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Weltklasse-Freestyler zu Gast beim SV Morsbach

Fussballexperten ist sie bekannt, die 50+1-Regel. Diese Regel war aber nicht der Grund, dass der SV Morsbach am Samstag, 02. Juli 2022 seine 50+1-Jahrfeier feierte. Grund dafür ist, wie sollte es anders sein, Corona. Die Feier konnte im letzten Jahr nicht stattfinden.

Den 50. nachgefeiert

Das war für den SV Morsbach aber kein Grund, ganz auf das Fest zu verzichten und so wurde in diesem Jahr „nachgefeiert“.

Besonders freute sich Robert Ziegler, der 1.Vorsitzende des Vereins, darüber, dass er mit Bruno Gässler, Heinz Röser, Lukas Mayer und Friedel Kirchner noch vier der zehn Gründungsmitglieder begrüßen durfte. Ein kurzer Blick in die Vereinsgeschichte zeigt, dass die Mitglieder nach der Gründung im Jahr 1971 sofort aktiv wurden: Bereits im ersten Jahr konnte der Pokalsieg verzeichnet werden, im zweiten Jahr stieg man das erstemal auf. Eine Damenmannschaft ab 1973, der Bau des Sportheims begann 1974. Dazu kamen weitere Sportarten wie Turnen inklusive Tanz, Faustball, Tischtennis und ganz neu eine Mountainbike-Gruppe. In der abgelaufenen Saison konnte man im Fussball gleich zwei Meisterschaften feiern: Sowohl die Reserve als auch die AH schlossen ihre Saison als Gruppenerster ab.  

Nicht nur Sport

Aber nicht nur im Sport ist der Verein engagiert, denn die Theatergruppe spielt jedes Jahr vor ausverkauftem Haus – und die Zuschauer kommen nicht nur aus Morsbach, sondern aus der gesamten Umgebung. 

Ropeskipping-Gruppe des TSV Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Allein für das Sportheim brachten die Mitglieder gut 10.000 freiwillige Arbeitsstunden auf, hat Ziegler ausgerechnet. Das ist bis heute die Stärke des Vereins, „der große Zusammenhalt des Vereins und seiner Mitglieder, ohne den
diese Vorhaben nicht hätten umgesetzt werden können“, so Ziegler. „Der Verein als große Familie war und ist immer schon ein Markenkern vom SVM, und macht sein gewisses Flair und vielleicht auch den Unterschied zu anderen Vereinen aus.“ 

Heute hat der Verein 440 Mitglieder, von denen viele auch am Samstagabend gekommen waren. Den offiziellen Teil begleiteten Showeinlagen der SVM-Tanzmäuse, dem Free-Style-Fussball-Duo CBB und Mattu (Chris Bennet Bröker, amtierender Deutscher Meister, und René Mattussek, WM-Dritter 2011) und der Rope-Skipping-Gruppe des TSV Künzelsau, geleitet von Linda Wolf. Besonders begeistert war das Publikum, als CBB und Mattu den Unterschied zwischen Weltklasse und Kreisklasse aufzeigten.

Den gemütlichen Teil begleitete Acoustic Rock Resort (Siggi Blum) musikalisch.

Text: Matthias Lauterer




„Zehn Prozent eines Jahrgangs erscheinen gar nicht auf dem Arbeitsmarkt“

„Guten Tag, ich suche was Neues und habe noch 29 Jahre zu arbeiten“. Mit diesen Worten begrüßt ein Bewerber seine Gesprächspartner eines Unternehmens beim Karrieretag Familienunternehmen, der am 01. Juli 2022 im Carmen-Würth-Forum stattfand.

An diesem Karrieretag hatten rund akkreditierte 600 Bewerber die Möglichkeit, sich bei führenden Familienunternehmen der Region und aus ganz Deutschland vorzustellen. Die Bewerber wurden vorab vom Veranstalter aus rund 1.200 Bewerbungen ausgewählt. Initiiert wird dieser Event von „Der Entrepreneurs Club“, der Stiftung Familienunternehmen und einigen führenden Familienunternehmen. WÜRTH richtete das Event schon zum zweiten mal aus.

Offensive Bewerbungen inzwischen üblich

Derartig offensive Vorstellungen seien heute üblich, bestätigt Björn Hindersin, Personalleiter der Joseph Dresselhaus GmbH & Co. KG. „Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht: Nicht der Bewerber präsentiert sich, sondern das Unternehmen“. Er sieht vielfach ein regelrechtes Anspruchsverhalten bei den Bewerbern, manchmal gehe es mehr um Benefits als um die Arbeitsinhalte.

Gesucht werden Talente für alle betrieblichen Bereiche und in allen Qualifikationsstufen. Nicht alle Bewerber können aus dem eigenen Haus kommen, auch wenn die klassische duale Berufsausbildung in kaufmännischen und technischen Berufen und darauf folgend eine innerbetriebliche Weiterentwicklung weiterhin eines der Standbeine für die Talentgewinnung sind.

Hohe Qualität der Bewerber

Eine vor Corona wachsende Wirtschaft und geburtenschwache Jahrgänge tragen zur Knappheit von qualifizierten Kräften bei, dazu kommt, so Ralf Sturm von ebm-papst: „10 Prozent eines Jahrgangs erscheinen gar nicht auf dem Arbeitsmarkt.“ Die Gründe dafür kennt er nicht. Von Hauke Hannig, Pressesprecher von ebm-papst, ist zu erfahren, dass ebm-papst drei große und rund 15 kleinere derartige Messen jährlich besucht. „Bei diesem Karrieretag finden wir eine sehr hohe Qualität vor. 28 Bewerbergespräche wurden bei ebm-papst terminiert – darunter nur fünf Frauen. Das mag aber daran liegen, dass man sich auf technische Stellen fokussiert haben.

Beginn eines Trends? Einige Bewerber kommen aus der Automotive-Industrie

Heike Siegmeth, Personalverantwortliche bei GEMÜ, nutzt alle Kanäle zur Personalgewinnung. Besonders angetan hat es ihr das SpeedDating, das jetzt zum viertenmal durchgeführt wird. „Hier haben wir eine gute Trefferquote“, berichtet sie. Die Punkte, die sie Bewerbern über das Familienunternehmen GEMÜ nennt, sind: GEMÜ arbeite für die Wachstumsbranchen Pharma und Ernährung – das seien positiv besetzte Branchen-, zeige ein stetiges Wachstum, sei innovativ und investitionsfreudig. Ausserdem gebe es persönliche Entwicklungsschancen, allerdings „nicht immer alles für jeden zu jeder gewünschten Zeit“. Ihr ist aufgefallen, dass sich vermehrt Bewerber anbieten, die bisher in der Automotive-Branche unterwegs waren. Den Wandel der Automotive-Branche sieht sie daher als Chance für andere Branchen, aber auch für die Menschen selbst.

Ebenfalls Produkte für die Pharmaindustrie stellt Bausch & Ströbel aus Ilshofen her: „Wenn Sie gegen Corona geimpft sind, dann ist die Chance hoch, dass wir im Herstellungsprozeß für den Impfstoff beteiligt waren“. Auch hier sieht man eine hohe Qualität bei den Bewerbern: „Wir haben rund 15 Gespräche vereinbart, dazu kommen spontane Gespräche“, gesucht werden Mitarbeiter für die Konstruktion, für die Automatisierung und die IT. Gefahren sieht man bei Bausch und Ströbel vor allem durch die Entwicklung der Inflation. „Steuerfreie Einmalzahlungen als Alternative zu Lohnerhöhungen“ könnten ein Mittel sein, wenn die Inflation hauptsächlich von kurzfristigen Effekten getrieben werde. „Die Corona-Prämien waren eine gute Sache.“

Unternehmen geben der Politik Ratschläge zur Abmilderung des Fachkräftemangels

Auf Nachfrage stellt auch Jule Noe, Personalreferentin bei Ziehl-Abegg, fest, dass es vermehrt Bewerber:innen mit Automotive-Hintergrund gibt. „Der Effekt ist spürbar und von dort kommen qualifizierte Fachkräfte.“ Sie sieht in einer Zeit des demografischen Wandels auch die Politik in der Verantwortung: „Das Bildungssystem müsste vermehrt Bildungswege aufweisen“, meint sie und stellt fest, dass das Digitalisierungs-Know-How an den Schulen teils veraltet sei. Ein weiterer Ansatzpunkt, der auch in der Verantwortung der lokalen Politik liegt: „Der Wohnungsmarkt ist begrenzt, die Preise sind entsprechend hoch. Das macht es für Bewerber unattraktiv“ – das ist ein klarer Appell an die Gemeinden, Wohnraum auch für Familien zu schaffen.

Wohnraum für Familien notwendig

Andere Anforderungen an die Politik nennen Sara Müller und Sascha Zillich von Berner: „Die Politik soll sich nicht einseitig auf die Förderung der Studiengänge konzentrieren, sondern auch Ausbildungsberufe und das Ansehen der Ausbildung an sich fördern.“ Außerdem soll die Politik generell die Infrastruktur im ländlichen Raum fördern, dazu gehöre insbesondere schnelles Internet und der Handyempfang, aber auch der Wohnungsbau. „So können wir junge Leute auch hier halten.“
Bei Berner habe man auf diesem Karrieretag keinen engen Fokus gesetzt, man sei in einem Wachstumsprozess und habe einen breiten Bedarf. Rund 30 Gespräche habe man vereinbart. Die Vorteile eines Familienunternehmens auf dem Arbeitsmarkt lägen darin, dass man noch Werte leben kann, die Kollegialität und dass „alle an einem Strang ziehen“. Auch dass kein Quartalsdenken vorherrsche, und man Produkte oder Prozesse aufbauen könne, „die 10 – 15 Jahre Bestand haben“, sei ein Argument. Die Unternehmensstruktur mache es aber auch möglich, in die Millionenstadt Köln zu gehen, explizite Programme dafür gebe es allerdings nicht.

Inflation als Gefahr für die Unternehmen

Robert Schwarz vom Modehaus Röther aus Schwäbisch-Hall formuliert ebenfalls Anforderungen an die Politik: „Die Politik muß die Teuerung eindämmen“ – als Anbieter von nicht lebensnotwendigen Güter merkt er den Effekt der Inflation natürlich unmittelbar. Außerdem sieht er, dass die Rahmenbedingungen, um Mitarbeiter aus dem Ausland zu beschäftigen, zu kompliziert sind. Die Modebranche ist international, „man muß einfach Mitarbeiter aus dem Ausland einbinden“, meint Schwarz.

Veranstalter zeigt sich zufrieden

Veranstalter Stefan Klemm vom Entrepreneurs Club zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns sehr und bedanken uns herzlich, bereits zum zweiten Mal zu Gast bei Würth die Fach- und Führungskräfte von morgen mit den großen Familienunternehmen persönlich zusammenzubringen. Das Arbeitsumfeld hier kommt gerade den Nachwuchstalenten mehr entgegen und der Trend wird sich noch verstärken. Die heute anwesenden Firmen haben weit über 3.000 Stellen offen und es finden heute über 1.000 vorterminierte Einzelinterviews statt“ – es dürften deutlich mehr Gespräche geworden sein.

Text: Matthias Lauterer




Krebspatient radelt 4.350 Kilometer für guten Zweck

Der Westfale Oliver Trelenberg radelt seit 2015 für sein ehrenamtliches Spendenprojekt „Oli radelt!“ durch die Bundesrepublik. Pünktlich zum Hohenloher Weindorf war Oliver Trelenberg während seiner 77-tägigen Benefiz-Radreise u.a. auf dem Limesradweg im Rahmen des STADTRADELN zu Gast in Öhringen, um Spenden für krebs- und schwerstkranke Menschen anzuwerben. Dieses Jahr sammelt er für „Herzenswünsche“ e. V. Münster. Seine 4.350 Kilometer lange Tour führt ihn 2022 durch 73 Gemeinden. Start war in seiner Heimatstadt Hagen, dann weiter über Remagen, Miltenberg und jetzt Öhringen. Weiter geht es nach Stuttgart, Neumarkt i. d. Oberpfalz, Zwickau, Frankfurt (Oder), Usedom, Hamburg, Kiel und Paderborn zurück nach Westfalen.

Oli leidet an Kehlkopfkrebs

„Schön ist es hier in Öhringen. Vielen Dank an die Stadt für ihre Gastfreundschaft!“, freut sich Oliver Trelenberg. Nach einem schweren Lebensweg bekam er 2013 selbst die Diagnose Kehlkopfkrebs. Mühsam kämpfte er sich ins Leben zurück. „Die Ärzte sagen, nach der OP und mit meinem Gesundheitszustand könne ich medizinisch gesehen gar nicht Radfahren“, sagt Oliver Trelenberg. Dennoch legt er seit sieben Jahren als Spendenradler unter dem Motto „Krebspatient radelt für guten Zweck“ jährlich Tausende Kilometer durch die Bundesrepublik zurück. Dabei informiert er über Krebskrankheiten, zeigt Wege aus persönlichen Lebenskrisen auf und sammelt Spenden. Die Spendenempfänger wechseln jährlich. Oliver Trelenberg erradelte seit 2015 bereits rund 55.000 Euro. Sein großes Engagement führte dazu, dass er zwei Mal von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen wurde. „Ich hatte im Leben schon viele Tiefs und war ganz unten. Das Radfahren hilft mir, Ziele zu verfolgen und im Leben zu bleiben.“

Der gute Zweck: Schwerkranken Kindern lang ersehnte Wünsche erfüllen.

Mit in seinem E-Bike Gepäck hat er 800 Flyer, die über den Verein „Herzenswünsche“ e.V. Münster informieren. Es ist ein bundesweit tätiger Verein, der schwerkranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche erfüllt. Rund 60 ehrenamtliche und vier hauptamtliche Mitarbeiterinnen stehen dabei in engem Kontakt zu den Eltern, Ärzten, Therapeuten und natürlich den betroffenen Kindern, um ihren Herzenswunsch wahr werden zu lassen und damit neuen Mut, Kraft und Freude zu schenken. Alle Spenden gehen auf ein Spendenkonto der Stadt Hagen und werden zu 100 Prozent weitergeleitet. „Ich möchte Menschen Mut machen und gemeinsam mit den Öhringerinnen und Öhringern krebs- und schwerstkranken Menschen helfen. Die Aktion ist eine Verbindung aus Selbsthilfe, Leidenschaft und sozialem Engagement“, sagt Oliver Trelenberg. Er legt Wert darauf, dass er keinen Leistungssport betreibt, sondern für eine bessere Lebensqualität radelt.

Spenden sind erwünscht

Spendenkonto: Stadt Hagen, Sparkasse HagenHerdecke, IBAN: DE23 4505 0001 0100 0004 44, BIC: WELADE3HXXX, Verwendungszweck: Oli radelt für Herzenswünsche e.V., Kassenzeichen 800 90000 9670 (damit die Spenden zugeordnet werden können) zuzüglich eigener Anschrift (Straße, PLZ, Ort), falls Sie eine Spendenquittung wünschen.

Pressemitteilung Große Kreisstadt Öhringen

 




GEMÜ erweitert Geschäftsführung

Die GEMÜ Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG mit Sitz in Ingelfingen, Baden-Württemberg, stellt die Geschäftsführung neu auf. Der Diplom Wirtschaftsingenieur Matthias Fick wird zum 1. Juli 2022 zum Geschäftsführer Global Operations in die Geschäftsführung von GEMÜ Deutschland berufen. Damit verstärkt Matthias Fick die Geschäftsführung, bestehend aus Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter und Stephan Müller, Geschäftsführer.

Aufgrund des starken Wachstums der letzten Jahre hat der Bereich Global Operations und Supply Chain Management (SCM) bei GEMÜ kontinuierlich an Bedeutung gewonnen und maßgeblich zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung beigetragen. Mit Blick auf weiteres Wachstum hat die Geschäftsführung beschlossen, die Leitung dieses Bereiches direkt bei der Geschäftsführung anzusiedeln.

Teilweise Neustrukturierung der Führungsstruktur

Im Rahmen dieser Neuorganisation strukturiert GEMÜ auch seine Führungsstruktur in den Ebenen der Bereichs- und der Hauptabteilungsleiter teilweise neu. Zudem verstärkt die Geschäftsführung ihren Fokus auf strategische Entscheidungen der gesamten GEMÜ Gruppe und die Leitung der weltweiten Tochterunternehmen.

Mit Matthias Fick rückt ein sehr erfahrender Produktions-, Logistik- und Supply Chain Management Experte und langjähriger GEMÜ Mitarbeiter in die Geschäftsführung auf. Seine Karriere bei GEMÜ startete Herr Fick bereits 1994 als Logistik Controller. Zwei Jahre später wurde er Leiter vom Auftragszentrum, 2007 Leiter Logistik/SCM. Seitdem hat Matthias Fick in verschiedenen Managementprojekten die globalen Produktions-, Logistik- und Supply Chain Prozesse maßgeblich mitgestaltet. Zuletzt war Matthias Fick als Bereichsleiter Global Operations & SCM für die weltweite Produktion, Logistik und das Supply Chain Management von GEMÜ verantwortlich.

Führungskraft aus den eigenen Reihen

„Wir freuen uns, mit Herrn Fick eine sehr erfahrene und erfolgreiche Führungskraft aus den eigenen Reihen für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen zu haben. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm und seinem Team diesen für GEMÜ wichtigen Bereich strategisch weiterentwickeln werden,“ so Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe.

“Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Vor allem darauf, gemeinsam mit meinem motivierten Team die eingeschlagene Operational Excellence Strategie weiterzuentwickeln und auf alle Werke auszurollen. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich sehr und freue mich auf eine kreative Zusammenarbeit.” sagt Matthias Fick, neuer Geschäftsführer von GEMÜ Deutschland.

Pressemitteilung GEMÜ

 




Fussgänger und Radfahrer jetzt getrennt

Auf dem breiten Weg über die Künzelsauer Wertwiesen von Kochersteg in die Innenstadt wurden kürzlich Fahrbanhnmarkierungen angebracht. Der Weg, der bisher Radfahrern und Fußgängern gleichberechtigt zur Verfügung stand, wurde jetzt geteilt. Der „gemeinsame Fuß- und Radweg“ wird damit zum „getrennten Fuß- und Radweg“. Die Stadt Künzelsau teilt dazu mit: „Die Stadtverwaltung hofft, dass das ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist. Auch der weitere Verlauf des Fuß- und Radweges am Kocher entlang von der Kocherbrücke vorbei an der Feuerwache und am Hallenbad in Richtung Würzburger Straße ist bisher schon als getrennter Fuß- und Radweg markiert.“

Verkehrssicherheit erhöhen

Noch stimmen Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen nicht überein – die noch vorhandenen Verkehrszeichen gemeinsamer Fuß- und Radweg werden in Kürze durch den Bauhof ausgetauscht.

Hintergrund dieser Massnahme ist ein Unfall zwischen einem Radfahrer und einer Fußgängerin im Dezember 2021, bei der die Fußgängerin erhebliche Verletzungen erlitt. Der Radfahrer wurde bereits im Februar nach Erwachsenenstrafrecht per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 2.600 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Text: Matthias Lauterer




Strafanzeige gegen übergriffigen Giganetz-„Medienberater“

Die Methoden, mit denen die von Giganetz Deutschland beauftragten „Medienberater“ zu Werke gehen, sind schon mehrfach in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Sowohl aus Künzelsau als auch aus anderen Gemeinden sind Berichte bekannt, in denen die von Giganetz beauftragten Subunternehmen mit üblen Mitteln zu Werke gehen. Nicht nur von penetranten Hausbesuchen wird berichtet, auch vom Aufbau regelrechter Drohszenarien. Werber sollen Menschen belogen haben, indem sie Ihnen erklärt haben, dass sie bei Giganetz unterschreiben müßten, damit sie überhaupt noch Internet hätten, denn die Leitungen der anderen Anbieter würden durchtrennt werden. Dass trotz Schulung technische Falschinformationen vermittelt werden, ist gegenüber den Vorwürfen fast schon zu vernachlässigen.

35% der Anschlüsse fast erreicht

In der Gemeinderatssitzung vom 28. Juni 2022 konnte Bürgermeister Stefan Neumann zwar berichten, dass das Quorum von 35%, bei dem Giganetz das Glasfasernetz für Künzelsau und die Teilorte in Eigenregie und ohne Kosten für Bürger:innen und die Stadt Künzelsau legt, fast erreicht wurde. Allerdings wurde auch berichtet, dass der Besuch des „Medienberaters“ in mindestens einem Falle derart eskaliert ist, dass ein Nachbar eingreifen mußte und ein Polizeieinsatz notwendig wurde. „Medienberater“ ist der Ausdruck, den Giganetz in der Kommunikation benutzt – von einer „Drückerkolonne“ sprach Erhard Demuth in der Gemeinderatssitzung.

Polizeiliche Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs

Die Polizei bestätigt: „Der Polizei ist im Hohenlohekreis eine Anzeige gegen einen Beauftragten der Deutschen Giganetz bekannt. Der Person wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Ermittlungen dauern noch an.“

„bis dahin eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Team ausgeschlossen“

Auch der Deutschen Giganetz ist der Vorfall bekannt, auf GSCHWÄTZ-Anfrage bestätigt Frank Wittich-Böcker, der Unternehmenssprecher: „Die Deutsche GigaNetz hat von dem Vorfall mit einem der Vertriebsteams unseres Vertriebspartners Kenntnis erlangt.“ Der Frage, warum es weiterhin zu solchen Vorfällen kommen kann, nachdem doch nach jedem bekanntgewordenen Fall Maßnahmen getroffen wurden und man nur ausgesuchte und zuverlässige Partner einsetze, weicht Wittich-Böcker aus: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Vertriebspartner haben auch in ihrem Auftreten gegenüber Interessentinnen und Interessenten Verhaltensvorgaben. Daher dulden wir grundsätzlich kein individuelles, persönliches Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter von uns beauftragter Vertriebspartner gegenüber Dritten. Im konkreten Fall klären wir aktuell noch den Sachverhalt gemeinsam mit unserem Vertriebspartner und haben bis dahin eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Team ausgeschlossen.“

Bezahlung der „Medienberater“

Auf die Frage, wie die Mitarbeiter bezahlt werden und wie hoch ggf. die Provision für einen Abschluß ist, antwortet er gar nicht. Man darf aber davon ausgehen, dass die Provision mindestens 60 Euro beträgt – das ist nämlich der Betrag, den man spart, wenn man den Vertrag nicht beim „Medienberater“ sondern im Internet abschließt. Für Menschen, die möglicherweise mit Mindestlohn oder sogar rein provisionsbasiert, also quasi-selbstständig sind, bezahlt werden, mag eine solche Provision Anreiz genug sein, die Verhaltensvorgaben nicht einzuhalten.

Text: Matthias Lauterer




Weinbau, Handwerk und Kirche

Nach zwei erfolgreichen Ortsführungen durch Garnberg und Nagelsberg findet nun ein Spaziergang durch Belsenberg statt. Uwe Siller und
Ehrenfried Biehal führen am Freitag, 15. Juli 2022 um 16.30 Uhr durch den Ort. Treffpunkt ist an der Kirche. Die Führung ist kostenfrei – Verzehr in anschließender Weinprobe oder Verköstigungen übernehmen alle Teilnehmenden selbst.

Anmeldungen werden gerne von Stefan Kraut entgegengenommen, unter 07940 129117 oder stefan.kraut@kuenzelsau.de. Anmeldeschluss ist am 8. Juli 2022, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Belsenberg hat eine lange Geschichte

Belsenberg gilt als einer der Urkirchenstandorte Hohenlohes, nicht nur durch die Dorfkirche, sondern auch die sagenumwobene Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“ auf der Höhe nahe dem Siegelhof. Es gruppierte sich darum eine Siedlung mit Weingärtnern und Landwirten sowie den örtlich notwendigen Handwerkern – allen voran die Küfer, die dazu beitrugen, dass das kostbare Getränk auch weite Transportwege zurücklegen konnte.

Dieses Angebot gehört zur Ausstellung „Fluren, Stadtteile – eine Verwaltung“, die noch bis 30. Oktober 2022 bei freiem Eintritt im Stadtmuseum Künzelsau zu besichtigen ist. Geöffnet ist das Stadtmuseum mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Museums mit dem Verein StadtGeschichte, der Karoline-Breitinger-Schule und der Volkshochschule.

Weitere Stadtteilführungen:
18.08.2022, 16.30 Uhr: Kocherstetten
14.09.2022, 16.30 Uhr: Schloß Stetten
13.10.2022, 15.30 Uhr: Morsbach

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Bewegende Geschichte der Landfrauen

Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe feiern in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Verbandsjubiläums wurde eine Wanderausstellung, die die Geschichte der LandFrauen erzählt, auf die Reise durch die 24 Kreisverbände geschickt.

Wanderausstellung im Landratsamt

Seit dem 30. Juni macht die Wanderausstellung Halt im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis. Feierlich eröffnet wurde sie bereits einen Tag davor mit Vertretern der LandFrauen, der Kreisverwaltung sowie des Kreistages. Landrat Dr. Matthias Neth bedankte sich bei den KreisLandFrauen für ihr unermüdliches Engagement. „Ich bin stolz darauf, dass wir im Hohenlohekreis 43 Ortsvereine mit über 2.500 Mitgliedern haben. Seit 75 Jahren sind Sie wahrhaftig eine tragende Säule in unserem Landkreis und in ganz Baden-Württemberg. Sie setzen sich für die Frauen auf dem Land ein und verbinden mit Projekten, Aktionen und Bildungsprogrammen Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Sie sind unsere Managerinnen, Antreiberinnen für Veränderung und Fortschritt und Bewahrerinnen von Wissen und Traditionen“, so Landrat Dr. Neth zu Beginn der Eröffnungsfeier. In ihrer Begrüßung schloss sich Kreisvorsitzenden Regina Müller dem an: „Es freut mich, dass wir auf solch eine lange Verbandsgeschichte zurückblicken können. Und umso mehr freue ich mich, dass wir hier heute alle zusammengekommen sind, um die Wanderausstellung anlässlich des 75-jährigen Bestehens des LandFrauenverbands Württemberg-Baden e. V. im Hohenlohekreis feierlich zu eröffnen.“

Auf 12 beleuchteten Displays erhalten Besucherinnen und Besucher grundsätzliche Informationen zu Geschichte und Bedeutung der LandFrauen in Württemberg-Baden. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Frauen auf dem Land waren in der Nachkriegszeit besonders betroffen und begierig darauf, ihre Bildung und Lebensbedingungen zu verbessern. Was die Landfrauen seither bewegt haben, erfahren die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung. Noch bis zum 8. Juli 2022 können Interessierte die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis besuchen. Bereits am ersten Tag zählte die Ausstellung bereits mehr als 150 Besucher. Am Eröffnungsabend wurde auch die 6.000ste Besucherin der Jubiläums-Wanderausstellung, Heidrun Fleisch aus dem Ortsverein Bretzfeld-Rappach, beglückwünscht.

Hintergrund

Die Geschichte der LandFrauen beginnt 1898 mit dem ersten „Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein“ in Ostpreußen. In Württemberg entstand durch Fürstin Therese zu Hohenlohe Waldenburg 1916 ein landwirtschaftlicher Hausfrauenverein. In der NS-Zeit wurden die Vereine aufgelöst. Nach dem Krieg im Jahr 1947 folgte die Neuorganisation der LandFrauen-Bewegung. In dieser Zeit wurden auch der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe gegründet.

Beate Krieg, Landesgeschäftsführerin des LandFrauenverbands gratuliert Heidrun Fleisch, der 6.000sten Besucherin der Ausstellung. Foto: LRA Hohenlohekreis

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 17.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12.00 Uhr.
Zu den Öffnungszeiten ist immer eine Ansprechperson vor Ort, die Auskunft über die LandFrauen geben kann.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




„Lügenbrückle“ zwischen Kocherstetten und Vogelsberg mit Bürgerbudget-Mitteln erneuert

Die Holzbrücke in der Klinge über den Erlesbach wurde in den letzten Monaten erneuert und ist nun fertiggestellt. Damit ist der uralte Verbindungsweg zwischen den Orten Kocherstetten und Vogelsberg wiederhergestellt. Heute ist dies wieder ein beliebter Wanderweg durch den Wald.

„Herzlichen Dank an den SC Kocherstetten, der dieses Projekt initiiert und umgesetzt hat,“ sagt Bürgermeister Stefan Neumann. Im Rahmen des Künzelsauer Bürgerbudgets 2021/22 wurde die Maßnahme mit 10.000 Euro unterstützt.

„Mit etlichen Stunden Eigenleistung der ehrenamtlichen Helfer und dem Geld aus dem Bürgerbudget konnten wir unser „Lügenbrückle“ wieder auf Vordermann bringen“, freut sich Mario Retzbach vom SC Kocherstetten. „Das Bürgerbudget ist die Chance für die Allgemeinheit Gutes zu tun und Werte zu schaffen. Wir sagen danke, dass wir 2021 die Förderung bekommen haben. Sicher werden wir uns mal wieder mit einem Projekt bewerben.“

Wer auch eine Idee für ein tolles Bürgerprojekt hat, ist eingeladen, sich an der aktuellen vierten Ausschreibung zum Künzelsauer Bürgerprojekt zu beteiligen. Die Antragsfrist endet am 15. August 2022. Für 2022/23 stehen wieder 50.000 Euro zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es auf unserer Beteiligungsplattform www.civocracy.org/stadtkuenzelsau oder auf der städtischen Webseite unter www.kuenzelsau.de/buergerbudget.

Projektideen mit Bürgermeister Neumann besprechen

Um offenen Fragen zu klären und Projektideen gemeinsam zu besprechen, gibt es Anfang Juli zwei Sprechstunden mit Bürgermeister Stefan Neumann: Dienstag, 5. Juli 2022 um 18.00 Uhr im Rathaus oder Freitag, 8. Juli 2022 um 8.30 Uhr bei Yvonnes Café.

Eine vorherige Anmeldung über buergerbudget@kuenzelsau.de ist erforderlich.

Presseinformation Stadt Künzelsau




Impfstützpunkt Künzelsau bleibt im Juli geöffnet

Das Impfangebot des Hohenlohekreises wird bis 27. Juli 2022 verlängert. Wie bereits im Juni gibt es damit mittwochs und samstags die Möglichkeit, sich ohne Termin gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die Impfungen finden mittwochs von 13-19 Uhr und samstags von 10-17 Uhr im Impfstützpunkt Künzelsau in der ehemaligen Praxis Dr. Köhler, Stettenstraße 30, 74653 Künzelsau statt.

„Die COVID-19-Impfung ist immer noch das effektivste Mittel zur Eindämmung der Pandemie und zur Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe. Angesichts der wieder steigenden Fallzahlen wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, eine Impfung bzw. eine Auffrischungsimpfung zu erhalten“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth.

Pressemitteilung Hohenlohekreis