1

„Wie ich heim kam, weiß ich nicht mehr“

Neuer Bierrekord beim Ohrenbacher Glockenfest 2022 und jede Menge gut gelaunte Besucher:innen und Hüttenfreunde.

2 Jahre kein Glockenfest mehr wegen Corona.

„Vor 35 Jahren war die Glocke von Ohrenbach renovierungsbedürftig“, erklärt Jonas, Vorsitzender der Hüttenfreunde Ohrenbach. „Um sie zu renovieren, hat man Geld gebraucht und daraufhin ein Fest veranstaltet, um dieses zu generieren“ – das Glockenfest. Die Glocke ist schon längst erneuert, aber die Tradition ist geblieben. Nach zwei Jahren Corona-Pause ist es endlich wieder so weit: am vergangenen Wochenende laden die Hüttenfreunde Ohrenbach das 33. Mal zum Glockenfest ein. „Die Besucher erwartet ein Rundum-Sorglos-Paket. Es fängt mit dem Sportplatz, den wir dieses Jahr neu gestaltet haben, an. Da gibt es ein Gerümpelturnier“, erzählt Jonas und fährt fort: „Dann ist da natürlich noch der Festbetrieb mit Festzelt, mit Bühne, mit Pilsstand, Getränken und Essen, etc.,… Weinlaube und Bar dürfen natürlich auch nicht fehlen! Sonntags haben wir immer ein kleines Programm: eine Spielestraße für die Kids und Auftritte auf der Bühne.“ Am Sonntag, den 17. Juli 2022, spielte unter anderem die Ingelfinger Stadtkapelle. Beim Fußballgerümpelturnier ging in diesem Jahr Torpedo Dörrenzimmern als Sieger hervor.

„Stimmung ist echt geil“

Mit dem „Rundum-Sorglos-Paket“ hat Jonas nicht zu viel versprochen, denn, wie Besucherin Stephi bestätigt: „Die Stimmung auf dem Glockenfest ist wie immer echt geil!“ Besondere Highlights seien, „dass man hier auch die Leute trifft, die man über die blöde Corona-Zeit länger nicht gesehen hat. Es ist wieder Stimmung, es gibt gutes Essen und Getränke – einfach alles, was man braucht!“ Ein besonderes kulinarisches Highlight auf dem Glockenfest ist übrigens „der Ohrenbacher“. Das ist ein Baguette, das mit Schinken, Tomate und Kräuterbutter belegt und mit Käse überbacken, frisch aus dem Ofen, angeboten wird.

Hinter der dreitägigen Veranstaltung stehen die Hüttenfreunde

Tatsächlich wird das ganze Fest ehrenamtlich von den Hüttenfreunden auf die Beine gestellt. Doch was sind eigentlich die „Hüttenfreunde“ und warum nennen sie sich so? Jonas weiß Bescheid: „Wir, die Hüttenfreunde Ohrenbach, sind ein Verein, ein e.V.. Wir organisieren das Jahr über verschiedene Veranstaltungen, auch verschiedene kleinere Feste. Wir haben auch eine kleine Hütte, wo man mal zu Besuch kommen kann.“ Im Endeffekt ginge es beim Feiern und dem gemeinsamen Engagement vor allem um ein positives Miteinander. Besucherin Lara ergänzt: „Es ist so schön. Hier herrscht ein Gemeinschaftsgefühl von Jung bis Alt.“

Einen neuen Bierrekord gab es auch in diesem Jahr. Robin vom Getränketeam rechnet mit rund 3.000 Litern, die ausgeschenkt wurden.

Einige Besucher:innen haben ganz besondere Erinnerungen an das Ohrenbacher Glockenfest. So war Frank vor 30 Jahren das letzte Mal hier und weiß aber nicht mehr, „wie ich da heimgekommen bin“. Sein Freund Markus hat einen Bekannten, der von dem Fest morgens heim gelaufen ist, rund 30km, weil er keinen Fahrer mehr gefunden hat. Das Fest sei aber die 30 Kilometer Fußmarsch wert gewesen.

Text, Fotos & Video: Priscilla Dekorsi

Gute Laune und beste Stimmung beim Ohrenbacher Glockenfest 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Die Hütte der Hüttenfreunde. Foto: GSCHWÄTZ

Tausende Besucher:innen in dem kleinen 150-Seelendorf. Foto: GSCHWÄTZ

Die Hüttenfreunde organisieren jedes Jahr die dreitägige Veranstaltung. Foto: GSCHWÄTZ

Ohrenbacher Glockenfest 2022. Foto: GSCHWÄTZ

Gemütliches Beisamensein bei heißen Temperaturen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




„Ob Schleifchen oder Schrammen – auf jeden Fall zusammen“

Mia, Philip und Sanja. Foto: GSCHWÄTZ

Am 21. Juli 2022 fand die Ausstellung „Achtung Mensch- die Würde des Menschen ist unantastbar“ auf dem Campus der Freien Schule Anne-Sophie statt. Die Aussteller? Die Teams, die Klassen, höchstpersönlich.

Im Zuge eines schulinternen Wettbewerbs hat jedes Team eine originelle Darstellung des jeweiligen Themas abgegeben. Vorbereitet ist für 800 Besucher, letztendlich besichtigen etwa 600 Leute die Kunstwerke, darunter auch GSCHWÄTZ-Praktikantin Anna-Lena Eißler.

„Was du nicht willst, was man dir tu“

Für die Stufen Vorschule bis 4. Klasse lautete die Aufgabe: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Mit selbstgemachten T-Shirts treten schon die Grundschüler aus der Primarstufe für die Menschenrechte ein: Jeder Lernpartner aus der Lerngruppe Wölfe hat ein T-Shirt zu diesem Thema bemalt. „Aber wir haben uns geholfen. Wenn jemand keine Idee hatte“, erklären Philip (10) aus Künzelsau und Sanja (9) aus Neuenstadt. „Warum haben wir dann zuerst gesagt, dass wir die T-Shirts alleine bemalt haben?“, fragt Mia (10) aus Gaisbach.

„Das geht auch mich etwas an?“

Die Sekundarstufe, die Mittelstufe, beschäftigen sich mit der Frage: „Das geht auch mich etwas an?“ Felix Gareis, David Sieman, Alessio Pisani und Niko Burnyan zeigen mit ihren Kunstwerken „Werbung für die Menschenrechte“, wie sehr sie dieses Thema angeht. Denn: Werbung bleibt im Kopf. Ihr Slogan ist ein großes, gelbes Schild mit dem Inhalt Menschenwürde statt Diskriminierung.

Alessio, David, Felix, Niko, Isabelle, Ivaya. Foto: GSCHWÄTZ

Dazugelernt haben die Teilnehmer nicht nur auf dem Gebiet der Rechtslage zu Diskriminierung und Mobbing, sondern vor allem, wie man letzteres vermeiden kann.

„Wir mussten zusammenarbeiten und mit Zeitverschätzung bei der Vorbereitung und Auseinandersetzungen fertig werden“, erklären Celina (16) aus Waldenburg und Lisa-Marie (16) aus Bieringen. So hat sich ihre Sicht auf Menschen und Vorurteile verändert, sensibilisiert. Genau das wollen die Lernpartner aus Team Gruninger auch den Besuchern vermitteln: andere zu respektieren.

Das Büffet ist eröffnet

Wer zwischendurch einen kleinen Imbiss braucht, kann sich zwischen asiatischen Nudeln, Pulled Turkey mit Coleslaw Salat und einer roten Wurst im Brötchen entscheiden. Die warmen Temperaturen bringen eine Trägheit mit sich, die zur lockeren Stimmung beiträgt, aber nicht auf den Magen schlägt.

Viel los auf dem Campus der FSAS. Foto: GSCHWÄTZ

Auf

Zudem gab es eine Kunstausstellung mit Kunstwerken aus allen Altersgruppen zu bewundern.

„Anspruch und Wirklichkeit“

Das College, oder auch Oberstufe, wandelt auf dem schmalen Grat zwischen „Anspruch und Wirklichkeit“, getragen von Videos, Gemälden und Poetry.
„Man konnte einen, drei oder fünf Punkte vergeben. Ich habe nie nur einen vergeben“, heißt es aus der Jury. „Hauteng“ war die Distanz zwischen den jeweiligen Platzierungen. Aber nicht nur die Jury, sondern auch die Eltern sind von den Darstellungsformen der Kinder und Jugendlichen begeistert.

„Alle waren gut vorbereitet und so ist es ziemlich entspannt“, sagt Jaqueline Goldbach, die mit ihrer Tochter Samantha (12) die Ausstellung besucht.
Dan Rus schaut sich das E-Book an, das seine Tochter Timea mit ihrem Team gestaltet hat. Er sieht es als tolle Abwechslung zum normalen Unterricht und den typischen Klassenarbeiten. Auch der Lehrkörper, die Lernbegleiter, begrüßen die offene Veranstaltung. Besonders, dass auch die Eltern endlich wieder die Lernumgebung ihrer Schützlinge erkunden und die Vielfalt der entstandenen Projekte bestaunen können.

Auch die Kleinsten machen mit

Und selbst die Kleinsten, die Vorschüler, haben mithilfe ihrer Lernbegleiter ein Reim-Trickfilm über Gemeinsamkeit gestaltet- mit ihnen in der Hauptrolle.
„Ob alt oder jung- auf jeden Fall mit Schwung“, sagen sie in die Kamera und: „Ob Schleifchen oder Schrammen- auf jeden Fall zusammen!“

Text: Anna-Lena Eissler




Künzelsau war der Bewegungsmittelpunkt von Baden-Württemberg

Rund 4100 aktive Teilnehmende des Landeskinderturnfests, das vom Schwäbischen Turnerbund (STB) ausgerichtet worden ist, haben die Stadt Künzelsau zum Bewegungs-Mittelpunkt in Baden-Württemberg gemacht. 

Ein sensationelles Erlebnis

„Das Landeskinderturnfest war ein sensationelles Erlebnis“, Bürgermeister Stefan Neumann ist begeistert. „Wir haben drei wunderbare Tage in unserer Stadt erlebt. Einen großen Dank spreche ich den rund 500 ehrenamtlichen Helfenden aus den Künzelsauern Sportvereinen und den Vereinen aus der Region sowie den Mitarbeitenden in den städtischen Ämtern. Das war weitaus mehr als Dienst nach Vorschrift, was sie geleistet haben, ein Paradebeispiel für das große bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt.“

Mehr Besucher in der Kernstadt als Einwohner

Nicht nur die Teilnehmenden tobten sich an den Mitmachangeboten aus, sondern auch viele Besuchende kamen nach Künzelsau. „Wir freuen uns darüber, dass insgesamt 16 500 Menschen auf den Wertwiesen unterwegs waren und die vielen Mitmachangebote ausprobiert haben. Das war ein tolles Event für die ganze Region“, ergänzte Neumann.

STB erwägt Wiederholung

Auch Markus Frank, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, zog ein positives Fazit des ersten Landeskinderturnfests in Künzelsau: „Die Stadt Künzelsau hat uns ideale Voraussetzungen für diese Veranstaltung geboten. Die vielen jungen Turnfest-Teilnehmenden haben die Stadt begeistert entdeckt und eine ganz eigene Atmosphäre entstehen lassen. Es ist wichtig für uns, die Region mit ihren Turn- und Sportvereinen in den Fokus zu rücken – und dadurch auch deren Sportangebote. Es war ein tolles Fest, das wir in Zukunft auch gerne ein zweites Mal in Künzelsau ausrichten würden.“

Auch auf dem Kocher gings sportlich zur Sache. Foto: STB

Der Turngau Hohenlohe unterstützte den STB besonders bei der Helfersuche. Dr. Friedrich Bullinger, Vorsitzender Turngau Hohenlohe betonte dabei: „Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre ein solches Event nicht möglich. Ich bedanke mich im Namen des Turngaus recht herzlich bei allen die uns unterstützt haben und uns dabei geholfen haben, das Wochenende für die Kinder unvergesslich zu machen.“

„einfach wieder Kind sein“

Die Vorsitzende der STB-Jugend Pia Städele war begeistert von der Atmosphäre: „So viele begeisterte Kinder zu erleben ist für uns immer eine großartige Bestätigung, besonders nach den letzten zwei Jahren, in denen die Kinder viele Entbehrungen hinnehmen mussten. Dieses Wochenende konnten sie wieder einfach Kind sein und toben und feiern, aber sich auch bei den Wettkämpfen messen. Heute werden sie nach Hause fahren und noch lange an das Landeskinderturnfest in Künzelsau zurückdenken und hoffentlich nächstes Jahr wieder dabei sein.“

Turni-Gala. Foto: STB

An drei Tagen konnten sich die Teilnehmenden im Alter von sechs bis 15 Jahren auf den Wertwiesen an Mitmachangeboten aktiv betätigen, im Stadtgebiet von Künzelsau an unzähligen Wettkämpfen und Wettbewerben teilnehmen, die Turni-Gala besuchen sowie abends gemeinsam feiern. Dazu kamen mehr als 40 Tanz-Aufführungen auf der Bühne auf den Wertwiesen.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 




Kochertalbahn weiter in der Warteschleife

Seit einiger Zeit fährt die Kochertalbahn zumindest in den Köpfen vieler Menschen wieder. Bis sie vielleicht wieder real fährt, wird noch einige Zeit vergehen. Über den aktuellen Stand berichtete Landrat Neth in der Kreistagssitzung vom 18. Juli 2022 auf Anfrage von Anton Baron (AfD).

Studie war fertig

Der Kreistag hatte eine Studie in Auftrag gegeben, die die sogenannte „Standardisierte Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr“ für die Kochertalbahn in Verbindung mit einer eventuellen Elektrifizierung der Hohenlohebahn zwischen Öhringen-Cappel und Schwäbisch Hall-Hessental ermitteln sollte. Diese Studie war fertig, so Landrat Dr.Matthias Neth. Doch zwischenzeitlich habe der Bund die Kriterien verändert und so müssten diese neuen Kriterien jetzt eingearbeitet werden.

Neue Kriterien

Am 1. Juli 2022 ist eine neue „Verfahrensanleitung“ zur Ermittlung der Standardisierten Bewertung in Kraft getreten. Dieses neue Verfahren soll die Kritik am bisherigen Verfahren einbeziehen und soll mehr „weiche“ Faktoren berücksichtigen. Beispielsweise städtebaulich-gestalterische Vorteile des ÖPNV gegenüber dem Individualverkehr, Erschließungspotential für Neubaugebiete oder die „Resilienz“ eines Verkehrssystems. Auch wurden vermiedene Straßenbauinvestitionen bisher nicht eingerechnet. Das soll die neue „Verfahrensanleitung“ nun besser berücksichtigen – es soll also nun leichter möglich sein, das „Nutzen/Kosten-Verhältnis“ von mehr als 1 zu erreichen als bisher.

Keine Information über das bisher errechnete Nutzen/Kosten-Verhältnis

Nur Projekte, deren Nutzen/Kosten-Verhältnis größer als 1 ist, können mit Zuschüssen von Bund und Land rechnen. Welches Verhältnis für die Kochertalbahn mithilfe der alten Kriterien errechnet wurde, teilte Landrat Dr.Neth nicht mit. „Schaumamal, was die Studie ergibt“, war alles, was er dazu sagte.
Die Berechnung ist kompliziert, Neth hofft, dass die Studie bis Ende des Jahres abgeschlossen werden kann.

Wichtig für Künzelsau

Eine baldige Entscheidung des Landes über die Kochertalbahn ist insbesondere für die Gestaltung des Stadteingangs von Künzelsau mit dem neuen Kreishaus wichtig – bisher werden in den Planungen Schienenstrecken freigehalten und es bestehen Pläne für einen Bahnhof am neuen Kreishaus.

Text: Matthias Lauterer




Praktikumsstellen, Freiwilligendienste, Ferien- und Nebenjobs sowie Last Minute-Ausbildungsplätze in ganz Hohenlohe

Jetzt können Arbeitgeber und junge Menschen aus ganz Hohenlohe von der Plattform www.jobs4young.de profitieren: Nachdem die Wirtschaftsinitiative Hohenlohe im Frühjahr beitrat, hat sich im Juli auch der Main-Tauber-Kreis dem Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall und der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim angeschlossen.

„Last minute azubi“

Neben der geografischen Erweiterung ist auch eine neue Rubrik zu verzeichnen: „Last minute azubi“. Dort können Schulabgänger:innen nach Ausbildungsplätzen in der Region suchen, die innerhalb von vier Monaten zu besetzen sind. Ausbildungen mit Beginn Februar 2023 sind somit ab Oktober 2022, Ausbildungen mit Beginn September 2023 ab Mai 2023 usw. auffindbar. Aktuell sind noch einige Ausbildungsstellen mit Beginn am 1. September 2022 aufgeführt.

Daneben hält die Plattform Praktika, Freiwilligendienste sowie Ferien- und Nebenjobs bereit. Alle Rubriken sind mit einer Filterfunktion versehen, die eine schnelle Eingrenzung auf passende Angebote ermöglicht.

Schon 200 Arbeitgeber der Region vertreten

Mittlerweile sind knapp 200 Arbeitgeber aus allen Branchen – so auch Landratsämter und Gemeinden – dabei. Durch das finanzielle Engagement der drei Wirtschaftsförderungen haben alle Arbeitgeber im Hohenlohekreis, im Main-Tauber-Kreis und im Landkreis Schwäbisch Hall die Möglichkeit, per jobs4young kostenlos auf ihre Angebote und ihr Profil aufmerksam zu machen. Während sich die Unternehmen unter https://jobs4young.de/login anmelden, können Schüler:innen und Studierende die Onlinebörse ohne Registrierung nutzen. Gepflegt wird das Portal von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall.

Presseinformation Hohenlohekreis




Impfangebot des Hohenlohekreises ab 27. Juli 2022 auf Standby-Betrieb

Das Impfangebot des Hohenlohekreises geht nach dem 27. Juli 2022 in den Ruhemodus. Durch Reduzierung der Einsatztage sowie der Teamgröße wurde das Impfangebot in den vergangenen Monaten laufend an die sinkende Nachfrage angepasst. Der nach dem 27. Juli 2022 einsetzende Standby-Betrieb bietet zwar keine regulären Impfeinsatztage mehr an, stellt jedoch sicher, dass bei stark ansteigender Nachfrage der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Impfungen sind weiterhin über die Regelversorgung durch die niedergelassene Ärzteschaft möglich. Auch die Betreuung von Pflegeheimen und sonstigen Einrichtungen durch die niedergelassenen Ärzte ist gewährleistet. Sofern erforderlich, wird der Landkreis mithilfe der etablierten Strukturen unterstützen.

Niedrigschwelliger Zugang zur Covid-19-Impfung

„Mit unseren Impfteams haben wir den Bürgerinnen und Bürgern einen niedrigschwelligen Zugang zu einer Covid-19-Impfung angeboten“, bilanziert Landrat Dr. Matthias Neth den bisherigen Einsatz. „Auch wenn die Zahlen zuletzt gesunken sind, sind wir dankbar, dass viele Bürgerinnen und Bürger sich haben impfen lassen und somit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet haben. Gerade in Hinblick auf den Herbst freue ich mich über jede einzelne Impfung und für jede Person, die dadurch das Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf nachweislich verringert.“

Dank an die Ärzte, medizinischen Fachangestellten sowie die Messebauer-Firma

Die Auswertung zeigt, dass das Impfangebot des Kreises insbesondere für Auffrischungsimpfungen genutzt wurde. Landrat Dr. Neth dankt allen, die das Impfangebot des Hohenlohekreises in den vergangenen Monaten ermöglicht haben: „Allen Ärzten, medizinischen Fachangestellten sowie der Messebauer-Firma, die uns logistisch unterstützt hat, spreche ich meinen großen Dank für ihren Einsatz aus.“

7.392 Impfungen

Mit Stand vom 21. Juli 2022 wurden durch die Impfteams 7.392 Impfungen durchgeführt. Die Hochphase war im Dezember mit 4.297 Impfungen, danach folgte ein kontinuierlicher Rückgang der Impfzahlen auf 67 Impfungen im Mai. Ab Juni 2022 war jedoch wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Bei den Erwachsenen wurden vor allem Drittimpfungen durchgeführt (76 Prozent), bei den Kindern Erstimpfungen (62 Prozent).

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Die Kinder haben die Wertwiesen fest in der Hand

Mitmachspiele für alle. Foto: GSCHWÄTZ

So ein Netz ist ein Universalgerät: Volleyball, Badminton, Indiaka und noch viel mehr. Foto: GSCHWÄTZ

Mitten auf die 5. Foto: GSCHWÄTZ

Präzision ist gefragt. Foto: GSCHWÄTZ

Zuschauen kann auch anstrengend sein. Foto: GSCHWÄTZ

Pyramidenbaukunst aus Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Die „Dorfkinder“ aus Sindeldorf. Foto: GSCHWÄTZ

Rope-Skipping. Foto: GSCHWÄTZ

Nicht jeder ist an dem interessiert, was auf der Bühne passiert. Foto: GSCHWÄTZ

Fast geschafft! Foto: GSCHWÄTZ

Trinken – so wichtig bei der Hitze am Freitag. Foto: GSCHWÄTZ

Becher stapeln – in nicht ganz Höchstgeschwindigkeit. Foto: GSCHWÄTZ

Ein paar wenige haben ein ruhiges Plätzchen gefunden. Foto: GSCHWÄTZ

Damit nichts passiert: DLRG auf dem Kocher. Foto: GSCHWÄTZ

Auch die ganz Kleinen finden was zum Spielen. Foto: GSCHWÄTZ

Wenn alle nochmal auf der Bühne sind, heißt das: gleich geht die Party los! Foto: GSCHWÄTZ

Im Basislager. Foto: GSCHWÄTZ

Prinzessin auf der … Slackline. Foto: GSCHWÄTZ

Högschde Konzentration! Foto: GSCHWÄTZ

Gut gelaunte Zaungäste. Foto: GSCHWÄTZ

Belagerung der Gastronomie. Foto: GSCHWÄTZ




MdL Anton Baron begrüßt die Errichtung des Digital Hubs in Künzelsau

Am 20. Juli 2022 hat das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg 12 Antragsteller ausgewählt, die nach einer eingereichten Projektskizze jetzt berechtigt sind, in der zweiten Stufe des Auswahlverfahrens einen Förderantrag beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg einzureichen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärt das Konzept der Digital Hubs: „Die regionalen Digital Hubs bieten Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren im Land hilfreiche inhaltliche Unterstützung und Infrastruktur, um Digitalisierungsprojekte in die Umsetzung zu bringen. Sie dienen als Informations-, Vernetzungs-, Erprobungs- und Experimentierräume. Durch Online-Formate werden die regionalen Digital Hubs darüber hinaus dem digitalen Wissenstransfer einen noch stärkeren Schub verleihen“, so die Ministerin.

Der Hohenloher Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) begrüßt diese Entscheidung des Ministeriums:

Das Landeswirtschaftsministerium hat heute die Standorte für die regionalen Digital Hubs bekannt gegeben. Einer der Standorte ist Künzelsau im Wahlkreis des Landtagsabgeordneten Anton Baron. Er begrüßt die Entscheidung für den Standort in der Hohenlohe ausdrücklich.

In den letzten Jahren hielt die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung in Baden-Württemberg nicht das Tempo ein, das möglich und nötig gewesen wäre. Selbst Entwicklungsländer drohen uns daher in dieser Hinsicht zu überholen. „Mit der Entscheidung des Wirtschaftsministeriums für den Standort Künzelsau kann nun endlich eine Anlaufstelle zur Digitalisierung der Wirtschaft geschaffen werden, das begrüße ich ausdrücklich“, so der Abgeordnete Baron.

Für den neu zu errichtenden Digital Hub stehen nun Fördergelder im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 zur Verfügung. Der Abgeordnete erklärt, dass dies ein wichtiger Schritt für den Kreis ist: „In der Hohenlohe sind etliche Weltmarktführer aus dem produzierenden Gewerbe und aus dem Handel angesiedelt. Daher ist es wichtig den Bedürfnissen einer modernen Industrie gerecht zu werden“.

Pressemitteilung Anton Baron

 




Was haben ein billiger Rollwagen und ein teurer NVH-Bus miteinander zu tun?

So ein einfacher Rollwagen ist bereits für 40 Euro erhältlich, qualitativ deutlich hochwertigere Ausführungen mit besseren Rädern und einer Tragkraft von mehr als 150kg kosten vielleicht 250 oder 350 Euro im einschlägigen Fachhandel. Mit derartigen Wägen werden in Industriebetrieben zuverlässig Tonnen von Gütern bewegt und das über Jahre hinweg – diese Wägen sind nahezu unverwüstlich.

Derartige Wägen sind also sicherlich geeignet, vereinzelt Gewichte von rund 50kg von einem Raum im ersten Obergeschoss mittels Fahrstuhl ins Erdgeschoß und dort zu einem direkt vor der Tür befindlichen Parkplatz zu fahren – und zurück. Ein Zentner – soviel wiegt selbst ein großer Beamer, der nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entspricht, nicht.

Und doch MUSS das Kreismedienzentrum unbedingt ins Erdgeschoß – weil Beamer so schwer seien und weil das KMZ unbedingt dort plaziert sein soll, „wo die Schule am offensten“ ist.  Das sind prinzipiell vernünftige Argumente, aber doch nur dann, wenn man sich für einen von zwei leeren Räumen in Erdgeschoß und im Obergeschoß entscheiden soll. Wenn aber für diese Argumente ein bestehendes Pneumatik-Labor für einen Aufwand von sage und schreibe rund 600.000 Euro zwei Stockwerke höher umziehen soll, dann darf man sich Fragen stellen … zumindest die nach der Wirtschaftlichkeit.

Es soll ja immer die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen

Denn welche Ausstattung benötigt so ein Kreismedienzentrum in wenigen Jahren noch? Eine Sitzecke für Beratungsgespräche und Arbeitsplätze für die nicht allzu vielen Mitarbeiter. Dazu einen kleinen(!) Lagerraum für selten gebrauchtes spezielles Equipment und einige „uralte“ Medien. Das sollte im Zeitalter der Digitalisierung – in dem wir in wenigen Jahren hoffentlich doch noch angekommen sein werden – ausreichend sein. Und natürlich eine Kaffeemaschine.

Vom Kreistag beschlossenenes bezahltes Nichtstun

In derselben Sitzung hat derselbe Kreistag sich gegen eine Ausweitung einiger Buslinien ausgesprochen. Das hätte ab 2023 pro Jahr 500.000 Euro gekostet. Man war wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage nicht bereit, so weit in die Zukunft zu denken. Stattdessen zahlt man lieber den Busfahrern das volle tarifliche Entgelt, wenn sie mehrere Stunden Pause haben, fürs (vom Kreistag so beschlossene) Nichtstun.

Der Ankauf von zwei Rollwägen hätte die Erweiterung des NVH-Linienverkehrs für ein Jahr gegenfinanziert …

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




„3% Verzinsung sind ein Nasenwasser und in einem halben Jahr eher lächerlich“

Den Weg freigemacht für eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage hat der Gemeinderat Künzelsau in seiner Sitzung vom 19. Juli 2022. Geplant wird die Anlage von der Bürgerwindpark Hohenlohe GmbH, einem regionalen Unternehmen aus Niedernhall.

Ideales Grundstück

Markus Pubatz von der Bürgerwindpark Hohenlohe beschreibt das Grundstück als geradezu idealen Standort: Hoch über dem Österbach zwischen Belsenberg und Hermuthausen soll die Anlage errichtet werden, auf einem nach Süden abfallenden und rund 2.5ha großen Grundstück, das von den Ortschaften nicht sichtbar ist und sich durch eine schlechte Bodenkennzahl auszeichnet, also landwirtschaftlich nicht wertvoll ist. Dazu liegt es nicht mehr im regionalen Grünzug und nur rund 250m von einem Einspeisepunkt entfernt. Damit erfülle sein Projekt wunderbar auch die Anforderungen, die der Gemeinderat formuliert hat, stellt Pubatz fest.

Die Frage, ob das Grundstück nicht einer eventuellen späteren Errichtung einer Windkraftanlage im Wege stehen würde, ist schnell beantwortet: Da der Standort tiefer liegt als der ins Auge gefaßte Windkraftstandort und zudem südlich des Windkraftstandorts liegt, stören sich die beiden Projekte nicht. Was die Errichtung einer Windkraftanlage derzeit verhindert, ist die Bundeswehr: Sie beharrt auf einer Tiefflugzone, in der Windräder nicht erlaubt sind. „Das Militär verteidigt meterscharf die 1500m“, erklärt Pubatz.

Streitfrage Bürgerbeteiligung

Kommanditisten sind sowohl am Gewinn als auch am Verlust einer Gesellschaft beteiligt. Die Gewinn- und Verlustverteilung orientiert sich, soweit nichts anderes vereinbart, an der Höhe des Kapitalanteils.
Der Kommanditist haftet bei Verlust nicht mit einem vollen Vermögen, sondern nur bis zum Betrag seines Kapitalanteils und ggf. seiner noch rückständigen Kommanditeinlage.

Im Kriterienkatalog des Gemeinderates steht auch die Forderung  nach Bürgerbeteiligung – die erwirtschafteten Gewinne sollen in der Region bleiben. Das Modell, das Pubatz vorschlägt, findet nicht den Zuspruch des Gemeinderats: Er will Bürger in Form nachrangiger Darlehen mit einem festen Zinssatz von derzeit 3% beteiligen. Dieses Modell sei vom Gesetzgeber privilegiert. Das gefällt insbesondere Christian von Stetten nicht: „Das stimmt nicht, es wird sogar eher davon abgeraten. Der Anleger hat bei Ausfall nichts [nachrangige Darlehen werden bei einer eventuellen Insolvenz nicht bedient, Red.], „die Bürger sollen Gesellschafter sein“, mit echter Beteiligung am Risiko, aber auch am Erfolg. Er schlägt daher vor, dass sich auch Bürger und nicht nur „Stakeholder“ wie Energiefirmen, Gemeinden oder Grundbesitzer als Kommanditisten beteiligen können. Was einige Gemeinderäte noch stört: „Nach 13 Jahren wird der Kredit zurückgezahlt und die Bürger sind dann raus.“

Speziell bei steigenden Strompreisen seien „3% Verzinsung ein Nasenwasser und in einem halben Jahr eher lächerlich“, sagt Verena Löhlein-Ehrler. Hans Jürgen Saknus ist in diesem Punkt noch unsicher und meint, dass der Gemeinderat die Formen der gewünschten Bürgerbeteiligung noch einmal diskutieren könnte.

Bürgergenossenschaft als Ausweg aus dem Dilemma?

Einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma kann sich Pubatz vorstellen: Eine Bürgergenossenschaft könnte sich selbstverständlich bereits jetzt an der Anlage beteiligen. Das Thema Bürgerbeteiligung wird spätestens, wenn es um die tatsächliche Aufstellung des Bebauungsplanes geht, wieder auf die Tagesordnung kommen.

Der Gemeinderat stimmt der Vorlage der Verwaltung, dass das Projekt grundsätzlich befürwortet und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans in Aussicht gestellt wird, einstimmig bei drei Enthaltungen zu.

Text: Matthias Lauterer