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Allzeit Stetten!

Mit zwei Spaziergängen wird der Künzelsauer Teilort vorgestellt – aufgrund der räumlichen Ausdehnung an zwei verschiedenen Terminen. Mit Angelika Di Girolamo und Professor Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten sind es sehr kompetente Vertreter, die auf Geschichte und Entwicklungen aufmerksam machen wollen.

Am Donnerstag, 18. August 2022 beginnt um 16.30 Uhr der Weg an der alten Kelter in der Mäusdorfer Straße. Zu sehen ist die Dorfkirche mit den Stetten-Grabsteinen, frühere Amtshäuser, die Kelter, Dorfbrunnen und der offen durchs Dorf fließende Bach.

Schloß Stetten, Torturm. Foto: Elke Sturm/Stadt Künzelsau

Durch Schloß Stetten geht die Führung an einem anderen Tag: Am Mittwoch, 14. September 2022 ist Treffpunkt für alle Interessenten am Torhaus. Eine stauferzeitliche Burg in bestem Erhaltungszustand, eine nach und nach entwickelte Seniorenresidenz, eine Klinik, ein Naturtheater und vieles mehr wird den Gästen präsentiert. Gebeten
wird, die öffentlichen Parkplätze an der Klinik zu nutzen.

Anmeldung nötig

Die Führungen sind kostenlos. Nur das anschließende „Vesper“ mit der Gelegenheit zum Austausch über das Erfahrene und Gesehene zahlen alle selbst. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis jeweils acht Tage vorher nötig bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Nicole Okel, nicole.okel@kuenzelsau.de oder 07940 129-120.

Dieses Angebot gehört zur Ausstellung „Fluren, Stadtteile – eine Verwaltung“, die noch bis 30. Oktober 2022 bei freiem Eintritt im Stadtmuseum Künzelsau zu besichtigen ist. Geöffnet ist das Stadtmuseum mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Museums mit dem Verein StadtGeschichte, der Karoline-Breitinger-Schule und der Volkshochschule.

Weitere Stadtteilführung:

13.10.2022, 15.30 Uhr: Morsbach

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Wir bewerben uns sicher bei einer nächsten Bürgerbudget-Runde wieder.“

Neben dem neu aufgebauten Lügenbrückle (GSCHWÄTZ berichtete) gibt es weitere erfolgreiche Initiativen, die mit Mitteln des Bürgerbudgets gefördert wurden. Gerhard Rudolph, Ortsvorsteher von Amrichshausen, präsentiert stolz den neuen Pavillion zwischen Dorfplatz und Kirche. „Es hat sich gezeigt, dass die Menschen nach Hochzeiten gerne einen Platz für einen Sektempfang haben – das ist jetzt ein idealer Ort für so einen Sektempfang, eine kleine Hocketse oder eine kleine Feier“, meint er. Aber alles soll im Rahmen sein, „wilde Feste wollen wir an dieser Stelle nicht“. Deshalb gibt es auch keine fest installierten Sitzgelegenheiten.

„Wilde Feste wollen wir an dieser Stelle nicht“

Gerhard Rudolph ist stolz auf den neuen Pavillion. Foto: GSCHWÄTZ

Neben 8.000 Euro aus dem Bürgerbudget haben etwa 15 – 20 die Bürger:innen aus Amrichshausen rund 400 – 500 Stunden Eigenleistung eingebracht. Auf dieses Engagement ist Rudolph stolz. Und obwohl der Pavillion noch nicht ganz fertig – einige spezielle Materialien konnten nicht rechtzeitig angeliefert werden – ist der Pavillion bereits eingeweiht: Das erste Hochzeitspaar mit seinen Gästen hat den Pavillion bereits eingeweiht.

Nicht zum Feiern, sondern zum Verweilen

Ernst Gruber, Rafaela van Dorp, Stefan Neumann und Prof. Dr. Wofgang Freiherr von Stetten präsentieren eine der neuen Bänke. Foto: GSCHWÄTZ

Schon aus der vorletzten Runde des Bürgerbudgets stammen 12 Bänke an den Wanderwegen zwischen Kocherstetten, Nitzenhausen und Lassbach. Wegen der damaligen Budgetsperre ist die Albert-Berner-Stiftung eingesprungen und hat die von der Stadt zugesagten 7.500 Euro übernommen. Die Bänke stehen jetzt an gut frequentierten Wander- und Fußwegen, meist an Orten mit guter Aussicht und laden zum Verweilen und Ausruhen ein. „Die Bänke werden gerne angenommen“, hat Prof. Dr. Wolfgang von Stetten, Vorsitzender des Projektpartners Stauder-Stiftung, beobachtet. Ernst Gruber weist darauf hin, dass die Bänke nicht im Gras sondern auf Platten stehen: „Damit haben wir dort keine Zeckengefahr“.

Ein Feucht-Fröhliches Projekt

Nicht nur für die KInder: Werner Hannemann demonstriert die neuen Spielgeräte. Foto: Stadt Künzelsau

Ebenfalls aus der Runde 2020/21 und damit ebenfalls von der Berner-Stiftung unterstützt, ist die neue Spielstrasse der Jugendfeuerwehr. Mit Geschicklichkeitsübungen sollen Kinder an die Feuerwehr herangeführt werden. Beispielsweise soll ein Ball mit einem Wasserstrahl durch ein Labyrinth ins Ziel geleitet werden. Diese Spiel- und Spaßgeräte wurden im Projekt neu gebaut – und damit sie möglichst lange erhalten bleiben wurden speziell angepaßte Lager- uns Transportwägen angefertigt. Zum Einsatz kommen die Spiele bei diversen Festen in der Umgebung, zum erstenmal bereiteten sie den Kindern während des Schulaktionstags des Landeskinderturnfests Spaß – und natürlich Erfrischung bei der Hitze, denn manch ein Kind blieb nicht trocken.

32 Kinder und Jugendliche seien derzeit bei der Jugendfeuerwehr tätig, berichtet Werner Hanneman, verantwortlich für die Jugendfeuerwehr.

„Wir bewerben uns sicher bei einer nächsten Bürgerbudget-Runde wieder.“

Alexander Gunnesch (li.) und Bürgermeister Stefan Neumann auf dem neuen Boden des Kokolores. Foto: GSCHWÄTZ

Für 8.000 Euro und ebenfalls mit viel Eigenleistung wurde der Boden im Jugendverein KOKOLORES erneuert. Ein attraktiver und robuster Holzboden wurde verlegt, dazu wurde die Bühne abgeschliffen. Aus Vereinsmitteln und mit Eigenleistung wurden im Rahmen des Projekts auch die Wände neu gestrichen. „„Wir sind sehr zufrieden und dankbar für die Unterstützung aus dem Bürgerbudget“, sagt Alexander Gunnesch. Der Verein hat schon einmal vom Bürgerbudget profitieren können und hat damals die Bühnentechnik erneuert. Erneuerungsbedarf gibt es immer wieder, weiß Gunnesch. Im nächsten Schritt müssen man im Obergeschoß angreifen. Und er hofft darauf, dass die Bürger den Verein KOKOLORES wieder unterstützen: „Wir bewerben uns sicher bei einer nächsten Bürgerbudget-Runde wieder.“

Text: Matthias Lauterer

 

 

 




„Verarsche ko i mi selber“

Das Fachkräftenetzwerk Hohenlohe Plus hat am Freitag, den 29. Juli 2022 im Kino Prestige Filmtheater in Künzelsau den roten Teppich ausgerollt und den Imagefilm für das Fachkräftenetzwerk Hohenlohe Plus über die gleichnamige Region vorgestellt.

Was macht unsere Region so einmalig, warum ist gerade hier ein Leben und Arbeiten herrlich miteinander
zu verbinden? Dies und vieles mehr zeigt der knapp 3-minütige Film auf eine spannende und humorvolle Art und Weise. Wo haben wir Hohenloher unsere Macken, was macht uns unvergleichlich und liebenswert? Der Film zeigt die ganze Bandbreite dessen, was die Region
auszeichnet: von herrlichen Landschaften, großartigen Unternehmen, erfolgreichem Sport bis hin zu ausgezeichneter Kulinarik. All das anhand der Story einer charmanten Familie.

Mehr als 40 Freiwillige aus der Region sind gerne dem Aufruf von Hohenlohe Plus über die verschiedenen Medien gefolgt, um ihren Beitrag dazu zu leisten, die Region über die eigenen Grenzen hinaus mit ihren Qualitäten bekannt zu machen. Produzent und Filmemacher
Fürstenberger Audio-Visuelles Storytelling hat an wunderschönen Plätzen und bei Unternehmen in Hohenlohe einen Film gedreht, der mit Augenzwinkern genau davon erzählt.

Quelle: Pressemitteilung von Hohenlohe plus

 

 




Ohrenbach: Pferdegatter beschädigt und Pferd verletzt

Das Polizeirevier Künzelsau sucht Zeugen, die Hinweise zu einem unbekannten Lkw-Lenker geben können, der in der Nacht auf Mittwoch die Flügeltore eines Pferdegatters beschädigte.

Der Fahrer wendete vermutlich zwischen Dienstag 22 Uhr und Mittwoch gegen 10.15 Uhr einen Lkw in einer Hofeinfahrt in der Künzelsauer Brücklesgasse. Er stieß dabei mit seinem Fahrzeug gegen das Tor, wodurch diese beschädigt und geöffnet wurde. Hierdurch erschrak ein Pferd derart, dass es über das Gelände flüchtete, über eine Umzäunung sprang und sich verletzte. Zeugen, die Hinweise zum Unfall, dem flüchtenden Fahrzeug oder dessen Fahrer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

Pressemitteilung Polizei




Klima-Zentrum meldet Vollzug: kostenlose Energie-Erstberatungen angelaufen

Das Klima-Zentrum meldet Vollzug: Seit Juli gibt es im Hohenlohekreis kostenlose Energie-Erstberatungen. Damit steht ein Netzwerk aus Energie-Effizienz-Experten (EEE) den Bürgerinnen und Bürgern beim Kampf gegen hohe Energiekosten und dem spürbaren Klimawandel zur Seite. Dem neuen Angebot vorausgegangen war das erste vom neuen Klima-Zentrum organisierte Netzwerktreffen für Energieberater, bei dem sich diese über ihre Arbeit und das neue Beratungsangebot austauschen konnten. Gastgeber des Treffens war die Firma MEFA Befestigungs- und Montagesysteme GmbH, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

„Wir haben die Einladung von MEFA begeistert angenommen“, berichtet der Leiter des Klima-Zentrums Joachim Schröder. „Denn das Unternehmen passt mit seiner Ausrichtung perfekt zu den Zielen der Energie-Effizienz-Experten.“

Die in Kupferzell ansässige Firma bietet unter anderem innovative Wärmepumpen für Heizung und Kühlung von Häusern und Gebäudekomplexen an. Dabei werden verfügbare Energiequellen wie Sonne, Geothermie oder Prozesswärme genutzt. Nicht zuletzt die sommerlichen Temperaturen machten den innovativen Eisspeicher namens multiQ ice im Keller des MEFA-Gebäudes für die Energieberater zum angenehm kühlen Höhepunkt der Werksführung.

Bei der anschließenden Vorstellung des neuen Klima-Zentrums und dem folgenden Austausch aller Anwesenden war der Erfolg des ersten Netzwerktreffens deutlich zu spüren: Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Bekanntschaften weiter vertieft. Wer ist Experte für energetische Sanierung für Gebäude mit Denkmalschutz? Wer kennt sich aus bei Industriebauten? „Sich mit anderen Energieberatern austauschen zu können ist für alle Beteiligten ein echter Mehrwert. Doch unser eng getakteter Berufsalltag lässt die Organisation eines solchen Treffens einfach nicht zu. Toll, dass mit dem Klima-Zentrum nun wieder jemand diese wichtige Aufgabe übernimmt“, bestätigt Energie-Effizienz-Experte Reinhold Zentler.

Erste Beratungen in Forchtenberg und Kupferzell

Welche Möglichkeiten gibt es, Energie im Alltag einzusparen? Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles (links) folgt den Ausführungen von Energieberater Benjamin Roth. Foto: MEWA

Bereits im Juli wurden erste Termine für kostenlose Energie-Erstberatungen im Hohenlohekreis angeboten. In Forchtenberg stellte Energie-Effizienz-Experte Norbert Kilb sein Wissen den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Erste Beratungen gab es auch in der Gemeinde Kupferzell. Deren Bürgermeister Christoph Spieles nutzte die Möglichkeit und holte sich von Energieberater Benjamin Roth wertvolle Tipps: „Das Treffen mit einem Experten für energetische Sanierung hat mir viele neue Impulse gegeben. Besonders gut gefällt mir, dass auch mögliche Förderungen für die angesprochenen Maßnahmen auf den Tisch kamen.“

Nächste Runde am 4. August in Neuenstein

Die nächste Energie-Erstberatungsrunde im Hohenlohekreis findet am Donnerstag, 4. August 2022, von 16:30 bis 17:30 im Rathaus von Neuenstein statt. Auch hier berät Benjamin Roth. Eine Voranmeldung für interessierte Bürgerinnen und Bürger für diesen und weitere Termine sind beim Klima-Zentrum unter klimazentrum@hohenlohekreis.de oder Telefon 07940 18-1928 erforderlich.

Neben den Erstberatungen wollen Joachim Schröder und Janina Schüßler vom Klima-Zentrum auch das Netzwerk der Energie-Effizienz-Experten weiter ausbauen: Das 2. Netzwerktreffen findet am Donnerstag, 15. September 2022, um 17 Uhr statt. Diesmal bei der Firma CWF GmbH in Niedernhall-Waldzimmern. Die Teilnehmer dürfen auf eine spannende Führung durch das Werk des Herstellers von Unterkonstruktionen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen gespannt sein.

Pressemtteilung Klimazentrum Hohenlohekreis

 




Schraubenwerk Gaisbach: Produktionshalle mit ‚Holzbaupreis BW 2022‘ ausgezeichnet

Die neue Fertigungshalle der SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH in Waldenburg wurde mit dem Holzbaupreis Baden-Württemberg 2022 ausgezeichnet. Die Jury würdigte den innovativen Bau als „leuchtendes Beispiel für zeitgemäße Industriearchitektur“ und charakterisierte ihn als „ressourceneffizient, nachhaltig und schön“. Die Preisverleihung fand am 5. Juli im Naturtheater in Reutlingen statt. Die Projekte der drei Gewinner gingen aus 111 eingereichten Arbeiten hervor.

Die neue Halle von SWG Produktion hat beachtliche Abmessungen von 114 m Breite entlang der Straße und fast 97 m
Länge. Foto: HK Architekten

Holzbaupreis zum 14. Mal ausgelobt – diesmal im Rahmen der Holzbau-Offensive BW
Der Holzbaupreis Baden-Württemberg wurde 2022 zum 14. Mal an Bauherren, Architekten und Tragwerksplaner verliehen. Ausgelobt wurde er dieses Jahr erstmals im Rahmen der 2018 ins Leben gerufenen Holzbau-Offensive unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer BadenWürttemberg, der Hochschule Biberach sowie in Kooperation mit dem Informationsdienst Holz. Mit der Holzbau-Offensive fördert die Landesregierung das klimafreundliche Bauen mit Holz, um ihr Land als Trendsetter für eine klimagerechte Baukultur zu etablieren.

Beim Holzbaupreis Baden-Württemberg werden herausragende Bauten und Gebäudekonzepte aus BadenWürttemberg ausgezeichnet, die überwiegend in Holzbauweise entstanden sind. Eine unabhängige Jury begutachtete 111 Einreichungen. Davon kamen 14 in die engere Wahl. Letztlich wurden vier Auszeichnungen und drei Preise vergeben. Dass die Wahl dabei auf das Gebäudeensemble der neuen Produktionsstätte für ASSY®-Schrauben mit Büro- und Ausstellungsgebäude fiel, begründete die Jury wie folgt:

Die neue SWG Produktionshalle „veranschaulicht die Leistungsfähigkeit, das ästhetische Potential sowie die Innovationskraft des modernen Holzbaus. Um die erforderliche Flexibilität der Produktionsabläufe zu gewährleisten, wurde die Anzahl der Stützen der 114 x 96,5 Meter messenden und zwölf Meter hohen Halle auf ein notwendiges Minimum reduziert. Möglich macht dies das weltgrößte Dachtragwerk aus Buchen-Furnierschichtholz mit Spannweiten von 40 und 42 Metern.“

Eine Brücke verbindet die Produktionshalle mit dem dreigeschossigen Büro- und Ausstellungsgebäude. Foto: HK Architekten

Der Geschäftsbereich Produktion der SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH freut sich sehr über die Auszeichnung und dankt hier auch dem hauseigenen Ingenieurbüro „SWG Engineering“, auf Basis deren Planung diese außergewöhnliche Industriehalle erst realisiert werden konnte. Das Wettbewerbsergebnis wird in einer Broschüre dokumentiert und kann als pdf unter diesem Link herunter geladen werden.

Darüber hinaus werden die ausgezeichneten Holzbauten in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Pressemitteilung SWG

 




Afrikanische Schweinepest: Der Hohenlohekreis ist vorbereitet

Das Landratsamt Hohenlohekreis macht sich fit für den Ernstfall: Um bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Wildschweinebestand schnell und richtig reagieren zu können, fand am 26. Juli eine Zaunbauübung in der Nähe des Landwirtschaftsamtes in Kupferzell statt. Unter Anleitung des ASP-Kompetenzteams Baden-Württemberg aus Aulendorf wurde übungsweise ein Elektrozaun installiert, der im Fall der Fälle helfen soll, eine Ausbreitung der Seuche zu unterbinden.

BestmöglicherSchutz für einen eventuellen ASP-Ausbruch

„Die Landwirtinnen und Landwirte des Hohenlohekreises leisten täglich einen wertvollen Beitrag zu unserer Ernährungssicherheit. Daher ist es mir besonders wichtig, dass wir ihnen im Falle eines ASP-Ausbruchs mit dem bestmöglichen Schutz vor einer Ausbreitung der Seuche zur Seite stehen“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth anlässlich der Übung. Dr. Helmut Stoffel, Leiter des Veterinäramts und Lebensmittelüberwachung, ergänzte: „Wir danken dem ASP-Kompetenzteam und allen beteiligten Ämtern des Landratsamtes für die tatkräftige Unterstützung während der Übung. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir auf Sie zählen können.“

Mehrere Ämter beteiligt

Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien unterstützten den Aufbau des Zauns tatkräftig. Foto: LRA Hohenlohekreis

Zur besseren Standfestigkeit wird der Zaun mit Holzpfählen verstärkt. Die dünnen, stromführenden Seile werden durch ein rot-weißes Flatterband kenntlich gemacht. Foto: LRA Hohenlohekreis

Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Veterinäramtes und Landwirtschaftsamtes arbeiteten auch Forst-, Jagd, Vermessungs-, Naturschutz- und Straßenbauamt Hand in Hand zusammen. Diese enge Kooperation wäre auch im Ernstfall notwendig. Der ASP-Schutzzaun besteht aus vier dünnen, stromführenden Seilen, sogenannten Litzen, die mit einem Weidezaungerät verbunden sind, das kontinuierlich elektrische Spannung an den Zaun legt. Bei Berührung wird der Stromkreis geschlossen. Das Wildschwein erhält einen Schlag und wird vom Zaun zurückgetrieben.

Ziel: Befallene Wildschweinbestände abgrenzen

Der ASP-Schutzzaun besteht aus vier stromführenden Seilen, sogenannten Litzen. Foto: LRA Hohenlohekreis

„Mit dem Zaun können wir befallene Wildschweinbestände abgrenzen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Das Virus ist glücklicherweise für den Menschen ungefährlich. Für Schweine enden Infektionen jedoch in über 95 Prozent der Fälle tödlich“, erklärte Dr. Thomas Winter, Dezernent für Ländlichen Raum im Hohenlohekreis. Doch es gibt auch Maßnahmen, die helfen, einen Ausbruch von vornherein zu verhindern. „Schweinefleisch sowie Nahrungsmittel, die mit Schweinefleisch in Kontakt gekommen sind, könnten das Virus enthalten. Werden diese von Wildschweinen aufgenommen, infizieren sich die bis dato gesunden Tiere. Es ist also ganz besonders wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger Essensreste nur über die Biotonne alternativ über den Restmüll aber keinesfalls in der Natur entsorgen“, appelliert Dr. Winter.

Hintergrund

Seit 2014 breitet sich die hochansteckende Afrikanische Schweinepest (ASP) in Europa aus. Lebensmittel können diese, für den Menschen ungefährliche, Krankheit übertragen. Die ASP hat 2020 auch Deutschland erreicht und im Mai dieses Jahres erstmals einen baden-württembergischen Hausschweinebestand erfasst. Die ASP-Kompetenzteams des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg unterstützen die Landkreise mit Vorträgen und praktischen Übungen, damit diese sich bestmöglich auf einen eventuellen Ausbruch vorbereiten können.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

 

 




Noch drei Tage: Kino-Open-Air in Forchtenberg

Noch drei Filme gibt es beim Kino-Open-Air in Forchtenberg zu sehen:

Karten sind zum PReis von 8,50 Euro im Vorverkauf bei

  • Prestige Filmtheater, Künzelsau
  • Tabak Brückbauer, Künzelsau
  • Sparkasse, Forchtenberg
  • Sparkasse, Niedernhall
  • MEXXs Getränkeservice, Forchtenberg
  • MEXXs Getränkeservice, Cappel
  • BAGeno, Marlach

oder für 10,00 Euro an der Abendkasse erhältlich.




Amrichshausen: Bazooka aufgefunden und gesprengt

Bei Bauarbeiten am Mittwochvormittag, 27. Juli 2022, in Künzelsau-Amrichshausen wurde eine amerikanische Bazooka aufgefunden. Die Arbeiter meldeten, dass sie bei Arbeiten an einem Wasserrückhaltebecken im Heideweg gegen 10.15 Uhr möglicherweise eine Granate freigelegt haben.

Eine Überprüfung ergab, dass es sich um eine amerikanische Panzerabwehrwaffe handelte. Die Arbeiten wurden zunächst eingestellt und die Waffe durch den Kampfmittelbekämpfungsdienst gesprengt.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Ein Fest mit guten Begegnungen – neben Wettkampf und Spiel eine wichtige Botschaft: Sport vereint.

Unter dem Motto „Künzelsau tobt“ tummeln sich etwa 4000 Kinder aus ganz Baden-Württemberg in Künzelsau an den verschiedenen Veranstaltungsorten des Landeskinderturnfestes. Vom 22.07 bis zum 24.07 finden Wettbewerbe, Galas und Spielfeste für Kinder und Jugendliche im Alter von 6-15 Jahren statt.

Bürgermeister Neumann wünscht bei seiner Ansprache zur Eröffnung neben den Showvorführungen allen Teilnehmern verletzungsfreie Wettbewerbe und viel Spaß.

Die Ropeskippinggruppe „Blaue Blitze“ aus Niedernhall wissen, dass Training mehr als Wettbewerbsvorbereitung ist. Es ist die eigene Motivation, die sie voranbringt, man muss, wie der Name der Aufführung verrät, „Feuer und Flamme“ für etwas sein, um immer weiter an Verbesserung zu arbeiten. Bei „Feuer und Flamme“ wird zu moderner klassischer Musik gesprungen, sodass viele Eindrücke auf einmal zu verarbeiten sind- aber auf keinen Fall Langeweile.

Ropeskippinggruppe aus Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Einer der Höhepunkte sind natürlich die Wettkämpfe.

Lotta, Maya, Anna, Klara, Lena, Mia und Serena, angereist aus Strümpfelbach, sind schon aufgeregt auf ihren Wettkampf in 4inmotion. Denn „Wettkampf macht Spaß, auch wenn man Angst hat“, erklärt Mia.

Von links: Mia, Lena, Klara, Anna, Maya. Vorne, von links: Serena und Lotta. Foto: GSCHWÄTZ

Dass 80% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Mädchen sind, ist bei dieser Disziplin nicht von Bedeutung, hier tritt jeder gegen jeden an.

Als Mutter freut sich Anja Bopp aus Ingelfingen darüber, dass die Kinder viel Freude an den Angeboten haben. Und vor allem, dass es den Helfern und Kampfrichtern gelingt, die lockere Stimmung beizubehalten.

DJ Martinez begeistert

Nicht nur bei der Eröffnungsparty mit DJ Martinez, der sein Publikum mit einem Partysong nach dem anderen von den Bänken auf die Füße reißt. Für jeden ist etwas dabei, nicht nur bei der Musik, sondern auch bei den Mitmachangeboten am Samstag.

Mitmachangebote für alle

Es gibt eine Sprungstation, einen Rollstuhlparcours und viele kleine Spiele. Von Kegeln über Bälle an eine Klettzielscheibe werfen bis zu „4 gewinnt“- hier findet jeder etwas.

Von Konkurrenzkampf ist zumindest auf dem Festgelände nichts zu spüren. Doch ohne die Helfer, die fleißig Bälle wiedereinsammeln und die Slackline im Blick behalten, wäre die Veranstaltung kaum zu stemmen.

Wer sonst sollte es schaffen, ein riesiges Trampolin über die Brüstung in der Sporthalle der Freien Schule Anne-Sophie zu hieven, um es dann am Sonntag durch eine neu entdeckte Öffnung im Dach mit einem Kran entfernen?

„Ein Fest wie ein Fest“

„Es ist ein Fest wie ein Fest“, beschreibt Alex (36) aus Kirchberg an der Jagst seinen ersten Eindruck vom Festgelände. Er hat seine Kollegin Maryna getroffen und beide loben die gute Besetzung der Stationen und die Kinderbetreuung.

Alex und Maryna. Foto: GSCHWÄTZ

Wasser – zum Trinken und zum Schwimmen

Trinken – so wichtig bei der Hitze. Foto: GSCHWÄTZ

„Außerdem ist es gut, dass es für die Kinder frisches Obst und Wasser gibt“, sagt Alex. Und zwar nicht nur zum Trinkflasche auffüllen, sondern auch zum Baden. Der Kocher ist ja direkt nebenan. Der (fast) wolkenlos blaue Himmel lädt dazu ein, eine kurze Abkühlung bei 24°C Wassertemperatur zu genießen. Gerne auch mit einem Sprung von der Brücke direkt in den Kocher.

Damit nichts passiert: DLRG auf dem Kocher. Foto: GSCHWÄTZ

Um zu garantieren, dass alle wieder auftauchen, ist die DLRG mit Rettungsschwimmern und einem Schnellboot vor Ort. „Wir schauen, dass alle Leute, die ins Wasser gehen, auch wieder rauskommen“, heißt es.

Ohne Sponsoren geht gar nichts

Auf der Bühne werden indessen die Vorführungen pausiert, um den Sponsoren Dank auszusprechen: Denn ohne die Sponsoren, unter anderem EDEKA, AOK, Jako, die Kreisstadt Künzelsau, die Sparkasse, die Volksbank- Raiffeisenbank Hohenlohe und Würth wäre eine Veranstaltung solchen Ausmaßes nicht möglich gewesen.

Verlieren gehört auch zum Sport

Hinter der großen Vorführungsbühne gibt es eine Erlebnisbühne mit ganzem Erlebnisland- nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. Die Initiative „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein sportliches Programm auf die Beine gestellt, das mithilfe von Vertrauen, Anerkennung und Teamgeist sich für ein suchtfreies Leben einsetzt. Samstagvormittag besucht die Kunstturnerin Sarah Voss die Kinder. Sarah Voss kann ihnen durch ihre langjährige Trainingserfahrung am besten vermitteln, dass Sport nicht nur gewinnen ist und dass Verlieren dazugehört. Und wie man lernt, damit umzugehen.

Und wieder eine Party

Am Abend geht es auf dem Festgelände weiter mit dem Partymotto „Jeans“, singen und tanzen.

Fast geschafft! Foto: GSCHWÄTZ

Es ist, wie es sich Barbara Eckle, die Präsidentin des Sportkreises Hohenlohe, gewünscht hat: Ein Fest mit guten Begegnungen. Das Landeskinderturnfest in Künzelsau hat neben Wettkampf und Spiel eine wichtige Botschaft: Sport vereint.

Text: Anna-Lena Eissler