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Erster Platz beim Stadtradeln für das Team GEMÜ

Auch in diesem Jahr hat das Ingelfinger Technologieunternehmen GEMÜ wieder als Team beim Stadtradeln teilgenommen. Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei selbst die Vorteile des Radfahrens zu erleben. 74 GEMÜ Mitarbeitende entschieden sich ganz bewusst dazu, diese 21 Tage verstärkt in die Pedale zu treten und auf Fahrten mit dem Auto zu verzichten. In diesem Zeitraum haben die teilnehmenden GEMÜ Mitarbeitenden pro Kopf durchschnittlich 271 km auf dem Rad zurückgelegt und haben dabei insgesamt 3.090 kg CO2-Ausstoss vermieden.

Der geschäftsführende Gesellschafter Gert Müller ist stolz auf sein Team GEMÜ: „Ich möchte mich bei allen teilnehmenden GEMÜ Mitarbeitenden herzlich für Ihren Einsatz auf dem Rad bedanken. Sie schützen die Umwelt und gehen mit gutem Beispiel voran – ebenso wie GEMÜ.“

Der Ventilspezialist verfolgt konsequent den Weg zur Klimaneutralität und möchte bei allen Beschäftigten ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen sowie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Dabei zählen kleine Schritte genauso wie große Projekte, um immer ein bisschen nachhaltiger zu werden.

Pressemitteilung GEMÜ




Kommunen bräuchten mehr Kompetenzen, um die Energiewende durchzubringen“

Zu einem Austausch besuchte der Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser (SPD) jüngst den Bürgermeister der Gemeinde Braunsbach, Frank Harsch.
Herr Harsch und die Gemeinde Braunsbach haben nach der Flutkatastrophe Beeindruckendes geleistet. Ich möchte erfahren, was bei kommenden Katastrophen seitens des Staates besser
gemacht werden kann“, so Leiser.

60 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen und für den Wiederaufbau investiert

Sechs Jahre nach der Flutkatastrophe seien in Braunsbach rund 60 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen und für den Wiederaufbau investiert worden, erläuterte Bürgermeister Frank
Harsch. Mit den Erfahrungen vergangener Katastrophen sollten gerade die Warnsysteme ausgebaut werden. Dazu gehöre für ihn auch, dass der Bund flächendeckend neue Sirenen finanziere, so Harsch.

„Die Energiewende wird durch planungsrechtliche Vorgaben erschwert“

Ein Schwerpunkt der Arbeit in Braunsbach sei der Klimaschutz. Als erste Gemeinde im Landkreis habe man einen Klimaschutzmanager angestellt. Die für den Klimaschutz notwendige Energiewende, wie zum Beispiel der Ausbau von Windkraft, wird durch planungsrechtliche Vorgaben erschwert“, erklärte Harsch. Die Kommunen bräuchten mehr Kompetenzen, um die Energiewende durchzubringen, forderte der Bürgermeister.

Interkommunale Zusammenarbeit

Zur Weiterentwicklung der Gemeinde sei für Braunsbach die interkommunale Zusammenarbeit von
zunehmender Bedeutung, wie bereits beim Gewerbegebiet mit Untermünkheim geschehen, skizzierte Frank Harsch.

Strategien für die Auswirkungen der Klimakrise entwickeln.

Bundestagsabgeordneter Kevin Leiser nahm, gerade auch vor dem Hintergrund seiner Erfahrung als Gemeinderat und Kreisrat, die Anregung auf: Wir brauchen ein besseres Frühwarnsystem und sollten die Kompetenzen von Bund und Ländern beim Katastrophenschutz bündeln. Den Ausbau erneuerbarer Energien gilt es zu forcieren. Im Genehmigungsprozess sollten erneuerbare Energien privilegiert werden, um Vorrang vor anderen abzuwägenden Interessen zu erhalten. Gleichzeitig gilt es Strategien zu entwickeln, wie wir uns an die Auswirkungen der menschengemachten Klimakrise anpassen können. Für ihn sei ebenso eine gute Infrastruktur die Grundlage für einen zukunftsfähigen und attraktiven ländlichen Raum. Dazu gehörten nicht zuletzt die flächendeckende Breitbandversorgung sowie der zwingend notwendige Ausbau der Autobahn A6.

Pressemitteilung Kevin Leiser




„Ehrlich, melancholisch-tiefgründig und gleichzeitig tanzbar“

Den Tag bei guter Musik und in geselliger Runde gemütlich ausklingen lassen das klappt hervorragend bei den SommerinderStadtAbenden in der Künzelsauer Innenstadt. Am 14. Juli 2022 tritt der Sänger Chris Reckwardt in der Hauptstraße in der Zeit von 17 bis 21 Uhr auf. Künzelsauer Gastronomiebetriebe bieten Speisen und Getränke an.

Chris Reckwardt. Foto: Oliver Kirschig

Chris Reckwardt ist sesshaft im Schwäbisch Haller Raum und ist seit 2017 Singer/Songwriter. Er selbst bezeichnet seine Musik als modernen Deutschpop und schreibt auf seiner Homepage dazu: „Musik kann sowohl ehrlich, melancholischtiefgründig und gleichzeitig tanzbar sein.“

Internationale Abende

Internationale Kulturen beim „Sommer in der Stadt“ Einwohnerinnen und Einwohner mit ausländischen Wurzeln laden an drei Abenden ein, Spezialitäten aus ihren Heimatländern zu genießen.
Zum Auftakt der Internationalen Abende am Donnerstag, 21. Juli 2022 wird Kulinarik aus Osteuropa angeboten. The Uniques sind dann wieder einmal Stimmungsgarant und von verschiedenen Auftritten in Künzelsau bekannt.

So geht’s weiter mit Sommer in der Stadt 2022

14.07.: Hauptstraße; Chris Reckwardt
21.07.: Unterer Markt; The Uniques; Osteuropäischer Abend

28.07.: Oberer Bach; Steel, Wine & Honey; Griechischer Abend

04.08.: Biergarten; Alley Cats

11.08.: Bahnhof; Lazy Monkeys

18.08.: Keltergasse; Keep Alive

25.08.: Unterer Markt; Simone & Nadine; Syrischer Abend

01.09.: Oberer Bach; Rockzylla

08.09.: Hauptstraße; Little Miss Martin

Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau




Busse statt Bergbahn

„Für einen reibungslosen und unfallfreien Betrieb führen wir jedes Jahr eine Hauptuntersuchung der gesamten Bergbahnanlage durch“, so der Betriebsleiter der Künzelsauer Bergbahn Günter Kantenwein. Das kann nicht im laufenden Betrieb gemacht werden, deshalb ist die Bergbahn vom Montag, 25. Juli bis Samstag, 13. August 2022 außer Betrieb. In diesen drei Wochen werden die Fahrten der Bergbahn durch Busse ersetzt (Schienenersatzverkehr). „Weil wir uns nach den Betriebsferien der beteiligten Firmen richten müssen, können wir dieses Jahr die Wartungsarbeiten nicht komplett in die Sommerferien verlegen“, erklärt Günter Kantenwein. Deshalb wurden für den Schienenersatzverkehr während der letzten Schultage vor den Sommerferien große Gelenkbusse beim Nahverkehr Hohenlohe angefordert.
Komplette Anlage wird auf Vordermann gebracht

In den ersten beiden Wochen werden die komplette Bergbahnanlage, die Technik, die Waggons und die Trasse auf Vordermann gebracht. „Die Schienen werden an den Nahtstellen abgeschliffen, damit die Bahn im Betrieb ruhig läuft“. Das, so Günter Kantenwein, ist ein Punkt in der abzuarbeitenden Aufgabenliste. „Auch eine Betonstützwand im Hang muss saniert werden und parallel dazu läuft auch die Gehölzpflege entlang der rund ein Kilometer langen Trasse.“

Die Wartungsarbeiten sind vorgeschrieben und werden in der dritten Woche – wie die gesamte Bahnanlage – von Fachleuten des zuständigen Landesbergamtes Freiburg abgenommen.

Fahrzeiten der Ersatzbusse

Die Fahrzeiten der Busse von Montag bis Samstag sind gemäß folgendem Fahrplan:

Erste Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße: 6.15 Uhr Richtung Talstation, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße:
22.15 Uhr Richtung Talstation

Erste Fahrt ab Talstation (Kaufland): 6.30 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Talstation (Kaufland):
22.30 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße

Die Fahrzeiten am Sonntag sind gemäß folgendem Fahrplan:

Erste Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße: 9.00 Uhr Richtung Talstation, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße:
20.00 Uhr Richtung Talstation

Erste Fahrt ab Talstation: 9.15 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße,
danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Talstation:
19.45 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Es gibt so gut wie kein Bau- und Infrastrukturprojekt, bei dem nicht irgendwann auch Proteste aus Teilen der Bevölkerung festzustellen sind“

Professor Frank Brettschneider ist Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hohenheim und beschäftigt sich dort unter anderem mit dem Thema Bürgerbeteiligung in öffentlichen Bau- oder Infrastrukturprojekten. Den Künzelsauern ist er bereits bekannt, denn er hat am Künzelsauer Abend über dieses Thema einen Vortrag gehalten. GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer hat sich mit ihm über die „dialogorientierte  Beteiligung“ unterhalten, vor allem auch darüber, wie die Projektbeteiligten möglichst konfliktlos ihre Interessen einbringen können.

In Hohenlohe stehen viele Projekte an

In Hohenlohe hat man schlechte Erfahrungen mit Infrastrukturprojekten gesammelt, man denke nur an die Beschlüsse zur Neugestaltung der Krankenhausinfrastruktur. Eine wirkliche „Bürgerbeteiligung“ gab es bei diesem Projekt nicht. Gleichzeitig stehen in den nächsten Jahren viele Infrastrukturprojekte an:
Das neue Landratsamt etwa, das den Stadteingang von Künzelsau neu definieren soll.
Oder die Kochertalbahn, deren mögliche Realisierung mehrere Gemeinden betreffen wird.
Ein nicht so ausstrahlendes Projekt sind die neu zu errichtenden Kläranlagen.
Und auch der öffentliche Nahverkehr dürfte in den nächsten Jahren wieder einmal in den Mittelpunkt der Infrastrukturbetrachtungen geraten.
Nicht zu vergessen: der Netzbooster in Kupferzell.

Dazu gibt es auch auf Gemeindeebene Infrastrukturprojekte zu stemmen, etwa die Ausweisung neuer Wohn- oder Gewerbegebiete, die Renovierung von Straßeninfrastruktur oder die lokale Digitalisierung.

Es gibt immer wieder offene Konflikte, die zu Protesten führen

„Es gibt so gut wie kein Bau- und Infrastrukturprojekt, bei dem nicht irgendwann auch Proteste aus Teilen der Bevölkerung festzustellen sind“, stellt Brettschneider fest. Die Gründe dafür, warum sich Bürger:innen nicht mitgenommen fühlen, kennt Brettschneider sehr gut: „Das liegt teilweise an den Prozessen selbst: Sie wurden nicht mitgenommen, es gibt zu wenig Dialogveranstaltungen. Man informiert sie im Verfahren viel zu spät, dann, wenn gar nichts mehr entschieden werden kann, sondern letztendlich alles schon klar ist. (…) Es gibt aber auch andere Situationen, in denen gab es frühzeitige Beteiligung, aber das haben Menschen nicht mitbekommen oder es war noch zu unkonkret für sie. Das Projekt war für sie noch zu weit entfernt. Und erst dann, wenn der Bagger rollt, wenn also ein Bauprojekt sichtbar wird, dann stehen sie auf der Matte und sagen, hier gefällt uns etwas nicht.“Die Schlußfolgerung für ihn ist: „Letztendlich ist es eine Bring- und eine Holschuld auf beiden Seiten, sowohl der Verwaltung, der Politik, aber auch der Bürgerinnen und Bürger.“ An dieser Stelle setzt die „Dialogorientierte Beteiligung“, die Brettschneider für Infrastrukturprojekte vorschlägt, an.

Die wirklich Beteiligten herausfinden

Die wichtige Frage sei, „wer trifft die Entscheidung und auf wen hat sie Auswirkungen?“, betont Brettschneider. Er nennt ein Beispile aus der Region Tübingen. Eine Regional-Stadtbahn sollte den gesamten Raum für Pendler erschließen: „In dem Fall gab es einen Bürgerentscheid am Tag der Bundestagswahl im letzten Jahr. Abstimmen durften nur die Menschen in Tübingen und sie haben sich mehrheitlich gegen diese Regional-Stadtbahn in Tübingen, gegen die Innenstadtstrecke ausgesprochen. Die Folgen müssen aber nicht nur die Menschen in Tübingen tragen, sondern eben auch die im Süden von Tübingen, die als Pendler in den Genuss einer solchen Strecke gekommen wären.“

„Zufallsbürger“ als Inputgeber

Um die wirklich von einem Projekt beteiligten Gruppen frühzeitig zu erkennen, schlägt Brettschneider zwei Herangehensweisen vor: „Das eine ist die sogenannte aufsuchende Beteiligung. Also man wartet nicht, bis die Menschen kommen, sondern man begibt sich selbst auf die Suche. (…)  Und das zweite ist das Arbeiten mit den sogenannten Zufallsbürgern:  Man nimmt die Einwohnermeldedatei herbei und zieht eine Zufallsstichprobe daraus, 30, 40, maximal 50 Menschen, und lädt die ein, an der Beratung eines Themas teilzuhaben. Und das funktioniert erstaunlich gut, weil sie dann nicht nur die drin haben, die ohnehin kommen würden, sondern sie haben einen breiteren Querschnitt durch die Bevölkerung.“ Für die Arbeit der Zufallsbürger ist natürlich Input von Expertinnen und Experten sowie eine Moderation notwendig.

Frühzeitige Einbeziehung der Bürger:innen ist notwendig

Die Einbeziehung der Bürger:innen soll dann erfolgen, wenn es noch was zu entscheiden gibt. „Entscheiden werden nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern es macht der Gemeinderat. Aber es gibt noch Spielräume in der Entscheidung. Und wann gibt es die? Je früher, desto besser.“

Rat an Gemeideräte: „Lasst euch doch beraten, niemand nimmt euch die Entscheidungen ab. Am Ende seid ihr es, die entscheidet.“

Was ich häufiger höre von Mitgliedern aus Gemeinderäten, ist zu sagen: Ja, wir vertreten doch die Bevölkerung. Dafür gibt es doch den Gemeinderat, dafür sind wir doch gewählt und das entmachtet uns jetzt, eine solche Einrichtung mit zufällig ausgewählten Menschen. (…) Mein Gegenargument ist: Lasst euch doch beraten, niemand nimmt euch die Entscheidungen ab.“

„Entscheiden werden nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern es macht der Gemeinderat.“

Brettschneider appelliert an die gewählten Abgeordneten: „Am Ende seid Ihr es, die entscheidet. Es sei denn, ihr beschließt mit großer Mehrheit, dass ihr eine Entscheidung über eine Frage in die Hand der Bürger legt, dass ist dann das Ratsbegehren. Und dann folgt der Bürgerentscheid und die Bürgerinnen und Bürger stimmen ab.“

„Ich würde mir da manchmal mehr Selbstbewusstsein auf Seiten der Gemeinderäte wünschen“

Der Kommunikationswissenschaftler kehrt eventuelle Bedenken von Räten um: „Ich würde mir da manchmal mehr Selbstbewusstsein auf Seiten der Gemeinderäte wünschen und nicht die Sorge, wir verlieren an Macht, sondern zu sagen, wir haben die Möglichkeit, erstens dazuzulernen, neue Informationen, neue Sichtweisen aufzunehmen.“ Er weiss aber auch: „Aus meiner Sicht entsteht viel Sorge, weil man noch keine Erfahrungen gesammelt hat mit dieser Form von dialogorientierten Prozessen und dialogorientierter Beteiligung.“

Auch Verwaltungen müssen dazulernen

Kommunale Verwaltungen stoßen häufig auch jetzt schon personell an ihre Grenzen, das weiß Brettschneider. Er weiß auch, dass viele Gemeinden eine solche Projektstruktur mit frühzeitiger dialogorientierter Beteiligung kaum aus eigener Kraft leisten können.

„Das Organisieren von Bürgerdialogen ist nichts, was man jetzt einfach mal mit einem Fingerschnipp macht“

Er plädiert daher dafür, sich die Moderation extern einzukaufen. Dafür nennt er noch einen weiteren Grund: „Der eine oder andere Bürgermeister oder die Bürgermeisterin könnten das schon auch selbst. Sie sind ja geübt im täglichen Sprechen mit Menschen und im Ausgleichen von Interessen. Aber häufig bei den kommunalen Bau- und Infrastrukturprojekten werden sie eben auch als Teil einer Seite wahrgenommen. Und in eigener Sache zu moderieren, das kratzt dann an der Glaubwürdigkeit. Da braucht man dann schon häufig, vor allem bei den konfliktbelegten Projekten einen unparteiischen oder neutralen Dritten.“

Möglichst lange gestalterische Freiräume erhalten

Beteiligung ist nur dann sinnvoll, wenn es noch Gestaltungsfreiraum gibt. Brettschneider greift zu einem Beispiel:  „Wie ist der übliche Gang? Der Gemeinderat gibt der Verwaltung einen Auftrag, einen Plan für die Sanierung oder den Neubau eines  Schwimmbades zu erarbeiten. Dann macht die Verwaltung das nach bestem Wissen und Gewissen – und am Ende legt sie dann eine Variante dem Gemeinderat wieder vor. Gemeinderat berät und beschließt und dann werden die Bürger informiert: Das ist der Plan für die Sanierung des Schwimmbades. Und dann gibt es keine Gestaltungsspielräume mehr, sondern dann ist das ja diskutiert.“

Traditionelle vs. modernere Sichtweise von Verwaltung

„Die modernere Sichtweise von Verwaltung ist, zu sagen: Hier haben wir eine Aufgabe – zum Beispiel Schwimmbadsanierung oder -neubau.“ Der Gemeinderat gibt seine gewünschten Eckpunkte vor „und dann wird die Verwaltung beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zu skizzieren. Und sie legen dann dem Gemeinderat nicht nur eine Variante vor, sondern vielleicht drei. Und diese drei Varianten werden dann auch noch mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.“

„Diese modernere Sicht von Verwaltung ist eine, die auf der Verwaltungsseite bedeutet, man muss ein kleines bisschen loslassen. Man ist nicht die Instanz, die schon sagt, so und nur so geht es.“

Aus Metzingen berichtet Brettschneider, dass eine Schwimmbadsanierung nach diesem Modell hervorragend organisiert worden ist: „Da gab es dann im Anschluss sogar noch einen Bürgerentscheid und der ist mit ganz, ganz großer Mehrheit für das von den Bürgern zusammen mit der Verwaltung erarbeitete Konzept ausgegangen.“

„… dann ist die Erwartung in einen friedlichen Kompromiss jetzt nicht so riesig hoch.“

Und wenn die Verwaltung die Bürger partout nicht frühzeitig einbeziehen will, wenn es noch Entscheidungsspielräume gibt? Dann schlägt Brettschneider vor, den Weg über die gewählten Repräsentanten zu gehen und die zu bitten, dass sie der Verwaltung „auf die Sprünge helfen, wenn die Verwaltung nicht von selbst drauf kommt. Das wäre mal der erste Weg, da ran zu gehen. Ich finde auch, der friedlichste.“ Der Weg über die Öffentlichkeit, beispielsweise über die Presse oder über eine Bürgerinitiative sei schon ein Zeichen dafür, dass sich die Fronten verhärtet haben: „Wenn man schon das Verfahren erkämpfen muss, um überhaupt über die Sache reden zu können … na ja, sagen wir mal so: dann ist die Erwartung in einen friedlichen Kompromiss jetzt nicht so riesig hoch.“

Das Gespräch führte Matthias Lauterer




„Ist das getarnte Kinderfeindlichkeit?“

Seit 01. Juli 2022 zahlen Kinder ab dem 01. Lebensjahr denselben Eintrittspreis in der Therme Solymar in Bad Mergentheim wie Erwachsene. Das berichten die Fränkischen Nachrichten. 

Der Therme-Betreiber verweist unter anderem auf gestiegene Betriebskosten.

Dieser „Preisschock“ beschwert dem Schwimmbad nun heftige negative Bewertungen im sozialen Netz, wie die Tageszeitung weiter berichtet.

So schreibt etwa Michael B. auf google: „Sollen die Kinder jetzt die Preissteigerungen alleine tragen ? Das Kleinkindbecken im Sportbad ist eh eine ZUMUTUNG Absturzsicherung Fehlanzeige 🙈Das Solymar wird mich auch alleine nicht mehr sehen 🤨Hoffe meine 10er Karte wird erstattet 🤢. Jana Englert empfindet die Preissteigerung als Diskriminierung gegenüber Familien: „Das war’s für uns mit dem Besuch dieses Schwimmbades. Diese Preispolitik geht gar nicht. Wir mit 3 Kindern sollen fast 100 Euro zahlen, man könnte auch gleich ein Schild draußen hinhängen, dass Familien mit Kindern nun nicht mehr erwünscht sind. Und das ab einem Alter von einem Jahr … dazu fällt mir nichts mehr ein … hoffentlich wird die Therme jetzt leer bleiben…, so was sollte nicht unterstützt werden, und wenn ich den Text lese, wieso diese Preiserhöhung angeblich getroffen werden musste, bekomm ich wirklich das ko****… ihr solltet euch wirklich schämen!!!“ Ein User, der sich mit F RH registriert hat, fragt sich ebenfalls: „Die Argumentation verstehe ich nicht:

[…] Möglich wird dies durch den Verzicht auf die Kinder- und Sozialermäßigungen im Sauna- und Thermenbereich und einer geringfügigen Preiserhöhung für das Sport- und Familienbad.
Statt wie bisher 16€ für 2h Therme mit meinem Kleinkind habe ich jetzt 38€ bezahlt.Wir fahren 1h … ins Sportbad können wir auch heimatnah und günstiger. Ob unser Fernbleiben dem Bad hilft, finanziell zu überleben? Wohl kaum.
Oder ist das getarnte Kinderfeindlichkeit?“ Stefanie Bischof sieht das ähnlich: „Die Solymar Therme möchte uns weismachen, dass die gestiegenen Betriebskosten verantwortlich dafür sind, dass Familien mit kleinen Kindern zukünftig quasi von der Therme ausgeschlossen werden aber wie soll die Rechnung aufgehen? Beispiel: Früher ging eine vierköpfige Familie mit kleinen Kindern einen Tag in die Therme für etwa 50€, heute gehen sie dann für vier Stunden ins Sportbad für 20€. Die Betriebskosten sinken ja aber nicht, weil die Familie nicht in der Therme ist. Dass Preise aufgrund der aktuellen Situation steigen müssen ist klar, hier wurde aber unter diesem Deckmantel die Preispolitik dahingehend geändert, dass Familien aus der Therme unterschwellig ausgeschlossen werden. Wir waren immer gerne Ganztages-Gäste, jetzt hat uns das Solymar als Gast komplett verloren.“

 




Mann tödlich aus Fenster gestürzt?

Ein 44-jähriger Mann wurde am Freitagabend, gegen 20.30 Uhr, tot auf der Straße Karlsvorstadt, Höhe Hausnummer 43, in Öhringen aufgefunden. Ein Zeuge hatte die Person gemeldet. Sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen von Polizei und Rettungsdienst verliefen erfolglos.

In einem Mehrfamilienhaus direkt neben dem Fundort war im ersten Obergeschoss ein Fenster der Wohnung des Verstorbenen geöffnet, weshalb die Ermittlerinnen und Ermittler des Kriminalkommissariats Künzelsaus davon ausgehen, dass der Mann aus mehreren Metern Höhe auf die Fahrbahn gestürzt ist. Da die Hintergründe des Sachverhaltes unklar sind, sucht die Polizei nach Zeugen. Personen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder die den Sturz möglicherweise gesehen haben, werden gebeten sich unter der Rufnummer 07940/9400 beim Kriminalkommissariat Künzelsau zu melden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Planungen zum neuen Kreishaus nehmen Gestalt an

Am Freitag, 1. Juli 2022, fand die Preisgerichtssitzung zum Architektenwettbewerb für den Neubau des Kreishauses in Künzelsau statt. Die Jury aus erfahrenen Architekten und Vertretern des Landkreises, der Stadt Künzelsau und des Kreistags haben nach einer regen Diskussion aus den insgesamt 17 Entwürfen vier Preisträger ausgewählt. Die Preisträger sind unterschiedlich mit den städtebaulichen und funktionalen Vorgaben umgegangen. Somit bieten die Entwürfe verschiedene architektonische Lösungen für das neue Kreishaus. Auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zeigen die Siegerentwürfe solide Lösungsansätze.

Einstieg in das Vergabeverfahren

Im nächsten Schritt finden im Rahmen des Vergabeverfahrens Verhandlungsgespräche mit den Preisträgern statt. An deren Ende wird die Kreisverwaltung den Mitgliedern des Kreistages vorschlagen, welches Büro mit der Umsetzung betraut werden soll. Die Entscheidung trifft der Kreistag in der Sitzung am 26. September 2022.

Auch die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, sich in einer virtuellen Ausstellung ein Bild von den 17 abgegebenen Entwürfen und insbesondere den vier Preisträgern zu machen. Über die Zugangsmöglichkeiten zu der virtuellen Ausstellung wird gesondert informiert.

Die Preisträger des Architekturwettbewerbs Neues Kreishaus sind:

1.Preis: KUBUS360 GmbH, Stuttgart mit Dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB, Reutlingen

1. Preis: KUBUS360 GmbH, Stuttgart mit Dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB, Reutlingen. Foto: LRA Hohenlohekreis[Weitere Ansichten unter Entwickeln > NEU – Kubus 360. Red.]

2.Preis: Harter+Kanzler Freie Architekten BDA Part GmbB, Freiburg mit AG Freiraum Landschaftsarchitekten PartGmBB, Freiburg

2. Preis. Harter+Kanzler Freie Architekten BDA Part GmbB, Freiburg mit AG Freiraum Landschaftsarchitekten PartGmBB, Freiburg. Foto: LRA Hohenlohekreis

3.Preis: h4a | Gessert Randecker Architekten, Stuttgart mit P-38 Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München

3. Preis: h4a | Gessert Randecker Architekten, Stuttgart mit P-38 Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München. Foto: LRA Hohenlohekreis

4.Preis: harris + kurrle architekten BDA Partnerschaft mbB, Stuttgart mit Wiedemann-Schweizer Landschaftsarchitekten, Stuttgart

4.Preis: harris + kurrle architekten BDA Partnerschaft mbB, Stuttgart mit Wiedemann-Schweizer Landschaftsarchitekten, Stuttgart. Foto: LRA Hohenlohekreis

Hintergrund

Für das neue Kreishaus in Künzelsau hat das Landratsamt einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Insgesamt 17 Büros haben einen Entwurf eingereicht.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Lacht die Sonne, öffnet das Kocherfreibad – Schlechtwetter-Variante ist das TollKÜN

Das Kocherfreibad in Künzelsau ist ein herrlicher Platz mit einem Naturbecken und einem Kinderplanschbecken, das mit Trinkwasser befüllt ist. In der aktuellen Saison mussten die Öffnungszeiten leider aufgrund der engen Personalsituation reduziert werden. Nicht um 10 Uhr, wie in den Jahren zuvor, sondern erst ab 13 Uhr kann das Bad deshalb geöffnet werden – allerdings nur bei Badewetter.

Tägliche Entscheidung, welches Bad öffnet

Ab Dienstag, 12. Juli 2022, wird wetterabhängig täglich bis spätestens 11 Uhr entschieden, ob das Kocherfreibad oder das Hallenbad TollKÜN öffnet. Gleichzeitig können die Bäder aufgrund von fehlendem Personal den Betrieb leider nicht gewährleisten. Welches Bad geöffnet hat, wird tagesaktuell per Aushang an den beiden Bädern, auf der städtischen Homepage und auf den städtischen Social-Media-Kanälen bekanntgegeben.

Aktuelle Öffnungszeiten

Kocherfreibad – bei Badewetter: täglich von 13.00 bis 19.00 Uhr.

Am Sonntag, 24. Juli 2022 bleibt das Kocherfreibad wegen Wettkämpfen vom Landeskinderturnfest geschlossen.

Hallenbad TollKÜN – bei Schlechtwetter: Dienstag bis Freitag von 15.30 bis 20.00 Uhr,
Samstag und Sonntag von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

Am Samstag, 23. Juli 2022 bleibt das Hallenbad TollKÜN wegen Wettkämpfen vom Landeskinderturnfest geschlossen.

Die Öffnungszeiten gelten auch während der Sommerferien.

Rettungsschwimmer werden gebraucht

„Wer eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer hat, darf sich gerne bei uns melden“, ruft Bürgermeister Stefan Neumann auf. „Wenn wir mehr qualifiziertes Personal haben, können wir auch die Öffnungszeiten unserer Bäder wieder ausweiten.“ Wer Interesse hat, den „Rettungsschwimmer-Schein“ zu machen, darf sich ebenfalls gerne bei der Stadtverwaltung Künzelsau melden. „Wir übernehmen die Kosten für die Ausbildung und freuen uns über Menschen, die sich damit für die Allgemeinheit engagieren,“ sagt Bürgermeister Stefan Neumann.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




„Mobilität im ländlichen Raum – bezahlbar, klimafreundlich, schnell und zuverlässig“

Zur Veranstaltung „Mobilität im ländlichen Raum – bezahlbar, klimafreundlich, schnell und zuverlässig“ lädt der SPD- Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser am Freitag, dem 15. Juli 2022, um 18.00 Uhr nach Schwäbisch Hall ins Restaurant „Alt
Hall“ (Gelbinger Gasse 32) ein.

Referentin des Abends wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori aus Mannheim (Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages) sein.

„Mobilität, Verkehr und Infrastruktur sind in unserer Region bekanntlich viel diskutierte Themen“

Ob A 6 oder Hohenlohebahn, B 19 oder Murrbahn Mobilität, Verkehr und Infrastruktur sind in unserer Region bekanntlich viel diskutierte Themen. Was muss jetzt getan werden, damit hier buchstäblich Bewegung hineinkommt? Wie organisieren wir,
gerade in unserer ländlich geprägten Flächenregion, in Zukunft vernetzte, saubere und bezahlbare Mobilität? Diese und ähnliche
Fragen möchte ich gemeinsam mit allen Gästen und meiner Fraktionskollegin Isabel Cademartori debattieren, erklärt Kevin
Leiser.

Pressemitteilung Kevin Leiser, MdB