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„Ist das getarnte Kinderfeindlichkeit?“

Seit 01. Juli 2022 zahlen Kinder ab dem 01. Lebensjahr denselben Eintrittspreis in der Therme Solymar in Bad Mergentheim wie Erwachsene. Das berichten die Fränkischen Nachrichten. 

Der Therme-Betreiber verweist unter anderem auf gestiegene Betriebskosten.

Dieser „Preisschock“ beschwert dem Schwimmbad nun heftige negative Bewertungen im sozialen Netz, wie die Tageszeitung weiter berichtet.

So schreibt etwa Michael B. auf google: „Sollen die Kinder jetzt die Preissteigerungen alleine tragen ? Das Kleinkindbecken im Sportbad ist eh eine ZUMUTUNG Absturzsicherung Fehlanzeige 🙈Das Solymar wird mich auch alleine nicht mehr sehen 🤨Hoffe meine 10er Karte wird erstattet 🤢. Jana Englert empfindet die Preissteigerung als Diskriminierung gegenüber Familien: „Das war’s für uns mit dem Besuch dieses Schwimmbades. Diese Preispolitik geht gar nicht. Wir mit 3 Kindern sollen fast 100 Euro zahlen, man könnte auch gleich ein Schild draußen hinhängen, dass Familien mit Kindern nun nicht mehr erwünscht sind. Und das ab einem Alter von einem Jahr … dazu fällt mir nichts mehr ein … hoffentlich wird die Therme jetzt leer bleiben…, so was sollte nicht unterstützt werden, und wenn ich den Text lese, wieso diese Preiserhöhung angeblich getroffen werden musste, bekomm ich wirklich das ko****… ihr solltet euch wirklich schämen!!!“ Ein User, der sich mit F RH registriert hat, fragt sich ebenfalls: „Die Argumentation verstehe ich nicht:

[…] Möglich wird dies durch den Verzicht auf die Kinder- und Sozialermäßigungen im Sauna- und Thermenbereich und einer geringfügigen Preiserhöhung für das Sport- und Familienbad.
Statt wie bisher 16€ für 2h Therme mit meinem Kleinkind habe ich jetzt 38€ bezahlt.Wir fahren 1h … ins Sportbad können wir auch heimatnah und günstiger. Ob unser Fernbleiben dem Bad hilft, finanziell zu überleben? Wohl kaum.
Oder ist das getarnte Kinderfeindlichkeit?“ Stefanie Bischof sieht das ähnlich: „Die Solymar Therme möchte uns weismachen, dass die gestiegenen Betriebskosten verantwortlich dafür sind, dass Familien mit kleinen Kindern zukünftig quasi von der Therme ausgeschlossen werden aber wie soll die Rechnung aufgehen? Beispiel: Früher ging eine vierköpfige Familie mit kleinen Kindern einen Tag in die Therme für etwa 50€, heute gehen sie dann für vier Stunden ins Sportbad für 20€. Die Betriebskosten sinken ja aber nicht, weil die Familie nicht in der Therme ist. Dass Preise aufgrund der aktuellen Situation steigen müssen ist klar, hier wurde aber unter diesem Deckmantel die Preispolitik dahingehend geändert, dass Familien aus der Therme unterschwellig ausgeschlossen werden. Wir waren immer gerne Ganztages-Gäste, jetzt hat uns das Solymar als Gast komplett verloren.“

 




Mann tödlich aus Fenster gestürzt?

Ein 44-jähriger Mann wurde am Freitagabend, gegen 20.30 Uhr, tot auf der Straße Karlsvorstadt, Höhe Hausnummer 43, in Öhringen aufgefunden. Ein Zeuge hatte die Person gemeldet. Sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen von Polizei und Rettungsdienst verliefen erfolglos.

In einem Mehrfamilienhaus direkt neben dem Fundort war im ersten Obergeschoss ein Fenster der Wohnung des Verstorbenen geöffnet, weshalb die Ermittlerinnen und Ermittler des Kriminalkommissariats Künzelsaus davon ausgehen, dass der Mann aus mehreren Metern Höhe auf die Fahrbahn gestürzt ist. Da die Hintergründe des Sachverhaltes unklar sind, sucht die Polizei nach Zeugen. Personen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder die den Sturz möglicherweise gesehen haben, werden gebeten sich unter der Rufnummer 07940/9400 beim Kriminalkommissariat Künzelsau zu melden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Planungen zum neuen Kreishaus nehmen Gestalt an

Am Freitag, 1. Juli 2022, fand die Preisgerichtssitzung zum Architektenwettbewerb für den Neubau des Kreishauses in Künzelsau statt. Die Jury aus erfahrenen Architekten und Vertretern des Landkreises, der Stadt Künzelsau und des Kreistags haben nach einer regen Diskussion aus den insgesamt 17 Entwürfen vier Preisträger ausgewählt. Die Preisträger sind unterschiedlich mit den städtebaulichen und funktionalen Vorgaben umgegangen. Somit bieten die Entwürfe verschiedene architektonische Lösungen für das neue Kreishaus. Auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zeigen die Siegerentwürfe solide Lösungsansätze.

Einstieg in das Vergabeverfahren

Im nächsten Schritt finden im Rahmen des Vergabeverfahrens Verhandlungsgespräche mit den Preisträgern statt. An deren Ende wird die Kreisverwaltung den Mitgliedern des Kreistages vorschlagen, welches Büro mit der Umsetzung betraut werden soll. Die Entscheidung trifft der Kreistag in der Sitzung am 26. September 2022.

Auch die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, sich in einer virtuellen Ausstellung ein Bild von den 17 abgegebenen Entwürfen und insbesondere den vier Preisträgern zu machen. Über die Zugangsmöglichkeiten zu der virtuellen Ausstellung wird gesondert informiert.

Die Preisträger des Architekturwettbewerbs Neues Kreishaus sind:

1.Preis: KUBUS360 GmbH, Stuttgart mit Dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB, Reutlingen

1. Preis: KUBUS360 GmbH, Stuttgart mit Dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB, Reutlingen. Foto: LRA Hohenlohekreis[Weitere Ansichten unter Entwickeln > NEU – Kubus 360. Red.]

2.Preis: Harter+Kanzler Freie Architekten BDA Part GmbB, Freiburg mit AG Freiraum Landschaftsarchitekten PartGmBB, Freiburg

2. Preis. Harter+Kanzler Freie Architekten BDA Part GmbB, Freiburg mit AG Freiraum Landschaftsarchitekten PartGmBB, Freiburg. Foto: LRA Hohenlohekreis

3.Preis: h4a | Gessert Randecker Architekten, Stuttgart mit P-38 Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München

3. Preis: h4a | Gessert Randecker Architekten, Stuttgart mit P-38 Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München. Foto: LRA Hohenlohekreis

4.Preis: harris + kurrle architekten BDA Partnerschaft mbB, Stuttgart mit Wiedemann-Schweizer Landschaftsarchitekten, Stuttgart

4.Preis: harris + kurrle architekten BDA Partnerschaft mbB, Stuttgart mit Wiedemann-Schweizer Landschaftsarchitekten, Stuttgart. Foto: LRA Hohenlohekreis

Hintergrund

Für das neue Kreishaus in Künzelsau hat das Landratsamt einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Insgesamt 17 Büros haben einen Entwurf eingereicht.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Lacht die Sonne, öffnet das Kocherfreibad – Schlechtwetter-Variante ist das TollKÜN

Das Kocherfreibad in Künzelsau ist ein herrlicher Platz mit einem Naturbecken und einem Kinderplanschbecken, das mit Trinkwasser befüllt ist. In der aktuellen Saison mussten die Öffnungszeiten leider aufgrund der engen Personalsituation reduziert werden. Nicht um 10 Uhr, wie in den Jahren zuvor, sondern erst ab 13 Uhr kann das Bad deshalb geöffnet werden – allerdings nur bei Badewetter.

Tägliche Entscheidung, welches Bad öffnet

Ab Dienstag, 12. Juli 2022, wird wetterabhängig täglich bis spätestens 11 Uhr entschieden, ob das Kocherfreibad oder das Hallenbad TollKÜN öffnet. Gleichzeitig können die Bäder aufgrund von fehlendem Personal den Betrieb leider nicht gewährleisten. Welches Bad geöffnet hat, wird tagesaktuell per Aushang an den beiden Bädern, auf der städtischen Homepage und auf den städtischen Social-Media-Kanälen bekanntgegeben.

Aktuelle Öffnungszeiten

Kocherfreibad – bei Badewetter: täglich von 13.00 bis 19.00 Uhr.

Am Sonntag, 24. Juli 2022 bleibt das Kocherfreibad wegen Wettkämpfen vom Landeskinderturnfest geschlossen.

Hallenbad TollKÜN – bei Schlechtwetter: Dienstag bis Freitag von 15.30 bis 20.00 Uhr,
Samstag und Sonntag von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

Am Samstag, 23. Juli 2022 bleibt das Hallenbad TollKÜN wegen Wettkämpfen vom Landeskinderturnfest geschlossen.

Die Öffnungszeiten gelten auch während der Sommerferien.

Rettungsschwimmer werden gebraucht

„Wer eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer hat, darf sich gerne bei uns melden“, ruft Bürgermeister Stefan Neumann auf. „Wenn wir mehr qualifiziertes Personal haben, können wir auch die Öffnungszeiten unserer Bäder wieder ausweiten.“ Wer Interesse hat, den „Rettungsschwimmer-Schein“ zu machen, darf sich ebenfalls gerne bei der Stadtverwaltung Künzelsau melden. „Wir übernehmen die Kosten für die Ausbildung und freuen uns über Menschen, die sich damit für die Allgemeinheit engagieren,“ sagt Bürgermeister Stefan Neumann.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




„Mobilität im ländlichen Raum – bezahlbar, klimafreundlich, schnell und zuverlässig“

Zur Veranstaltung „Mobilität im ländlichen Raum – bezahlbar, klimafreundlich, schnell und zuverlässig“ lädt der SPD- Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser am Freitag, dem 15. Juli 2022, um 18.00 Uhr nach Schwäbisch Hall ins Restaurant „Alt
Hall“ (Gelbinger Gasse 32) ein.

Referentin des Abends wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori aus Mannheim (Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages) sein.

„Mobilität, Verkehr und Infrastruktur sind in unserer Region bekanntlich viel diskutierte Themen“

Ob A 6 oder Hohenlohebahn, B 19 oder Murrbahn Mobilität, Verkehr und Infrastruktur sind in unserer Region bekanntlich viel diskutierte Themen. Was muss jetzt getan werden, damit hier buchstäblich Bewegung hineinkommt? Wie organisieren wir,
gerade in unserer ländlich geprägten Flächenregion, in Zukunft vernetzte, saubere und bezahlbare Mobilität? Diese und ähnliche
Fragen möchte ich gemeinsam mit allen Gästen und meiner Fraktionskollegin Isabel Cademartori debattieren, erklärt Kevin
Leiser.

Pressemitteilung Kevin Leiser, MdB




Sachbeschädigung an einer Gaststätte ist wahrscheinlich politisch motiviert

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2022 wurden auf dem Parkplatz einer Gaststätte in Michelbach-Bilz (Kreis Schwäbisch-Hall) die Reifen dort geparkter Autos zerstochen, außerdem wurde die Gaststätte mit Farbe besprüht und ein Fenster eingeschlagen. In der Gaststätte fand vorher eine Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative statt. Die AfD Hohenlohe Schwäbisch-Hall hat aus diesem Anlass den folgenden offenen Brief veröffentlicht:

AfD Hohenlohe verurteilt feigen Anschlag auf eine Michelbacher Gaststätte. Offenkundiges Problem mit dem Linksextremismus im Landkreis SHA

In der Nacht von Mittwoch, den 29.06.2022 auf Donnerstag den 30.06.2022 kam es zu einem feigen Anschlag vermutlich linksextremer Kräfte auf eine Speisegaststätte in Michelbach/ Bilz.

Zerstörtes Fenster an der Gatstätte in Michelbach/Bilz. Foto: Privat

Es entstand eine erhebliche Sachbeschädigung. Das Gebäude wurde mit roten Farbflaschen beworfen, die Reifen aller auf dem Privatparkplatz stehender Fahrzeuge zerstochen und mehrere Fenster mit Flaschen, die mit einer giftigen Chemikalie gefüllt waren, eingeworfen. Nicht zuletzt aufgrund der offenkundigen Gefährdungssituation der im Obergeschoss schlafenden und durch den Lärm geweckten Gastwirtsfamilie, die unvermittelt einer größeren maskierten Gruppe gegenüberstand, haben Polizei und Staatschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Möglicherweise steht der im Kreis [damit ist der Kreis Schwäbisch-Hall gemeint, Red.] alle bisherigen Grenzen überschreitende Anschlag in Zusammenhang mit einer Veranstaltung der Jungen Alternative in der Gaststätte, über die in überzogener und unangemessener Weise in der lokalen Presse berichtet wurde. Diese hat das gewaltbereite Vorfeld der linksradikalen Haller Szene, die gegen die demokratisch legimierte Veranstaltung demonstrierte, möglicherweise zu einem gewalttätigen Vorgehen gegen politisch Andersdenkende ermutigt.

Anton Baron, Sprecher des Kreisverbands, verurteilt diesen niederträchtigen und demokratiefeindlichen Angriff, der an Anfänge der dunkelsten deutschen Geschichte erinnert und zum Ziel hat, den Gastwirt einzuschüchtern und Gastronomen abzuschrecken.  Co-Sprecher Udo Stein hofft, dass die Täter alsbald zur Rechenschaft gezogen werden. Beide fordern die uneingeschränkte Solidarität mit der betroffenen Gastwirtsfamilie durch die Gemeinde, den Landrat, Gaststättenverband, Kirche aber auch allen politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft.

Sie kündigen an, dass die Vorgänge eine Aufarbeitung sowohl im Kreistag als auch im Landtag erfahren werde. Offenkundig hat der Landkreis ein offenkundiges Problem mit dem gewaltbereiten Linksextremismus. Eine Spendenaktion für die geschädigte und traumatisierte Gastwirtsfamilie ist geplant.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums geht von einem Schaden in Höhe von 4.000 Euro aus, von einer „giftigen Chemikalie“ sagt die Polizei nichts:

Michelbach an der Bilz-Gschlachtenbretzingen: Sachbeschädigung an Gaststätte

Unbekannte verursachten in der Nacht zwischen Mittwoch und Donnerstag gegen 1:30 Uhr im Bereich einer Gaststätte in der Rudolf-Then-Straße erheblichen Sachschaden. Offenbar zerstachen sie mehrere Reifen an PKW, warfen mit Farbe gefüllte Flaschen an die Gebäudefassade und schlugen zwei Fenster auf der Rückseite des Gebäudes. Auch im Gastraum des Wirtshauses kam es zur Sachbeschädigung. Der Gesamtsachschaden liegt bei rund 4.000 Euro.

Die Polizei geht von der Möglichkeit eines politischen Motivs aus und hat daher den polizeilichen Staatsschutz eingeschaltet. Die Ermittlungen laufen, der oder die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden.

Text: Matthias Lauterer




The Winner Takes It All …

… ist unser Abiturmotto und genau so fühlen wir uns, jetzt, nachdem wir das Zeugnis amtlich in den Händen haben. Wir die Gewinner des Jahres 2022 an der Freien Schule Anne-Sophie“, so verkündete es freudestrahlend Emma Brunner, die Sprecherin des Abiturjahrganges 2022, in ihrer eindrucksvollen Rede. Mit der niveauvollen Feier in der Aula zelebrierten die 37 Absolventen mit den Familien, Freunden und der Schulgemeinschaft den Abschluss der Schulzeit, den hervorragenden Schnitt von 2,2 und dem 1,0-Abitur der Jahrgangsbesten, Emma Brunner.

Preise und Belobigungen

Die Leiterin der Sekundarstufe II, Cornelia Morris, strahlte und brachte ihre Freude über das Gesamtergebnis zum Ausdruck. Mit den Worten „Ein guter Jahrgang“, begannen ihre Ausführungen und Vergleiche in Verbindung zur Herstellung und Prämierung besonderer, ausgezeichneter Weine. Einen extra Applaus Beifall erhielt sie bei der Bekanntgabe des Notendurchschnittes von 2,2 mit insgesamt 13 Preisen und sieben Belobigungen, sowie dem 1,0-Abitur der Jahrgangsbesten, Emma Brunner.

Farbenfroh, bunt, kreativ

Dem einstigen Welthit „The Winner Takes It All…“ von ABBA war das diesjährige Motto des Abschlussjahrganges gewidmet. Dieses Motto beherrschte den Schulalltag schon die letzten Monate auf dem Campus in Künzelsau. Es fand sich wieder in der bunt gestalteten und geschmückten Aula, in den musikalischen und theatralischen Beiträgen und natürlich auch in den Reden.

Diese begannen mit den Glückwünschen und emotionalen Gedanken der Elternbeiratsvorsitzenden Eva Reinhardt. Sie findet es beeindruckend, großartig und wunderbar, wie das Licht der diesjährigen Abiturient*Innen strahlt und durch die Eltern sowie die Schule zum Strahlen gebracht wurde.

Die musikalischen Beiträge waren wieder sehr vielfältig und spannten den Bogen über den rhythmischen Einmarsch, die klassische Musik des Ausnahmetalentes András Lakatos, zu einer Tanzvorführung des Leistungskurses Sport und der Präsentation einer Lernbegleiterband mit Sängerin Jasmin Dietz – natürlich „The Winner Takes It All…“.

Tanz der Abiturienten. Foto: Benjamin Grell

Selbstverständlich wurde die persönliche Zeugnisausgabe mit individueller Musik und dem Einbezug einer Bildershow untermalt. „Ein wahnsinniger Augenblick, diesen Moment auf der Bühne zu erleben“, war die einhellige Meinung der Absolvent*Innen.

Ihr schloss sich die Übergabe der zahlreichen Preise an, die von dafür zuständigen Lernbegleiter*innen mit besonderen Hinweisen übergeben wurden. Zusätzlich erhielt Emma Brunner den diesjährigen, gut dotierten Würth-Preis für eine Sprachreise, verbunden mit einem Aufenthalt in einem ausländischen Würth-Unternehmen als Praktikantin. Sie erhielt außerdem den Preis für Soziales Engagement, unter anderem durch ihren Einsatz als Vorsitzende der Lernpartnermitverantwortung.

Emma Brunner: Geheimnisse!?

Die Jahrgangsbeste und Scheffelpreisträgerin Emma Brunner überraschte in ihrer Rede durch Worte, Gestik und Mimik. Natürlich kam auch sie nicht am Motto vorbei und erzählte spannend vom Weg zum und zur Gewinner*In. Sie beleuchtete die Geschichte der Schullaufbahn, die „Überlebensstrategien“ in verschiedenen Altersstufen und natürlich über besondere Ereignisse aus dem Schulalltag. Ihre Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt verband sie mit dem Dank an alle, die diese Schullaufbahn ermöglicht haben, besonders dankte sie dafür Bettina Würth und der Familie Würth. Gemeinsam! Großartig! So beendete sie, verbunden mit schauspielerischen Gesten, ihren Abschluss.

Angelika Schmidt: „Was macht dich glücklich?“

Gesamtleiterin Angelika Schmidt stellte neben den Anekdoten zum Abiturjahrgang während der Schulzeit, ihren persönlichen Erfahrungen und dem Lob zur gelungenen Feier, philosophische Gedanken in den Mittelpunkt.

Sie überraschte zunächst mit der Frage, „Was macht dich/Sie glücklich?“ Dann reflektierte sie Antworten von Menschen verschiedener Altersstufen, besonders auch von Lernpartner*Innen der Schule. Sie spannte den Bogen vom Schulanfang zum Abschluss und beleuchtete Antworten und Reaktionen. Die Anwesenden fesselte sie zum Nachdenken. „Was passiert auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenwerden?“ „Weil wir so vielfältige Antworten erhalten, weil wir uns mit dieser Frage und den Antworten täglich auseinandersetzen, deshalb ist das, was wir gemeinsam leisten und in den Grundhaltungen der Schule leben, das Besondere der Freien Schule Anne-Sophie.“ Ihr Dank und ihre Anerkennung galten allen Beteiligten und sie leitete über zum Empfang durch Panorama Catering auf dem Schulgelände.

Abiturient*Innen 2022

Arnold, Marvin; Bartosch, Maya (B); Breutner, David (B); Brunner, Emma (P); Bundschuh, Luca Laurin (P); Dollmann, Lisa-Marie; Eisele, Ann-Sophie Malaika (P); Engbert, Johannes Thomas (P); Faraone, Hannah (B); Galozi, Samuel; Göller, Jana Marina; Hartmann, Kora Jasmin (P); Heger, Lotte (P); Hengerer, Maximilian; Herzog, Sebastian Matthias; Kappes, Emma; Kreß, Tim; Kromer, Nicolas; Lakatos, András (P); Lebsack, Jimmy Maximilian; Lutz, Jannick Moritz Maxim (P); Maric, Mateo (P); Münch, Luis Koray; Nazli, Rima (B); Nitschmann, Tiziana Nicola (P); Sanwald, Paul; Schneider, Melina (P); Sommer, Anna Viktoria; Specht, Alisa; Specht, Chris Gerd (B); Stemper, Benjamin Jürgen Bernd (P); Tiemann, Raffael; Walter, Julia Maria (B); Walz, Evelyn (P); Weber, Tobias (B)

13 Preise, 7 Belobigungen

Sonderpreise Abitur 2022

Sonderpreis der Firma Adolf Würth GmbH & Co. KG: Emma Brunner; Sonderpreis für soziales Engagement und Verantwortung: Emma Brunner; VfS-Abiturpreis 2022 der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Johannes Thomas Engbert; Schulpreis für Ökonomie von SÜDWESTMETALL: Jannick Moritz Maxim Lutz; Abiturpreis der Deutschen Mathematiker Vereinigung: Tiziana Nicola Nitschmann und Luca Laurin Bundschuh; Literatur & Theater Stiftungspreis: Melina Schneider; Ethik Sonderpreis: Ann-Sophie Malaika Eisele; Abiturpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker: Benjamin Jürgen Bernd Stemper, Evelyn Walz und Tiziana Nicola Nitschmann; Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Johannes Thomas Engbert, Andras Lakatos und Chris Gerd Specht; Geschichtspreis des „Historischen Verein für Württembergisch Franken e.V.“: Emma Brunner; Bildende Kunst Stiftungspreis: Ann-Sophie Malaika Eisele; Scheffel Preis der Literarischen Gesellschaft: Emma Brunner; Paul-Schempp-Preis (Evang. Religion) Emma Brunner; Zur Auswahl für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes wurde Emma Brunner vorgeschlagen.

Pressemitteilung Freie Schule Anne Sophie, Wolfgang Schiele

 

 

 




Das Geheimnis der Franken im Hohenloher Jagsttal

Im Jahr 1964 begannen in Klepsau im Jagsttal archäologische Grabungen. Man war auf ein merowingisches Gräberfeld aus dem 6. oder 7. Jahrhundert gestoßen und über mehrere Jahre hinweg fanden immer wieder Ausgrabungen statt.

„von hohem Interesse“

„Das Klepsauer Gräberfeld ist archäologisch von hohem Interesse“, sagt Dr. Astrid Wenzel, Kuratorin im Badischen Landesmuseum Karlsruhe. Man könne aus dem Gräberfeld wichtige Erkenntnisse über das Leben in der merowingischen Zeit erfahren, aus der es in unserer Region so gut wie keine schriftlichen Zeugnisse gibt.

Seit dem 1. Jahrhundert seien vom Taubertal nach Süden vordringend, germanische Besiedlungen nachgewiesen. Einige Kilometer südlich von Klepsau befand sich mit dem Limes die Außengrenze des römischen Reiches, das dann im 5. Jahrhundert zerfiel. Im 6,. und 7. Jahrhundert lebten im Jagsttal Franken, ein germanisches Volk, das sich aus dem Bereich des Niederrheins über die Mittelgebirge hinweg ausgebreitet hatte. Diese Franken waren wohl den Merowingerkönigen, die meist im heutigen Nordfrankreich lebten, untertan, die genauen Herrschaftsverhältnisse in der Region sind größtenteils unbekannt. Namen und Ereignisse in der Region sind nicht überliefert.

Funde aus einer Zeitenwende

Diese Franken im Jagsttal standen an der Schwelle einer neuen Zeit. Die Merowingerkönige in Nordfrankreich waren ab dem Jahr 498 oder 499 Christen, bis ins Jagsttal war das Christentum im 7. Jahrhundert noch nicht wirklich vorgedrungen, der Missionar der Franken, der Heilige Kilian, soll erst um 689 nach Würzburg gekommen sein. Das läßt sich an den Grabstätten erkennen, denn die Gräber waren voll von Grabbeigaben. Bei Männern waren es meist Waffen, bei Frauen Schmuckstücke oder Gebrauchsgegenstände. Spätere christliche Gräber zeigen diese Beigaben nicht mehr. Allerdings findet sich in den Klepsauer Gräbern auch ein Kreuzsymbol: Das Christentum war zwar offenbar im 7. Jahrhundert noch nicht vorherrschend, aber es war bereits an der Jagst angekommen.

Handel war weiterhin möglich

Aus diesen Beigaben können Archäologen und Kunsthistoriker Schlüsse ziehen. Die Funde zeigen beispielsweise, dass es auch trotz des Niedergangs des römischen Reiches und des Verfalls der Straßeninfrastruktur Handelsbeziehung quer über Europa, vom äußersten Westen bis zur Krim gegeben hat: So wurden beispielsweise Bernstein aus dem Baltikum und Edelsteine von der Krim in der Region gefunden. Besonders schön zeigt sich dieser Handel an zwei Vogelfibeln, die in Klepsau gefunden wurden und die Goldschmiedekunst, Edelsteinbearbeitung und Glasherstellung zeigen.

Die doppelköpfige Vogelfibel hat ein goldenes Bodenblech und Perldraht auf dem umgebördelten Rand. Auf der Vorderseite befindet sich goldenes Stegwerk. Die Mittelzelle ist ohne Einlage, in den anderen Zellen liegen flache Almandine auf gewaffelter Goldfolie. In drei Zellen befinden sich grüne Glaseinlagen. [Bad. Landesmuseum]

Sowohl Gold, als auch die Almandine und das Glas kommen an der Jagst nicht vor, auch ist aus der Region kein Zentrum der Goldschmiedekunst bekannt. Die Stücke müssen also von mehreren Orten zu einem Goldschmied gebracht worden sein, der sie bearbeitet hat und von dort ins Jagsttal gekommen sein. Wo genau die Stücke hergestellt wurden, weiß man nicht. Dr. Astrid Wenzel vermutet die Herkunft in „einem der Zentren am Rhein, Speyer, Worms, Mainz, vielleicht Köln“, wohin nicht nur der Wassertransport von Waren möglich war, sondern sich vielleicht auch noch römisches Handwerk erhalten hat. Ein Beleg für den Fernhandel sind auch Münzen, die beispielsweise ostgotischer Herkunft sind.

Die doppelköpfige Vogelfibel hat ein goldenes Bodenblech und Perldraht auf dem umgebördelten Rand. Auf der Vorderseite befindet sich goldenes Stegwerk. In der pilzförmigen Mittelzelle liegt grünes Glas, in den anderen Zellen flache Almandine auf gewaffelter Goldfolie. Um zwei Einfassungen hellgrünes, stark korrodiertes Glas. Das Mittelfeld ist eingetieft und zeigt geperlte Golddrähte auf niedrigen Goldstegen.  [Bad. Landesmuseum]

Woher genau die Almandine aus den beiden Schmuckstücken herkommen, wurde nicht untersucht. Almandine, eine Form des Granats, wurden auch im Odenwald gefunden. Wegener vermutet, dass die Almandine aus den Schmuckstücken weit aus dem Osten kommen, wahrscheinlich von der Krim. Untersuchungen eines geschmückten Schwerts, das allerdings nicht aus Klepsau stammt, haben das ergeben.

Die Rolle der Frau

Aus den Frauengräbern kann man weitere Schlüsse ziehen, da die gefundenen Fibeln regionaltypische Gestaltung aufweisen. So spricht Wenzel davon, dass eine Fibel aus Thüringen kommen dürfte. Möglicherweise waren es Hochzeitsgeschenke oder eine Mitgift, meint sie, denn meist trugen nur verheiratete Frauen derartige wertvolle Accessoires. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass zur damaligen Zeit eine „Patrilokalität“ vorherrschte, dass der Grund also Männern gehörte und dass Frauen aus anderen Sippen auf den Grund ihres Mannes zogen.
Kaum anders als heutige Frauen führten übrigens die fränkischen Frauen aus dem 7.Jahrhundert gerne ein Täschchen mit sich, das an einem schräg über die Schulter befestigten Riemen getragen wurde – und genau wie heute waren in dem Täschchen unter anderem die Schmuckuntensilien. Ein bemerkenswerter Kamm aus Bein mit einem Schutzetui aus demselben Material zeigen das.
Frauen hatten aber, zumindest in den wohlhabenden Familien, eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Zwar gehörte wohl das Land dem Mann – aber die Frau hatte die Schlüsselgewalt. Das zeigt ein seltener Fund: Reste eines metallenen Kästchens, das laut Wegener ein Schlüsselkästchen gewesen sein dürfte.

Soziales Gefüge

Nicht nur wohlhabende Menschen waren in Klepsau beigesetzt. Die eindrucksvollsten und künstlerisch hochwertigsten Funde stammen aus nur wenigen Gräbern, die von Wohlstand zeugen. In den meisten Gräbern wurden allerdings weniger wohlhabende Menschen begraben, sodass man den Unterschied zwischen Arm und Reich nachvollziehen kann: Liegen in den Gräbern der Wohlhabenden künstlerisch gestaltete Fibeln, so findet man das in den ärmeren Gräbern nicht: Fibeln waren wichtige Gebrauchsgegenstände, die weiterverwendet wurden. Man konnte es sich wohl nicht leisten, derartig nützliche Gegenstände einer Toten mit ins Grab zu legen.

Die Funde aus Klepsau liegen heute im Badischen Landesmuseum im Karlsruher Schloß. Öffnungszeiten und weitere Informationen unter www.landesmuseum.de.
Überblick über die Funde von Klepsau: „klepsau“ – Digitaler Katalog – Badisches LandesmuseumLiteratur:
Dr. Klaus Eckerle, Neue Funde aus frühmittelalterlichen Adelsgräbern in Klepsau und Hüfingen
Ursula Koch, Das fränkische Gräberfeld von Klepsau im Hohenlohekreis. (= Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg ; Bd. 38 )
(antiquarisch erhältlich)

Schriftliche Überlieferung

Schriftlich ist über die Franken im Jagsttal aus der merowingischen Zeit des 7.Jahrhundert fast nichts bekannt. Das römische Reich, aus dem es Berichte von Reisenden gibt, war zerfallen. Aufgeschriebene Geschichte wird es erst mit der fortlaufenden Christianisierung im 8. Jahrhundert geben, als in den neu gegründeten Zellen und Klöstern beispielsweise Besitzverhältnisse dokumentiert wurden. Aus Nordfrankreich, wo die Merowingerherrscher seit dem 6. Jahrhundert getauft waren und sich eine kirchliche Infrastruktur entwickelt hat, weiss man mehr, da die dortigen Könige ihr Leben von Chronisten aufschreiben ließen. Insofern bleiben den Historikern und Archäologen, die sich mit der Region beschäftigen, nur die erhaltenen Gegenstände der damaligen Zeit und der Vergleich mit den Überlieferungen der Chronisten, die – den merowingischen Herrschern sagt man Blutrünstigkeit nach – sicherlich ganz im Sinne des jeweiligen Königs geschrieben sind. Stoffe aus Flachs oder Leinen, Holz und ähnliche Naturmaterialien sind im Lauf der Jahrhunderte verrottet, steinerne Zeugnisse gibt es wenige. So bleibt nur, aus den Hinterlassenschaften, die man den Verstorbenen mitgab, auf die Lebensweise der damaligen Jagsttäler zu schließen.

Auch wenn man vieles weiß oder ahnt: ein Geheimnis bleibt.

Text: Matthias Lauterer




Schon wieder: Diebe in Ohrenbach

Nachdem bereits vor wenigen Wochen der Einbruch in ein Wohnhaus gemeldet wurde, steht jetzt eine Baustelle, nicht weit entfernt vom ersten Einbruch, im Fokus von Dieben. Die Polizei Heilbronn teilt dazu mit:

Künzelsau-Ohrenbach: Werkzeug gestohlen – Zeugen gesucht

Unbekannte entwendeten in der Nacht auf Dienstag Werkzeuge von einer Baustelle in Künzelsau-Ohrenbach. Der oder die Täter verluden zwischen 16 Uhr am Montag und 9 Uhr am Dienstag mehrere größere Baumaschinen und Geräte auf ein unbekanntes Fahrzeug im Binsenweg. Die Höhe des entstandenen Schadens ist unbekannt. Zeugenhinweise gehen unter der Telefonnummer 07940 9400 an das Polizeirevier Künzelsau.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Das 9€-Ticket: Ideal für Digitalnomaden

Viele Menschen verbringen heute ihr Büroleben in Coworking-Spaces und nicht mehr an einem festen Arbeitsplatz in einer Firma. Nachteil des Coworking-Konzepts ist für viele Berufsstarter der Preis: Ein paar Hundert Euro monatlich muss man in Ballungszentren schon rechnen für einen Platz im Coworking-Space. Man bekommt dafür gerade mal einen eigenen kleinen Schreibtisch und rund um sich herum befinden sich „kreative Umgebungen mit einer dynamischen Business-Community“. Das ist eine nette Umschreibung für „ewig dieselben Hipsterbärte, die ihre Erfolge lautstark feiern, der Typ gegenüber nervt den ganzen Tag und im Kühlschrank stehen nur seltsame Getränke und ein 6er pack Sushi“.

Vorher: Ein Schreibtisch im CoWorkingSpace.  Screenshot von www.spacesworks.com, einem Anbieter von Coworking Spaces.

Nahverkehrsanbieter bieten erstmals wirklich mobile Büros an

Die Alternative bieten nun die deutschen Nahverkehrsbetreiber: Für offiziell nur 36 Euro im Monat können sich Digitalnomaden in einem Viersitzerabteil des Nahverkehrs einmieten und bequem einrichten und dann im wahrsten Wortsinne mobil arbeiten. Die wirklich selbstbewußten Sparfüchse unter den Digitalnomaden zahlen allerdings selbst zu Stoßzeiten nur 9€ monatlich.

Nachher: Bequemes und mobiles Digital-Leben im Nahverkehrszug. Foto: GSCHWÄTZ

Den eigenen Schrank zur sicheren Aufbewahrung der Habseligkeiten bringt man selber mit, die Aussicht ist abwechslungsreich und inspirierend: sie wechselt zwischen grüner Landschaft und der Rückseite von Industriegebieten. Der größte Vorteil des Angebots dürfte aber sein, dass man bei der Arbeit nicht nur Hipster kennenlernt, sondern einen fast repräsentativen Querschnitt der Gesellschaft, dass man dem wahren Leben begegnet und sich intensiv mit den Sorgen und Nöten der Mitreisenden beschäftigen kann.

Dieses Angebot ist allerdings nur noch bis Ende August 2022 gültig.

Text: Matthias Lauterer