch das Beachvolleyballfeld kann bespielt werden. Die großzügige Liegewiese lädt zum gemütlichen Verweilen ein.

Biergarten und Campingplatz

Uwe Pimpl hat den Kiosk im Eingangsgebäude des Kocherfreibades und den Biergarten, der direkt angegliedert ist, gepachtet. Der Biergarten hat bei schönem Wetter bereits seit dem Frühjahr geöffnet. Der Campingplatz auf dem Freibadgelände hat acht Stellplätze für Wohnmobile und zirka 20 Plätze für Zelte. 

Reservierungen sind bei Uwe Pimpl möglich, 0170 3118099.

Kocherfreibad Eintrittspreise

Eintrittskarten können im Freibad und im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, Künzelsau, gekauft werden.

Einzelkarten

Erwachsene 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche, 0 bis 16 Jahre, Schüler,
Studenten, Schwerbeschädigte (ab 50 Prozent) 1,50 Euro

Saisonkarten

Erwachsene 25,00 Euro
Kinder und Jugendliche, 0 bis 16 Jahre, Schüler,
Studenten, Schwerbeschädigte (ab 50 Prozent) 20,00 Euro
Familien (ein oder zwei Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, 0 bis 16 Jahre) 45,00 Euro

Öffnungszeiten – bei Badewetter

Montag bis Freitag 13 bis 19 Uhr
Wochenende, Feiertage, Ferien 10 bis 19 Uhr

Während der Spielzeit von Theater im Fluss im Zeitraum vom 15. Juni
bis 16. Juli 2022 schließt das Kocherfreibad früher – in der Regel um
18 Uhr. Auch das Beachvolleyballfeld kann dann nicht bespielt
werden. Die genauen Zeiten werden per Aushang vor Ort bekannt
gegeben.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




FC Bundestag ist Europameister

Die Fußballmannschaft der Bundestagsabgeordneten, der FC Bundestag hat am Wochenende im finnischen Lahti die inoffizielle Europameisterschaft gewonnen.

Kevin Leiser mit dabei

Kevin Leiser nach Ende des letzten Spiels der deutschen Mannschaft. Foto: Kevin Leiser

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser hat für den ersten Turniersieg seit 2011 gekämpft. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir standen hinten stabil und konnten auch mit der besten Offensive des Turniers überzeugen. Ich freue mich, dass wir den Pokal nun wieder mit in die Räumlichkeiten des Bundestages bringen können“, so Leiser.

Die Null muß stehen

Der FC Bundestag gewann beim jährlichen Vier-Länder-Turnier alle Spiele ohne Gegentor. Die Endergebnisse lauten: Deutschland-Finnland 1:0, Deutschland-Österreich 4:0 und Deutschland-Schweiz 3:0.

Pressemitteilung Kevin Leiser MdB

 




Staatsanwaltschaft und Polizei hüllen sich beim Obduktionsergebnis vorerst in Schweigen

Eine bleierne Stimmung liegt über dem kleinen Künzelsauer Teilort Belsenberg, das Mißtrauen gegenüber einem Menschen, den man nicht kennt, ist greifbar. Auf den Gassen des kleinen Orts ist kaum jemand zu sehen, die wenigen Menschen, die unterwegs sind, halten Abstand oder drehen sich weg.

Tote Frau noch nicht identifiziert

Grund dafür dürfte der mysteriöse Todesfall einer Frau sein, die am Dienstagabend, 24. Mai 2022, in einem Haus in Belsenberg aufgefunden wurde. Belsenberg ist so klein, dass jeder das Haus, in dem die Leiche gefunden wurde, und dessen Bewohner kennen dürfte. Die Polizei vermutet, dass es sich bei der Toten um eine 66-jährige Bewohnerin des Hauses handelt: „Eine Identifizierung steht jedoch noch aus“, teilt das Polizeipräsidium mit. Da die Leiche offenbar bereits längere Zeit gelegen hatte, sei es aufgrund des Zustands des Leichnams nicht leicht, eine eindeutige Identifizierung vorzunehmen.

Obduktionsergebnis liegt vor, wird aber vorläufig nicht veröffentlicht

Auf konkrete Nachfrage, ob inzwischen ein Verbrechen nachgewiesen ist, beruft sich die Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn auf „ermittlungstaktische Gründe“, aus denen sie noch keine weitere Auskunft geben möchte. Eine Obduktion sei aber zwischenzeitlich durchgeführt, auch über das Ergebnis der Obduktion will sie aus denselben Gründen noch nichts sagen.

Sonderkommission „Grube“ ermittelt mit 40 Personen

Das Haus, in dem die Leiche gefunden ist, ist von der Polizei abgesperrt und die Türen sind versiegelt. Foto: GSCHWÄTZ

Akribische Spurensicherungsarbeiten seien bereits durchgeführt, die Arbeit der Spurensicherung sei aber noch im Gange, rund 40 Mitarbeiter:innen seien momentan mit der Aufklärung des Falls beschäftigt. Der Name der Sonderkommission bezieht sich auf den Straßennamen des Fundortes – die Polizeisprecherin sagt explizit, dass die Leiche nicht etwa in einer Grube aufgefunden worden wäre.

Gerüchte im Umlauf

Am Briefkasten des Hauses ist ein Name wie mit dem Lineal gezogen durchgestrichen – ob es der Name der Toten ist? Da die Polizei noch nicht einmal mitteilt, ob überhaupt eine Straftat vorliegt, sprießen die Gerüchte. Manche Anwohner sind von einer Beziehungstat überzeugt. Dieser Schluß ist möglicherweise zu schnell: Es ist ja noch nicht einmal klar, ob überhaupt eine „Tat“ vorliegt.

Text: Matthias Lauterer




Wurde Frau Opfer eines Verbrechens?

Eine weibliche Leiche wurde am Dienstagabend, den 24. Mai 2022, im Künzelsauer Stadtteil Belsenberg aufgefunden. Das teilte die Polizei mit. Ein Zeuge meldete sich bei der Polizei, da er die Bewohnerin eines Hauses seit längerem nicht mehr gesehen hatte.

Einsatzkräfte des Polizeireviers Künzelsau fanden wenig später in dem Gebäudekomplex die Leiche einer Frau.

Da es Hinweise darauf gibt, dass die Tote Opfer eines Verbrechens geworden ist, hat die Polizei die Sonderkommission Grube eingerichtet, die die Ermittlungen aufgenommen hat.

Die genauen Hintergründe der Tat sind laut der Polizei derzeit noch völlig unklar. Spekulanten in Belsenberg sprechen von einem Gewaltverbrechen.

Die Polizei bittet Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei Heilbronn entgegen. Telefon: 07131/104 4444.




Einbrecher brechen Balkontüre auf

Einbrecher drangen am Montag, den 23. Mai 2022, in ein Wohnhaus in Künzelsau-Ohrenbach ein. Zwischen 7.45 Uhr und 19 Uhr begaben sich Unbekannte zu dem Gebäude im Binsenweg und hebelten an der Rückseite des Hauses eine Balkontüre auf, wie die Polizei am Dienstag, den 24. Mai 2022, mitteilte.

Die Einbrecher öffneten die Tür gewaltsam, wodurch das Glas zerbrach. Anschließend betraten sie das Haus. Ob die Täter etwas entwendet haben, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Angaben zu dem Einbruch machen können oder in diesem Bereich eine verdächtige Wahrnehmung gemacht haben, sich beim Polizeirevier Künzelsau zu melden. Telefon: 07940/9400.




Neues Rückhaltebecken für Hochwasser und Starkregen in Amrichshausen

Anfang Juni beginnen die Bauarbeiten für den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens in Amrichshausen. Voraussichtlich im Herbst 2022 wird das neue Rückhaltebecken fertig sein und auch die parallel vorgesehene Sanierung des Beckens in Berndshausen soll dann abgeschlossen sein.

Bauzeit voraussichtlich von Juni bis zum Herbst 2022

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat für das gesamte Stadtgebiet mit allen Stadtteilen ein Starkregenrisikomanagement (SRRM) erarbeitet und setzt nun folgende Maßnahmen aus dem Handlungskonzept des SRRM um: Das Hochwasserrückhaltebecken Amrichshausen wird östlich des Ortes direkt am Deubach gebaut. Es dient zum einen der Reduzierung der Hochwassergefahr, zum anderen der Pufferung von Oberflächenabflüssen bei Starkregenereignissen.

Eingang der Verdolung des Deubachs. Foto: GSCHWÄTZ

Außerdem wird ein Einlaufbauwerk kurz vor der Einmündung des Heideweges in die Julius-Echter-Straße gebaut. Bisher mündet der bis dahin offene Deubach in eine Verdolung. Um die Leistungsfähigkeit der Verdolung aufrecht zu erhalten, wird an dem vorhandenen Einlauf ein Raumrechen angebracht. Der Rechen wird als Stahlbauteil an den vorhandenen Einlauf gesetzt.

Auch in Berndshausen wird gebaut

Außerdem wird das Hochwasserrückhaltebecken bei Berndshausen saniert. Die Dammhöhe des äußeren Beckens wird auf einer Länge von rund 50 Meter um rund 30 Zentimeter abgesenkt. Der Freibord des inneren Beckens wird mittels einer Blocksteinreihe um bis zu 80 Zentimeter erhöht. Die Kosten für die Arbeiten betragen rund 430.000 Euro. Ausführendes Bauunternehmen ist die Firma Schwarz aus Stachenhausen. Die Baubegleitung übernimmt das Ingenieurbüro BIT Ingenieure AG aus Heilbronn. Sperrungen innerhalb der öffentlichen Zuwegungen im Bereich der Baumaßnahmen werden auf ein Minimum begrenzt. Vollsperrungen sind nur am anliegenden Feldweg beim Hochwasserrückhaltebecken Amrichshausen und an den Dammwegen des inneren und äußeren Beckens Berndshausen notwendig. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet die Anlieger der landwirtschaftlichen Flächen, Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die entstehenden Beeinträchtigungen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Urlaub auf der Schiene: das 9€-Ticket kommt

Bundestag und Bundesrat haben es beschlossen: In den Monaten Juni, Juli und August wird es möglich sein, den Öffentlichen Personennahverkehr im gesamten Bundesgebiet mit einem einheitlichen Ticket, welches für neun Euro pro Monat erhältlich ist, zu nutzen. Das Ticket gilt während dieser Zeit in allen Nahverkehrsverbünden, also auch in den Zügen der Eisenbahnbetreiber, sofern diese dem Nahverkehr angehören.

Die Deutsche Bahn informiert:

  • Das 9-Euro-Ticket kann bundesweit auf allen Strecken und in allen Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für beliebig viele Fahrten genutzt werden.
  • Das Ticket ist nicht in den Zügen des Fernverkehrs (z.B. IC, EC, ICE) und in Fernbussen gültig.
  • Die Fahrradmitnahme ist nicht generell im 9-Euro-Ticket inkludiert. Grundsätzlich gelten die kostenpflichtigen Mitnahmeregelungen der teilnehmenden Verkehrsverbünde.
  • Bitte beachten Sie: Von Juni bis August werden die Züge sehr voll werden, daher kann die Mitnahme Ihres Fahrrads nicht garantiert werden.
  • Für Hunde kann grundsätzlich kein 9-Euro-Ticket erworben werden. Hunde können aber, wie sonst üblich, gemäß der regulären Tarifbestimmungen, je nach Verbund ggf. mit einem separaten Ticket, mitgenommen werden. Dies gilt auch für Blinden- und Assistenzhunde, hier gelten, die bestehenden Regelungen weiter.

Besonders leicht macht es der NVH

Das Ticket ist ab dem 23. Mai 2022 im Verkauf, genutzt werden kann es aber erst ab dem 01. Juni. Besonders einfach macht es dabei der NVH seinen Fahrgästen: Das Ticket kann direkt beim Einsteigen in den Bus gelöst werden. Aber auch im Kundencenter in Künzelsau und im Moritz in Öhringen kann das Ticket erworben werden.

Chance für den Nahverkehr

Ziel der Bundesregierung ist primär, mit diesem Ticket vielen Menschen ein Schnupperangebot zu machen, das Auto einfach mal stehenzulassen und mit dem ÖPNV zur Arbeit oder zum Einkauf zu pendeln. Viele Menschen haben mit dem Ticket aber ganz anderes im Sinn: Sie planen Ausflüge in der näheren Umgebung. Andere organisieren Reisen quer durch die Bundesrepublik, die sie ausschließlich mit Nahverkehrsmitteln durchführen wollen. Einige touristische Ziele, etwa die Insel Sylt, stehen dem befürchteten Ansturm höchst skeptisch gegenüber. Andere Ziele rechnen mit einem positiven Effekt auf die Übernachtungszahlen.

BW-Verkehrsminister Hermann ist nicht nur begeistert

„Das Neun-Euro-Ticket ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance, neue Fahrgäste für den ÖPNV zu gewinnen. Wir haben die Hoffnung, dass es eine wirksame Werbemaßnahme zum Umsteigen vom Auto und zum Einsteigen in den öffentlichen Verkehr ist.“ Deshalb habe Baden-Württemberg der entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt. Minister Hermann erklärte: „Wir müssen aber auch auf die Risiken hinweisen. Denn es kann auch abschreckend wirken, wenn Menschen, die zum ersten Mal den ÖPNV nutzen, am Bahnsteig stehen und nicht mitgenommen werden, weil der Zug schon voll ist.“

Begleitende Massnahmen fehlen

Minister Hermann spricht einen wichtigen Punkt an: Zumindest in den größeren Städten ist der ÖPNV in den Stoßzeiten bereits heute unterdimensioniert. Ob man potentielle „Neukunden“ von den Vorteilen des ÖPNV überzeugt, wenn sie sich wie die Sardinen in überfüllte Busse und Bahnen zwängen müssen? Auf der anderen Seite war die Planung dieses Tickets lange bekannt – auch das Verkehrsministerium in Stuttgart hätte Massnahmen treffen können, beispielsweise die Verstärkung einiger Linien. Aus Hermanns Aussagen mag man herauslesen, dass er von den Chancen, die der ÖPNV den Menschen, aber vor allem auch den Kommunen bieten kann, nicht wirklich überzeugt ist.

Idealer Zeitpunkt für Verkehrsbefragungen

Dringend nötig wäre es auch, die „Neukunden“ der ÖPNV-Anbieter nach ihren Erfahrungen und ihren Anforderungen zu befragen. Die Gelegenheit wäre günstig, denn niemals zuvor hatte man die Chance, zielgerichtet mit denjenigen Menschen zu reden, die den ÖPNV prinzipiell als Alternative zum Auto ins Auge fassen und ihn konkret ausprobieren. Die Erkenntnisse aus solchen Befragungen könnten, insbesondere auf dem Land, ganz neue Erkenntnisse über Verkehrsströme ergeben, die zu einer Verbesserung des Angebots führen könnten. Darüber, dass derartige Befragungen von den Verkehrsanbietern großflächig und eventuell mit finanzieller Unterstützung des Landes oder Bundes durchgeführt werden, ist bisher nichts zu lesen.

GSCHWÄTZ probierts aus

GSCHWÄTZ wird das 9€-Ticket ausprobieren: Sowohl innerhalb des NVH als auch in der weiteren Region werden wir das Ticket gezielt nutzen und über die Erfahrungen mit dem Ticket und über Erlebnisse während der Fahrten berichten.

Text: Matthias Lauterer