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Hohe Beute bei Schockanruf durch falschen Polizisten

Einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten erhielt eine Seniorin am Mittwoch gegen 10 Uhr in Tauberbischofsheim-Distelhausen. Die Tochter der Angerufenen hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und die Untersuchungshaft könne nur durch die Zahlung einer Kaution in Höhe von 104.000 Euro abgewendet werden. Die 83-Jährige wurde durch den „falschen Polizeibeamten“ nach Wertgegenständen und Bargeld in der Wohnung ausgefragt. Im weiteren Verlauf des Telefonates übernahm ein angeblicher Staatsanwalt das Gespräch und forderte die Frau auf, ihre Wertgegenstände in eine Tüte zu packen und sie dem späteren Abholer zu übergeben. Gegen 11.45 Uhr traf die Seniorin in der Straße „Am Brunnenrain“ auf einen schmächtigen rund 1,65 Meter großen, 25 bis 30 Jahre alten Mann, der sich als Abholer zu erkennen gab. Der südländisch wirkende Mann hatte wenig Bartbehaarung und war mit einer schwarzen langen Hose, dunklen Schuhen und einem schwarzen T-Shirt bekleidet, welches auf der linken Brustseite ein kleines Emblem in rot-weißer Schrift hatte. Außerdem trug der Mann einen schwarzen Rucksack. Nachdem sich die 83-Jährige bei der Tochter nach deren Wohlbefinden erkundigte, bemerkte sie den Betrug.

Zeugen gesucht

Zeugen, die am Mittwoch gegen 11.30 Uhr den von der Geschädigten beschriebenen Abholer wahrgenommen, sonstige verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt oder ähnliche Anrufe erhalten haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09341 81-0 bei der Polizei in Tauberbischofsheim zu melden.

Um sich vor der Betrugsmasche „falscher Polizeibeamten“ zu schützen, raten die Staatsanwaltschaft Mosbach und das Polizeipräsidium Heilbronn:

  • Die Polizei ruft nie unter der Polizeinotrufnummer 110 an.
  • Sprechen Sie mit Unbekannten nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Verständigen Sie, wenn Sie sich unsicher sind oder bei verdächtigen Anrufen die Polizei. Diese ist unter der Nummer 110 rund um die Uhr für Sie erreichbar.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Stadtradeln – Preisübergabe an die Schul-Teams

Mit über einer halben Million geradelten Kilometern war die Aktion „Stadtradeln“ im Hohenlohekreis wieder ein großer Erfolg. Der Landkreis hat in diesem Jahr Gewinne für die Teams mit den meistgefahrenen Kilometern pro aktivem Radelnden ausgeschrieben. Die Gewinne wurden in den vier Kategorien Schulen, Unternehmen, Vereine und Sonstige vergeben. Berücksichtigt wurden alle Teams mit einer Teamgröße von mehr als 15 aktiven Mitgliedern.

Schulen waren mit dabei

In der Kategorie Schulen wurden noch vor den Sommerferien die Gewinne übergeben. Den ersten Platz teilen sich das Ganerben-Gymnasium Künzelsau und die Gewerbliche Schule Öhringen mit jeweils exakt 137,7 Kilometern pro aktivem Radelnden. Das Ganerben-Gymnasium war mit 77 und die Gewerbliche Schule Öhringen mit 23 Aktiven vertreten. Auch die Pestalozzi-Schule Pfedelbach mit 129,8 Kilometern pro aktivem Radelnden wurde mit einem Preis bedacht, da sie sich mit diesem Ergebnis nur knapp hinter den beiden Siegern platzieren konnte. Die beiden Erstplatzierten erhielten Gutscheine für eine Genießerkiste von Hohenloher Produzenten. Hier können die Schulen selbst entscheiden, wie sie die Gutscheine verwenden möchten, beispielsweise beim nächsten Schulfest. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pestalozzi-Schule erhielten alle eine Fahrradklingel im Hohenlohekreis-Design. Die Gewinne der weiteren Kategorien werden in den kommenden Wochen übergeben.

Den Schulweg eigenständig zurücklegen

Die Organisatoren der Aktion „Stadtradeln“, Mobilitätsmanager Martin Hellemann und Radwegebeauftragte Yvonne Hoffmann, freuen sich, dass sich wieder viele Schulen an der dreiwöchigen Aktion beteiligt haben. Gerade für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, den Schulweg eigenständig zurückzulegen. Darüber hinaus wollen sie auch nachhaltig unterwegs sein und etwas für die eigene Gesundheit tun.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis




Vorlesestunde in der Stadtbücherei

Am Samstag, 13. August 2022 findet um 11 Uhr wieder eine Vorlesestunde in der Stadtbücherei im Alten Rathaus in Künzelsau statt. Kinder ab vier Jahren dürfen Frida Florian beim Vorlesen zuhören. Frida ist elf Jahre und kommt aus Stuttgart. Wenn sie Oma und Opa in Künzelsau besucht, schaut sie auch immer in der Stadtbücherei vorbei. Sie ist ganz neu im Team der Vorleser, weil sie natürlich sehr gerne liest. Sie freut sich riesig auf ihre erste Vorlesestunde, weiß die Leiterin der Stadtbücherei Eike Schroth. „Wir lassen uns gerne überraschen, welche Bücher sie ausgewählt hat“, so Eike Schroth.

Das Team der Stadtbücherei freut sich auf viele kleine Besucher. Begleitpersonen sind herzlich willkommen. Um Anmeldung wird gebeten unter 07940 9811611 oder stadtbuecherei@kuenzelsau.de

Presseinformation Stadt Künzelsau

 

 




LÖW:INNEN helfen LÖW:INNEN

Krisen, sind da, um sie zu meistern, aber nicht immer gelingt das alleine. Wichtige Gerichtsverfahren stehen an, der Verlust der Kinder droht, ein narzisstischer Expartner, der die Trennung in eine Kampfarena verwandelt. Auf dieser Seite findet ihr Experten, die wirklich Experten auf diesem Gebiet sind, die alle wissen, worüber sie sprechen, die nicht selten selbst Erfahrungen mit toxischen Beziehungen und Strukturen gemacht haben. Menschen, die euch in Euren individuellen Lebenslagen optimal beraten und unterstützen.

LÖW:INNEN-Founder Dr. Sandra Hartmann

Dr. Sandra Hartmann. Foto: privat

Meistes sind Betroffene nach einer toxischen Beziehung emotional am Ende. Ein unterstützendes, tragendes Umfeld, dem man vertrauen und auf das man sich verlassen kann, das einem Kraft und Mut gibt, erleichtert es einem, derartige Krisen zu bewältigen. Die Bewusstwerdung der eigenen Stärke, das Zurückgewinnen der Handlungsfähigkeit, Selbstliebe – das alles sind Themen, die für eine Heilung wichtig sind. Wer bin ich, wer will ich sein und wer könnte mich auf diesem Weg, den ich nun gehe, bestmöglich unterstützen?

Falls ihr nicht sicher seid, welcher Coach und welche Supporter-Gruppe am besten zu Euch passt, hilft euch Dr. Sandra Hartmann weiter: WhatsApp: 0172/68 78 484 oder Mail direkt über das LÖW:INNEN-Kontaktformular.

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Claudia Herberger – Mental Coach

Claudia Herberger. Foto: privat

Claudia Herberger – Mental Coach aus Hamburg

Seit über zwanzig Jahren eine award-nominierte und ausgezeichnete Filmproduzentin mit einem eigenen Unternehmen, preisgekrönte Autorin und zertifizierter „Conscious Uncoupling“- und „Calling In The One“-Coach. Liebevoll verbundene Mutter zweier Söhne. Sie ist selbst aufgewachsen in einem emotionalen Krisengebiet, kennt toxische Beziehungen in allen Facetten und weiß inzwischen genau, wie man die alles verschlingende Leere füllt, die man in sich fühlt, wenn man nicht bekommen kann, was man aber dringend braucht.

Sie coacht Menschen in Krisensituationen und ist eine Meisterin des mental supports. Sie kann Betroffene, die am Boden liegen, in kürzester Zeit wieder aufrichten und ihnen im wahrsten Sinne Flügel verleihen. Sie schätzt Menschen sehr gut ein und kann sie dadurch optimal vorbereiten auf Gerichtsverfahren und / oder auf Gespräche bei Ämtern. Im Rahmen von Trennungen und Scheidungsverfahren sowie für einen Neubeginn ist sie eine optimale Ansprechpartnerin für ein Leben im Einklang mit sich selbst. Strategisches Verhalten in Kombination mit dem Aufbau eines gesunden Selbstwerts – wer diese Frau an seiner Seite hat, hat schon gewonnen: https://herberger-coaching.com/

Telefon: 0151.4000.47.27

claudia@herberger-coaching.com

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Dr. Stephan Rücker – deutschlandweit bekannter Experte und Sachverständiger bei Manipulation & Entfremdung der Kindern durch den/die Expartner:in

Dr. Stephan Rücker. Foto: privat

Für die allermeisten Menschen bedeuten ihre Kinder einfach nur grenzenlose Liebe und Vertrauen. Für Narzissten sind sie lediglich Mittel zum Zweck, denn Narzissten können keine Liebe empfingen, weder für sich noch für andere. Narzissten möchten lediglich möglichst die vollständige Macht und Kontrolle bei ihren Kindern haben. Gelingt es ihnen nicht, sind sie in den Augen des Narzissten nicht mehr wert. Gelingt es ihnen mittels massiver Manipulation und Entfremdung vom Expartner können Kindern auch zu Waffen werden, die sich gegen die Expartner und damit gegen einen Elternteil, häufig den vermeintlich schwächeren, richten. Dr. Stephan Rücker ist deutschlandweit einer der wenigen Sachverständigen, der sich auskennt mit Manipulation bei Kindern und auch vor Gericht deutlich aufzeigen kann, wie Narzissten hinter den Kulissen agieren, um Kinder an sich zu binden und sie abhängig zu machen. Diese Form von Manipulation und Entfremdung stellt eine hohe Form von Kindeswohlgefährdung dar. Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Stefan Rücker – Experte für Kindeswohl und Umgangsrecht (drstefanruecker.de)

Dr. Stefan Rücker – Verband für Getrennterziehen (papa-mama-auch.de)

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Dr. Karin Kellermann-Körber -Rechtsanwältin mit jahrzehntelanger Erfahrung hinsichtlich häuslicher Gewalt

Dr. Kellermann-Körber engagiert sich bereits seit mehreren Jahrzehnten beim Weißen Ring und betreut immer wieder Mandanten, die aus toxischen Beziehungen kommen. Dabei geht es unter anderem um finanzielle Fragen wie auch um Familiengerichtsverfahren. Sie ist eine Anwältin, die sich zu 150 Prozent für ihre Klienten einsetzt.

Kontakt: Anwaltskanzlei Kellermann-Körber; Tübinger Str. 6, 71088 Holzgerlingen; Telefon: 07031/749 50

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Lucia Völlinger – Heilpraktikerin für Psychotherapie, Spezialistin bei narzisstischem Missbrauch

Lucia Völlinger. Foto: privat

Narzissmus und toxische Beziehungen erkennen, um sich dann zu lösen und zu gesunden. Lucia Völlinger ist Expertin auf diesem Gebiet und bezüglich Themen wie die so genannte „unsichtbaren Gewalt“ in Form von emotionalem Missbrauch in Form von Abwertungen, emotionaler Erpressung, Schuld- und Schamgefühlen. Die Stärkung ihrer Klienten ist ihr ein großes Anliegen.

Weitere Informationen und Kontakt: https://www.psychotherapie-voellinger.de/

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Christian Laue, Rechtsanwalt, Experte für Strafrecht und Familienrecht, unter anderem Scheidungen von toxischen Partnern:

Prof. Dr. Christian Laue. Quelle: privat

Weitere Informationen und Kontakt: https://www.rechtsanwalt-lamade.de/home/rechtsanwalt-prof-dr-christian-laue/

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Carlota Hagemayer

Fachanwältin für Familienrecht

Heidrehmen 11

22589 Hamburg

Fon 040 32 51 34 45

Fax 040 98 76 01 05Email post@kanzlei-hagemeyer.de

Web www.kanzlei-hagemeyer.de

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Kennst Du weitere Expert:innen auf diesen Gebieten? Dann schreibe uns einfach eine E-Mail über unser Kontaktformular oder eine WhatsApp an: 0172/68 78 474

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Hier haben wir für Euch zusätzlich einen Überblick über die besten Netzwerke und Influencer mit wertvollen Tipps rund um und den Umgang mit Narzissten zusammengestellt, die es aktuell bei Instagram und Facebook gibt:

 




Deutlicher Anstieg bei den Krankmeldungen

Festspiele SHA Absage

Man hört und liest immer wieder von hohen Krankenständen in Industriebetrieben, Krankenhäusern oder Verwaltungen. Einige Folgen des hohen Krankenstandes können unmittelbar erfahren werden. Beispielsweise hat die Postfiliale in Künzelsau ihre Öffnungszeiten krankheitsbedingt eingeschränkt. Versandhändler weisen darauf hin, dass sich Paketzustellungen wegen der Krankheitssituation im Zustellbereich verspäten können. Und ganz aktuell fallen krankheitsbedingt mehrere Aufführungen der Schwäbisch-Haller Festspiele aus.

Bei den Heilbronner SLK-Kliniken fehlen derzeit krankheitsbedingt fast 400 Mitarbeiter:innen von insgesamt etwa 5.500: „Wir müssen ständig die Dienstpläne anpassen, holen teilweise Mitarbeiter, die eigentlich frei haben“, berichtet Marlies Kepp, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei den SLK-Kliniken. Sie kann potentielle Patienten aber beruhigen: „Sie werden behandelt“. Andererseits berichtet sie auch davon, dass geplante Operationen schon abgesagt wurden.

Krankenkasse DAK hat Daten analysiert

Die Krankenkasse DAK hat die Krankschreibungen von 280.000 DAK-Versicherten in Baden-Württemberg analysiert und kommt zu dem Ergebnis: Im ersten Halbjahr 2022 hatte Baden-Württemberg den höchsten Krankenstand seit Beginn der Pandemie. Mit 3,9 Prozent liegt er 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum. Das erscheint wenig, bedeutet aber einen Anstieg der Krankheitstage um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es waren also an jedem Tag des Halbjahrs von 1.000 Beschäftigten 39 krankgeschrieben – nach 30 im ersten Halbjahr 2021. Auch die Anzahl der arbeitsunfähigen Beschäftigten hat sich erhöht: „Mehr als ein Drittel hatte bis einschließlich Juni mindestens eine Krankschreibung. Zum Vergleich: 2021 musste sich bis zum Ende des ersten Halbjahrs nur etwa ein Viertel wenigstens einmal krankschreiben lassen.“

Starker Anstieg bei Corona-bedingten Fehlzeiten    

Baden-Württemberg liegt bei Corona über dem Bundesdurchschnitt

„Parallel zu der schrittweisen Lockerung der Corona-Einschränkungen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungs- und Grippewelle entwickeln“, kommentiert Siegfried Euerle, Landeschef der DAK-Gesundheit Baden-Württemberg, die Ergebnisse. Diese Erkältungswelle sei von einer hochansteckenden Omikron-Variante begleitet worden, die so viel Arbeitsausfall bewirkt habe wie keine Variante zuvor. „Die Omikron-Welle hat im Südwesten für 40 Prozent mehr Corona-Fehltage gesorgt wie in Hamburg oder Bremen.“ Baden-Württemberg liege damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 64 Fehltagen je 100 Versicherte. „Deshalb fordern wir, dass die Krankschreibung per Telefon zu einer dauerhaften Lösung wird, um die Ansteckungsgefahr in den Arztpraxen zu reduzieren. Unmittelbar nach der politischen Sommerpause muss für eine Dauerlösung die gesetzliche Grundlage geschaffen werden“, so Euerle.

DAK-Statistik ist nicht repräsentativ – aber aussagekräftig

Die Mitgliederstruktur der DAK unterscheidet sich sicherlich von der Struktur bei anderen Krankenkassen, man muss daher bei der Betrachtung dieser Auswertung immer beachten, dass die Situation im Detail bei anderen gesetzlichen oder privaten Krankenkassen anders sein kann.

Auswertung nach Berufsgruppen zeigt deutliche Unterschiede

Trotzdem sind die weiteren Aussagen der DAK signifikant und beachtenswert, insbesondere was die Verteilung auf Berufsgruppen angeht: „Nach Berufsgruppen betrachtet fehlten Beschäftigte in Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen besonders häufig mit einer Krankschreibung bei der Arbeit. Sie hatten im ersten Halbjahr 2022 im Durchschnitt 953 Fehltage je 100 Versicherte. Eher wenig Arbeitsausfall gab es in Berufen der Unternehmensführung und -organisation mit 494 Fehltagen je 100 Versicherte. Einen besonders großen Anstieg hatten die Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen. Die Zahl der Fehltage ging auf 843 Tage je 100 Versicherte hoch – nach 595 Tagen im ersten Halbjahr 2021.“ Diese Zahlen stimmen gut mit den Zahlen überein, die die SLK-Kliniken genannt haben.

Auch regional große Unterschiede

Die bisher genannten Zahlen bezogen sich auf die 280.000 baden-württembergischen DAK-Versicherten. Bundesweit sind mehr als 2 Millionen Menschen bei der DAK versichert. „Während in Mecklenburg-Vorpommern im ersten Halbjahr 2022 fast 92 Fehltage je 100 Versicherte mit Corona begründet wurden, waren es in Nordrhein-Westfalen mit knapp 46 Tagen nur halb so viele. Thüringen und Brandenburg belegten mit 88 und 86 Corona-Fehltagen je 100 Versicherte die Plätze zwei und drei der Statistik. Das Bundesland im Westen mit dem höchsten coronabedingten Arbeitsausfall war Bayern. Es gab im Freistaat mit 84 Fehltagen im ersten Halbjahr je 100 Versicherte 38 Tage mehr als in Nordrhein-Westfalen und 16 Tage mehr als im Nachbarbundesland Baden-Württemberg (68 Corona-Fehltage). Den geringsten Arbeitsausfall wegen Corona verzeichneten Beschäftigte in Bremen und Hamburg mit jeweils rund 41 Tagen.“

Keine Ursachenforschung

Die Auswertung der DAK stellt nur fest, was sie aus ihren vorliegenden Daten herauslesen kann. Eine sozial- oder gesundheitspolitische Aussage macht die DAK – abgesehen von der oben zitierten Forderung – nicht, genausowenig geht sie auf mögliche Gründe für den Anstieg der Krankheitstage ein.

Text: Matthias Lauterer unter Verwendung einer Pressemitteilung der DAK




Kontrolle über das Fahrzeug verloren

Eine verletzte Person und circa 15.000 Euro Sachschaden sind das Resultat eines Verkehrsunfalls bei Forchtenberg. Am Dienstagabend, gegen 20.45 Uhr, befuhr ein 23-Jähriger mit seinem Mercedes CLK die Landesstraße 1045 von Forchtenberg kommend in Richtung Sindringen. An der Einmündung zur Landesstraße 1050 bog er mit seinem Wagen nach links ab. Vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit geriet er mit dem Auto in den Grünstreifen. Als er zurück auf die Straße lenkte, verlor er die Kontrolle über das Gefährt und prallte mit einem entgegenkommenden Suzuki SX4 eines 38-Jährigen zusammen. Durch den Unfall wurde der Suzuki-Fahrer leicht verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




Charity Event für den guten Zweck

Gerade in der heutigen Zeit wird es für Unternehmer immer wichtiger, gut vernetzt zu sein und Partner zu haben, auf die man sich verlassen kann und die man gerne mit seinen bestehenden Geschäftskontakten vernetzt. Seit Jahren bietet BNI (Business Network International) den Unternehmen eine Plattform, um Kontakte zu knüpfen und die BNI Chapter und ihre Mitglieder
treffen sich regelmäßig, einmal pro Woche, an den verschiedenen Standorten in der Region.
Doch durch die Corona Pandemie wurde alles anders und die Live Treffen sowie das gemeinsame Frühstück musste in die digitale Welt verlegt werden. Die Treffen fanden nur noch Online per Videocall statt und gemeinsame Aktivitäten waren für eine lange Zeit nicht mehr möglich.

Und genau in dieser Phase entstand das BNI Chapter Comburg, welches als reines Online Chapter gegründet wurde und dessen Mitglieder sich bewußt dafür entschieden haben, ihre Treffen digital abzuhalten. Die daraus entstandene starke Gemeinschaft hat nicht nur ein funktionierendes überregionales Netzwerk, in der IHK Region HN-Franken  hervorgebracht, sondern auch zu neuen und starken Freundschaften innerhalb des Teams beigetragen.

Als Ausrichter und Gastgeber der BNI 19 Veranstaltung, einer Abendveranstaltung, die möglichst viele Mitglieder aus der Region zum gemeinsamen Netzwerken zusammen bringen soll und darüber hinaus noch einem guten Zweck dienen darf, präsentiert sich das Online Chapter Comburg erstmalig live.

Mit der Firma Roth Absturzsicherungen aus Niedernhall- Waldzimmern wurde auch gleich der richtige Partner für diese Veranstaltung gefunden. Die Geschäftsleitung, unter Hubert und Tanja Roth (beide ebenfalls BNI Mitglieder),
ist gerne bereit soziale Projekte zu unterstützen und engagiert sich seit Jahren auch in der Förderung des Jugendsports des TSV Niedernhall.

Und so dürfen sich die Gäste auf ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Abendprogramm freuen, können internationale Cocktails, regionale Weine und Sekt geniessen und neue Kontakte bei aktueller Musik des DJs knüpfen
Die Metzgerei Zum Wilden Mann aus Künzelsau sorgt mit einem großen kalt-warmen Buffet für das leibliche Wohl und rundet das Programm ab.

Alle Erlöse aus der Veranstaltung gehen zugunsten des Fördervereins der SHA Unicorns und der interdisziplinären Frühförderstelle Öhringen

Karten zum Event gibt es (für BNI Mitglieder und deren Freunde) unter www.univents.world/events/19163

Pressemitteilung BNI




Neues E-Carsharing-Angebot in Jagsthausen

In Jagsthausen steht ein öffentlich verfügbares, stationsbasiertes E-Carsharing-Angebot bereit. Seit Mai 2022 finden Bürgerinnen und Bürger gegenüber dem Dorfladen in Jagsthausen, im Mühlweg 5, einen VW ID 3 sowie eine passende Ladesäule. Zusätzlich zu dem E-Carsharing-Angebot können Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos in Jagsthausen während ihrer Erledigungen also ganz bequem ihr Auto laden.

Die neue E-Carsharing-Station ist ein Angebot der Gemeinde Jagsthausen in Kooperation mit der ZEAG Energie AG. Bürgermeister Roland Halter freut sich: „Mit der neuen Ladesäule können wir gleich mehrere Vorteile miteinander verbinden: Wir tragen dazu bei, die emissionsfreie Mobilität nun auch in Jagsthausen voranzutreiben, bieten unseren Elektroauto-affinen Bürgerinnen und Bürgern, ebenso wie unseren Gästen, eine bequem erreichbare Lademöglichkeit und haben gleichzeitig einen Standort, der auch unserem Dorfladen während der Fahrzeug-Ladepausen zugutekommen kann.“

Das neue Elektroauto kann für unterschiedliche Zeiträume gemietet werden. Gebucht wird das Fahrzeug über die App der ZEAG Energie AG. Bei Fragen zur Nutzung stehen Ihnen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Rathauses (07943/9101-33) gerne zur Verfügung. Mehr über das gesamte Car-Sharing-Angebot im Landkreis Heilbronn erfahren Sie unter www.zeag-carsharing.de.

Die Zukunft wird in Baden-Württemberg gestaltet – dem Land der Vordenkenden in Sachen Mobilität: Mit einer klimafreundlicheren, moderneren, nachhaltigeren und innovativeren Fortbewegung für alle. Seit 2015 fördert das Land im Rahmen der Kampagne „Neue Mobilität bewegt nachhaltig“ das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel verschiedener Transportmöglichkeiten – von Fahrrad, E-Auto, ÖPNV bis zu flexiblen Sharing-Angeboten. Das E-Carsharing-Angebot am Dorfladen in Jagsthausen zeigt, dass „Neue Mobilität“ auch hier vor Ort ankommt. Mehr zur Kampagne erfahren Sie auf www.neue-mobilitaet-bw.de.

Pressemitteilung Neue Mobilität BW

 




Fußgänger angefahren, liegengelassen und geflüchtet

Ein Unbekannter oder eine Unbekannte fuhr am Dienstagabend einen Fußgänger bei Kupferzell an und flüchtete anschließend. Gegen 17.30 Uhr prallte das unbekannte Gefährt gegen den auf dem Feldweg entlang der Kreisstraße zwischen Westernach und Bauerbach gehenden 21-Jährigen. Das Fahrzeug lud den Mann auf die Motorhaube auf, von der er in der Folge in die angrenzende Wiese geschleudert wurde. Der Verursacher oder die Verursacherin fuhr nach dem Unfall weiter und kümmerte sich nicht um den schwer verletzten 21-Jährigen.

VW Polo, älteres Modell, schwarz

Bei dem Unfallfahrzeug soll es sich um ein älteres Modell eines schwarzen VW Polos handeln. Zeugen, die Angaben zu der Unfallflucht machen können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940 9400, zu melden.

Presseinfo Polizei Heilbronn




„Die waren mit 6 Beamten da, das muss man sich mal vorstellen.“

Ein weiteres Mal ging es am 03. August 2022 vor dem Amtsgericht Künzelsau um den „Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse“.  Dieses Mal saß das Ehepaar B. aus Niedernhall auf den für die Angeklagten vorgesehenen Stühlen und der Prozess konnte in angebrachter Sachlichkeit durchgeführt werden.

„Ein gemeinsamer Tatplan“

Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Amtsanwältin Ehnle, warf dem Paar vor, einen „gemeinsamen Tatplan“ umgesetzt zu haben und der Stadt Niedernhall „in bewußter und gewollter Zusammenwirkung“ und „wie Sie wußten, wahrheitswidrig“ ein unrichtiges Gesundheitszeugnis vorgelegt zu haben, dass das gemeinsame Kind nicht gegen Masern geimpft werden kann. Der Nachweis einer Masernimpfung ist mittlerweile Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes in einen Kindergarten.

Aussteller der Impfbescheinigung ist kein Unbekannter

Ausgestellt wurde dieses Attest von Dr. Wolfgang Scheel aus Steinheim an der Murr. Dr. Wolfgang Scheel ist kein Unbekannter: Am 14. Oktober 2020 wurden seine Praxis und seine Privaträume von der Staatsanwaltschaft Heilbronn durchsucht, was große Wellen schlug. Kurz davor, am 16. Juni 2022, veröffentlichte das Magazin ZDF frontal einen Bericht, in dem Dr. Scheel beschreibt, wie leicht man über ihn an eine Impfuntauglichkeitsbescheingungen kommt:

Anleitung von Dr. Scheel. Screenshot aus frontal-Video.

ZDF frontal war es auf diese Weise möglich, von Dr. Scheel eine Imfpunfähigkeitsbescheinigung für ein gar nicht existentes Kind namens Jakob zu erhalten. Eine e-mail, ein Brief und 10 Euro waren die Grundlage für ein Attest – eine körperliche Untersuchung des Kindes oder eine Familienanamnese wurde für Jakob nicht verlangt, genausowenig wie beim angeklagten Ehepaar B.

Auf der Homepage von Dr. Scheel ist nachzulesen, dass er nicht unbedingt den Methoden der evidenzbasierten Medizin anhängt:

Dr. Scheel lockt sogar mit dem Himmel auf Erden. Screenshot www.dr-scheel.de

Einen Scharlatan nennen ihn daher manche, das Magazin Focus verleiht ihm dagegen noch am 22. Juli 2022 eine Urkunde als „empfehlenswerter“ Kinder- und Jugendarzt.

Mehrere verdächtige Impfunfähigkeitsbescheinigungen in Niedernhall

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Dr. Scheel wurde man auch – ein „Abfallverfahren“ nannte das ein Zeuge im letzten Verfahren wegen desselben Tatbestandes – auf mehrere Fälle von wahrscheinlich unrichtigen Impfunfähigkeitsbescheinigungen in Niedernhall aufmerksam.

Einen weit entfernten Arzt ausgewählt

Ausgerechnet diesen Arzt hat sich das Niedernhaller Ehepaar nun für eine Zweitmeinung ausgesucht, nachdem der bisherige Kinderarzt aus Öhringen keine Bedenken gegen eine Impfung mit dem Masernimpfstoff geäußert hatte. Warum die Familie B. ausgerechnet auf diesen Arzt gestoßen ist, dessen Praxis doch mehr als 60 Autokilometer von Niedernhall entfernt ist, ist nicht Thema des Prozesses – möglicherweise war es Mundpropaganda aus dem Bekanntenkreis.

Vorgehen wie im Focus-Beitrag

Sie habe erst mit der Praxis telefoniert und die Beschwerden des Kindes geschildert, erläuterte Linda B. Daraufhin habe sie, wie es die Praxis von ihr gefordert habe, die Beschwerden nochmals schriftlich formuliert und an die Praxis von Dr. Scheel geschickt.

Dieser Brief liegt der Staatsanwaltschaft vor. Amtsanwältin Ehnle zitiert einen Zusatz, in dem sich Linda B. bei der Praxis bedankt, dass sie sich derart um Eltern kümmert. Kurz kommt der Verdacht auf, dass sich die Angeklagte damit um Kopf und Kragen geschrieben haben könnte. Die zitierte Formulierung klingt geradezu danach, als sei sich Linda B. im Klaren darüber gewesen, dass das Gesundheitszeugnis nicht der Wahrheit entsprechen kann.

Die angeklagte Mutter ist nervös

Linda B. ist nervös, sie findet auf ihrem Stuhl keine Ruhe: Beine, Arme und Mimik sind ständig in Bewegung. Wenn ihr Mann ihre Hand fasst, wird sie merklich ruhiger. Sie schaut meist nicht zum Richtertisch, sondern auf die gegenüberliegende Wand.

Amtsanwältin bleibt hart

Ehnle betont, dass die geschilderten Beschwerden für ein Kleinkind ganz normal seien. „Ich sehe wenig Einsicht, dass der Weg nicht der Richtige ist“, zeigte sich Ehnle auch weiterhin davon überzeugt, dass den Eltern die Tragweite ihres Handelns bewußt war und ist.

Marc B. schildert allerdings noch weitere Symptome, die er bei seiner Tochter festgestellt habe: Insbesondere habe er eine verzögerte motorische Entwicklung beobachtet. So habe seine Tochter mit 19 Monaten noch nicht laufen können. Dazu sei er durch eine frühere Impfnebenwirkung bei seinem Bruder besorgt, dass eine Impfung bei seinem Kind ebenfalls Nachwirkungen zeigen könne. Er habe der Vorgehensweise und der Bescheinigung von Dr. Scheel vertraut. Ja, sogar „vertrauen müssen“ – er sei ja medizinischer Laie.

Keine Verbindung zu „Verschwörungstheorien“ zu erkennen

Ein möglicher Zusammenhang mit einer verschwörungstheoretischen Gruppierung, wie er im ersten Fall, über den GSCHWÄTZ berichtete, nicht von der Hand zu weisen war, konnte im Fall der Eheleute B. nicht festgestellt werden. Vielmehr gelang es den beiden Angeklagten, ihre elterliche Sorge um das Wohl ihres bis jetzt einzigen Kindes als Motiv darzulegen. Die mögliche Strafbarkeit der Handlungen sei ihnen so nicht bewusst gewesen. Eindringlich schildert Marc B. sein pures Entsetzen über die Hausdurchsuchung, die durch die Polizei durchgeführt wurde: „Die waren mit 6 Beamten da, das muss man sich mal vorstellen. Die hätten das doch nur sagen müssen, dann hätte ich ihnen das ausgehändigt.“ Die Erschütterung darüber, welche Wellen ein Attest für 10 Euro schlägt, war glaubhaft.

Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld

Nachdem Alexander Foidl, der Anwalt des Angeklagten – seine Frau war anwaltlich nicht vertreten – auf Einstellungen in früheren, ähnlich gelagerten Fällen verwiesen hatte, beantragte er auch in diesem Fall eine Einstellung nach §153 StPO, was die Amtsanwältin letztlich auch unterstützte. Offenbar hatte der emotionale Vortrag von Marc B. bei ihr einen gewissen Sinneswandel bewirkt und sie sah eine nur „geringe Schuld“ bei den Angeklagten.

Das Gericht stellt demnach das Verfahren gegen die Auflage einer Geldbuße ein. 1.600 Euro wird Marc B. an die Stiftung Kleine Helden bezahlen, seine Frau wird 400 Euro an den Tierschutzverein Hohenlohe bezahlen. Sollten die Zahlungen geleistet werden, ist das Verfahren abgeschlossen, eine strafrechtliche Verurteilung erfolgte nicht. Und die zu zahlendes Summe ist deutlich geringer als der Strafbefehl, den die Angeklagten angefochten hatten.

Das Kind des Paars – und um dessen Wohl geht es letztlich – besucht inzwischen auch ohne Impfung den Kindergarten. Das Ergebnis eines Immuntests, der dem Nachweis einer Impfung gleichgestellt ist, wies Antikörper nach. Eine Impfung wäre daher gar nicht nötig gewesen.

Text: Matthias Lauterer

Info: Der vollständige frontal-Beitrag ist hier verlinkt.