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„Ich bin der Mann. Ich verdiene das Geld. Du bist die Frau. Du gehörst ins Haus, in die Küche und zu den Kindern“

„Ich bin der Mann. Ich verdiene das Geld. Du bist die Frau. Du gehörst ins Haus, in die Küche und zu den Kindern.“ Der dumme August, Zirkusclown von Beruf, hat eine klare Vorstellung von männlicher und weiblicher Rollenverteilung im Alltag. In Ottfried Preußlers 1972 erschienenem Kinderbuchklassiker „Die dumme Augustine“ erfährt August, im wahrsten Sinne des Wortes schmerzlich, dass seine Frau weit mehr Fähigkeiten hat, als er ihr bisher zugeschrieben hat. Nun haben sich die Burgfestspiele Jagsthausen das Kinderstück in dieser Saison auf die Fahnen geschrieben. GSCHWÄTZ-Reporterin Priscilla Dekorsi war bei der Premiere dabei.

Der Clown hat Zahnschmerzen

Augustine (Sarah Kattih) träumt schon seit langem davon, in der Manege zu stehen und das Publikum zum Lachen zu bringen. „Bravo, Augustine!“, schallt es in ihren Träumen, während die tosende Menge Beifall klatscht. Ihr Mann August (Sebastian Faust) ist allerdings nicht besonders begeistert von dem Gedanken, dass seine Frau berufstätig sein könne. Sie habe doch genug mit dem Haushalt und ihrem gemeinsamen Sohn Guggo (Björn Luithardt) zu tun. So hat sich für Augustine der Traum der Karriere im Zirkus erst einmal ausgeträumt – bis ihr Gatte eines Tages mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt muss. Der Zirkusdirektor (dargestellt durch eine liebevoll in Handarbeit gefertigte Puppe der Puppenbauer Robert Buschbacher und Oliver Köhler) ruft August aus und wartet, zunehmend nervöser, auf den Auftritt des Clowns. Hier kommt Augustine zum Zug. Sie springt kurzerhand für ihren Mann ein und rettet die Vorstellung. Das Publikum, der Zirkusdirektor, der dumme August und vor allem die Akteurin sind hellauf begeistert.

Nachdem der dumme August den anfänglichen Schock über das Engagement seiner Frau verdaut hat, gibt er zu: „Manchmal sagt man Blödsinn, auch wenn er nicht so gemeint war“ und schlägt vor: „Wir werden uns die Arbeit teilen. Du hilfst mir im Zirkus und ich helfe Dir im Haushalt.“

Szene aus „Die dumme Augustine“. Foto: GSCHWÄTZ

Eva Hosemann, künstlerische Leiterin der Burgfestspiele, erklärt: „Nach wie vor ist die Fragestellung: ‚Wer macht was und vor allem wer macht was für die Familie?‘ aktuell. Besonders im ländlichen Raum, wo es noch weniger Kitas gibt, ist das ein großes Thema. Wenn der Kindergarten um 12 Uhr schließt und man zum Mittagessen schon wieder die Kinder Zuhause hat, ist es eben meistens die Frau, die Zuhause bleibt und sich um die Familie kümmert.“

Auf dem Land sind die alten Rollenbilder in jedem Fall noch ein Thema

Besucherin Rebecca Collins teilt Hosemanns Ansicht: „Die alltägliche Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau ist auf jeden Fall noch ein Thema. Ich finde es wichtig, dass dieses Thema angesprochen wird.“ Darauf, dass Aufgabenteilung, wenn auch wie in Augustines Fall auf den zweiten Blick, möglich ist und es das Zusammenleben in jeder Hinsicht bereichert, wenn jeder das macht, was ihn oder sie erfüllt, weist diese Inszenierung auf spielerische und natürliche Weise hin.

Mut, groß zu träumen

Und Augustines Selbstvertrauen, ihr Mut, groß zu träumen und ihre Zielstrebigkeit haben ihr schlussendlich nicht nur die Anerkennung ihres Mannes und der Zirkusgäste eingebracht, sondern auch das Staunen und die Begeisterung des Jagsthausener Publikums: ‚Ahhs‘ und ‚Ohhs‘ untermalt von schallendem Kinderlachen. Von den Kindern gibt es für die Jagsthausener Inszenierung der „dumme(n) Augustine“ auf jeden Fall tosenden Beifall und auch den großen Kindern im Publikum steht das Entzücken ins Gesicht geschrieben.

Text: Priscilla Dekorsi




„Die Schwachen werden regieren mit List“

Völlig zerrissen steht Götz von Berlichingen (Stephan Szász) auf der Bühne in der Jagsthausener Götzenburg. Kein polternder Raufbold, der mit seiner Eisenhand am liebsten alles kurz und klein schlagen möchte, was sich ihm in den Weg stellt, ist Götz in der Inszenierung von Wolfram Apprich. Ein Sturkopf ist er aber geblieben, der mit seinen alten Werten die Welt verbessern will, auch für sich ganz persönlich und für seine wirtschaftliche und soziale Situation.

Burgfestspiele Jagsthausen. Ein nachdenklicher Götz (Stephan Szász) . Foto: GSCHWÄTZ

Nur werden diese alten Werte in der Welt nicht mehr gebraucht, es herrscht eine Zeitenwende. Ein nachdenklicher Sturkopf ist Götz also, der seine Untaten der Vergangenheit bedenkt und sie so einordnet, dass sie ihm nicht allzu viele Skrupel bereiten müssen. Und einer, der in die Zukunft sieht und merkt, dass er diese Zukunft kaum noch selbst beeinflussen können wird. Der Kaiser hat nicht mehr lange zu leben, die Allianzen für seine Nachfolge werden bereits geschmiedet und da ist für die „letzten Ritter“, Götz und Franz von Sickingen, kein wirklicher Platz mehr im sozialen Gefüge.

Der „Freiheit“ hinterherrennen

Götz lebt für die Freiheit. „Es lebe die Freiheit“, ruft er – das ist sein Ziel. Aber als er sich letztendlich im Namen dieser Freiheit nochmal dem Bauernhaufen anschließt, findet er schnell heraus, dass die Freiheit, die er meint, auch von diesen Bauern nicht erkämpft werden will. Das war sein letztes Aufbäumen. Er resigniert, er fühlt sich gescheitert. Die „Freiheit“, die er meint, gibt es in der Gesellschaft nicht mehr – wenn es sie je gegeben haben sollte.
Er hat kein reales Ziel mehr vor Augen.

Burgfestspiele Jagsthausen. Götz (Stephan Szász) und sein Jugendfreund Weislingen (Dirk Emmert) versöhnen sich. Foto: GSCHWÄTZ

Weislingen (Dirk Emmert), Götzens Freund aus der Kindheit, ist gleichfalls innerlich hin- und hergerissen in einem Wertekonflikt. Da ist die Freundschaft zu Götz, andererseits sein persönlicher sozialer Aufstieg bei den Kaiserlichen und den Bischöflichen in Bamberg. Und so gerät er nach der Versöhnung mit Götz und dem Verlöbnis mit Götzens Schwester unmittelbar wieder in die Fänge der Politik am Hofe – und in die Fänge der schönen Witwe Adelheid (Lina Hoppe). Für die ist Weislingen nur ein Mittel zum Zweck, ihre eigenen Ziele zu erreichen.

Burgfestspiele Jagsthausen. Weislingen in den Fängen der Ränkeschmiedin Adelheid. Foto: GSCHWÄTZ

Denn wie so vieles in dieser neuartigen Welt ist auch die edle Minne nicht mehr, was sie früher einmal war. Adelheid ist nicht mehr die mittelalterliche Frau, sie ist eine moderne Frau, die ihr eigenes Leben führen will und nicht nur ein Anhängsel eines Mannes sein will. Das bekommen im Stück die Männer zu spüren. Längerfristig glücklich werden sie alle nicht mit ihr, sie sind nur Spielzeug in den Händen der Ränke schmiedenden Furie.

Das rächt sich: Götzens Schwester Maria (Bernadette Hug) wird letztendlich zur Nemesis, zur Göttin des gerechten Zorns, und löst das Problem Adelheid mit althergebrachten Mitteln: Sie ersticht sie – mit dem Dolch, der ähnlich einem Damoklessschwert über fast das ganze Stück hinweg in der Mitte der Bühne steckt und somit zu einem zentralen Motiv der Inszenierung wird. „Macht kaputt, was Euch kaputtmacht“ – Maria lebt dieses Motto.

Wirkliches Glück mit ihrem Weislingen findet Maria nicht: Weislingen ist zermalmt zwischen den Mühlsteinen der Macht- und der Ränkespiele, er liegt erschöpft am Boden und kann nicht mehr.

Burgfestspiele Jagsthausen. Weislingen und Maria. Foto: GSCHWÄTZ

Nur zwei Konstanten kennt das Stück: Im Leben des Götz ist es die Liebe seiner Frau Elisabeth, die in guten wie in schlechten Zeiten zu ihm hält. Als Gegenfigur zu Adelheid bleibt sie bis zum Ende eine starke Persönlichkeit, die ebenfalls weiß, was sie will. Aber sie hat einen ganz anderen Lebensentwurf als Adelheid. Eine Wandlung ist auch bei Elisabeth sichtbar: Anfangs steht sie hinter ihrem Mann, später stellt sie sich vor ihn – sie wird zu seinem Schutz vor der Welt, entwickelt sich auch zu einer modernen, Verantwortung tragenden, starken Frau, wenn auch ganz anders als Adelheid.

Und in der Welt ist die Konstante die Kirche, die in der Person des Bischofs von Bamberg lächelnd dem Geschehen auf der Bühne zuschaut. Sein Beten sieht immer aus wie ein Händereiben. Die Kirche ändert sich nicht, sie hält sich vordergründig aus den Machtspielen heraus, zieht dafür aber im Hintergrund die Fäden. Es wird wohl Absicht der Regie sein, dass der Schatten des Bischofs wie ein Clown aussieht …

Burgfestspiele Jagsthausen. Die Kirche schaut lächelnd zu. Foto: GSCHWÄTZ

„Die Schwachen werden regieren mit List“, sinniert Götz über die verlorene Zukunft. Und Elisabeth verflucht das Jahrhundert, das ihren Götz verstoßen hat. Mehr bleibt der einst einflußreichen Familie derer von Berlichingen nicht mehr.

Am Ende geht ein resignierter Götz von der Bühne, schweren Schrittes und gebeugten Hauptes. Selbst sein Schatten ist zwiegespalten. Zu sagen hat er weiter nichts mehr.

Burgfestspiele Jagsthausen. Abgang Götz – selbst sein Schatten ist zwiegespalten. Foto: GSCHWÄTZ

Mit diesem Götz ist Regisseur Wolfram Apprich und Eva Hosemann, der künstlerischen Leiterin der Burgfestspiele, ein Coup gelungen. In der Manier der klassischen griechischen Tragödie spielen die Schauspieler in minimalistischer Umgebung und zwingen das Publikum so, sich auf die Szene und die eindrucksvollen Charaktere zu konzentrieren. Es ist einfach nichts vorhanden, was das Publikum ablenken könnte – Mimik und Gestik, die vielmals mehr als die Worte sagen, kommen zur Geltung.

Damals wie heute: Eine Welt im Umbruch

Und doch findet sich der Zuschauer im Stück wieder: Da ist die „Zeitenwende“ des ausgehenden Mittelalters. Nichts bleibt so, wie es war. Scheinbar bewährte Lebenseinstellungen verlieren ihren Sinn.
Das kennen wir aus der heutigen Zeit auch – auch heute spricht man von „Zeitenwende“. Damals war es eine gesellschaftliche Entwicklung, das Bürgertum in den Städten kam als neue ökonomische und gesellschaftliche Macht auf. Die heutige Zeitenwende wird von außen aufgezwungen.

Mehrere Lebensentwürfe in diesen Umbruchszeiten werden dargestellt. Aber egal, ob die Person am Althergebrachten festhalten will oder sich Hals über Kopf in den Trubel der modernen Welt stürzt: Am Ende scheitern sie alle. Am wenigsten erfolglos ist wohl noch die Strategie von Elisabeth: Sie versucht, sich auf ihr kleinstes Lebensumfeld zu konzentrieren, ihre Familie. Aber selbst sie scheitert letztendlich.

Eine Lösung, wie man sich in der Zeitenwende verhalten könnte, gibt uns Apprichs Götz nicht. Götz verabschiedet sich und geht.

Text und Fotos: Matthias Lauterer
Die Fotos entstanden während der Hauptprobe




Künzelsauer Volksfest Wert-Wies’n geht mit vier Tagen in die fünfte Runde

Am zweiten Oktober-Wochenende wird es zünftig in Künzelsau: Die Wert-Wies’n werden von bisher zwei auf vier Veranstaltungstage vom 6. bis 9. Oktober 2022 erweitert. Erstmals wird auch während des beliebten Volksfestes ein Vergnügungspark auf dem Wertwiesen-Festgelände in Betrieb sein.

Ein professioneller Festwirt

Ein professioneller Festwirt und zwei überregional erfolgreiche Bands, sorgen für ausgelassene Stimmung in einem großen Festzelt. Natürlich dürfen hier das traditionelle Maß Bier, ein halbes Hähnchen oder Käsespätzle nicht fehlen. Wer dabei sein möchte, kann sich jetzt schon, ab 20. Juni 2022, die besten Plätze für die Wert-Wies’n 2022 sichern.

Volksfest-Programm: Fassanstich und Live-Bands

Fassansicht der Wert-Wies`n ist am Freitag, 7. Oktober 2022 um 19 Uhr durch Bürgermeister Stefan Neumann. Direkt danach verwandelt sich das Wert-Wies`n-Festzelt in eine Partymeile: „Die Störzelbacher“ sind wieder zu Gast und sorgen ab 19.30 Uhr mit den beliebtesten Rockklassikern von AC/DC bis Queen, den besten Partysongs aus 40 Jahren Musikgeschichte und den aktuellen Hits aus den Rock-, Pop- und Dance-Charts für ausgelassene Stimmung. Mit maximaler musikalischer Vielfalt und in einer atemberaubenden Sound-, Light- und Bühnenshow machen sie jedes Fest zur ultimativen Party!

„Die Störzelbacher“ treten wie bereits in den Jahren zuvor am Freitag nach dem Fassanstich von Bürgermeister Neumann auf. Foto Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Am Samstag, 8. Oktober 2022 spielt die Band „zruck zu Dir!“; ab 19 Uhr. Die fünf Musiker der Partyband aus der Hallertau unterhält mit aktuellen Partyhits, Rock, Schlager und Pop.

Festbetrieb, Kirmes und Weißwurstfrühstück

Zusätzlich zu den bewährten Wert-Wies’n-Tagen Freitag- und Samstag, herrscht in diesem Jahr bereits von Donnerstag bis Sonntag Festbetrieb im Zelt. Auf dem Festgelände kommen Groß und Klein bei Autoscooter, Entenangeln, Kinderkarussell oder Wurfbude, … auf ihre Kosten. Der Sonntag startet mit einem Weißwurstfrühstück und Blasmusik. Donnerstag und Sonntag ist der Eintritt frei.

Programm

Donnerstag, 6. Oktober 2022: ab 16 Uhr Festbetrieb; abends Musik; Eintritt frei.

Freitag, 7. Oktober 2022: 19 Uhr Fassanstich und Festbetrieb; 19.30 bis 0 Uhr Band „Die Störzelbacher“; Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Samstag, 8. Oktober 2022: 19 bis 0 Uhr Festbetrieb und Band „zruck zu Dir!“; Karten im Vorverkauf und Abendkasse.

Sonntag, 9. Oktober 2022: ab 11 Uhr Festbetrieb mit Blasmusik und Weißwurstfrühstück; Eintritt frei.

Tischreservierungen

Tische für acht Personen können für Freitag- und Samstagabend ab Montag, 20. Juni 2022 reserviert werden. Die Kosten betragen 23 Euro pro Person, inbegriffen sind für jeden Gast ein Maß Bier und ein Eintrittsbändchen. Ein Tisch für acht Personen kostet somit 184 Euro inklusive acht Maß Bier und acht Eintrittsbändchen. Reservierungen mit Angabe der Rechnungsadresse, des Veranstaltungstages und der Anzahl der Tische und Personen bitte bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Renate Kilb, per E-Mail mailto:renate.kilb@kuenzelsau.de oder telefonisch 07940 129-121.

Wer die Wert-Wies’n mit seiner Firma besucht, kann am Festabend am Bürocontainer gegen Bargeld weitere Biermarken erwerben.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Künzelsauer Innenstadt wird wieder zum großen Marktplatz

Zum JohannesKrämermarkt am 24. Juni in Künzelsau haben rund hundert Händler zugesagt. LiveMusik, Genießermeile und attraktive Angebote der Künzelsauer Geschäfte am Markttag machen das Programm rund.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet am Unteren Markt in
gemütlicher Atmosphäre ein vielfältiges Essens und Getränkeangebot: Mit
Grill und CurryWurst, Burger, Waffeln und Crepes. Kulinarisch ist einiges
geboten.

Deutsch-Pop von 16:00 bis 20:00

Toni-Mogens. Foto: Johanna Buckel

Neben dem Genuss bietet ein musikalisches Bühnenprogramm von 16 Uhr bis 20 Uhr mit dem Karlsruher Deutsch Pop Künstlers Toni Mogens den passenden Rahmen, um den Mittag oder Feierabend mit Kollegen oder der Familie zu verbringen und ausklingen zu lassen.

100 Marktbeschicker 

Wie bei allen Krämermärkten bieten die Marktbeschicker des
Krämermarktes von 8.30 bis 18.00 Uhr am Freitag, 24. Juni 2022 ihr buntes Warensortiment auf der kompletten Künzelsauer Hauptstraße an. Sie verwandeln die Hauptstraße in einen Bazar, zwischen dessen Marktständen sich die Besucher nach Haushaltswaren, Gewürzen und vielem mehr umschauen können. Bei hoffentlich schönem Wetter können sich die Besucher an dem breiten Warenangebot erfreuen, und die Stände umlagern.

Verkehrsregelungen, NVH und CityBus

Die Hauptstraße ist am Freitag, 24. Juni 2022 wegen des JohannesKrämermarktes gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße. In der Stuttgarter Straße ist die Zufahrt zur Rathaustiefgarage frei. Auch die Komburgstraße ist für Anlieger
aus Richtung Morsbach befahrbar. In der Stettenstraße und in der Keltergasse besteht absolutes Halteverbot.

Die Stadtverwaltung bittet dringend darum, dieses einzuhalten, damit der Durchgangsverkehr nicht behindert wird. Die Bushaltestelle „Bären“ wird in die Austraße verlegt.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Es lebe die Freiheit“

SCHWDer Götz von Berlichingen darf bei den Burgfestspielen in der Götzenburg von Jagsthausen nicht fehlen.

Stephan Szász spielt in dieser Neuinszenierung von Wolfram Apprich einen Götz, der an seinem altgeprägten, eigenen und auch durchaus eigennützigen Freiheitsbegriff inmitten einer sozialen und politischen Zeitenwende zugrundegeht. Aber nicht nur er wird letztendlich an seiner Zerrissenheit scheitern.

Burgfestspiele Jagsthausen. Wolfram Apprich, Regie. Foto: GSCHWÄTZ

Die Inszenierung ist in keiner Weise „modern“ – trotzdem passen die dargestellten Schicksale in die heutige Zeit.

Burgfestspiele Jagsthausen. Stephan Sász als Götz und Sarah Kattih als seine Frau Elisabeth. Foto: GSCHWÄTZ

Die Premiere dieser neuen Inszenierung beginnt am Freitag, 17. Juni 2022 um 20:30.

Text und Fotos: Matthias Lauterer
Die Fotos entstanden während der Hauptprobe




Neue Versorgungsleitungen und Straßenbeleuchtung am Künzelsauer Südhang

In der Sudetenhalde sind die Bauarbeiten in vollem Gang Wenn der Bagger in der Sudetenhalde nach unten fasst, um den Graben für die neuen Wasser, Abwasser und Stromleitungen auszuheben, wird es eng.
Herausforderung Anwohner:innen und Baufirma
Die Bauarbeiten in der schmalen Wohnstraße am Künzelsauer Südhang sind eine Herausforderung für die Anwohnerinnen und Anwohner und die Beschäftigten der Firma Wolff & Müller aus Waldenburg.
Bauarbeiten kommen gut voran 
„Trotzdem kommen wir bisher gut voran“, sagt Simone Mitsch, stellvertretende Leiterin der KünWerke. Das liegt an dem guten Miteinander der Bauhandwerker und der Anlieger. Damit das bis zum geplanten Abschluss der Baustelle Ende 2022 so bleibt, wurde eine provisorische Verbindungsstraße zwischen der Sudetenhalde und Nagelsberg hergestellt. Ein privater Anlieger hat dafür sein Grundstück zur Verfügung gestellt und damit die An und Abfahrt von Anliegern, Rettungsund Baufahrzeugen ermöglicht, die während der Baumaßnahme nicht in Richtung Zollstockweg abfahren können.

Behelfsstrasse Sudetenhalde. Foto: Elke Sturm, Stadtverwaltung Künzelsau

Baustellentouristen
Jetzt wird diese geschaffene Zufahrt in die Sudetenhalde von Baustellentouristen, Fahrradfahrern und Spaziergängern stark frequentiert.
Das ist nicht ungefährlich, weil die gesamte Straßenfläche der Sudetenhalde eine Baustelle ist. Deshalb ist die provisorische Verbindungsstraße mittlerweile für die Öffentlichkeit in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet, diese für den Baustellenbetrieb und die Anwohnerinnen und Anwohner vorzuhalten.
Andere Verkehrsteilnehmer müssen mit Rücksicht auf die Anlieger und Bauarbeiten sowie im eigenen Interesse alternative Wege nutzen.
Für die mit der Baumaßnahme einhergehenden Einschränkungen und Belästigungen bittet die Stadtverwaltung um Verständnis.
Hintergrund
Der Gemeinderat hat für die Tiefund Straßenbauarbeiten für die Sanierung der rund 400 Meter langen Sudetenhalde für die Bruttoangebotssumme von 1, 73 Millionen Euro im Dezember 2021 an die Firma Wolff & Müller aus Waldenburg vergeben.
Im Auftrag der Stadtverwaltung Künzelsau werden Kanal und die Wasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse erneuert sowie der Straßenbau inklusive neuer Straßenbeleuchtung durchgeführt und Breitbandleerrohre verlegt.
Pressemitteilung Stadt Künzelsau



Yoga im Wald: Kleine Auszeit für Körper, Geist und Seele

Die klare Luft des Waldes, ein leichter Windhauch und überall grün: Im Frühsommer sind die Wälder im Hohenlohekreis wohltuende Oasen der Entspannung. Daher bietet das Forstamt des Hohenlohekreises im Rahmen des Hohenloher Waldprogramms an mehreren Terminen besondere Yoga-Einheiten im Grünen an. Am Freitag, 24. Juni 2022, von 15 bis 17.30 Uhr, sind Kinder von 6 bis 8 Jahren dazu eingeladen, den Wald mit fantasievollen Spielen und Körperübungen aus der Yoga-Praxis neu zu entdecken. Treffpunkt ist am Grillplatz in Schöntal-Westernhausen. Unter Anleitung von Sozialpädagogin Anne Köppe lernen die Kinder den Wald als vielfältigen Lebensraum kennen.

„Wald tut gut“

„Wald tut gut. Gerade für die Kinder ist nach der langen Corona-Zeit der Kontakt mit der Natur, die Ruhe und Entspannung, die der Wald bietet, heilsam – für Körper, Geist und Seele“, findet Försterin und Waldpädagogin Christine Neuweiler-Lieber, die das Programm mitorganisiert hat.

Termine in Westernhausen und Dörzbach

Erwachsene können am Samstag, 25. Juni, von 8.30 bis 10 Uhr am Kneippbecken in Dörzbach (Generationenpfad) mit allen Sinnen in den Wald eintauchen. Yogalehrerin Carmen Vogt-Neuweiler zeigt einfache Übungen für Anfängerinnen und Anfänger mit bewusster, tiefer Atmung und leitet zu einer Meditation an.

Weitere Termine:

Für Erwachsene: Samstag, 7. Juli 2022, 19.30–21 Uhr, Treffpunkt: Kneippbecken, Dörzbach (Generationenpfad) und Samstag, 15. Juli 2022, 19.30–21 Uhr, Treffpunkt: Wald, Schöntal-Aschhausen.

Für Kinder: Freitag, 1. Juli 2022, und Freitag, 8. Juli 2022, jeweils 15–17.30 Uhr, Treffpunkt: Grillplatz, Schöntal-Westernhausen.

Die Kosten pro Termin betragen 5 Euro. Mitzubringen sind eine Yoga- oder Sportmatte bzw. Decke, bequeme Kleidung und eigene Verpflegung. Anmeldungen bitte bis jeweils drei Tage vor dem Termin unter E-Mail: HWP@hohenlohekreis.de oder per Telefon: 07940 18 1567. Alle Informationen und Termine des Hohenloher Waldprogramms 2022 unter www.hohenlohekreis.de/wald

Pressemitteilung Hohenlohekreis

 




Kampf gegen den Blutkrebs: Typisierungstag der DKMS an der Hochschule in Künzelsau

DKMS organisiert einen Typisierungstag an der Hochschule in Künzelsau!
Am 21.06.2022, zwischen 14 und 17 Uhr stehen die Türen für jeden potenziellen Spender, im Alter von 17 bis 55 Jahren, offen.

Die Aktion findet im Gebäude G, Raum G005, Daimlerstraße 22, 74653 Künzelsau statt.


Student: innen der Hochschule Heilbronn möchten der an akuter Leukämie erkrankten Nhomsai Hagen aus Ingelfingen helfen einen passenden Spender zu finden und organisieren zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei einen Typisierungstag. Jeder, der Nhomsai und viele andere ebenfalls unterstützen möchte, kann unverbindlich und ohne
Anmeldung vorbeikommen.

Über DKMS:

Die DKMS hat sich als internationale gemeinnützige Organisation dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben. Sie wurde 1991 in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet und verfolgt seitdem mit heute über 1.000 Mitarbeiter:innen das Ziel, möglichst vielen Menschen eine zweite Lebenschance zu geben.
Dies ist uns bis heute mit mehr als 11 Millionen registrierten Lebensspendern durch die Vermittlung von Stammzellspenden bereits 100.000 Mal gelungen. Damit sind wir weltweit führend in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Stammzelltransplantaten.

www.dkms.de

Für die Durchführung ist lediglich ein Smartphone mit Internetzugang notwendig, alles andere wird von der Hochschule bereitgestellt. Die Registrierung ist für alle kostenlos, allerdings hat die DKMS für jede NeuRegistrierung einen Aufwand in Höhe von 35 Euro.

Bitte um Spende

Damit die DKMS noch weiter Leben retten kann, wird um eine Spende gebeten. Vor Ort befindet sich eine Spendenbox oder unter folgender IBAN könnt ihr die DKMS unterstützen: 
Kontoinhaberin: Marie Stübing
DE 86 6225 1550 1000 5872 47
Verwendungszweck: DKMS Typisierungstag am Campus Künzelsau

Save the Date, um gemeinsam Blutkrebs zu besiegen!
Die Student:innen und die DKMS freuen sich auf zahlreiches Erscheinen.

 

Pressemitteilung der Organisatoren




1.000 Besucher im Kocherwerk kommt aus Karlsruhe

Wenige Tage vor dem ersten Geburtstag hat das Kocherwerk – Haus der Verbindungstechnik seinen 10.000 Besucher, Thomas Gietzelt aus Karlsruhe, begrüßt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kocherwerks hervor.

Gemeinsam mit seiner Partnerin und Tochter radelte er über die Pfingstferien die rund 330 km des Kocher-Jagst-Radwegs mit Zwischenstation in Ernsbach. „Eigentlich sind wir auf Initiative meiner Frau hier“, sagt er verschmitzt.

Sie war es, die den Tipp mit dem Kocherwerk in einem Radreiseführer entdeckte. „Aber als Werkstoffwissenschaftler interessiert mich das Thema Schraube natürlich auch.“ Wenn er nicht gerade in seiner Freizeit radelt, arbeitet Thomas Gietzelt für das KIT – Karlsruher Institut für Technologie. Dass die ein oder andere Firma auf ihrem Weg mit Schrauben und Befestigung zu tun haben, war bekannt. Umso passender war es, dass die Familie den Weg zur „Wiege der Schraubenindustrie in Heilbronn-Franken“ gefunden hat.

Hier, an der Stelle der alten Mühle in Ernsbach, nahm die Firma L. & C. Arnold im Jahr 1898 erstmals ihre Schraubenproduktion auf. Bis heute sind aus dem Unternehmen rund 30 große und kleine Firmen der Montage- und Befestigungsindustrie hervorgegangen. Seit Juni 2021 können Besucherinnen und Besucher im historischen Gebäudekomplex rund um die Rote Mühle auf über 400 qm Dauerausstellung mehr über die Entwicklung der Schrauben- und Befestigungsindustrie in der Region Hohenlohe und Heilbronn-Franken erfahren. Die Ausstellung bietet neben Informationen, historische Ausstellungsstücke und Technik zum Anfassen für Jung und Alt. Öffnungszeiten: Mi-So von 11-17 Uhr, Eintritt frei. Mehr Informationen zu Angeboten und Veranstaltungen auf www.kocherwerk.de.

 




Corona: Telefonbetrüger rufen im Namen des Diak Schwäbisch Hall an

Erneut riefen Trickbetrüger im Namen des Diakoneo Diak Klinikum in Schwäbisch Hall bei Menschen aus der Region an. Nach Informationen der Polizei geben sich die Personen wieder als Mitarbeitende des Diak Klinikums aus und behaupten, dass Angehörige mi dem Coronavirus infiziert seien und dringend ein Medikament benötigen.

Sie täuschen im Namen des Diak Klinikums vor, finanzielle Unterstützung für die Behandlung zu benötigen und bitten ihre Opfer um hohe Geldsummen. Bitte beachten Sie: das Diak Klinikum ruft keine Angehörigen oder sonstige Personen an und bittet um Bargeld oder Wertgegenstände zur Finanzierung eines Corona-Medikaments.

Bitte wenden Sie sich, sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, an die Polizeidienststelle in Schwäbisch Hall. Telefon: 0791/4000 oder Mail: schwaebisch-hall.prev@polizei.bw.de