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„So machen Sie das, ich mache das anders“

Einen weissen Bagger im Wert von etwa 30.000 Euro soll Stefan F. am 08. oder 09. Oktober 2019 von einer Baustelle in Niedernhall gestohlen haben. Das jedenfalls wirft ihm Staatsanwalt Jakubek am 01. September 2022 vor dem Amtsgericht Künzelsau vor. Einem Strafbefehl über 120 Tagessätze hat F. widersprochen.

Es ist nicht der einzige Diebstahl hochwertiger und großer Maschinen, der sich in den letzten Jahren in Hohenlohe ereignet hat.

Bewährung läuft noch

Stefan F. ist eine imposante Erscheinung, als er den Gerichtssaal betritt: Großgewachsen, muskulös und mit einem Bauch, er ist das, was man vielleicht als „stattliches Mannsbild“ bezeichnen kann. Von Beruf ist er Polier, war Zeitsoldat und hat bei Baufirmen gearbeitet, bevor er sich mit einem Baggerunternehmen selbständig gemacht hat und meist als Subunternehmer für große Bauunternehmen auf größeren und kleineren Baustellen gearbeitet hat. Auch auf der Baustelle zum Hochwasserschutz in Niedernhall, wo der Bagger gestohlen wurde, war er tätig. Derzeit ist F. arbeitslos, hat Unterhaltsverpflichtungen und Schulden. Eine neue Arbeitsstelle sei aber in Aussicht, sagt er. Wegen einer Körperverletzung wurde F. zu einer noch laufenden Strafe auf Bewährung verurteilt.

„Ich habe den Bagger nicht entwendet“

Zur vorgeworfenen Tat sagt er „ich habe den Bagger nicht entwendet“ und erzählt folgende Geschichte: Ein flüchtiger Bekannter -ein Kosovo-Albaner, den er von einer Baustelle gekannt habe- habe ihn angerufen, ob er wüßte, wo man für eine Weile einen Bagger unterstellen könne. Er habe einen Abstellplatz bei einem anderen Bekannten vermittelt. Nach einem dreiviertel Jahr sei der Bagger dort immer noch gestanden, der flüchtige Bekannte sei aber nicht erreichbar gewesen. Ihm hätte der Bagger gefallen, er hätte ihn gerne gekauft. Aber er habe keine Papiere gehabt, daher hätte er bei einem Händler so getan, als würde er den Bagger verkaufen wollen. Der Händler, so erklärte es F., könne dann über den Hersteller die Papiere besorgen.

„Das macht keinen großen Sinn“

Auf den Vorhalt von Richterin Rührich, dass ein Chatverlauf vorliege, in dem F. ein regelrechtes Verkaufsgespräch geführt habe, kontert er: „Das war vielleicht die Vorgehensweise von mir“. „Das macht keinen großen Sinn“, meint die Richterin. Sie liegt da wohl richtig, denn bei einem legalen Kauf hätte der Vorbesitzer sich um die Papiere kümmern müssen.

„Die Schlüssel sind genormt, die sind alle gleich, da kann jeder …“

Von dem Diebstahl des Baggers auf der Baustelle will F. nichts mitbekommen haben, er sei ja bei einem ganz anderen Gewerk tätig gewesen. „Aber sie hatten die Gelegenheit“, sagt die Richterin. Das gibt F. – möglicherweise unfreiwillig – zu: „Ich bin Maschinenführer, ich kann jeden Bagger fahren. Die Schlüssel sind genormt, die sind alle gleich, da kann jeder …“ Und man müsse ja auf einer Baustelle auch einmal ein Gerät, das im Weg steht, zur Seite fahren können, daher habe jeder einen Schlüsselbund.

„So machen Sie das, ich mache das anders“

Nochmals wirft die Richterin ein: „Sie können keinen Bagger legal erwerben, der keine Papiere hat, da geht man zu einem Händler und erklärt ihm das“, zeigt die Richterin Rührich Zweifel an der Darstellung des Angeklagten. „So machen Sie das, ich mache das anders“, entgegnet der. Aber er müsse doch Verdacht geschöpft haben, dass es sich um den gestohlenen Bagger von „seiner“ Baustelle gehandelt hat, als er den Bagger gesehen hat? „Die sehen alle gleich aus.“ meint F. „Aber ein anderer hat ihn auf den ersten Blick wiedererkannt“, sagt die Richterin.

„Es war so herzergreifend, was er erzählt hat“

Dieser andere ist Daniel M., ein Maschinenhändler aus dem Raum Biberach, der dann als Zeuge aufgerufen wird. Er erzählt eine ganz andere Geschichte: F. habe sich bei ihm gemeldet auf Empfehlung eines Neugerätehändlers. Er habe sich den Bagger vor Ort angesehen. F. habe ihm erzählt, dass der Bagger von einem Türken stamme, der sich von seiner Frau getrennt habe und der dieses Gerät jetzt über ihn „unter der Hand“ verkaufen wolle, damit die Frau nichts davon mitbekommt. Und auch das Schicksal von F. sei schwer: Er sei frisch verwitwet und habe acht oder neun Kinder. „Es war so herzergreifend, was er erzählt hat“, daher habe er seine Hilfe angeboten. Er dachte, F. sei irgendjemandem auf den Leim gegangen.

Ein paar Minuten Recherche führen zum gestohlenen Bagger

Dass der Verkauf ohne Rechnung über die Bühne gehen sollte, habe ihn aber stutzig gemacht und er habe dann im Internet „15 oder 20 Minuten recherchiert“, bis er auf eine Beschreibung des gestohlenen Baggers gestoßen sei. Er habe ihn sofort erkannt, aufgrund eines charakteristischen Zubehörs. Daraufhin habe er den Eigentümer ausfindig gemacht und sich bei ihm gemeldet. Und der erkannte F. aufgrund der Geschichte mit den 9 Kindern sofort wieder. Stefan F. hat diese Geschichte wohl öfter auf Baustellen erzählt. Und der Eigentümer wußte auch, dass sich F. bei ihm mehrfach erkundigt hatte, was jetzt mit dem Bagger sei.

Als M. den Angeklagten damit konfrontiert hat, dass er mit dem Eigentümer gesprochen habe und davon ausgehe, dass der Bagger gestohlen ist, blieb F. bei seiner Geschichte. M. hat daraufhin F. blockiert, sodass er ihn per WhatsApp und Telefon nicht mehr erreichen konnte.

Anwältin bittet um Sitzungsunterbrechung

Bevor der nächste Zeuge, der Eigentümer des Baggers, aufgerufen wird, bittet die Pflichtverteidigerin des Angeklagten, Anke Stiefel-Bechdolf, um eine Pause, um sich mit ihrem Mandanten zu besprechen. Als die Sitzung wieder aufgenommen wird, erklärt die Anwältin die Rücknahme des Widerspruchs. Damit ist der ursprüngliche Strafbefehl rechtskräftig, der Prozess ist damit beendet. F. muss 120 Tagessätze – die Höhe wurde nicht genannt – bezahlen und die Bewährungsstrafe wird überprüft werden. Die restlichen Zeugen, eine Polizeibeamtin und der Eigentümer des Baggers, werden nicht mehr befragt.

Handelte F. allein?

Wenn F. den Bagger gestohlen hat, dann dürften weder der Türke noch der Kosovo-Albaner existieren. Offen bleibt allerdings, ob F. den Bagger aus eigenem Antrieb oder als Teil einer größeren Organisation gestohlen hat. Am Fundort des Baggers sollen sich neben dem Bagger auch mehrere Container, möglicherweise ebenfalls mit Diebesgut, befunden haben. Dazu gab es im Prozess keine Fragen.

Diebesgut einer Bande in Hohenlohe gefunden

Immer wieder werden Banden, die sich auf gestohlenen Maschinen spezialisiert haben, ausgehoben. Eine dieser Banden lagerte vor einigen Jahren ihr Diebesgut in einem Waldstück in Hohenlohe. Das Diebesgut war so umfangreich, dass zum Abtransport das THW aus Künzelsau zu Hilfe gerufen werden mußte.

Die Polizei macht derzeit keine klare Aussage, ob sie bei den Diebstählen der letzten Zeit im Hohenlohekreis von einer Bande ausgeht. Die Ermittlungen laufen: „Sollten sich Hinweise auf eine bandenmäßige Begehungsweise ergeben, werden die Ermittlungen entsprechend angepasst“. Genauso wird noch ermittelt, ob die unterschiedlichen Taten in der Region in Zusammenhang stehen.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 

 




Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien 2022

Der Unterricht im neuen Schuljahr 2022/23 beginnt in den städtischen Schulen in Künzelsau am Montag, 12. September 2022. Die Erst- und Fünftklässler werden meist an den darauffolgenden Tagen eingeschult. Die Schulleitungen geben hierzu folgende Termine bekannt:

Grundschule Amrichshausen

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht um 7.50 Uhr und endet um 12.10 Uhr. Die Einschulungsfeier für die neuen Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Samstag, 17. September 2022 statt. Sie beginnt um 9 Uhr in der Kirche in Amrichshausen.

Reinhold-Würth-Grundschule Gaisbach

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht um 8.40 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Samstag, 17. September 2022 mit einer kleinen Feier in der Mehrzweckhalle Gaisbach statt.

Grundschule Kocherstetten

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht um 8.25 Uhr und endet um 12 Uhr. Die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Samstag, 17. September statt. Sie beginnt um 9 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marienkriche in Kocherstetten, die anschließende Feier findet in der Kelter statt.

Grundschule Taläcker

Für die Klassen 2 bis 4 beginnt der Unterricht um 8 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Angemeldete Kinder nehmen am Ganztagesbetrieb teil. Die Aufnahme der Schulanfängerinnen und Schulanfänger findet am Donnerstag, 15. September 2022 in der Mehrzweckhalle Taläcker statt. Beginn: Klasse 1a um 9 Uhr; Klasse 1b um 11 Uhr.

Georg-Wagner-Schule Künzelsau

Für die Klassen 2 bis 4 sowie die Klassen 6 beginnt der Unterricht um 8 Uhr im Gebäude am Kocher, für die Klassen 7 bis 10 um 8 Uhr im Gebäude am Berg. Der Unterricht endet für alle Klassen um 12.20 Uhr. In der ersten Unterrichtswoche findet noch kein Nachmittagsunterricht statt.

Die Einschulungsfeiern für die Klassen 1 (14. September 2022) und 5 (13. September 2022) finden jeweils in der Stadthalle statt. Klasse 1 um 10 Uhr (Gottesdienst in der Johanneskirche um 9 Uhr), Klasse 5 um 9 Uhr.

Ganerben-Gymnasium Künzelsau

Für die Klassen 5 bis 12 beginnt der Unterricht am Montag um 8 Uhr und endet um 12.20 Uhr.

Brüder-Grimm-Schule Künzelsau

Für die Klassen 2 bis 9 beginnt der Unterricht um 8 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Die Aufnahmefeier für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger der 1. Klasse findet am Mittwoch, 14. September um 10.30 Uhr in der Schule statt.

Die Stadtverwaltung Künzelsau wünscht allen Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern einen guten Start in das neue Schuljahr.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Rechtzeitig vor Schuljahresbeginn: Rainer Süßmann wird zum Schulleiter der Georg-Wagner-Schule ernannt

Der Bekannte ist auch der Neue: Rainer Süßmann wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart mit Wirkung vom 21. Juni 2022 zum Schulleiter der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau ernannt. Die offizielle Einsetzungsfeier folgt noch.

Als er sich 2021 um die Nachfolge von Florian Frank für den Posten des Schulleiters an Künzelsaus größter städtischer Schule beworben hat, war er schon längst mitten im Alltagsgeschäft eines Schulleiters. Sein Vorgänger Frank wechselte im Januar 2021 zum Staatlichen Schulamt, dann übernahm Süßmann die kommissarische Leitung der Schule. Bereits seit 2005 war der Künzelsauer stellvertretender und kommissarischer Schulleiter an der Grund-, Haupt- und Werkrealschule. 2014 übernahm er auch an
der damals neuen Verbundschule, der Georg-Wagner-Schule, die Position des stellvertretenden Schulleiters.

Gemeinsam mit dem Team in der Schule haben er und sein Vorgänger es gemeistert, zwei eigenständige Schulen und Lehrerkollegien zusammenführen. In die anstrengende Zeit des Zusammenwachsens und Neustrukturierens fielen große Projekte wie der Mensa-Neubau und ein neuer Pausenhof am Kocher, die Generalsanierung des Schulgebäudes und schließlich die Innensanierung der Sporthalle am Berg. Ganz aktuell wird die Sporthalle am Kocher generalsaniert. Die Corona-Pandemie und die Aufnahme von Kindern aus den Kriegsgebieten in der Ukraine verlangten und verlangen wohl auch weiterhin von Rainer Süßmann und seinem Team höchsten Einsatz und pädagogisches, soziales Geschick.

„Der Digitalisierung kann man sich als Schule nicht entziehen“

Drauf angesprochen, welches die größten Aufgaben und Herausforderungen in der nächsten Zeit sind, sagt Rainer Süßmann: „Als Schule stehen wir vor einigen Herausforderungen, denen ich mich als Schulleiter stelle und das auch gerne. Wir müssen die Pandemie möglichst gut aufarbeiten. Dabei geht es aber nicht nur um Nachholen in bestimmten Fächern, sondern um gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler von Klasse eins bis Klasse zehn dringend brauchen und die wir ihnen als Schule bieten müssen. Eine große Aufgabe wird sicher die veränderte Lernwelt in einer veränderten Lebensumwelt sein. Der Digitalisierung kann man sich als Schule nicht entziehen. In Sachen Hardware sind wir durch den Schulträger sehr gut aufgestellt. Nun gilt es die Hardware auch effizient und pädagogisch sinnvoll Stück für Stück und gezielt in den schulischen Alltag und auch in den Unterricht zu integrieren.

Außerdem müssen wir uns als Schule auch äußeren Entwicklungen stellen und unseren Schülerinnen und Schülern und auch ihren Familien zur Seite stehen. Schule muss auf die Zukunft vorbereiten. Leben und Arbeiten in der Schule und vor allem außerhalb werden sich weiter verändern, das nun aber noch einmal deutlich schneller. Wenn wir uns dessen bewusst sind, Entwicklungen erkennen, möglichst richtig bewerten und im Rahmen der schulischen Möglichkeiten und des Auftrags entsprechend reagieren, dann machen wir unseren Job gut! Wichtig ist mir, dass wir da auch die Eltern und vor allem auch die Schülerinnen und Schüler nicht nur
mitnehmen, sondern an den Entwicklungen teilhaben lassen.“

Angespannte Versorgung mit Lehrkräften

Auf eine weitere Frage zu kommenden Aufgaben antwortet Rainer Süßmann: „Respekt habe ich in erster Linie vor der insgesamt angespannten Lehrerversorgung. Das  Staatliche Schulamt Künzelsau gibt sich wahnsinnig viel Mühe, uns Schulen gut zu bedienen. Auf Ausfälle können wir aber so gut wie nicht reagieren, weil es schlicht keinen Ersatz gibt. Unser Kollegium hat in den letzten Jahren am Limit oder auch darüber gearbeitet. Es geht uns aber um die Schülerinnen und Schüler und eine gute schulische Bildung. Deshalb ist das Engagement so groß. Auf Dauer wird die auflaufende Mehrarbeit aber so nicht zu leisten sein. Wir brauchen auch Freiräume für die zwingend notwendigen Schritte der Schulentwicklung.“

Bürgermeister gratuliert Schulleiter

Georg-Wagner-Schule:
Der Schulverbund Georg-Wagner-Schule wurde 2014 gegründet:
Georg-Wagner-Realschule + Grund-, Haupt- und Werkrealschule = Georg-Wagner-Schule.
Im Schuljahr 2022/23 besuchen etwas über 820 Schülerinnen und Schüler die Georg-Wagner-Schule, die von knapp 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Stand Juli 2022.

Bürgermeister Stefan Neumann, Hauptamtsleiterin Carmen Class und deren Stellvertreterin Julia Knobel haben dem engagierten Lehrer und Schulleiter zur Ernennung gratuliert. „Wir sind froh, dass Rainer Süßmann nun auch offiziell Schulleiter der GeorgWagner-Schule ist und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Er kennt die Gegebenheiten in und um ‚seine Schule‘, unsere Stadt und gestaltet die Schule seit langem wesentlich in leitender Position.
Die Georg-Wagner-Schule hat sich hervorragend entwickelt und dazu hat Rainer Süßmann schon bis heute einen immensen Beitrag geleistet.“

Investitionen in die Georg-Wagner-Schule

Bürgermeister Stefan Neumann berichtet: „Um die Georg-Wagner-Schule an ihren beiden Standorten zeitgemäß und für den Ganztagesbetrieb auszubauen, wurden in den letzten zehn Jahren knapp 13,5 Millionen Euro in die beiden Schulgebäude investiert.“ Zuletzt wurde die Sporthalle am Berg für rund 2,65 Millionen Euro saniert (Fertigstellung 2020). Jetzt in den Sommerferien 2022 wurde mit der Sanierung der Sporthalle am Kocher begonnen, die mit voraussichtlich 3,5 Millionen Euro veranschlagt ist. (…) Diese Investitionen sind ein klares Bekenntnis des Gemeinderates und der Stadtverwaltung Künzelsau für die Förderung und Bildung der Kinder“.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Würth Geschäftsführer Volker Retz feiert 50-jähriges Arbeitsjubiläum

Volker Retz, Geschäftsführer der Adolf Würth GmbH & Co. KG, feierte am 1. September 2022 sein 50-jähriges Arbeitsjubiläum. Sein Weg bei Würth startete 1972 mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann. Im Laufe der Jahre wechselte Volker Retz in die Vertriebssteuerung und den -innendienst, wo er als Abteilungsleiter tätig war. Schon damals prägte er den Vertrieb maßgeblich mit. Nach der Prokura-Verleihung 2003 wurde er 2006 in die Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG für den Bereich Vertriebsinnendienst, –steuerung und –controlling berufen. Seit der Übergabe seiner Geschäftsführerverantwortung 2019 verantwortet Volker Retz die Vertriebssteuerung und das Preismanagement international.

„In den vergangenen fünf Jahrzehnten war Volker Retz in all seinen Funktionen nicht nur ein Macher und Lenker, der die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich mitgestaltet hat. Er konnte auch die Menschen mitnehmen und begeistern. Mit seiner loyalen und bescheidenen Art war und ist er immer noch einer unserer wichtigsten Kulturträger. Dafür sowie für seinen unermüdlichen Einsatz sind wir, seine Geschäftsführerkollegen, ihm sehr dankbar“, so Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Zum 30. September 2022 verabschiedet sich Volker Retz in den Ruhestand.

Pressemitteilung Würth




Wohnungseinbruch – Zeugen gesucht

Einbrecher drangen in der Nacht auf Sonntag, 28. August 2022, in ein Wohnhaus in Künzelsau ein während der Bewohner schlief. Zwischen 4 Uhr und 7 Uhr begaben sich die Unbekannten zu dem Wohnhaus in der Straße „Aumühle“ und drangen über die geöffnete Terrassentür, an der der Rollladen zu zwei Drittel geschlossen war, ein. Im Inneren durchsuchten sie das Inventar und entwendeten unter anderem einen Geldbeutel samt Inhalt. Das Polizeirevier Künzelsau hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeuge, die Angaben zu dem Einbruch machen können oder in diesem Bereich eine verdächtige Wahrnehmung gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 bei der Polizei zu melden.

Pressemitteilung Polizei HN




Reinhold Würth hofft, das nach Ukraine Krieg noch alles steht

Laut einem Interview mit der BILD-Zeitung und einem Vido des Youtubers Oli hat Reinhold Würth Angst, dass nach dem Ukraine-Kirge noch alles steht und damit, laut Bild, auch Angst „um sein Vermächtnis“. Der Youtuber Oli hat nun in einem Video erklärt, was Reinhold Würth mit seiner Angst meinen und welche Probleme nun aufgrund des Ukrainekrieges auf uns zukommen (könnten). Das Video mit Reinhold Würth im Titel wurde nach zehn Tagen bereits rund 75.000 Mal angeschaut. Der Titel: „Erschreckende Ansage von Würth“.

So wirklich zufrieden ist Reinhold Würth mit der deutschen Politik schon eine geraume Zeit nicht mehr. Mit der CDU ist er Milliardär nicht wirklich zufrieden. Nach Angela Merkel hätte er sich lieber Friedrich Merz als Kramp-Karrenbauer als direkter Nachfolger von Merkels Erbe gewünscht, da Kramp-Karrenbauer „von Wirtschaft nicht viel Ahnung hat“. Plus: „elegante, glatte Parteipolitikgerede haben wir genug im Land“. Mittlerweile hat sich sein Wunschkandidat schließlich durchgesetzt. Dennoch hat er bei der letzten Europawahl sein Kreuz bei den Grünen gemacht.

Reinhold Würth hat laut eigenen Aussagen gegenüber der BILD-Zeitung das Geschäft in Russland mit Beginn des Ukraine-Krieges gestoppt.




Boulevardbekannter „Darknet-Anwalt“ muß in Künzelsau klein beigeben

GSCHWÄTZ berichtete bereits im Juni darüber, dass die Staatsanwaltschaft Heilbronn bei Geldwäscheverfahren insbesondere über die sogenannten „Läufer“, also Personen, die durch Straftaten erhaltenes Geld oder Waren weiterleiten, an die Hinterleute herankommen will. Beim Pressegespräch der Staatsanwaltschaft Heilbronn im Juni 2022 warnte Staatsanwalt Müller-Kapteina: „Schon Leichtfertigkeit führt zur Strafbarkeit: Konto zur Verfügung stellen ist kein Gefallen!“ Das Geldwäschegesetz sei hier sehr streng und solche Delikte führen in der Regel auch zur Anklage. Gerade der Finanzagent sei oftmals leicht zu ermitteln – der Betrogene kennt ja das scheinbar seriöse Konto, so Müller-Kapteina. Eine solche „Läuferin“, Elena S., stand am 31. August 2022 vor dem Amtsgericht Künzelsau. Angeklagt war sie der „leichtfertigen Geldwäsche“.

Drei einzelne Straftaten der Geldwäsche in wenigen Tagen

Drei einzelne Straftaten der Geldwäsche soll Elena S. begangen haben, indem sie im November und Dezember 2020 Überweisungen von insgesamt ca. 50.000 Euro auf einem eigens eröffneten Konto entgegengenommen und unmittelbar in Bitcoins umgewandelt und diese weitergeleitet hat. Rund 1.000 Euro Provision habe sie für diese Transaktionen vereinnahmt, so Erste Staatsanwältin Sara Oeß. Sie klagt Elena S. deshalb wegen „leichtfertiger Geldwäsche“ nach §261 (6) StGB an.

Ein prominenter Anwalt

Elena S. ist 35 Jahre alt, in Kasachstan geboren und ukrainische Staatsbürgerin. Die einzelnen Überweisungen streitet sie nicht ab, jedoch waren sie und ihr Anwalt Dr. Matthias Brauer, der sich selbst auf seiner Webseite als „Darknet-Anwalt“ bezeichnet, mit einer Kanzlei in Bonn der Meinung, ein legales Arbeitsverhältnis auf Minijobbasis mit einer Firma namens „Russia Logistik“ eingegangen zu sein.

Dr, Matthias Brauer (links) und sein Team. Foto: Screenshot www.die-anwalts-kanzlei.de

Im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses sollte sie zuallererst ein Konto eröffnen und dann Finanztransaktionen durchführen. Es habe ein Bewerbungsgespräch per Telefon gegeben und sie habe sowohl ihren Aufenthaltstitel sowie einen Auszug aus dem Zentralregister („Führungszeugnis“) an diese Firma gesendet. Der Angestellte der Firma habe auch regelmäßig mit ihr gechattet und sie beim Durchführen der Transaktionen angeleitet – es wurde sogar eine Testtransaktion durchgeführt. Die Webseite der Logistikfirma sei ihr seriös erschienen, sie habe auch viele positive Bewertungen im Internet über die Firma gefunden.

Angeklagte soll nichts mehr sagen

Als Staatsanwältin Oeß nachfragt, ob es Elena S. nicht stutzig gemacht hätte, dass ein europaweit agierendes Unternehmen ein Konto einer Privatperson benötige,  unterbricht Anwalt Brauer die Befragung: „Die Art der Befragung ist unpassend. Ab jetzt beantwortet sie [die Mandantin] keine Fragen mehr“. Er will wohl verhindern, dass seine Mandantin unbefangen etwas sagt, das nicht nach Fahrlässigkeit, sondern nach Vorsatz klingt. Denn bis hier redet Elena S. meist frei und schildert die Vorgänge aus ihrer Sicht. Nur manchmal wird sie von ihrem Anwalt an ein Detail erinnert, das ihm hilfreich erscheint. Die Stimmung im Saal wird angespannter, die Fronten verhärten sich merklich. Auf die Gründe, die Elena S. in dieses vermeintliche Arbeitsverhältnis getrieben haben, spricht sie nicht. Sie wird auch nicht danach gefragt.

„Das war gut gemacht“

Zwei Betroffene sind als Zeugen erschienen, der dritte Betroffene hatte ein Attest vorgelegt, das ihm Verhandlungsunfähigkeit bescheinigte. Beide Betroffene gaben an, keine bewußten Überweisungen auf das Konto von Elena S. getätigt zu haben. Hermann A., der aus Bremen angereist war, berichtet, dass beim Besuch seiner Bank-Webseite ein Fenster erschienen sei, er soll bitte eine Testüberweisung vornehmen, mit einer anderen IBAN und anderem Namen. Er habe sich nichts dabei gedacht, „das war gut gemacht“, schließlich sei ja nicht seine IBAN angegeben gewesen, und habe diese Überweisung durchgeführt. Statt 10 Euro seien dann aber per Sofortüberweisung rund 28.000 Euro von seinem Konto auf das Konto von Elena S. überwiesen worden. Er habe das sofort bemerkt und sofort sowohl seine Bank als auch die Polizei alarmiert – sein Geld habe er allerdings nicht wiederbekommen.

„Eigentlich müßte man die auch comdirect anklagen“

Mehr Glück hatte Ahmed C., von dessen Konto ohne sein Wissen rund 9.000 Euro abgebucht wurden. Es handelt sich um ein Geschäftskonto, auf das nur er Zugriff hatte und das für eine Firma eröffnet wurde, die den Geschäftsbetrieb zum Zeitpunkt der Abbuchung noch nicht aufgenommen hatte. Als ehemaliger Mitarbeiter einer Bank kennt er die Abläufe und er hat von seiner Bank außergerichtlich rund 8.500 Euro zurückerhalten, wovon er allerdings noch einen Anwalt bezahlen mußte. Er macht die comdirect-Bank, bei der Elena S. das Konto eingerichtet hatte, mitverantwortlich, da diese das Konto nicht unmittelbar gesperrt habe: „Eigentlich müßte man die auch comdirect anklagen“, sagt er.

„typisches Finanzagentenkonto“

Für Polizeioberkommisssarin S. war das Konto ein „typisches Finanzagentenkonto“: Eine 10 Euro-Transaktion zum „Austesten“, keine privaten Verfügungen, drei hohe Überweisungen mit sofortiger Weiterleitung. „Atypisch“ sei es, dass Geld zurückgekommen ist, vielleicht, so die Vermutung von S., war das Konto oder die Person Elena S. bei der Kryptobörse bereits gesperrt gewesen.

Angeklagte wirkt bedrückt

Vor den Plädoyers bittet Dr. Matthias Brauer um eine kurze Unterbrechung für ein Gespräch mit seiner Mandantin. Beim Verlassen des Saals wirkt sie bedrückt, geht mit eingefallenen Schultern.

„Für leichtfertige Geldwäsche liegt die Schwelle niedrig“

Für Staatsanwältin Oeß hat sich der Tatworwurf bestätigt: „Für leichtfertige Geldwäsche liegt die Schwelle niedrig“, sagt sie. Schon der „Arbeitsvertrag in Anführungszeichen“ sei seltsam, aber auch

  • Eine Kontaktaufnahme, ohne dass die Angeklagte nach einer Stelle gesucht habe
  • der gesamte Kontakt über Telegram, „das neue Darknet“
  • der Arbeitgeber will keine weiteren Unterlagen als ein Führungszeugnis und ein Aufenthaltsdokument
  • der vorgebliche Geschäftszweck des Unternehmens und Jobinhalt stimmen nicht überein
  • ein extra Konto mit taggenauen Weiterleitungen

Auch die hohe Bezahlung – rund 1.000 Euro für wenige Minuten Aufwand – hätte die Angeklagte bemerken müssen. „Das geht haarscharf am Vorsatz vorbei“, sagt Oeß, insbesondere weil die Angeklagte ausgesagt hatte, dass sie selbst in der Ukraine ein kleines Geschäft geführt hat. Oeß plädiert auf eine 12-monatige Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden soll.

„Bei Fahrlässigkeit sind wir d’accord“,

meint Verteidiger Dr. Brauer. „Aber Leichtfertigkeit nicht“. Er verweist auf das Bewerbungsgespräch, den Arbeitsvertrag, die Dokumente und dass Elena S „einer Supervision unterstellt“ worden sei. „Es wurde ein Schein aufgebaut, ein komplettes Konstrukt aufgebaut, das sie täuschen sollte“. Das sei eine „gewöhnliche Fahrlässigkeit“, er plädiert auf Freispruch, auch weil die zugrundeliegenden Straftaten nicht aufgeklärt seien.

Elena S. verzichtet auf ihr letztes Wort.

„Es hätte sich aufdrängen müssen“

Richterin Rührich kann sich den Ausführungen von Dr. Brauer nicht anschließen, sie folgt im Wesentlichen der Staatsanwaltschaft: „Es hätte sich aufdrängen müssen, dass sich nicht um Unternehmensgelder, sondern um Geld von Privatpersonen handelt“, meint sie. Die von der Staatsanwaltschaft genannten Punkte verwiesen auf eine „grobe Unachtsamkeit“, somit sei der Tatbestand der leichtfertigen Geldwäsche erfüllt. Dem Strafmaß, das die Staatsanwaltschaft gefordert hatte, mag sie sich nicht anschließen: Sie verhängt eine Haftstrafe von 9 Monaten. Zugunsten von Elena S. wertet die Richterin, dass sie bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war und die Taten bereits fast zwei Jahre zurückliegen. Aufgrund einer positiven Sozial- und Kriminalprognose kann diese Strafe auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden. Zusätzlich wird Elena S. unter die Betreuung eines Bewährungshelfers gestellt und muss 200 Sozialstunden ableisten.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 




„Mehr Freiheit geht nicht. So was ist ein Traum und wir haben vieles selber in der Hand.“

„Wissen Sie eigentlich, wie traumhaft Sie wohnen?“ fragen Besucher des Uhlbachhofes nahe dem Altenbergturm von Sulzbach-Laufen die Hoffamilie Jäger oft. „Ja das wissen wir“, sagen diese dann. Fritz Jäger, Landwirtschaftsmeister und erfahrener Hofbetreiber, baut das Bild noch weiter aus. Er erklärt, dass die eine – zum Hof führende – Straße extra, um denselben herum gebaut wurde. Das ist nicht nur für die Besucher des Hofcafés und der Gäste größerer Feste ein großer Vorteil, sondern auch für seine 45 Milchkühe samt deren Nachkommen. „Hier ist wieder so ein Kindergarten“, zeigt Fritz Jäger beim Hofrundgang auf eine Ansammlung von Bäumen und Hecken auf einer Weide nahe dem Stall. Diese Flächen können als Ganztagesweiden genutzt werden und die Tiere – einer Kreuzung aus den Rassen ‚Schwarzbunte‘ und ‚Limburger‘ – stören niemanden dabei. Ganz wie sie wollen, gehen sie aus dem Stall und legen sich in den Schatten unter die Bäume. „Wenn die Kühe schmutzig sind, freut sich der Opa“, verrät Enkelin Ronja. Die Tiere genießen den kühlenden Schlamm am nahen Bachlauf.

In den Jahren 2014 und 2015 haben wir den Hof auf die Produktion von Demeter-Heumilch umgestellt.

Fritz Jäger. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Jäger erinnert sich: „Wir sind mit Vollgas aus dem bestehenden System ausgestiegen – in einem regelrechten Kraftakt. Das haben wir uns gut überlegt und mussten viel aushalten. Für uns war es ein zeitliches ‚Schlüsselloch‘, welches wir betriebswirtschaftlich genutzt haben.“ Er erklärt, dass sie früher sehr viel mehr Milch produziert haben, als heute. Aber auch, dass es von der Familiensituation her ein idealer Punkt war für die dreijährige Umstellung und dass die ganze Familie nach wie vor dahintersteht. Warum ein guter Zeitpunkt? Sein Sohn Ricardo war 2011 fertig mit der Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister und stieg auf dem Hofbetrieb ein. „Ich habe es gut gefunden, dass er seinen zukünftigen Betrieb neu mit aufstellen kann“, sagt der Vater mit Blick auf den Hofnachfolger. Die drei Enkeltöchter wurden nach und nach geboren, die Schwiegertochter Eva-Maria stieg mit ein. Da stand bei Jäger‘s ganz klar die Frage: Was machen wir? Wie kann es weitergehen auf dem Hof? Konventionelle oder biologische Landwirtschaft? „Wir haben uns zusammen dafür entschieden, so natürlich wie möglich zu produzieren“, sagt Senior Fritz Jäger stellvertretend.

Abnehmer ist die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall

Er liefert die Milch seiner Kühe nach Geifertshofen, also an die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall BESH. In seinen Augen hat sich die Ernährung – zumindest die der Städter – vom Wissen um die Entstehung der Lebensmittel entfernt. Er hat seinen Hof diesbezüglich umgestellt, um davon wegzukommen. Er war sehr früh auf sich allein gestellt, hat sich über Stallbau und Fütterung immer weiter informiert und belesen. Und das schon zu Zeiten, wo man nicht einfach ‚googeln‘ konnte. Wie er sagt, hat er geübt, geübt und nochmals geübt, um die vielen feinen Kniffe herauszubekommen. Die Tierhaltung hat ihn schon immer fasziniert. Den offenen und hellen Stall für die Milchkühe hat er im Jahr 2000 geplant und dann vieles daran selbst gebaut. Alles sollte so einfach wie möglich sein. 2001 schon war ‚Einzug‘, was sich dann auch viele Landwirtskollegen gern angesehen haben. Denn es war vor 20 Jahren noch etwas Besonderes, so offene Ställe zu bauen.

Jeder Quadratmeter Land ist hier Demeter – wir machen keine halben Sachen.

Das Hofcafé, die Milchkühe und Hühner, die Veranstaltungshalle, der Landschafts- und Gartenbau, der Winterdienst und Tourismus ergeben das Hofeinkommen für zwei Familien, mehrere Angestellte und einen Azubi. Diese Kombination gibt nach eigenen Aussagen die Stabilität für den Hof und macht unabhängig. „Die Milchviehhaltung allein wäre zu wenig für uns“, sagt Fritz Jäger. Ihm ist wichtig, dass es für jeden einen Weg gibt, sich zu entwickeln. So haben sie es immer gehalten, sagt er. Und weiter: „Wenn es nicht funktioniert, sind wir draußen oder auf neuem Weg. Das Allerwichtigste ist, dass wir uns als Familie haben auf diesem Stück Erde.“ Das ist für die Gäste, die ins Hofcafé, zu Familienfeiern und besonders für Hochzeiten auf den Hof kommen, die Message, die sie alle spüren lassen. Er fordert die Besucher auf, dass sie zu den jeweiligen Bauern in ihrer Nachbarschaft gehen, und denen sagen: Es ist schön, dass es Euch gibt. „Wir sagen ihnen auch, dass sie zum Beispiel im Supermarkt deutlich anbringen können, dass es gut ist, wenn es dort regionale Produkte gibt“, meint Fritz Jäger. Und seine Frau ergänzt: „Das ist Fritz, der mit Gutem die Menschen verbinden möchte.“

Info:

Der Uhlbachhof der Familie Jäger wird als GBR geführt und beschäftigt neben der Familie insgesamt neun Mitarbeiter in Vollzeit und mehrere Helfer in Teilzeit. 500 Hühner liefern die täglich frischen Eier und 45 Kühe gute Heumilch. 45 Hektar des Hofes sind Eigentum, ca. 20 weitere Hektar sind gepachtet. Drei Viertel davon sind Wiesen, der Rest ist Acker ist für Luzerne, Dinkel, Einkorn, Gerste und auch Kartoffeln. Desweiteren bietet das Familienunternehmen Dienstleistungen im Gartenbau an. Fritz Jäger hat 2014 zusätzlich den Abschluss zum Naturparkführer gemacht und betreibt mit seiner Familie die Draisinenstation und eine Kanustation in Sulzbach-Laufen. Bis zu 100 Gäste können jeweils im Hofcafé oder in dem zur Festhalle umgebauten rustikalen Stall feiern, auch auf den gepflegten Wiesen ringsum. Allen Gästen hat er immer wieder viel aus der Region zu erzählen. Fritz Jäger ist Mitglied im Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems und Mitglied im Gemeinderat in Sulzbach-Laufen.

Pressemitteilung Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 




Polizei ermittelt alkoholisierten Fahrer nach Unfallflucht

Nach einer Unfallflucht auf einem Gemeindeverbindungsweg zwischen Weißbach und Guthof am Montagnachmittag konnte das Polizeirevier Künzelsau den mutmaßlichen Verursacher ermitteln. Der Mann steht im Verdacht mit seinem Fiat Panda gegen 16.30 Uhr unter Alkholeinfluss in einer Haarnadelkurve zu weit in der Fahrzeugmitte gefahren zu sein und dabei einen entgegenkommenden VW Passat einer 34-Jährigen gestreift zu haben. Dabei wurde die Passat-Lenkerin leicht verletzt. Anstatt anzuhalten und sich um den entstandenen Schaden von etwa 4.000 Euro zu kümmern, setzte der 58-Jährige seine Fahrt fort, bis er auf der Landesstraße 1045 von Forchtenberg nach Künzelsau von einer Streife entdeckt und angehalten wurde. Hier stellten die Beamten nicht nur zur Unfallflucht passende Schäden an seinem Fiat fest, sondern auch Anzeichen auf Alkoholeinfluss bei dem Fahrer. Ein Alkoholtest zeigte einen Wert von 2,44 Promille. Der Führerschein des Fiat-Lenkers bleib bei den Beamten. Der Mann musste die Beamten in ein Krankenhaus begleiten und eine Blutprobe abgeben. Er muss nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Unfallflucht rechnen.

Pressemitteilung Polizei Heilbronn




„Wir haben noch Ideen und Pläne, die wir gemeinsam mit ihr realisieren möchten. Das packen wir jetzt an.“

Eva Hosemann hatte keinen problemlosen Start als künstlerische Leiterin der Burgfestspiele Jagsthausen. Gleich die ersten beiden Spielzeiten 2020 und 2021 mussten pandemiebedingt abgesagt werden. Kurz vor Abschluss der Spielzeit 2022 gibt es aber gute Nachrichten! Eva Hosemann bleibt künstlerische Leiterin der Burgfestspiele Jagsthausen. Ihr auslaufender Vertrag wird um drei weitere Jahre, bis Ende der Spielzeit 2025, verlängert.

Die Geschäftsleitung um Birgit Freifrau von Berlichingen und Roland Halter ist sich einig: „Wir freuen uns sehr, dass wir Eva Hosemann für drei weitere Jahre an die Burgfestspiele binden konnten und diese angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit so fortführen können.“, so Roland Halter. „Wir haben noch Ideen und Pläne, die wir gemeinsam mit ihr realisieren möchten. Das packen wir jetzt an.“, führt Birgit Freifrau von Berlichingen weiter aus.

„Es freut mich sehr weitere 3 Jahre in Jagsthausen bei den Burgfestspielen wirken zu dürfen! Ich empfinde es als große Wertschätzung für die Arbeit der letzten 3 Jahre und freue mich auf die kommende gemeinsame Zusammenarbeit.“  So Eva Hosemann, künstlerische Leiterin der Burgfestspiele Jagsthausen.

Pressemitteilung Burgfestspiele Jagsthausen