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  • Anja Petermann trinkt lieber Hafer- anstatt Kuhmilch. Foto: Gschwätz

„Nicht so wie bei Heidi auf der Alm“ – Neuensteinerin warnt: Milch fördert Krebszellen

Die angehende Ernährungsberaterin Anja Petermann aus Neuenstein trinkt seit Jahren keine Milch mehr. Warum das so ist, hat Sie uns in diesem Text erklärt:

„Könnten Sie sich vorstellen, ein Glas Muttermilch zu trinken?
Latte mit Machiatto mit Milch von „Frau…..“?
Wenn wir Tiermilch trinken, tun wir im Grunde nichts anderes und das noch von einer fremden Art.

Milch ist aus meiner Ernährung nicht wegzudenken, ich verwende sie ständig. Ich habe mir auch nie Gedanken gemacht, was Milch eigentlich ist. Woher sie kommt und was sie in meinem Körper macht. Wieso auch? Milch ist gesund, hat viel Calcium in guter Bioverfügbarkeit, macht starke Knochen, ist lecker und irgendwie auch überall drin.
Dann wurde ich Mutter und habe mein Kind sehr lange gestillt.
Ich habe uns beide dabei beobachtet, ich habe es auch ganz deutlich gefühlt, wie gut meiner Tochter die Milch tat, und umso länger ich beim Stillen irgendwo in Ruhe herumsaß, umso stärker unsere Bindung wurde, umso mehr kam ich ins Bewusstsein und in Gedanken. Ich wollte mehr wissen über Milch.

„Fürchterliche Tierquälerei“

So fing ich an, mich zunächst im Internet über Milch zu informieren. zum Beispiel bei Peta Deutschland, beim Zentrum der Gesundheit, YouTube.Videos von Dr. Petra Bracht, Bücher und Videos von Rüdiger Dahlke. Je mehr ich las, desto klarer wurde mir, dass ich keine Tiermilch mehr trinken möchte. Nein, ich möchte keine Muttermilch mehr von der Kuh oder einem anderen Säugetier trinken. Nein, ich möchte sie erst recht nicht homogenisiert, sterilisiert und ultrahocherhitzt. Meine Illusion von der Milch war dahin. Das mit der Milch ist nicht so wie bei Heidi auf der Alm. Es ist, abgesehen von der sehr schlechten CO2-Bilanz in der Massentierhaltung auch eine fürchterliche Tierquälerei.

Keinen Sex mit einem Bullen, sondern mit einem Metallrohr

Nein, die Kühe haben keinen Sex mit einem Bullen. Ihnen wird ein Metallrohr zur Befruchtung reingeschoben. Sie werden schwanger gehalten. Sie werden von ihren Kälbern getrennt. Sie leiden, sie produzieren Stresshormone und die gehen in die Milch über.
Etwa acht Liter Milch benötigt ein Kalb von seiner Mutter am Tag. Die Milchleistung bei einer Hochleistungskuh liegt heute durch Züchtung und Kraftfutter inzwischen bei 80 Litern täglich. Nicht ohne gesundheitliche Folgen für die Kuh. Ihre Lebenserwartung sank in den Jahren von 25 auf fünf Jahre.

Durch den viel zu hohen Eiweißgehalt im Kraftfutter werden Leber und Niere geschädigt. Das führt dazu, dass der Körper unter anderem nicht mehr richtig entgiftet werden kann, und das landet dann mit in der Milch. Nein, ich kann keine Tiermilch mehr trinken.

Außerdem: In Ländern mit hohem Milchkonsum ist auch die Osteoporose-Rate am höchsten. In der Milch sind Wachstumshormone für die jeweilige eigene Art. Menschenkinder wachsen bekanntlich nicht so schnell wie beispielsweise Kälber. Artfremde Wachstumshormone haben einen ungewollten Effekt auf das Zellwachstum. Sie fördern das Wachstum zum Beispiel von Krebszellen. Milch fördert Entzündungsprozesse. Der im Milchzucker enthaltene Einfachzucker Galaktose gilt als entzündungsfördernd. So zeigen Blutanalysen bei Milchtrinkern erhöhte Entzündungswerte sowie einen erhöhten oxidativen Stresspegel. Was wieder die Basis für allerlei Krankheiten, Allergien und Asthma darstellt. H-Milch aus Massentierhaltung ist hormonbelastet und vor allem bei Männern mitverantwortlich für Prostata-Krebs. Milch enthält Calcium in guter Bio-Verfügbarkeit. Das hat aber auch Brokkoli, Grünkohl, Kohlgemüse, Chinakohl und weiße Bohnen. Wichtig, um Calcium gut zu resorbieren ist ein guter Vitamin-D-Spiegel.

Herzprobleme

Kanada hat Milch schon aus der Ernährungspyramide gestrichen. Ich bin bei meinen Recherchen noch über einige andere interessante Argumente gegen den Milchkonsum gestoßen, zum Beispiel über eine Studie von einem amerikanischen Arzt, der eine Gruppe unheilbar schwer herzkranker Menschen in drei Gruppen aufteilte. Eine Gruppe aß wie bisher alles. Eine weitere wurde pflanzlich vollwertig mit nur einem Joghurt pro Tag ernährt und die dritte Gruppe wurde nur pflanzlich vollwertig ernährt. Alle Leute aus der dritten Gruppe leben noch. Die Lebenserwartung aus Gruppe zwei stieg deutlich. Die Lebenserwartung aus Gruppe drei blieb unverändert kurz. Sie starben an ihren Herzproblemen.

Aber: Wie kann man Milch ersetzen?

Weitestgehend habe ich die Tiermilch durch Pflanzenmilch ersetzt. Es gibt sehr viele Alternativen aus Nüssen, Getreide oder Soja. Am liebsten mache ich sie aber selbst aus Mandeln oder Cashewkernen.
So geht´s:
Eine Handvoll Mandeln, am besten in Rohkostqualität über Nacht in Wasser 12 Stunden einweichen. (Cashews nur drei Stunden.) Die Mandeln am nächsten Morgen dann mit etwa einem Liter frischem Wasser im Hochleistungsmixer zu Milch verarbeiten. Manchmal mache ich noch etwas Zimt dazu und/oder Datteln – je nach Laune.

Es ist für mich einfach geworden, die Milch zu ersetzen. Nur eine Sache ist für mich richtig hart: Ich kann mich nicht gegen das Sommerfeeling wehren, an der Eisdiele ein Eis zu holen. Selbstgemachtes Eis zu Hause hin oder her oder vegane Alternativen im Supermarkt. Aber ein Eis von der Eisdiele ist doch etwas anderes. Froh bin ich natürlich, wenn veganes Eis angeboten wird, aber das gibt es hier im Gebiet leider noch nicht so oft.“

Text: Anja Petermann

Quellen:
ecowoman.de | PETA.de | Peace Food | www.ugb.de

Was sagen Experten zu den Aussagen Petermanns? Hier lesen Sie unsere Rechercheergebnisse dazu:

 

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