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Zwei Totalschäden

Drei Leichtverletzte und zweimal ein wirtschaftlicher Totalschaden sind die Folgen eines Verkehrsunfalls am Dienstagnachmittag, den 12. Juli 2022, in Ingelfingen.

Eine 69-Jährige war gegen 17 Uhr mit ihrem Mercedes auf der Künzelsauer Straße unterwegs. Sie wollte die B19 in Richtung Rechbach überqueren und übersah dabei offenbar einen von Künzelsau heranfahrenden Seat, so dass es zum Zusammenst0ß der beiden Fahrzeuge kam. Zwei 78 und 85 Jahre alten Mitfahrer:innen im Mercedes wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls leicht verletzt wurde der 23-jährige Fahrer des Seats. An den Autos entstand ejeweils ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Sachschaden wird auf insgesamt 28.000 Euro geschätzt. Der Seat war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

 




Drei Tage Sport, Spiel und Spaß in Künzelsau

Am letzten Wochenende vor den Sommerferien steht Künzelsau ganz unter dem Zeichen des Sports von Freitag, 22. bis Sonntag, 24. Juli 2022. Für 3.500 teilnehmende Kinder aus 141 Vereinen, die aus ganz BadenWürttemberg anreisen und rund 400 Schulkinder aus Künzelsauer Schulen bereitet das Organisationsteam ein Sport und Unterhaltungsprogramm der Superlative mit freiem Eintritt und kostenlosem Shuttlebus vor. 

Insgesamt 4.100 Aktive Sportler- und Helfer:innen

Rechnet man die mehr als 500 Helferinnen und Helfer dazu, sind über 4.100 Sportbegeisterte in Künzelsau aktiv. „Diese Teilnehmerzahl freut uns jetzt beim ersten Turnfest nach Corona besonders“, blickt die Projektleiterin des Schwäbischen Turnerbundes (STB) Veronika Albrecht auf das Fest. „Wir rechnen mit ungefähr 20.000 Besuchern über das Wochenende verteilt,“
sagt Veronika Albrecht bei der Informationsveranstaltung für Helferinnen und Helfer zwei Wochen vor dem Fest.

Willkommen in Künzelsau

„Gäste sind herzlich eingeladen und willkommen. Das Programm ist so vielseitig und bunt, dass nicht nur die Kinder, die sich für die Wettkämpfe gemeldet haben auf ihre Kosten kommen, wirbt Bürgermeister Stefan Neumann für einen Besuch des Sportevents.

Aktivitäten ab Freitagvormittag 

Schon am Freitagvormittag sind ganze Schulklassen aus Künzelsau beim Schulaktionstag aktiv. Nachmittags gibt es Mitmachangebote und eine Eröffnungsshow in den Wertwiesen.

Mitmachangebote. Foto: Stadt Künzelsau

Auch am Samstag und Sonntag ist dort Mitmachen Trumpf und „für
Essen und Trinken ist ebenfalls gut gesorgt.“
Kinder, die an den Wettkämpfen teilnehmen, kommen am Freitagnachmittag an.

Wettkämpfe ab Samstag

Samstag und Sonntag finden die Wettkämpfe in sieben Sporthallen, dem Hallenbad TollKÜN und dem Kocherfreibad statt. Am Sonntag um 14 Uhr findet die Abschlussveranstaltung in den Wertwiesen statt. Danach reisen die
Kinder wieder ab.

Danke an alle, die sich beteiligen

Um diese logistische Herausforderung zu stemmen, laufen die Vorbereitungen schon seit dem vergangenen Jahr. „Ohne die großartige Unterstützung von den Mitgliedern der Vereine in unserer Region und vielen weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, können auch STB und Turngau so eine MammutVeranstaltung nicht stemmen. Landkreis, die Städte Ingelfingen und Künzelsau, verschiedene Schulen und die evangelische Kirchengemeinde stellen Räume für Wettkämpfe und zum Übernachten zur Verfügung. Allen, die sich irgendwie beteiligen, sage ich schon vor dem Fest herzlichen Dank“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Verkehrseinschränkungen

Mitwirken ist aber auch von den Verkehrsteilnehmenden und den Einwohnerinnen und Einwohnern von Künzelsau erforderlich: „Sie bitte ich um Verständnis und Rücksicht für die Einschränkungen, die durch notwendige Straßensperrungen und den Festablauf auf Sie zukommen“, wirbt Bürgermeister Neumann um Nachsicht.
„Künzelsau ist mit allen Einwohnerinnen und Einwohnern ein toller Gastgeber. Wir freuen uns auf das sportliche Wochenende und viele gut gelaunte Gäste.“

Kostenfreier Shuttlebus, Bergbahn fährt länger

Es gibt einen kostenlosen Shuttlebus an allen drei Tagen, der die Gäste von den Besucherparkplätzen außerhalb ganz zentral in die Innenstadt zu Haltestellen am Bären, der Kocherbrücke und der Sparkasse bringt. Die Bergbahn zwischen der Künzelsauer Innenstadt und dem Stadtteil Taläcker fährt am Freitag und Samstag von 6.15 bis 23.30 Uhr und am Sonntag von 7 bis 20 Uhr. In Bussen und Bergbahn besteht Maskenpflicht.

Shuttlebus-Strecken. Foto: Stadt Künzelsau

Verkehr und Straßensperrungen

Ab Freitag, 22. Juli, 15 Uhr bis Sonntag, 24. Juli 2022, 17 Uhr sind die Straßen und Parkplätze in der Künzelsauer Innenstadt gesperrt
im Bereich von der Kocherbrücke über die Lindenstraße, die KonsulUebeleStraße, die Stuttgarter Straße, Komburgstraße bis zur Einmündung Stettenstraße, die Hauptstraße und die Wertwiesen. Für den Aufbau von Bühne, Mitmachangeboten und Bewirtung muss ein Teil der Parkplätze in den Wertwiesen bereits am Donnerstagmorgen, 21. Juli 2022, und der restliche Teil, der komplette Parkplatz in den Wertwiesen, ab Freitag, 7 Uhr gesperrt werden.

Einschränkungen für den Verkehr. Foto: Stadt Künzelsau

Radfahrer bitte absteigen

Wer zum Festgelände in den Wertwiesen mit dem Fahrrad kommt, wird gebeten abzusteigen, um niemanden zu gefährden.

Für’s Turnfest werden gebraucht…

die Stadtbücherei im Alten Rathaus. Dort wird ein Infopunkt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingerichtet. Deshalb ist die Stadtbücherei ab Freitag, 12 Uhr und am Samstag für den regulären Betrieb geschlossen. Für Wettkämpfe werden das Hallenbad TollKÜN am Samstag und das Kocherfreibad am Sonntag, der HeinzZiehlSportpark Samstag und Sonntag
geschlossen. Auch die Sporthallen in Künzelsau und Ingelfingen sind für Wettkämpfe eingeplant und stehen für andere Nutzungen nicht zur Verfügung.

Mitmachangebote für alle

in den Wertwiesen, in der KarinZiehlHalle (Tennishalle) und
der Sporthalle am Kocher: 

Indiaca, Jump & Fun, Turnen im Dunkeln, Sport Stacking, Turn the Hohenlohe (Chaos Rallye), „Kinder stark machen“Erlebnisland (nur Samstag), Rollende Kinderturnwelt, Parkour, Rollstuhlbasketball, Blindenfußball, Spielmobil Sportkreis Hohenlohe, Spyder Tower mit Riesentrampolin, Breakdance,
UpcyclingWerkstatt, MTBParkour (nur Sonntag), Escape Room Truck, Hochseilgarten, Hüpfburg.
Mehr Infos unter:
www.landeskinderturnfest.org/mitmachangebote

Wochenmarkt findet statt

Am Freitag, 22. Juli 2022 findet vormittags der Wochenmarkt am
Unteren Markt wie üblich statt.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau




L 1022 Belsenberg–Hermuthausen vom 18. Juli bis einschließlich 21. Juli gesperrt

Aufgrund von Baumaßnahmen des Landes ist die Landesstraße 1022 zwischen Belsenberg und Hermuthausen von Montag, 18. Juli 2022, bis einschließlich Donnerstag, 21. Juli 2022, voll gesperrt. Die Fahrbahndecken werden in diesem Abschnitt erneuert.

Die überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt von Belsenberg über die B19 Richtung Stachenhausen, Abzweig Jägerhaus auf die K 2316 Richtung Hermuthausen.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




„Für jeden Gast, egal ob Klein oder Groß, entstehen uns die gleichen Aufwendungen“

Ein wahres Familienidyll ist das Solymar in Bad Mergentheim. Dieser Eindruck wird jedenfalls von der Homepage erweckt. Groß war demzufolge der Aufschrei der Öffentlichkeit, als das Bad die Preise und die Preisstruktur für den Thermenbesuch anpasste. 25€ kostet nun die Tageskarte, einen Rabatt für Kinder gibt es nicht mehr   (GSCHWÄTZ berichtete).

Die Argumente der Betreiber klingen vertraut: Allgemeine Preissteigerungen, insbesondere bei den Energiekosten seien der Grund für die Preiserhöhung. Neu ist das Argument, dass der Energieaufwand für ein Kind nicht anders sei als für einen Erwachsenen.

Standard-Antwort der Betreiber auf google-Rezensionen. Foto: Screenshot

Das ist in anderen Einrichtungen übrigens genauso, trotzdem zahlen Kinder beispielsweise im Museum oder im Nahverkehr weniger als ein Erwachsener.

Das Internet tobt

Im Internet sind die Menschen größtenteils nicht mit den Preiserhöhungen für Kinder einverstanden. Eine Preiserhöhung wird von den meisten durchaus akzeptiert, Knackpunkt ist der Wegfall jeglicher Ermäßigung für Kinder und Jugendlichen und damit das neue Preissystem. Dieses empfinden die Kommentarschreiber als „unsozial“ oder „Frechheit“ – je nach sozialem Medium sind die Kommentare teilweise regelrecht beleidigend.

Hier beispielhaft einige google-Rezensionen:

Der Kommentar von oems83 bringt den Aufsichtsrat ins Spiel. Dieser wird am Mittwoch, 13. Juli 2022, unter dem Vorsitz von Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar tagen. Die Fränkischen Nachrichten wollen erfahren haben, dass das Thema Preiserhöhungen zwar nicht auf der Tagesordnung steht, aber trotzdem Thema sein wird. Gegenüber den FN hat Peter Zimmermann, Betriebsleiter der Solymar Therme, gesagt, dass er nicht glaube, dass die neuen Preise zurückgenommen werden.

Gegenüber GSCHWÄTZ hat Zimmermann ebenfalls das ein oder andere gesagt, will aber nicht öffentlich zitiert werden.

Nicht alle finden die Preisstruktur schlecht

In den zitierten Rezensionen ist teils direkt, teils unterschwellig die Rede davon, dass das Preissystem oder sogar die Betreiber des Solymar kinderfeindlich seien. Andererseits sagen einige Besucher:innen der Therme deutlich, dass sie sich von Kindern in der Therme belästigt fühlen:

Vielleicht mag die neue Preisstruktur tatsächlich von Besucher:innen beeinflusst sein, die sich über Kinder in der Therme beklagt haben. Jedenfalls kommt dieser Eindruck bei vielen Menschen, nicht nur aus Bad Mergentheim, auf.

Schlechte PR

Auf jeden Fall scheint das Solymar nicht mit dem öffentlichen Interesse gerechnet zu haben, anders sind die Reaktionen der Betreiber nicht zu erklären: Die Kommentare werden mit immer demselben Text beantwortet, irgendein Eingehen auf Argumente der Rezensenten ist nicht zu erkennen. Offensichtlich wurde die Preiserhöhung vorab in den Gremien, vor allem dem Aufsichtsrat, nicht kommuniziert, auch die Benutzer:innen und deren Wünsche wurden wohl nicht einbezogen. Die Solymar Therme GmbH & Co. KG ist eine private Firma. Als persönlich haftende Gesellschaft ist die Schauer Beteiligungs- und Management GmbH eingetragen. Ein Unternehmen kann seine Preise prinzipiell frei gestalten und kann sich seine Kunden auch aussuchen.  Da die Stadt Bad Mergentheim im Aufsichtsrat vertreten ist, dürfte es allerdings auch einen sozialen Auftrag geben.

Die Bedeutung des Solymar für Familien scheint – so legen es die Reaktionen nahe – den Betreibern nicht klar zu sein: Für viele Familien ist ein Tag im Solymar – inklusive Therme – ein Höhepunkt im Jahr, gerne wurden auch Kindergeburtstage dort gefeiert. Ein Höhepunkt, den sich mit dem neuen Preissystem viele Menschen nicht mehr leisten können oder wollen.

Text: Matthias Lauterer

 




Ingelfingen: Glasfaser von Giganetz kommt.

Am 12. Juli 2022 wurde im Gemeinderat von Ingelfingen bekanntgegeben, dass das benötigte Quorum von 35% der Haushalte erreicht wurde und damit die Firma Giganetz Deutschland ein Glasfasernetz in Eigenregie ausbauen wird. Auf die Gemeinde kommen also keine Kosten zu.

 




Erster Platz beim Stadtradeln für das Team GEMÜ

Auch in diesem Jahr hat das Ingelfinger Technologieunternehmen GEMÜ wieder als Team beim Stadtradeln teilgenommen. Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei selbst die Vorteile des Radfahrens zu erleben. 74 GEMÜ Mitarbeitende entschieden sich ganz bewusst dazu, diese 21 Tage verstärkt in die Pedale zu treten und auf Fahrten mit dem Auto zu verzichten. In diesem Zeitraum haben die teilnehmenden GEMÜ Mitarbeitenden pro Kopf durchschnittlich 271 km auf dem Rad zurückgelegt und haben dabei insgesamt 3.090 kg CO2-Ausstoss vermieden.

Der geschäftsführende Gesellschafter Gert Müller ist stolz auf sein Team GEMÜ: „Ich möchte mich bei allen teilnehmenden GEMÜ Mitarbeitenden herzlich für Ihren Einsatz auf dem Rad bedanken. Sie schützen die Umwelt und gehen mit gutem Beispiel voran – ebenso wie GEMÜ.“

Der Ventilspezialist verfolgt konsequent den Weg zur Klimaneutralität und möchte bei allen Beschäftigten ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen sowie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Dabei zählen kleine Schritte genauso wie große Projekte, um immer ein bisschen nachhaltiger zu werden.

Pressemitteilung GEMÜ




Kommunen bräuchten mehr Kompetenzen, um die Energiewende durchzubringen“

Zu einem Austausch besuchte der Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser (SPD) jüngst den Bürgermeister der Gemeinde Braunsbach, Frank Harsch.
Herr Harsch und die Gemeinde Braunsbach haben nach der Flutkatastrophe Beeindruckendes geleistet. Ich möchte erfahren, was bei kommenden Katastrophen seitens des Staates besser
gemacht werden kann“, so Leiser.

60 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen und für den Wiederaufbau investiert

Sechs Jahre nach der Flutkatastrophe seien in Braunsbach rund 60 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen und für den Wiederaufbau investiert worden, erläuterte Bürgermeister Frank
Harsch. Mit den Erfahrungen vergangener Katastrophen sollten gerade die Warnsysteme ausgebaut werden. Dazu gehöre für ihn auch, dass der Bund flächendeckend neue Sirenen finanziere, so Harsch.

„Die Energiewende wird durch planungsrechtliche Vorgaben erschwert“

Ein Schwerpunkt der Arbeit in Braunsbach sei der Klimaschutz. Als erste Gemeinde im Landkreis habe man einen Klimaschutzmanager angestellt. Die für den Klimaschutz notwendige Energiewende, wie zum Beispiel der Ausbau von Windkraft, wird durch planungsrechtliche Vorgaben erschwert“, erklärte Harsch. Die Kommunen bräuchten mehr Kompetenzen, um die Energiewende durchzubringen, forderte der Bürgermeister.

Interkommunale Zusammenarbeit

Zur Weiterentwicklung der Gemeinde sei für Braunsbach die interkommunale Zusammenarbeit von
zunehmender Bedeutung, wie bereits beim Gewerbegebiet mit Untermünkheim geschehen, skizzierte Frank Harsch.

Strategien für die Auswirkungen der Klimakrise entwickeln.

Bundestagsabgeordneter Kevin Leiser nahm, gerade auch vor dem Hintergrund seiner Erfahrung als Gemeinderat und Kreisrat, die Anregung auf: Wir brauchen ein besseres Frühwarnsystem und sollten die Kompetenzen von Bund und Ländern beim Katastrophenschutz bündeln. Den Ausbau erneuerbarer Energien gilt es zu forcieren. Im Genehmigungsprozess sollten erneuerbare Energien privilegiert werden, um Vorrang vor anderen abzuwägenden Interessen zu erhalten. Gleichzeitig gilt es Strategien zu entwickeln, wie wir uns an die Auswirkungen der menschengemachten Klimakrise anpassen können. Für ihn sei ebenso eine gute Infrastruktur die Grundlage für einen zukunftsfähigen und attraktiven ländlichen Raum. Dazu gehörten nicht zuletzt die flächendeckende Breitbandversorgung sowie der zwingend notwendige Ausbau der Autobahn A6.

Pressemitteilung Kevin Leiser




„Ehrlich, melancholisch-tiefgründig und gleichzeitig tanzbar“

Den Tag bei guter Musik und in geselliger Runde gemütlich ausklingen lassen das klappt hervorragend bei den SommerinderStadtAbenden in der Künzelsauer Innenstadt. Am 14. Juli 2022 tritt der Sänger Chris Reckwardt in der Hauptstraße in der Zeit von 17 bis 21 Uhr auf. Künzelsauer Gastronomiebetriebe bieten Speisen und Getränke an.

Chris Reckwardt. Foto: Oliver Kirschig

Chris Reckwardt ist sesshaft im Schwäbisch Haller Raum und ist seit 2017 Singer/Songwriter. Er selbst bezeichnet seine Musik als modernen Deutschpop und schreibt auf seiner Homepage dazu: „Musik kann sowohl ehrlich, melancholischtiefgründig und gleichzeitig tanzbar sein.“

Internationale Abende

Internationale Kulturen beim „Sommer in der Stadt“ Einwohnerinnen und Einwohner mit ausländischen Wurzeln laden an drei Abenden ein, Spezialitäten aus ihren Heimatländern zu genießen.
Zum Auftakt der Internationalen Abende am Donnerstag, 21. Juli 2022 wird Kulinarik aus Osteuropa angeboten. The Uniques sind dann wieder einmal Stimmungsgarant und von verschiedenen Auftritten in Künzelsau bekannt.

So geht’s weiter mit Sommer in der Stadt 2022

14.07.: Hauptstraße; Chris Reckwardt
21.07.: Unterer Markt; The Uniques; Osteuropäischer Abend

28.07.: Oberer Bach; Steel, Wine & Honey; Griechischer Abend

04.08.: Biergarten; Alley Cats

11.08.: Bahnhof; Lazy Monkeys

18.08.: Keltergasse; Keep Alive

25.08.: Unterer Markt; Simone & Nadine; Syrischer Abend

01.09.: Oberer Bach; Rockzylla

08.09.: Hauptstraße; Little Miss Martin

Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau




Busse statt Bergbahn

„Für einen reibungslosen und unfallfreien Betrieb führen wir jedes Jahr eine Hauptuntersuchung der gesamten Bergbahnanlage durch“, so der Betriebsleiter der Künzelsauer Bergbahn Günter Kantenwein. Das kann nicht im laufenden Betrieb gemacht werden, deshalb ist die Bergbahn vom Montag, 25. Juli bis Samstag, 13. August 2022 außer Betrieb. In diesen drei Wochen werden die Fahrten der Bergbahn durch Busse ersetzt (Schienenersatzverkehr). „Weil wir uns nach den Betriebsferien der beteiligten Firmen richten müssen, können wir dieses Jahr die Wartungsarbeiten nicht komplett in die Sommerferien verlegen“, erklärt Günter Kantenwein. Deshalb wurden für den Schienenersatzverkehr während der letzten Schultage vor den Sommerferien große Gelenkbusse beim Nahverkehr Hohenlohe angefordert.
Komplette Anlage wird auf Vordermann gebracht

In den ersten beiden Wochen werden die komplette Bergbahnanlage, die Technik, die Waggons und die Trasse auf Vordermann gebracht. „Die Schienen werden an den Nahtstellen abgeschliffen, damit die Bahn im Betrieb ruhig läuft“. Das, so Günter Kantenwein, ist ein Punkt in der abzuarbeitenden Aufgabenliste. „Auch eine Betonstützwand im Hang muss saniert werden und parallel dazu läuft auch die Gehölzpflege entlang der rund ein Kilometer langen Trasse.“

Die Wartungsarbeiten sind vorgeschrieben und werden in der dritten Woche – wie die gesamte Bahnanlage – von Fachleuten des zuständigen Landesbergamtes Freiburg abgenommen.

Fahrzeiten der Ersatzbusse

Die Fahrzeiten der Busse von Montag bis Samstag sind gemäß folgendem Fahrplan:

Erste Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße: 6.15 Uhr Richtung Talstation, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße:
22.15 Uhr Richtung Talstation

Erste Fahrt ab Talstation (Kaufland): 6.30 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Talstation (Kaufland):
22.30 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße

Die Fahrzeiten am Sonntag sind gemäß folgendem Fahrplan:

Erste Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße: 9.00 Uhr Richtung Talstation, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Taläcker, Bushaltestelle Claude-Monet-Straße:
20.00 Uhr Richtung Talstation

Erste Fahrt ab Talstation: 9.15 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße,
danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt ab Talstation:
19.45 Uhr Richtung Taläcker Bushaltestelle Claude-Monet-Straße

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Es gibt so gut wie kein Bau- und Infrastrukturprojekt, bei dem nicht irgendwann auch Proteste aus Teilen der Bevölkerung festzustellen sind“

Professor Frank Brettschneider ist Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hohenheim und beschäftigt sich dort unter anderem mit dem Thema Bürgerbeteiligung in öffentlichen Bau- oder Infrastrukturprojekten. Den Künzelsauern ist er bereits bekannt, denn er hat am Künzelsauer Abend über dieses Thema einen Vortrag gehalten. GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer hat sich mit ihm über die „dialogorientierte  Beteiligung“ unterhalten, vor allem auch darüber, wie die Projektbeteiligten möglichst konfliktlos ihre Interessen einbringen können.

In Hohenlohe stehen viele Projekte an

In Hohenlohe hat man schlechte Erfahrungen mit Infrastrukturprojekten gesammelt, man denke nur an die Beschlüsse zur Neugestaltung der Krankenhausinfrastruktur. Eine wirkliche „Bürgerbeteiligung“ gab es bei diesem Projekt nicht. Gleichzeitig stehen in den nächsten Jahren viele Infrastrukturprojekte an:
Das neue Landratsamt etwa, das den Stadteingang von Künzelsau neu definieren soll.
Oder die Kochertalbahn, deren mögliche Realisierung mehrere Gemeinden betreffen wird.
Ein nicht so ausstrahlendes Projekt sind die neu zu errichtenden Kläranlagen.
Und auch der öffentliche Nahverkehr dürfte in den nächsten Jahren wieder einmal in den Mittelpunkt der Infrastrukturbetrachtungen geraten.
Nicht zu vergessen: der Netzbooster in Kupferzell.

Dazu gibt es auch auf Gemeindeebene Infrastrukturprojekte zu stemmen, etwa die Ausweisung neuer Wohn- oder Gewerbegebiete, die Renovierung von Straßeninfrastruktur oder die lokale Digitalisierung.

Es gibt immer wieder offene Konflikte, die zu Protesten führen

„Es gibt so gut wie kein Bau- und Infrastrukturprojekt, bei dem nicht irgendwann auch Proteste aus Teilen der Bevölkerung festzustellen sind“, stellt Brettschneider fest. Die Gründe dafür, warum sich Bürger:innen nicht mitgenommen fühlen, kennt Brettschneider sehr gut: „Das liegt teilweise an den Prozessen selbst: Sie wurden nicht mitgenommen, es gibt zu wenig Dialogveranstaltungen. Man informiert sie im Verfahren viel zu spät, dann, wenn gar nichts mehr entschieden werden kann, sondern letztendlich alles schon klar ist. (…) Es gibt aber auch andere Situationen, in denen gab es frühzeitige Beteiligung, aber das haben Menschen nicht mitbekommen oder es war noch zu unkonkret für sie. Das Projekt war für sie noch zu weit entfernt. Und erst dann, wenn der Bagger rollt, wenn also ein Bauprojekt sichtbar wird, dann stehen sie auf der Matte und sagen, hier gefällt uns etwas nicht.“Die Schlußfolgerung für ihn ist: „Letztendlich ist es eine Bring- und eine Holschuld auf beiden Seiten, sowohl der Verwaltung, der Politik, aber auch der Bürgerinnen und Bürger.“ An dieser Stelle setzt die „Dialogorientierte Beteiligung“, die Brettschneider für Infrastrukturprojekte vorschlägt, an.

Die wirklich Beteiligten herausfinden

Die wichtige Frage sei, „wer trifft die Entscheidung und auf wen hat sie Auswirkungen?“, betont Brettschneider. Er nennt ein Beispile aus der Region Tübingen. Eine Regional-Stadtbahn sollte den gesamten Raum für Pendler erschließen: „In dem Fall gab es einen Bürgerentscheid am Tag der Bundestagswahl im letzten Jahr. Abstimmen durften nur die Menschen in Tübingen und sie haben sich mehrheitlich gegen diese Regional-Stadtbahn in Tübingen, gegen die Innenstadtstrecke ausgesprochen. Die Folgen müssen aber nicht nur die Menschen in Tübingen tragen, sondern eben auch die im Süden von Tübingen, die als Pendler in den Genuss einer solchen Strecke gekommen wären.“

„Zufallsbürger“ als Inputgeber

Um die wirklich von einem Projekt beteiligten Gruppen frühzeitig zu erkennen, schlägt Brettschneider zwei Herangehensweisen vor: „Das eine ist die sogenannte aufsuchende Beteiligung. Also man wartet nicht, bis die Menschen kommen, sondern man begibt sich selbst auf die Suche. (…)  Und das zweite ist das Arbeiten mit den sogenannten Zufallsbürgern:  Man nimmt die Einwohnermeldedatei herbei und zieht eine Zufallsstichprobe daraus, 30, 40, maximal 50 Menschen, und lädt die ein, an der Beratung eines Themas teilzuhaben. Und das funktioniert erstaunlich gut, weil sie dann nicht nur die drin haben, die ohnehin kommen würden, sondern sie haben einen breiteren Querschnitt durch die Bevölkerung.“ Für die Arbeit der Zufallsbürger ist natürlich Input von Expertinnen und Experten sowie eine Moderation notwendig.

Frühzeitige Einbeziehung der Bürger:innen ist notwendig

Die Einbeziehung der Bürger:innen soll dann erfolgen, wenn es noch was zu entscheiden gibt. „Entscheiden werden nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern es macht der Gemeinderat. Aber es gibt noch Spielräume in der Entscheidung. Und wann gibt es die? Je früher, desto besser.“

Rat an Gemeideräte: „Lasst euch doch beraten, niemand nimmt euch die Entscheidungen ab. Am Ende seid ihr es, die entscheidet.“

Was ich häufiger höre von Mitgliedern aus Gemeinderäten, ist zu sagen: Ja, wir vertreten doch die Bevölkerung. Dafür gibt es doch den Gemeinderat, dafür sind wir doch gewählt und das entmachtet uns jetzt, eine solche Einrichtung mit zufällig ausgewählten Menschen. (…) Mein Gegenargument ist: Lasst euch doch beraten, niemand nimmt euch die Entscheidungen ab.“

„Entscheiden werden nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern es macht der Gemeinderat.“

Brettschneider appelliert an die gewählten Abgeordneten: „Am Ende seid Ihr es, die entscheidet. Es sei denn, ihr beschließt mit großer Mehrheit, dass ihr eine Entscheidung über eine Frage in die Hand der Bürger legt, dass ist dann das Ratsbegehren. Und dann folgt der Bürgerentscheid und die Bürgerinnen und Bürger stimmen ab.“

„Ich würde mir da manchmal mehr Selbstbewusstsein auf Seiten der Gemeinderäte wünschen“

Der Kommunikationswissenschaftler kehrt eventuelle Bedenken von Räten um: „Ich würde mir da manchmal mehr Selbstbewusstsein auf Seiten der Gemeinderäte wünschen und nicht die Sorge, wir verlieren an Macht, sondern zu sagen, wir haben die Möglichkeit, erstens dazuzulernen, neue Informationen, neue Sichtweisen aufzunehmen.“ Er weiss aber auch: „Aus meiner Sicht entsteht viel Sorge, weil man noch keine Erfahrungen gesammelt hat mit dieser Form von dialogorientierten Prozessen und dialogorientierter Beteiligung.“

Auch Verwaltungen müssen dazulernen

Kommunale Verwaltungen stoßen häufig auch jetzt schon personell an ihre Grenzen, das weiß Brettschneider. Er weiß auch, dass viele Gemeinden eine solche Projektstruktur mit frühzeitiger dialogorientierter Beteiligung kaum aus eigener Kraft leisten können.

„Das Organisieren von Bürgerdialogen ist nichts, was man jetzt einfach mal mit einem Fingerschnipp macht“

Er plädiert daher dafür, sich die Moderation extern einzukaufen. Dafür nennt er noch einen weiteren Grund: „Der eine oder andere Bürgermeister oder die Bürgermeisterin könnten das schon auch selbst. Sie sind ja geübt im täglichen Sprechen mit Menschen und im Ausgleichen von Interessen. Aber häufig bei den kommunalen Bau- und Infrastrukturprojekten werden sie eben auch als Teil einer Seite wahrgenommen. Und in eigener Sache zu moderieren, das kratzt dann an der Glaubwürdigkeit. Da braucht man dann schon häufig, vor allem bei den konfliktbelegten Projekten einen unparteiischen oder neutralen Dritten.“

Möglichst lange gestalterische Freiräume erhalten

Beteiligung ist nur dann sinnvoll, wenn es noch Gestaltungsfreiraum gibt. Brettschneider greift zu einem Beispiel:  „Wie ist der übliche Gang? Der Gemeinderat gibt der Verwaltung einen Auftrag, einen Plan für die Sanierung oder den Neubau eines  Schwimmbades zu erarbeiten. Dann macht die Verwaltung das nach bestem Wissen und Gewissen – und am Ende legt sie dann eine Variante dem Gemeinderat wieder vor. Gemeinderat berät und beschließt und dann werden die Bürger informiert: Das ist der Plan für die Sanierung des Schwimmbades. Und dann gibt es keine Gestaltungsspielräume mehr, sondern dann ist das ja diskutiert.“

Traditionelle vs. modernere Sichtweise von Verwaltung

„Die modernere Sichtweise von Verwaltung ist, zu sagen: Hier haben wir eine Aufgabe – zum Beispiel Schwimmbadsanierung oder -neubau.“ Der Gemeinderat gibt seine gewünschten Eckpunkte vor „und dann wird die Verwaltung beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zu skizzieren. Und sie legen dann dem Gemeinderat nicht nur eine Variante vor, sondern vielleicht drei. Und diese drei Varianten werden dann auch noch mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.“

„Diese modernere Sicht von Verwaltung ist eine, die auf der Verwaltungsseite bedeutet, man muss ein kleines bisschen loslassen. Man ist nicht die Instanz, die schon sagt, so und nur so geht es.“

Aus Metzingen berichtet Brettschneider, dass eine Schwimmbadsanierung nach diesem Modell hervorragend organisiert worden ist: „Da gab es dann im Anschluss sogar noch einen Bürgerentscheid und der ist mit ganz, ganz großer Mehrheit für das von den Bürgern zusammen mit der Verwaltung erarbeitete Konzept ausgegangen.“

„… dann ist die Erwartung in einen friedlichen Kompromiss jetzt nicht so riesig hoch.“

Und wenn die Verwaltung die Bürger partout nicht frühzeitig einbeziehen will, wenn es noch Entscheidungsspielräume gibt? Dann schlägt Brettschneider vor, den Weg über die gewählten Repräsentanten zu gehen und die zu bitten, dass sie der Verwaltung „auf die Sprünge helfen, wenn die Verwaltung nicht von selbst drauf kommt. Das wäre mal der erste Weg, da ran zu gehen. Ich finde auch, der friedlichste.“ Der Weg über die Öffentlichkeit, beispielsweise über die Presse oder über eine Bürgerinitiative sei schon ein Zeichen dafür, dass sich die Fronten verhärtet haben: „Wenn man schon das Verfahren erkämpfen muss, um überhaupt über die Sache reden zu können … na ja, sagen wir mal so: dann ist die Erwartung in einen friedlichen Kompromiss jetzt nicht so riesig hoch.“

Das Gespräch führte Matthias Lauterer