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Krebspatient radelt 4.350 Kilometer für guten Zweck

Der Westfale Oliver Trelenberg radelt seit 2015 für sein ehrenamtliches Spendenprojekt „Oli radelt!“ durch die Bundesrepublik. Pünktlich zum Hohenloher Weindorf war Oliver Trelenberg während seiner 77-tägigen Benefiz-Radreise u.a. auf dem Limesradweg im Rahmen des STADTRADELN zu Gast in Öhringen, um Spenden für krebs- und schwerstkranke Menschen anzuwerben. Dieses Jahr sammelt er für „Herzenswünsche“ e. V. Münster. Seine 4.350 Kilometer lange Tour führt ihn 2022 durch 73 Gemeinden. Start war in seiner Heimatstadt Hagen, dann weiter über Remagen, Miltenberg und jetzt Öhringen. Weiter geht es nach Stuttgart, Neumarkt i. d. Oberpfalz, Zwickau, Frankfurt (Oder), Usedom, Hamburg, Kiel und Paderborn zurück nach Westfalen.

Oli leidet an Kehlkopfkrebs

„Schön ist es hier in Öhringen. Vielen Dank an die Stadt für ihre Gastfreundschaft!“, freut sich Oliver Trelenberg. Nach einem schweren Lebensweg bekam er 2013 selbst die Diagnose Kehlkopfkrebs. Mühsam kämpfte er sich ins Leben zurück. „Die Ärzte sagen, nach der OP und mit meinem Gesundheitszustand könne ich medizinisch gesehen gar nicht Radfahren“, sagt Oliver Trelenberg. Dennoch legt er seit sieben Jahren als Spendenradler unter dem Motto „Krebspatient radelt für guten Zweck“ jährlich Tausende Kilometer durch die Bundesrepublik zurück. Dabei informiert er über Krebskrankheiten, zeigt Wege aus persönlichen Lebenskrisen auf und sammelt Spenden. Die Spendenempfänger wechseln jährlich. Oliver Trelenberg erradelte seit 2015 bereits rund 55.000 Euro. Sein großes Engagement führte dazu, dass er zwei Mal von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen wurde. „Ich hatte im Leben schon viele Tiefs und war ganz unten. Das Radfahren hilft mir, Ziele zu verfolgen und im Leben zu bleiben.“

Der gute Zweck: Schwerkranken Kindern lang ersehnte Wünsche erfüllen.

Mit in seinem E-Bike Gepäck hat er 800 Flyer, die über den Verein „Herzenswünsche“ e.V. Münster informieren. Es ist ein bundesweit tätiger Verein, der schwerkranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche erfüllt. Rund 60 ehrenamtliche und vier hauptamtliche Mitarbeiterinnen stehen dabei in engem Kontakt zu den Eltern, Ärzten, Therapeuten und natürlich den betroffenen Kindern, um ihren Herzenswunsch wahr werden zu lassen und damit neuen Mut, Kraft und Freude zu schenken. Alle Spenden gehen auf ein Spendenkonto der Stadt Hagen und werden zu 100 Prozent weitergeleitet. „Ich möchte Menschen Mut machen und gemeinsam mit den Öhringerinnen und Öhringern krebs- und schwerstkranken Menschen helfen. Die Aktion ist eine Verbindung aus Selbsthilfe, Leidenschaft und sozialem Engagement“, sagt Oliver Trelenberg. Er legt Wert darauf, dass er keinen Leistungssport betreibt, sondern für eine bessere Lebensqualität radelt.

Spenden sind erwünscht

Spendenkonto: Stadt Hagen, Sparkasse HagenHerdecke, IBAN: DE23 4505 0001 0100 0004 44, BIC: WELADE3HXXX, Verwendungszweck: Oli radelt für Herzenswünsche e.V., Kassenzeichen 800 90000 9670 (damit die Spenden zugeordnet werden können) zuzüglich eigener Anschrift (Straße, PLZ, Ort), falls Sie eine Spendenquittung wünschen.

Pressemitteilung Große Kreisstadt Öhringen

 




GEMÜ erweitert Geschäftsführung

Die GEMÜ Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG mit Sitz in Ingelfingen, Baden-Württemberg, stellt die Geschäftsführung neu auf. Der Diplom Wirtschaftsingenieur Matthias Fick wird zum 1. Juli 2022 zum Geschäftsführer Global Operations in die Geschäftsführung von GEMÜ Deutschland berufen. Damit verstärkt Matthias Fick die Geschäftsführung, bestehend aus Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter und Stephan Müller, Geschäftsführer.

Aufgrund des starken Wachstums der letzten Jahre hat der Bereich Global Operations und Supply Chain Management (SCM) bei GEMÜ kontinuierlich an Bedeutung gewonnen und maßgeblich zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung beigetragen. Mit Blick auf weiteres Wachstum hat die Geschäftsführung beschlossen, die Leitung dieses Bereiches direkt bei der Geschäftsführung anzusiedeln.

Teilweise Neustrukturierung der Führungsstruktur

Im Rahmen dieser Neuorganisation strukturiert GEMÜ auch seine Führungsstruktur in den Ebenen der Bereichs- und der Hauptabteilungsleiter teilweise neu. Zudem verstärkt die Geschäftsführung ihren Fokus auf strategische Entscheidungen der gesamten GEMÜ Gruppe und die Leitung der weltweiten Tochterunternehmen.

Mit Matthias Fick rückt ein sehr erfahrender Produktions-, Logistik- und Supply Chain Management Experte und langjähriger GEMÜ Mitarbeiter in die Geschäftsführung auf. Seine Karriere bei GEMÜ startete Herr Fick bereits 1994 als Logistik Controller. Zwei Jahre später wurde er Leiter vom Auftragszentrum, 2007 Leiter Logistik/SCM. Seitdem hat Matthias Fick in verschiedenen Managementprojekten die globalen Produktions-, Logistik- und Supply Chain Prozesse maßgeblich mitgestaltet. Zuletzt war Matthias Fick als Bereichsleiter Global Operations & SCM für die weltweite Produktion, Logistik und das Supply Chain Management von GEMÜ verantwortlich.

Führungskraft aus den eigenen Reihen

„Wir freuen uns, mit Herrn Fick eine sehr erfahrene und erfolgreiche Führungskraft aus den eigenen Reihen für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen zu haben. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm und seinem Team diesen für GEMÜ wichtigen Bereich strategisch weiterentwickeln werden,“ so Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe.

“Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Vor allem darauf, gemeinsam mit meinem motivierten Team die eingeschlagene Operational Excellence Strategie weiterzuentwickeln und auf alle Werke auszurollen. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich sehr und freue mich auf eine kreative Zusammenarbeit.” sagt Matthias Fick, neuer Geschäftsführer von GEMÜ Deutschland.

Pressemitteilung GEMÜ

 




Fussgänger und Radfahrer jetzt getrennt

Auf dem breiten Weg über die Künzelsauer Wertwiesen von Kochersteg in die Innenstadt wurden kürzlich Fahrbanhnmarkierungen angebracht. Der Weg, der bisher Radfahrern und Fußgängern gleichberechtigt zur Verfügung stand, wurde jetzt geteilt. Der „gemeinsame Fuß- und Radweg“ wird damit zum „getrennten Fuß- und Radweg“. Die Stadt Künzelsau teilt dazu mit: „Die Stadtverwaltung hofft, dass das ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist. Auch der weitere Verlauf des Fuß- und Radweges am Kocher entlang von der Kocherbrücke vorbei an der Feuerwache und am Hallenbad in Richtung Würzburger Straße ist bisher schon als getrennter Fuß- und Radweg markiert.“

Verkehrssicherheit erhöhen

Noch stimmen Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen nicht überein – die noch vorhandenen Verkehrszeichen gemeinsamer Fuß- und Radweg werden in Kürze durch den Bauhof ausgetauscht.

Hintergrund dieser Massnahme ist ein Unfall zwischen einem Radfahrer und einer Fußgängerin im Dezember 2021, bei der die Fußgängerin erhebliche Verletzungen erlitt. Der Radfahrer wurde bereits im Februar nach Erwachsenenstrafrecht per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 2.600 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Text: Matthias Lauterer




Strafanzeige gegen übergriffigen Giganetz-„Medienberater“

Die Methoden, mit denen die von Giganetz Deutschland beauftragten „Medienberater“ zu Werke gehen, sind schon mehrfach in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Sowohl aus Künzelsau als auch aus anderen Gemeinden sind Berichte bekannt, in denen die von Giganetz beauftragten Subunternehmen mit üblen Mitteln zu Werke gehen. Nicht nur von penetranten Hausbesuchen wird berichtet, auch vom Aufbau regelrechter Drohszenarien. Werber sollen Menschen belogen haben, indem sie Ihnen erklärt haben, dass sie bei Giganetz unterschreiben müßten, damit sie überhaupt noch Internet hätten, denn die Leitungen der anderen Anbieter würden durchtrennt werden. Dass trotz Schulung technische Falschinformationen vermittelt werden, ist gegenüber den Vorwürfen fast schon zu vernachlässigen.

35% der Anschlüsse fast erreicht

In der Gemeinderatssitzung vom 28. Juni 2022 konnte Bürgermeister Stefan Neumann zwar berichten, dass das Quorum von 35%, bei dem Giganetz das Glasfasernetz für Künzelsau und die Teilorte in Eigenregie und ohne Kosten für Bürger:innen und die Stadt Künzelsau legt, fast erreicht wurde. Allerdings wurde auch berichtet, dass der Besuch des „Medienberaters“ in mindestens einem Falle derart eskaliert ist, dass ein Nachbar eingreifen mußte und ein Polizeieinsatz notwendig wurde. „Medienberater“ ist der Ausdruck, den Giganetz in der Kommunikation benutzt – von einer „Drückerkolonne“ sprach Erhard Demuth in der Gemeinderatssitzung.

Polizeiliche Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs

Die Polizei bestätigt: „Der Polizei ist im Hohenlohekreis eine Anzeige gegen einen Beauftragten der Deutschen Giganetz bekannt. Der Person wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Ermittlungen dauern noch an.“

„bis dahin eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Team ausgeschlossen“

Auch der Deutschen Giganetz ist der Vorfall bekannt, auf GSCHWÄTZ-Anfrage bestätigt Frank Wittich-Böcker, der Unternehmenssprecher: „Die Deutsche GigaNetz hat von dem Vorfall mit einem der Vertriebsteams unseres Vertriebspartners Kenntnis erlangt.“ Der Frage, warum es weiterhin zu solchen Vorfällen kommen kann, nachdem doch nach jedem bekanntgewordenen Fall Maßnahmen getroffen wurden und man nur ausgesuchte und zuverlässige Partner einsetze, weicht Wittich-Böcker aus: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Vertriebspartner haben auch in ihrem Auftreten gegenüber Interessentinnen und Interessenten Verhaltensvorgaben. Daher dulden wir grundsätzlich kein individuelles, persönliches Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter von uns beauftragter Vertriebspartner gegenüber Dritten. Im konkreten Fall klären wir aktuell noch den Sachverhalt gemeinsam mit unserem Vertriebspartner und haben bis dahin eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Team ausgeschlossen.“

Bezahlung der „Medienberater“

Auf die Frage, wie die Mitarbeiter bezahlt werden und wie hoch ggf. die Provision für einen Abschluß ist, antwortet er gar nicht. Man darf aber davon ausgehen, dass die Provision mindestens 60 Euro beträgt – das ist nämlich der Betrag, den man spart, wenn man den Vertrag nicht beim „Medienberater“ sondern im Internet abschließt. Für Menschen, die möglicherweise mit Mindestlohn oder sogar rein provisionsbasiert, also quasi-selbstständig sind, bezahlt werden, mag eine solche Provision Anreiz genug sein, die Verhaltensvorgaben nicht einzuhalten.

Text: Matthias Lauterer




Weinbau, Handwerk und Kirche

Nach zwei erfolgreichen Ortsführungen durch Garnberg und Nagelsberg findet nun ein Spaziergang durch Belsenberg statt. Uwe Siller und
Ehrenfried Biehal führen am Freitag, 15. Juli 2022 um 16.30 Uhr durch den Ort. Treffpunkt ist an der Kirche. Die Führung ist kostenfrei – Verzehr in anschließender Weinprobe oder Verköstigungen übernehmen alle Teilnehmenden selbst.

Anmeldungen werden gerne von Stefan Kraut entgegengenommen, unter 07940 129117 oder stefan.kraut@kuenzelsau.de. Anmeldeschluss ist am 8. Juli 2022, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Belsenberg hat eine lange Geschichte

Belsenberg gilt als einer der Urkirchenstandorte Hohenlohes, nicht nur durch die Dorfkirche, sondern auch die sagenumwobene Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“ auf der Höhe nahe dem Siegelhof. Es gruppierte sich darum eine Siedlung mit Weingärtnern und Landwirten sowie den örtlich notwendigen Handwerkern – allen voran die Küfer, die dazu beitrugen, dass das kostbare Getränk auch weite Transportwege zurücklegen konnte.

Dieses Angebot gehört zur Ausstellung „Fluren, Stadtteile – eine Verwaltung“, die noch bis 30. Oktober 2022 bei freiem Eintritt im Stadtmuseum Künzelsau zu besichtigen ist. Geöffnet ist das Stadtmuseum mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Museums mit dem Verein StadtGeschichte, der Karoline-Breitinger-Schule und der Volkshochschule.

Weitere Stadtteilführungen:
18.08.2022, 16.30 Uhr: Kocherstetten
14.09.2022, 16.30 Uhr: Schloß Stetten
13.10.2022, 15.30 Uhr: Morsbach

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Bewegende Geschichte der Landfrauen

Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe feiern in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Verbandsjubiläums wurde eine Wanderausstellung, die die Geschichte der LandFrauen erzählt, auf die Reise durch die 24 Kreisverbände geschickt.

Wanderausstellung im Landratsamt

Seit dem 30. Juni macht die Wanderausstellung Halt im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis. Feierlich eröffnet wurde sie bereits einen Tag davor mit Vertretern der LandFrauen, der Kreisverwaltung sowie des Kreistages. Landrat Dr. Matthias Neth bedankte sich bei den KreisLandFrauen für ihr unermüdliches Engagement. „Ich bin stolz darauf, dass wir im Hohenlohekreis 43 Ortsvereine mit über 2.500 Mitgliedern haben. Seit 75 Jahren sind Sie wahrhaftig eine tragende Säule in unserem Landkreis und in ganz Baden-Württemberg. Sie setzen sich für die Frauen auf dem Land ein und verbinden mit Projekten, Aktionen und Bildungsprogrammen Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Sie sind unsere Managerinnen, Antreiberinnen für Veränderung und Fortschritt und Bewahrerinnen von Wissen und Traditionen“, so Landrat Dr. Neth zu Beginn der Eröffnungsfeier. In ihrer Begrüßung schloss sich Kreisvorsitzenden Regina Müller dem an: „Es freut mich, dass wir auf solch eine lange Verbandsgeschichte zurückblicken können. Und umso mehr freue ich mich, dass wir hier heute alle zusammengekommen sind, um die Wanderausstellung anlässlich des 75-jährigen Bestehens des LandFrauenverbands Württemberg-Baden e. V. im Hohenlohekreis feierlich zu eröffnen.“

Auf 12 beleuchteten Displays erhalten Besucherinnen und Besucher grundsätzliche Informationen zu Geschichte und Bedeutung der LandFrauen in Württemberg-Baden. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Frauen auf dem Land waren in der Nachkriegszeit besonders betroffen und begierig darauf, ihre Bildung und Lebensbedingungen zu verbessern. Was die Landfrauen seither bewegt haben, erfahren die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung. Noch bis zum 8. Juli 2022 können Interessierte die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis besuchen. Bereits am ersten Tag zählte die Ausstellung bereits mehr als 150 Besucher. Am Eröffnungsabend wurde auch die 6.000ste Besucherin der Jubiläums-Wanderausstellung, Heidrun Fleisch aus dem Ortsverein Bretzfeld-Rappach, beglückwünscht.

Hintergrund

Die Geschichte der LandFrauen beginnt 1898 mit dem ersten „Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein“ in Ostpreußen. In Württemberg entstand durch Fürstin Therese zu Hohenlohe Waldenburg 1916 ein landwirtschaftlicher Hausfrauenverein. In der NS-Zeit wurden die Vereine aufgelöst. Nach dem Krieg im Jahr 1947 folgte die Neuorganisation der LandFrauen-Bewegung. In dieser Zeit wurden auch der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe gegründet.

Beate Krieg, Landesgeschäftsführerin des LandFrauenverbands gratuliert Heidrun Fleisch, der 6.000sten Besucherin der Ausstellung. Foto: LRA Hohenlohekreis

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 17.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12.00 Uhr.
Zu den Öffnungszeiten ist immer eine Ansprechperson vor Ort, die Auskunft über die LandFrauen geben kann.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




„Lügenbrückle“ zwischen Kocherstetten und Vogelsberg mit Bürgerbudget-Mitteln erneuert

Die Holzbrücke in der Klinge über den Erlesbach wurde in den letzten Monaten erneuert und ist nun fertiggestellt. Damit ist der uralte Verbindungsweg zwischen den Orten Kocherstetten und Vogelsberg wiederhergestellt. Heute ist dies wieder ein beliebter Wanderweg durch den Wald.

„Herzlichen Dank an den SC Kocherstetten, der dieses Projekt initiiert und umgesetzt hat,“ sagt Bürgermeister Stefan Neumann. Im Rahmen des Künzelsauer Bürgerbudgets 2021/22 wurde die Maßnahme mit 10.000 Euro unterstützt.

„Mit etlichen Stunden Eigenleistung der ehrenamtlichen Helfer und dem Geld aus dem Bürgerbudget konnten wir unser „Lügenbrückle“ wieder auf Vordermann bringen“, freut sich Mario Retzbach vom SC Kocherstetten. „Das Bürgerbudget ist die Chance für die Allgemeinheit Gutes zu tun und Werte zu schaffen. Wir sagen danke, dass wir 2021 die Förderung bekommen haben. Sicher werden wir uns mal wieder mit einem Projekt bewerben.“

Wer auch eine Idee für ein tolles Bürgerprojekt hat, ist eingeladen, sich an der aktuellen vierten Ausschreibung zum Künzelsauer Bürgerprojekt zu beteiligen. Die Antragsfrist endet am 15. August 2022. Für 2022/23 stehen wieder 50.000 Euro zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es auf unserer Beteiligungsplattform www.civocracy.org/stadtkuenzelsau oder auf der städtischen Webseite unter www.kuenzelsau.de/buergerbudget.

Projektideen mit Bürgermeister Neumann besprechen

Um offenen Fragen zu klären und Projektideen gemeinsam zu besprechen, gibt es Anfang Juli zwei Sprechstunden mit Bürgermeister Stefan Neumann: Dienstag, 5. Juli 2022 um 18.00 Uhr im Rathaus oder Freitag, 8. Juli 2022 um 8.30 Uhr bei Yvonnes Café.

Eine vorherige Anmeldung über buergerbudget@kuenzelsau.de ist erforderlich.

Presseinformation Stadt Künzelsau




Impfstützpunkt Künzelsau bleibt im Juli geöffnet

Das Impfangebot des Hohenlohekreises wird bis 27. Juli 2022 verlängert. Wie bereits im Juni gibt es damit mittwochs und samstags die Möglichkeit, sich ohne Termin gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die Impfungen finden mittwochs von 13-19 Uhr und samstags von 10-17 Uhr im Impfstützpunkt Künzelsau in der ehemaligen Praxis Dr. Köhler, Stettenstraße 30, 74653 Künzelsau statt.

„Die COVID-19-Impfung ist immer noch das effektivste Mittel zur Eindämmung der Pandemie und zur Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe. Angesichts der wieder steigenden Fallzahlen wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, eine Impfung bzw. eine Auffrischungsimpfung zu erhalten“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth.

Pressemitteilung Hohenlohekreis

 




Immer noch Disharmonie in der alten Harmonie

Schon mehrfach mußte GSCHWÄTZ über das Altenheim Alte Harmonie in Kocherstetten berichten. Erst fühlten sich Mitarbeiter bespitzelt (die strafrechtlichen Ermittlungen hierzu wurden eingestellt), dann ging es um Abmahnungen von Internet-Rezensionen und zuletzt um eine Begehung der Einrichtung durch eine Gruppe hochrangiger Beamter von der Stadt Künzelsau und dem Landratsamt des Hohenlohekreises.

Stadt Künzelsau und der Hohenlohekreis tun sich allerdings sehr schwer mit Auskünften über das Ergebnis der Begehung des Altenheims Alte Harmonie in Kocherstetten (GSCHWÄTZ berichtete). Außer dass es Auflagen gab, wollen die Behörden nichts sagen. Sie berufen sich auf die Interessen des Betreibers, die zu schützen seien.

Gemeinwohl überwiegt hier die Interessen des Betreibers

Dabei ist wohl eher das Gegenteil richtig: Das Gemeinwohl, das öffentliche Interesse, dürfte an dieser Stelle Vorrang vor den Interessen der Betreibergesellschaft haben. Schließlich geht es an dieser Stelle um alte Menschen, die sich nicht mehr selber helfen können und um Angehörige, die in einer emotionalen Notlage sind: Wer seine Angehörigen in pflegerische Obhut gibt, der will vorab sicher sein, dass sie würdevoll leben können, pflegerisch in guten Händen, sicher und behütet sind. Das ist oft das Letzte, was die Familie für die alten Menschen tun kann. Es können also die Interessen von fast jedem betroffen sein – denn auf fast jeden kann die Situation zukommen, einen Angehörigen in ein Pflegeheim geben zu müssen.

Sicherheitsmängel

Gerade mit der Sicherheit soll es aber in der alten Harmonie nicht zum Besten stehen – das jedenfalls sagt eine umfangreiche Mängelliste, die GSCHWÄTZ vorliegt und die möglicherweise auch der Anlass zur hochrangig besetzten Begehung durch die Stadt Künzelsau und das Landratsamt geführt hat. Soviel geben die Ämter nämlich preis: Es liegt ihnen eine Anzeige vor, aufgrund der die Begehung angesetzt wurde.

GSCHWÄTZ liegt eine detaillierte Liste mit Mängeln vor, die eine Person in der Einrichtung festgestellt hat. Einige der Punkte auf dieser Mängelliste wurden GSCHWÄTZ inzwischen von einer weiteren Quelle, die nicht genannt werden will, verifiziert, insbesondere sind dies Mängel aus dem Bereich des Brandschutzes. Ob die Mängel zwischenzeitlich behoben sind, ist nicht bekannt, dazu wollen sich weder Ämter noch die Betreiber des Heimes äußern. Die Betreiber des Heims haben auf Anfragen überhaupt nicht reagiert. Die von unterschiedlichen Quellen bestätigten Mängel sind:

  • Zum Zeitpunkt, als die Mängelliste erstellt wurde, waren Erdgeschossfenster, die als Fluchtweg deklariert sind, teilweise abgeschlossen und für die Bewohner:innen nicht zu öffnen.
  • Die Flucht durch das Fenster wäre für die Bewohner:innen ohnehin nicht ungefährlich gewesen, da Elektroheizungen vor den Fenstern plaziert waren, die nicht kippgesichert waren.
  • Der Haupteingang war zu diesem Zeitpunkt nachts verschlossen und von innen nur mit einem Schlüssel zu öffnen – darüber, wo sich der Schlüssel befand, differieren die Informationen. Bewohner:innen, die im Brandfall selbständig das Haus verlassen wollten, hätten das also nicht einfach über den Haupteingang tun können. Das Öffnen der Haustür kann also nur durch eine Pflegekraft erfolgen.
  • Nachts sei aber, so übereinstimmende Informationen, zumindest zum damaligen Zeitpunkt, nur eine Pflegekraft im Haus anwesend gewesen – und die habe beispielsweise auch im Keller zu tun.
  • Mindestens eine Feuerschutztür war nicht funktionsfähig, da sie mit einem Keil offengehalten wurde, obwohl ein großes Schild sagt: „Brandschutztür geschlossen halten“.

Dass die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen in einem Heim mit Bewohner:innen, die teils bettlägerig sind, besonders wichtig ist, zeigt die Tatsache, dass es auf dem Gelände Ende 2021 tatsächlich gebrannt hat.

Auch im Außenbereich nennt die Liste Sicherheitsmängel

  • So hat beispielsweise der Teich im Garten keine Absturzsicherung.
  • Auch waren Fluchtwege außerhalb des Gebäudes zugestellt. Davon konnte sich GSCHWÄTZ selbst ein Bild machen. Später konnte sich GSCHWÄTZ aber auch davon überzeugen, dass einige dieser Fluchtwege wieder frei waren.

Da sich sowohl die Betreiber der Einrichtung als auch die Behörden nicht über die Mängel, die Auflagen und die Erfüllung der Auflagen äußern, ist nicht klar, ob die genannten Mängel noch bestehen oder zwischenzeitlich behoben sind.

Pflegebetten ordnungsgemäß geprüft?

Pflegebetten sind das letzte Refugium eines alten Menschen, in manchen Fällen ist das Aufstellen der Rückenlehne der letzte Rest von Selbstbestimmung und Würde. Außerdem muß das Bett gegen Herausfallen schützen, ohne den Patienten in seiner Freiheit zu beeinträchtigen. Die Sicherheit der elektrischen Einrichtungen ist besonders wichtig: Bereits ein abgeknicktes Kabel kann nach einiger Zeit zu einem Matratzenbrand führen. Pflegefachmann Sascha Faber hat dieses Thema im GSCHWÄTZ-Video-Interview ausführlich besprochen.

Prüfsiegel an einem Bett der Einrichtung, aufgenommen im Jahr 2022 . Foto: privat

Aus diesen Gründen sehen die gesetzlichen Regelungen eine wiederkehrende Prüfung der Pflegebetten, insbesondere deren elektrischen Anlagen, vor – wie übrigens bei jedem ortsveränderlichen Elektrogerät im Pflegezimmer, von der Mehrfachsteckdose bis zum Radio. Die wiederkehrenden Prüfungen an Pflegebetten dürfen nach Medizinproduktgesetz (MPG) oder die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) nur durch qualifizierte Personen, die die Voraussetzungen nach §4 MPBetreibV erfüllen, durchgeführt werden. Diese Anforderungen sind höher als für die Elektrofachkräfte, die die Prüfung ortsveränderlicher Elektrogeräte durchführen.

An der ordnungsgemäßen Wartung und Prüfung der Pflegebetten bestehen laut Mängelliste und weiteren Informationen Zweifel.

Betreiber reagieren sehr sensibel

Auch wenn die Betreiber des Altenheims sich gegenüber GSCHWÄTZ nicht äußern wollen, scheinen sie dennoch sensibilisiert zu sein. Als sich der GSCHWÄTZ-Reporter vom Fortschritt der Räumung der Fluchtwege überzeugen wollte, wurde er anschließend von einem Auto, das vorher vor dem Heim abgestellt war, durch Kocherstetten verfolgt und aus dem fahrenden Wagen von dessen Fahrer mit dem Handy fotografiert.

Text: Matthias Lauterer




Elf Kommunen legen gemeinsam Bodenrichtwerte im Rahmen der Grundsteuerreform fest

Vertreter von elf Kommunen haben am 22. Juni 2022 gemeinsam neue Bodenrichtwerte für alle ihre Gemeindegebiete festgelegt. Im Künzelsauer Rathaus sind die Mitglieder des Gemeinsamen Gutachterausschuss (GGA) zusammengekommen: Künzelsau, Schöntal, Krautheim, Dörzbach, Mulfingen, Forchtenberg, Weißbach, Niedernhall, Ingelfingen, Kupferzell und Waldenburg. Am 1. Januar 2021 hat der Ausschuss seine Tätigkeit aufgenommen und jetzt für die vom Gesetzgeber beschlossene Grundsteuerreform erforderlichen Bodenrichtwerte festgesetzt.

Es wurden insgesamt 860 neue Bodenrichtwertzonen gebildet und die dazu passenden Werte festgelegt. Der GAA hat in seiner Sitzung am 22. Juni 2022 die Bodenrichtwerte formal für alle beteiligten Kommunen zum Stichtag 1. Januar 2022 beschlossen.

„Jetzt ist es ein ‚Wir‘“

„Trotz der enormen Arbeit haben wir zusammen mit den Gutachtern und den jeweiligen Kommunen das Ziel erreicht“, so Anja Zinsler, die Leiterin der Geschäftsstelle des Gemeinsamen Gutachterausschusses, der seinen Sitz im Künzelsauer Rathaus hat. „Jetzt ist es ein ‚Wir‘“, sagt sie mit Blick auf die Festlegung der Bodenrichtwerte. Jeder einzelne Wert wurde mit den Vertretern aller Mitgliedskommunen besprochen und beschlossen. Somit ist sichergestellt, dass jede Zone den passenden Richtwert erhalten hat.

Bodenrichtwert = Lagewert

Die Bodenrichtwerte stellen durchschnittliche Lagewerte für den Boden unter Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungszustandes dar. Diese wurden aus der Kaufpreissammlung des GGA unter Berücksichtigung der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 2021) abgeleitet.

Gemäß 196 BauGB, Absatz 1, Satz 5 in Verbindung mit der Gutachterausschussverordnung vom 11. Dezember 1989, geändert am 15. Februar 2005 und der Novellierung vom 11. Oktober 2017 wurden in der Sitzung am 22. Juni 2022 die Bodenrichtwerte für alle beteiligten Kommunen zum Stichtag 1. Januar 2022 beschlossen.

Wo sind die Bodenrichtwerte zu finden?

Die aktuellen Bodenrichtwerte für die Grundsteuer können ab sofort auf der Homepage der Stadt Künzelsau unter http://www.kuenzelsau.de/gutachterausschuss oder im Bodenrichtwertportal des Landes Baden-Württemberg unter http://www.gutachterausschuesse-bw.de ab 1. Juli 2022 eingesehen werden.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau