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Politisch motivierte Sachbeschädigungen: 3/4 können keinem „Lager“ zugerechnet werden.

Über Sachbeschädigungen mit politischem Hintergrund hat GSCHWÄTZ dreimal berichtet. Erst in dieser Woche entstand an einer Gastwirtschaft nach einer Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation JA ein Schaden von rund 4.000 Euro. Davor haben wir über Farbschmierereien am Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten Anton Baron sowie über eine massive Verteilung von rechten Aufklebern in Künzelsau berichtet, von der auch unsere Redaktion betroffen war.

Politisch motivierte Straftaten sind nicht selten

Die Polizei Heilbronn nennt Zahlen, sowohl für das gesamte Polizeipräsidium Heilbronn

„2020 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn 196 Straftaten mit politischer Motivation erfasst. 2021 waren es 411 Fälle. Hiervon waren 82 (2020) und 91 (2021) politisch rechts und 23 (2020) und 35 (2021) politisch links, sowie 13 (2020) und 18 (2021) Fälle anderweitig motiviert. 78 (2020) und 267 (2021) konnten nicht zugeordnet werden.“

als auch speziell für den Hohenlohekreis:

„Im Hohenlohekreis wurden 2020 32 und 2021 50 Fälle registriert. Hierbei waren 16 (2020) und 17 (2021) Fälle politisch rechts motiviert und keine (2020) bzw. zwei (2021) Fälle politisch links motiviert. In einem Fall 2021 konnte eine anderweitige politische Motivation festgestellt werden, wohingegen bei 16 Fällen in 2020 und 30 Fällen in 2021 eine Zuordnung nicht möglich war.“

Die rechts motivierten Straftaten sind also deutlich häufiger als die links motivierten. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass es Straftaten gibt, die nahezu ausschließlich vom rechten Milieu begangen werden, etwa das Verwenden von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen (z.B. das Zeigen des Hitlergrusses) oder Volksverhetzung (beispielsweise die Leugnung oder die Verharmlosung des Holocaust).

Zuordnung Rechts-Links nicht mehr möglich

Gesellschaftlich bedenkenswert ist der hohe Anteil von Straftaten, die nicht in das klassische Rechts-Links-Schema passen. Es könnte sich hier in einigen Fällen um Straftaten aus dem Milieu von Querdenkern handeln, eine seit 2020 neu aufgetretene politische Richtung, die ebenfalls nicht in das Rechts-Links-Schema passen will.

Sachbeschädigungen sind häufigste Straftat

Farbanschlag auf Anton Barons Wahlkreisbüro im Jahr 2019. Foto: privat

„Am häufigsten sind Sachbeschädigungen vertreten“, teilt Polizeipressesprecher Yannick Zimmermann mit. „Über die Jahre 2020 und 2021 wurden insgesamt 242 Fälle registriert. Der Großteil dieser Sachbeschädigungen können nicht zweifelsfrei zugeordnet werden. Davon entfallen 46 Fälle auf politisch linke und 9 Fälle auf politisch rechte Motivation. Insgesamt 7 Fälle sind anderweitiger Motivation zuzuordnen und 180 Sachbeschädigungen konnten nicht zweifelsfrei zugeordnet werden.“
Bei Sachbeschädigungen gibt es also mehr links als rechts motivierte Straftaten. Wiederum fällt auf, dass rund drei Viertel aller Sachbeschädigungen zwar politisch motiviert sind, aber nicht einer der „klassischen“ Richtungen zugeordnet werden können. Es gibt also eine neue Art von politisch motivierten Straftätern.

Aufklärungsquote unterscheidet sich deutlich

„Die Aufklärungsquote beläuft sich auf 41,8% im Jahr 2020 und 33,1% im Jahr 2021. Hierbei liegt die Aufklärungsquote bei politisch rechts motivierten Straftaten mit 46,3% (2020) und 44,0% (2021) höher als bei politisch links motivierten Straftaten mit 4,3% (2020) und 8,6% (2021). Bei anderweitiger Motivation betrug die Aufklärungsquote im Jahr 2020 61,5% und 2021 66,6%. Die Aufklärungsquote von nicht zuzuordnenden Straftaten lag 2020 bei 44,9% und 2021 bei 30,3%.“

„Macht Deutschland wieder weiß“ – lautetet die Forderung auf einem der Aufkleber. Foto: GSCHWÄTZ

Warum die Aufklärungsquote sich zwischen links und rechts motivierten Straftaten so unterschiedlich ist, sei, so Zimmermann,  nicht in Kürze zu erklären. Die Vermutung, dass rechts motivierte Straftaten wie die Verwendung von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen (§86 StGB) oder Volksverhetzung (§130 StGB) meist öffentlich, sei es auf der Straße oder im Internet, begangen werden und daher engagierte Zeugen zur Verfügung stehen, sei aber nicht von der Hand zu weisen, meint er.

Geringer Anteil von Gewaltdelikten

Die Anzahl von Gewaltdelikten, also Straftaten, bei denen Menschen zu Schaden kommen, unter den politisch motivierten Straftaten ist in der Region glücklicherweise gering. Dafür ist die Aufklärungsquote hoch, darauf weist Zimmermann hin: „Besonders hervorzuheben sind die Aufklärungsquoten bei Gewaltdelikten mit politischer Motivation, die bei 2 Fällen 2020, 100% betrug und bei 12 Fällen im Jahr 2021 83,3% aufwies.“

Aktenzeichen XY – Ungeklärt

Im Falle des beschmierten Abgeordnetenbüros von Anton Baron sowie der Anbringung unzähliger Aufkleber im Stadtgebiet von Künzelsau konnte kein Täter ermittelt werden, die Ermittlungen wegen der Sachbeschädigung an einer Gaststätte laufen, sie wurden vom polizeilichen Staatsschutz übernommen.

Text: Matthias Lauterer




„Dann bleiben Sie doch stehen, wo Sie wollen“ – groteske Szenen im Künzelsauer Amtsgericht

Prozesse, bei denen es um eine Tötung geht oder Prozesse, an denen Prominente beteiligt sind, sind Publikumsmagnete, obwohl sie oft nicht sehr spektakulär sind. Nicht selten geht es an einem Verhandlungstag um Details, die ein Beobachter gar nicht versteht. Echte Perlen der Justiz, die durchaus an eine Fernseh-Gerichtsshow herankommen, sind dagegen gern an Amtsgerichten zu finden, wie am 14. Juli 2022 am Künzelsauer Amtsgericht.

Verwendung unrichtiger Gesundheitszeugnisse

Ein Vater war wegen Verwendung unrichtiger Gesundheitszeugnisse angeklagt. Er hatte gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt, so dass es jetzt zu einer Hauptversammlung kam. Ihm wurde vorgeworfen, dem Kindergarten Niedernhall-Giebelheide eine unrichtige Impfunfähigkeitsbescheinigung für seinen Sohn vorgelegt zu haben: Eine Masernimpfung ist für Kinder in Kindergärten verpflichtend, außer es gibt medizinische Gründe, die eine Impfung ausschließen.

Ich will einfach hier stehen

Der Prozeß begann grotesk: Der nicht anwaltlich vertretene Angeklagte wollte partout nicht auf den für Angeklagte reservierten Stuhl Platz nehmen, seine seltsame Begründung: Er sei hier nicht Schuldner, sondern genaugenommen Gläubiger. Nicht einmal seinen „bürgerlichen Namen“ wollte er nennen. Auf dem Aushang stand Alexander A., er wollte allerdings „Alexander aus dem Hause A.“ genannt werden, ersatzweise Alexander. Trotz der Androhung eines Ordnungsgelds blieb der Angeklagte stehen: „Vielen Dank, ich bleibe lieber hier stehen.“ Es erinnerte ein wenig an den Ehemann bei Loriot, der einfach hier sitzen wollte. Irgendwann gab Richterin Rührich mit den Worten: „Dann bleiben Sie doch stehen, wo Sie wollen“ klein bei. Sie wollte wohl eine weitere Eskalation und die Anwendung unmittelbarer Gewalt, die A. ins Spiel gebracht hatte, vermeiden.

Angeklagter ist nicht geboren

Die Schwierigkeiten gingen weiter:  Nicht einmal geboren sei er, meinte der Angeklagte, denn „ich vertrete hier meine natürliche Person“ – und natürliche Personen werden offenbar nicht geboren, sondern werden gegründet. Aber auch sein „Gründungsdatum“, das die Richterin aus den Akten vorlas, wollte er nicht bestätigen. „Im Sommer gegründet, vor vielen Jahren“ war das Einzige, was er bestätigte – das stimmte immerhin mit der Angabe aus den Akten überein. Der Angabe, dass er in Kasachstan „gegründet“ sei, widerspricht er nicht. Die Frage nach seinem Beruf beantwortet er nur mit „Ist das wichtig?“

Einflüsterungen

Auf alle Fragen der Richterin flüstert eine Frau, wohl seine Ehefrau, aus dem Publikum ihm die „richtigen“ Antworten ein. Das endet erst, als sich ein Polizeibeamter nach seiner Zeugenaussage zwischen die Frau und den stehenden Angeklagten setzt. Vielleicht war dieses „Coaching“ von seiner vermutlichen Ehefrau ja der eigentliche Grund, warum sich A. nicht auf die Anklagebank setzen wollte? Sonst hätte er sie eventuell nicht mehr gehört.

Erklärung „unter Eid“

Später verliest der Angeklagte eine vorbereitete Erklärung, die er unbedingt „unter Eid“ verlesen wollte und die reichlich unverständlich war. Einerseits akustisch, er sprach sehr leise, hinter einer Maske und mit Akzent. Man hatte den Eindruck, dass er Fremdworte, die er vorlas, gar nicht verstand. Andererseits waren auch die vorgetragenen Argumente reichlich unverständlich. Was klar wurde: Er versteht nicht, warum er überhaupt hier ist, sein Schreiben ans Gericht sei schließlich kein Einspruch gegen den Strafbefehl gewesen, sondern eine Zurückweisung. Außerdem sei er nicht Angeklagter, auch nicht Schuldner, sondern Gläubiger. Und alle am Verfahren beteiligten, von Bürgermeister Beck angefangen, über die Polizeibeamten bis hin zum Gericht, seien überhaupt nicht legitimiert. Er bezog sich auf ein Rom-II-Abkommen, das sich aber auf internationales Privatrecht bezieht. Und überhaupt müsse erst einmal die Haftungsfrage geklärt sein.

Aus der Reichsbürger-Szene bekannte Argumente

Eine Argumentation also, wie man sie aus Reichsbürger- oder Selbstverwalterkreisen kennt, gemischt mit bekannten Aussagen aus der Impfgegnerszene. Mehr trug Alexander A. nicht zum Prozeß bei. Zur Sache äußerte er sich nicht, Fragen an die Zeugen hatte er ebenfalls keine.

500€ Ordnungsgeld

Irgendwann wurde es selbst Staatsanwalt Fuchs zu bunt: Er beantragte wegen Mißachtung von Anordnungen des Gerichts ein Ordnungsgeld von 500 Euro, das die Richterin dann auch verhängte.

„Impfung mit jedwedem Impfstoff“ soll kontraindiziert sein

Staatsanwalt Fuchs sah es als erwiesen an, dass A. bei dem in der Impfgegner-Szene bekannten Arzt Dr. Michael Foti aus Stefling in der Oberpfalz bewußt ein unrichtiges Attest anfertigen ließ, das seinem Sohn bescheinigt, eine Impfung mit jedwedem Impfstoff auf unbestimmte Zeit sei kontraindiziert. Da A. die Dokumente bei einer Behörde vorgelegt habe, sei der Straftatbestand des §279 StGB in der zur Tatzeit gültigen Version erfüllt.

Laut Staatsanwaltschaft wird gegen Dr.Foti an mindestens zwei Orten ermittelt. Seine Homepage „wird gerade überarbeitet“ und enthält keine Inhalte.
Die Homepage seiner Frau, die an derselben Adresse praktiziert, ist erreichbar und hat nahezu dieselben Inhalte wie die jetzt nicht mehr erreichbare Homepage von Dr.Foti.

Die Zeugen, der Polizeibeamte J. und Susanne Grupp, Leiterin der Niedernhaller Kindergärten, beschreiben die Vorgänge, die zum Strafbefehl geführt haben. Das Verfahren sei als „Abfallanzeige“ aus Ermittlungen gegen einen Arzt aus Steinheim/Murr von der Polizei in Ludwigsburg gekommen. Noch vor kurzem betonte die Staatsanwaltschaft in Heilbronn: „Diese Verfahren dürfen auch nicht eingestellt werden. Es soll sich für den Einzelnen nicht lohnen, eine Straftat zu begehen.“

Eine „Abfallanzeige“ brachte den Fall ins Rollen

In Niedernhall seien dann insgesamt sechs fragwürdige Gesundheitszeugnisse aufgefallen, unter anderem das von Alexander A. vorgelegte. Unter anderem war das Gesundheitsamt eingeschaltet und es fand eine Hausdurchsuchung bei der Familie des Angeklagten statt, bei der die Dokumente von Dr. Foti beschlagnahmt wurden. Diese Dokumente weisen laut Polizei einige Ungereimtheiten auf: So seien Unterschriften unleserlich, Dokumente vom selben Tag sollen einmal in Niedernhall, einmal in Stefling ausgestellt worden sein und die berechneten Untersuchungen könnten kaum mit der geringen Rechnungssumme der ärztlichen Liquidation in Einklang gebracht werden.

Gutachten aus Bamberg

Ein Gutachten aus Bamberg, das aus einer Strafsache gegen Dr. Foti stammt, sagt deutlich, dass nur eine erhebliche Immunerkrankung eine totale Impfunverträglichkeit bedingen könne. Kinder, die so schwer krank sind, könnten aber ohnehin nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung wie einen Kindergarten aufgenommen werden. Außerdem wurden laut Liquidation keine Untersuchungen im Hinblick auf eine erhebliche Immunerkrankung durchgeführt.

Gericht verurteilt den Angeklagten

Letztlich folgt das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilt Alexander A. wie im Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen á 40 Euro. Dabei erkannte Richterin Rührich an, dass A. nicht vorbestraft ist. Außerdem werden die Gesundheitszeugnisse, die A. gerne zurückerhalten hätte, eingezogen und A. muß die Kosten des Verfahrens tragen. Das Urteil wird rechtskräftig, wenn weder A. noch die Staatsanwaltschaft innerhalb einer Woche Rechtsmittel einlegen.

Text: Matthias Lauterer




„Wir wollen, dass jeder alles sehen kann“

Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe, in dem beispielsweise die archäologischen Funde aus Klepsau liegen (GSCHWÄTZ berichtete), hat ein ganz besonderes Museumskonzept: „Wir wollen, dass jeder alles sehen kann“, sagt Dr. Alexander Wolny, der als Leitender Explainer insbesondere die Archäologie in Baden betreut, „das ist die Philosophie unseres Museums“. In vielen Museen liegen Funde und Exponate in einem Fundus oder einem Archiv und werden höchstens für eine spezielle Ausstellung hervorgeholt und ausgestellt, in Karlsruhe ist das anders.

Individuelle Präsentation von Ausstellungsstücken

Und so ist Wolny stolz darauf, dass die Museumsstücke inzwischen zum allergrößten Teil digitalisiert sind und im digitalen Katalog, der im Internet unter Digitaler Katalog – Badisches Landesmuseum zu finden ist, zur Verfügung stehen. Und wem die Aufnahmen im digitalen Katalog nicht ausreichen, der kann sich fast alle Stücke, die ihn interessieren, auch anschauen: Anmeldung und Terminvereinbarung genügt, dann werden die Stücke individuell von einem kenntnisreichen Museumsmitarbeiter, einem sogenannten Explainer, präsentiert.

Die Digitalisierung des Museums

Besonders stolz ist Wolny auf eine Art Museumsversuchslabor. „Ab 2025 wird das Gebäude renoviert, da wird uns viel Ausstellungsfläche fehlen“, sagt Wolny, der aus der Not eine Tugend macht und auf einen digitalen Museumsbesuch hinarbeitet. Das Museum forscht also nicht nur an den Museumsstücken, sondern auch am Museum der Zukunft. Das „Pilotprojekt für ein neues Museumserlebnis“ soll ein digitalbasiertes Museumserlebnis möglich machen. Drei Konzepte sind derzeit verwirklicht und warten auf das Feedback der Besucher:

Highlights

An 16 Säulen werden 650.000 Jahre badischer Menschheitsgeschichte, ausgehend vom homo heidelbergensis, anhand einiger charakteristischer Ausstellungsstücke schlaglichthaft dargestellt. Eine Erklärung gibt es an den Säulen nicht – man muß seine Eintrittskarte vorhalten, dann erst erscheinen die Erklärungen. Die Eintrittskarten sind codiert: Erwachsene und Kinder erhalten unterschiedliche Informationen. „Es ist damit auch einfach möglich, die Erklärungen fremdsprachig zu hinterlegen“, meint Wolny.

Expothek

Elektronischer Museumsführer. Foto: Screenshot www.landesmuseum.de

Ebenfalls ganz ohne klassische Erklärtafeln kommt die folgende Expothek aus: Die ausgestellten Stücke können mit einem bereitgestellten handyartigen Gerät gescannt werden, auf dem Bildschirm werden die Erläuterungen aus dem digitalen Katalog dargestellt. Hier bedienen sich die Gestalter allerdings eines kleinen Tricks, denn „genaugenommen werden nicht die Exponate gescannt, sondern der Hintergrund, der ein eindeutiges und maschinell erkennbares Muster aufweist“, grinst Wolny auf die Frage, ob die Software ähnliche Gegenstände so gut unterscheiden kann.

Blick in die Expothek. Foto: GSCHWÄTZ

Die Tische in der Mitte laden zum interaktiven Museumsbesuch ein: Spiele für Kinder, Erklärungen für Erwachsene, hier sind der Fantasie der Besucher nur die Grenzen der bisher implementierten Daten und Software gesetzt. „Die Besucher nehmen das an, nicht nur Kinder und junge Leute. Auch Großeltern sitzen da und sind kaum wegzukriegen“, hat Wolny mit diesem Konzept bisher gute Erfahrungen gemacht. Das Beste daran: die virtuellen Objekte können direkt in natura angesehen werden – die Vitrinen und Schubladen sind gut gefüllt.

ExpoLab

Nicht für alle geeignet ist der dritte Raum: Dort kann man mit 3D-Brillen virtuell in die Vergangenheit eintauchen. „Da kann es schon vorkommen, dass jemandem schwindlig wird“. Diesen Menschen stehen „klassische“ Bildschirme zur Verfügung, auf denen sie den Reisen in die Vergangenheit folgen können. „Das ist für Viele gewöhnungsbedürftig“, weiß Wolny, „aber Kinder und Jugendliche lieben den Umgang mit den 3D-Brillen. Die Älteren brauchen etwas Eingewöhnungszeit.“

„Es gibt ständig neue Entwicklungen“

Und was wird für die Umbauzeit realisiert? Das weiß Wolny noch nicht: „Es gibt ständig neue Entwicklungen“ – er will ja nicht 2025 ein Konzept präsentieren, das schon wieder veraltet ist. Außerdem will man das Feedback der Besucher:innen aufnehmen und in die Präsentation einarbeiten. Das Museum arbeitet bei der Entwicklung des digitalen Konzeptes mit Forschungsinstituten zusammen: Beispielsweise mit einem Fraunhofer-Institut, das einen 3D-Scanner entwickelt hat, um archäologische Funde in eine virtuelle 3D-Darstellung zu überführen, sowohl zur Präsentation als auch zur weiteren Forschung. Auch dieser Scanner ist im Publikumsbereich installiert, wer will, kann ein Stück seiner Wahl scannen lassen.
Und für manchen Besucher hat der Scanner sogar eine höhere Anziehungskraft als die archäologischen Funde.

Das Badische Landesmuseum ist aus Hohenlohe mit der S4 ab Öhringen-Cappel ohne Umsteigen erreichbar. Von der Haltestelle Kronenplatz sind es noch wenige Minuten Fussweg zum Schloss.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Informationen zu den verschiedenen Angeboten des Museums finden sich auf der Homepage www.landesmuseum.de.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 




Wassermengen in den Fließgewässern im Hohenlohekreis nehmen ab

Als Folge der Witterung der vergangenen Wochen sind die Wasserpegel der Flüsse und Bäche im Hohenlohekreis erheblich gesunken. Um die Wassermengen nicht zusätzlich zu verringern, bittet das Landratsamt Hohenlohekreis um einen verantwortungsbewussten Umgang bei der Wasserentnahme.

Der Pegel des Kochers stand am 13. Juli 2022 bei 37cm. Normalhöhe ist ungefähr 80cm.

Aus oberirdischen Gewässern darf nur begrenzt Wasser entnommen werden. Ohne Erlaubnis zulässig sind Wasserentnahmen in geringen Mengen für den Gemeingebrauch, darunter das Tränken von Tieren oder das Schöpfen von Hand mit Eimern und Gießkannen. Landwirte, Gartenbaubetriebe und die Forstwirtschaft dürfen hierzu zwar auch Pumpen benutzen, allerdings darf der Abfluss des Gewässers insbesondere an den Nebengewässern von Kocher und Jagst nicht maßgeblich weiter verringert werden. Ein Aufstauen des Gewässers zur Entnahme ist ebenfalls nicht erlaubt.

Weitere Maßnahmen denkbar

Sollte sich die Niedrigwassersituation weiter verschärfen, kann es notwendig werden, dass das Landratsamt die Wasserentnahmen weiter einschränken muss. Weitere Informationen zum Thema Niedrigwasser und zu Wasserentnahmen sind bei der Unteren Wasserbehörde des Landratsamts Hohenlohekreis unter Telefon 07940 18-1367 erhältlich.

Hintergrund

Oberflächengewässer sind besonders empfindliche Ökosysteme. Gerade im Sommer sind sie durch hohe Temperaturen und lang andauernde Trockenheit großen Belastungen ausgesetzt. Zum Schutz der Gewässerlebewesen muss eine Mindestwassermenge im Gewässer verbleiben. Durch vermehrte und teilweise unkontrollierte Wasserentnahmen wird der empfindliche ökologische Zustand der Gewässer mit ihren Tieren und Pflanzen zusätzlich gefährdet und kann auf Dauer zerstört werden.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




36-Jährige kommt von Fahrbahn ab

Zwischen Mangoldsall und Neufels prallte eine Audifahrerin am Montagvormittag mit ihrem Fahrzeug gegen einen Lkw eines 45-Jährigen. Auf der Kreisstraße 2386 kam die 36-Jährige beim Passieren des entgegenkommenden LKW nach rechts von der Fahrbahn ab.

Dabei verlor sie wohl die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das ausbrach. Sie kam zurück auf die Fahrbahn  und stieß gegen die Hinterachse des Lasters. Der Audi rutschte noch etwa 30 Meter weiter, bis er an einem Weizenfeld zum Stehen kam. Beide Fahrer blieben unverletzt.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn.




Zwei Totalschäden

Drei Leichtverletzte und zweimal ein wirtschaftlicher Totalschaden sind die Folgen eines Verkehrsunfalls am Dienstagnachmittag, den 12. Juli 2022, in Ingelfingen.

Eine 69-Jährige war gegen 17 Uhr mit ihrem Mercedes auf der Künzelsauer Straße unterwegs. Sie wollte die B19 in Richtung Rechbach überqueren und übersah dabei offenbar einen von Künzelsau heranfahrenden Seat, so dass es zum Zusammenst0ß der beiden Fahrzeuge kam. Zwei 78 und 85 Jahre alten Mitfahrer:innen im Mercedes wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls leicht verletzt wurde der 23-jährige Fahrer des Seats. An den Autos entstand ejeweils ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Sachschaden wird auf insgesamt 28.000 Euro geschätzt. Der Seat war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

 




Drei Tage Sport, Spiel und Spaß in Künzelsau

Am letzten Wochenende vor den Sommerferien steht Künzelsau ganz unter dem Zeichen des Sports von Freitag, 22. bis Sonntag, 24. Juli 2022. Für 3.500 teilnehmende Kinder aus 141 Vereinen, die aus ganz BadenWürttemberg anreisen und rund 400 Schulkinder aus Künzelsauer Schulen bereitet das Organisationsteam ein Sport und Unterhaltungsprogramm der Superlative mit freiem Eintritt und kostenlosem Shuttlebus vor. 

Insgesamt 4.100 Aktive Sportler- und Helfer:innen

Rechnet man die mehr als 500 Helferinnen und Helfer dazu, sind über 4.100 Sportbegeisterte in Künzelsau aktiv. „Diese Teilnehmerzahl freut uns jetzt beim ersten Turnfest nach Corona besonders“, blickt die Projektleiterin des Schwäbischen Turnerbundes (STB) Veronika Albrecht auf das Fest. „Wir rechnen mit ungefähr 20.000 Besuchern über das Wochenende verteilt,“
sagt Veronika Albrecht bei der Informationsveranstaltung für Helferinnen und Helfer zwei Wochen vor dem Fest.

Willkommen in Künzelsau

„Gäste sind herzlich eingeladen und willkommen. Das Programm ist so vielseitig und bunt, dass nicht nur die Kinder, die sich für die Wettkämpfe gemeldet haben auf ihre Kosten kommen, wirbt Bürgermeister Stefan Neumann für einen Besuch des Sportevents.

Aktivitäten ab Freitagvormittag 

Schon am Freitagvormittag sind ganze Schulklassen aus Künzelsau beim Schulaktionstag aktiv. Nachmittags gibt es Mitmachangebote und eine Eröffnungsshow in den Wertwiesen.

Mitmachangebote. Foto: Stadt Künzelsau

Auch am Samstag und Sonntag ist dort Mitmachen Trumpf und „für
Essen und Trinken ist ebenfalls gut gesorgt.“
Kinder, die an den Wettkämpfen teilnehmen, kommen am Freitagnachmittag an.

Wettkämpfe ab Samstag

Samstag und Sonntag finden die Wettkämpfe in sieben Sporthallen, dem Hallenbad TollKÜN und dem Kocherfreibad statt. Am Sonntag um 14 Uhr findet die Abschlussveranstaltung in den Wertwiesen statt. Danach reisen die
Kinder wieder ab.

Danke an alle, die sich beteiligen

Um diese logistische Herausforderung zu stemmen, laufen die Vorbereitungen schon seit dem vergangenen Jahr. „Ohne die großartige Unterstützung von den Mitgliedern der Vereine in unserer Region und vielen weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, können auch STB und Turngau so eine MammutVeranstaltung nicht stemmen. Landkreis, die Städte Ingelfingen und Künzelsau, verschiedene Schulen und die evangelische Kirchengemeinde stellen Räume für Wettkämpfe und zum Übernachten zur Verfügung. Allen, die sich irgendwie beteiligen, sage ich schon vor dem Fest herzlichen Dank“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Verkehrseinschränkungen

Mitwirken ist aber auch von den Verkehrsteilnehmenden und den Einwohnerinnen und Einwohnern von Künzelsau erforderlich: „Sie bitte ich um Verständnis und Rücksicht für die Einschränkungen, die durch notwendige Straßensperrungen und den Festablauf auf Sie zukommen“, wirbt Bürgermeister Neumann um Nachsicht.
„Künzelsau ist mit allen Einwohnerinnen und Einwohnern ein toller Gastgeber. Wir freuen uns auf das sportliche Wochenende und viele gut gelaunte Gäste.“

Kostenfreier Shuttlebus, Bergbahn fährt länger

Es gibt einen kostenlosen Shuttlebus an allen drei Tagen, der die Gäste von den Besucherparkplätzen außerhalb ganz zentral in die Innenstadt zu Haltestellen am Bären, der Kocherbrücke und der Sparkasse bringt. Die Bergbahn zwischen der Künzelsauer Innenstadt und dem Stadtteil Taläcker fährt am Freitag und Samstag von 6.15 bis 23.30 Uhr und am Sonntag von 7 bis 20 Uhr. In Bussen und Bergbahn besteht Maskenpflicht.

Shuttlebus-Strecken. Foto: Stadt Künzelsau

Verkehr und Straßensperrungen

Ab Freitag, 22. Juli, 15 Uhr bis Sonntag, 24. Juli 2022, 17 Uhr sind die Straßen und Parkplätze in der Künzelsauer Innenstadt gesperrt
im Bereich von der Kocherbrücke über die Lindenstraße, die KonsulUebeleStraße, die Stuttgarter Straße, Komburgstraße bis zur Einmündung Stettenstraße, die Hauptstraße und die Wertwiesen. Für den Aufbau von Bühne, Mitmachangeboten und Bewirtung muss ein Teil der Parkplätze in den Wertwiesen bereits am Donnerstagmorgen, 21. Juli 2022, und der restliche Teil, der komplette Parkplatz in den Wertwiesen, ab Freitag, 7 Uhr gesperrt werden.

Einschränkungen für den Verkehr. Foto: Stadt Künzelsau

Radfahrer bitte absteigen

Wer zum Festgelände in den Wertwiesen mit dem Fahrrad kommt, wird gebeten abzusteigen, um niemanden zu gefährden.

Für’s Turnfest werden gebraucht…

die Stadtbücherei im Alten Rathaus. Dort wird ein Infopunkt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingerichtet. Deshalb ist die Stadtbücherei ab Freitag, 12 Uhr und am Samstag für den regulären Betrieb geschlossen. Für Wettkämpfe werden das Hallenbad TollKÜN am Samstag und das Kocherfreibad am Sonntag, der HeinzZiehlSportpark Samstag und Sonntag
geschlossen. Auch die Sporthallen in Künzelsau und Ingelfingen sind für Wettkämpfe eingeplant und stehen für andere Nutzungen nicht zur Verfügung.

Mitmachangebote für alle

in den Wertwiesen, in der KarinZiehlHalle (Tennishalle) und
der Sporthalle am Kocher: 

Indiaca, Jump & Fun, Turnen im Dunkeln, Sport Stacking, Turn the Hohenlohe (Chaos Rallye), „Kinder stark machen“Erlebnisland (nur Samstag), Rollende Kinderturnwelt, Parkour, Rollstuhlbasketball, Blindenfußball, Spielmobil Sportkreis Hohenlohe, Spyder Tower mit Riesentrampolin, Breakdance,
UpcyclingWerkstatt, MTBParkour (nur Sonntag), Escape Room Truck, Hochseilgarten, Hüpfburg.
Mehr Infos unter:
www.landeskinderturnfest.org/mitmachangebote

Wochenmarkt findet statt

Am Freitag, 22. Juli 2022 findet vormittags der Wochenmarkt am
Unteren Markt wie üblich statt.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau




L 1022 Belsenberg–Hermuthausen vom 18. Juli bis einschließlich 21. Juli gesperrt

Aufgrund von Baumaßnahmen des Landes ist die Landesstraße 1022 zwischen Belsenberg und Hermuthausen von Montag, 18. Juli 2022, bis einschließlich Donnerstag, 21. Juli 2022, voll gesperrt. Die Fahrbahndecken werden in diesem Abschnitt erneuert.

Die überörtliche Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen ausgeschildert und erfolgt von Belsenberg über die B19 Richtung Stachenhausen, Abzweig Jägerhaus auf die K 2316 Richtung Hermuthausen.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




„Für jeden Gast, egal ob Klein oder Groß, entstehen uns die gleichen Aufwendungen“

Ein wahres Familienidyll ist das Solymar in Bad Mergentheim. Dieser Eindruck wird jedenfalls von der Homepage erweckt. Groß war demzufolge der Aufschrei der Öffentlichkeit, als das Bad die Preise und die Preisstruktur für den Thermenbesuch anpasste. 25€ kostet nun die Tageskarte, einen Rabatt für Kinder gibt es nicht mehr   (GSCHWÄTZ berichtete).

Die Argumente der Betreiber klingen vertraut: Allgemeine Preissteigerungen, insbesondere bei den Energiekosten seien der Grund für die Preiserhöhung. Neu ist das Argument, dass der Energieaufwand für ein Kind nicht anders sei als für einen Erwachsenen.

Standard-Antwort der Betreiber auf google-Rezensionen. Foto: Screenshot

Das ist in anderen Einrichtungen übrigens genauso, trotzdem zahlen Kinder beispielsweise im Museum oder im Nahverkehr weniger als ein Erwachsener.

Das Internet tobt

Im Internet sind die Menschen größtenteils nicht mit den Preiserhöhungen für Kinder einverstanden. Eine Preiserhöhung wird von den meisten durchaus akzeptiert, Knackpunkt ist der Wegfall jeglicher Ermäßigung für Kinder und Jugendlichen und damit das neue Preissystem. Dieses empfinden die Kommentarschreiber als „unsozial“ oder „Frechheit“ – je nach sozialem Medium sind die Kommentare teilweise regelrecht beleidigend.

Hier beispielhaft einige google-Rezensionen:

Der Kommentar von oems83 bringt den Aufsichtsrat ins Spiel. Dieser wird am Mittwoch, 13. Juli 2022, unter dem Vorsitz von Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar tagen. Die Fränkischen Nachrichten wollen erfahren haben, dass das Thema Preiserhöhungen zwar nicht auf der Tagesordnung steht, aber trotzdem Thema sein wird. Gegenüber den FN hat Peter Zimmermann, Betriebsleiter der Solymar Therme, gesagt, dass er nicht glaube, dass die neuen Preise zurückgenommen werden.

Gegenüber GSCHWÄTZ hat Zimmermann ebenfalls das ein oder andere gesagt, will aber nicht öffentlich zitiert werden.

Nicht alle finden die Preisstruktur schlecht

In den zitierten Rezensionen ist teils direkt, teils unterschwellig die Rede davon, dass das Preissystem oder sogar die Betreiber des Solymar kinderfeindlich seien. Andererseits sagen einige Besucher:innen der Therme deutlich, dass sie sich von Kindern in der Therme belästigt fühlen:

Vielleicht mag die neue Preisstruktur tatsächlich von Besucher:innen beeinflusst sein, die sich über Kinder in der Therme beklagt haben. Jedenfalls kommt dieser Eindruck bei vielen Menschen, nicht nur aus Bad Mergentheim, auf.

Schlechte PR

Auf jeden Fall scheint das Solymar nicht mit dem öffentlichen Interesse gerechnet zu haben, anders sind die Reaktionen der Betreiber nicht zu erklären: Die Kommentare werden mit immer demselben Text beantwortet, irgendein Eingehen auf Argumente der Rezensenten ist nicht zu erkennen. Offensichtlich wurde die Preiserhöhung vorab in den Gremien, vor allem dem Aufsichtsrat, nicht kommuniziert, auch die Benutzer:innen und deren Wünsche wurden wohl nicht einbezogen. Die Solymar Therme GmbH & Co. KG ist eine private Firma. Als persönlich haftende Gesellschaft ist die Schauer Beteiligungs- und Management GmbH eingetragen. Ein Unternehmen kann seine Preise prinzipiell frei gestalten und kann sich seine Kunden auch aussuchen.  Da die Stadt Bad Mergentheim im Aufsichtsrat vertreten ist, dürfte es allerdings auch einen sozialen Auftrag geben.

Die Bedeutung des Solymar für Familien scheint – so legen es die Reaktionen nahe – den Betreibern nicht klar zu sein: Für viele Familien ist ein Tag im Solymar – inklusive Therme – ein Höhepunkt im Jahr, gerne wurden auch Kindergeburtstage dort gefeiert. Ein Höhepunkt, den sich mit dem neuen Preissystem viele Menschen nicht mehr leisten können oder wollen.

Text: Matthias Lauterer

 




Ingelfingen: Glasfaser von Giganetz kommt.

Am 12. Juli 2022 wurde im Gemeinderat von Ingelfingen bekanntgegeben, dass das benötigte Quorum von 35% der Haushalte erreicht wurde und damit die Firma Giganetz Deutschland ein Glasfasernetz in Eigenregie ausbauen wird. Auf die Gemeinde kommen also keine Kosten zu.